Kategorie: Frankreich

  • Sturm Larisa: 6.000 Haushalte im Var und den Alpes-Maritimes ohne Strom

    Sturm Larisa: 6.000 Haushalte im Var und den Alpes-Maritimes ohne Strom

    Die Windböen erreichten an der Côte d’Azur lokal bis zu 160 km/h.

    6.000 Haushalte an der Côte d’Azur waren am Freitagabend wegen des Sturms Larisa, der über Frankreich blies, ohne Strom, berichtet France Bleu Azur. 4.000 Kunden von Enedis sind in Alpes-Maritimes von den Stromausfällen betroffen, 2.000 im Departement Var.

    Es waren die Windböen, die örtlich bis zu 160 km/h erreichten, die Defekte an den Anlagen verursachten und zu den Stromausfällen führten.

    Rund 100 Mitarbeiter von Enedis waren im Einsatz, aber „die Wetterbedingungen haben den Start von Hubschraubern und Drohnen, die zur Lokalisierung von Fehlern eingesetzt werden, nicht zugelassen“, erklärte Enedis.

    Bis Samstagabend sollen alle Pannen wieder behoben worden sein.

  • Sturm Larisa: Sturmböen im Südwesten – starke Regenfälle und Schnee in den Alpen

    Sturm Larisa: Sturmböen im Südwesten – starke Regenfälle und Schnee in den Alpen

    Der Sturm Larisa sorgt am Freitag, dem 10. März 2023, für unruhiges Wetter in Frankreich. Sturmböen wehen über das Languedoc und das Roussillon. Elf Departements wurden von Météo France auf Alarmstufe Orange gesetzt.

    Das Ende der Woche bringt einen sehr unruhigen Himmel. Ein Sturmtief namens Larisa sorgt für eine Episode mit starken Winden über Frankreich. Ein zweites Tiefdruckgebiet, das mit Larisa in Verbindung steht, ist für die Winde verantwortlich, die den ganzen Tag über im Languedoc-Roussillon, im Südosten und auf Korsika toben werden. Es wird mit Windgeschwindigkeiten von 110 bis 130 km/h gerechnet, berichtet La Chaîne Météo. Der Wind hat schon am frühen Morgen begonnen, stärker zu werden. Besonders stark wird er in den Corbières oder im Minervois sein. In Bédarieux (Hérault) wurde eine Böe von 117 km/h gemessen. 103 km/h waren es in Perpignan.

    Herabgesetzte Geschwindigkeit auf der A9 und der A75
    Aufgrund des starken Windes ist die Geschwindigkeit für PKWs für den Freitag auf der A9 zwischen dem Gard und der spanischen Grenze in beiden Fahrtrichtungen auf 110 km/h beschränkt. Betroffen sind die Departements Hérault, Aude und Pyrénées-Orientales. Die gleiche Situation auf der A75 zwischen der Anschlussstelle A9/A75 und Lozère für die Departements Hérault und Aveyron. Die Verordnung zu dieser Regelung wurde vom zuständigen Präfekten erlassen. Für Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 7,5 Tonnen gilt eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 70 km/h mit Überholverbot.

    Heute Morgen wurden Windböen von 88 km/h in Agen und 86 km/h in Montauban gemessen. Auf den Höhen des Zentralmassivs könnten die Böen 120 bis 130 km/h erreichen. In Millau wurde am Freitagmorgen sogar eine Windböe von 140 km/h gemessen. Auch die Atlantikküste und die Küsten des Ärmelkanals sind nicht ausgenommen, wo die stärksten Windböen 100 km/h überschreiten können.

    Meteo France hat heute neun Departements in Alarmstufe Orange versetzt: Hérault, Aude, Pyrénées-Orientales, Var, Alpes-Maritimes, Haute-Corse, Corse-du-Sud, Côtes d’Armor und Ille-et-Vilaine. Seit Beginn des Tages sind nun elf Departements in Alarmbereitschaft.

  • Britischer Premier Rishi Sunak wird heute Emmanuel Macron im Élysée-Palast treffen

    Britischer Premier Rishi Sunak wird heute Emmanuel Macron im Élysée-Palast treffen

    Emmanuel Macron empfängt am Freitag, dem 10. März, den britischen Premierminister Rishi Sunak im Élysée-Palast. Dieses Treffen könnte einen Neuanfang in den britisch-französischen Beziehungen darstellen. Vor allem aber wird das brennende Thema der illegalen Einwanderung behandelt werden. Der britische Premierminister Rishi Sunak wird am Freitag, dem 10. März, von Emmanuel Macron zu einem Treffen im Élysée-Palast empfangen. In einem Interview mit der Zeitung Le Figaro, das am Donnerstagabend veröffentlicht wurde, beschrieb Rishi Sunak Emmanuel Macron als einen „großen Freund“. Eine Formulierung, die sich deutliche von der seiner Vorgängerin Liz Truss abhebt, die im vergangenen Sommer zögerte, ob sie Emmanuel Macron als Freund oder Feind bezeichnen solle. Das heiße Dossier der illegalen Einwanderung Rishi Sunak kommt trotzdem mit einer heißen Akte im Gepäck nach Paris: die illegalen Überquerungen des Ärmelkanals, deren Zahl in den letzten Jahren explosionsartig angestiegen ist. Die briti…

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  • Creuse: Dorf Pontarion von einem Tornado getroffen

    Creuse: Dorf Pontarion von einem Tornado getroffen

    Am Donnerstag, dem 9. März, wütete ein Tornado im Departement Creuse. Das kurze und heftige Wetterphänomen verursachte zahlreiche Schäden, vor allem in Pontarion.

    Ein Tornado bildete sich am Donnerstagnachmittag, dem 9. März, in den Hügeln im Südwesten der Creuse und bewegte sich dann auf das Dorf Pontarion (Creuse) zu. Dieses plötzliche, extrem kurze Wetterphänomen war von großer Heftigkeit. „Es flog alles durch die Luft (…) alle Dachziegel sind weg. Das ganze Dorf, die Autos sind zerstört, es ist eine Katastrophe“, klagte eine Einwohnerin von Pontarion auf dem Sender France 2. In der Gemeinde mit knapp 360 Einwohnern sind die Schäden unübersehbar.

    90 Einsätze der Feuerwehr
    „Der Ort ist zu drei Vierteln im Bereich der Dächer zerstört“, berichtet Jean-Claude Moreau, Bürgermeister von Pontarion. „Morgen werden wir versuchen, das alles zu sichern“, fügte der Bürgermeister hinzu. Die Feuerwehr war in der Gemeinde 90 Mal im Einsatz. Der Schaden ist materiell, bislang gibt es glücklicherweise keine Verletzten.

    https://twitter.com/WxNB_/status/1633883455816597521

  • Kriminalität: In Paris, Lyon oder Marseille steigt sie insbesondere in touristischen Bezirken

    Kriminalität: In Paris, Lyon oder Marseille steigt sie insbesondere in touristischen Bezirken

    Der ministerielle Statistikdienst für innere Sicherheit (SSMSI) veröffentlichte am Donnerstag eine Studie über die Kriminalität auf kommunaler Ebene im Jahr 2022.

    In Paris, Lyon oder Marseille sind die Arrondissements, in denen gewaltlose Diebstähle, Einbrüche und vorsätzliche Körperverletzungen am häufigsten vorkommen, die Orte mit den meisten Touristen. Dies berichtet am Donnerstag, dem 9. März, der Statistische Dienst des Ministeriums für Innere Sicherheit (SSMSI) in seiner „Geographie der Kriminalität auf kommunaler Ebene im Jahr 2022“.

    In den drei genannten Städten kann die Zahl der gewaltlosen Diebstähle pro 1.000 Einwohner in den touristischen Bezirken drei- bis siebenmal so hoch sein wie im Durchschnitt der gesamten Stadt.

    Im Einzelnen zeigt die Analyse, dass in der Hauptstadt gewaltlose Diebstähle im 1. Arrondissement (Palais Royal, Louvre-Museum) besonders häufig vorkommen, wobei die Rate pro 1.000 Einwohner um mehr als 300 Punkte über der durchschnittlichen Pariser Rate liegt. Auch das 8. Arrondissement ist betroffen: An den Champs-Elysées liegt die Rate um 120 Punkte über dem Durchschnitt. Und im Weiteren sind es die zentralen Arrondissements (1-10), die Gebiete mit mehr Touristen und stärkerem Durchgangsverkehr, die überdurchschnittlich stark von diesem Phänomen betroffen sind.

    Gewaltlose Raubüberfälle auf Personen und Diebstähle, die in den Arrondissements von Paris registriert wurden (SSMI)

    Bei den Einbrüchen in Paris fällt auf, dass in den zentralsten Arrondissements (1 bis 4) doppelt so viele Einbrüche pro 1.000 Wohnungen verzeichnet werden wie im Pariser Durchschnitt. Was vorsätzliche Körperverletzungen betrifft, so sind auch sie in einigen Arrondissements, die touristischer sind oder viele Reisende anziehen, häufiger, d. h. hauptsächlich im 1. und 8.

    Registrierte Wohnungseinbrüche in den Arrondissements von Paris im Jahr 2022 (SSMSI).

    Zentrale Arrondissements in Lyon und Marseille besonders betroffen
    In Lyon sind vor allem die Arrondissements auf der Halbinsel von diesen drei Phänomenen betroffen. Bei den gewaltlosen Diebstählen ist der 2. Bezirk (also auf der Halbinsel) am stärksten betroffen, mit einer Rate pro 1.000 Einwohner, die dreimal so hoch ist wie der Durchschnitt in Lyon.

    Bei den Wohnungseinbrüchen ist im 6. Arrondissement die Rate pro 1.000 Wohnungen um die Hälfte höher als im Durchschnitt von Lyon. Bei vorsätzlichen Körperverletzungen außerhalb der Familie sind erneut das erste und zweite Arrondissement mit doppelt so hohen Raten wie der Lyoner Durchschnitt am stärksten betroffen.

    Sieht man nach Marseille, sind die Arrondissements um den Alten Hafen am stärksten von allen drei Phänomenen betroffen. Gewaltlose Diebstähle sind im ersten Arrondissement (Bahnhof Saint-Charles, Belsunce, Vieux-Port) am häufigsten. Von Wohnungseinbrüchen ist vor allem das siebte Arrondissement betroffen. Auch vorsätzliche Körperverletzungen sind im ersten Arrondissement am häufigsten.

    11 Indikatoren
    Im März letzten Jahres veröffentlichte der SSMSI eine erste kommunale Datenbank der wichtigsten von der Polizei und der Gendarmerie registrierten Verbrechen und Vergehen. Sie lieferte für jede Gemeinde in Frankreich zehn jährliche Indikatoren für den Zeitraum von 2016 bis 2021. Mit der Aktualisierung der Daten für das Jahr 2022 veröffentlicht der SSMSI auch die Daten für die Überseedepartements und -regionen, die Daten für die Arrondissements von Paris, Lyon und Marseille sowie eine neue Kategorie von Straftaten (vorsätzliche Sachbeschädigung).

  • Kernkraft: Weitere „nicht unerhebliche“ Risse in zwei französischen Reaktoren entdeckt

    Kernkraft: Weitere „nicht unerhebliche“ Risse in zwei französischen Reaktoren entdeckt

    Diese Entdeckung erfolgte zwei Tage, nachdem bereits im Reaktor Penly 1 ein Riss von stattlicher Größe an einer Notfallleitung, die dazu dient, den Reaktor im Falle eines Atomunfalls mit Wasser zu fluten, entdeckt worden war.

    Diese weiteren Komplikationen könnten den Zeitplan für die Wartung der französischen Kraftwerke erneut durcheinander bringen. Der Kraftwerksbetreiber EDF hat weitere „nicht unerheblichen“ Fehler aufgrund von thermischer Ermüdung an einer Schweißnaht einer Notfallleitung in zwei Reaktoren entdeckt, wie die französische Atomsicherheitsbehörde (ASN) am Donnerstag, dem 9. März, mitteilte.

    Es handelt sich um Reaktor 2 des Atomkraftwerks Penly (Seine-Maritime) und Reaktor 3 des Atomkraftwerks Cattenom (Moselle), wie aus einer Mitteilung der ASN hervorgeht. In Penly 2 ist der Riss 57 mm lang, was etwas weniger als 10% des Umfangs der betroffenen Röhre ausmacht, und hat eine maximale Tiefe von 12 mm. „Das ist nicht harmlos, es handelt sich um eine nicht zu vernachlässigende Tiefe“, erklärte Julien Collet, stellvertretender Generaldirektor der ASN, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Der andere Riss wurde im Kernkraftwerk Cattenom 3 entdeckt. Er ist 165 mm lang, entspricht etwa einem Viertel des Umfangs und maximal 4 mm tief. das Kernkraftwerk Cattenom 3 liegt nahe der französisch-deutschen Grenze.

    Ungewissheit bei der Nuklearproduktion für das Jahr 2023.
    Diese Mitteilung erfolgte zwei Tage, nachdem im Reaktor Penly 1 ein Riss von bisher unbekannter Größe an einer Notfallleitung entdeckt wurde, die dazu dient, den Reaktor im Falle eines Atomunfalls mit Wasser zu fluten. Das Phänomen der sogenannten „Spannungsrisskorrosion“ wurde seit Oktober 2021 bereits an mehreren Standorten festgestellt, erzeugte jedoch bisher kleinere Risse und in anderen Bereichen der Rohrleitungen.

    Der Betreiber EDF muss der ASN in den nächsten Tagen eine verbesserte Kontrollstrategie vorlegen. Insgesamt wird der Stromversorger laut ASN 200 Schweißnähte in seinem gesamten Reaktorpark überprüfen müssen. Dies könnte zu längeren Reaktorabschaltungen führen und Unsicherheiten für die Atomstromproduktion im Jahr 2023 bedeuten.

  • Protest gegen Rentenreform: Weitere Verkehrsbehinderungen und Blockaden in Gymnasien und Universitäten

    Protest gegen Rentenreform: Weitere Verkehrsbehinderungen und Blockaden in Gymnasien und Universitäten

    Die Lage im öffentlichen Nahverkehr bleibt angespannt, außer in Paris, wo sich die Situation in der Metro am dritten Tag des Streiks gegen die Rentenreform deutlich verbesserte. Aber die Sorge um die Gasversorgung wuchs. Auch an mehreren Gymnasien und Universitäten kam es anlässlich eines „Aktions- und Mobilisierungstages der Jugend“ am Donnerstag zu Blockaden. Am dritten Tag der Proteste gegen die Rentenreform wurde der Streik in einer Raffinerie in der Normandie beendet und die Treibstofflieferungen wieder aufgenommen. Der Zugverkehr ist jedoch weiterhin gestört und auf der Baustelle des olympischen Dorfes in Saint-Denis, einem Pariser Vorort, fiel der Strom aus. Die SNCF konnte wie am Mittwoch nur ein Drittel ihrer TGV-Züge und 40 % der Regionalzüge fahren lassen. Zahlreiche Berichte in den sozialen Netzwerken beschreiben überfüllte und zu wenige Züge. Die am stärksten gestörten Linien sind der RER D und die Transilien-Linie R in der Île-de-France, wo 80 % weniger Züge als sonst ver…

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  • Wassermangel: Einschränkungen im Departement Ardèche eingeführt

    Wassermangel: Einschränkungen im Departement Ardèche eingeführt

    In der Ardèche kommt es seit Donnerstag, dem 9. März, aufgrund der Trockenheit zu Wassereinschränkungen. Die Wasserführung der Flüsse ist für die Jahreszeit ungewöhnlich niedrig.

    Die Ardèche ist von der anhaltenden Dürre stark betroffen. Die Präfektur hat den Norden des Departements auf die Alarmstufe 2/4, Alarmstufe Gelb, gesetzt. Erste Wasserbeschränkungen wurden bereits eingeführt. „Ich wohne seit dreißig Jahren hier, das ist das erste Mal, dass ich so etwas sehe“, sagt ein besorgter Bewohner auf dem Sender France 3. Mit dem nuen Präfekturerlass ist es für Landwirte nur noch an bestimmten Tagen und zu bestimmten Zeiten möglich, ihre Wasserbecken zu füllen oder ihre Felder zu bewässern.

    Ungewöhnlich niedrige Wasserstäne für einen Monat März
    Die Besitzerin eines Campingplatzes am Ufer des Doux stellt fest, dass der Wasserstand niedriger ist als sonst. Die Fließgeschwindigkeit des Flusses ist extrem niedrig. „Wir liegen heute im Durchschnitt bei 900 L/Sekunde. Das ist eine Fliessgeschwindigkeit, die wir normalerweise im Mai haben“, warnt Vincent Perrin, Flusstechniker des Syndicat mixte du bassin versant du Doux, gegenüber France 3. Nach einem komplizierten Jahr 2022 kündigt sich für 2023 ein Dürre-Rekordjahr an.

  • Protest gegen Rentenreform: Stromabschaltungen im Flughafen von Toulouse-Blagnac

    Protest gegen Rentenreform: Stromabschaltungen im Flughafen von Toulouse-Blagnac

    Eine Stromabschaltung betraf am Donnerstag den Flughafenbereich von Toulouse. Zahlreiche ähnliche Aktionen waren in ganz Frankreich zu beobachten. Am Donnerstag, dem 9. März, kam es im Flughafenbereich von Toulouse Blagnac zu einem Stromausfall, von dem gegen 11.30 Uhr mehrere Unternehmen betroffen waren. Auch der Flughafen Toulouse-Blagnac war von dem Stromausfall betroffen. In einem Geschäft im Terminal bestätigte eine Kassiererin, dass der Strom für einige Sekunden unterbrochen wurde. 8.000 Kunden betroffen Der Stromversorger Enedis (ehemals Erdf) bestätigte seinerseits den Stromausfall am Donnerstag gegen 11.30 Uhr und erklärte, dass 8.000 seiner Kunden in Blagnac und Beauzelle betroffen waren, also auch der Flughafen und die Unternehmen in der Flughafenzone. Eine Stunde später wurde der Strom wieder eingeschaltet. Am Flughafen oder im angrenzenden Leclerc-Supermarkt in Blagnac übernahmen zwischenzeitlich die Generatoren die Stromversorgung, sodass dort der effektive Stromausfall a…

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  • Rentenreform: Blockaden der Raffinerien dauern an – bisher gibt es aber kein Versorgungsproblem

    Rentenreform: Blockaden der Raffinerien dauern an – bisher gibt es aber kein Versorgungsproblem

    Die Raffinerieblockaden in ganz Frankreich gehen weiter und lassen die Autofahrer befürchten, dass es zu Engpässen kommen könnte, doch die Ölindustrie gibt sich zur Zeit noch beruhigend.

    Am Donnerstag, dem 9. März, sind die Treibstofflieferungen aus den französischen Raffinerien noch immer blockiert, um gegen die geplante Rentenreform zu protestieren. Laut der Ölindustrie gibt es bisher aber keine Versorgungsprobleme an französischen Tankstellen.

    „Die Botschaft ist, dass es kein Versorgungsproblem gibt und die Situation sich sogar verbessert“, trotz der erneuten Streiks. Das jedenfalls sagte Olivier Gantois, Präsident des Verbandes Ufip Energies et Mobilités, die die Unternehmen des Ölsektors vertritt, auf einer jährlichen Pressekonferenz.

    Dennoch wächst die Besorgnis der Verbraucher, da aufgrund des Streiks gegen die Rentenreform derzeit kein Treibstoff mehr aus den französischen Raffinerien kommt. Der Streik wurde in der Tat „an allen Standorten von TotalEnergies heute Morgen verlängert“, wie Eric Sellini, nationaler Vertreter der Gewerkschaft CGT-Chimie, heute bekannt gab.

    Auch in den Betrieben von TotalEnergies in La Mède, Donges, der Raffinerie in der Normandie, Feyzin und Flandern sind die Kraftstofflieferungen weiterhin blockiert, nicht aber die Produktion (außer im Standort Donges, der aus technischen Gründen stillgelegt wurde). Bei Esso-ExxonMobil wurde der Streik in der Esso-Raffinerie in Fos-sur-Mer verlängert, mit 70 % streikenden Mitarbeitern, wie die Gewerkschaften bekannt gaben.

    Es gibt jedoch 200 Kraftstoff-Depots in Frankreich, die weiterhin die Tankstellen beliefern, und die Raffinerien selbst produzieren weiterhin Treibstoff: Benzin und Diesel, die bis auf Weiteres vor Ort gelagert werden müssen, da sie nicht herausgebracht werden können.

    Die Blockade müsste mehrere Tage oder sogar Wochen dauern, bevor die Speicher der Raffinerien voll laufen und die Produktion aus Sicherheitsgründen tatsächlich eingestellt werden müsste. In der Zwischenzeit wurden die meisten Tanks der etwa 10.000 französischen Tankstellen heute frisch gefüllt. „Wir hatten uns vorbereitet und überall Vorräte angelegt“, erklärte Olivier Gantois und betonte, dass „die Mengen, die mit Tankwagen“ von den Depots aus verschickt wurden, am Mittwochabend annähernd „normal“ waren.

    Den vorliegenden Zahlen zufolge waren nur 5fehlte am Mittwoch in etwa 7% der Tankstellen mindestens einen Kraftstoff, wobei es regionale Unterschiede und Spitzenwerte von bis zu 15% im Großraum Paris und in Westfrankreich gab.