Kategorie: Alle Artikel

  • 826 Kilo Kokain auf der Autobahn A7 abgefangen – Fahrer in Gewahrsam

    826 Kilo Kokain auf der Autobahn A7 abgefangen – Fahrer in Gewahrsam

    Ein harter Schlag gegen den Drogenhandel: In der französischen Region Drôme haben Zollbeamte am Samstag auf einer Autobahnraststätte einen Lkw aus Spanien gestoppt – beladen mit 826 Kilogramm Kokain. Der Fahrer, ein polnischer Staatsbürger in den Fünfzigern, wurde festgenommen und befindet sich in Untersuchungshaft.

    Riesige Drogenladung sichergestellt

    Die Kontrolle fand gegen 16 Uhr auf der Raststätte „Aire de la Galaure“ nördlich von Valence statt. Die Fahnder wurden fündig: Mehr als 800 Kilogramm Kokain, raffiniert im Lkw versteckt. Doch nicht nur die Menge der Drogen ist beeindruckend – auch die ausgeklügelte Schmuggeltechnik.

    Die Ermittler entdeckten GPS-Tracker in der Ware, mit denen die Route des Kokains genau überwacht werden konnte. Ein klares Zeichen dafür, dass Profis am Werk waren.

    Internationale Drogenroute im Visier

    Der Lastwagen kam aus Spanien, einem bekannten Drehkreuz für Kokainlieferungen nach Europa. Frankreich dient oft als Transitland für große Mengen Rauschgift, das von Südamerika über spanische Häfen geschmuggelt wird.

    Die französische Justiz nimmt den Fall äußerst ernst. Die Spezialeinheit JIRS (Juridiction Interrégionale Spécialisée) in Lyon hat die Ermittlungen übernommen, unterstützt von der DCOS in Valence, der ehemaligen Kriminalpolizei.

    Ein Einzelfall? Kaum.

    Der Vorfall reiht sich in eine Serie von spektakulären Drogenfunden auf französischen Autobahnen ein. Erst kürzlich wurden in Südfrankreich ähnliche Mengen sichergestellt. Die organisierte Kriminalität nutzt immer raffiniertere Methoden, um Kokain über europäische Straßen zu verteilen – doch der Zoll schläft nicht.

    Ob der polnische Fahrer nur ein kleines Rädchen im großen Drogennetzwerk ist oder mehr weiß, wird sich zeigen. Eines ist sicher: Die Ermittler werden alles daran setzen, die Hintermänner dieses millionenschweren Geschäfts zu entlarven.

    Von C. Hatty

  • Papst Franziskus: „Geschwächt, aber voller Hoffnung“

    Papst Franziskus: „Geschwächt, aber voller Hoffnung“

    Seit mehr als einem Monat befindet sich Papst Franziskus in einem Krankenhaus in Rom – eine doppelte Lungenentzündung hat ihn gesundheitlich schwer mitgenommen. Doch trotz seiner Schwäche richtet er sich mit bewegenden Worten an die Gläubigen.

    „Ich bin mit einer Prüfung konfrontiert“, schreibt der Pontifex in einer Botschaft, die am Sonntag vom Vatikan veröffentlicht wurde. Dabei zeigt er sich nicht nur dankbar für die Unterstützung, sondern betont auch seine Verbundenheit mit allen, die leiden.

    Eine Botschaft der Hoffnung

    „Unsere Körper mögen geschwächt sein, aber nichts kann uns daran hindern zu lieben, zu beten und füreinander da zu sein“, heißt es in seiner Nachricht. Eine klare Botschaft: Krankheit mag den Körper treffen, aber nicht den Geist.

    Besonders hebt er die Arbeit des medizinischen Personals hervor. Mit warmen Worten spricht er über die Fürsorge in Krankenhäusern, auf den Fluren, in den Kliniken – überall dort, wo sich Menschen um andere kümmern. „Wie viele liebevolle Gesten erhellen diese Orte!“, schreibt er anerkennend.

    Und dann ein besonderer Dank: „Ich danke euch allen für eure Gebete und all jenen, die mich mit so viel Hingabe pflegen.“

    Seine Gedanken gelten auch den Jüngsten. Mit liebevollen Worten erinnert er an die Kinder, die mit ihm im Krankenhaus sind – ein Zeichen seiner tiefen menschlichen Verbundenheit.

    Ein Aufruf zum Gebet für den Frieden

    Doch es bleibt nicht nur bei persönlichen Worten. Franziskus nutzt die Gelegenheit, um an das Leid in den Kriegsgebieten dieser Welt zu erinnern. Er ruft die Gläubigen auf, für Frieden zu beten – für die Menschen in der Ukraine, in Palästina, Israel, dem Libanon, Myanmar, dem Sudan und der Demokratischen Republik Kongo.

    Ein Appell, der in einer Zeit voller Krisen lauter nicht sein könnte.

    Gesundheitliche Fortschritte, aber weiterhin unter Beobachtung

    Trotz der sichtbaren Schwächung gibt es auch vorsichtige gute Nachrichten: Der Gesundheitszustand des 88-jährigen Papstes verbessert sich langsam. Doch eine vollständige Genesung braucht Zeit. Daher bleibt er vorerst unter ärztlicher Aufsicht im Krankenhaus, um seine Therapie fortzusetzen.

    Wie lange sein Aufenthalt noch dauern wird? Das bleibt unklar. Doch eines ist sicher: Seine Worte – voller Hoffnung, Mitgefühl und Glauben – berühren Millionen.

    Von C. Hatty

  • Fünf Jahre nach dem Lockdown: Emmanuel Macron erinnert an eine geeinte Nation

    Fünf Jahre nach dem Lockdown: Emmanuel Macron erinnert an eine geeinte Nation

    Am 17. März 2020 trat Frankreich in eine beispiellose Phase des Lockdowns ein, um der Covid-19-Pandemie entgegenzutreten. Fünf Jahre später erinnert Präsident Emmanuel Macron an diese kollektive Prüfung und die Art und Weise, wie das Land darauf reagierte. In einer Nachricht auf der Plattform X betonte das Staatsoberhaupt die Resilienz und Solidarität, die jene Monate prägten.

    Ein Moment des Bruchs und der Solidarität Als sich Frankreich im März 2020 in den Lockdown begab, wurde das tägliche Leben von Millionen Menschen abrupt verändert. Plötzlich waren die Straßen leer, Geschäfte geschlossen, das Arbeiten von zu Hause wurde zur Norm. Emmanuel Macron hob in seiner Botschaft hervor, dass diese Zeit die „Stärke unserer Einheit“ offenbart habe. Für ihn sei Frankreich zwar physisch zum Stillstand gekommen, habe jedoch dank des Engagements seiner Bürger nie aufgehört zu funktionieren. Besonders würdigte er die Rolle des Gesun…

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  • Frankreichs Premierminister François Bayrou lehnt Rückkehr zum Renteneintrittsalter von 62 Jahren ab

    Frankreichs Premierminister François Bayrou lehnt Rückkehr zum Renteneintrittsalter von 62 Jahren ab

    Inmitten der anhaltenden Debatte über die Rentenreform in Frankreich hat Premierminister François Bayrou klar Stellung bezogen: Eine Rückkehr zum Renteneintrittsalter von 62 Jahren, wie es vor der Reform von 2023 galt, schließt er aus. Diese Entscheidung engt die Verhandlungsoptionen für Gewerkschaften und Arbeitgeber ein, die derzeit über mögliche Änderungen der umstrittenen Reform diskutieren. Die Rentenreform von 2023, eines der zentralen Projekte von Präsident Emmanuel Macron, erhöhte das Renteneintrittsalter schrittweise von 62 auf 64 Jahre. Diese Maßnahme führte zu monatelangen Massenprotesten und politischen Spannungen im Land. Bayrous Standpunkt zur Rentenreform In einem Interview mit France Inter betonte Bayrou, dass er nicht glaube, dass die Festlegung eines einheitlichen Renteneintrittsalters die einzige Lösung sei. Er unterstrich die Notwendigkeit, sowohl im privaten als auch im öffentlichen Sektor Wege zu finden, um bis 2030 ein finanzielles Gleichgewicht zu erreichen. Die…

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  • Tragödie in Yvelines: Ehemann nach tödlicher Messerattacke in Untersuchungshaft

    Tragödie in Yvelines: Ehemann nach tödlicher Messerattacke in Untersuchungshaft

    Ein Familiendrama erschüttert die Gemeinde Maurepas im Département Yvelines: Der Ehemann einer 35-jährigen Frau, die am vergangenen Donnerstag erstochen aufgefunden wurde, sitzt nun wegen Mordes in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft von Versailles gab am Sonntag bekannt, dass gegen ihn ein Verfahren wegen Tötung eines Ehepartners eingeleitet wurde. Doch während die Ermittlungen laufen, streitet der Verdächtige jede Schuld ab.

    Ein schockierender Fund durch die eigene Tochter

    Die Tragödie nahm ihren Anfang, als die zehnjährige Tochter des Paares am Donnerstag gemeinsam mit ihrem Vater nach Hause kam – und dort ihre Mutter tot auffand. Die grausame Szene spielte sich im Schlafzimmer der Wohnung ab: Die Frau lag in einer Blutlache, mit mehreren Stichwunden im Halsbereich. Ein Bild, das kein Kind je sehen sollte.

    Laut Polizeiquellen gab es keine Anzeichen für einen Einbruch oder ein gewaltsames Eindringen in das Haus. Das lässt den Verdacht gegen den eigenen Ehemann schwer wiegen. Doch während er in Polizeigewahrsam befragt wurde, machte er zwar Aussagen – bestritt jedoch, für den Tod seiner Frau verantwortlich zu sein.

    Was wird nun aus den Kindern?

    Nach einem solchen Verbrechen bleibt nicht nur die Frage nach der Wahrheit, sondern auch die nach dem Schicksal der hinterbliebenen Kinder. Die Behörden reagierten sofort: Die Kinder wurden in die Obhut von Verwandten gegeben, während ein spezielles Betreuungsprotokoll für minderjährige Zeugen von häuslicher Gewalt aktiviert wurde. Ein wichtiger Schritt, um ihnen die nötige psychologische Unterstützung zukommen zu lassen.

    Ein trauriger, aber kein Einzelfall

    Fälle häuslicher Gewalt mit tödlichem Ausgang sind in Frankreich leider keine Seltenheit. Im Jahr 2023 wurden landesweit über 100 Frauen von ihren Partnern oder Ex-Partnern getötet. Statistiken zeigen, dass es oft keine vorherigen Anzeigen gab – oder wenn doch, die Warnsignale nicht ernst genug genommen wurden.

    Das wirft eine drängende Frage auf: Wie kann man verhindern, dass solche Tragödien immer wieder passieren?

    Während die Ermittlungen in Maurepas weiterlaufen, hoffen viele, dass dieser Fall nicht nur aufgeklärt, sondern auch als Mahnung dient. Denn kein Kind sollte seine Mutter auf so grausame Weise verlieren müssen.

    Von C. Hatty

  • Bagger, Diebstahl und Millionenverluste: Französische Bauunternehmer in Alarmbereitschaft

    Bagger, Diebstahl und Millionenverluste: Französische Bauunternehmer in Alarmbereitschaft

    Baumaschinen sind die neue Beute organisierter Diebesbanden. In der französischen Region Nouvelle-Aquitaine wurden in den letzten zwölf Monaten 90 Maschinen gestohlen – der Gesamtschaden beläuft sich auf über vier Millionen Euro. Doch nun hat die Polizei zugeschlagen.

    Ein Jahr der Angst für Bauunternehmer

    Stéphane Levaillant kennt das Problem nur zu gut. Seine 2,5 Tonnen schwere Mini-Bagger, mit einer Alarmanlage gesichert, wurde vor Kurzem gestohlen. Glücklicherweise konnte die Polizei sie wiederfinden. Doch viele andere Unternehmer haben weniger Glück.

    „Man macht sich nicht nur Sorgen um den Job, sondern auch darum, ob am Montagmorgen überhaupt noch Maschinen für die Arbeit bereitstehen“, erklärt Levaillant frustriert. Baustellen sind auf funktionierende Maschinen angewiesen – wenn diese über Nacht verschwinden, gerät alles ins Stocken.

    Die Polizei schlägt zu

    Nach über einem Jahr intensiver Ermittlungen gelang den Behörden in der Nähe von Bordeaux ein Durchbruch. Vier Männer im Alter von 27 bis 46 Jahren wurden festgenommen. Sie arbeiten selbst in der Baubranche – Insiderwissen, das ihnen half, gezielt zuzuschlagen.

    Bei Hausdurchsuchungen entdeckten die Ermittler zehn gestohlene Baumaschinen sowie weiteres Werkzeug. Doch wo sind die restlichen 80 Geräte geblieben? Vieles deutet darauf hin, dass die Diebesbande ihre Beute nicht nur in Frankreich, sondern auch im Ausland verkauft hat.

    Ein lukratives Geschäft – für die Falschen

    Die gestohlenen Maschinen landen häufig auf Baustellen privater oder gewerblicher Käufer, oft ohne dass diese wissen, dass ihr Schnäppchen aus illegalen Quellen stammt. Die Nachfrage ist groß: Baumaschinen sind teuer, und günstige Angebote locken.

    Doch für Bauunternehmen ist der Schaden enorm. Neben den direkten finanziellen Verlusten entstehen Verzögerungen auf den Baustellen, unzufriedene Kunden und ein ständiges Gefühl der Unsicherheit.

    Gerichtsverhandlung im Mai

    Die vier festgenommenen Männer müssen sich im Mai vor Gericht verantworten. Ihnen drohen empfindliche Strafen. Doch wird das reichen, um weitere Diebstähle zu verhindern?

    Die Baubranche fordert bessere Sicherheitsmaßnahmen und stärkere Kontrollen im Handel mit gebrauchten Maschinen. Denn eines ist sicher: Solange sich mit gestohlenen Baggern Millionen verdienen lassen, werden sich immer wieder neue Banden an diese lukrative Beute wagen.

    Von C. Hatty

  • USA deportieren Hunderte trotz richterlicher Anordnung – und andere World-News

    USA deportieren Hunderte trotz richterlicher Anordnung – und andere World-News

    Die Trump-Regierung bestritt, eine Gerichtsentscheidung verletzt zu haben, als sie am Wochenende Hunderte venezolanische Einwanderer, die der Mitgliedschaft in einer kriminellen Bande beschuldigt wurden, in ein Gefängnis in El Salvador abschob. Sie argumentierte, dass der Präsident weitreichende Befugnisse habe, sie auf Grundlage eines Gesetzes aus dem 18. Jahrhundert, das für Kriegszeiten vorgesehen ist, schnell auszuweisen.

    Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, erklärte zudem in einer Stellungnahme, dass die Bundesgerichte „keine Zuständigkeit“ über die außenpolitischen Entscheidungen des Präsidenten oder sein Recht zur Ausweisung ausländischer Feinde hätten.

    Zeitpunkt: Der Richter erließ seine Anordnung kurz vor 19 Uhr am Samstag in Washington, Videos aus El Salvador zeigen, dass die Abgeschobenen später in der Nacht ankamen. El Salvador liegt zwei Stunden hinter Washington zurück. Präsident Nayib Bukele postete einen Screenshot der richterlichen Anordnung mit dem Kommentar: „Oopsie… Zu spät.“

    Hintergrund: Präsident Trump unterzeichnete am Freitag eine Verfügung, die sich auf den „Alien Enemies Act“ von 1798 stützt. Dieses Gesetz erlaubt die sofortige Abschiebung von Personen aus Ländern, die sich im Krieg mit den USA befinden. Die venezolanische Regierung bezeichnete die Anwendung dieses Gesetzes auf die aktuelle Situation als „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“.


    Netanjahu will israelischen Geheimdienstchef entlassen

    Israels Premierminister Benjamin Netanyahu kündigte an, Schritte zur Absetzung von Ronen Bar, dem Direktor des Inlandsgeheimdienstes Shin Bet, einzuleiten. Kritiker befürchten, dass Netanyahu damit die Unabhängigkeit der Behörde untergraben könnte. Mitglieder seiner Koalition fordern Bars Entlassung, da dieser den Premierminister geschwächt habe.

    Die Entscheidung fällt in eine Zeit wachsender Spannungen zwischen Netanyahu und den Sicherheitsbehörden im Zusammenhang mit dem Krieg in Gaza. Zudem untersucht der Shin Bet Vorwürfe gegen mehrere enge Vertraute Netanyahus.

    In Gaza: Israelische Streitkräfte töteten am Samstag mindestens neun Palästinenser bei Luftangriffen, teilte das Gesundheitsministerium in Gaza mit. Seit dem 2. März ist keine humanitäre Hilfe mehr in das Gebiet gelangt, was die Preise für Lebensmittel in unerschwingliche Höhen treibt.


    Endphase der ukrainischen Offensive in Russland

    Ukrainische Truppen haben sich in den vergangenen Tagen aus fast allen eroberten Gebieten in der russischen Region Kursk zurückgezogen, berichten Militäranalysten und Soldaten. Die monatelange Offensive Kiews, russisches Territorium zu besetzen, scheint unter dem Druck intensiver Luftangriffe und Drohnenattacken zu enden.

    Der Kampf in Kursk dreht sich nun weniger um die Besetzung russischen Territoriums, sondern vielmehr darum, strategisch günstige Verteidigungspositionen zu halten, um einen russischen Vorstoß in die ukrainische Region Sumy zu verhindern.

    Ausblick: Steve Witkoff, der US-Sondergesandte für den Nahen Osten, erklärte gestern, dass er erwarte, dass Präsident Trump noch in dieser Woche mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über eine Waffenruhe sprechen werde.


    Weitere wichtige Nachrichten:

    • Nordmazedonien: Mindestens 59 Menschen kamen bei einem Brand in einem Nachtclub rund 80 Kilometer östlich der Hauptstadt Skopje ums Leben, 155 weitere wurden verletzt.
    • Saudi-Arabien: In den vergangenen fünf Jahren starb eine außergewöhnlich hohe Zahl kenianischer Hausangestellter in dem arabischen Königreich.
    • Äthiopien: Ein mittelschweres Erdbeben erschütterte das Land in der vergangenen Nacht.
    • Papst Franziskus: Der Vatikan veröffentlichte das erste Foto des Papstes, seit er letzten Monat ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Junge Gläubige versammelten sich am Krankenhaus, um ihm eine schnelle Genesung zu wünschen.
    • Klima: Greenpeace kämpfte einst für den Schutz der Wale – doch kann die Organisation jetzt sich selbst retten?
    • Serbien: Mehr als 100.000 Demonstranten forderten in Belgrad erneut den Rücktritt von Präsident Aleksandar Vučić.
    • Weltraum: Eine SpaceX-Dragon-Kapsel dockte an der Internationalen Raumstation an und ebnete damit den Weg für zwei NASA-Astronauten, die nach neun Monaten im Orbit zur Erde zurückkehren sollen.
  • Lesen lernen – Ein Schlüssel zur Selbstständigkeit

    Lesen lernen – Ein Schlüssel zur Selbstständigkeit

    In Frankreich haben rund 2,5 Millionen Menschen Schwierigkeiten mit der französischen Sprache – sie können nicht ausreichend lesen, schreiben oder sich verständigen. Gerade in einer Gesellschaft, die stark auf schriftliche Kommunikation setzt, führt das oft zu erheblichen Einschränkungen im Alltag. Doch es gibt Hoffnung: In Paris engagiert sich die Organisation „Savoirs pour réussir Paris“ dafür, Erwachsenen und jungen Menschen ab 16 Jahren das Lesen und Schreiben beizubringen.

    Ein Raum der Konzentration und des Lernens

    In einem kleinen, gemütlichen Raum im 20. Arrondissement von Paris sitzen mehrere Lernwillige. Wer diesen Ort aufsucht, muss sich zuvor durch den Großstadtdschungel navigieren – Straßenschilder lesen, den richtigen Metroausgang finden. Für die Teilnehmenden ist das keine Selbstverständlichkeit, doch sie kommen regelmäßig hierher, manche schon seit Jahren.

    Paméla gehört dazu. Sie arbeitet in einer Keramikwerkstatt und erzählt stolz von ihren Fortschritten: „Ich kann endlich Straßenschilder entziffern, Supermarktetiketten verstehen und sogar im Internet recherchieren.“ Eine enorme Erleichterung im Alltag! Aber es gibt noch einen ganz persönlichen Erfolg: Ihre Leidenschaft für Manga hat eine neue Dimension bekommen – sie kann die Geschichten nun selbst lesen.

    Fehlermachen erlaubt – und erwünscht!

    „Autonomie ist unser Schlüsselbegriff“, erklärt Martine, eine der engagierten Kursleiterinnen. Sie hat Mediationswissenschaften studiert und arbeitet ehrenamtlich für die Organisation. Ihr wichtigster Grundsatz: „Hier gibt es keine Angst vorm Fehler – wir helfen uns gegenseitig.“

    Im heutigen Workshop steht nicht nur das Entziffern von Texten auf dem Programm. Es geht um Verstehen, um Erinnern und um den Sinn hinter den Worten. Lesen ist schließlich weit mehr als Buchstaben aneinanderzureihen.

    Olmo, 24 Jahre alt, besucht die Kurse seit zwei Jahren. Er arbeitet in einer Verpackungsfirma und hofft auf eine bessere Zukunft – vielleicht sogar einen beruflichen Aufstieg. „Hier zu sein gibt mir Mut“, sagt er.

    Aber es sind nicht nur die jungen Menschen, die sich weiterbilden wollen. Ein älterer Herr, der Jahrzehnte in einer Metzgerei gearbeitet hat, kämpft mit der modernen Technik: „Handys, Computer – ich verstehe das alles nicht.“ Für ihn ist das Lesenlernen ein Schritt in Richtung digitale Welt.

    Martine sieht genau darin die Stärke der langfristigen Betreuung: „Wir können Schwierigkeiten erkennen und gezielt daran arbeiten.“

    Eine bunte Gemeinschaft

    Die Teilnehmenden kommen aus unterschiedlichsten Lebensrealitäten. Manche sind in Frankreich geboren, andere erst später eingewandert. Menschen, die auf der Suche nach Arbeit sind, Geflüchtete, oder solche, die einfach selbstständiger leben möchten – sie alle finden hier Unterstützung.

    Perrine Terrier, die Leiterin der Organisation, beschreibt das Projekt als „ein Spiegelbild der Pariser Gesellschaft“. Die Mehrheit der Lernenden hat einen Migrationshintergrund oder wuchs in einem zweisprachigen Umfeld auf. Doch auch viele französische Muttersprachler*innen sind dabei. „Manche hatten eine ganz normale Schulzeit“, erklärt Perrine, „aber mit den Jahren haben sich ihre Kenntnisse abgebaut, sodass sie jetzt große Schwierigkeiten haben.“

    Ein Beispiel ist Dominique, die in Lille geboren wurde. Sie wuchs in staatlicher Obhut auf, ihre Schulbildung blieb bruchstückhaft. Heute kämpft sie mit den Folgen.

    Oder Isabelle, eine 46-jährige Ivorerin. „Ich habe bis zur fünften Klasse in meinem Heimatdorf gelernt, aber irgendwann alles vergessen“, erzählt sie.

    Mehr als nur Buchstaben

    Lesen zu können bedeutet mehr als nur Worte zu erkennen. Es geht um Eigenständigkeit, um Würde und darum, sich nicht im Alltag verloren zu fühlen. Isabelle bringt es auf den Punkt: „Es ist einfach unglaublich anstrengend, nicht richtig lesen und schreiben zu können.“

    Und wer möchte sich schon ständig auf andere verlassen müssen, um eine Rechnung zu verstehen, einen Fahrplan zu lesen oder eine Nachricht zu beantworten?

    Diese kleinen Erfolge sind es, die den Teilnehmenden Mut machen – und zeigen, dass es nie zu spät ist, um zu lernen.

    Catherine H.

  • Frankreichs Premierminister plädiert für den Aufbau einer Reservearmee

    Frankreichs Premierminister plädiert für den Aufbau einer Reservearmee

    Am 16. März 2025 äußerte Premierminister François Bayrou in der Radiosendung „Questions politiques“ auf France Inter und franceinfo die Notwendigkeit, neben der Berufsarmee eine zusätzliche Reservearmee aufzubauen. Er betonte, dass finanzielle Einschränkungen eine genaue Festlegung der Größe dieser Reserve erschweren. Bayrou erklärte, dass die Reserve aus Personen bestehen solle, die im Laufe der Zeit ausgebildet wurden und bereit sind, weiterhin engagiert zu bleiben. Historische Perspektive und aktuelle Herausforderungen Frankreich verfügt traditionell über eine der fähigsten Streitkräfte Europas und ist seit dem EU-Austritt des Vereinigten Königreichs die einzige Atommacht innerhalb der Europäischen Union. Die französischen Streitkräfte bestehen aus dem Heer (Armée de Terre), der Marine (Marine Nationale), der Luftwaffe (Armée de l’air et de l’espace) und der Gendarmerie nationale. Laut verfügbaren Daten betrug die Gesamtstärke der aktiven Soldaten im Jahr 2018 etwa 206.317, ergänzt …

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  • Verheerender Brand in nordmazedonischer Diskothek fordert fast 60 Todesopfer – was man inzwischen weiss

    Verheerender Brand in nordmazedonischer Diskothek fordert fast 60 Todesopfer – was man inzwischen weiss

    Ein Konzertabend voller Euphorie verwandelte sich in eine Katastrophe: In der nordmazedonischen Stadt Kocani ist eine Diskothek in Flammen aufgegangen. Das verheerende Feuer forderte mindestens 59 Todesopfer, mehr als 150 Menschen wurden verletzt. Nach ersten Erkenntnissen könnte Pyrotechnik die Ursache gewesen sein.

    Feuer bricht mitten in der Nacht aus

    Die Tragödie ereignete sich in der Nacht von Samstag auf Sonntag, als die beliebte Hip-Hop-Gruppe DNK in der Diskothek „Pulse“ auftrat. Laut den Behörden brach das Feuer gegen 3 Uhr morgens aus – nur wenige Stunden nach Beginn des Konzerts.

    In sozialen Netzwerken kursieren Aufnahmen, die zeigen, wie Funken von sogenannten „Bühnenfontänen“ in den Raum sprühen – kleinen Indoor-Feuerwerkskörpern, die bei Shows für spektakuläre Effekte sorgen. Später aufgetauchte Videos zeigen gewaltige Flammen, die aus dem Club schlagen, während Feuerwehr- und Rettungswagen vor dem ausgebrannten Gebäude stehen.

    Laut Innenminister Pance Toskovski könnte sich das Feuer durch Funken, die auf ein leicht entzündliches Material an der Decke trafen, rasant ausgebreitet haben. „Innerhalb weniger Augenblicke war das gesamte Lokal in Flammen gehüllt, dicker Rauch füllte den Raum“, erklärte er.

    Schreckensbilanz: Dutzende Tote und viele Verletzte

    Von den 59 bestätigten Todesopfern konnten bisher 35 identifiziert werden, die meisten stammen aus Kocani und der nahegelegenen Stadt Stip. Die Verletztenzahlen sind erschreckend: 155 Menschen wurden ins Krankenhaus eingeliefert, viele mit schweren Verbrennungen oder Rauchvergiftungen.

    Auch der DNK-Musiker Vladimir Blazev erlitt schwere Gesichtsverbrennungen und musste künstlich beatmet werden. Laut seiner Schwester kämpft er weiterhin um sein Leben. Unter den Opfern befindet sich zudem ein Polizist, der während des Konzerts im Dienst war.

    Eine Augenzeugin, die das Konzert besuchte, schilderte die dramatischen Szenen: „Zuerst haben wir es nicht ernst genommen. Dann brach Panik aus, überall wurde geschrien, Menschen drängten zur Tür, aber viele kamen nicht schnell genug raus.“ Sie selbst wartete vor einem Krankenhaus in Skopje auf einen Freund, der Verbrennungen an der Hand erlitten hatte.

    Laut Krankenhausberichten waren viele Opfer zwischen 14 und 25 Jahre alt – eine erschütternde Tatsache.

    Internationale Anteilnahme und Hilfsangebote

    Die Katastrophe erschütterte nicht nur Nordmazedonien, sondern rief auch internationale Reaktionen hervor. Ministerpräsident Hristijan Mickoski sprach von einem „unermesslichen Verlust“ und versprach staatliche Unterstützung für die betroffenen Familien.

    Der EU-Botschafter in Nordmazedonien, Michalis Rokas, bekundete auf X (ehemals Twitter) seine „aufrichtige Anteilnahme“ und betonte, dass Europa mit dem Land trauere. Auch die Präsidentin des Europäischen Parlaments, Roberta Metsola, äußerte ihr Beileid. Sogar Papst Franziskus, der selbst im Krankenhaus liegt, ließ über den Vatikan sein Mitgefühl ausrichten.

    Neben den Beileidsbekundungen wurden auch konkrete Hilfsangebote gemacht. Bulgarien erklärte sich bereit, Schwerverletzte in Krankenhäuser nach Sofia und Varna zu verlegen, während Albanien ebenfalls Unterstützung zusicherte.

    Ermittlungen und offene Fragen

    Vier Haftbefehle wurden bereits ausgestellt, doch die Behörden machten bislang keine Angaben zu den Verdächtigen. Die zentrale Frage bleibt: Wer trägt die Verantwortung für diese Tragödie?

    War die verwendete Pyrotechnik überhaupt genehmigt? Gab es Sicherheitsmängel im Club? Wurden Fluchtwege blockiert? Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, doch es könnte dauern, bis alle Fragen geklärt sind.

    Eines ist jedoch sicher: Der Brand von Kocani wird als eine der schlimmsten Katastrophen in der Geschichte Nordmazedoniens in Erinnerung bleiben.

    Von C. Hatty