Kategorie: À la une

  • Macrons Meeresoffensive: Frankreich nimmt Kurs auf eine blaue Zukunft

    Macrons Meeresoffensive: Frankreich nimmt Kurs auf eine blaue Zukunft

    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron steht kurz davor, eine neue Serie ambitionierter Maßnahmen zum Schutz der Ozeane anzukündigen. Ein politisches Bekenntnis, das nicht überraschend kommt – denn schon in den letzten Jahren zeichnete sich ab, dass der französische Staatschef dem marinen Umweltschutz eine besondere Rolle beimisst. Die Frage, die sich nun stellt: Werden Worten diesmal auch wirksame Taten folgen?


    Schon 2022, beim One Ocean Summit im bretonischen Brest, positionierte sich Macron klar als Fürsprecher des Blauen Planeten. Damals versammelten sich Vertreter aus 41 Ländern und über 500 Fachleute, um über die Zukunft der Meere zu beraten. Frankreich nutzte die Bühne, um seine südlichen Meeresgebiete stärker unter Schutz zu stellen – etwa durch die Erweiterung der Naturschutzgebiete in den französischen Süd- und Antarktisgebieten.

    Ziel war unter anderem, die Küstenmülldeponien bis 2025 vollständig zu beseitigen. Ein Vorhaben, das sich gewaschen hat.


    Doch der Wille zur Veränderung ging noch weiter. Frankreich trat dem High Level Panel for a Sustainable Ocean Economy bei – einer internationalen Initiative, die auf eine nachhaltige Nutzung der Meeresressourcen abzielt. Konkret: 100 Prozent der französischen Wirtschaftszone sollen ökologisch verantwortungsvoll bewirtschaftet werden.

    Das bedeutet nicht Verzicht, sondern kluge Steuerung. Also: Wirtschaft ja, aber im Einklang mit den Ökosystemen.


    Ein besonders mutiges Signal setzte Macron im November 2022 bei der Klimakonferenz COP27 in Ägypten. Dort stellte er sich demonstrativ gegen die Ausbeutung der Tiefsee. Frankreich – einst interessiert an der Erschließung von Rohstoffen in den Tiefen der Ozeane – sprach sich nun für ein Moratorium aus.

    Eine 180-Grad-Wende. Und ein Fingerzeig an Industrien, die die Tiefsee als neuen Goldrausch betrachten.


    Ein weiterer Baustein dieser Meeresstrategie: Die nationale Schutzgebietsstrategie für das Jahr 2030. Sie sieht vor, dass 30 Prozent des französischen Staatsgebiets – inklusive der maritimen Zonen – unter Schutz gestellt werden sollen. Davon soll ein Drittel unter „striktem Schutz“ stehen.

    Doch genau an diesem Punkt entzündet sich auch Kritik.

    Was bedeutet eigentlich „strikter Schutz“? Wie verbindlich sind die Regeln? Und reichen die finanziellen Mittel überhaupt, um Schutz in der Praxis umzusetzen? Mehrere Umweltorganisationen zweifeln genau daran – und mahnen verbindlichere Vorgaben an.


    Macron hat auch den globalen Rahmen im Blick. Bei der UN-Ozeankonferenz in Lissabon 2022 plädierte er für ein internationales Abkommen zum Schutz der Hochsee – angelehnt an das Pariser Klimaabkommen. Ein verbindlicher Pakt für die Weltmeere, getragen von möglichst vielen Staaten, wäre ein großer Wurf.

    Doch bis dahin ist es ein weiter Weg – und die globale Uneinigkeit in Umweltfragen ist kein Geheimnis.


    Frankreich als Vorreiter im Meeresschutz? Das klingt gut. Doch Worte alleine werden das Plankton nicht retten. Die Zeit drängt – Meereserwärmung, Überfischung, Plastikflut und industrielle Interessen setzen dem Ozean zu. Und vielen Schutzgebieten fehlt bislang eines: echte Durchsetzungskraft.

    Wenn Macron nun erneut auf die Bühne tritt, um neue Maßnahmen anzukündigen, dann sollte die Marschrichtung klar sein: klare Regeln, echte Kontrolle, spürbare Wirkung.

    Denn: Wer den Ozean schützt, schützt auch das Klima – und letztlich uns selbst.

    Von C. Hatty

  • Knallharte Strafe für Marine Le Pen – Gefängnis, Millionenstrafe und politische Zukunft zerstört

    Knallharte Strafe für Marine Le Pen – Gefängnis, Millionenstrafe und politische Zukunft zerstört

    Der politische Paukenschlag kam mit voller Wucht: Marine Le Pen, Galionsfigur des Rassemblement National und dreifache Präsidentschaftskandidatin, ist zu vier Jahren Gefängnis verurteilt worden – davon zwei Jahre ohne Bewährung. Zusätzlich trifft sie eine Geldstrafe von 100.000 Euro und eine sofort wirksame fünfjährige Unwählbarkeit. Das Urteil, gesprochen am 31. März, dürfte nicht nur ihre politische Karriere ins Wanken bringen, sondern die gesamte rechte Szene in Frankreich erschüttern.

    Die Szene im Gerichtssaal hatte fast etwas Theatralisches. Noch bevor das Strafmaß offiziell verkündet wurde, rauschte Le Pen wütend aus dem Raum. Laut, empört – ein Abgang, der Symbolcharakter hat. Denn: Die Justiz sah es als erwiesen an, dass sie sich über Jahre hinweg „mit großer Entschlossenheit“ an einem System des Missbrauchs von EU-Geldern beteiligte. Acht weitere ehemalige Europaabgeordnete sowie zwölf parlamentarische Assistenten wurden ebenfalls verurteilt. Der Rassemblement National selbst…

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  • Geiseln der Willkür: Das Leid von Cécile Kohler und Jacques Paris in iranischer Haft

    Geiseln der Willkür: Das Leid von Cécile Kohler und Jacques Paris in iranischer Haft

    Seit über tausend Tagen sitzen Cécile Kohler und Jacques Paris in einem iranischen Gefängnis – wegen angeblicher Spionage. Doch was sie tatsächlich getan haben: Urlaub gemacht. Es klingt wie ein schlechter Krimi, ist aber bittere Realität. Im Mai 2022 wurden die französische Lehrerin aus dem Elsass und ihr Partner während einer Iranreise festgenommen. Der Vorwurf: Spionage. Seither sind sie inhaftiert – unter Bedingungen, die laut dem französischen Außenministerium Folter gleichkommen. Isolation, Geständnisse und kein Prozess Die beiden befinden sich in der berüchtigten Sektion 209 des Evin-Gefängnisses in Teheran – ein Ort, der nicht nur in Menschenrechtskreisen als finsteres Symbol für Repression und Geheimdienstwillkür gilt. Cécile Kohler wurde laut ihrer Schwester monatelang in einer fensterlosen 8-Quadratmeter-Zelle eingesperrt, überwacht rund um die Uhr. Drei Mal pro Woche darf sie diese Zelle für kurze Zeit verlassen. Auch Jacques Paris ergeht es nicht besser. Beide wurden zunäc…

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  • Verborgener Aufschwung: Wie Bourges vom globalen Krisenmodus profitiert

    Verborgener Aufschwung: Wie Bourges vom globalen Krisenmodus profitiert

    In Bourges, wo noch vor wenigen Jahren eine Rezession drohte, blüht heute ein Industriezweig auf, der anderswo Sorgenfalten hinterlässt: die Rüstungsindustrie. Die Waffenproduzenten MBDA und KNDS bringen der Stadt nicht nur neue Jobs – sie haben auch das Image des Ortes gründlich gewandelt.

    „Was willst du denn in Bourges?“ Diese Frage hörte Sara, als sie ihren Pariser Kollegen von ihrem Umzug in die Provinz erzählte. Sie lächelte nur. Weniger Lärm, niedrigere Mieten – und ein besserer Job bei MBDA. Ihre Entscheidung? Ein Volltreffer.

    Rüstungsboom schafft neue Lebenswelten

    Inzwischen ist sie eine von rund 250 Menschen, die 2024 neu bei MBDA in Bourges angefangen haben. Dort produziert der Konzern unter anderem den Flugabwehrraketen-Klassiker Aster. Seit Beginn des Ukrainekriegs haben sich die Bestellungen vervielfacht. Das Orderbuch ist mit 37 Milliarden Euro prall gefüllt. Und die Produktion soll 2025 verdoppelt werden.

    Auch bei KNDS, dem Produzenten der Caesar-Geschütze, läuft das Geschäft glänzend. Vor dem Krieg verließen zwei dieser Artilleriesysteme monatlich das Werk. Heute sind es sechs – Tendenz steigend. 600 Millionen Euro flossen bereits in die Produktionsausweitung.

    Das alles bedeutet: Jobs, Jobs, Jobs.

    Mehr als nur Arbeitsplätze

    Der Bürgermeister von Bourges, Yann Galut, sieht in dieser Entwicklung nicht weniger als eine Zeitenwende: „Wir haben hier Arbeit für die nächsten 30 Jahre.“ Die Stadt, die einst unter dem Rückbau der Streitkräfte litt und deren Einwohnerzahl von 75.000 (1990) auf 63.700 (2021) schrumpfte, erlebt einen kaum für möglich gehaltenen Aufschwung.

    Und der betrifft nicht nur die großen Konzerne. Rund 6.000 Menschen in der Region arbeiten heute in der Verteidigungsbranche. Schulen, Ausbildungszentren und kleine Betriebe profitieren mit. Die Ecole militaire préparatoire technique (EMPT) und der Pyrotechnik-Campus wurden gegründet, um Fachkräfte auszubilden, die längst rar geworden sind.

    Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet der Verteidigungssektor zur Kaderschmiede für den Nachwuchs wird?

    Steuerplus und Wachstum – aber zu welchem Preis?

    Die positiven Effekte zeigen sich auch bei den Steuereinnahmen. Die gesamte Region profitiert. Rund 100 Zulieferbetriebe hängen inzwischen an den beiden großen Rüstungsschmieden. Serge Richard von der Handelskammer des Cher bringt es auf den Punkt: „Ein Job in der Rüstung schafft viele weitere drumherum.“

    Gleichzeitig wächst die Stadt in einem Tempo, das auch Herausforderungen mit sich bringt. Neue Wohnungen, Kitas, Schulplätze – der Alltag muss mit dem industriellen Aufschwung Schritt halten. Der Bürgermeister hat MBDA und KNDS bereits um genaue Angaben zu ihren Expansionsplänen gebeten. Denn klar ist: Ohne Vorbereitung läuft hier bald gar nichts mehr.

    Schon jetzt sichern sich die Konzerne neue Flächen. MBDA hat kürzlich das alte Handelskammergebäude sowie ein 50 Hektar großes Gelände gekauft – die Expansion schreitet voran.

    Kritik? Vereinzelt. Und oft überhört

    Während Minister regelmäßig zu Besuchen ein- und ausfliegen, bleiben kritische Stimmen bislang leise – aber es gibt sie. Bei einem Besuch von François Bayrou im März gingen immerhin 100 Menschen auf die Straße. Die CGT-Gewerkschaft warnt vor einem „kriegerischen Diskurs“ und fürchtet, dass der Boom in der Rüstung anderen Branchen das Personal entzieht – von der Autoindustrie bis zur Luftfahrt.

    Sébastien Martineau von der CGT formuliert es drastisch: „Was passiert, wenn das alles plötzlich zusammenbricht?“ Es klingt wie ein mahnender Ruf in einem Chor des Optimismus.

    Sicherheit als neues Geschäftsmodell?

    Für den Abgeordneten François Cormier-Bouligeon ist die Antwort klar: Diese Industrie schütze nicht nur Frankreich – sie verteidige Europa. Die Caesar-Geschütze, sagt er, seien mitverantwortlich dafür, dass die Ukraine standhalten kann. Und auch im Roten Meer, wo französische Raketen gegen Huthi-Rebellen eingesetzt werden, zeige sich die sicherheitspolitische Relevanz dieser Waffen.

    Er deutet den alten Satz neu: Wer Frieden will, muss sich wappnen.

    In Bourges bedeutet das vor allem eins: Jobs und Zukunft. Für viele eine willkommene Überraschung. Für andere ein moralisches Dilemma. Doch in der Stadt selbst überwiegt die Euphorie. „Es ist traurig“, sagt Serge Richard, „aber das Unglück der einen ist das Glück der anderen.“

    Vielleicht ist das die bittere Wahrheit in einer Welt, die nicht zur Ruhe kommt.

    Von C. Hatty

  • Streit um die Medienreform: Frankreichs öffentlich-rechtlicher Rundfunk im Streik

    Streit um die Medienreform: Frankreichs öffentlich-rechtlicher Rundfunk im Streik

    Stillstand im Sendebetrieb – doch laut wird es trotzdem. Seit dem Morgen des 31. März 2025 streiken die Mitarbeiter der französischen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten. France Télévisions, Radio France und das Institut National de l’Audiovisuel (INA) stehen im Zentrum eines massiven Protests gegen die geplante Reform der Rundfunk-Struktur. Was auf den ersten Blick nach einem bürokratischen Umbau klingt, ist in Wahrheit ein handfester Konflikt um Unabhängigkeit, Identität – und vielleicht sogar ums Überleben. „France Médias“ – ein Name, viele Sorgen Die Reformpläne, die Kulturministerin Rachida Dati ins Rollen gebracht hat, sehen vor, eine gemeinsame Holding namens „France Médias“ zu gründen. Diese neue Struktur soll die bislang getrennt agierenden Einheiten unter einem Dach vereinen. Mehr Effizienz, mehr Synergien, weniger Kosten – das ist die offizielle Sichtweise der Regierung. Doch bei vielen Beschäftigten schrillen die Alarmglocken. Die Angst: Dass France Télévisions plötzli…

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  • Sprung ins Staunen – und ins Sicherheitsvakuum: Waghalsiger Base-Jump von Notre-Dame

    Sprung ins Staunen – und ins Sicherheitsvakuum: Waghalsiger Base-Jump von Notre-Dame

    Ein Sprung – ein Schock. Bereits am 20. März 2025 wurde die erst kürzlich wiedereröffnete Kathedrale Notre-Dame in Paris zum Schauplatz eines atemberaubenden, aber illegalen Base-Jumps. Loïc, ein 36-jähriger Franzose mit einem Herz für den freien Fall und einem Faible für Risiko, springt ohne Genehmigung von der Spitze der weltberühmten Kathedrale. Das Video seines Stunts verbreitet sich wie ein Lauffeuer in den sozialen Medien. Der Mann ist kein Unbekannter in der Szene. Als erfahrener Fallschirmspringer und leidenschaftlicher Base-Jumper jagt er Extremen nach. In Interviews spricht er von einem Lebenstraum – davon, dass der Sprung von der Flèche, dem filigranen Turm über dem Vierungskreuz, eine Herausforderung war, die ihn schon lange gereizt habe. Ein toller Sprung für ihn vielleicht – für das französische Kulturerbe ein unerwarteter Schlag in die Magengrube. Denn die Frage, die wie ein lauter Widerhall über den Pariser Dächern liegt, lautet: Wie konnte das überhaupt passieren?

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  • Marine Le Pen: Politische Zukunft unklar

    Marine Le Pen: Politische Zukunft unklar

    Marine Le Pen, die führende Persönlichkeit des französischen Rassemblement National (RN), sieht sich mit einer juristischen Entscheidung konfrontiert, die ihre politische Zukunft grundlegend verändern könnte. Am Montag, dem 31. März 2025, wird das Pariser Strafgericht sein Urteil in einem Verfahren fällen, das weitreichende Auswirkungen auf das französische Parteiensystem haben dürfte. Im Zentrum steht der Vorwurf, europäische Parlamentsgelder missbräuchlich verwendet zu haben – ein Vorwurf, der nicht nur Le Pen selbst betrifft, sondern auch 24 weitere Mitglieder ihrer Partei. Den Beschuldigten wird zur Last gelegt, Mitarbeiter des Europäischen Parlaments als parlamentarische Assistenten deklariert zu haben, die in Wirklichkeit parteipolitische Aufgaben übernommen haben sollen. Die Verwendung dieser Mittel hätte demnach nicht dem Zweck entsprochen, für den sie vorgesehen waren, was eine Veruntreuung öffentlicher Gelder darstellen würde. Ein Urteil mit politischer Sprengkraft Die Staats…

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  • Transatlantischer Wertekonflikt: Frankreich weist US-Einmischung in Unternehmenspolitik zurück

    Transatlantischer Wertekonflikt: Frankreich weist US-Einmischung in Unternehmenspolitik zurück

    Die französische Regierung hat deutlich Stellung bezogen gegen den Versuch der Vereinigten Staaten, Einfluss auf die internen Inklusionsprogramme französischer Unternehmen zu nehmen. Auslöser der diplomatischen Verstimmung ist ein Schreiben der US-Botschaft in Paris, das an mehrere große französische Firmen verschickt wurde. Darin werden die Unternehmen aufgefordert, Auskunft darüber zu geben, ob sie interne Programme zur Förderung von Diversität, Gleichstellung und Inklusion (DEI) unterhalten – Maßnahmen, die unter der neuen US-Regierung als potenziell diskriminierend betrachtet werden. Der französische Protest fällt scharf aus: Es handle sich um eine unzulässige Einmischung in nationale Angelegenheiten. Die Reaktion kam prompt. Das Ministerium für Außenhandel erklärte, die französischen und europäischen Unternehmen würden nicht nur wirtschaftlich verteidigt, sondern auch in ihren Werten gestärkt. Diese Werte, so die implizite Botschaft, seien mit den derzeitigen Leitlinien der US-Reg…

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  • Neues E-Book: Mit Kindern Frankreich entdecken – Ein Osterabenteuer voller Genuss & Natur

    Neues E-Book: Mit Kindern Frankreich entdecken – Ein Osterabenteuer voller Genuss & Natur

    Der perfekte Familien-Reisebegleiter für einen unvergesslichen Frühlingsurlaub.

    Frankreich im Frühling erleben – mit Kindern, leichtem Gepäck und großen Augen.
    Dieses Buch ist kein Reiseführer im klassischen Sinne. Es ist ein liebevoll gestalteter Erlebnisbegleiter, der zeigt, wie Familien Frankreich mit allen Sinnen entdecken können – spielerisch, entspannt und voller Magie.

    Ob ihr mit Kleinkind, Schulkind oder Teenager unterwegs seid, mit dem Auto durch die Provence fahrt, die Loire-Schlösser bestaunt oder Paris zum ersten Mal mit Kinderaugen seht:
    👉 Dieses Buch begleitet euch mit Ideen, Geschichten, Geheimtipps und echtem Herzblut.


    🌸 Was euch erwartet:

    ✔️ 25 liebevoll geschriebene Kapitel mit echten Insidertipps für den Osterurlaub
    ✔️ Reiserouten für unterschiedliche Altersgruppen – individuell und flexibel anpassbar
    ✔️ Detaillierte Stadtführungen durch Orte wie Paris, Colmar, Nantes, Sarlat oder Avignon – perfekt abgestimmt auf Familien
    ✔️ Besondere Erlebnisse wie Eselwanderungen, Baumkronenpfade, Höhlenbesuche oder historische Shows
    ✔️ Familienfreundliche Restaurants & Picknickplätze, die Kinder lieben
    ✔️ Kultur zum Anfassen – kindgerecht erklärt und mit Ideen zum Mitmachen
    ✔️ Geheimtipps abseits des Mainstreams, die wirklich überraschen
    ✔️ Praktische Infos zu Verkehr, Unterkünften, Packlisten, Apps & mehr
    ✔️ Persönliche Empfehlungen von einem Frankreich-Experten, der mit Herz und Erfahrung schreibt


    🧭 Für wen ist dieses Buch?

    ✅ Familien mit Kindern zwischen 0 und 16 Jahren
    ✅ Eltern, die ihren Kindern mehr zeigen wollen als nur Spielplätze – aber genau wissen, wie wichtig Spielplätze sind
    ✅ Frankreich-Liebhaber*innen, die neue Orte entdecken wollen
    ✅ Reiselustige, die Wert auf authentische Erlebnisse legen – statt überlaufener Touristenpunkte
    ✅ Alle, die sich Ostern als Familienzeit zurückholen wollen – mit Natur, Kultur und Crêpe in der Hand


    📦 Format


    💡 Warum dieses Buch?

    Weil Reisen mit Kindern anders ist – und genau deshalb besonders.
    Weil Frankreich mehr ist als nur Paris und Côte d’Azur.
    Weil die besten Momente oft auf einem Feldweg, neben einem Lavendelstrauch oder beim ersten Crêpe passieren.

    Und weil du mit diesem Buch nicht alles planen musst – sondern Lust bekommst, loszufahren.


    „Mit Kindern durch Frankreich – Ein Osterabenteuer voller Genuss, Natur & Entdeckungen“ ist mehr als ein Reiseführer.
    Es ist eine Einladung. Eine Inspiration. Und vielleicht der schönste Start in eure nächste Familiengeschichte.

  • Verheerendes Erdbeben in Südostasien: Über 1.000 Tote und mehr als 2.300 Verletzte in Myanmar

    Verheerendes Erdbeben in Südostasien: Über 1.000 Tote und mehr als 2.300 Verletzte in Myanmar

    Ein Erdstoß, der alles veränderte – binnen Sekunden hat ein Beben der Stärke 7,7 am Freitag weite Teile Myanmars erschüttert und eine Schneise der Zerstörung hinterlassen. Besonders schlimm traf es die Region um Mandalay. Die traurige Bilanz: Über 1.000 Todesopfer, mehr als 2.300 Verletzte und ein erschüttertes Land, das jetzt buchstäblich in Trümmern liegt.

    Die genaue Zahl der Opfer ist kaum zu schätzen, nicht zuletzt, weil viele Gebiete noch immer von der Außenwelt abgeschnitten sind. Telefonleitungen sind zerstört, Straßen unpassierbar – viele Orte bleiben vorerst unerreichbar. Doch was man weiß, reicht aus, um das Ausmaß der Katastrophe zu erahnen.

    Rettung in der Hoffnungslosigkeit

    Seit dem Beben kämpfen Helfer gegen die Zeit. Inmitten von eingestürzten Häusern, umgestürzten Strommasten und klaffenden Rissen im Asphalt suchen sie unermüdlich nach Überlebenden. Der Lärm der Rettungsgeräte mischt sich mit Rufen und Hilfeschreien – eine Szene, die unter die Haut geht.

    In der Hauptstadt Rangun sind erste Hilfsgüter eingetroffen. Ein Flugzeug aus Indien brachte Decken, Nahrung, Hygieneartikel – Dinge, die jetzt über Leben und Tod entscheiden können. Auch China schickt Hilfe: 82 Rettungskräfte wurden entsandt. Weitere Unterstützung kam von der EU, Frankreich, den USA und Indonesien. Die WHO hat ihr Notfallmanagement aktiviert.

    Bangkok – eine Stadt im Ausnahmezustand

    Während Myanmar um seine Menschen ringt, traf das Beben auch das Nachbarland Thailand. In Bangkok stürzte ein im Bau befindliches Hochhaus mit 30 Stockwerken in sich zusammen. Eine apokalyptische Szene – Stahlträger wie Mikadostäbe geknickt, Betonplatten wie Spielkarten übereinander gestapelt.

    Mindestens zehn Menschen kamen dort ums Leben, zahlreiche Bauarbeiter wurden verschüttet. Die Suche nach Überlebenden läuft rund um die Uhr. Der Gouverneur von Bangkok warnte bereits, dass auch hier die traurige Zahl steigen dürfte.

    Ein Beben, das Grenzen sprengt

    Die Erdstöße waren nicht nur lokal spürbar – selbst in der chinesischen Provinz Yunnan wackelten die Wände. Die chinesische Erdbebenbehörde registrierte eine Erschütterung mit der Stärke 7,9. Auch wenn es sich um dieselbe seismische Aktivität handelt, schwanken die Messwerte je nach Region und Instrument.

    Ist das erst der Anfang? Das fragen sich viele. Denn kurz nach dem Hauptbeben gab es bereits Nachbeben – das stärkste mit einer Magnitude von 6,7. Ein gefährliches Spiel der Natur, das die Angst weiter schürt.

    Ein Land ruft um Hilfe

    Myanmars Militärregierung steht international stark in der Kritik – doch jetzt, im Angesicht der Katastrophe, ist die Politik Nebensache. General Min Aung Hlaing bat um weltweite Unterstützung. „Jedes Land, jede Organisation“ solle helfen, hieß es offiziell.

    Und tatsächlich: Die internationale Gemeinschaft scheint gewillt, ihre Differenzen vorübergehend beiseitezulegen. Menschlichkeit vor Machtpolitik – eine wohltuende Ausnahme im geopolitischen Alltagschaos.

    Ein Schicksal, das verbindet

    Erdbeben kennen keine Grenzen, keine Religion, keine Politik. Sie treffen jeden. Vielleicht ist es genau das, was in diesen Tagen zählt – die Erinnerung daran, dass wir letztlich alle verletzlich sind.

    Ein Rettungssanitäter aus Mandalay erzählte Reportern, wie er ein kleines Mädchen aus den Trümmern zog. Sie hatte sich an eine Holzplanke geklammert, ihr Blick starr, ihr Körper zitternd. „Ich dachte, sie sei tot“, sagte er. Doch dann bewegte sie sich. Und weinte.

    Was bedeutet die Katastrophe für die Region, in der politische Konflikte, Armut und Instabilität ohnehin Alltag sind? Wird das Beben als neue Zäsur in die Geschichte eingehen – oder einfach nur als weiteres Kapitel in einer langen Reihe von Tragödien?

    Vielleicht liegt darin auch ein Hoffnungsschimmer. Denn Katastrophen zeigen nicht nur, wie viel zerstört werden kann – sondern auch, wie viel Solidarität in uns steckt.

    Von Catherine H.