Kategorie: Nordwest

  • Bretagne: Zum ersten Mal wurde ein Wolf im Departement Côtes-d’Armor gefilmt

    Bretagne: Zum ersten Mal wurde ein Wolf im Departement Côtes-d’Armor gefilmt

    In der Region Bretagne war zwar bereits im Jahr 2022 ein Wolf im Departement Finistère gefilmt worden. Dieses Mal aber wurde ein Tier von Jägern im Departement Côtes-d’Armor gesichtet – eine Premiere.

    Im Departement Côtes-d’Armor wurde ein Wolf auf einer Wiese von erstaunten Jägern gefilmt. „Der imposante Kopf, die Körperfarbe und die Größe“ veranlassten Bernard Morange, den Vorsitzenden der Jagdgesellschaft von Grâces, zu der Aussage, dass es sich bei dem Tier zweifelsfrei um einen Wolf handelte. Die erste Aufnahme eines Wolfs in der Bretagne wurde im März 2022 im Departement Finistère gemacht. Dieses scheue und unauffällige Tier wird im Nordwesten Frankreichs nur sehr selten gesichtet.

    Offiziell wurde bisher von den über 1.100 Wölfen, die in Frankreich gezählt wurden, bisher noch keiner im Departement Côtes-d’Armor gesichtet. Es könnten aber auch durchaus schon einige mehr dort sein. Laut Guy Joncour, Tierarzt bei der Kommission für Jagd und Wildtiere im Departement Côtes-d’Armor, ist die Bretagne für das Tier ein Landstrich, der noch erobert werden muss. Auch wenn der Wolf keine Gefahr für den Menschen darstellt, wird er immer wieder für den Tod von Nutztieren verantwortlich gemacht. Im Département Finistère wurden nach Angaben der Behörden 26 Schafe on Wölfen getötet, die Viehzüchter gehen von 100 getöteten Schafen aus.

  • Rennes: Polizei setzt Drohnen gegen Falschparker ein

    Rennes: Polizei setzt Drohnen gegen Falschparker ein

    Um falsch parkende Autofahrer rund um das Stadion von Rennes, Departement Ille-et-Vilaine, ausfindig zu machen, setzt die Polizei neuerdings Drohnen ein.

    Wenige Stunden vor dem Anpfiff ist es bereits schwierig, rund um den Roazhon Park, das Stadion in Rennes (Ille-et-Vilaine), zu parken. Die Fans versuchen, einen Platz zu finden, wo sie können, selbst an einer stark befahrenen Straße. Seit einigen erinnert sie eine von einer Drohne ausgestrahlte Nachricht der Police nationale daran, dass sie falsch geparkt haben. Das Gerät fasziniert die Einwohner von Rennes. Einige Fussballfans bewegen ihr Auto trotzdem nicht, da sie bewußt das Risiko eingehen, ein Bußgeld von 135 Euro für unrechtmäßiges Parken zahlen zu müssen.

    Eine Vorrichtung, um die Umgebung des Stadions zu sichern.
    Die Strafzettel werden dann in einem zweiten Schritt von Polizisten am Boden ausgestellt. Hinter dieser Neuerung steht die Brigade für Lufteinsätze des Polizeipräsidiums von Rennes mit ihren fünf Telepiloten. Die Drohnen ermöglichen es den Ordnungskräften, die Umgebung des Stadions leichter zu sichern. Die Bilder der Drohnenüberflüge werden aber weder aufgezeichnet noch gespeichert. Während des Fussballspiels wurden 174 Fahrzeuge mit Bußgeldern belegt. Diese Aktion soll jetzt bei jedem Spiel im Stadion vom Reims eingesetzt werden.

  • Sturm-Tief Frederico bringt wieder Windböen von fast 120 km/h und starke Regenfälle nach Frankreich

    Sturm-Tief Frederico bringt wieder Windböen von fast 120 km/h und starke Regenfälle nach Frankreich

    Am Donnerstag wird ein neues stürmisches Tiefdruckgebiet in Frankreich erwartet. Der Sturm Frederico, der auf Nordfrankreich treffen wird, könnte Orkanwinde mit sich bringen.

    Frankreich wird – wieder einmal – an vorderster Front von einem neuen Sturm aus dem Atlantik heimgesucht. Der Sturm Frederico wird am Donnerstag, dem 16. November, über das Land ziehen, nur wenige Tage nachdem die Stürme Ciaran, Domingos und Elisa starke Schäden verursacht haben.

    Das Tief Frederico wird vor allem den Norden Frankreichs treffen. Am Mittwoch, dem 15. November, hat Météo France für rund 50 Departements die Warnstufe Gelb wegen potenziell starker Winde ausgerufen: „Die derzeit vorhergesagten Werte der Böen fallen unter die Warnstufe Gelb für den Parameter Wind, aber eine Verschlechterung auf die Stufe Orange ist nicht ausgeschlossen, wenn sich die Zugbahn des Tiefs weiterentwickelt“, so Météo France in dem heutigen Bulletin.

    Wie bei den Sturmtiefen Ciaran und Domingos werden die Bretagne und die Pays-de-la-Loire die beiden Regionen sein, die zuerst betroffen sein werden. An den Küsten rechnet Météo France mit Sturmböen zwischen 70 und 90 km/h. Im Landesinneren werden Windgeschwindigkeiten von 60 km/h und mehr erwartet.

    Gegen Mittag des Donnerstags könnten die Böen aber durchaus noch weiter an Fahrt gewinnen. Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 km/h könnten zum Beispiel im Département Manche gemessen werden. Das Tiefdruckgebiet wird nach und nach in den Norden und Osten Frankreichs weiterwandern.

    Die Atlantikküste, die bereits von den vorangegangenen Stürmen schwer getroffen wurde, könnte auch diesmal wieder mit Sturmböen von 100 km/h zu kämpfen haben. Auch im Süden Frankreichs, auf Korsika und in der Provence werden starke Winde erwartet.

    Große Regenmengen werden erwartet
    Derzeit ist es schwierig abzuschätzen, wie viel Regen in den von Überschwemmungen betroffenen Regionen, in denen die Böden bereits mit Wasser vollgesogen sind, niedergehen wird. Derzeit gibt es noch keine genauen Angaben zu den Regenmengen, die in den überschwemmten Gebieten der Region Nord-Pas-de-Calais erwartet werden.

    Anhaltende starke Regenfälle werden in der Normandie, in der Region Hauts-de-France und im Grand-Est erwartet. Ein Ende der Niederschläge wird normalerweise für den Nachmittag des Donnerstags erwartet. Die starken Winde werden voraussichtlich erst am späten Freitagmorgen nachlassen.

  • Wellenenergie: Das Institut Ifremer testet im Finistère mit der Kraft der Wellen Strom zu erzeugen

    Wellenenergie: Das Institut Ifremer testet im Finistère mit der Kraft der Wellen Strom zu erzeugen

    Bisher gibt es nur Pilot- und Testeinrichtungen, aber die weltweite Vermarktung dieser neuen Wellenenergie-Generatoren könnte bis 2025 erfolgen.

    Wie kann man die Energie der Wellen nutzen, um Licht zu erzeugen oder zu heizen? Um diese Herausforderung zu meistern, testet das französische Institut Ifremer derzeit im Finistère ein neues System zur Stromerzeugung aus Wellenkraft.

    Seit einem Monat schwimmt ein seltsamer gelber Zylinder von 3,50 m Länge auf dem Testgelände des Ifremer in Saint-Anne du Portzic am Eingang der Reede von Brest in den Wellen. Er ist mit zwei Ankern am Grund befestigt. Mit dem großen gelben Zylinder lässt sich durch die Kraft der Wellen Strom erzeugen. Entwickelt wurde er von dem Start-up-Unternehmen Seaturns aus Bordeaux. Das Prinzip ist einfach: Der Zylinder wird durch die Wellen zum Schwingen gebracht, wodurch ein Luftstrom im Inneren des Gehäuses erzeugt wird, der eine Turbine antreibt, die wiederum Strom erzeugt.

    Das endgültige Modell wird viermal so groß sein wie dieser Prototyp, und zehn Zylinder, die auf offener See nebeneinander angedockt sind, könnten so viel Strom erzeugen, wie eine durchschnittliche Windkraftanlage produziert – genug, um 100 Wohnungen mit Strom und Heizung zu versorgen.

    Gigantisches Potenzial auf der ganzen Welt
    Das System wurde bereits in kleinem Maßstab in Teichen getestet, aber hier, an der Atlantikküste, geht es darum, die Robustheit des Systems unter realen Bedingungen zu testen, wo die Wellen unregelmäßiger sind als in einem Teich. Der Prototyp hat übrigens vor zwei Wochen den Test des Sturms Ciaran bestanden, bei dem er drei Meter hohen Wellen und Windgeschwindigkeiten von über 150 km/h standhalten musste. Bei dem derzeitigen Test geht es auch darum, die Korrosionsbeständigkeit des Gehäuses zu überprüfen und festzustellen, ob Algen, die sich an das System haften, dessen Leistung beeinträchtigen können. Der Test vor der Küste von Brest soll 10 Monate dauern und die Energieerzeugungskästen anschließend bis 2025 auf den Markt kommen.

    Bisher gibt es zwar weltweit Pilotfarmen, aber noch keine groß angelegte Kommerzialisierung der Wellenenergie. Dabei ist die weltweit vorhandene und leicht erreichbare Ressource absolut gigantisch, sagt das Ifremer. Die Wellenenergie könnte in Nordeuropa, an der Atlantikküste, vor den Küsten der USA und Kanadas, in Australien, Neuseeland, Südafrika und natürlich an den Süd- West- und Nordküsten Frankreichs genutzt werden.

    Es ist ein System, das billige Energie auf abgelegene Inseln liefern könnte, oder auch Meerwasserentsalzungsanlagen an den Küsten versorgen könnte. Laut dem Weltenergierat könnte die Kraft der Wellen potenziell immerhin 10 % des weltweiten Strombedarfs decken.

  • Nach dem Sturm Ciaran vermisster roter Panda wohlbehalten in der Bretagne gefunden

    Nach dem Sturm Ciaran vermisster roter Panda wohlbehalten in der Bretagne gefunden

    Die Mitarbeiter des Tierparks Terre de Nataé im Departement Morbihan hatten Shanti, ein kleines rotes Pandaweibchen, seit Mittwoch und dem verheerenden Sturm Ciaran nicht mehr gesehen. Am Montag wurde Shanti gesund und munter wiedergefunden.

    Der Herbststurm Ciaran richtete viele Schäden an, als er über die Westseite Frankreichs und insbesondere über die Bretagne hinwegzog. Der Tierpark Terre de Nataé im Departement Morbihan war besonders stark betroffen. Der Zoo war mehrere Tage geschlossen, weil er vom Sturm regelrecht verwüstet wurde. Die Schäden beliefen sich etwa 100.000 Euro. Die starken Windböen ließen Bäume auf die verschiedenen Häuser und Gehege des Zoos stürzen, wodurch die kleinen pelzigen und gefiederten Bewohner von Terre de Nataé in Angst und Schrecken versetzt wurden, wie die Zeitung 20 Minutes berichtet.

    Shanti, ein weiblicher Roter Panda, nutzte einen Baum, der auf seinen Gehege fiel, um sich aus dem Staub zu machen. Das Tier galt seit Mittwochabend als vermisst.

    Nach mehreren Tagen der Suche wurde Shanti jetzt wohlbehalten aufgefunden und von einem Team von Tierärzten versorgt. Sie wird in Kürze wieder in das ihr vertraute Gehege des Bretonischen Parks zurückkehren. Der Zaun ist zur Zeit aber noch immer beschädigt. Es wurde ein Finanzierungspool eingerichtet, um dem Zoo zu helfen, sich von diesem Sturm zu erholen.

  • Drei Tote nach Lebensmittelvergiftung in einem Altenheim in der Bretagne

    Drei Tote nach Lebensmittelvergiftung in einem Altenheim in der Bretagne

    Eine Lebensmittelvergiftung führte in einem Altenheim in der Bretagne zum Tod von drei Bewohnern. Einundvierzig Personen erkrankten. Bereits am Montag, dem 30. Oktober, kam es zu einer Lebensmittelvergiftung unter den Bewohnern des Altenheims Les Marais in Pleine-Fougères im Département Ille-et-Vilaine, wie die Zeitung Actu berichtet. Drei Bewohner starben. Eine Person wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Einundvierzig Personen waren krank. Bereits am Tag nach den Ereignissen wurde die örtliche Gesundheitsbehörde ARS über die Situation informiert. Es wurden Analysen durchgeführt, die die Diagnose einer „kollektiven Lebensmittelvergiftung“ (Toxi-Infection Alimentaire Collective, TIAC) ergaben. Außerdem wurden von der Direction Départementale de la Protection des Populations (DDPP) Proben aus der Küche sichergestellt. Die Ergebnisse werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben. „Es gibt keine neuen Kranken und die erkrankten Bewohner befinden sichauf dem Weg der Besserung“, berichte…

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  • „Danke für die Zukunft…“: Macron wird von jungem Mann heftig wegen „Untätigkeit im Klimabereich“ kritisiert

    „Danke für die Zukunft…“: Macron wird von jungem Mann heftig wegen „Untätigkeit im Klimabereich“ kritisiert

    Bei einem Besuch in der Bretagne lieferte sich Emmanuel Macron einen hitzigen Schlagabtausch mit einem jungen Mann über die Maßnahmen der Regierung im Bereich Ökologie. Emmanuel Macron reiste am Freitag, 3. November, einen Tag nach dem Durchzug des Sturms Ciaran in die Bretagne, um „den Rettungskräften zu danken“ und „sich mit den Bewohnern auszutauschen“. Während eines Bads in der Menge wurde der Präsident von einem jungen Mann angesprochen: „Danke für die Zukunft, die Sie uns mit Ihrer klimatischen Untätigkeit bereiten“. Daraufhin antwortete Emmanuel Macron: „Sagen Sie nichts Übertriebenes, es ist nicht richtig, so etwas zu sagen…“.

    Der junge Mann fragte Emmanuel Macron dann, wie er bis ins Finistère gekommen sei. „Mit dem Flugzeug, natürlich, und wir werden weiterfliegen, und Sie und Ihre Kinder werden weiterfliegen“, antwortete der Präsident dem jungen Mann, der sich um die Zukunft und die seiner Kinder sorgt. Nach einer kurz…

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  • Sturm Ciaran: 1.100 Einsätze der Feuerwehr in einer Nacht allein im Departement Manche

    Sturm Ciaran: 1.100 Einsätze der Feuerwehr in einer Nacht allein im Departement Manche

    Allein im Departement Manche rückte die Feuerwehr in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, dem 2. November, zu 1.100 Einsätzen aus. Auch am Donnerstag mussten die Einsätze fortgesetzt werden.

    Sobald Feuerwehrleute irgendwo im Departement Manche am Donnerstagmorgen, dem 2. November, eintreffen, werden sie von Autofahrern angesprochen. Eine Landstraße in der Nähe von Granville ist unpassierbar. Äste sind auf die Fahrbahn gefallen. Es bilden sich bereits die ersten Staus. Die Einsatzkräfte müssen so schnell wie möglich handeln, um den Verkehr wieder in Gang zu bringen.

    Die Einsätze der Feuerwehren begannen in den ersten Stunden des Sturms, in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag. Die 1.200 Feuerwehrleute, die im Departement vorsorglich mobilisiert wurden, wurden unter anderem gerufen, um die Straßen wieder freizuräumen. Ziel war es, zu verhindern, dass Fahrzeuge auf umgestürzte Bäume und herabgefallene Äste auffahren und Unfälle verursachen. Insgesamt rückten die Rettungskräfte im Departement Manche in dieser einen Nacht zu mindestens 1.100 Einsätzen aus. Die meisten davon betrafen herabgefallene Gegenstände. Die Bewohner fühlten sich durch die Präsenz der Feuerwehr beruhigt. Nach der letzten Bilanz der Behörden gab es im Departement Manche glücklicherweise keine Verletzten.

  • Sturm Ciaran: Der öffentliche Verkehr steht still

    Sturm Ciaran: Der öffentliche Verkehr steht still

    Angesichts des Sturms Ciaran wurden von den französischen Behörden viele Vorsichtsmaßnahmen getroffen. Im Verkehrsbereich stehen am Donnerstag, dem 2. November, in der Bretagne, der Normandie, den Pays de la Loire, dem Centre-Val de Loire und den Hauts-de-France alle TER-Züge still.

    Viele Reisende versuchten, noch vor dem Sturm die betroffenen Regionen zu verlassen. Am Bahnhof von Rouen (Normandie) am Mittwoch, dem 1. November, haben viele Reisende in letzter Minute ihre Fahrten organisiert, um nicht an Ort und Stelle stecken zu bleiben. „Wir haben alle Fahrkarten von morgen umgebucht, um schon heute abzureisen“, erklärte eine Reisende auf dem Sender Franceinfo. Ab dem Abend des 1. November war der Zugverkehr stark beeinträchtigt: Totalausfall des regionalen TER-Verkehrs in der Bretagne. Diese Maßnahme wurde ab Donnerstagmorgen auch in den anderen Regionen im Nordwesten des Landes fortgesetzt.

    Auch der TGV-Verkehr ist gestört.
    Im Bahnhof von Saint-Brieuc (Bretagne) wollen viele Reisende so schnell wie möglich los, manche ohne Erfolg. „Ich sollte am Donnerstag mit dem Zug um 14 Uhr abfahren, aber der wurde gestrichen“, bedauert ein Reisender. Was die TGV-Züge betrifft, so wird der Verkehr bis Rennes aufrechterhalten, aber nicht bis nach Brest oder Quimper, auch nach Nantes oder La Rochelle fahren am Donnerstag keine TGV-Züge. Eine weitere Folge des Sturms ist, dass der Schwerlastverkehr in der Bretagne ab Donnerstag, dem 2. November, verboten ist. Die SNCF kündigte an, alle ihre Teams vorsorglich zu mobilisieren, um eventuelle Schäden am Schienennetz zu beheben und den Zugverkehr im Falle eines Falles so schnell wie möglich wieder aufnehmen zu können.

  • Sturm Ciaran: Entwurzelte Bäume und blockierte Straßen – markante Bilder der Schäden

    Sturm Ciaran: Entwurzelte Bäume und blockierte Straßen – markante Bilder der Schäden

    Der Sturm Ciaran fegte mit Windgeschwindigkeiten von über 200 km/h über die französische Atlantikküste hinweg. Die Sturmböen verursachten zahlreiche Schäden und töteten einen LKW-Fahrer.

    Wie von den Meteorologen erwartet traf der Sturm Ciaran mit voller Wucht auf die Westküste Frankreichs. Am Donnerstag, dem 2. November, ab Mitternacht, hatte Météo France drei Departements wegen starker Windböen auf die Warnstufe Rot gesetzt: Finistère, Côtes-d’Armor und Manche waren in erster Linie mit dem brutalen Herbststurm konfrontiert. Besonders starke Winde, die teilweise die 200 km/h überschritten, wurden an den Küsten der Bretagne und der Normandie gemessen und verursachten schwere Schäden.

    Der Sturm riss sehr viele Bäume um. So etwa im Département Aisne, wo ein Lkw-Fahrer ums Leben kam. Der Fahrer starb, als ein Baum auf seine Fahrerkabine fiel.

    Die Präfektur des Departements Finistère meldete, dass sehr viele Bäume umgerissen worden seien und verhängte ein vorübergehendes Fahrverbot für alle Straßen des Departements.

    Schäden gab es auch in Brest (Finistère): In der Nacht wurde ein großer Baustellenkran durch die Kraft des Windes zerstört. „Normalerweise bleiben die Kräne in Rotation. Das ist zum ersten Mal passiert, das ist außergewöhnlich“, sagte ein Angestellter der Metropole Brest am Donnerstagmorgen gegenüber unseren Kollegen von Ouest-France.

    In der Gemeinde Argentan (Orne) ist die Kirche betroffen. Zwei schwere Pfeiler, die sich auf der Spitze des Gebäudes befanden, hielten den Windböen des Sturms Ciaran nicht stand. Sie stürzten vor die Kirche, wobei glücklicherweise niemand zu Schaden kam.

    Auch im lokalen Stromnetz gab es große Schäden: Laut dem Betreiber Enedis waren am Donnerstagmorgen um 7.30 Uhr fast 1,2 Millionen Haushalte ohne Strom, davon 780.000 in der Bretagne. Anwohner berichten von sogenannte „Power Flashs“: Blitze, die von beschädigten Teilen des Stromnetzes erzeugt wurden.

    An manchen Stellen der Küste brachten die Windböen große Menge an Schaum auf das Festland, der manchmal wie eine Schneedecke aussah.

    In den Häfen wurde viele Schiffe vom Wind losgerissen und beschädigt.

    An der Mole von Les Pierres Noires im Süden der Insel Molène wurde eine Welle von fast 21 Metern gemessen, was der Höhe eines sechsstöckigen Gebäudes entspricht.

    Eine große Zahl französischer Departements bleibt weiterhin auf Warnstufe Orange. Météo-France erwartet „eine neue Störung mit geringerer Intensität für den Abend, die den Südwesten betrifft“, sowie starke Niederschläge auf Korsika.