Kategorie: Frankreich

  • Departement Gard: Ein Tornado fegt durch das Dorf Poulx

    Departement Gard: Ein Tornado fegt durch das Dorf Poulx

    Am Montag, dem 30. Oktober, fegte ein Tornado durch das Dorf Poulx im Departement Gard. Glücklicherweise forderte er keine Opfer, doch der materielle Schaden war beträchtlich.

    Ein Haus wurde in Poulx, im Departement Gard, regelrecht von einem Tornado weggefegt. Das Dach der Terrasse ist eingestürzt und das Dach des Hauses wurde komplett weggerissen. Im Inneren konnte die Besitzerin Huguette Jamot nur noch die Schäden verfolgen, die sich immer weiter ausbreiteten. Sie war am Montag, dem 30. Oktober, zu Hause, als der Tornado kam. Am Dienstagmorgen ist die Anwohnerin immer noch schockiert. „Es war wie eine Apokalypse. (…) Es stimmt, ich lebe, aber es sind 20 Jahre unseres Lebens, die in 30 Sekunden verschwunden sind“, sagt sie auf dem Sender France 2.

    In der 4.100 Einwohner zählenden Gemeinde sind immer noch zwei Straßen gesperrt und etwa 20 Häuser betroffen. In einem Garten entwurzelte der Tornado einen Baum, der auf das Haus von den Nachbarn fiel. „Ich war schockiert, als ich ankam. Wir haben kaum geschlafen“, berichtet eine Frau. Die Stadtverwaltung möchte, dass die Gemeinde als Ort einer Naturkatastrophe anerkannt wird. Hohe Sachschäden, aber der Tornado hat zum Glück keine Verletzten oder gar Tote gefordert.

  • Antisemitismus: Davidkreuze auf Wohnhäuser in der Ile-de-France gesprüht – Rathäuser erstatten Anzeige

    Antisemitismus: Davidkreuze auf Wohnhäuser in der Ile-de-France gesprüht – Rathäuser erstatten Anzeige

    Nachdem die Stadtverwaltung von Saint-Ouen über gesprühte Davidsterne an den Wänden des Hauses eines ihrer Einwohner berichtete, teilte auch die Stadtverwaltung von Aubervilliers mit, dass Wände in der Gemeinde „mit auffällig antisemitischen Inschriften besprüht“ worden seien. Das Rathaus des 14. Arrondissements von Paris berichtet ebenfalls von „mit Schablonen aufgetragenen Davidsternen“.

    Sie bringt ihr „Entsetzen“ zum Ausdruck. Carine Petit, grüne Bürgermeisterin des 14. Arrondissements von Paris, prangert auf X (ex-Twitter) „antisemitische und rassistische Handlungen“ an, nachdem am Dienstag „mehrere Meldungen über Davidsterne, die mit Schablonen an zahlreichen Wänden aufgesprüht wurden“, in ihrem Arrondissement entdeckt worden waren.

    Die Bürgermeisterin erklärte, dass „die Staatsanwaltschaft bereits eingeschaltet wurde“. Sie wies auf einen „Antisemitismus in unseren Straßen in Paris wie in den dunkelsten Stunden“ hin.

    „Solche Tags wurden in mehreren Straßen in Paris gemeldet. Es wird Anzeige erstattet und die Stadtreinigung wird sie entfernen. Der Antisemitismus tötet weiterhin, wir werden den Kampf niemals aufgeben“, kündigte Emmanuel Grégoire, der erste Stellvertreter der PS-Bürgermeisterin von Paris Anne Hidalgo, an.

    „Diese Tags wurden in mehreren Straßen in Paris gemeldet. Es wird eine Anzeige erstattet und die Stadtreinigung wird sie entfernen. Der Antisemitismus tötet weiterhin, wir werden den Kampf niemals aufgeben“, kündigte Emmanuel Grégoire, der erste Stellvertreter der PS-Bürgermeisterin von Paris Anne Hidalgo, an.

    Die Pariser Staatsanwaltschaft berichtet gegenüber dem Sender Franceinfo, dass „etwa 60“ Davidsterne in der Nacht von Montag auf Dienstag auf Mauern im 14. Arrondissement gesprüht worden seien. „Das Kommissariat des 14. Arrondissements ist mit den Ermittlungen wegen Sachbeschädigung an fremdem Eigentum befasst, die durch den Umstand erschwert wird, dass sie aufgrund der Herkunft, der Rasse, der Ethnie oder der Religion erfolgt“, so die Staatsanwaltschaft.

    In einer am Montag veröffentlichten Erklärung gab die Stadtverwaltung von Saint-Ouen-sur-Seine im Département Seine-Saint-Denis ihrerseits bekannt, dass „empörte Mitbürger“ den PS-Bürgermeister Karim Bouamrane „auf das Vorhandensein von mit Schablonen aufgetragenen Davidsternen an den Wänden des Hauses eines Einwohners im Viertel Debain“ aufmerksam gemacht hätten.

    „Die städtischen Dienste wurden sofort mobilisiert, um die Tags zu entfernen, und die Polizeibehörden wurden aufgefordert, Maßnahmen zu ergreifen, um diese schändlichen Taten aufzuklären und die Täter zu finden. Es wurde eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erstattet. Die Täter müssen von der Justiz mit größter Strenge und Unnachgiebigkeit verfolgt und bestraft werden“, schrieb die Stadt.

    Antisemitische Tags und Inschriften auch in Aubervilliers
    Ebenfalls in Seine-Saint-Denis veröffentlichte Karine Franclet, die UDI-Bürgermeisterin von Aubervilliers, am Montag eine Erklärung zu „antisemitischen Tags und Inschriften“, die in ihrer Gemeinde entdeckt worden waren. „Im Laufe des Wochenendes vom 28. und 29. Oktober wurden Wände in unserer Stadt mit auffällig antisemitischen Inschriften besprüht“, schrieb die Politikerin.

    „Die städtischen Dienste wurden sofort mobilisiert, um diese Inschriften zu entfernen, und die Polizeibehörden sind am Werk, um diese schändlichen Taten vollständig aufzuklären. Die Täter müssen von der Justiz mit aller Härte verfolgt und bestraft werden“, fuhr sie fort.

    „Ich möchte in meinem Namen und im Namen der Stadtverwaltung diese abscheulichen Taten aufs Schärfste verurteilen. Ich erinnere daran, dass Antisemitismus eine Straftat darstellt: Das Gesetz verbietet und bestraft Rassismus und Antisemitismus in all Formen. Diese Taten stehen in völligem Widerspruch zu den Grundwerten, die wir vertreten, wie Toleranz, Gleichheit und gegenseitiger Respekt, ganz besonders im aktuellen Kontext“, schrieb die Bürgermeisterin.

    Die folgenden Fotos wurden von der Union des étudiants juifs de France (UEJF) auf X veröffentlicht:

  • Hérault: Paar erhält innerhalb von 2 Stunden 9 Strafzettel und 600 Euro Bußgeld wegen Ruhestörung

    Hérault: Paar erhält innerhalb von 2 Stunden 9 Strafzettel und 600 Euro Bußgeld wegen Ruhestörung

    Ein Ehepaar im Departement Herault erhielt in nur einer Nacht neun Strafen wegen „nächtlicher Ruhestörung“. Die Vorfälle ereigneten sich während einer Party, die im September letzten Jahres in Palavas-les-Flots (Hérault) veranstaltet wurde.

    Ein Ehepaar aus Palavas-les-Flots (Departement Hérault) hat eine hohe Rechnung zu begleichen. Bei einer Party im September letzten Jahres stellten die Ordnungskräfte innerhalb von zwei Stunden neun Strafzettel wegen „nächtlicher Ruhestörung“ aus: Die Gastgeber müssen nun eine Geldstrafe von über 600 Euro zahlen.

    Wie unsere Kollegen von Actu.fr berichten, hatte das Paar einige Gäste zu einer Party eingeladen, die auf der Terrasse ihres Hauses stattfand. Im Hintergrund legten die Gastgeber etwas Musik auf. Das führte zu einem Eingreifen patrouillierender Gendarmen, die das junge Paar gegen 1 Uhr morgens aufforderten, die Lautstärke zu verringern. „Auf ihre Bitte hin haben wir die Musik abgestellt“, sagt die junge Frau im Gespräch mit Actu.fr. „Die Gendarmen kamen um 1.30 Uhr zurück, um zu kontrollieren, und wir hatten wieder ein höfliches Gespräch, aber bevor sie wieder gingen, sagte mir einer der Gendarmen in einem diesmal weniger höflichen Tonfall, dass die Patrouille alle 15 Minuten wiederkommen würde, um Strafzettel für nächtliche Ruhestörung auszustellen!“

    Um 2:30 Uhr morgens verlassen die Gastgeber und ihre Gäste schließlich die Terrasse. Auch die Gendarmen lassen sich nicht mehr blicken.

    Einige Tage später war das Paar aus dem Departement Hérault höchst erstaunt, als es neun Strafzettel in seinem Briefkasten vorfand. Alle Strafzettel waren zwischen 01:30 und 03:15 Uhr ausgestellt worden. Zwei von ihnen wurden sogar zur selben Zeit, um 02:15 Uhr, ausgestellt, wie Actu.fr berichtet. Gesamtkosten: 612 Euro. „Ich habe beim Staatsanwalt Einspruch eingelegt und insbesondere erklärt, dass man nicht zwei Strafzettel für einen Sachverhalt ausstellen kann, der zur gleichen Zeit festgestellt wurde“, sagt die Betroffene. „Ich habe die offensichtliche Feindseligkeit nicht verstanden, die einer der Gendarmen mir gegenüber an den Tag gelegt hat. Er war es auch, der die neun Strafzettel für ein und dieselbe nächtliche Ruhestörung ausgestellt hat“.

    Die junge Frau sagt dass ihre Anfragen von der Staatsanwaltschaft bislang nicht beantwortet wurden. Sie zahlte inzwischen die Strafzettel, um Mahngebühren zu vermeiden.

  • Ende der Krise? Inflation verlangsamt sich in Frankreich deutlich auf 4% im Monat Oktober

    Ende der Krise? Inflation verlangsamt sich in Frankreich deutlich auf 4% im Monat Oktober

    Die Inflation in Frankreich verlangsamte sich im Oktober deutlich auf 4% im Jahresvergleich nach 4,9% im September. Dies geht aus den vorläufigen Daten des amtlichen französischen Statistikamts Insee vom Dienstag hervor.

    Ist es ein echter Trend? Die Inflation in Frankreich verlangsamte sich im Oktober auf 4% im Jahresvergleich, nachdem sie im September noch 4,9% betragen hatte. „Wir sind dabei, die Inflationskrise zu überwinden“, freut sich der französische Wirtschaftsminister Bruno Le Maire.

    Dieser Rückgang der Inflation sei laut dem französischen Statistikamt Insee auf einen Verlangsamung des Preisanstiegs für Energie, Lebensmittel und in geringerem Maße auch für Fertigwaren im Jahresvergleich zurückzuführen. Die Lebensmittelpreise stiegen im Oktober um 7,7 % gegenüber 9,7 % im September, die Preise für Frischwaren stiegen um 0,8 % gegenüber 4,5 % und die Preise für andere Lebensmittel um 9 % gegenüber 10,6 % im September.

    Die Energiepreise stiegen im Jahresvergleich um 5,2%, im September waren es noch 11,9%. Die Preise für Dienstleistungen scheinen sich dagegen leicht beschleunigt zu haben, sie stiegen um 3,2% nach 2,9% im September.

    Auf Monatssicht seien die Verbraucherpreise in Frankreich im Oktober um 0,1% gestiegen, nach -0,5% im September, so das Insee.

    Die Energiepreise und die Lebensmittelpreise sinken. Der Rückgang des harmonisierten Verbraucherpreisindex, der europäische Vergleiche ermöglicht, wäre mit +4,5% im Oktober nach +5,7% im September ebenfalls sehr deutlich.

    „Es kann kein solides Wachstum geben, wenn wir die Inflation nicht endgültig loswerden: Wir sind dabei, die Inflationskrise zu überwinden, und das ist ein Erfolg der Wirtschaftspolitik der Regierung, die die französischen Haushalte – als einzige unter allen europäischen Ländern – mehrere Monate lang vor zweistelligen Inflationsraten bewahrt hat“, sagte der französische Wirtschaftsminister Bruno Le Maire vor Journalisten.

    Ebenfalls am Dienstag meldete das Insee, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Frankreich im dritten Quartal um 0,1% gestiegen sei und damit den Erwartungen entsprochen habe, wobei auch das zweite Quartal leicht auf +0,6% nach oben korrigiert wurde.

  • Nantes: Tod eines Schülers nach Papillomavirus-Impfung

    Nantes: Tod eines Schülers nach Papillomavirus-Impfung

    Am 19. Oktober erlitt ein Siebtklässler, der gegen das Papillomavirus geimpft wurde, etwa 15 Minuten nach der Impfung einen Schwindelanfall. Der Junge stürzte schwer und starb eine Woche später an den Folgen eines Schädel-Hirn-Traumas. Vor einigen Tagen spielte sich in der Schule von Saint Herblain (Loire-Atlantique), einem Vorort von Nantes, ein Drama ab: Ein Schüler starb an einem Schädel-Hirn-Trauma, nachdem er in seiner Schule gegen das Papillomavirus geimpft worden war. Die örtlichen Gesundheitsbehörden haben eine Pressemitteilung herausgegeben, in der sie auf den Todesfall eingehen. Am 19. Oktober starb ein Schüler der 5. Klasse, der das Collège in Saint Herblain besuchte, an den Folgen einer schweren Kopfverletzung. Der Schüler hatte an einer Impfkampagne gegen das Papillomavirus teilgenommen, die seit dem 2. Oktober für Schüler ab der fünften Klasse angeboten wird. Der Jugendliche erlitt 15 Minuten, nachdem er die Injektion erhalten hatte, eine Synkope mit kurzzeitigem Bewusst…

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  • Terrorverdacht: Polizei eröffnet Feuer auf eine Frau in einem Bahnhof der Linie RER C in Paris

    Terrorverdacht: Polizei eröffnet Feuer auf eine Frau in einem Bahnhof der Linie RER C in Paris

    Die Polizei und Minenräumungsteams sind im Einsatz an der RER-Station Bibliothèque François-Mitterrand in Paris.

    Nach der polizeilichen Schließung des Bahnhofs Bibliothèque François-Mitterrand in Paris am Dienstag, den 31. Oktober 2023, verbreitete sich in den sozialen Netzwerken rasch das Gerücht, dass es sich um eine terroristische Bedrohung handelte. Eine Polizeiquelle bestätigte gegenüber der Online-Zeitung actu Paris den noch andauernden Einsatz der Ordnungskräfte, nachdem eine Person das bedrohliche Verhalten „einer vollverschleierten Frau, die Drohungen aussprach“ gemeldet hatte. Nachdem die Frau gedroht hatte, sich in die Luft zu sprengen, wurde sie von einem Polizisten durch Schusswaffengebrauch schwer verletzt, wie die Pariser Staatsanwaltschaft inzwischen mitteilte.

    Laut der Pariser Staatsanwaltschaft wurde die Frau gemeldet, weil sie indem zug der RER-Line C Todesdrohungen gegen die Reisenden ausgesprochen hatte. Die Polizei, die von einem Mann, der den Notruf gewählt hatte, alarmiert wurde, griff an der Station Bibliothèque François-Mitterrand ein und isolierte die Frau.

    Der Bahnhof wurde evakuiert. Laut einer Polizeiquelle hielt sich die Frau nicht an die Aufforderungen der Polizisten, sodass diese um ihre Sicherheit fürchteten. Daraufhin machte „ein Polizist einmalig von seiner Schusswaffe Gebrauch“, so die Pariser Staatsanwaltschaft.

    Die Frau erlitt schwere Bauchverletzungen. Sie befindet sich in Lebensgefahr, teilt die Pariser Staatsanwaltschaft mit. Teams der Polizei und der Minenräumung sind vor Ort. Die genauen Umstände des Vorfalls müssen noch ermittelt werden.

    Der RER-Bahnhof soll bleibt bis 14 Uhr geschlossen bleiben, wie die SNCF auf X mitteilte. Die Polizei müsse zusätzliche Untersuchungen im Bahnhof durchführen.

  • Ehepaar verkauft afrikanische Maske an einen Trödler für 150 € – dieser verkauft sie für 4 Millionen € weiter…

    Ehepaar verkauft afrikanische Maske an einen Trödler für 150 € – dieser verkauft sie für 4 Millionen € weiter…

    Fast jeder hat schon einmal davon geträumt, einen Schatz in den Tiefen seines Kellers oder auf dem Dachboden zu finden. Genau das ist einem Rentnerpaar in Frankreich passiert. Bei dem Schatz handelte es sich um eine Fang-Maske aus Gabun. Sie wurde für 150 Euro an einen Trödler verkauft, war aber in Wirklichkeit über 4 Millionen Euro wert.

    Die Geschichte endet am Dienstag, dem 31. Oktober, vor dem Gericht in Alès. Vor zwei Jahren räumte ein älteres Ehepaar sein Ferienhaus im Departement Gard, um es zum Verkauf anzubieten. In einer staubigen Abstellkammer fanden die Rentner eine alte afrikanische Maske, die sie von einem Vorfahren, der Gouverneur in Gabun war, geerbt hatten.

    Sie beschlossen, die Maske loszuwerden, und wenden sich an einen Trödler. Der Verkaufspreis, auf den man sich einigt, beträgt 150 Euro. Allerdings lesen sie einige Monate später in der Zeitung, dass diese – äußerst seltene – Maske anschliessend für 4,2 Millionen Euro versteigert wurde. „Meine Mandanten sind vom Stuhl gefallen“, erzählt der Anwalt des Paares, Frédéric Mansat-Jaffré, gegenüber dem Sender Franceinfo. „Die Maske befand sich in einer Abstellkammer… Meine Mandanten haben ihr keine Aufmerksamkeit geschenkt“, so der Anwalt.

    Wusste der Trödler von Anfang an, welchen Wert die Maske wirklich hatte? Nachdem das Paar vergeblich versucht hatte, mit dem Trödler einen finanziellen Ausgleich auszuhandeln, beschloss es schließlich, Klage gegen den Trödler einzureichen. Die Rentner hoffen, die Millionen aus dem Verkauf der Maske, die sich nun in den Händen eines reichen ausländischen Sammlers befindet, zugesprochen zu bekommen.

    „Ein schändlicher Zirkus“, meint nun auch das „Kollektiv Gabon Okzitanien“. „Das ist eine Beleidigung für unser Volk. Heute wird diese Maske für Geld zur Schau gestellt, während sie für uns eine Seele darstellt, die nicht wie Vieh oder Spielzeug ausgestellt und verkauft werden sollte“, erklärt dessen Vorsitzende Solange Boizeau.

    Es handelt sich um eine Maske, die bei geheimen Riten des Ngil-Volkes verwendet wird, um „Gerechtigkeit zu üben“, erklärt Solange Boizeau. „Wenn es in unseren Dörfern Verbrechen oder Probleme gab, die die Menschen nicht lösen konnten, wurde der Ngil-Chef des Dorfes angerufen und diese Maske half, die Gerechtigkeit wiederherzustellen. Und jedes Mal kam diese Maske aus geheimen Ecken des Dorfes, um den Täter zu befragen, es war die Maske, die die Wahrheit ans Licht brachte“, erklärt Solange Boizeau, die die Rückgabe des Kunstwerks an Gabun fordert: „Diese Maske stand nicht zum Verkauf, sie wurde zur Zeit der Kolonialisierung gestohlen.“

    Der Anspruch Gabuns auf die Maske könnte später Gegenstand eines weiteren Gerichtsverfahrens sein, da der Verein Gabon Occitanie sowie der Staat Gabun nach eigenen Angaben die Justiz eingeschaltet haben. Diese „Maske der Gerechtigkeit“, die Picasso und Modigliani inspiriert haben soll, bleibt also vorerst in den Händen ihres letzten Käufers. Bisher wurden weltweit nur etwa zehn ähnliche Masken gefunden.

  • Stellantis-Motoren: Sammelklage in Frankreich vereint über 8.000 Kläger

    Stellantis-Motoren: Sammelklage in Frankreich vereint über 8.000 Kläger

    Ein Anwalt aus Toulouse, Christophe Léguevaques, führt einen regelrechten Kreuzzug gegen Stellantis (ehemals Peugeot PSA). Hunderte von Besitzern von Peugeot-, Citroën- oder Opel-Fahrzeugen klagen wegen überhöhten Ölverbrauchs und defekte Keilriemen.

    Alle 150 km muss Isabelle Öl in den Motor ihres Citroën C3 Picasso nachfüllen. „Der übermäßige Verbrauch dauert schon mindestens zwei Jahre“, stellt die Frau aus Toulouse entnervt fest. „Ich bin gezwungen, unterwegs anzuhalten, um den Motor abkühlen zu lassen und neues Öl nachzufüllen, was mein Budget belastet!“ Ein Problem, das laut der Autofahrerin im Jahr 2021 begann, als ihr C3 noch keine 100.000 km gelaufen war. „Die Motorkontrollleuchte leuchtete auf und ich musste anhalten“.

    Isabelle wendet sich mehrmals an die Autowerkstatt, die ihr das neue Fahrzeug 2017 für 18.000 Euro verkauft hat. Das Urteil: „Der Motor muss ausgetauscht werden“, wird ihr gesagt. „Aber es ist unmöglich, einen Termin zu vereinbaren, einmal hat die Werkstatt Personalmangel, ein anderes Mal ist es der Covid …“. Nichts geht voran und jede ihrer Fahrten ist eine neue Tortur. Ein Fall, der bei weitem kein Einzelfall ist. Besitzer von Fahrzeugen der Marken Peugeot, Citroën und Opel, die mit dem Benzinmotor 1.2 Puretech ausgestattet sind, stellen die gleichen Anomalien fest: übermäßiger Ölverbrauch, der auch zu schweren Komplikationen beim Bremsen führen kann.

    Die Stellantis-Gruppe, ehemals Peugeot PSA, sieht jedoch kein Konstruktionsproblem bei ihren Motoren, hat aber bereits zwei Rückrufaktionen für diese Fahrzeuge durchgeführt, die 2020 und 2022 stattfanden. Die aufgetretenen Probleme betreffen Autos, die ab 2012 in Verkehr gebracht wurden. Die Kostenübernahmen und Entschädigungen gemäß den Garantien werden von dem Hersteller schleppend und von Fall zu Fall entschieden. Angesichts der für einige Autofahrer unerträglichen Situation wurde von dem Anwalt Christophe Léguevaques aus Toulouse ein Sammelverfahren eingeleitet. Auf einer Facebook-Seite haben sich bereits 8.000 Autofahrer zusammengeschlossen, die sich geschädigt fühlen und die gleichen Anomalien beschreiben. Viele wissen nicht mehr, an wen sie sich wenden sollen, um aus dieser Misere herauszukommen.

    „Das Verfahren soll zeigen, dass Stellantis von Anfang an über die Situation informiert war. Wir verlangen von Stellantis, auf die Anfragen der Kunden zu antworten, die Fälle korrekt zu bearbeiten und Entschädigungen anzubieten, die den Erwartungen und dem erlittenen Schaden entsprechen“, erklärt Anwalt Christophe Léguevaques, der bereits im vergangenen Jahr eine Massenklage gegen Renault wegen Motorschäden initiiert hatte.

    Der Motor Puretech 1.2 verfügt über einen Gummiriemen, der in ein Ölbad eingetaucht ist. Diese Besonderheit ermöglicht es, bestimmte Leistungen zu optimieren, könnte aber eben auch der Grund für die von vielen Beobachtern und Mechanikern festgestellte Unzuverlässigkeit sein. „Bei diesen Fahrzeugen führt die vorzeitige Abnutzung des Zahnriemens dazu, dass das Ölbad mit Mikrospänen gesättigt wird, die aus dem Zahnriemen herausgerissen wurden“, erklärt der Anwalt aus Toulouse.

  • Verdacht auf Geldwäsche und Steuerhinterziehung: Russischer Oligarch in Frankreich verhaftet

    Verdacht auf Geldwäsche und Steuerhinterziehung: Russischer Oligarch in Frankreich verhaftet

    Der verhaftete russische Oligarch, Alexej Kusmitschew, gilt als enger Vertrauter von Wladimir Putin. Er soll im Rahmen von Ermittlungen vernommen werden, die wegen „Geldwäsche und Steuerbetrug“ und „Verstoß gegen Sanktionen“ eingeleitet wurde.

    Der russische Oligarch Alexej Kusmitschew wurde am Montag, dem 30. Oktober, von Polizisten der Antikorruptions-Einheit in Polizeigewahrsam genommen. Dies meldete der Sender Franceinfo unter Berufung auf die nationale Finanzstaatsanwaltschaft und bestätigte damit eine Meldung der Zeitung Le Monde. Mehrere seiner Wohnsitze wurden ebenfalls durchsucht.

    Der 61-jährige Alexej Kusmitschew, der wegen des Krieges in der Ukraine mit Sanktionen belegt ist und als enger Vertrauter Wladimir Putins gilt, soll im Rahmen einer Untersuchung verhört werden, die wegen Geldwäsche, Steuerbetrugs und Verletzung von Sanktionen eingeleitet wurde.

    Bei dem Verdacht der Geldwäsche soll es um mehrere zehn Millionen Euro gehen. Das Haus von Alexej Kusmitschew im 7. Arrondissement von Paris sowie ein Zweitwohnsitz in Saint-Tropez wurden am Montag von Ermittlern der Zentralstelle zur Bekämpfung von Finanz- und Steuerdelikten (OCLCIFF) mit Unterstützung von Spezialeinheiten der Polizei durchsucht.

    Alexej Kusmitschew, ist einer der Gründer des Konsortiums „Alfa group“. Sein Vermögen wird vom Forbes-Magazin auf über 6 Milliarden Euro geschätzt, was ihn zu einem der 400 reichsten Männer der Welt macht. Die Europäische Union betrachtet ihn als eine der einflussreichsten Personen in Russland, deren enge Verbindungen zu Präsident Putin bekannt sind.

    Brüssel setzte ihn gleich zu Beginn des Krieges in der Ukraine auf die Sanktionsliste. Im Jahr 2022 wurden zwei seiner Yachten vom Zoll an der Côte d’Azur festgehalten, bevor der russische Geschäftsmann die Aufhebung dieser Maßnahme durch die Justiz erwirkte.

    Die Ermittlungen gegen ihn sind Teil von insgesamt drei Ermittlungen, die von der nationalen Finanzstaatsanwaltschaft in Frankreich gegen russische Oligarchen eingeleitet wurden.

  • Böen mit mehr als 150km/h und Wellen von 10 Metern – Sturm Ciaran kommt morgen in Frankreich an

    Böen mit mehr als 150km/h und Wellen von 10 Metern – Sturm Ciaran kommt morgen in Frankreich an

    Der Sturm „Ciaran“, der sich bereits am Montag im Nordosten der USA gebildet hat, wird voraussichtlich „am späten Mittwoch“ in Frankreich ankommen, warnt Météo France. Es werden sehr starke Windböen erwartet.

    Frankreich hat sich gerade erst vom Sturm „Céline“ erholt und muss sich nun mit „Ciaran“ auseinandersetzen. Diese besonders starke Tiefdruckfront, die am Mittwoch am Ende des Tages auf die französische Atlantikküste treffen wird, könnte zu Schäden großen Ausmaßes führen, warnt Météo France.

    Sturmtief Ciaran wird zwischen Mittwochabend und Donnerstagmorgen im nordwestlichen Viertel Frankreichs erwartet und wird von „starken Winden begleitet, die im Landesinneren 100 bis 120 km/h und an der Küste 120 bis 140 km/h und örtlich sogar 150 km/h erreichen können“, so Météo France in einem neuen Wetter-Bulletin. Auch mit hohen Flutwellen sowie Überschwemmungen ist zu rechnen.

    Das Strumtief, das sich am Montag im Norden der USA bildete, wird durch den „Jetstream“ angetrieben, eine Art Windkarussell in großer Höhe, in der die Westwinde auf der Nordhalbkugel sehr schnell zirkulieren und fast 300 km/h erreichen. Météo France erwartet eine besonders heftige Sturm-Episode, da der Luftdruck während des Durchzugs von Ciaran sehr niedrig sein wird. Je niedriger der Luftdruck, desto heftiger sind die Auswirkungen der Tiefdruckgebiete.

    Wellen „von 8 bis 10 Metern“.
    Météo France erwartet außerdem Flutwellen an der gesamten Atlantikküste. Dabei handelt es sich um „einen vorübergehenden und lokalen Anstieg des Meeresspiegels, der mit dem niedrigen Luftdruck und dem Wind zusammenhängt“, so die Vorhersage. Dieser Anstieg des Meeresspiegels in Verbindung mit starken Windböen und hohen Gezeitenkoeffizienten kann die Gefahr von Überflutungen an den Küsten mit sich bringen.

    Die Überschwemmungsgefahr wird am höchsten sein, wenn am Donnerstag um 6 Uhr früh an der Atlantikküste und am Donnerstag zwischen 12 und 14 Uhr an den Küsten des Ärmelkanals das normale Hochwasser einsetzt. An der Atlantikküste werden mächtige Wellen von 8 bis 10 Metern Höhe erwartet.