Kategorie: À la une

  • Michel Barnier vor erster großer Bewährungsprobe: Präsentation des Regierungsprogramms

    Michel Barnier vor erster großer Bewährungsprobe: Präsentation des Regierungsprogramms

    Am Dienstag, den 1. Oktober, wird der französische Premierminister Michel Barnier seine erste große politische Herausforderung meistern müssen. Er stellt im Rahmen seiner politischen Grundsatzerklärung (DPG) seine Agenda vor, obwohl er keine parlamentarische Mehrheit besitzt und kein Vertrauensvotum von den Abgeordneten einholen wird. Ähnlich wie seine Vorgänger, Élisabeth Borne und Gabriel Attal, muss er sich in einer politisch schwierigen Lage behaupten – zwischen widersprüchlichen Forderungen seiner Alliierten und einem äußerst knappen Haushalt. Schwierige Ausgangslage: Ein Premierminister ohne Mehrheit Seit seiner Ernennung vor fast einem Monat hat Barnier, nun endlich mit einer vollständigen Regierung ausgestattet, die Herausforderung, das Vertrauen einer gespaltenen Nationalversammlung zu gewinnen. Bei seiner Rede um 15 Uhr vor den Abgeordneten der Assemblée nationale wird er seine politischen Schwerpunkte setzen – Themen wie Steuern, Einwanderung und die proportionale Wahlrechts…

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  • Marine Le Pen und der Prozess um die EU-Assistenten: Ein politischer Drahtseilakt

    Marine Le Pen und der Prozess um die EU-Assistenten: Ein politischer Drahtseilakt

    Am Montag, dem 30. September, begann in Paris der Prozess gegen Marine Le Pen, 24 weitere Personen und das Rassemblement National (ehemals Front National). Der Vorwurf: Veruntreuung von Geldern des Europäischen Parlaments, um Parteimitarbeiter zu bezahlen. Diese Affäre könnte weitreichende politische Folgen haben, insbesondere für Marine Le Pen, die sich bereits auf die Präsidentschaftswahl 2027 vorbereitet. Die Anschuldigungen Marine Le Pen und ihre Mitangeklagten, darunter neun ehemalige Front National Abgeordnete wie Louis Aliot, Bruno Gollnisch und Julien Odoul, stehen vor Gericht, weil sie mutmaßlich mit EU-Geldern Assistenten des Europäischen Parlaments bezahlt haben sollen, die aber tatsächlich nur für die Partei gearbeitet haben. Diese Praxis verstößt gegen die Regeln der EU, da parlamentarische Assistenten ausschließlich für die Arbeit im Parlament eingesetzt werden dürfen. Die Untersuchung begann 2015 nach einem Hinweis von Martin Schulz, dem damaligen Präsidenten des Europäi…

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  • Staatshauhalt 2025: Michel Barnier und seine neue Regierung vor einer Herkulesaufgabe

    Staatshauhalt 2025: Michel Barnier und seine neue Regierung vor einer Herkulesaufgabe

    Frankreichs Schulden steigen, während die Einnahmen stagnieren. Wo sollen also die Einsparungen herkommen? Genau das ist das große Dilemma, vor dem der neue französische Premierminister Michel Barnier steht, wenn er am Dienstag, dem 1. Oktober, seine Grundsatzrede zum Haushalt 2025 hält. Michel Barnier spart nicht mit klaren Worten: Frankreich steht unter Druck. Das Land hat noch nie so viele Schulden angehäuft. „Es fehlen 25 Milliarden Euro“, so heißt es aus dem Finanzministerium in Bercy. Für die Regierung steht allerdings eines fest: Die Steuern für Arbeitnehmer sollen vorerst nicht erhöht werden. Aber wo können dann Einsparungen oder neue Einnahmen erzielt werden? Die Suche nach Lösungen erweist sich als zähes Ringen. Jeder neue Minister hat seine eigenen Pläne und Forderungen – alle hoffen, ihren Etat zu steigern, nicht zu kürzen. Ein sensibles Thema Den Haushalt 2025 zu gestalten ist ein wahrer Drahtseilakt – und das in einer Zeit, in der Staatspräsident Emmanuel Macron als groß…

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  • „Man überlebt mehr als man lebt“: Der Hilferuf der libanesischen Gemeinschaft in Paris

    „Man überlebt mehr als man lebt“: Der Hilferuf der libanesischen Gemeinschaft in Paris

    Mehr als 2.000 Menschen haben sich am Sonntag auf dem Place de la République in Paris versammelt, um ihre Solidarität mit dem Libanon zu zeigen und ein Ende der Gewalt im Nahen Osten zu fordern. Trotz der Entfernung von 3.000 Kilometern sind viele von ihnen fest mit ihrem Heimatland verbunden, das sich derzeit inmitten eines zerstörerischen Krieges befindet.

    Tiefes Leid und Entschlossenheit

    Die Stimmung auf dem Platz ist düster. Traurige Gesichter, Tränen und tröstende Umarmungen prägen das Bild. Libanesische Flaggen wehen über den Köpfen der Demonstranten, während sie in Gedanken bei ihren Familien und Freunden im Libanon sind, die durch die israelischen Bombardements ihr Leben riskieren.

    Am 29. September erwachte der Libanon unter dem donnernden Lärm israelischer Bomben. Das Ergebnis: 558 Tote, darunter 50 Kinder und 94 Frauen, sowie mehr als 1.800 Verletzte an nur einem Tag – eine erschütternde Bilanz, die das libanesische Gesundheitsministerium verkündet.

    Hussein Mourtada, einer der Organisatoren der Pariser Demonstration, erklärt, wie schockiert er über die Angriffe war: „Ich wollte sofort eine Demonstration organisieren, bevor mir klar wurde, dass ich dafür Genehmigungen brauche.“ Nachdem die Pariser Präfektur grünes Licht für eine Versammlung auf dem Platz der Republik gab – der Trocadéro war bereits belegt –, rief er seine Landsleute zu der Demonstration auf. „Das Ziel war, zusammenzukommen, weil jeder von uns sich um einen Nahestehenden sorgt, sei es Familie oder Freunde“, so Mourtada. Seine eigenen Eltern mussten aus Baalbeck fliehen und suchten Zuflucht in Beirut, wo sie weiterhin von Angst und Schrecken geplagt sind.

    Ein Land in Auflösung

    Mourtadas Worte spiegeln die allgemeine Stimmung wider: „Der Libanon wird gerade zerstört.“ Die israelischen Angriffe richten sich nicht nur gegen militärische Ziele – Zivilisten, Krankenwagen und ganze Stadtviertel werden bombardiert. Der Premierminister des Libanon, Najib Mikati, spricht bereits von der größten Fluchtbewegung in der Geschichte des Landes, bei der fast eine Million Menschen aus ihren Häusern vertrieben wurden.

    Die Eskalation begann nach dem Eröffnen einer „Unterstützungsfront“ der Hisbollah für die Palästinenser, insbesondere nach den Angriffen des 7. Oktober und dem Ausbruch des Krieges in Gaza. Doch die jüngste Gewaltspirale hat innerhalb weniger Tage über 1.000 Menschenleben gefordert und mehr als 6.000 verletzt.

    Solidarität und der Ruf nach Frieden

    Die libanesische Diaspora in Frankreich fühlt sich tief betroffen. Tania Aoun, eine 27-jährige Pharmazeutin, beschreibt das Gefühl vieler an diesem Tag: „Der Libanon ist unser Zuhause, genauso wie Frankreich und Paris.“ Ihre Eltern hatten den Bürgerkrieg, der das Land von 1975 bis 1990 verwüstete, überlebt – heute kämpfen sie erneut ums Überleben. „Wie könnte man zusehen, wie das eigene Zuhause in Flammen aufgeht?“, fragt sie rhetorisch. Für viele ist es keine Option, untätig zu bleiben. Sie kommen zusammen, um ihre Unterstützung für die leidende Bevölkerung des Libanons zu zeigen.

    Einheit trotz interner Spaltung

    Die Organisation dieser Demonstration stieß nicht überall auf Zustimmung. Wie Mourtada erklärt, waren die Libanesen – sowohl im Libanon als auch in der Diaspora – tief gespalten, ob man sich aktiv gegen Israel stellen sollte. Manche wollten den Konflikt vermeiden, um eine Zerstörung des Libanons zu verhindern. Andere hingegen sahen die Eskalation als unvermeidlich und argumentierten, dass es notwendig sei, die Palästinenser zu unterstützen.

    Trotz dieser Differenzen stand an diesem Tag die Einheit im Vordergrund. Die Demonstranten verzichteten auf politische Symbole – nur die libanesische Flagge, die palästinensische und die französische waren erlaubt. Die Veranstaltung begann mit dem libanesischen Nationalhymne, gefolgt von einem Lied der berühmten libanesischen Sängerin Fayrouz, einer Hommage an Beirut.

    Politische Forderungen in Frankreich

    Die Kundgebung erhielt auch politische Unterstützung. Abgeordnete der linken Partei „La France Insoumise“ (LFI) waren anwesend und sprachen auf der Tribüne. Arnaud Le Gall, Abgeordneter aus dem Val-d’Oise, forderte strengere Maßnahmen gegen Israel, darunter ein Waffenembargo und ein Moratorium für wirtschaftliche Abkommen zwischen Europa und Israel. Er erklärte: „Frankreich muss der Geschichte gerecht werden. Nur mit Sanktionen und internationalem Druck kann dieser Konflikt beendet werden.“

    Auch Tania Aoun und viele andere Anwesende fordern ein stärkeres Engagement Frankreichs. „Frankreich ist die Mutter des Libanon, die große Schwester“, betont sie und hofft, dass die engen historischen Verbindungen zwischen den beiden Ländern auch jetzt Hilfe und Unterstützung bringen werden.

    Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot sollte noch am selben Abend in Beirut ankommen, um humanitäre Hilfe anzubieten. Doch ob diese Hilfe ausreicht, um den wachsenden Konflikt zu beenden, bleibt ungewiss.

  • Frankreichs Industrie: Der lange Weg zur Wiederbelebung – Was man von Deutschland lernen kann

    Frankreichs Industrie: Der lange Weg zur Wiederbelebung – Was man von Deutschland lernen kann

    Olivier Lluansi, Industrieexperte und ehemaliger Regierungsberater, bringt in seinem Buch „Réindustrialiser, le défi d’une génération“ (Die Herausforderung der Wiederindustrialisierung einer Generation) eine zentrale These auf den Punkt: Frankreich könnte weitaus stärker vom „Made in France“ profitieren, wenn die öffentliche Hand genauso patriotisch handeln würde wie in Deutschland. 15 Milliarden Euro – Das Potenzial des „Made in France“ Eine Zahl, die aufhorchen lässt: Laut Lluansi könnte Frankreichs Wirtschaft um satte 15 Milliarden Euro stärker wachsen, wenn öffentliche Einkäufer heimische Produkte bevorzugen würden. Diese Summe entspricht einem Viertel des französischen Handelsbilanzdefizits. Und das bloß durch eine patriotischere Einkaufsstrategie der Regierung. Es ist erstaunlich – obwohl französische Verbraucher oft bereit sind, inländische Produkte zu bevorzugen, hinkt die öffentliche Hand diesem Trend hinterher. Im Vergleich zeigt Deutschland, wie es geht: Hier werden heimisch…

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  • Überschwemmungen in Seine-et-Marne nach starken Regenfällen

    Überschwemmungen in Seine-et-Marne nach starken Regenfällen

    Am Freitag, den 27. September 2024, verwandelten sich die Straßen mehrerer Gemeinden im Département Seine-et-Marne in regelrechte Flüsse, nachdem starke Regenfälle die Rivière du Grand Morin zum Überlaufen brachten. Besonders betroffen waren die Orte Saâcy-sur-Marne und Tresmes, wo die Anwohner erneut mit schweren Überschwemmungen konfrontiert wurden.

    Nicolas Pointeau, ein Anwohner von Pommeuse, beklagte, dass er seit Anfang 2024 bereits zum dritten Mal von Überschwemmungen betroffen sei: „Alle zwei Monate kommt das Wasser rein und blockiert uns“, berichtete er, was ihn dazu bringt, einen Umzug in Betracht zu ziehen.

    In Tresmes verbrachte die Anwohnerin Martine Calmet die ganze Nacht damit, die steigenden Wasserstände zu beobachten. Sie hatte ihr Haus mit Pumpen und einer Anti-Überschwemmungs-Barriere ausgestattet, um sich gegen die Fluten zu schützen. Auch in den umliegenden Gebieten sorgte das stark durchweichte Erdreich für zusätzliche Probleme, wie Schlammlawinen, die Gärten überfluteten.

    Obwohl die Pegel inzwischen sinken, befürchten die Bewohner weitere Regenfälle, die in den nächsten Tagen erwartet werden, was die Situation erneut verschärfen könnte.

  • Gewalt und Krisen: Stehen die französischen Überseegebiete am Abgrund?

    Gewalt und Krisen: Stehen die französischen Überseegebiete am Abgrund?

    In den letzten Monaten haben die Spannungen in den französischen Überseegebieten massiv zugenommen. Von gewaltsamen Protesten in den Antillen bis hin zu tiefen sozialen und politischen Krisen in Guyana und Mayotte – die Lage eskaliert und bringt die langfristigen Herausforderungen dieser Gebiete ans Licht. Soziale Ungleichheit und Wirtschaftskrisen als Zündstoff Eine der Hauptursachen der derzeitigen Unruhen in den Überseegebieten ist die wirtschaftliche Notlage, die dort seit Jahren herrscht. In Gebieten wie Guadeloupe, Martinique und Guyana kämpft die Bevölkerung gegen steigende Lebenshaltungskosten, insbesondere bei Lebensmitteln, Energie und Transport. Diese Regionen, stark abhängig vom französischen Mutterland, sind oft isoliert von den wirtschaftlichen Verbesserungen, die im Rest Frankreichs sichtbar sind. Dies führt zu wachsendem Unmut über die gefühlte Vernachlässigung durch die Zentralregierung. Ein besonderes Beispiel für diese Krise ist die Lage in Guadeloupe und Martinique,…

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  • Olympische Ringe vom Eiffelturm abgenommen – neue Version soll angefertigt werden

    Olympische Ringe vom Eiffelturm abgenommen – neue Version soll angefertigt werden

    Zwei Monate nach dem Auftakt der Olympischen Spiele Paris 2024 wurden die ikonischen olympischen Ringe, die seit Juni die Tour Eiffel schmückten, entfernt. Doch das ist nur der Anfang – die Stadt Paris plant, eine dauerhafte Version der Ringe zu installieren, die bis zu den Olympischen Spielen in Los Angeles 2028 verbleiben soll.

    Ein neues temporäres Symbol für Paris 2024

    Die beeindruckenden Ringe, die eine Länge von 29 Metern und eine Höhe von 15 Metern haben, wurden zwischen dem ersten und zweiten Stockwerk des Eiffelturms angebracht. Ihre imposante Präsenz symbolisierte die Vorfreude auf die Olympischen Spiele in der französischen Hauptstadt. Doch wie am Freitag, dem 27. September wurden diese Ringe nun abmontiert.

    Der Grund? Die 30 Tonnen schwere Struktur, gefertigt vom Stahlhersteller ArcelorMittal, war nicht für den Winter konzipiert. Wind, Kälte und Schnee könnten den massiven Ringen zusetzen – eine Gefahr, die die Stadt Paris nicht eingehen wollte. Daher entschloss man sich, sie vor dem Winter zu entfernen.

    Ein langfristiges Vorhaben

    Anne Hidalgo, die Bürgermeisterin von Paris, hat jedoch größere Pläne. Sie wünscht sich, dass die olympischen Ringe als Symbol des Sportgeistes bis 2028 am Eiffelturm bleiben. Um das zu ermöglichen, arbeiten die Stadt und das Internationale Olympische Komitee (IOC) an einer neuen, leichteren und witterungsbeständigen Version der Ringe. Diese sollen bald anstelle der alten Struktur installiert werden.

    Während der Übergangsphase wurde bereits eine Zwischenlösung gefunden: Kleinere olympische Ringe schmücken nun den Pont d’Iéna, der sich direkt vor der Tour Eiffel erstreckt. So bleibt das olympische Erbe in Paris zumindest symbolisch präsent, bis die neuen Ringe bereit sind.

    Kontroverse um die Ringe

    Das Vorhaben, die Ringe bis 2028 am Eiffelturm zu belassen, hat jedoch nicht nur Begeisterung ausgelöst. Kritiker, vor allem aus den Reihen der Denkmalpfleger und Nachfahren von Gustave Eiffel, äußern große Bedenken. Sie argumentieren, dass die dauerhafte Platzierung eines kommerziellen Symbols – denn die Olympischen Ringe sind eine eingetragene Marke – die Integrität des 135 Jahre alten Bauwerks beeinträchtigen könnte. Der Eiffelturm, so die Argumentation, sei kein Platz für Werbung.

    Die Debatte ist verständlich. Einerseits steht der Eiffelturm als Symbol für Paris und Frankreich – monumental, zeitlos, und architektonisch einzigartig. Andererseits repräsentieren die Olympischen Ringe universelle Werte wie Freundschaft, Respekt und Exzellenz. Kann ein solches Symbol nicht auch vorübergehend Teil der Geschichte dieses weltberühmten Monuments werden?

    Während die Stadt Paris und das IOC an einer Lösung arbeiten, bleibt die Diskussion um den Eiffelturm und die olympischen Ringe lebendig. Es ist nicht das erste Mal, dass die Wahrzeichen der Stadt als Bühne für internationale Großereignisse genutzt werden – und sicherlich nicht das letzte Mal, dass solche Entscheidungen Diskussionen auslösen.

    Am Ende geht es darum, einen Mittelweg zu finden – die Wahrung der Geschichte und Authentizität des Eiffelturms und gleichzeitig das Feiern der bedeutenden Rolle, die Paris als Gastgeber der Olympischen Spiele 2024 einnahm und einnimmt. Egal wie die Lösung aussieht, eines ist sicher: Die Olympischen Ringe und der Eiffelturm – zwei der bekanntesten Symbole der Welt – werden wohl noch ene Weile assoziiert bleiben.

  • Unwetterwarnung: Savoie und Isère unter Warnstufe Orange – Was Sie wissen müssen

    Unwetterwarnung: Savoie und Isère unter Warnstufe Orange – Was Sie wissen müssen

    Es ist wieder soweit: Der Himmel über Teilen Frankreichs verdunkelt sich, und schwere Regenfälle drohen. Am Donnerstag, dem 26. September, gab Météo-France bekannt, dass die Départements Savoie und Isère wegen Regen und Hochwasser in die Warnstufe Orange hochgestuft wurden. Diese beiden Départements gesellen sich nun zu den bereits betroffenen Departements Corrèze, Jura, Ain und Haute-Savoie – insgesamt stehen somit sechs Départements unter Warnstufe Orange.

    Doch was bedeutet das für die Menschen vor Ort? Und warum scheint sich das Wetter in diesen Regionen aktuell so dramatisch zu entwickeln?

    Dauerregen im Osten

    Vor allem im Osten Frankreichs, also in den Départements Savoie, Isère, Jura, Ain und Haute-Savoie, erwartet man ununterbrochene Niederschläge für mindestens 12 Stunden. Klingt nach einer ungemütlichen Angelegenheit, aber es steckt mehr dahinter. Météo-France warnt, dass die Regenmengen auf 50 bis 80 Liter pro m2 ansteigen könnten – und das wäre nur das Mindestmaß. Es gibt Abschnitte, in denen sogar bis zu 100 Liter fallen könnten. Diese heftigen Regenmengen bergen ein großes Risiko für die Bevölkerung. Flüsse könnten über die Ufer treten, und in Hanglagen könnten Schlammlawinen für Chaos sorgen.

    Was vielleicht für einige nach einer typischen Herbstwetterlage klingt, könnte in den betroffenen Gebieten ernsthafte Konsequenzen haben. Überflutete Straßen, beschädigte Infrastruktur und im schlimmsten Fall Menschen, die ihre Häuser verlassen müssen – das ist die Realität, mit der die Bewohner dieser Regionen rechnen müssen.

    Corrèze unter Wasser

    Ein weiterer Brennpunkt der Wetterlage ist das Département Corrèze. Hier sind in den letzten drei Tagen bereits große Mengen Regen gefallen. Am Donnerstag rechnet man mit weiteren 50 bis 60 Litern – in einigen Teilen des Départements könnten es sogar 80 Liter werden. Die Gefahr von Überflutungen ist hier besonders hoch, da der Boden bereits gesättigt ist und weiteres Wasser kaum aufnehmen kann.

    Die Menschen in der Corrèze sollten besonders wachsam sein. Schon kleine Gewässer können durch die fortlaufenden Niederschläge zu reißenden Flüssen werden, und einmal ausgelöst, ist es schwer, ein Hochwasser aufzuhalten.

    Was ist eigentlich eine „Atmosphärische Fluss“-Lage?

    Ein faszinierendes, aber auch bedrohliches Wetterphänomen spielt in dieser Situation eine entscheidende Rolle – der sogenannte „Atmosphärische Fluss“. Dieser Begriff beschreibt einen schmalen Luftstrom, der große Mengen feuchter Luft über weite Distanzen transportiert. In diesem Fall stammt die feuchte Luft aus den Antillen und zieht in einem regelrechten Luftkorridor über den Atlantik nach Europa.

    Dieser „Atmosphärische Fluss“ verstärkt die aktuellen Regenfälle enorm. So kommt es, dass die Niederschläge intensiver und langanhaltender sind, als man es sonst gewohnt ist. Kurzum: Es regnet nicht nur einfach – es strömt.

    Für Wetterfans und Meteorologen ist dieses Phänomen eine spannende Sache, doch für die Betroffenen in den Départements bedeutet es vor allem eines: Sie müssen sich auf ernsthafte Wetterkapriolen einstellen.

    Keine Entwarnung in Sicht

    Interessanterweise sind benachbarte Départements wie Rhône oder Drôme bisher nicht in den Alarmzustand versetzt worden. Doch wie so oft bei Wetterlagen dieser Art gilt: Vorsicht ist besser als Nachsicht. Die aktuellen Entwicklungen und insbesondere die Regenmengen sollten genau beobachtet werden, denn in einigen Regionen, die oft sensibler auf solche Wetterlagen reagieren – wie zum Beispiel Teile der Savoie und Isère – könnte sich die Lage schnell zuspitzen. Météo-France wird die Situation kontinuierlich überwachen.

    Was bedeutet das für den Alltag?

    Für die betroffenen Gebiete heißt das: Das Leben verlangsamt sich. Der Weg zur Arbeit könnte länger dauern, da viele Straßen möglicherweise überschwemmt sind. Pendler sollten besonders auf Durchsagen und Warnungen achten, um nicht in gefährliche Situationen zu geraten. Und was ist mit dem Wochenende? Freizeitpläne könnten buchstäblich ins Wasser fallen. Ein entspannter Ausflug in die Berge der Savoie? Lieber nicht – es sei denn, man hat Lust, durch Schlamm zu waten.

    Ein weiteres Risiko: Stromausfälle. Bei heftigen Regenfällen und Stürmen sind beschädigte Stromleitungen keine Seltenheit. Ein wenig Vorbereitung, wie Kerzen und Taschenlampen, kann in solchen Situationen nicht schaden.

    Fazit?

    Im Moment sieht es danach aus, dass die nächsten Tage in Teilen Frankreichs alles andere als sonnig und ruhig verlaufen werden. Wer sich in den betroffenen Départements aufhält, sollte wachsam sein und regelmäßig die Wetterwarnungen lesen. Vor allem Autofahrer und Menschen, die in hochwassergefährdeten Gebieten wohnen, müssen sich auf Einschränkungen einstellen.

    Natürlich kann sich das Wetter schnell wieder beruhigen – aber sicher ist das nicht. Denn eines steht fest: Wenn es in den Bergen und Tälern Frankreichs regnet, dann hört es manchmal so schnell nicht wieder auf.

  • Die Forderung nach Macrons Amtsenthebung: Symbolpolitik oder echter Angriff?

    Die Forderung nach Macrons Amtsenthebung: Symbolpolitik oder echter Angriff?

    Am 2. Oktober wird in der französischen Nationalversammlung über einen außergewöhnlichen Vorschlag diskutiert – die mögliche Amtsenthebung von Präsident Emmanuel Macron. Angestoßen von den Abgeordneten der Partei La France insoumise (LFI), basiert dieser Vorstoß auf Artikel 68 der französischen Verfassung. Doch während die Idee auf den ersten Blick dramatisch klingt, stehen die Chancen für eine tatsächliche Amtsenthebung denkbar schlecht. Was steckt hinter der Initiative? Der Antrag auf Amtsenthebung, der von 81 Abgeordneten unterzeichnet wurde, zielt darauf ab, den Präsidenten der Republik wegen angeblichen Fehlverhaltens zu entmachten. Doch selbst in den Reihen der Linken fehlt es an einem breiten Rückhalt für diese Initiative. Zwar haben die sozialistischen Mitglieder des Parlamentsbüros einer Überprüfung durch den Rechtsausschuss zugestimmt, doch sie kündigten bereits an, gegen die eigentliche Enthebung stimmen zu wollen. Ihr Hauptargument: Der Vorschlag sei „zum Scheitern verurtei…

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