Kategorie: Frankreich

  • Polizeischüsse in Nanterre: Emmanuel Macron beruft interministeriellen Krisenstab ein

    Polizeischüsse in Nanterre: Emmanuel Macron beruft interministeriellen Krisenstab ein

    In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag kam es in mehreren Orten der Ile-de-France zu Auseinandersetzungen, ebenso in Villeurbanne oder Toulouse. In der Nacht vom 28. auf den 29. Juni kam es in mehreren französischen Städten zu neuen Gewalttätigkeiten als Reaktion auf den Tod von Nahel. Der 17-Jährige war am Dienstag in Nanterre (Hauts-de-Seine) bei einer Verkehrskontrolle von einem Polizisten erschossen worden. Emmanuel Macron verurteilte während einer Sitzung eines Krisenstabs im Innenministerium am Donnerstagmorgen „Szenen der Gewalt“ gegen „die Institutionen und die Republik“, die „nicht zu rechtfertigen“ seien. Innenminister Gérald Darmanin prangert „untragbare Gewalt“ an. Die Sicherheitskräfte nahmen landesweit 150 Festnahmen vor, so eine Bilanz des Innenministers auf Twitter. Darmanin beklagte „eine Nacht unerträglicher Gewalt gegen Symbole der Republik“ und sprach von „Rathäusern, Schulen und Polizeistationen, die in Brand gesteckt oder angegriffen wurden“. „Mehrere Dutzend Ve…

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  • Nahel wurde von Polizisten erschossen: Der unbescholtene Teenager war Pizzalieferant und Rugbyspieler

    Nahel wurde von Polizisten erschossen: Der unbescholtene Teenager war Pizzalieferant und Rugbyspieler

    Ein Polizist in Nanterre hat am Dienstagmorgen einen 17-jährigen Teenager erschossen, der bei einer Polizeikontrolle flüchtete. Seine Mutter ruft für Donnerstagnachmittag zu einem Trauermarsch auf.

    „Er war mein Leben, er war mein bester Freund, er war alles für mich“. Mounia, die Mutter des 17-jährigen Teenagers, der am Dienstagmorgen in Nanterre von einem Polizisten getötet wurde, ist in Tränen aufgelöst.

    De 17-jährige Nahel (Foto: Twitter)

    Ihr Sohn Nahel befand sich am Steuer eines Mercedes AMG mit zwei weiteren Personen an Bord. Als er von zwei Polizisten, die sich am Fenster auf der Fahrerseite befanden, kontrolliert werden sollte, hielt er zunächst an. Als er von einem Polizisten mit gezückter Waffe ins Visier genommen wurde, fuhr er möglicherweise in Panik wieder los. Der Polizist eröffnete im gleichen Augenblick das Feuer. Nahel wurde auf der linken Seite in die Brust getroffen und krachte ein Stück weiter in einen Pfosten.

    Nahel war ein Einzelkind, das von seiner Mutter aufgezogen wurde
    Der 17-jährige Nahel M. lebte mit seiner Mutter Mounia in Nanterre im Stadtteil Vieux-Pont. Seinen Vater hat er nie kennengelernt. Der Teenager wurde von seiner Mutter aufgezogen. Nahel war ihr einziger Sohn. Sie hatte keine weiteren Kinder. In erzählt Mounia, wie sie ihren Sohn am Morgen der Tragödie zum letzten Mal lebend gesehen hat: „Er hat mir einen dicken Kuss gegeben, er hat gesagt: ‚Mama ich liebe dich‘. Ich habe ihm gesagt: ‚Ich liebe dich, pass auf dich auf’“.

    Nahel war im Lycée Louis-Blériot in Suresnes eingeschrieben. Er besuchte sechs Monate lang den Unterricht und ging dann aber nicht mehr zur Schule. Um Geld zu verdienen, lieferte Nahel in Nanterre Pizzas aus.

    Nahel war der Justiz bereits bekannt, insbesondere wegen Verkehrsvergehen, wie die Zeitung Express berichtet. Am Dienstagmorgen saß er am Steuer eines leistungsstarken Autos, obwohl er noch nicht alt genug war, um alleine Auto fahren zu dürfen. Die Anwälte von Nahels Mutter weisen darauf hin, dass der Teenager nicht vorbestraft war.

    Seit drei Jahren spielte Nahel leidenschaftlich gerne Rugby. Er hatte in dem Verein „Les pirates de Nanterre“ mit  dem Rugby begonnen. Der Vorsitzende Jeff Puech spricht in der Zeitung Le Parisin von Nahel als „einem Jungen, der Rugby benutzt hat, um sich zu befreien“. Er versichert, dass der Junge sich immer vorbildlich verhalten habe, ein guter Zuhörer gewesen sei und den Willen gehabt habe, aus seiner schwierigen Situation herauszukommen. 

  • Tod des 17-jährigen Nahel: Rathäuser und Autos in Brand gesteckt – 2. Nacht der Auseinandersetzungen in Frankreich

    Tod des 17-jährigen Nahel: Rathäuser und Autos in Brand gesteckt – 2. Nacht der Auseinandersetzungen in Frankreich

    Zwei Tage nach dem Tod des 17-jährigen Nahel, der bei einer Verkehrskontrolle von einem Polizisten erschossen wurde, wurden in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag in Frankreich 150 Personen bei gewalttätigen Auseinandersetzungen festgenommen, wie Innenminister Gérald Darmanin auf Twitter mitteilte. Zwei Tage nach dem Tod des 17-jährigen Nahel, der am Dienstag in Nanterre (Hauts-de-Seine) bei einer Verkehrskontrolle von einem Polizisten erschossen wurde, kam es in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag in mehreren französischen Städten erneut zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit den Ordnungskräften. Bei diesen Auseinandersetzungen wurden in ganz Frankreich 150 Personen festgenommen, wie Innenminister Gérald Darmanin auf Twitter mitteilte. Der Minister bedauert „eine Nacht unerträglicher Gewalt gegen Symbole der Republik“ und spricht von „Rathäusern, Schulen und Polizeistationen, die in Brand gesteckt oder angegriffen wurden“. Gérald Darmanin sprach den Polizisten, Gendarmen und Fe…

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  • Emmanuel Macron: „Nichts rechtfertigt den Tod eines jungen Menschen“

    Emmanuel Macron: „Nichts rechtfertigt den Tod eines jungen Menschen“

    „Wir haben einen Teenager, der getötet wurde, das ist unerklärlich, unentschuldbar“, reagierte der Staatschef am Rande seiner Reise nach Marseille über die tödlichen Polizeischüsse in Nanterre. Emmanuel Macron drückte am Mittwoch, dem 28. Juni, seine „Erschütterung“ und „Mitgefühl für Nahel und seine Familie“ aus. Der 17-Jährige war in Nanterre von einem Polizisten erschossen worden, nachdem er bei ein er Polizeikontrolle fliehen wollte. „Es gibt keine Rechtfertigung für den Tod eines Jugendlichen“, sagte der französische Präsident, als er am Rande einer Reise nach Marseille dazu befragt wurde. „Wir haben einen Jugendlichen, der getötet wurde, das ist unerklärlich und unentschuldbar“. „Die Justiz wurde sofort eingeschaltet“, fuhr der Staatschef fort. Er wünsche sich, „dass die Wahrheit so schnell wie möglich festgestellt werden kann“ und „dass die Gerechtigkeit durchgesetzt wird“. Der Polizeigewahrsam des Polizisten, der aus nächster Nähe auf den 17-jährigen Nahel geschossen hatte, wur…

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  • Klima: Das Mittelmeer und der Atlantik erleben eine Meereshitzewelle

    Klima: Das Mittelmeer und der Atlantik erleben eine Meereshitzewelle

    Das Mittelmeer und der Atlantische Ozean werden immer wärmer. Das Phänomen erfreut die Badegäste, besorgt aber die Klimaforscher. Die Wassertemperaturen im Mittelmeer und im Atlantik sind in diesem Juni ungewöhnlich hoch.

    Es ist so heiß, dass die Badegäste am Strand von Larmor-Plage (Morbihan) nicht zögern, sich ins Wasser zu stürzen. „Ich glaube, heute hat das Wasser 20 Grad. Es sollte aber eigentlich bei 18 Grad oder sogar darunter liegen“, stellt eine Einwohnerin auf dem Sender France 3 fest. Das Phänomen ist im gesamten Nordatlantik zu spüren, wobei es in einigen Gebieten bis zu fünf Grad wärmer ist als die Durchschnittstemperatur.

    Mögliche Zunahme ozeanischer Hitzewellen.
    Die Erwärmung des Wassers betrifft auch das Mittelmeer. Taucher im Hafen von Montpellier (Hérault) spüren die Hitzewelle sogar in mehreren Metern Tiefe. „Es ist ziemlich tief, bevor man die kalte Wasserschicht findet“, sagt eine Taucherin. Im letzten Jahr stieg die Wassertemperatur sogar manchmal auf über 30 Grad. Die Hitzewellen im Meer beunruhigen die Wissenschaftler, die Sensoren ausgebracht haben, um die Temperaturen zu messen. Sie stellen einen dauerhaften Anstieg der Temperaturen und entsprechende Auswirkungen auf die Biodiversität fest.

    In seinem schlimmsten Szenario sagt der UNO-Klimarat IPCC eine bis zu 50-fache Zunahme der Hitzewellen in den Ozeanen voraus.

  • Hyperschallgleiter V-Max hinterlässt mysteriöse weiße Streifen am Himmel über dem Südwesten Frankreichs

    Hyperschallgleiter V-Max hinterlässt mysteriöse weiße Streifen am Himmel über dem Südwesten Frankreichs

    Am Montagabend testete Frankreich zum ersten Mal einen experimentellen Hyperschallgleiter mit dem Namen V-Max, der faszinierende Zickzackspuren am Himmel über dem Südwesten Frankreichs hinterließ.

    Bizarre weiße Streifen am Himmel wurden am Montag, dem 26. Juni, von zahlreichen Bewohnern des Südwestens beobachtet und warfen viele Fragen auf. Fotos, die am Abend in sozialen Netzwerken hochgeladen wurden, zeigten seltsame Wolken in Form von Zickzacklinien.

    Mehrere Stunden später lüftete die Direction générale pour l’Armement (DGA) das Geheimnis der sonderbaren Linien. Es handelte sich in Wirklichkeit um den ersten Test eines experimentellen Hyperschallgleiters, der von einer vom Testzentrum in Biscarosse abgefeuerten Höhenforschungsrakete abgeworfen worden war.

    Eine Geschwindigkeit von über 6.000 km/h
    Das VMaX (Experimental Maneuvering Vehicle) flog mit einer Geschwindigkeit von mehr als Mach 5, d. h. über 6.000 km/h, und manövrierte dabei, um die Abfangbemühungen eines potenziellen Gegners zu umgehen. VMaX hinterließ dabei eine ungewöhnliche Zickzackspur am Himmel.

    „Dieser erste Prototyp hatte zahlreiche technologische Innovationen an Bord. Sein Flugtest auf einer sehr anspruchsvollen Langstreckenflugbahn stellte eine völlig neue technische Herausforderung dar, die die Zukunft unserer nationalen Luftverteidigung vorbereitet“, bestätigte das Armeeministerium in einer Pressemitteilung.

    Frankreich läutet das Zeitalter der Überschallwaffen ein
    Das Projekt VMaX (Véhicule manœuvrant expérimental), das im Januar 2019 gestartet wurde, wird unter der industriellen Hauptverantwortung der ArianeGroup, dem Hersteller der Ariane-Raketen, durchgeführt. Es soll Frankreich in das Zeitalter der Hyperschallwaffen katapultieren.

    Drei der fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats, zu denen auch Frankreich gehört, sind bereits mit eigenen Programmen an diesem Wettrüsten beteiligt: die USA, China und Russland.

    „Wenige Sekunden“ für das Abfangen
    Die zunehmende Wirksamkeit der Raketenabwehrsysteme treibt die Mächte in der Tat dazu, immer schnellere Waffen und mit unvorhersehbaren Flugbahnen zu entwickeln, um die Abwehr zu überlisten.

    Frankreich führt bereits Studien zum Hyperschallantrieb im Rahmen der Modernisierung seines Arsenals zur nuklearen Abschreckung durch: Die ASN4G-Rakete (Luft-Boden-Kernwaffe der vierten Generation), die die ASMP-Rakete (Luft-Boden-Kernwaffe mittlerer Reichweite) ersetzen soll, könnte bald mit einem Hyperschallantrieb ausgestattet werden.

    Russland verfügt bereits über die Zirkon- und die Kinjal-Rakete, die 2018 von Wladimir Putin als „unbesiegbar“ vorgestellt wurde, von der aber laut Kiew mehrere Exemplare in der Ukraine abgeschossen worden sind.

    Der französische Hyperschall-Gleiter wird zunächst von einer Rakete oder einem Flugkörper in die Stratosphäre in fast 100 Kilometer Höhe katapultiert und dann abgeworfen, um mehrere tausend Kilometer weit gleiten zu können und dabei einer unvorhersehbaren Flugbahn zu folgen. Im Gegensatz zu einer ballistischen Rakete, deren Flugbahn vorhersehbar ist, ist bei einer Hyperschallwaffe „die Kombination aus Geschwindigkeit und Manövrierfähigkeit das, was für die Verteidigung unüberwindbar ist“, fasst ein Industrieller zusammen. Bei einem Flug von etwa zehn Minuten habe der Verteidiger nur „einige Sekunden Zeit, um eine solche Waffe abzufangen“, so der Experte.

  • Wasserknappheit: 20% des Wassers gehen in Frankreich durch Leitungslecks verloren

    Wasserknappheit: 20% des Wassers gehen in Frankreich durch Leitungslecks verloren

    Wasser geht in Frankreich wegen Leitungslecks verloren. Nach Angaben der Verbraucherorganisation UFC-Que Choisir geht in Frankreich jeder fünfte Liter Wasser aufgrund von defekten Leitungen verloren.

    Es handelt sich um viele Liter verlorenes Trinkwasser. In Sens (Yonne) kommt es zu einem Leck in einer Wasserleitung, das sich über den Straßenrand ergießt. Das ist in der Stadt üblich. „Wir haben es mit einen Verlust von 300 Litern pro Stunde zu tun“, erläutert Youri Crajka, Lecksucher bei des Wasserversorgers Sénone, gegenüber France 2. In der Stadt stammen die ältesten Rohrleitungen aus dem Jahr 1880. Da die gusseisernen Rohre besonders empfindlich sind, hat die Stadt jetzt alle Hebel in Bewegung gesetzt und sogar Mikrofone eingesetzt, um die Leitungen zu überprüfen. Das hat 8,5 Millionen Euro gekostet.

    Eine Milliarde Kubikmeter gehen pro Jahr verloren.
    „Wir haben heute etwa 76% Wassereffizienz. Wir bemühen uns, das zu verbessern“, erklärt Marc Botin, Präsident des Ballungsraums Grand Sénonais. Die Stadt Sens ist keine Ausnahme. Im Durchschnitt geht in Frankreich jeder fünfte Liter Wasser verloren, was einer Milliarde Kubikmetern pro Jahr entspricht. Aber, es gibt Lösungen wie zum Beispiel einen Lecksuchroboter, der durch die Rohre wandert und Lecks aufspürt.

  • „Er bekommt einen Faustschlag ins Gesicht“: Polizeigewalt im Zentralkommissariat in Toulouse

    „Er bekommt einen Faustschlag ins Gesicht“: Polizeigewalt im Zentralkommissariat in Toulouse

    Die Videokameras des Zentralkommissariats in Toulouse zeigen, wie ein Polizist einem Mann in Handschellen einen Faustschlag versetzt. Ein Verfahren wurde eingeleitet. Das Opfer wurde von den Taten, denen es verdächtigt worden war, inzwischen entlastet.

    0.40 Uhr Sonntag, 25. Juni 2023. Zentralkommissariat in Toulouse. Ein Mann sitzt mit Handschellen an eine Bank gefesselt und wartet auf die verlesung seiner Rechte. Er trägt eine Umhängetasche über der Schulter.

    Ein Polizeibeamter geht an ihm vorbei und schlägt ihm mit der Faust ins Gesicht. Der Mann sinkt zu Boden. Die auf die Bank gerichtete Kamera des Videoprotektors hat alles gefilmt.

    „Wir sehen hier Bilder von Polizeigewalt“, sagen Emmanuelle Franck und Alexandre Martin, die Anwälte des Mannes in Handschellen, bei der Anhörung im Schnellverfahren am Dienstag. Der Mann muss sich wegen Besitzes von Betäubungsmitteln vor Gericht verantworten.

    Ursprünglich wurde er wegen häuslicher Gewalt angeklagt, was jedoch eingestellt wurde. Später musste er sich wegen Morddrohungen gegen einen Polizisten verantworten. Diese Anklage wurde ebenfalls fallen gelassen, als die Bilder der Kameras gesichtet wurden.

    Dann kam das Kokain. „Um 0.40 Uhr hatte er noch seine Umhängetasche, der Polizist riss sie ihm weg“, beschreibt Anwalt Franck die Vorfälle. „Danach weiß man bis 1.25 Uhr nicht, was damit passiert. Da unterschreibt derselbe Polizist, ein Protokoll über den Fund von Betäubungsmitteln…“.

    Auch die Verlesung der Rechte in Polizeigewahrsam ist nichtig. „Sie soll um 0.40 Uhr stattgefunden haben, aber das ist nicht möglich, denn bei der Auswertung des Videos bekommt er um 0.40 Uhr einen Faustschlag ins Gesicht“, so die Anwältin. „Wir fordern Sie auf, das gesamte Verfahren aufzuheben“.

    Nach eingehender Beratung sprach das Gericht den Angeklagten, in dessen Strafregister bereits zahlreiche Verurteilungen verzeichnet waren, dann von allen Vorwürfen frei. Er wurde auf freien Fuß gesetzt. Seine Anwälte bestehen nun darauf, dass er einen Gerichtsmediziner aufsuchen darf, um die Folgen des Faustschlags beurteilen zu lassen.

  • Emmanuel Macron in Marseille: Werden Schulferien in Frankreich bald kürzer?

    Emmanuel Macron in Marseille: Werden Schulferien in Frankreich bald kürzer?

    Als Emmanuel Macron am Dienstag, 27. Juni, eine Schule in Marseille besuchte, rief er dazu auf, die Zeiten des Schuljahres zu überdenken. Der Präsident zieht insbesondere eine Verkürzung der Sommerferien in Betracht.  Emmanuel Macron „erwägt schlicht und einfach, die Sommerferien zu verkürzen“, berichtet der Journalist Guillaume Daret am Dienstag, dem 27. Juni, in einer Live-Schaltung für den Sender France 3 aus Marseille (Bouches-du-Rhône). Der Präsident ist der Ansicht, dass zu lange Ferien „Kinder aus schwierigen Familien bestrafen, weil sie die sozialen und schulischen Ungleichheiten verschärfen“, und dass eine Verkürzung der Ferien es ermöglichen würde, „den Unterricht besser über das ganze Jahr zu verteilen“ und somit weniger müde Schüler zu haben. Die Gewerkschaften halten sich zurückDie Lehrergewerkschaften sind in dieser Frage sehr zurückhaltend. „Die Gewerkschaft SNUipp-FSU ist der Ansicht, dass die Priorität zunächst und vor allem darin bestehen sollte, dafür zu sorgen,…

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  • Hitze: Was ist der „Föhn-Effekt“, der in Südfrankreich zu besonders heißen Temperaturen führt?

    Hitze: Was ist der „Föhn-Effekt“, der in Südfrankreich zu besonders heißen Temperaturen führt?

    Am Montag, den 26. Juni, stiegen die Temperaturen im Languedoc und in der Provence auf bis zu 37°C. Diese starke Hitze hielt auch am Dienstag, dem 27. Juni, an. Wie aber kommt es zu einer plötzlichen, so starken und örtlich begrenzten Hitze?

    In Montpellier, Nîmes und Marseille war die Luft am Montagnachmittag erstickend heiß. Die Thermometer zeigten 36,4 °C in Montpellier und 37,7 °C im Zentrum von Marseille an. Diese Regionen sind an Hitze gewöhnt, aber dieses mal war es die einzige Region in Frankreich, in der es so heiß wurde. In den anderen Regionen Frankreichs waren die Höchstwerte im Vergleich zum Sonntag sogar rückläufig.

    Das Languedoc und die westliche Provence erlebten eine sehr warme Luftmasse, verbunden mit der Rückkehr des Mistrals, der sehr trockene Luft brachte. Es sei diese Kombination, die den sogenannten „Föhn-Effekt“ in Südfrankreich verursachte, erklärt La Chaîne Météo.

    Beim Föhn-Effekt kann die Temperatur innerhalb von zwei Stunden um mehr als 15 °C steigen! Trockener Wind gepaart mit niedriger Luftfeuchtigkeit kann zu einer plötzlichen und starken Austrocknung der Böden, der Vegetation und der Artenvielfalt führen. Wie der Agrarmeteorologe Serge Zaka erklärt, „sind Blitzdürren aufgrund der durch die trockene Luft und die extremen Temperaturen stark erhöhten Evapotranspiration kurz und heftig“. Für die Vegetation ist es ein bisschen so, wie wenn man eine Ofentür öffnet. Ein Föhneffekt hatte am 28. Juni 2019 ganze Weinberge im Languedoc verbrannt. Von diesem Tag stammt auch der Temperaturrekord in Frankreich mit 45,9 °C in Galalrgues-le-Montueux im Département Gard.

    Auch am Mittwoch werden sehr hohe Temperaturen herrschen, wobei sie im Vergleich zu den vorherigen Tagen leicht zurückgehen werden. Die warmen Nächte werden sich bis Donnerstag fortsetzen.