Kategorie: Frankreich

  • Generalsekretär des Elysée-Palastes Alexis Kohler wegen illegaler Einflussnahme angeklagt

    Generalsekretär des Elysée-Palastes Alexis Kohler wegen illegaler Einflussnahme angeklagt

    Der Generalsekretär des Élysée-Palastes wird aufgrund seiner Verbindungen zur italienisch-schweizerischen Reederei MSC eines Interessenkonflikts verdächtigt. Alexis Kohler behält trotz der Untersuchung seinen Posten. Der Generalsekretär des Elysée-Palastes, Alexis Kohler, wurde am 23. September wegen „illegaler Interessenvertretung“ angeklagt. Dies meldete Franceinfo unter Berufung auf eine mit dem Fall vertrauten Quelle. Der Vorwurf wurde später von der nationalen Finanzstaatsanwaltschaft bestätigt. „Die Anklage erfolgt im Rahmen einer gerichtlichen Untersuchung, die aufgrund einer Klage eröffnet wurde, die am 30. Januar 2020 von der Vereinigung Anticor vor dem Dekan der Untersuchungsrichter des Pariser Gerichts eingereicht wurde“, heisst es in einer Pressemitteilung. „Es wurde keine Maßnahme einer richterlichen Kontrolle gegen ihn ergriffen“, erklärt die nationale Finanzstaatsanwaltschaft jedoch gegenüber Franceinfo. Alexis Kohler bleibt trotz der Anklageerhebung auf seinem Posten im…

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  • Fernsehen: Ab Montag wird eine „Stromwetter“-Karte ausgestrahlt

    Fernsehen: Ab Montag wird eine „Stromwetter“-Karte ausgestrahlt

    Ab diesem Montag, dem 3. Oktober, werden die Sender der Gruppe France Télévisions damit beginnen, eine „Stromwetter“-Karte während der Nachrichtensendungen auszustrahlen. Eine Initiative, der in den kommenden auch die TF1-Gruppe folgen will.

    Angesichts der Energiekrise hat France Télévisions beschlossen, die Franzosen regelmässig darüber aufzuklären, wie sie in diesem Winter Stromausfälle vermeiden können. Dafür wird ein „Stromwetterbericht“ von Ecowatt, auf allen ihren Sendern ausgestrahlt. Die Präsidentin der öffentlich-rechtlichen Sender, Delphine Ernotte, und ihr Kollege von RTE (Réseau de transport d’électricité), dem Betreiber von Hoch- und Höchstspannungsleitungen, Xavier Piechaczyk, kündigten dies an, nachdem sie eine „neuartige Partnerschaft“ zu diesem Zweck unterzeichnet hatten.

    France Télévisions wird ab Montag, dem 3. Oktober, auf seinen Sendern zu gegebener Zeit Piktogramme anzeigen, die im Rahmen der Ecowatt-Initiative entwickelt wurden und die es den Nutzern ermöglichen sollen, in Echtzeit das Niveau der im Land verfügbaren Elektrizität in drei Farben dargestellt zu sehen: grün (normal), orange (angespannt) und rot (sehr angespannt, unvermeidliche Stromausfälle, wenn nichts unternommen wird, um den Verbrauch zu senken).

    Lesen Sie auch: Französisches Fernsehen wird “Stromkarte” zur Vermeidung von Stromausfällen im Winter senden

    Rot soll die Zuschauer dazu bringen, ihren Verbrauch in den Spitzenzeiten zwischen 8.00 und 12.00 Uhr sowie zwischen 18.00 und 20.00 Uhr zu drosseln.

    In schwierigen Zeiten „kann man zum Beispiel seine Waschmaschine um 22.00 Uhr statt um 19.00 Uhr starten“, erklärt Delphine Ernotte. Man kann auch das Kochen mit Strom von 19:00 Uhr auf 19:45 Uhr verlegen. Xavier Piechaczyk erinnert daran, dass Heizen und Kochen mit Strom sehr energieintensiv sind.

    Das Publikum der öffentlich rechtlichen Sender von France Télévisions, d. h. „4 von 5 Franzosen jede Woche“, soll insbesondere in den Nachrichtensendungen für Sparsamkeitsgesten sensibilisiert werden. Es gehe nicht darum, „Frankreich stillzulegen“, sondern nur darum, „aufzupassen, wenn es nötig ist“, betonte Xavier Piechaczyk, der hofft, „abends um 19.00 Uhr mindestens 5% Strom einzusparen“.

    Für France Télévisions ist diese Initiative Teil einer umfassenden „Umweltwende“, um auf die „Klimadringlichkeit“ zu reagieren. Insbesondere soll ein journalistisches „Klimateam“ eingerichtet oder die 13H Nachrichtensendung von France 2 an die von der Klimakrise betroffenen Orte verlegt werden. France Télévisions verpflichtet sich außerdem, intern verschiedene Maßnahmen zur Energieeinsparung einzuführen, wie z. B. das Ausschalten der Lichter in allen Gebäuden ab 21.30 Uhr, und mit Produktionsfirmen zusammenzuarbeiten, die bestimmte Kriterien erfüllen, insbesondere in Bezug auf ihren CO2-Fußabdruck.

  • Bernard Tapie: Seine Frau Dominique ist ruiniert und lebt von 800€ im Monat

    Bernard Tapie: Seine Frau Dominique ist ruiniert und lebt von 800€ im Monat

    Dominique Tapie, die Witwe von Bernard Tapie, der genau vor einem Jahr am 3. Oktober 2021 starb, erbte nach dem Tod ihres Mannes eine riesige Schuldenlast, die sie völlig ruiniert hat.

    Am 3. Oktober 2021 starb Bernard Tapie im Alter von 78 Jahren, nachdem er jahrelang gegen den Krebs gekämpft hatte. Ein Jahr später soll seine Frau Dominique nach Informationen des Senders BFMTV völlig ruiniert sein.

    Als ihr Mann starb, erbte Dominique Tapie seine immensen Schulden, die auf einen Prozess mit der Bank Crédit Lyonnais zurückzuführen sind: 403 Mio. €, um den Streit mit der Bank beizulegen, zuzüglich Strafgebühren von 80.000 € pro Tag bis zur kompletten Zahlung. Die zu begleichende Rechnung steigt durch die Strafgebühren um weitere 200 Mio. € auf über 600 Mio. €, fasst der Nachrichtensender zusammen.

    Eine kleine Altersrente
    Um die Schulden zu tilgen, machte sich die Frau des ehemaligen Geschäftsmannes daher daran, sich von allen wertvollen Besitztümern des Paares zu trennen: Durch den Verkauf des Pariser Stadthauses für 80 Mio. €, den Verkauf der Villa in Saint-Tropez für etwa dieselbe Summe und die Anteile an der Zeitungsgruppe La Provence konnte die Witwe etwas mehr als 240 Mio. € aufbringen. Mit dem Verkauf der Lebensversicherungen und anderer Wertgegenstände von Dominique Tapie kam sie insgesamt auf 400 Mio. €, was zur Begleichung der Schuld aus dem Rechtsstreit reicht. Es bleiben jedoch die Strafgebühren, von denen die Familie Tapie hofft, sie annullieren zu können…

    Denn die Witwe des ehemaligen OM-Besitzers hat heute nichts mehr – oder fast nichts. Wie BFMTV berichtet, lebt sie von einer kleinen Rente von knapp 800 € und vor allem dank der Hilfe ihrer Verwandten. Sie wohnt in einer kleinen 2-Zimmer-Wohnung in Paris, die ihr Freund Jean-Louis Borloo, ehemaliger Minister für Wirtschaft, Finanzen und ehemaliger Umweltminister unter François Fillon, gemietet hat und bezahlt.

    Ihre Kinder bereiten sich darauf vor, die Wohnung zu übernehmen und helfen derzeit bei der Finanzierung der notwendigen täglichen Ausgaben ihrer Mutter.

  • Ukraine-Krieg: „Wir sind zu Geiseln eines Verrückten geworden“ – russischer Rapper begeht Selbstmord

    Ukraine-Krieg: „Wir sind zu Geiseln eines Verrückten geworden“ – russischer Rapper begeht Selbstmord

    Der 27-Jährige wurde in Krasnodar tot aufgefunden. Der russische Rapper „Walkie“ (Iwan Petunin) hatte sich aus seiner Wohnung gestürzt, nachdem er ein letztes Video, in dem er seine Tat erklärte und die von Wladimir Putin angeordnete Teilmobilmachung in der Ukraine beklagte, aufgenommen hatte.

    „Ich bin nicht bereit, aus irgendeinem Grund zu töten, wenn Sie dieses Video sehen, werde ich nicht mehr am Leben sein“. Der russische Rapper Iwan Petunin mit dem Künstlernamen „Walkie“ nahm sich im russischen Krasnodar das Leben. Der 27-Jährige lehnte die von Wladimir Putin verhängte Teilmobilmachung ab und wollte nicht in der Ukraine kämpfen. „Wir sind zu Geiseln eines Verrückten geworden, der uns nur die Wahl zwischen Armee oder Gefängnis lässt“, sagt er in einem Video, das kurz vor seinem Tod aufgenommen wurde.

    „Ich kann die Sünde des Mordes nicht begehen, ich will nicht für Ideen töten“, erklärte Iwan Petunin. Der Rapper sagt in seinem Abschiedsvideo eine totale Mobilisierung der russischen Bevölkerung voraus. Die britische Zeitung The Sun berichtete, dass der Künstler bereits seinen Wehrdienst in der russischen Armee abgeleistet hatte, aber jetzt alles tat, um eine Mobilisierung für den Krieg in der Ukraine zu verhindern.

    Die Leiche des 27-Jährigen wurde in der Nähe seiner Wohnung in Krasnodar gefunden, nachdem er sich von dem Hochhaus, in dem er lebte, gestürzt hatte. „Ich habe mich entschieden, in die Geschichte einzugehen, als ein Mann, der nicht unterstützt hat, was hier passiert“, erklärt er in seinem Abschiedsvideo. „Ich entschuldige mich bei den Menschen, die ich liebe, aber manchmal muss man für seine Prinzipien sterben und meine letzte Entscheidung ist es, die Art und Weise zu wählen, wie ich gehen werde.“

    Das Drama ereignete sich nachdem der russische Präsident Wladimir Putin am 21. September eine „Teilmobilisierung“ der Russen angeordnet hatte. 300.000 Reservisten werden einberufen, um in der Ukraine zu kämpfen. Die Ankündigung löste Proteste, Demonstrationen und die Flucht Tausender Russen ins Ausland aus.

  • Wetter: Milde und fast sommerliche Temperaturen Anfang Oktober

    Wetter: Milde und fast sommerliche Temperaturen Anfang Oktober

    Einige Wolken in den Morgenstunden in Nordfrankreich, die Temperaturen werden sehr mild sein und sogar weit über den normalen Werten der Jahreszeit liegen.

    Ist der Sommer schon wieder da? Die Temperaturen in der ersten Oktoberwoche sind auf jeden Fall sommerlich und die Sonne wird in weiten Teilen des Südens des Landes ungehindert scheinen. Die Temperaturen werden deutlich über den normalen Werten der Saison liegen, trotz der manchmal kühlen Morgenstunden in einigen Regionen.

    Die Temperaturen steigen auf über 20 Grad.
    Laut MétéoFrance wird Frankreich Anfang Oktober von herbstlichen Niederschlägen verschont bleiben: Der Himmel wird am Montag, dem 3. Oktober im Großen und Ganzen klar sein, mit Temperaturen zwischen 15 Grad im Osten des Landes und 23 Grad im Durchschnitt in ganz Südfrankreich, mit Spitzenwerten von 29 Grad in Perpignan.

    Dasselbe gilt für Dienstag, den 4. Oktober: Die wenigen Morgennebel in der Mitte und an der Atlantikseite werden zwar von recht niedrigen Temperaturen um die 9 Grad im Osten und in der Mitte begleitet, aber im Süden wird es bereits am Morgen warm sein, mit 18 Gard in Ajaccio und 19 in Nizza. Nebel und eventuelle Wolken lösen sich am Nachmittag auf, mit Temperaturen von 17-18 Grad in Lille, bis 25 Grad in Toulouse und 26 Grad in Tarbes.

    Am Mittwoch, dem 5. Okober, gibt es keine oder nur wenige Wolken, außer an der Küste im Westen und einige Cumulus-Wolken um das Mittelmeer herum. Dennoch wird es am Vormittag in Brest bereits 16 und in Marseille 15 Grad warm werden. Trotz einiger Regenfälle am Ärmelkanal wird der Nachmittag mit mehr als 20 Grad im ganzen Land recht heiß, bis zu 28 Grad in Bordeaux und sogar 30 Grad in Tarbes: ein schöner Sommer…

    Langsame Rückkehr zu den jahreszeitlichen Normalwerten
    Am Donnerstag, dem 6. und Freitag, dem 7. Oktober wird es einen wolkenverhangenen Himmel, vor allem in Okzitanien und der Nouvelle-Aquitaine, geben. Die Temperaturen werden von 6 bis 10 Grad im Nordwesten und 13 bis 17 Grad im gesamten Süden am Morgen auf 17 bis 20 Grad im Norden am Nachmittag steigen. 20 bis 25 Grad werden im gesamten südlichen Teil des Landes erreicht werden.

    Am Wochenende 8. und 9. Oktober werden die Temperaturen zwar nicht drastisch sinken, aber wahrscheinlich in den normalen Bereich der Jahreszeit zurückkehren, wobei in weiten Teilen des Landes mit Regen und grauen Wolken zu rechnen ist.

    Sommerliebhaber müssen sich ab dann wahrscheinlich bis zum nächsten Jahr gedulden…

  • Impfstoffe gegen Covid-19: Wissenswertes über die neue Impfkampagne Frankreichs

    Impfstoffe gegen Covid-19: Wissenswertes über die neue Impfkampagne Frankreichs

    Ab diesem Montag beginnt in Frankreich eine neue Impfkampagne gegen Covid-19. Die Impfkampagne ist eng mit der Einführung neuer „bivalenter“ Impfstoffe verbunden, die gegen die Varianten der Omikron-Familie wirksam sind. Am Montag, dem 3. Oktober, begann in Frankreich eine neue Impfkampagne gegen Covid-19. Da die Zahl der Ansteckungen wieder ansteigt – im Durchschnitt werden täglich über 40.000 neue Infektionen festgestellt, werden gebrechlichen und älteren Menschen neue Impfstoffe angeboten, die von Moderna und Pfizer/BioNTech entwickelt wurden und an die Varianten der Omikron-Familie angepasst sind. Warum eine neue Impfkampagne? Bei der neuen Impfkampagne wollen sich die Gesundheitsexperten auf sogenannte „bivalente“ Impfstoffe stützen, die sowohl gegen den ursprünglichen Stamm des Virus als auch gegen mehrere Varianten, die zur Omikron-Familie gehören, wirksam sind. Die neuen Seren könnten eine effektivere Bekämpfung des Virus ermöglichen. Moderna hat angekündigt, dass sein an BA.1 …

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  • Landwirtschaft: Verliert Frankreich seine Ernährungssouveränität?

    Landwirtschaft: Verliert Frankreich seine Ernährungssouveränität?

    Wie kann es sein, dass in der französischen Landwirtschaft die Erträge sinken und der Berufsstand immer mehr Mitarbeiter verliert? Ein Bericht des Senats schlägt Alarm.

    Frankreich ist nicht mehr die grösste Landwirtschaft Europas. Es ist heute das einzige große Agrarland, in dem die Marktanteile zurückgehen. Der Rückgang der französischen Agrarmacht lässt sich an Zahlen ablesen. Vor 20 Jahren war Frankreich der zweitgrößte Exporteur der Welt, heute ist es auf den sechsten Platz zurückgefallen. Der Obstbauer Bruno Darnaud in der Drôme muss hohe Investitionen tätigen, um die Qualität seiner Produkte zu erhalten. „Wir werden versuchen, unseren Obstanbau zu schützen, sei es vor Hagel, sei es vor Frost. Wir werden ihn ein wenig intensiver gestalten, um auch an Wettbewerbsfähigkeit zu gewinnen. Das sind Kosten, die leider die Preise erhöhen bei Produkten, die mit spanischen oder italienischen Billigprodukten konkurrieren“, bedauert er auf dem Sender France 2.

    Die Erträge sinken und die Landwirte wandern ab.
    Die ausländischen Konkurrenten sind nicht von schwerfälligen Vorschriften, wie man sie in Frankreich kennt, betroffen. „Wir haben diesen leider  so französischen Reflex, die Vorschriften zu erschweren und Klassenbester werden zu wollen. Nur dass man, wenn man der Klassenbeste wird, Marktanteile verliert“, analysiert der Obstbauer Bruno Darnaud. Der Rückgang in der französischen Landwirtschaft ist hauptsächlich auf einen Verlust der Wettbewerbsfähigkeit zurückzuführen. Bei Äpfeln beispielsweise geht ein Anstieg des Produktsortiments mit einem Anstieg der Produktionskosten einher. Die ausländische Konkurrenz unterbietet die Preise. Die Exporte sinken und die Importe steigen. Innerhalb von 20 Jahren hat sich die französische Apfelproduktion auf diese Weise halbiert und das Frankreich hat seine Nahrungsmittelimporte verdoppelt. Die landwirtschaftliche Fläche nimmt ab, die Erträge sinken und die Landwirte orientieren sich anderweitig.

  • Verdacht auf Vorteilsnahme: Oberster Gerichtshof ordnet Verfahren gegen Justizminister Eric Dupond-Moretti an

    Verdacht auf Vorteilsnahme: Oberster Gerichtshof ordnet Verfahren gegen Justizminister Eric Dupond-Moretti an

    Die Anwälte des Justizministers kündigten am Montag an, dass sie gegen die Entscheidung Beschwerde eingelegt haben. Eric Dupond-Moretti muss vor Gericht. Der Gerichtshof der Republik (CJR) ordnete am Montag, dem 3. Oktober, ein Verfahren gegen den Justizminister an, der illegaler Vorteilsnahme beschuldigt wird. Anschuldigungen werden vom Minister bestritten. Dem Justizminister wird vorgeworfen, er habe sein Amt genutzt, um mit Richtern und Staatsanwälten abzurechnen, mit denen er als Anwalt aneinandergeraten war. Das bestreitet er vehement. Beschwerden von Richtergewerkschaften und der Antikorruptionsvereinigung Anticor, die zwei solcher Interessenkonflikte seit der Ankunft Dupond-Moretti im Justizministerium aufzeigten, führten bereits im Januar 2021 zur Eröffnung einer gerichtlichen Untersuchung….

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  • WM 2022 in Katar: Bordeaux, Rodez, Straßburg, Lille… dort wird es kein Public Viewing geben

    WM 2022 in Katar: Bordeaux, Rodez, Straßburg, Lille… dort wird es kein Public Viewing geben

    In Frankreich haben mehrere Städte angekündigt, dass sie keine Grossbildschirme aufstellen werden, um die Fußballweltmeisterschaft 2022 in Katar zu verfolgen.  Die Städte Lille, Bordeaux, Straßburg und Rodez haben beschlossen, keine Großbildschirme aufzustellen, um die Spiele der Fußballweltmeisterschaft in Katar (20. November bis 18. Dezember) zu übertragen. „Wir werden kein einziges Spiel auf Großbildschirmen übertragen“, kündigte die sozialistische Bürgermeisterin von Lille, Martine Aubry, am Samstag, dem 1. Oktober, in einem Tweet an und prangerte Missstände „in Bezug auf die Menschenrechte, die Umwelt und den Sport“ an. Martine Aubry erklärte, die Entscheidung sei in der Nacht von Freitag auf Samstag „einstimmig“ vom Stadtrat verabschiedet worden. Auch in Rodez und Straßburg gibt es keine Bildschirme. In Rodez bekräftigte der Bürgermeister Christian Teyssèdre auf die Frage eines Oppositionspolitikers während einer Stadtratssitzung am Freitagabend, dass es in seiner Stadt „keine Gr…

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  • Warum Gebrauchtwagen in Frankreich manchmal teurer sind als Neuwagen

    Warum Gebrauchtwagen in Frankreich manchmal teurer sind als Neuwagen

    Die Pandemie und die grassierende Halbleiterkrise haben den Automobilmarkt erschüttert und die Lieferzeiten für Neuwagen dramatisch erhöht. Ein noch nie dagewesenes Phänomen ist, dass einige Gebrauchtwagen heute zu einem Preis gehandelt werden, der dem Neupreis entspricht oder diesen sogar übersteigt!

    Es ist noch gar nicht so lange her, dass man es für normal hielt, sich ein wenig zu gedulden, sobald man sich für die Farbe seines Traumautos und die Optionen entschieden hatte. Ohne sich darüber zu ärgern, wartete man mehrere Wochen oder sogar noch länger auf den erlösenden Brief oder Anruf des Autohauses. Das war einfach der Preis, den man zu bezahlen bereit war, um sich dann hinter das Steuer eines neuen Autos zu setzen.

    Die Zeit nach der Pandemie und der daraus resultierende Mangel an Halbleitern – die Konzerne beklagen auch große Probleme bei der Versorgung mit Kunststoffen und Stahl – haben die Produktionszeiten in fast allen Automobilfabriken stark beeinträchtigt. Die Zeiträume zwischen Auftragserteilung und Schlüsselübergabe verlängerten sich manchmal um viele Monate. Um ihre Gewinnspannen nicht zu verschlechtern, haben die Hersteller es dann auch noch vorgezogen, die verfügbaren Chips für ihre Spitzenmodelle zu reservieren. Die Besteller von preiswerteren Modellen müssen nun noch länger warten…

    Aber auch am unteren Ende der Skala gibt es Kunden, die es etwas eiliger haben und bereit sind, ein etwas anderes Modell zu kaufen, bei dem sie auf die elektrische Öffnung des Kofferraums, eine besondere Polsterung oder sogar die gewünschte Farbe verzichten. Andere wiederum greifen auf Gebrauchtwagen zurück.

    Das hat zur Folge, dass die Lagerbestände in den Autohäusern und auch die Angebote im Internet schrumpfen und die Preise für verfügbare Gebrauchtwagen in die Höhe schnellen. Vor allem für die „Perlen“ des Marktes, die Marke Dacia, allen voran Sandero und Duster, aber auch die Kompaktwagen von Toyota oder die zeitlosen Renault Clio und Peugeot 208 werden Höchstpreise geboten, die in manchen Fällen sogar über den Neuwagenpreisen liegen. Wer heute nach einem dieser Fahrzeuge sucht, wird das festgestellt haben. Zu erwähnen in diesem Zusammenhang ist auch, dass sich inzwischen sogar Autovermieter und andere Unternehmen für gebrauchte Fahrzeuge mit geringer Kilometerleistung interessieren.

    In den letzten anderthalb Jahren ist der Gebrauchtwagenmarkt um 20% gestiegen, auch wenn der Trend sich derzeit wieder etwas beruhigt.

    Innerhalb von 10 Jahren stieg der Preis für Neuwagen um 7.000 €.
    Beobachter gehen davon aus, dass sich diese Situation bis Anfang nächsten Jahres nicht verbessern wird. Es sei dennoch darauf hingewiesen, dass das Phänomen nur bestimmte Fahrzeuge betrifft und dass, wenn man den gesamten Markt betrachtet, Gebrauchtwagen glücklicherweise immer noch erschwinglicher sind als Neuwagen.

    Von 2,214 Millionen Neuwagen im Jahr 2019 fielen die Verkäufe auf 1,650 Millionen im Jahr 2020 und dann auf 1,659 Millionen im letzten Jahr. Der Gebrauchtmarkt dagegen brach alle Rekorde mit 5,96 Millionen Verkäufen.

    Das Jahr 2022 wird wohl kaum eine Rückkehr zur Normalität markieren. Im August stieg die Zahl der Neuwagenzulassungen bei Privatpersonen nach 14 aufeinanderfolgenden Monaten des Rückgangs erstmals wieder um 3,8% auf 91.411 Fahrzeuge an.