Kategorie: À la une

  • Saint-Méen-le-Grand feiert Louison Bobet: Startetappe der Tour de France 2025 im Zeichen eines Champions

    Saint-Méen-le-Grand feiert Louison Bobet: Startetappe der Tour de France 2025 im Zeichen eines Champions

    Am 12. Juli 2025 verwandelt sich Saint-Méen-le-Grand, die Geburtsstadt des legendären Radsportlers Louison Bobet, in ein pulsierendes Zentrum der Tour de France. Die Gemeinde im Herzen der Bretagne wird zum zweiten Mal in ihrer Geschichte Austragungsort des weltberühmten Radrennens und erinnert zugleich an einen der größten Radsporthelden, dessen 100. Geburtstag dieses Jahr gefeiert wird. Louison Bobet, der dreifache Tour-de-France-Gewinner, schrieb hier die ersten Kapitel in einer Sportlerkarriere, die bis heute unvergessen ist.

    Für die Bewohner von Saint-Méen-le-Grand ist dies weit mehr als nur ein sportliches Event. Viele erinnern sich noch lebhaft an die Magie des Sommers 2006, als der Tour-Tross bereits einmal durch ihre Stadt rollte und sie für einen Tag zum Mittelpunkt der Radsportwelt machte. Die Straßen waren voll, die Begeisterung grenzenlos – und so mancher hat sich jetzt schon seinen Platz gesichert, um auch diesmal nichts zu verpassen.

    Eine Hommage an den „Prinz von Saint-Méen“

    Der Ort, an dem die 12. Etappe der Tour de France 2025 startet, hätte kaum passender gewählt werden können. Vor fast 100 Jahren wurde hier Louison Bobet geboren, Sohn eines Bäckers, der später zur Radsportlegende wurde. Sein Lebensweg ist eine Geschichte der Hingabe und des Durchhaltevermögens, die noch heute inspiriert. 1953, 1954 und 1955 sicherte sich Bobet den Titel des Tour-de-France-Gewinners – und das in drei aufeinanderfolgenden Jahren. Damit schrieb er Radsportgeschichte und brachte den Franzosen den Glauben an ihre eigene Stärke zurück, nur acht Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs.

    „Louison Bobet war nicht nur ein außergewöhnlicher Athlet, er war ein Symbol für eine ganze Generation“, erklärt Jean-Louis Valain, der Präsident der Vereinigung „Amis de Louison Bobet“. Valain hat sich jahrelang dafür eingesetzt, dass Saint-Méen-le-Grand eine Etappe des Tour de France erhält, um dem legendären Sportler anlässlich seines 100. Geburtstags gebührend zu gedenken. Am 12. Juli 2025 wird es nun soweit sein – und Millionen von Fans weltweit werden zuschauen, wenn der Ort, an dem alles begann, in den Mittelpunkt des Radsports rückt.

    Eine Stadt im Zeichen des Radsports

    Saint-Méen-le-Grand bereitet sich schon jetzt intensiv auf das Ereignis vor. Die Vorfreude ist spürbar, und viele Bewohner haben begonnen, ihre Häuser und Straßen im Geiste des Radsports zu schmücken. Man kann sich bereits vorstellen, wie der Ort am Renntag vibrieren wird, wenn die Räder surren und die Fahrer aufbrechen, um diese erste Etappe im Jahr 2025 zu meistern. Fest steht: Die Atmosphäre wird geladen sein – und die Fans aus Saint-Méen-le-Grand wissen, wie man das Spektakel feiert.

    Eine Gedenktafel und eine kleine Ausstellung sollen die Bedeutung dieses besonderen Tages unterstreichen und an Bobets Erfolge und sein Erbe erinnern. In den Cafés und auf den Plätzen ist der „Prinz von Saint-Méen“ allgegenwärtig, Geschichten und Anekdoten aus seiner Zeit werden lebhaft erzählt. „Es fühlt sich an, als wäre er irgendwie noch hier“, sagt ein älterer Herr aus dem Ort, der selbst die Siege Bobets damals begeistert verfolgte.

  • Emmanuel Macron fordert bei Staatsbesuch in Marokko verstärkte Maßnahmen gegen illegale Migration

    Emmanuel Macron fordert bei Staatsbesuch in Marokko verstärkte Maßnahmen gegen illegale Migration

    Bei seinem Staatsbesuch in Marokko hat der französische Präsident Emmanuel Macron am 29. Oktober in einer Rede vor dem marokkanischen Parlament in Rabat mehr Einsatz im Kampf gegen illegale Einwanderung nach Frankreich gefordert. Er betonte die Dringlichkeit einer „natürlichen und reibungslosen Zusammenarbeit im Konsularwesen“ und drückte damit den Wunsch Frankreichs aus, dass Marokko seine Staatsangehörigen, die in Frankreich ausgewiesen werden sollen, zügiger zurücknimmt. Ein besonderes Lob sprach Macron für das „verstärkte Partnerschaftsabkommen“ aus, das mit dem marokkanischen König Mohammed VI. abgeschlossen wurde. Die Rede des französischen Präsidenten unterstreicht eine der zentralen Herausforderungen im französisch-marokkanischen Verhältnis: die Steuerung der Migrationsströme und die Rückführung abgelehnter Asylsuchender. Dabei ist der aktuelle Besuch ein Versuch, anhaltende Spannungen in den Beziehungen beider Länder diplomatisch zu entschärfen. Der Migrationsstreit zwischen F…

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  • Frankreich und Marokko: Großinvestitionen für eine nachhaltige Zukunft

    Frankreich und Marokko: Großinvestitionen für eine nachhaltige Zukunft

    Bei einer prunkvollen Zeremonie in Rabat, während des Staatsbesuchs des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, haben Frankreich und Marokko eine Reihe bedeutender Verträge und Investitionsabkommen abgeschlossen – mit einem Gesamtvolumen von bis zu zehn Milliarden Euro. Diese Partnerschaft unterstreicht die Ambition beider Länder, insbesondere im Bereich nachhaltiger Entwicklung und moderner Infrastruktur gemeinsame Wege zu gehen. Diese Großinvestitionen betreffen vor allem den Ausbau des marokkanischen Schienennetzes, erneuerbare Energien und die Förderung zukunftsträchtiger Technologien wie Wasserstoff. Was steckt hinter diesen vielversprechenden Verträgen? Ein Hochgeschwindigkeitsnetz auf dem Vormarsch Ein Herzstück der neuen Investitionen liegt im Schienenausbau, ein Bereich, in dem Frankreich und Marokko schon seit einigen Jahren erfolgreich zusammenarbeiten. Der Bau des Hochgeschwindigkeitszugnetzes (TGV) in Marokko wird durch diese neuen Abkommen weiter vorangetrieben. So wir…

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  • Gefahr aus der Dose: Thunfisch in Europa mit Quecksilber belastet

    Gefahr aus der Dose: Thunfisch in Europa mit Quecksilber belastet

    In einer umfassenden Untersuchung haben die NGOs Bloom und Foodwatch ein alarmierendes Ergebnis präsentiert: Ausnahmslos alle getesteten Thunfischdosen in Europa enthalten Quecksilber – und das oft in Konzentrationen weit über den EU-Grenzwerten. Für manche Thunfischprodukte bedeutet das eine bis zu vierfach erhöhte Belastung, was ernste Gesundheitsrisiken birgt. Die Forderungen der beiden Organisationen sind klar: Dringende Maßnahmen müssen her.

    Quecksilber – ein unsichtbarer Giftstoff

    Quecksilber, besonders in seiner toxischen Form Methylquecksilber, gilt als eines der gefährlichsten Umweltgifte weltweit. Zu Recht wird es neben Asbest und Arsen von der Weltgesundheitsorganisation als hochgradig besorgniserregend eingestuft. Denn einmal aufgenommen, reichert sich Quecksilber im menschlichen Körper an, wo es vor allem das zentrale Nervensystem angreift. Besonders bedenklich: Bereits geringe Dosen, die regelmäßig verzehrt werden, können langfristig erhebliche Schäden verursachen. Kinder und Ungeborene sind hier besonders gefährdet, da das Gift die neuronale Entwicklung nachhaltig stört.

    Die Untersuchungsergebnisse im Detail

    Die Laboranalysen der NGO Bloom zeichnen ein besorgniserregendes Bild: 148 Thunfischdosen aus Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Spanien und Italien wiesen allesamt Quecksilber auf – und das in einer Vielzahl über den EU-Grenzwerten. Dabei wurde der höchste Wert von 3,9 mg Quecksilber pro Kilogramm Thunfisch in einer Dose der Marke Petit Navire, einem französischen Unternehmen, festgestellt. Auch andere Marken schnitten schlecht ab, darunter Carrefour-Produkte in Spanien (bis zu 2,5 mg/kg) und die italienische Marke As do Mar (1,5 mg/kg).

    Ein besonderes Ärgernis für die NGOs: Die Grenzwerte für Thunfisch liegen bereits deutlich höher als die für andere Fischarten. Während für viele Arten wie Kabeljau oder Seelachs maximal 0,3 mg/kg Quecksilber erlaubt sind, liegt der EU-Grenzwert für Thunfisch bei 1 mg/kg. Die NGOs sehen hierin eine unverhältnismäßige Sonderbehandlung, die Thunfisch als beliebten Speisefisch quasi bevorzugt – und damit den Schutz der Konsument:innen vernachlässigt.

    Risiken für die Gesundheit – Wer ist besonders betroffen?

    Warum sollten wir uns Sorgen machen? Regelmäßiger Konsum von quecksilberhaltigem Thunfisch kann zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen. Besonders die neurotoxische Wirkung von Methylquecksilber ist problematisch: Es kann bei Kindern zu Entwicklungsstörungen und bei Erwachsenen zu Hirnschädigungen führen. Und genau hier wird es brisant – in Europa gehört Thunfisch zu den meistkonsumierten Fischen. Diese Tatsache macht den dringenden Handlungsbedarf deutlich, denn das Risiko trifft die breite Masse.

    Die französische Gesundheitsbehörde ANSES hat kürzlich ihre Empfehlungen zu Fischkonsum bekräftigt und rät zu einem maßvollen Verzehr von maximal zwei Fischmahlzeiten pro Woche – und dabei möglichst keine „Raubfische“ wie Thunfisch zu konsumieren. Denn Raubfische, die am Ende der Nahrungskette stehen, sammeln besonders hohe Mengen an Quecksilber in ihrem Gewebe an.

    Forderungen der NGOs: Von Grenzwerten bis zum Verkaufsstopp

    Vor diesem Hintergrund fordern Bloom und Foodwatch radikale Schritte: Der Quecksilbergehalt im Thunfisch sollte auf maximal 0,3 mg/kg begrenzt werden – analog zu den Regelungen für andere Fischarten. Übersteigt ein Produkt diesen Wert, sollte es gar nicht mehr in den Handel gelangen dürfen. Besonders gefährdete Orte wie Krankenhäuser, Kindergärten und Schulen sollten zudem völlig auf Thunfisch verzichten.

    Diese Forderungen beinhalten auch eine gezielte Information der Verbraucher:innen. Hierzu haben die beiden NGOs eine Petition gestartet, um die großen Einzelhändler in die Pflicht zu nehmen. Ihr Ziel: Einzelhändler sollen nicht nur strengere Kontrollen einführen, sondern auch aktiv über die Gesundheitsrisiken aufklären. Ein Boykott von Thunfischprodukten, zumindest vorerst, könnte so ebenfalls in den Fokus rücken.

    Ist es Zeit für einen Thunfisch-Boykott?

    Wenn Thunfisch, der auf europäischen Tischen landet, derart stark belastet ist – ist es dann nicht an der Zeit, den Konsum dieses Fisches zu überdenken? Schließlich gibt es viele Alternativen, die mit niedrigeren Quecksilberwerten punkten, etwa Lachs oder Hering. Bloom und Foodwatch machen deutlich: Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte die Finger von Thunfischprodukten lassen.

    Die Ergebnisse der Untersuchung rufen auch ein globales Problem in Erinnerung: Der Quecksilbergehalt in den Weltmeeren steigt seit Jahrzehnten. Ein erheblicher Anteil des Quecksilbers, das sich in Fischen anreichert, stammt aus der industriellen Verschmutzung – vor allem durch Kohlekraftwerke, die Quecksilber in die Atmosphäre abgeben, das dann in den Ozeanen landet.

    Was können Konsument:innen tun?

    Für den Moment bleibt Konsument:innen nur, achtsam zu sein und sich zu informieren. Wer regelmäßig Thunfisch isst, sollte seinen Konsum einschränken und gegebenenfalls auf andere Fischarten ausweichen. Verbraucher:innen sollten zudem prüfen, ob ihre bevorzugten Thunfischmarken Transparenz in Bezug auf Quecksilbertests bieten. In Zeiten, in denen Umwelt- und Gesundheitsrisiken immer deutlicher zutage treten, haben auch Konsument:innen eine Stimme – und können durch ihren Einkauf ein Zeichen setzen.

  • Michel Barnier nach Operation wieder im Dienst: Entwarnung und vorsichtiger Neustart

    Michel Barnier nach Operation wieder im Dienst: Entwarnung und vorsichtiger Neustart

    Am Montagvormittag kehrte Frankreichs Premierminister Michel Barnier nach einer Halsoperation, die übers Wochenende durchgeführt wurde, wieder an seinen Arbeitsplatz zurück. Eine Mitteilung seines Arztes, Dr. Olivier Hersan, bestätigte: Barnier sei wegen einer „zervikalen Läsion“ operiert worden – der Eingriff verlief problemlos. Trotz allem bleiben einige Fragen offen, und die genauen Untersuchungsergebnisse werden erst in einigen Wochen erwartet. Nach dem medizinischen Eingriff am Wochenende scheint Barnier jedoch bereit für die Fortsetzung seiner Aufgaben – am Donnerstag soll er bereits am Kabinettstreffen teilnehmen. Diese schnelle Rückkehr zeigt die Entschlossenheit des Premierministers, trotz gesundheitlicher Herausforderungen seine Pflichten wahrzunehmen. Eine vorsichtige Rückkehr – was ist über den Eingriff bekannt? Barnier startete am Montag mit einem eher leichten Arbeitstag, inklusive Treffen mit der Regierungssprecherin Maud Bregeon und der Ministerin für Parlamentsbeziehun…

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  • Neuer Schlagabtausch im Parlament: Sozialversicherung und Renten im Fokus der Abgeordneten

    Neuer Schlagabtausch im Parlament: Sozialversicherung und Renten im Fokus der Abgeordneten

    Das Gesetz zur Finanzierung der Sozialversicherung (PLFSS) wird derzeit im Parlament debattiert, nachdem es im Sozialausschuss gescheitert ist. Die Beratungen begannen am Montagnachmittag in der Nationalversammlung, und es wird mit intensiven Auseinandersetzungen über Beitragsentlastungen für Arbeitgeber und Renten gerechnet. Nach dem stockenden Staatshaushalt steht die Sozialversicherung nun im Mittelpunkt – mit den gleichen Risiken, dass das Budget nicht verabschiedet oder sogar abgelehnt wird. Die Regierung scheint allerdings wenig geneigt, zum Mittel des Artikels 49.3 zu greifen, um den Text ohne Abstimmung zu verabschieden. Am Samstagabend hatten die Abgeordneten die Einnahmenseite des Staatshaushalts noch nicht vollständig abgeschlossen – rund 1.500 Änderungsanträge stehen zur Diskussion, und die Debatte wird am 5. November fortgesetzt. In der Zwischenzeit trafen sich die Abgeordneten im Palais Bourbon, um es beim Sozialversicherungsbudget (PLFSS) besser zu machen. Zeitdruck und …

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  • Gérard Depardieu: Prozess ohne den Schauspieler – Anwalt beantragt Vertagung

    Gérard Depardieu: Prozess ohne den Schauspieler – Anwalt beantragt Vertagung

    Am Montag, den 28. Oktober 2024, sollte der bekannte französische Schauspieler Gérard Depardieu vor Gericht erscheinen – wegen der Vorwürfe sexueller Übergriffe gegen ihn. Doch sein Anwalt, Jérémie Assous, ließ auf dem Sender franceinfo verlauten, dass Depardieu aus gesundheitlichen Gründen nicht anwesend sein wird. „Gérard Depardieu ist extrem mitgenommen, und leider verbieten ihm seine Ärzte, vor Gericht zu erscheinen“, erklärte Assous.

    Ursprünglich war geplant, dass Depardieu um 13:30 Uhr in der 10. Kammer des Pariser Strafgerichts vor Gericht erscheint, um sich den Anschuldigungen zu stellen, die zwei Frauen gegen ihn erhoben haben. Diese Vorfälle sollen sich im Rahmen eines Filmdrehs im Jahr 2021 ereignet haben. Doch der Schauspieler hofft nun auf eine Verschiebung des Termins. „Es ist ihm sehr wichtig, selbst anwesend zu sein“, betont sein Anwalt. Seit drei Jahren würden zahlreiche Vorwürfe gegen ihn in der Presse kursieren, die ihm sehr zusetzen.

    Eine überraschende Wende

    Noch am Freitag hatte derselbe Anwalt auf franceinfo erklärt, dass Gérard Depardieu vor Gericht erscheinen möchte. Er habe beabsichtigt, seine Unschuld zu beweisen, indem er Zeugen und Beweise vorlegt, die seine Version der Ereignisse stützen. „Er ist das Ziel falscher Anschuldigungen“, sagte Assous damals. Der Anwalt geht sogar so weit zu behaupten, dass es den Klägerinnen vor allem um Geld gehe. Inzwischen sei klar, dass die Zivilkläger Summen zwischen 6.000 und 30.000 Euro als Entschädigung fordern – für Assous ein Zeichen, dass finanzielle Interessen im Vordergrund stehen.

    Die gegen Depardieu erhobenen Vorwürfe sind schwerwiegend. Zwei Frauen beschuldigen den 75-jährigen Schauspieler, sie während der Dreharbeiten zum Film Les Volets Verts im Jahr 2021 sexuell belästigt zu haben. Eine von ihnen, eine Filmausstatterin, erstattete im Februar 2024 Anzeige und warf ihm sexuelle Belästigung, sexuelle Übergriffe sowie sexistische Beleidigungen vor. Ihre Klage führte zur Eröffnung einer Untersuchung.

    Mehrere Anklagen, eine schwierige Verteidigung

    Neben diesen Vorwürfen steht noch eine weitere Anklage gegen den französischen Schauspieler im Raum. Eine zweite Frau, eine Regieassistentin, wirft ihm ebenfalls sexuelle Gewalt während desselben Drehs vor. Und das ist noch nicht alles: Gérard Depardieu ist bereits seit 2020 wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung und sexueller Übergriffe auf die Schauspielerin Charlotte Arnould angeklagt.

    Angesichts der Vielzahl an Vorwürfen ist Depardieus Abwesenheit beim Prozess ein deutlicher Rückschlag. Die Öffentlichkeit erwartet Antworten – und auch das Gericht dürfte daran interessiert sein, die Vorfälle umfassend aufzuklären. Warum bleibt der Schauspieler trotz der Schwere der Anschuldigungen fern? Könnte es wirklich nur an seinem gesundheitlichen Zustand liegen?

    Sein Anwalt versichert, dass die Entscheidung medizinisch begründet sei. Depardieu sei „sehr betroffen“, und das Ausmaß der gegen ihn erhobenen Vorwürfe belaste ihn stark. Doch eines steht fest: Die Medienberichte, die ihn seit Jahren verfolgen, sind für den Schauspieler ebenso schwer zu verkraften wie die gerichtlichen Auseinandersetzungen. Und genau deshalb sei es ihm so wichtig, an einem späteren Zeitpunkt persönlich vor Gericht zu erscheinen und sich den Vorwürfen zu stellen.

    Was erwartet Depardieu?

    Sollte der Gerichtstermin vertagt werden, wird Depardieu in einer weiteren, öffentlichen Verhandlung mit den Zeugen und den Beweisen der Kläger konfrontiert werden. Sein Anwalt bleibt optimistisch und ist überzeugt, dass die gesammelten Beweise seine Unschuld belegen werden. Doch wird dies reichen, um das Bild des „monstre sacré“ des französischen Kinos wiederherzustellen, das durch diese Anklagen stark beschädigt wurde?

    Das Leben von Gérard Depardieu war stets von Höhen und Tiefen geprägt – sowohl privat als auch beruflich. Doch diese Anschuldigungen werfen einen dunklen Schatten auf seine jahrzehntelange Karriere. Die Frage, ob er je wieder unbelastet vor die Kamera treten kann, bleibt derzeit offen.

    Mit jeder neuen Anklage wird das Bild komplexer. In der Öffentlichkeit kämpfen nun zwei Narrative gegeneinander: Auf der einen Seite die Behauptungen der Klägerinnen, die klare und erschreckende Details schildern. Auf der anderen Seite die Verteidigung Depardieus, die alles als Lügen und finanzielle Motivation abtut.

    Eines ist sicher: Der Fall Gérard Depardieu wird Frankreich noch eine Weile beschäftigen. Die Öffentlichkeit wird weiterhin gespannt beobachten, wie sich der Fall entwickelt. Und auch wenn der heutige Prozess nicht stattfindet – die Fragen, die dieser aufwirft, bleiben bestehen.

    Vielleicht kommt dann irgendwann die Zeit, in der Gérard Depardieu sich der Justiz stellen muss – ohne Ausflüchte, ohne Vertagungen, sondern mit klarem Blick in die Augen seiner Anklägerinnen.

  • Fonds Barnier auf 300 Millionen Euro aufgestockt – Mehr Prävention für Naturkatastrophen

    Fonds Barnier auf 300 Millionen Euro aufgestockt – Mehr Prävention für Naturkatastrophen

    Bei seinem Besuch im Département Rhône, wo er die Schäden durch die Unwetter vom 17. Oktober begutachtete, verkündete Premierminister Michel Barnier eine Erhöhung des Fonds Barnier – einem Instrument zur Finanzierung von Maßnahmen zur Vorbeugung gegen Naturgefahren. Die Situation war besonders angespannt in Givors, einer der am schwersten betroffenen Gemeinden. Hier warteten viele auf Antworten – Unternehmen, Anwohner, lokale Politiker. Und Barnier lieferte: Neben Unterstützung durch den Staat betonte er die Dringlichkeit der Prävention und erklärte: „Wir müssen uns darauf vorbereiten, dass Unwahrscheinliches eintritt.“ 75 Millionen Euro mehr für den Fonds Barnier Doch damit nicht genug. Barnier kündigte auch an, dass der Fonds Barnier um 75 Millionen Euro aufgestockt wird – was das Budget auf insgesamt 300 Millionen Euro erhöht. Für diejenigen, die es nicht wissen: Dieser Fonds wurde von Barnier selbst 1995 ins Leben gerufen, als er noch Umweltminister war. Er soll dabei helfen, Gemei…

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  • Über 70 Millionen Euro Schaden nach den Überschwemmungen in der Loire

    Über 70 Millionen Euro Schaden nach den Überschwemmungen in der Loire

    Nach den schweren Überschwemmungen vom 17. und 18. Oktober in der Region Loire wird das Ausmaß der Zerstörung langsam sichtbar. Erste Schätzungen belaufen sich auf mindestens 70 Millionen Euro – eine Zahl, die jedoch noch steigen könnte, da viele Schäden noch nicht vollständig erfasst wurden. Schwer getroffen: Die Region Gier-Tal Besonders hart hat es das Gier-Tal erwischt, wo allein Schäden in Höhe von 50 Millionen Euro veranschlagt werden. Besonders die Stadt Rive-de-Gier ist schwer betroffen: Straßen, Brücken und kommunale Einrichtungen sind massiv beschädigt. Die Kosten für Reparaturen und den Wiederaufbau der öffentlichen Infrastrukturen belaufen sich hier auf mindestens zwei Millionen Euro. Einige Gebäude sind einsturzgefährdet oder bereits zusammengebrochen – eine belastende Situation für die Anwohner und die Stadtverwaltung. Darüber hinaus müssen teure Maschinen angemietet werden, um die Aufräumarbeiten durchzuführen und blockierte Abwasserkanäle wieder freizumachen. „Die Summe…

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  • Überschwemmungen: Betonflut und Klimawandel – Lyon fordert Umdenken

    Überschwemmungen: Betonflut und Klimawandel – Lyon fordert Umdenken

    Die jüngsten Überschwemmungen im Rhonetal werfen erneut die dringende Frage auf, wie Städte in Zeiten des Klimawandels gebaut und geplant werden sollten. Besonders in Lyon, wo die Schäden durch die Wassermassen massiv sind, steht diese Problematik im Fokus. Der Präsident der Metropole Lyon, Bruno Bernard, ein entschlossener Verfechter des Umweltschutzes, findet deutliche Worte: „Man kann nicht weiter betonieren und dann überrascht sein, wenn man Probleme mit Überschwemmungen hat.“ Mit dieser scharfen Kritik richtet er sich gegen eine verfehlte Stadtplanung und fordert ein Umdenken im Umgang mit der Natur. Zersiedelung und ihre Folgen Bruno Bernard nimmt kein Blatt vor den Mund. Er prangert den sorglosen Umgang mit Flächenversiegelung und maßloser Urbanisierung an – Beton und Asphalt, wohin das Auge reicht. Diese versiegelten Flächen verhindern, dass Regenwasser natürlich abfließen kann. Der Boden kann es nicht mehr aufnehmen, das Wasser staut sich, fließt unkontrolliert ab und überflut…

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