Kategorie: Frankreich

  • Mauer stürzt ein: 2 Tote und 1 schwer verletzter Jugendlicher in Saint-Georges d’Oléron

    Mauer stürzt ein: 2 Tote und 1 schwer verletzter Jugendlicher in Saint-Georges d’Oléron

    Zwei Maurer starben, als am Montagmorgen in Saint-Georges d’Oléron eine Mauer einstürzte. Ein schwer verletzter 15-jähriger Jugendlicher wurde mit einem Hubschrauber in das Universitätsklinikum von Poitiers geflogen.

    Der Alarm wurde am Montagmorgen kurz nach 8.30 Uhr ausgelöst. Etwa 40 Feuerwehrleute eilten auf den Campingplatz Les Coquettes in Saint-Georges d’Oléron, weil dort eine Mauer eingestürzt war.

    Zwei Arbeiter einer Maurerfirma im Alter von 26 und 45 Jahren wurden aus den Trümmern geborgen. Sie starben an ihren Verletzungen, obwohl die Rettungskräfte sofort versuchten, sie wiederzubeleben.

    Ein 15-jähriger Jugendlicher wurde ebenfalls schwer verletzt. Er musste mit einem Hubschrauber in das Universitätsklinikum in Poitiers geflogen werden.

    Laut dem Sender France Bleu arbeiteten die drei Männer im Auftrag eines Bauunternehmens in Saint-Georges d’Oléron. Der jüngste von ihnen ist Lehrling.

  • Kinderpornografie: Angeklagter Bürgermeister will seinen Posten nicht räumen

    Kinderpornografie: Angeklagter Bürgermeister will seinen Posten nicht räumen

    Der Bürgermeister von Échenon im Departement Côte-d’Or wurde bei einer groß angelegten Aktion zur Bekämpfung der Pädokriminalität angeklagt. Aber er weigert sich, sein Amt niederzulegen, solange er nicht verurteilt ist.

    Der Bürgermeister von Échenon (Côte-d’Or), der bei einer Operation der Zentralstelle für die Bekämpfung von Gewalt gegen Personen (OCRVP) wegen Kinderpornografie festgenommen wurde, wird nicht zurücktreten, bis er von einem Gericht verurteilt wird, wie einer seiner Stellvertreter am Freitag, dem 25. November, mitteilte.

    „Niemand kann ihn zum Rücktritt zwingen“.
    „Im Moment will er nicht gehen, obwohl wir ihn dazu aufgefordert haben. Er wartet auf sein Urteil vor Gericht und niemand kann ihn zum Rücktritt zwingen“, sagte einer seiner Stellvertreter gegenüber France Bleu Bourgogne. „Auf keinen Fall billigt der Gemeinderat die Machenschaften des Bürgermeisters. Die Zeiten sind unruhig, aber unsere Beschäftigung ist und bleibt immer die Verteidigung der Interessen unserer Gemeinde“.

    Der Bürgermeister erschien nicht zu der Sitzung des Gemeinderats am vergangenen Freitag. Protestierende Einwohner von Échenon forderten vor der Sitzung den Rücktritt des Bürgermeisters.

    Der Bürgermeister soll am 26. April 2023 wegen „Verbreitung des Bildes eines Minderjährigen mit pornografischem Inhalt durch Nutzung eines elektronischen Kommunikationsnetzes, Besitz und Erwerb des Bildes eines Minderjährigen mit pornografischem Inhalt“ vor Gericht gestellt werden.

    Umfangreiche Razzia Anfang November
    Am Donnerstag, dem 17. November, berichtete Nachrichten.fr über eine groß angelegte Aktion zur Bekämpfung von Kinderpornografie, die am Vortag stattfand. Im Rahmen dieser Aktion wurden in ganz Frankreich 48 Männer im Alter zwischen 26 und 79 Jahren festgenommen. Sie werden verdächtigt, in großem Umfang kinderpornografische Fotos und Videos online gehandelt zu haben.

  • Vernichtender Bericht des Secours catholique: Die Armut in Frankreich verschärft sich

    Vernichtender Bericht des Secours catholique: Die Armut in Frankreich verschärft sich

    Das Durchschnittseinkommen der Menschen, die von der Katholischen Nothilfe unterstützt werden, beträgt nur 548 Euro pro Monat. Weniger als 5 Euro: Laut einem Bericht von Secours Catholique hat fast die Hälfte (48%) der von der Organisation betreuten Personen weniger als 5 Euro pro Tag zur Verfügung. Das Durchschnittseinkommen der von der Organisation unterstützten Personen lag im Jahr 2021 bei nur 548 Euro pro Monat. Ausgaben wie Miete, Energierechnungen und Versicherungen verschlingen im Durchschnitt etwa 60% des Einkommens dieser Haushalte in prekären Situationen. Alleinerziehende Mütter machen ein Viertel der von Secours catholique betreuten Haushalte aus, gefolgt von alleinstehenden Männern (22,4%), die häufig arbeitslos oder nicht erwerbstätig sind, und Ausländern, die 50% der von der Organisation unterstützten Haushalte ausmachen. Die wachsende Armut in Frankreich scheint noch nicht ausreichend im Blickfeld der Politiker angekommen zu sein. Tatsache ist aber auch, dass viele Mens…

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  • Meurthe-et-Moselle: Mann wird von Polizisten in Nancy während eines Einsatzes getötet

    Meurthe-et-Moselle: Mann wird von Polizisten in Nancy während eines Einsatzes getötet

    Die Polizei wurde gerufen, weil ein 50-Jähriger Gegenstände aus dem Fenster seiner Wohnung geworfen hatte, darunter sogar einen Kühlschrank. Als sie eintrafen, griff der Mann die Polizisten an.

    Ein Mann wurde bei einem Einsatz in Nancy in der Nacht von Sonntag auf Montag, dem 28. November von Polizisten erschossen, wie France Bleu Sud Lorraine berichtete. Die Staatsanwaltschaft geht derzeit von Notwehr aus.

    Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden die Polizisten in der Nacht gegen 3 Uhr morgens wegen eines Familienstreits gerufen. Als sie eintrafen, war der Mann – etwa 50 Jahre alt – gerade dabei, Gegenstände aus dem Fenster seiner Wohnung zu werfen, darunter auch einen Kühlschrank. Drei Polizisten – unterstützt von der Feuerwehr – beschlossen daraufhin, in seine Wohnung einzudringen.

    Der Täter griff die Polizisten mit Messer an
    Der zuständige Staatsanwalt erklärte, dass der 50-Jährige sich gegen die Ordnungskräfte gewehrt habe und der Einsatz einer Elektroschockpistole keine Wirkung gezeigt hätte. Der Mann versuchte daraufhin, mit einem Messer auf die Polizisten einzustechen. Aus diesem Grund machten zwei Beamte von ihren Waffen Gebrauch. Der Mann wurde in die Brust getroffen und verstarb kurz darauf im Krankenhaus in Nancy.

    Die Vernehmung der Lebensgefährtin des Mannes ergab, dass sich die Tat vor dem Hintergrund einer Trennung des Paares ereignete. Der Mann, der unter gesundheitlichen Problemen litt, hatte bereits vorher Suizidabsichten geäußert.

  • Lille: Sorge über Risse in Gebäuden in der Altstadt wächst

    Lille: Sorge über Risse in Gebäuden in der Altstadt wächst

    Drei weitere Gebäude mussten in der Nacht von Samstag auf Sonntag, dem 27. November, in Lille (Nordfrankreich) wegen Einsturzgefahr evakuiert werden.

    Im Stadtzentrum von Lille (Nord), in der Rue Lepelletier, sorgen mehrere Gebäude für Unruhe. Starke Risse alarmieren die Eigentümer und Bewohner. Einige haben die Feuerwehr gerufen. Der Zustand seines Kellers bereitet dem Hausbesitzer Martin Sorgen. „Wir stellen Risse fest, die ziemlich groß sind. Die Sorge ist groß. Die Feuerwehr hat uns versichert, dass es keine größeren Probleme gibt“, sagt Martin, der in dem betroffenen Haus eine Wohnung besitzt, gegenüber France 2.

    „Wir haben gesehen, wie die Wand bröckelt und sich ganz langsam bewegt“
    In der Nacht von Samstag auf Sonntag, dem 27. November, wurden 17 Personen aus drei Gebäuden im Stadtzentrum wegen möglicher Einsturzgefahr evakuiert. Es war Sébastien Dinielle, Kellner im Restaurant L’Orange Bleue, der die Rettungskräfte alarmiert hatte. Seit fünf Tagen sah er, wie die Risse immer größer wurden. Am Ende seiner Schicht spürte er, wie sich die Struktur des Restaurants bewegte. „Wir haben gesehen, wie die Mauer bröckelte und sich ganz langsam bewegte“, erzählt Sébastien Dinielle auf dem Sender France 2. Die Häufung solcher Phänomene in der Innenstadt von Lille könnte auf den Klimawandel zurückzuführen sein.

    Lesen Sie auch: Lille: 2 Gebäude stürzen mitten im Stadtzentrum in sich zusammen

  • Emmanuel Macron will S-Bahnen „in zehn französische Metropolen“ bringen

    Emmanuel Macron will S-Bahnen „in zehn französische Metropolen“ bringen

    In einer Frage- und Antwortrunde in den sozialen Netzwerken kündigte der Präsident der Republik an, dass er S-Bahn-Netze in ganz Frankreich ausbauen wolle, insbesondere in den zehn größten Städten des Landes. Präsident Emmanuel Macron kündigte am Sonntag, dem 27. November, sein Ziel an, in zehn französischen Metropolen einen Schienenverkehr im Stil der S-Bahn zu entwickeln, um den ökologischen Wandel zu fördern. „Um unseren ökologischen Ehrgeiz zu unterstützen, möchte ich, dass wir uns ein großes nationales Ziel setzen: Nämlich in zehn großen Ballungsräumen, in zehn französischen Metropolen, ein RER-Netz, ein Netz von städtischen Zügen zu entwickeln“, erklärte Macron in einer auf YouTube veröffentlichten Videosequenz, in der er Fragen von Internetnutzern zum Thema Ökologie beantwortete. Das Réseau Express Régional (RER) ist ein dichtes Netz von Regionalzügen, die in der Ile-de-France mit hoher Taktung verkehren. Das Netz wurde seit den 1960er Jahren stetig ausgebaut. „RER gehört nicht…

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  • Sturm Alex: Das Vésubie-Tal trägt noch immer die Narben der Katastrophe von 2020

    Sturm Alex: Das Vésubie-Tal trägt noch immer die Narben der Katastrophe von 2020

    Im Jahr 2020 riss der Sturm Alex einen Teil des Ortes Saint-Martin-Vésubie in den französischen Seealpen mit sich. Zwei Jahre nach der Katastrophe liegen noch immer Überreste der zerstörten Gebäude im Fluss Vésubie.

    Die Vésubie (Alpes-Maritimes) ist heute nur noch ein kleiner Fluss, aber in seinem Bett findet man immer noch die Überreste der Gebäude, die während des Sturms Alex im Jahr 2020 weggespült wurden. Der rostige Tank der vom Wasser vollständig zerstörten Tankstelle in Saint-Martin-Vésubie ist nur ein Beispiel. Immer noch bemühen sich 200 Freiwillige in der Region, so viel Müll wie möglich einzusammeln.

    Solidarität der Freiwilligen
    Céline Laux kommt jedes zweite Wochenende aus Toulon (Var), um bei den Aufräumarbeiten zu helfen. Sie nimmt gerne die dreistündige Fahrt auf sich, wie viele andere Freiwillige des Vereins „Les week-ends solidaires“ ebenfalls. „Es erschien mir logisch, damals nach dem Sturm mitzuhelfen. Heute hat man sich daran gewöhnt, man kennt die Leute und es ist immer wieder schön, hierher zu kommen“, sagt sie gegenüber France Télévisions. Der gesammelte Müll wird anschliessend von Baggern und Kränen geborgen. Die Baustelle hat gigantische Ausmasse.

  • Perpignan: Asylantrag eines iranischen Ehepaars zum dritten Mal abgelehnt – obwohl ihnen die Todesstrafe droht

    Perpignan: Asylantrag eines iranischen Ehepaars zum dritten Mal abgelehnt – obwohl ihnen die Todesstrafe droht

    Sie waren 2018 mit ihren beiden Kindern aus dem Iran geflohen, um der Todesstrafe zu entgehen, die nach dem Übertritt des Vaters zum Christentum verhängt worden war. Die Ablehnung ihres Asylantrags sei „überraschend“ und „empörend“, kritisiert ihr Anwalt. Ein iranisches Ehepaar und seine beiden Kinder, die seit vier Jahren in Perpignan Zuflucht gefunden haben, erlebte erneut eine Ablehnung ihres Asylantrags. Beide Elternteile wurden im Iran zum Tode verurteilt, berichtet France Bleu Roussillon am Sonntag, dem 28. November. Ein allerletzter Antrag ist möglich Das Paar floh 2018 aus seinem Land, um der Strafverfolgung zu entgehen. Dem Vater, der von Geburt Muslim war, droht die Todesstrafe, weil er sich zum Christentum bekehrt hat. Auch seine Frau ist von der Todesstrafe bedroht, da sie wegen Ehebruchs verfolgt wird. Da ihr Mann kein Muslim mehr ist, gilt ihre Ehe im Iran als de facto annulliert. Nach einer langen Reise kam das Paar mit seinem ersten Kind in Perpignan an. Daraufhin wird …

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  • Trottoirs in Frankreich: Bald nur noch für Fußgänger?

    Trottoirs in Frankreich: Bald nur noch für Fußgänger?

    Der Nationale Rat für Verkehrssicherheit möchte, dass Bürgersteige zum Schutz von Fußgängern baldmöglichst für Skateboards und Roller verboten werden. Die Bürgersteige in Frankreich sollen wieder den Fußgängern und nur ihnen gehören. Eine der Empfehlungen, die der Nationale Rat für Verkehrssicherheit am Montag, dem 28. November, vor der Regierung vertreten wird, ist der, dass die Bürgersteige zum Schutz der Fußgänger für andere Verkehrsteilnehmer gesperrt werden. „Der Bürgersteig muss gesetzlich definiert werden als ein Teil der öffentlichen Straße, der exklusiv dem Verkehr und der Nutzung durch Fußgänger vorbehalten ist“, so der Rat. Elektroroller und Fahrräder sind bereits verboten.Heute sind mehrere Verkehrsmittel auf dem Bürgersteig erlaubt: Skateboards, Inline-Skates und nicht-motorisierte Roller. Sie könnten sich allerdings bald in die Liste der anderen auf den Bürgersteigen bereits verbotenen Verkehrsmittel einreihen: Elektroroller, Fahrräder, Einräder und Hoverboards. Zuwiderha…

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  • Zahl der Häftlinge in Frankreich erreicht im November mit 72.809 absoluten Höchststand

    Zahl der Häftlinge in Frankreich erreicht im November mit 72.809 absoluten Höchststand

    Der bisherige Rekord mit 72.575 Häftlingen war kurz vor dem Covoid-Lockdown im März 2020 verzeichnet worden. Die Zahl der Häftlinge in Frankreich erreichte im November laut statistischen Angaben des Justizministeriums einen historischen Höchststand. In den französischen Strafvollzugsanstalten befanden sich am 1. November 72.809 Häftlinge bei nur 60.698 verfügbaren Plätzen, was einer Gefängnisdichte von 120% entspricht, verglichen mit 115,4% vor einem Jahr. Der bisherige „Rekord“ – 72.575 Häftlinge – war im März 2020 verzeichnet worden, am Vorabend der Covid-19-Epidemie, die zu einem drastischen Rückgang der Häftlingszahlen geführt hatte. Seitdem waren die Zahlen wieder stetig gestiegen, bis sie am 1. Oktober 2022 mit 72.350 Inhaftierten fast wieder den historischen Höchststand des Jahres 2020 erreichten. Innerhalb eines Jahres gab es neue 2.997 Häftlinge – am 1. Oktober 2021 waren es 69 812 -, was einem Anstieg um 4,3% entspricht. Nach den offiziellen Zahlen des Ministeriums sind die Strafvollzugsanstalten derzeit mit 15.469 Häftlinge im Vergleich zu den eigentlich verfügbaren Plätzen überbelegt – vor einem Jahr waren es noch 13.170. Aufgrund der Überbelegung sind 2.225 Häftlinge gezwungen, auf Matratzen zu schlafen, die direkt auf dem Boden liegen. Nach Angaben des Ministeriums sind 3,5% der Inhaftierten Frauen und 0,8% Minderjährige. Mehr als ein Viertel der Inhaftierten (26,9%) sind Angeklagte in Untersuchungshaft, also Personen, die noch auf ihr Urteil warten – und somit eigentlich als unschuldig gelten. Die Belegungsdichte in den Haftanstalten, in denen Untersuchungshäftlinge und Verurteilte mit kurzen Haftstrafen untergebracht sind, stieg auf 142,8%.