Kategorie: Frankreich

  • Ärztemangel: Ärzte pendeln in Privatflugzeugen zwischen Dijon und Nevers

    Ärztemangel: Ärzte pendeln in Privatflugzeugen zwischen Dijon und Nevers

    Acht Ärzte kamen am Donnerstagmorgen im Privat-Jet in Nevers an und fuhren in das Krankenhaus der Stadt. Nevers ist die Hauptstadt des Departements Nièvre, das mit seinen 200.000 Einwohnern besonders stark vom Mangel an Ärzten betroffen ist. Die eingeflogenen Ärzte sind noch am selben Abend nach Dijon zurückgekehrt. Diese Maßnahme wegen ihrer Auswirkungen auf die Umwelt scharf kritisiert, ist aber in den Augen der Initiatoren im Namen der Gesundheit unerlässlich. „Nein, das ist nicht abwegig. Es entspricht einem Bedürfnis“: Eine „Luftbrücke“ für Ärzte wurde am Donnerstag, dem 26. Januar, zwischen Dijon und dem Departement Nièvre eingerichtet, trotz der Kritik von Umweltschützern. Diese „Luftbrücke“ soll mindestens einmal pro Woche in 35 Minuten Nevers mit der Regionalhauptstadt Dijon verbinden, im Vergleich zu mehr als drei Stunden mit dem Auto oder zweieinviertel Stunden mit dem Zug. „Das Flugzeug ist das beste Mittel, um die Reisezeit zu verkürzen“, erklärte der LREM-Bürgermeister vo…

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  • Ukraine-Krieg: Wird jetzt auch Frankreich Panzer liefern?

    Ukraine-Krieg: Wird jetzt auch Frankreich Panzer liefern?

    Am Tag nach der Ankündigung einer baldigen Lieferung von Leopard-Panzern von Deutschland und anderen Ländern an die Ukraine am Mittwoch, dem 25. Januar, wird jetzt auch eine Entscheidung Frankreichs zu diesem Thema erwartet. Derzeit scheint der Élysée-Palast noch zu zögern. Nachdem Deutschland nun am Mittwoch, dem 25. Januar, beschlossen hat, seine Leopard-Panzer an die Ukraine zu liefern, richten sich die Augen auf den Élysée-Palast. Wird Frankreich jetzt auch die Lieferung einiger seiner Leclerc-Panzer genehmigen? Emmanuel Macron ließ verlauten, dass er alle Optionen prüfe. „Die Realität ist, dass die Ukrainer uns andere Anfragen schicken. Wir haben mehr Anfragen unserer ukrainischen Freunde für Flugabwehr oder Artillerie“, erklärt Armeeminister Sébastien Lecornu gegenüber dem Sender France 3. Frankreich ist das einzige Land, das Leclerc-Panzer einsetzt. Das Land hat derzeit nur 200 Stück, gerade genug, um seinen Bedarf zu decken, daher die Zurückhaltung der Regierung. Außerdem ist d…

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  • Einwanderung: Erstanträge auf Asyl sind in Frankreich 2022 um 31% gestiegen

    Einwanderung: Erstanträge auf Asyl sind in Frankreich 2022 um 31% gestiegen

    Laut Angaben des Innenministeriums wurden in Frankreich mehr als 137.000 Erstanträge auf Asyl gestellt. Das entspricht in etwa dem Niveau vor der Pandemie. Die Asylanträge in Frankreich sind im Jahr 2022 sprunghaft angestiegen. Mehr als 137.000 Erstanträge wurden gestellt, wie aus einer vorläufigen Statistik hervorgeht, die am Donnerstag, dem 26. Januar vom Innenministerium veröffentlicht wurde. Eine Zahl, die im Vergleich zu 2021 um 31,3% gestiegen ist und nahe an dem Niveau von 2019 liegt, als 138.420 Erstanträge registriert worden waren. Die Hauptherkunftsländer der Erstantragsteller sind Afghanistan mit 22.570 Anträgen im Jahr 2022, Bangladesch, die Türkei, Georgien und die Demokratische Republik Kongo. Wenn man auch die Überprüfungsanträge mit einbezieht, wurden 2022 insgesamt 156.103 Anträge registriert, was den vor der Pandemie aufgestellten Rekord von 151.283 im Jahr 2019 übersteigt. Darüber hinaus zählte das Innenministerium 15.396 Ausweisungen von Ausländern im Jahr 2022, das sind 15 % mehr als im Jahr 2021, jedoch ein Drittel weniger als im Jahr 2019, in dem 23.746 Abschiebungen registriert wurden. „Straffälligen Ausländern wurde Priorität eingeräumt: 3.615 straffällige Ausländer wurden 2022 abgeschoben“, schrieb Innenminister Gérald Darmanin auf Twitter. Fast 66.000 ukrainische Flüchtlinge unter „vorübergehendem Schutz“. Die Regularisierungen stiegen ihrerseits um 8 %, mit 34.029 „außergewöhnlichen Zulassungen zum Aufenthalt“ im Jahr 2022. Dieser Anstieg wurde mit „wirtschaftlichen Gründen für Arbeitnehmer“ begründet, d.h. den Regularisierungen von benötigten Arbeitnehmern in einer irregulären Situation. Solche Aufenthaltsgenehmigungen nahmen um 29,1% zu, wie das Innenministerium erklärte. Ausserdem erhielten bis Ende 2022 genau 65.833 ukrainische Kriegsflüchtlinge, ausgenommen von dieser Zahl sind Minderjährige, im Rahmen des „vorübergehenden Schutzes“ eine vorläufige Aufenthaltsgenehmigung für Frankreich. Dieser Status für ukrainische Staatsangehörige, „die einige Zeit in Frankreich bleiben möchten“, ermöglicht insbesondere den Zugang zu Unterbringungshilfen oder die Übernahme der Kosten für die medizinische Versorgung. Das Ministerium meldete dazu auch: Die Zahl der Ukrainer, die in Frankreich Asyl beantragen, ist viel geringer. Seit Februar wurden nur 2.187 Asylanträge gestellt.
  • 23-Jahres-Hoch: Naturkatastrophen kosteten Frankreich im Jahr 2022 etwa 10 Milliarden Euro

    23-Jahres-Hoch: Naturkatastrophen kosteten Frankreich im Jahr 2022 etwa 10 Milliarden Euro

    Das vergangene Jahr war geprägt von einer „Intensivierung extremer Wetterphänomene“ und einer „Zunahme ihrer Häufigkeit“.

    Ein Rekordwert seit 1999. Die Kosten für Naturkatastrophen in Frankreich werden für das Jahr 2022 voraussichtlich 10 Milliarden Euro betragen, so France Assureurs (Französischer Versicherungsverband) am Donnerstag, dem 26. Januar, aufgrund der „Intensivierung extremer Wetterphänomene“ und einer „Zunahme ihrer Häufigkeit“. Das Jahr 2022 „ist an der Front der klimatischen Ereignisse wirklich das annus horribilis“, betonte Florence Lustman, Präsidentin von France Assureurs, im Gespräch mit dem Sender Europe 1. Sie nannte als Gründe die Hagelstürme, Sturmwinde, Überschwemmungen und „ein ebenfalls außergewöhnliches Jahr an der Front der Dürre“.

    Im Einzelnen haben allein die Hagelstürme zwischen Mai und Juli etwa 6,4 Milliarden Euro gekostet, so der Verband gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Hinzu kommen die negativen Auswirkungen der Dürre insbesondere auf die Bausubstanz von Einfamilienhäusern mit Kosten von mindestens 2,5 Milliarden Euro.

    In Frankreich befinden sich etwa 54% aller Einfamilienhäuser in Gebieten mit mittlerer oder hoher Schwund- und Quellgefährdung von Lehmböden, einem Phänomen, das mit aufeinanderfolgenden Trockenheitsepisoden im Sommer und Wiederbefeuchtung der Böden im Herbst oder Winter zusammenhängt und zu großen Schäden an Bauwerken führen kann.

    Schäden an Ernten, Überschwemmungen und Waldbrände im Sommer vervollständigen das Bild. Der Schadensbetrag für 2022 zeigt einen deutlichen Anstieg im Vergleich zum Zeitraum 2017-2021. Durchschnittlich mussten in diesem Zeitraum etwa 3,5 Milliarden Euro pro Jahr für Schäden von Wetterphänomenen von den Versicherungen erstattet werden.

    Das Jahr 2022 war das teuerste Jahr seit 1999, das damals von den Verwüstungen der Stürme Lothar und Martin geprägt war.

  • Diesel-Kraftstoff: Mit Frittieröl fahren und sparen

    Diesel-Kraftstoff: Mit Frittieröl fahren und sparen

    Die Dieselpreise steigen stetig an. Um Geld zu sparen, aber auch aus ökologischen Gründen, haben einige Privatpersonen und auch Gemeinden jetzt beschlossen, einen Biokraftstoff auf der Basis von Frittieröl zu testen.

    Es ist die wichtigste Zutat zur Herstellung von goldbraunen Pommes frites, aber vielleicht auch der Treibstoff von morgen: Frittieröl. In der Gemeinde Béthune (Pas-de-Calais) fahren seit einem Jahr bereits drei von 60 Müllwagen mit einem Kraftstoff, der aus diesem Öl hergestellt wird. Für das Betanken wurde eigens eine spezielle Pumpe installiert. Es ist umweltfreundlich, denn im Vergleich zu Diesel setzt dieser Kraftstoff 93 % weniger Treibhausgase frei.

    Ein einfacher Filterwechsel genügt, um die Fahrzeuge anzupassen.
    Zur Anpassung der Fahrzeuge an den neuen Treibstoff mussten lediglich die Filter ausgetauscht werden. Für die Kommune ist der Nutzen auch finanzieller Natur. „Wir sind nicht von den Schwankungen des Ölpreises pro Barrel abhängig, das ist wichtig. Zwar verbrauchen wir mit Biokraftstoff etwas mehr als mit herkömmlichen Dieselkraftstoff, aber alles in allem dürften wir wirtschaftlich gesehen 10 bis 15 % einsparen“, erklärt Olivier Gacquerre, Präsident der Communauté d’Agglomération Béthune-Bruay auf dem Sender France 3.

  • Kernkraftwerke: Frankreich könnte Laufzeit seiner Reaktoren über 60 Jahre hinaus verlängern

    Kernkraftwerke: Frankreich könnte Laufzeit seiner Reaktoren über 60 Jahre hinaus verlängern

    Trotz des Baus neuer Reaktoren wird Frankreich die Laufzeit seiner Kraftwerke verlängern müssen. Einige sind bereits zwischen 30 und 40 Jahre alt.

    In welchem Alter werden die französischen Atomreaktoren in Rente gehen können? Ursprünglich sollten sie 40 Jahre genutzt werden, später wurden es 50 Jahre, wenn die technischen Untersuchungen dies zulassen. Der Stromerzeuger EDF empfiehlt nun, die Kernkraftwerke 60 Jahre oder länger zu nutzen. Der jüngste Reaktor im nationalen Bestand befindet sich in Civaux (Vienne). Er ist erst 25 Jahre alt, aber bereits seit über einem Jahr aufgrund von Korrosionsproblemen stillgelegt. „Unsere Aufgabe ist es, zu unterhalten und ggf. zu reparieren. Wir sind bereit, weitere zehn Jahre zu starten“, sagt Kraftwerksdirektor Christophe Rieu auf dem Sender France 2.

    Die EDF ist der Meinung, dass die Lebensdauer seiner Reaktoren um zehn Jahre verlängert werden kann. Fünf sind 20 Jahre und älter, etwa 30 sind über 30 Jahre alt und 21 haben 40 Jahre überschritten. Die verschiedenen Altersgruppen der Reaktoren müssten jeweils fast alle zur gleichen Zeit abgeschaltet werden. „Ihre Abschaltung zu verzögern, indem man einen Teil des Anlagenparks verlängert, ist sehr wichtig (…) das wird die Energieunabhängigkeit des Landes erleichtern“, sagt Ludovic Dupin von der französischen Gesellschaft für Kernenergie (SFEN). Einige Kraftwerkskomponenten können jedoch im Falle eines auftretenden Fehlers nicht ersetzt werden, wie z. B. die Betonhülle oder der Reaktordruckbehälter.

  • Statistikamt Insee: 50% der Franzosen besitzt 92% des gesamten Vermögens

    Statistikamt Insee: 50% der Franzosen besitzt 92% des gesamten Vermögens

    Laut dieser Erhebung verfügen die 10% der Haushalte mit dem höchsten Bruttovermögen über Vermögenswerte von durchschnittlich mindestens 716.300 Euro, während die 10% mit dem niedrigsten Vermögen höchstens 4.400 Euro besitzen, also 163-mal weniger.

    Das Vermögen ist in Frankreich sehr ungleich verteilt. Laut einer Erhebung des Nationalen Instituts für Statistik und Wirtschaftsstudien (Insee), die am Mittwoch, dem 25. Januar veröffentlicht wurde, verfügt die Hälfte der Bevölkerung über 92% des gesamten Vermögens des Landes. Anfang 2021 verfügte die Hälfte der Haushalte somit über ein Bruttovermögen (vor Rückzahlung von Krediten) von mehr als 177.200 Euro, so das Insee.

    Die reichsten 1% verfügen ihrerseits über ein durchschnittliches Bruttovermögen von etwas mehr als 2,24 Millionen Euro (gegenüber 716.300 Euro für die 10% mit dem höchsten Vermögen). Die reichsten 1% besitzen 15% des französischen Bruttovermögens, während die reichsten 5% 34% des Bruttovermögens besitzen. „Diese Verteilung des Bruttovermögens ist im Vergleich zu 2018 stabil“, stellt das Insee fest.

    Was die ärmsten 10% betrifft, so haben sie ein Bruttovermögen von weniger als 4.000 Euro, was nach Abzug der Kredite sogar auf 3.000 Euro sinkt. Das durchschnittliche Bruttovermögen in französischen Haushalten, in denen die Bezugsperson zwischen 50 und 59 Jahren alt ist, beträgt etwa 400.000 Euro. Das durchschnittliche Nettovermögen erreicht ist bei den 60-Jährigen mit 361.400 Euro am höchsten, bevor es bei den 70-Jährigen leicht auf 343.800 Euro sinkt.

    Immobilien machen in Frankreich 62% des Vermögens der Haushalte aus, „aber die 30% der Haushalte mit dem geringsten Vermögen besitzen keine oder nur wenige Immobilien“, so die Umfrage, die alle drei Jahre durchgeführt wird.

    21% des Gesamtvermögens sind Ersparnisse, davon besitzen die reichsten 5% etwa 49% und das oberste 1% besitzt 25% aller Ersparnisse.

  • Hunderte tote Delfine an den Atlantikstränden Frankreichs

    Hunderte tote Delfine an den Atlantikstränden Frankreichs

    Hunderte von Delfinen wurden tot und verstümmelt an den Stränden der französischen Atlantikküste aufgefunden. Tierschutzverbände, die die industrielle Fischerei verantwortlich machen, haben jetzt beschlossen, eine Klage einzureichen.

    Hunderte von toten Delfinen werden an den Stränden des Atlantiks angespült: Jedes Jahr wird die Zahl größer. NGOs und Wissenschaftler fordern eine vorübergehende Einstellung des Fischfangs, der für diese Todesfälle verantwortlich gemacht wird, während die Regierung derzeit eher auf technische Lösungen setzt.

    Am Mittwoch, dem 25. Januar, startete die Liga für Vogelschutz (LPO) einen Bürgeraufruf und wandte sich an den Élysée-Palast: „Es ist an der Zeit, alles zu tun, um die Delfine vor Misshandlung oder gar Ausrottung zu retten“ und „ab sofort und für mehrere Wochen die Fischerei auszusetzen, die für den Fang von Delfinen im Golf von Biskaya verantwortlich sind“, warnt Allain Bougrain-Dubourg, Präsident der LPO, in einem Schreiben, das er am 31. Januar an Emmanuel Macron schicken will.

    Am 16. Januar warnte die Beobachtungsstelle Pelagis, die seit 1970 Walstrandungen an der Atlantikküste erfasst, vor einer „neuen Episode der Übersterblichkeit von Gemeinen Delfinen“ mit 282 Strandungen seit dem 1. Dezember. Ausserdem sind 91 Kleinwale zwischen dem 1. und dem 31. Dezember gestrandet.

    Laut der Tierschutzorganisation LPO lassen „die Fotos, die abgetrennte Schwanzflossen und sichtbare Netzspuren zeigen, keinen Zweifel an der Ursache“, sie sieht Schleppnetze und die Netzfischerei in der Verantwortung.

    „Die Mehrheit der gestrandeten Delfine wies Spuren des Fischfangs auf“, bestätigte die Beobachtungsstelle Pelagis und teilte mit, dass diese „Übersterblichkeit“ in diesem Winter „besonders früh“ einsetzte.

    Im Januar 2022 waren 73 Gewöhnliche Delfine an den Stränden des Atlantiks gestrandet. In diesem Jahr sind es allein seit dem 1. Januar bereits 127, wie eine Zählung am 24. Januar ergab. Traditionell geraten die meisten Delfine im Februar und März in die Fischereinetze, wenn die Delfine auf der Suche nach Nahrung näher an die Küste kommen – mitten in der Seehecht- und Wolfsbarsch-Fangsaison.

    Nach einem Höhepunkt im Jahr 2020 mit 1.299 getöteten Delfinen ging die Zahl der jährlichen Strandungen dieser Art, die in Frankreich und Europa geschützt ist, bis 2022 auf 669 zurück. Da jedoch mehr als 80 % der toten Delfine im Meer sinken oder verwesen, anstatt zu stranden, wird die jährliche Delfinsterblichkeit an der Atlantikküste auf 8.000 bis 11.000 Tiere geschätzt, bei einer Population von etwa 180.000 bis 200.000 Tieren.

    Der Ciem, ein wissenschaftliches Gremium, das die Ökosysteme des Nordatlantiks überwacht, befürwortet seit Jahren eine winterliche Aussetzung der Netzfischerei, einer nicht selektiven Fischereipraktik, was von der industriellen Fischerei entschieden abgelehnt, aber von mehreren NGOs vehement gefordert wird.

    Sea Shepherd France hat Mitte Januar den Mangel an „konkreten Maßnahmen“ seitens des Staates angesichts dieses Delfin-Sterbens kritisiert und angekündigt, wie schon 2019 Klage einreichen zu wollen.

    Die französische Regierung wird seit zwei Jahren auch von der Europäischen Kommission aufgefordert, mehr zu tun, und hat inzwischen eingeräumt, dass die Zunahme der Delfinstrandungen „besorgniserregend“ sei. Sie hat vor etwa zehn Tagen einen neuen Acht-Punkte-Plan vorgelegt, der einen Plan von 2019 ergänzen soll und in dem die Verbesserung der Kenntnisse und die Einführung technischer Maßnahmen wie Bordkameras oder akustische Abwehrmittel gegen Delfine im Vordergrund stehen.

    Seit dem 1. Januar werden diese Repellentien, die bereits auf einigen Fischtrawlern eingesetzt wurden, im Rahmen eines „groß angelegten Experiments“ auf die „aktivsten Netzfischer im Golf von Biskaya“ (etwa 60 % der aktiven Flotte) ausgeweitet, um ihre Wirksamkeit zu bewerten.

    Für die Tierschützer sind das ungenügende „Maßnahmen (…), die nichts ändern werden und wertvolle Zeit verschwenden“. Sea Shepherd hält sie sogar für gefährlich: „Indem sie auf diese Weise große Zonen schaffen, in denen Delfine von ihren Futterplätzen ausgeschlossen werden, riskieren sie, dass die Delfine nicht mehr in der Lage sind, ihren lebenswichtigen Nahrungsbedarf zu decken“.

    Eine freiwillige Beobachtungskampagne an Bord der Fangschiffe sowie Geolokalisierungsgeräte sind ebenfalls Teil des Regierungsplans, der „in Ermangelung zufriedenstellender Ergebnisse bei der Reduzierung der Beifänge“ auch ein Verbot der Fischerei „im Winter 2024-2025 im Golf von Biskaya“ nicht völlig ausschließt.

  • Rentenreform: Gewerkschaften rufen zu „noch massiveren“ Demonstrationen am 31. Januar auf

    Rentenreform: Gewerkschaften rufen zu „noch massiveren“ Demonstrationen am 31. Januar auf

    Sechs Tage vor dem zweiten Tag der landesweiten Proteste und während der Text der heftig umstrittenen Rentenreform zur Prüfung in die Nationalversammlung kommt, wollen die französischen Gewerkschaften die Mobilisierung vom 19. Januar, die größte seit 2010, noch übertreffen. Die Chefs der acht größten Arbeitnehmergewerkschaften, die alle die Rentenreform kategorisch ablehnen, riefen am Mittwoch, dem 25. Januar, „die Bevölkerung auf, sich am 31. Januar noch massiver“ zu protestieren. Bereits am 19. Januar hat ein erster gewerkschaftsübergreifender Demonstrationstag stattgefunden. Dieser hatte nach Angaben des Innenministeriums in ganz Frankreich fast 1,12 Millionen Menschen zusammengebracht, ein Rekord seit 2010.

    Sechs Tage vor dem neuen landesweiten Mobilisierungstag trafen sich die Gewerkschaftsführer mit der Presse auf dem Platz vor dem Palais Bourbon in Paris, in unmittelbarer Nähe der Nationalversammlung, um ein Familienfoto zu ma…

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  • Feminizid: Youtube-„Verführungsexperte“ wegen Mordes an seiner Ex-Freundin zu lebenslanger Haft verurteilt

    Feminizid: Youtube-„Verführungsexperte“ wegen Mordes an seiner Ex-Freundin zu lebenslanger Haft verurteilt

    Ein selbsternannter Youtuber und „Experte für Verführung“ und „Männlichkeit“ wurde am Mittwoch, dem 25. Januar, vom Schwurgericht des Departements Yvelines zu lebenslanger Haft verurteilt. Er wurde für schuldig befunden, seine Ex-Freundin mit fast 80 Messerstichen ermordet und mehrfach auch auf ihre Schwester und den neuen Lebensgefährten der Getöteten eingestochen zu haben.

    Ein selbsternannter „Experte für Verführung“ und „Männlichkeit“ wurde am Mittwoch, dem 25. Januar, vom Schwurgericht des Departements Yvelines zu lebenslanger Haft verurteilt, weil er seine ehemalige Lebensgefährtin mit fast 80 Messerstichen ermordet und mehrfach auf ihre Schwester und den neuen Lebensgefährten eingestochen hatte. Der heute 41-jährige Mickaël Philétas wurde des Mordes an der 34-jährigen Melanie Ghione, des versuchten Mordes an dem neuen Lebensgefährten des Opfers und des versuchten Mordes sowie der sexuellen Nötigung mit vorgehaltener Waffe an ihrer jüngeren Schwester im Januar 2020 für schuldig befunden.

    „Wir wollten die schwerste Strafe und wir haben sie bekommen“, sagte die Mutter des Opfers, die als Nebenklägerin an dem Prozess teilnahm, als sie den Gerichtssaal verließ.

    Die Generalstaatsanwältin beschrieb die tat als ein „wildes Verbrechen“, an dessen Vorsatz „kein Zweifel“ bestand, und forderte lebenslange Haft mit einer Sicherheitsverwahrung von 22 Jahren. Der Verteidiger hatte das Gericht in seinem Plädoyer erfolglos gebeten, nicht von Vorsatz auszugehen. Mickaël Philétas reagierte nicht sichtbar auf die Verkündung des Urteils.

    Im Januar 2020 drang der Youtuber mitten in der Nacht in die Wohnung seiner Ex-Freundin ein, weil er nach eigenen Angaben „besessen“ von der Idee war, herauszufinden, ob sie sich mit einem anderen Mann traf. Er fügte ihr fast 80 Messerstiche zu. Der Tod von Melanie G. wurde kurz nach dem Eintreffen der Rettungskräfte am Tatort festgestellt.

    Der Angeklagte unterhielt einen Youtube-Kanal mit fast 1.000 Videos, in denen er sich selbst als „Virtuose der Verführung“ und „Spezialist für Männlichkeit“ bezeichnete und die „Kastration“ von Männern durch ihre Partnerinnen beklagte. „Es ist klar, dass Mickaël Philétas nicht toleriert, dass eine Frau ihm die Stirn bietet“, sagte die Staatsanwältin in ihrem Schlussplädoyer.

    Mickaël Philétas war bereits 2015 wegen Gewalt gegen eine ehemalige Lebensgefährtin zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden.