Kategorie: Frankreich

  • Er betreut seit siebzig Jahren Kranke: Mit 101 Jahren praktiziert der älteste Arzt Frankreichs immer noch

    Er betreut seit siebzig Jahren Kranke: Mit 101 Jahren praktiziert der älteste Arzt Frankreichs immer noch

    Der älteste Arzt Frankreichs ist 101 Jahre alt. Auch in seinem hohen Alter praktiziert der Arzt weiterhin von zu Hause aus, er ist nicht bereit, seine Patienten aufzugeben. Mit 101 Jahren praktiziert der Allgemeinmediziner Christian Chenay immer noch und behandelt Patienten, die er in seinem Haus in Chevilly-Larue im Departement Val-de-Marne empfängt. Er ist der älteste Arzt Frankreichs. Auf die Frage der Zeitung Le Parisien erklärte der Arzt, dass er immer noch 432 Patienten betreut. Der Arzt, der sich seit 1951 in der Stadt niedergelassen hat, hat Hunderte von Einwohnern kommen und gehen sehen, die sich in seiner Praxis haben behandeln lassen. „Chevilly-Larue war vorher eine medizinische Wüste“, sagt er. Auch wenn Christian Chenay sich nicht entschliessen kann, mit seiner Tätigkeit aufzuhören, war die Medizin dennoch nicht von Anfang an eine Berufung für ihn. „Ich habe zufällig Medizin studiert, und wenn ich es noch einmal machen müsste, würde ich es nicht mehr tun“, sagt er heute un…

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  • Französischer Wirtschaftsminister Bruno Le Maire fordert die Industrie zu Benzinpreissenkungen auf

    Französischer Wirtschaftsminister Bruno Le Maire fordert die Industrie zu Benzinpreissenkungen auf

    Wirtschaftsminister Bruno Le Maire stellte der Industrie am Dienstag, dem 18. April, im französischen Fernsehsender BFMTV ein Ultimatum, um die Kraftstoffpreise mit den großen Einzelhandelsketten neu und niedriger zu verhandeln. Der französische Wirtschaftsminister forderte am Dienstag, dem 18. April, die Industrie auf, die Kraftstoffpreise mit den großen Handelsketten neu und niedriger zu verhandeln. Als Gast des Fernsehsenders BFMTV versicherte Bruno Le Maire, dass er eine schnelle Reaktion von den Industriellen erwarte, die ihre Preise hochhalten, obwohl die Energie- und Rohstoffpreise an den Börsen sinken. „Wir werden nicht zulassen, dass die großen Industriellen ungerechtfertigte Gewinnspannen erzielen“. „Ich gebe ihnen ein paar Wochen Zeit, und bis Ende Mai werde ich, falls die Verhandlungen nicht wieder aufgenommen werden, im Wirtschafts- und Finanzministerium die Einzelhändler und die Industriellen einberufen, damit sie ihre Gespräche wieder aufnehmen“, erklärte er. „Wir werden…

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  • Schießerei in Marseille: 4 Verletzte, 3 in ernstem Zustand, darunter ein 17-jähriger Teenager

    Schießerei in Marseille: 4 Verletzte, 3 in ernstem Zustand, darunter ein 17-jähriger Teenager

    In der Nacht von Montag auf Dienstag wurden bei einer erneuten Schießerei in Marseille in der Nähe der Cité Félix Pyat im dritten Arrondissement vier Menschen verletzt. Drei von ihnen sollen sich in einem ernsten Zustand befinden. Unter den Opfern ist auch ein 17-jähriger Jugendlicher.

    In der Nacht von Montag auf Dienstag, dem 18. April, wurden in der Siedlung Félix Pyat in Marseille bei einer Schießerei vier Personen verletzt. Drei der Opfer, darunter ein 17-jähriger Jugendlicher, befinden sich in Lebensgefahr, wie France 3 Provence Alpes meldet. Die Schiesserei ereignete sich gegen 2.30 Uhr morgens in der Rue Félix Pyat, nur wenige Meter von einer Polizeistation entfernt.

    Einer Polizeiquelle zufolge schoss ein mit einer automatischen Pistole bewaffneter Mann in Richtung eines Vereinslokals und einer Shisha-Bar.

    Der Teenager soll am Kopf verletzt worden sein, ein 32-jähriger Mann wurde am Brustkorb getroffen und ein weiterer an den unteren Gliedmaßen verletzt. Ein weiterer Mann soll leichte Verletzungen im Gesicht erlitten haben. Ein anderer Mann mit einer Verletzung am Arm flüchtete, als die Rettungskräfte eintrafen.

    Eskalation der Gewalt in Marseille
    Die gewalttätigen Ereignisse wiederholen sich in Marseille. Bereits am vergangenen Donnerstag war es in Marseille zu fünf Schießereien an fünf verschiedenen Orten gekommen, bei denen drei Menschen verletzt und einer getötet wurde. Vor drei Wochen waren ebenfalls drei Personen verletzt worden, darunter ein 15-jähriger Jugendlicher.

    Die Gewalt in Marseille eskaliert und hat seit Jahresbeginn bereits 15 Todesopfer gefordert.

  • Gesundheit: Sorge wegen Engpässen bei Abtreibungspillen in Frankreich

    Gesundheit: Sorge wegen Engpässen bei Abtreibungspillen in Frankreich

    Die Beobachtungsstelle für Transparenz in der Arzneimittelpolitik (Observatoire de la transparence dans les politiques du médicament) warnt vor einer Einschränkung des Zugangs zu Abtreibungen, da in den letzten Wochen in Frankreich ein Mangel an Abtreibungspillen festgestellt wurde. Die Beobachtungsstelle für Transparenz in der Arzneimittelpolitik warnt vor einem seit mehreren Wochen andauernden Mangel an Misoprostol, das für medikamentöse Abtreibungen verwendet wird, wie France Bleu und France Inter am Dienstag berichteten. Abtreibungspillen sind manchmal für Gesundheits- oder Planungszentren nicht mehr erhältlich, wie Anfang April in Lille oder in der Region Ile-de-France, obwohl sie bei 76% der Schwangerschaftsabbrüche in Frankreich verwendet werden. „Es gibt tatsächlich stellenweise und sequenziell Engpässe bei Abtreibungspillen“, so die Beobachtungsstelle für Transparenz in der Arzneimittelpolitik in ihrem jüngsten Bericht über Misoprostol, „es ist nicht hinnehmbar, dass ein so wi…

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  • Rede von Emmanuel Macron: 15.1 Millionen Zuschauer sahen am Montagabend die Ansprache des Präsidenten

    Rede von Emmanuel Macron: 15.1 Millionen Zuschauer sahen am Montagabend die Ansprache des Präsidenten

    Emmanuel Macron sprach am Montagabend, dem 17. April, im französischen Fernsehen. Insgesamt verfolgten 15,1 Millionen Zuschauer seine Ansprache. Es war eine mit Spannung erwartete Ansprache. Emmanuel Macron sprach am Montagabend, dem 17. April, in einer 15-minütigen Rede, die im französischen Fernsehen ausgestrahlt wurde, an das französische Volk. Diese von vielen Oppositionsmitgliedern kritisierte Ansprache erreichte 15,1 Millionen Zuschauer. „Diejenigen, die nicht zugehört haben, haben nichts verpasst“ Emmanuel Macron begann seine Rede mit einem unumgänglichen Rückblick auf die Verabschiedung der unbeliebten Rentenreform. Der Staatschef erinnerte daran, wie sehr „diese Änderungen notwendig waren, um die Rente für jeden zu garantieren und um mehr Wohlstand für unsere Nation zu produzieren“. Die Rede des Präsidenten wurde von dem linksgerichteten Oppositionspolitiker Jean-Luc Mélenchon als „völlig realitätsfern“ bezeichnet.  Vor zahlreichen Rathäusern in Frankreich fanden aus Protest s…

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  • Die Präfektur von Marseille wird von Explosionsgeräusch erschüttert – 13 Personen in Polizeigewahrsam

    Die Präfektur von Marseille wird von Explosionsgeräusch erschüttert – 13 Personen in Polizeigewahrsam

    Nach einer Aktion der Gewerkschaft CGT Energie vor der Präfektur in Marseille war ein sehr lauter Knall zu hören. Ein Polizist wurde leicht verletzt und 13 Personen wurden festgenommen.

    Trotz der offiziellen Verkündung des Gesetzes durch Emmanuel Macron wenige Stunden nach der Entscheidung des Verfassungsrats, die Rentenreform im Wesentlichen für gültig zu erklären, gehen die Aktionen der Gegner der Rentenreform weiter.

    Am Montag, dem 17. April, sorgte eine Aktion der CGT Enérgie in Marseille in jeder Hinsicht für Aufsehen. Laut der Zeitung La Provence begann alles am Vormittag, als ein Lastwagen vor der Präfektur Dutzende ziemlich seltsame Pakete abkippte. Sie enthielten offensichtlich Gaszähler, die man normalerweise in Privathaushalten findet.

    Den Ordnungskräften gelang es mit einiger Mühe, die Verantwortlichen für die Aktion festzunehmen, während der LKW und seine Insassen einige Straßen weiter flüchteten. Bei einem der Pakete kam es zu einer Explosion, bei der einer der Polizisten leicht verletzt wurde, wie der Sender BFMTV berichtete.

    Es wurde eine Untersuchung eingeleitet, und 13 Personen wurden verhaftet und in Polizeigewahrsam genommen. Die Präfektin verurteilte „vorbehaltlos die Unverantwortlichkeit dieser Aktion, die Polizisten und Passanten hätte verletzen können“, wie sie im Nachrichtensender CNN sagte.

    Die Gewerkschaft CGT Enérgie erklärte ihrerseits, dass nicht ein Zähler explodiert sei, sondern sehr große Knallkörper. Die Gewerkschaften organisierten eine Kundgebung zur Unterstützung der verhafteten Aktivisten vor einer Polizeistation der Stadt Marseille.

  • Finnland nimmt einen EPR-Reaktor französischer Bauart in Betrieb – nach 18 Jahren Bauzeit

    Finnland nimmt einen EPR-Reaktor französischer Bauart in Betrieb – nach 18 Jahren Bauzeit

    Der Atomreaktor wurde von dem französischen Konzern Areva und dem deutschen Konzern Siemens gebaut und ist der dritte sogenannte EPR, der weltweit in Betrieb ist.

    Es war eine der symbolischen Baustellen für die Schwierigkeiten des EPR, des von Frankreich entwickelten Atomreaktors der neuen Generation. Der Reaktor Olkiluoto 3 in Finnland wurde am Sonntag, dem 16. April, in Betrieb genommen. Er ist nun voll funktionsfähig, wie sein Betreiber TVO mitteilt.

    Der Reaktor ist der dritte EPR, der weltweit in Betrieb genommen wird, die beiden anderen befinden sich in China. Er wird der leistungsstärkste Reaktor, der in Europa in Betrieb ist. Das an der Südwestküste Finnlands gelegene Kraftwerk mit insgesamt drei Reaktoren erzeugt 30 % des Stroms des Landes. Eigentlich war der Atomreaktor bereits im Dezember 2021 in Betrieb genommen worden, befand sich jedoch vor seiner jetzt erfolgten tatsächlichen Inbetriebnahme in einer Testphase.

    Enorme Mehrkosten
    Dies ist das Ende einer 2005 begonnenen Riesen-Baustelle, die von dem deutschen Siemens-Konzern und dem französischen Areva-Konzern geleitet wurde. Enorme Mehrkosten waren einer der Hauptgründe für die Zerschlagung des Areva-Konzerns, der durch Verluste in Höhe von mehreren Milliarden Euro belastet war. Es gibt zwar noch eine Struktur, deren Hauptaufgabe darin besteht, den Bau von Olkiluoto abzuschließen, aber der Großteil des Konzerns ist in den Besitz des französischen Kernkraftbetreibers  EDF übergegangen.

    In Frankreich wurde der 2007 begonnene Bau des EPR in Flamanville ebenfalls durch massive Verzögerungen beeinträchtigt, die vor allem auf Anomalien im Stahldeckel und im Reaktordruckbehälter zurückzuführen sind. Emmanuel Macron möchte baldmöglichst den Bau von sechs weiteren EPR der zweiten Generation in Frankreich in Angriff nehmen. Diese Technologie wurde auch für ein Kraftwerk mit zwei Reaktoren in Hinkley Point im Südwesten Englands ausgewählt. Der Beginn der Stromerzeugung dort ist derzeit für Mitte 2027 geplant, statt ursprünglich für 2025.

    Der Europäische Druckreaktor oder EPR (Evolutionary power reactor) ist ein Kernreaktor, der zur Gruppe der Druckwasserreaktoren gehört. Er ist ein Reaktor der Generation III nach der internationalen Klassifizierung.

    Es handelt sich um einen Hochleistungsreaktor (~1.600 MWe), der in den 1990er Jahren von dem deutsch-französischen Joint Venture NPI (Nuclear Power International) entwickelt wurde, das zu gleichen Teilen von Framatome SA und Siemens KWU gehalten wird. Seit 2011 wird der EPR von den Franzosen EDF und Framatome (ehemals Areva NP) entwickelt, nachdem sich Siemens KWU zurückgezogen hat.

    Im April 2023 sind drei EPR in Betrieb: zwei im Kernkraftwerk Taishan in China (Taishan 1 und 2, die 2018 bzw. 2019 den kommerziellen Betrieb aufgenommen haben) und ein dritter im Kernkraftwerk Olkiluoto in Finnland, der im März 2022 an das Netz angeschlossen und am 16. April 2023 in den kommerziellen Betrieb überführt wurde. Drei weitere EPR befinden sich im Bau: einer in Frankreich im Kernkraftwerk Flamanville und zwei im Vereinigten Königreich im Kernkraftwerk Hinkley Point. Acht weitere EPR sind in Planung: zwei im Kernkraftwerk Sizewell im Vereinigten Königreich und sechs im Kernkraftwerk Jaitapur in Indien.

    Eine verbesserte Version befindet sich in der Entwicklung, der EPR 2, von dem in Frankreich sechs bis vierzehn Reaktoren geplant sind.

  • Rede von Emmanuel Macron: 2.000 Demonstranten in Paris in 3 Protestzügen – Ordnungskräfte greifen ein

    Rede von Emmanuel Macron: 2.000 Demonstranten in Paris in 3 Protestzügen – Ordnungskräfte greifen ein

    „Drei wilde Demonstrationszüge“ zogen am Montagabend nach Emmanuel Macrons Rede zur Rentenreform durch die Straßen von Paris. Die Polizei berichtet von insgesamt 2.000 Demonstranten. Nach der Ansprache von Präsident Emmanuel Macron um 20 Uhr zur Rentenreform demonstrieren am Montag, dem 17. April, in Paris etwa 2.000 Menschen in „drei wilden Demonstrationszügen“, wie die Polizeipräfektur von Paris gegenüber Franceinfo mitteilte. Die 2.000 Demonstranten verteilen sich auf drei Orte in der Hauptstadt. Etwa 1.400 Demonstranten im 10. Arrondissement, 300 auf dem Vorplatz des Rathauses (4. Arrondissement) und 300 im 13. Arrondissement. Die Ordnungskräfte griffen gegen 21 Uhr ein, um „die Mülltonnenbrände zu beenden und Zwischenfälle zu vermeiden“, so die Polizeipräfektur….

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  • „Topfkonzerte“ in französischen Städten während der Rede von Emmanuel Macron

    „Topfkonzerte“ in französischen Städten während der Rede von Emmanuel Macron

    Die Organisation Attac France, die den Aufruf initiiert hatte, zählte am Montag mehr als 370 Demonstrationen und Topfkonzerte im ganzen Land. Die Ansprache des französischen Präsidenten traf mancherorts auf ohrenbetäubenden metallischen Lärm. Während der Rede von Emmanuel Macron um 20 Uhr am Montag, dem 17. April, ertönten in vielen französischen Städten Topfkonzerte. Die Demonstranten waren der Ansicht, dass sie bei der Rentenreform nicht ausreichend angehört worden waren, und versammelten sich in mehreren französischen Städten zu Protestaktionen. Die Organisation Attac France, die den Aufruf initiiert hatte, gab auf ihrer Website an, „mehr als 370 Protestversammlungen“ gezählt zu haben. In Paris fanden sich Hunderte von Menschen vor dem Rathaus ein, die mit Töpfen und Pfannen ausgestattet waren, um sich Gehör zu verschaffen. Bei der Versammlung kam es zu einigen Spannungen mit den Sicherheitskräften, wie France 3 Paris-Ile-de-France auf Twitter berichtete, bevor sich die Lage wieder …

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  • Angesichts der „Wut“ der Franzosen gibt sich Emmanuel Macron 100 Tage Zeit für einen Neuanfang

    Angesichts der „Wut“ der Franzosen gibt sich Emmanuel Macron 100 Tage Zeit für einen Neuanfang

    Der Präsident der Republik versuchte am Montagabend, das Kapitel Rentenreform zu schließen, indem er versprach, in den kommenden Monaten mehrere wichtige Baustellen zu bearbeiten. Abgesehen von Maßnahmen im hoheitlichen Bereich blieb Emmanuel Macron jedoch recht unspezifisch. Tausende Menschen reagierten auf seine Ansprache mit Topfkonzerten. Es wird oft gesagt, dass ein neu gewählter Präsident eine Zeit des Wohlwollens genießt, die hundert Tage anhält. Als sich Emmanuel Macron am Montag, dem 17. April in seiner Fernsehansprache als Antwort auf die durch die Rentenreform ausgelöste politische und soziale Krise „100 Tage der Beruhigung, der Einheit, des Ehrgeizes und der Aktion im Dienste Frankreichs“ gab, erweckte er den Eindruck, als wolle er seine zweite fünfjährige Amtszeit noch einmal von vorne beginnen. Der Präsident der Republik präsentierte sich vor den Franzosen als verantwortungsbewusster Führer der Nation und wiederholte erneut, dass seine Rentenreform unerlässlich sei und er…

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