Kategorie: Frankreich

  • Umfrage: 69% der Franzosen empfinden die Wiederwahl von Emmanuel Macron als schlecht für das Land

    Umfrage: 69% der Franzosen empfinden die Wiederwahl von Emmanuel Macron als schlecht für das Land

    Laut einer Umfrage von BFMTV/Elabe, die am Montag, dem 24. April veröffentlicht wurde, sind fast sieben von zehn Franzosen der Meinung, dass die Wiederwahl von Emmanuel Macron eine schlechte Sache für das Land gewesen sei. Laut einer Umfrage, die vom Institut Elabe für den französischen Sender BFMTV durchgeführt und am Montag, dem 24. April veröffentlicht wurde, sind 69% der Franzosen der Meinung, dass die Wiederwahl von Emmanuel Macron eine schlechte Sache für Frankreich gewesen sei. Eine Meinung, die seit der letzten Umfrage, die einige Wochen nach seiner Wiederwahl am 24. April 2022 durchgeführt wurde, um satte 14 Punkte gestiegen ist. Nur 30 % der Franzosen sind der Meinung, dass seine zweite fünfjährige Amtszeit eine „gute Sache“ ist. 66% halten seine Politik für „enttäuschend“. Uneinigkeit (44%), Enttäuschung (42%), Wut (39%) und Feindseligkeit (26%) sind die Wörter, die den Franzosen am häufigsten in den Sinn kommen, wenn vom Staatschef die Rede ist, so die Umfrage. Positive Wör…

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  • Im Departement Gard spüren Autos der Post mit Kameras Schlaglöcher auf

    Im Departement Gard spüren Autos der Post mit Kameras Schlaglöcher auf

    In Sommières oder auch in Aigues-Mortes hat eine Tochtergesellschaft der Post die Autos der Postboten mit Kameras ausgestattet, um den Gemeinden eine neue Dienstleistung anzubieten: eine Diagnose des Zustands der Straßen in Echtzeit.

    Sie sind sechs Tage die Woche im ganzen Land unterwegs. Die gelben Autos der Postboten gehören in den Städten und Dörfern Frankreichs zum Landschaftsbild. Und genau das hat jetzt Geoptis, eine Tochterfirma der Post dazu veranlasst, eine neue Dienstleistung für Gemeinden zu entwickeln: die Diagnose des Zustands der Straßen. Heute macht Eve Dussaud, Postzustellerin in Aigues-Mortes (Gard), ihre übliche Runde und hat auf dem Dach ihres Autos eine Kamera montiert: „Es ist eine gute Sache, an der Verbesserung der Gemeinde mitwirken zu können, denn diese Straßen benutzt man und man ist froh, wenn sie auch in gutem Zustand sind“, sagt sie vor der Kamera von France Télévisions.

    Die Stadtverwaltung von Aigues-Mortes hat den Dienst in Anspruch genommen, um eine Bestandsaufnahme ihrer Straßen zu machen und so die notwendigen Arbeiten und das Budget zu planen. „Die Bilder werden an städtische Mitarbeiter, gesendet, die hinter ihrem Computer alle Bilder analysieren, um Straßenschäden festzustellen, aber auch, um gegebenenfalls Stadtmobiliar georeferenzieren zu können“, erklärt Hugo Villet, Ingenieur bei Geoptis.

    Für die Gruppe La Poste ist dieser neue Service Teil der Strategie der notwendigen Diversifizierung ihrer Aktivitäten, um dem ständigen Rückgang des Briefverkehrs entgegenzuwirken. „Unser Briefgeschäft ist seit vielen Jahren stark rückläufig, daher suchen wir heute nach neuen Tätigkeiten für unsere Mitarbeiter, um die Arbeitsplätze unserer Briefträger zu sichern“, erläutert Philippe Zancki, Betriebsleiter Rhône Camargue bei La Poste. Im Jahr 2008 wurden noch 18 Milliarden Briefe von der Post befördert, 2022 haben die Briefträger nur noch 7 Milliarden Briefe zugestellt.

  • Rentenreform: Reisen mehrerer Minister durch Demonstrationen und Topfkonzerte gestört

    Rentenreform: Reisen mehrerer Minister durch Demonstrationen und Topfkonzerte gestört

    Unter anderem musste Bildungsminister Pap Ndiaye seinen Besuch in Lyon umplanen. Auch bei seiner Rückkehr nach Paris wurde er von Demonstranten empfangen. Die Minister von Emmanuel Macron können sich dem Zorn der Demonstranten gegen die Rentenreform nicht entziehen. Mehrere Regierungsmitglieder sahen sich am Montag, dem 24. April, mit Kundgebungen und Topfkonzerten konfrontiert. Insbesondere der Besuch des Bildungsministers in Lyon (Rhône) wurde stark gestört. Pap Ndiaye konnte nicht wie geplant um 14.30 Uhr das Institut national supérieur du professorat et de l’éducation (Inspe) besuchen, wo ihn rund 100 Demonstranten erwarteten. Ausgestattet mit verschiedenen Küchenutensilien, aber auch mit Nebelhörnern und Rauchbomben, versuchten die Gegner der Rentenreform, einen der Eingänge des Inspe zu durchbrechen, indem sie „nous aussi, on passer en force“ (auch wir werden gewaltsam vorgehen) riefen, eine Anspielung auf den parlamentarischen Durchmarsch Elisabeth Borne unter Benutzung des Verf…

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  • Paris 2024: Fabelhafte Bootsfahrt auf der Seine für die Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele

    Paris 2024: Fabelhafte Bootsfahrt auf der Seine für die Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele

    In etwas mehr als einem Jahr werden die Spiele in Paris stattfinden, und der Ablauf der Eröffnungsfeier wird langsam bekannt. Die Strecke auf der Seine wird an Notre Dame de Paris, dem Louvre, dem Trocadero vorbeiführen und vor dem Eiffelturm enden.

    An dem Eröffnungsabend werden etwa eine Milliarde Menschen die Eröffnungszeremonie auf der Seine verfolgen. Obwohl die Zeremonie bereits als historisch angekündigt wurde, ist das Szenario noch geheim. Einige Akteure wurden jedoch bereits bekannt gegeben, wie die 116 Bootsführer, die die Sportler von Austerlitz zum Trocadéro bringen sollen. Alle Bootsfahrer werden für das Fahren im Konvoi speziell ausgebildet, der Abstand zwischen den Booten und die Fahrgeschwindigkeit müssen millimetergenau eingehalten werden.

    Symbolische Orte der französischenHauptstadt
    „Ich war Sportler, ich habe an Eröffnungsfeiern teilgenommen, das sind immer sehr starke, atypische Momente. Hier sind wir zum ersten Mal in einer außergewöhnlichen Umgebung“, sagte Tony Estanguet, Präsident des Organisationskomitees von Paris 2024, gegenüber Franceinfo. Die Strecke Seine wird sechs Kilometer lang sein. Der Konvoi wird an Notre Dame de Paris und dem Louvre vorbei bis zum Trocadéro gegenüber dem Eiffelturm fahren, wo ein „magisches“ Finale der Feierlichkeiten stattfinden soll. Laut einem Bootsführer könnte es jedoch bei der Ankunft zu Staus kommen. Insgesamt werden 100.000 kostenpflichtige Tickets zu Preisen zwischen 90 und 2.700 Euro verkauft. Hunderttausende von Zuschauern vor Ort – eine sicherheitstechnische Herausforderung.

  • Astronomie: Nordlichter erhellten den Himmel in Frankreich

    Astronomie: Nordlichter erhellten den Himmel in Frankreich

    Dieses ungewöhnliche Spektakel konnten einige Glückliche in Bild und Video festhalten. In Frankreich traten am Abend des 23. April von Nord nach Süd Nordlichter auf. Ein seltenes Phänomen, das sich aber in Zukunft immer häufiger wiederholen könnte.

    Am Abend des 23. April, lange nach Sonnenuntergang, leuchtete der Himmel über Frankreich auf und färbte sich in Grün, Gold und Purpur – Merkmale eines außergewöhnlichen Nordlichtspektakels. Sowohl professionelle Fotografen als auch Amateure waren begeistert. „Es ist bewegend, es ist begeisternd, ein Phänomen zu sehen, das bei uns in Frankreich immerhin sehr selten ist, und vor allem war es schon das zweite Mal in diesem Jahr“, sagt der Fotograf Simon Lericque gegenüber France 3. Ähnlich emotional war ein Fotograf aus dem Osten des Landes.

    Die nächsten Nordlichter werden wahrscheinlich im Jahr 2025 zu sehen sein
    Polarlichter entstehen, wenn die von der Sonne ausgestrahlten Teilchenströme auf die Magnetfelder des Nord- und Südpols treffen. Manchmal sind die Sonneneruptionen so stark, dass die Polarlichter bis nach Frankreich beobachtet werden können. Während für die Besatzungen der Raumstation Nordlichter fast täglich zu sehen sind, müssen man in Frankreich wahrscheinlich bis 2025 warten, um ein solches Schauspiel nochmals geniessen zu können.

  • Trockenheit: Werden die Regenfälle vom April ausreichen?

    Trockenheit: Werden die Regenfälle vom April ausreichen?

    Nicht alle französischen Departements leiden gleichermaßen unter der Dürre. Während in der Nordhälfte der Grundwasserspiegel auf einem angemessenen Niveau liegt, ist die Lage im Süden des Landes kritisch.

    Wasser ist überaus willkommen nach einem sehr trockenen Winter. Aber werden die Regenfälle vom April ausreichen, um die Flüsse und das Grundwasser zu füllen? In der Nordhälfte Frankreichs, wie etwa in der Bretagne, hat es viel geregnet. Wenn dieser Landwirt auf den Bach in seinem Dorf blickt, ist er beruhigt: „Er fließt ziemlich gut, normalerweise führt er zu dieser Jahreszeit nur halb so viel Wasser“, sagt der bretonische Landwirt Thierry Coué auf dem Sender France 2. Seine Gerstenfelder sind schön grün, was Anlass zu Optimismus gibt.

    Kritische Situation im Süden
    Doch der Regen wird anderswo weiterhin schmerzlich vermisst. In Zentralfrankreich ist der Grundwasserspiegel zu niedrig, und in der südlichen Hälfte des Landes ist die Lage sogar alarmierend. Im Departement Alpes-Maritimes ist die Lage kritisch. Oberhalb von Nizza ist der Fluss Estéron fast ausgetrocknet. „Man sieht zwischen 30 und 50 Zentimetern Wasser, normalerweise haben wir jetzt einen Meter, locker“, sagt ein besorgter Mann.

  • Paris: Bei Drogenhändlern beschlagnahmte Luxusgüter werden am Dienstag versteigert

    Paris: Bei Drogenhändlern beschlagnahmte Luxusgüter werden am Dienstag versteigert

    Autos, Luxusuhren und -kleidung, Möbel und Goldmünzen… Am Dienstag, dem 25. April, soll im Berufungsgericht von Paris eine Versteigerung von 277 Posten stattfinden, die bei Ermittlungen gegen den Drogenhandel beschlagnahmt wurden. Die Auktion beginnt um 13:30 Uhr, online und im sogenannten Saal der „großen Prozesse“, wie es in einer Mitteilung der Agentur für die Verwaltung und Einziehung von beschlagnahmten und eingezogenen Vermögenswerten (Agrasc) heißt. Justizminister Éric Dupond-Moretti wird vor Ort sein Dieser große Gerichtssaal wurde im historischen Justizpalast der Hauptstadt eingerichtet, um unter anderem den Prozess zu den Anschlägen vom 13. November 2015 zu beherbergen, und derzeit findet dort der Prozess zur Mediator-Affäre statt. Die Lose im Versteigerungskatalog wurden alle von der französischen Justiz bei Personen beschlagnahmt, die des Drogenhandels verdächtigt oder überführt wurden. Es wird davon ausgegangen, dass die Luxusgüter mit dem Geld aus diesen Straftaten erwo…

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  • Ehe für alle: Das Gesetz wird zehn Jahre alt

    Ehe für alle: Das Gesetz wird zehn Jahre alt

    Ein Jahrzehnt nach der Verabschiedung der Ehe für alle im Jahr 2013 wurden in Frankreich mehr als 70.000 gleichgeschlechtliche Ehen geschlossen. Dennoch lehnen einige Bürgermeister diese Verbindungen in ihren Gemeinden nach wie vor ab. Es ist nun ein Jahr her, dass sich Christine Lebon und Isabelle Lecoq auf dem Standesamt das Ja-Wort gegeben haben. Lange Zeit mussten die 60-Jährigen ihre Homosexualität verbergen, heute können sie ihre Liebe in aller Öffentlichkeit leben. Seit der ersten Eheschließung zwischen zwei Personen desselben Geschlechts vor zehn Jahren haben sie das Gefühl, dass sich die Gesellschaft sehr stark verändert hat: „Zehn Jahre sind nicht viel, wenn man sich das ansieht. (…) Manche Bürgermeister lehnen gleichgeschlechtliche Ehen immer noch ab, unser Bürgermeister war begeistert“, sagt Christine gegenüber France 3. 70.000 Eheschließungen in zehn Jahren Dieses Paar hat sich aus Liebe zur Ehe entschieden, aber auch, um sich gegenseitig finanziell abzusichern, wie jede…

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  • Drachenfestival in Berck-sur-Mer: Fahrzeug rast in die Menschenmenge

    Drachenfestival in Berck-sur-Mer: Fahrzeug rast in die Menschenmenge

    In Berck-sur-Mer, im Département Pas-de-Calais, raste am Sonntag ein Auto in umstehende Passanten. Elf Personen wurden verletzt, vier davon schwebten in Lebensgefahr.

    In Berck-sur-Mer (Pas-de-Calais) brach Panik aus. Um ca. 18.30 Uhr fuhr ein Fahrzeug in eine Gruppe von Passanten. Kurz darauf sicherte die Polizei den Ort und die Feuerwehr kümmerte sich um die Opfer. Die Stadt feierte das internationale Drachenfest. Das Stadtzentrum war mit Schaulustigen überfüllt. In der Rue de l’Impératrice beschleunigte das Fahrzeug plötzlich und rammte nach Angaben von Zeugen etwa zehn Passanten. „Ich habe gesehen, wie ein Auto genau dort angerast kam und Leute überfahren hat“, bestätigt ein Zeuge auf dem Sender France 2. Insgesamt wurden elf Personen verletzt, vier davon schwebten in Lebensgefahr.

    Untersuchung wurde eingeleitet
    Nach Angaben der Staatsanwaltschaft befindet sich ein Mann immer noch in Lebensgefahr. An der Unfallstelle flüchteten sich zahlreiche verängstigte Passanten in die umliegenden Geschäfte. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft handelt es sich bei dem Fahrer um einen 76-jährigen behinderten Mann. Er habe die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und sich zwischen dem Brems- und dem Gaspedal vertan. Er wurde weder positiv auf Alkohol noch auf Drogen getestet. Er selbst befindet sich amSonntagabend im Krankenhaus. Der Fahrer soll in den nächsten Tagen zu den Umständen des Unfalls vernommen werden. Es wird eine Untersuchung wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet.

  • Paris: Der Boulevard du périph wird 50 Jahre alt

    Paris: Der Boulevard du périph wird 50 Jahre alt

    Die Ringautobahn der französischen Hauptstadt ist ein Albtraum für Autofahrer und wird oft verunglimpft. Ein Stadtplanungsbüro träumt sogar davon, sie in eine grüne und mit Wohnungen besiedelte Fläche zu verwandeln.

    Le Periph ist wie ein alter Freund, den man in Paris hegt und pflegt, aber auch oft verflucht. Die 35 Kilometer lange Ringstraße, die die Hauptstadt umgibt, wird 50 Jahre alt. Bei einem Fahrkurs gerät die 25-jährige Mathilde, obwohl sie bereits ihren Führerschein hat, in Panik. Umgeben von Autos und Zweirädern gibt sie auf dem Sender France 2 zu, dass sie an einem bestimmten Punkt das Lenkrad einfach loslassen und wegrennen wollte. Diese Straße steht auch für 17 Jahre riesige Baustellen zwischen 1956 und 1973, drei Milliarden Euro wurden damals für Bauarbeiten ausgegeben.

    Wird die Ringstraße bald umgebaut?
    Und in einem halben Jahrhundert hat der Périphérique viele Geschichten erlebt. Wie etwa das Paar, das mit seinem Hochzeitszug die Fahrbahn blockierte. Manchmal wurde der Périphérique auch absichtlich für Filme gesperrt, zum Beispiel als Guillaume Canet und François Cluzet ihn im Jahr 2005 für die Dreharbeiten zu „Ne le dis à personne“ in Beschlag nahmen. Seitdem ist der Boulevard in die Jahre gekommen. Es fahren zu viele Autos und die Luftverschmutzung ist wegen der vielen Feinstaubpartikel viel zu hoch. In einem Stadtplanungsbüro träumt man jetzt davon, den Boulevard für den Verkehr zu schließen und umzubauen. Philippe Gazeau stellt sich vor, dass der Périphérique schon bald für Biodiversität stehen und von 50.000 Wohnungen bedeckt sein wird. Die Stadtverwaltung von Paris lehnt dies jedoch ab und plant stattdessen, eine Spur für Fahrgemeinschaften, Busse und Taxis zu reservieren.