Kategorie: Frankreich

  • Emmanuel Macron bei einem Bad in der Menge in Sélestat ausgepfiffen und beschimpft

    Emmanuel Macron bei einem Bad in der Menge in Sélestat ausgepfiffen und beschimpft

    Der Präsident der Republik wurde am Mittwochnachmittag bei seinem Besuch im Elsass mit Pfiffen und Rücktrittsforderungen empfangen. Es war ein sehr aufgeheiztes Empfangskomitee. Präsident Emmanuel Macron wurde am Mittwoch, dem 19. April, in den Straßen von Sélestat (Bas-Rhin) ausgebuht, als er zum ersten Mal seit der Verabschiedung der umstrittenen Rentenreform in der Öffentlichkeit auftrat. Pfiffe und Aufforderungen zum Rücktritt ertönten aus einer kompakten Menschenmenge, die sich vor dem Rathaus der Stadt versammelt hatte. „Wir sind hier, wir sind hier!“, riefen Demonstranten aus der Menge. „Sie haben eine korrupte Regierung“, rief ihm unter anderem ein Mann zu. Der Präsident antwortete: „Sie verteidigen Ideen, die nicht richtig sind“, und erklärte den Gewerkschaftern, die ihn aufforderten, seine Rentenreform zurückzuziehen, erneut seine Pläne für die Renten. Früher am Tag hatte Emmanuel Macron eine Fabrik in Muttersholtz (Bas-Rhin) besucht. Bei diesem Besuch war die Stromversorgung…

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  • Rechte von Menschen mit Behinderungen: Frankreich vom Europarat heftig kritisiert

    Rechte von Menschen mit Behinderungen: Frankreich vom Europarat heftig kritisiert

    Frankreich wurde vom Europarat wegen seiner Versäumnisse im Zusammenhang mit der Behindertenproblematik heftig kritisiert. Seine Politik stehe nicht im Einklang mit der Europäischen Sozialcharta. Das sagt der Europäische Ausschusses für soziale Rechte (EASR): Frankreich „verletzt“ die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Laut dem Europarat steht Frankreich nicht im Einklang mit der Europäischen Sozialcharta und respektiert nicht die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Diese Schlussfolgerungen basieren auf mehreren Kriterien: Die Institution hat die Zugänglichkeit von Gebäuden oder auch den Schulbesuch von Kindern mit Behinderungen genau analysiert. Da Urteil ist verheerend: In Frankreich besteht ein Mangel an Plätzen in Betreuungseinrichtungen für Menschen mit Behinderungen, eine unzureichende finanzielle Unterstützung und auch auf den schwierigen Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln wird verwiesen. Frankreich steht im Visier des Europarats, weil 2018 eine Beschwerde von vier Ve…

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  • Frankreich: Die Wölfe sind vor den Toren der Städte angekommen

    Frankreich: Die Wölfe sind vor den Toren der Städte angekommen

    Im Departement Rhône wurde erneut ein Wolf in der Nähe eines Wohngebiets in Genas gefilmt, wo bereits zehn Schafe getötet worden waren. Wölfe sind mittlerweile fast überall in Frankreich anzutreffen, zunehmend auch in der Nähe von Städten.

    Innerhalb weniger Sekunden war das Schicksal des Lamms besiegelt. Der Wolf hatte die ganze Herde belauert und dann angegriffen. In Genas (Rhône) herrschte Fassungslosigkeit. Der Wolf kam drei Tage später zurück, hat aber keine Beute mehr gefunden. In der Haute-Savoie werden Wölfe inzwischen regelmäßig in Städten gefilmt. Überraschender war die Anwesenheit eines Wolfes im Wald von Fontainebleau (Seine-et-Marne). Andere Tiere wurden in der Vendée und im Finistère gesichtet.

    Seit der ersten Sichtung im Jahr 1992 hat sich das Gebiet der Wölfe in Frankreich immer weiter ausgedehnt, auch in Richtung der Städte. Seine Ausbreitung wird vom französischen Amt für Biodiversität genau überwacht, insbesondere in der Region Rhône. „Es ist überhaupt nicht erstaunlich, Wölfe an dieser Stelle zu sehen, aus dem einfachen Grund, dass die Region Rhône schon sehr urbanisiert ist, und es überall Straßen und Wege gibt. Zweitens ist zu dieser Jahreszeit die Zeit, in der sich die Jungtiere ausbreiten. Die Brutstätten sind in den Alpen und dann versuchen sie, sich ein neues Gebiet zu suchen“, erklärt die Umweltinspektorin Amélie Chantereau auf dem Sender France 2.

  • Normandie: Ein Dorf verkauft sein Rathaus – um Geld zu sparen

    Normandie: Ein Dorf verkauft sein Rathaus – um Geld zu sparen

    Der Anstieg der Energiepreise hat manche kleine Gemeinde in Schwierigkeiten gebracht. Um den Bankrott abzuwenden, musste inzwischen mehr als ein Bürgermeister die schmerzhafte Entscheidung treffen, das Rathaus zu verkaufen. In der Normandie traf die Verwaltung des Dorfes Maisoncelles-la-Jourdan eine radikale Entscheidung. Angesichts der hohen Energiekosten schaltete man eine Anzeige, um das Rathaus zu verkaufen. 160 m2 für 148.700 Euro. Der Verkäufer ist Monsieur le Maire, Guy Vélény. Die Gemeinde hat mit ihren Nachbargemeinden fusioniert. Das Gebäude zu behalten wurde zu teuer. Schluss mit den Nebenkosten, der Instandhaltung des Gebäudes und der Heizung. Der Verkauf würde den Gemeindehaushalt um 7.000 Euro pro Jahr entlasten. Das Rathaus zieht nur 150 Meter entfernt in ein halb so großes, bescheideneres Gebäude um. Für die Bewohner des Dorfes ist es von entscheidender Bedeutung, ein Rathaus zu behalten. Durch Fusionen oder Zusammenlegungen sind in Frankreich innerhalb von zehn Jahren …

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  • Kontaminierte Buitoni-Pizzas: Familien der Opfer werden von Nestlé entschädigt

    Kontaminierte Buitoni-Pizzas: Familien der Opfer werden von Nestlé entschädigt

    Der Vergleich zwischen Nestlé, Eigentümer der Marke Buitoni, und den Familien von 63 Opfern, die nach dem Verzehr von Tiefkühlpizzen eine Vergiftung erlitten hatten, soll sich insgesamt auf Dutzende oder sogar Hunderte Millionen Euro belaufen. Ende März wurde die Vereinbarung unter größter Geheimhaltung zwischen Nestlé, dem Eigentümer der Marke Buitoni, und den Familien von 63 Opfern, die nach dem Verzehr von Tiefkühlpizzen eine Vergiftung erlitten hatten, unterzeichnet. Die Einigung soll sich für alle Opfer insgesamt auf Dutzende oder sogar Hunderte Millionen Euro belaufen. Ein Betrag, der die Familien, die durch die Langsamkeit des französischen Justizsystems entmutigt waren, letztendlich überzeugt hat. Der Fall Buitoni kam im März 2022 auf. Zwei Kinder starben und Dutzende weitere mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Nestlé wurde noch immer nicht angeklagt.Mehr als ein Jahr nach Beginn der Affäre wurde Nestlé noch immer nicht angeklagt. „Es handelt sich um einen Vorgang, auf…

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  • Emmanuel Macron sucht die Nähe der Franzosen: Er ist heute im Elsass und morgen im Hérault

    Emmanuel Macron sucht die Nähe der Franzosen: Er ist heute im Elsass und morgen im Hérault

    Emmanuel Macron reist am Mittwoch, dem 19. April, ins Elsass und am nächsten Tag ins Departement Hérault. Der Präsident der Republik will wieder Kontakt zu den Franzosen aufnehmen – trotz des sozialen Unmuts über die Rentenreform. Emmanuel Macron will nach drei Monaten Rentenkrise wieder direkten Kontakt zu den Franzosen aufnehmen und reist am Mittwoch, dem 19. April, ins Elsass, um die Reindustrialisierungsbemühungen seiner Regierung zu begleiten. Doch wieder einmal dürfte er von aufgebrachten Demonstranten empfangen werden. Nach seiner Fernsehansprache, mit der er eine neue Phase seiner fünfjährigen Amtszeit einleiten wollte, reiste der Präsident ins Departement Bas-Rhin, um eine Fabrik in der Kleinstadt Muttersholtz zu besichtigen. Am Donnerstag reist er dann ins Departement Hérault, um über Bildung zu sprechen. Die Gewerkschaften haben bereits in einem Kommuniqué zu einer Kundgebung um 12 Uhr in der elsässischen Ortschaft aufgerufen und die Demonstranten gebeten, Töpfe oder Deckel …

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  • Brände: Die Gironde bleibt in Alarmbereitschaft

    Brände: Die Gironde bleibt in Alarmbereitschaft

    Wie kann man angesichts einer im ganzen Land besonders früh einsetzenden Dürre der Gefahr von Bränden vorbeugen? Besonders in Erinnerung geblieben sind die Mega-Feuer im letzten Sommer in der Gironde. Vor Ort ist man bereits mit den Vorbereitungen und der Prävention für den kommenden Sommer beschäftigt.

    Feuerwehrleute an der Brandfront mit einem Wasserschlauch in der Hand. Es ist nur eine Simulation, und doch geben diese Männer und Frauen ihr Bestes. Seit mehreren Wochen trainieren die Feuerwehrleute in der Gironde. Alle haben noch die Monsterbrände des letzten Sommers im Kopf. „Man verliert sehr schnell die Praxis, wenn man diese Schulungen nicht macht“, sagt Sergente Harmony von der Feuerwehr Gironde – SDIS 33. Eine Vorbereitung für die Menschen, aber auch für das Material.

    Die größte Anzahl an Brandausbrüchen
    In einer Werkstatt in Bordeaux (Gironde) arbeiten Feuerwehrleute und Mechaniker seit mehr als acht Monaten unermüdlich daran, alle von den Flammen der Brände des Vorjahres beschädigten Lastwagen zu reparieren. 10 % der Fahrzeuge sind immer noch außer Betrieb. In der Gironde mobilisieren sich auch die Einwohner. Maxime Douillac lebt am Waldrand in Biganos. Es ist das erste Mal, dass er um sein Haus herum Buschwerk entfernt. Die Brände im letzten Jahr haben ihm Angst gemacht. „Wir mussten alles abschneiden, aufräumen, damit wir einen Durchgang, einen Zugang für die Feuerwehr schaffen konnten“, erklärt er. Die Gironde ist das französische Departement, das jedes Jahr die meisten Brandausbrüche verzeichnet.

  • Emmanuel Macron nach seiner TV-Ansprache auf der Straße beim Singen eines Pyrenäenlieds gefilmt

    Emmanuel Macron nach seiner TV-Ansprache auf der Straße beim Singen eines Pyrenäenlieds gefilmt

    Das Video macht in den sozialen Netzwerken die Runde. Emmanuel Macron wurde am Montagabend dabei gefilmt, wie er nach seiner Ansprache auf einer Straße in Paris neben mehreren anderen Personen lauthals sang. Die Aufnahmen wurden von einer Organisation verbreitet, die laut der Zeitung Libération Verbindungen zur extremen Rechten haben soll. Kurz nach seiner ersten Fernsehansprache seit der Verkündung der Rentenreform wurde Staatspräsident Emmanuel Macron am Montagabend dabei gefilmt, wie er neben mehreren anderen Personen auf einer Straße in Paris „Le Refuge“, ein traditionelles Pyrenäenlied, sang. Diese Information wurde von der Umgebung des Staatschefs gegenüber den Sendern Franceinfo und France Inter bestätigt. Die Szene ereignete sich im 6. Arrondissement der Hauptstadt, bei einem privaten Ausflug des Präsidenten aus dem Elysée-Palast. Das Video soll von einer Organisation verbreitet worden sein, die laut Libération Verbindungen zur extremen Rechten haben soll, doch der Präsident wu…

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  • Verkehrssicherheit: Wie viel Geld hat Frankreich 2022 mit seinen Radarfallen verdient?

    Verkehrssicherheit: Wie viel Geld hat Frankreich 2022 mit seinen Radarfallen verdient?

    Nach mageren Jahren für den Staat stiegen die Einnahmen bi den Bußgeldern für Geschwindigkeitsüberschreitungen 2022 wieder an und erreichten fast einen historischen Höchststand. Seit der Aufhebung der Beschränkungen aufgrund der Covid-19-Krise ist die Zahl der Autofahrer, die wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen geblitzt werden, wieder deutlich angestiegen. Dies geht so weit, dass sich die Staatseinnahmen im Jahr 2022 dem historischen Höchststand von 2017 angenähert haben, berichtet die Website radars-auto, die sich auf die vom französischen Rechnungshof veröffentlichten Zahlen stützt. Fast eine Milliarde Euro Einnahmen So stiegen die Einnahmen aus den Bußgeldern im Vergleich zu 2021 um 8% auf insgesamt 707 Millionen Euro. Dies ist nach 2016 (760 Millionen Euro) und 2017 (824 Millionen Euro) der drittbeste jemals verzeichnete Betrag. Zu diesen Summen kommen noch die Einnahmen aus, wegen nicht rechtzeitiger Zahlung erhöhten Bußgeldern hinzu, die auf über 200 Mio. € geschätzt werden. Der Anstieg dürfte sich in diesem Jahr fortsetzen, da 200 zusätzliche autonome Radargeräte aufgestellt, zivile Radarfahrzeuge eingesetzt und die Verfügbarkeit der Radargeräte erhöht werden sollen. Ein Dispositiv, das 2023 fast 333 Mio. € kosten wird, fast so viel wie im letzten Jahr.
  • „Keine Olympischen Spiele“: Gegner der Rentenreform wollen Paris 2024 als Druckmittel einsetzen

    „Keine Olympischen Spiele“: Gegner der Rentenreform wollen Paris 2024 als Druckmittel einsetzen

    Während die Exekutive versucht, aus der Rentenkrise herauszukommen, verbreitete sich in den sozialen Netzwerken ein neues Schlagwort: „Keine Rücknahme, keine Olympischen Spiele“. Die Olympischen Spiele werden zu einem Druckmittel.  Es ist ein Hashtag, der sich unter den Gegnern der Rentenreform, von rechts wie von links, verbreitet hat. Von anonymen Aktivisten bis hin zu bestimmten Vereinigungen wie Attac: „Keine Rücknahme, keine Olympischen Spiele“, oder das Versprechen, die Olympischen und Paralympischen Spiele und ihre Vorbereitungen zu stören. Eine Drohung, die derzeit noch nicht sehr konkret ist, aber dennoch an der Spitze des Staates aufmerksam beobachtet wird… Die Bewegung wird insbesondere von den Organisatoren genau beobachtet. Eine Führungskraft von Paris 2024 bestätigt, dass dieser Hashtag bereits am Wochenende gesichtet wurde. Im Sportministerium spricht man eher von „schwachen Signalen“. Doch auch wenn niemand ihnen zu viel Bedeutung beimessen zu wollen scheint, erinnert…

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