Am Samstag, dem 22. März 2025, wurde der Rabbiner Arié Engelberg in Orléans Opfer eines brutalen Angriffs, was weit über die Grenzen der Stadt hinaus Bestürzung auslöste. Der Vorfall, der sich in unmittelbarer Nähe zur Synagoge ereignete, stellt nicht nur einen weiteren erschreckenden Fall von Hasskriminalität dar, sondern bringt auch die französische Regierung in eine Lage, in der Worte nicht mehr ausreichen. Präsident Emmanuel Macron und Justizminister Gérald Darmanin reagierten umgehend – und schärfer als bei vergleichbaren Vorfällen der Vergangenheit. Ihre Reaktionen lassen erkennen, wie ernst Paris die Lage inzwischen nimmt.
Ein Angriff mit symbolischer Sprengkraft
Rabbiner Engelberg war am frühen Morgen auf dem Weg zur Synagoge, als er von einem Mann attackiert wurde, der ihn zunächst antisemitisch beschimpfte und dann mit einem Messer schwer verletzte. Auch sein Sohn, der versuchte einzugreifen, erlitt Verletzungen. Beide überlebten, befinden sich aber weiterhin in medizinischer…
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Ein leises Surren, die Räder drehen sich – und Strom fließt. Nicht aus einer Batterie, sondern direkt aus der Bewegung. Klingt nach Science-Fiction? Ist aber Realität im Loiret, einer Region nahe Orléans in Frankreich. Hier tüftelt Adrien Lelièvre seit 2016 an einer Idee, die das Konzept des E-Bikes auf den Kopf stellt. Sein Pi-POP ist das erste elektrische Fahrrad ganz ohne Akku. Und es hat das Potenzial, unsere Vorstellung von umweltfreundlicher Mobilität neu zu definieren.
Was treibt das Pi-POP an?
Keine Batterie, kein Ladekabel, keine Lithium-Probleme. Stattdessen arbeitet das Pi-POP mit Superkondensatoren – kleinen Energiewundern, die elektrische Energie nicht chemisch, sondern physikalisch speichern. Diese Technik kennen wir eigentlich aus der Industrie oder aus Hybridautos, wo sie für kurze, kräftige Energieschübe genutzt wird.
Im Alltag funktioniert das so: Auf flachen Strecken oder bei Abfahrten nutzt das Fahrrad seinen Elektromotor als Generator – ähnlich einer Dynamo. Dabei wird Bewegungsenergie in Strom umgewandelt und in den Superkondensatoren gespeichert. Und wenn es mal anstrengend wird? Dann hilft der gespeicherte Strom bei Steigungen, Gegenwind oder beim Anfahren – mit bis zu 250 Watt.
Ziemlich clever, oder?
„Wir verschwenden ständig Energie – Pi-POP nicht.“
Während herkömmliche Fahrräder beim Bremsen Wärme erzeugen und damit wertvolle Energie verlieren, denkt das Pi-POP einen Schritt weiter. Beim Verzögern schaltet es zuerst den sogenannten Motorbremse-Modus ein. Das bedeutet: Die kinetische Energie der drehenden Räder wird in Strom umgewandelt und wieder gespeichert.
Bis zu 400 Watt können beim Bremsen zurückgewonnen werden. Das ist nicht nur effizient – das ist fast schon poetisch in seiner Logik.
Leistungsstark und reaktionsschnell
Kritiker fragen sich: Reicht das? Kann so ein Fahrrad ohne Akku überhaupt mithalten? Lelièvres Antwort ist ein selbstbewusstes Ja. Die Leistung entspricht dem gesetzlich erlaubten Maximum für E-Bikes: 250 Watt. Und durch die schnellere Reaktionszeit der Superkondensatoren fühlt sich die Unterstützung sogar direkter an.
Ein kurzer Schub beim Anfahren an der Ampel, ein kräftiger Tritt in den Hang hinauf – genau dann, wenn man es braucht, ist die Energie da.
Aber was ist mit langen, steilen Strecken?
Fairerweise sagt der Entwickler: Das Pi-POP ist für den Alltag gedacht. Für Städte mit moderaten Höhenunterschieden – 50 bis 100 Meter Anstieg packt das Rad locker. Und damit erfüllt es bereits die Bedürfnisse von rund 70 Prozent der französischen Städte.
Klar, wer damit den Mont Ventoux erklimmen will, kommt nicht weit. Aber wer will das im Alltag schon? Genau – fast niemand.
Für die wenigen, die es doch in die Berge zieht, hat das Team bereits vorgesorgt. Neue, leichtere Modelle mit sportlicher Zehn-Gang-Schaltung sind in Arbeit. Erste Tests in Gebirgsregionen laufen vielversprechend. Die Rückmeldungen? Durchweg positiv.
Die Idee hinter der Idee
Warum das Ganze? Warum nicht einfach einen Akku einbauen wie alle anderen auch?
„Ein Fahrrad ist per Definition ein Symbol für nachhaltige Mobilität“, sagt Adrien Lelièvre. Und mit Batterien wird dieses Symbol seiner Meinung nach entstellt.
Denn Batterien – insbesondere Lithium-Ionen-Batterien – bringen jede Menge Umweltprobleme mit sich: Aufwendige Förderung, schlechte Recyclingquote, begrenzte Lebensdauer. Und das alles für ein Verkehrsmittel, das eigentlich ein Vorbild in Sachen Ökologie sein könnte?
Es sei wie ein Bio-Apfel, der in Plastik eingeschweißt wird.
Superkondensatoren hingegen punkten gleich mehrfach: Sie bestehen aus Aluminium, Papier und Kohlenstoff – allesamt Stoffe, die zu 95 Prozent recycelbar sind. Ihre Lebensdauer? Zehn bis fünfzehn Jahre. Und die Rohstoffe sind auf der Erde reichlich vorhanden. Anders als Lithium, das oft unter fragwürdigen Bedingungen abgebaut wird.
Ein bisschen Zukunft – heute schon erfahrbar
Der Pi-POP ist kein futuristisches Konzept auf dem Reißbrett, sondern ein Produkt, das bereits auf Frankreichs Straßen rollt. Über 600 Stück wurden seit 2022 verkauft – Tendenz steigend. Die Produktion soll bald in ein größeres Gebäude verlagert werden. Ziel: 10.000 verkaufte Räder pro Jahr.
Klingt ambitioniert?
Ist es auch. Aber wer den Preis für das beste Produkt beim renommierten Concours Lépine gewinnt – eine Art Erfinder-Oscar – dem traut man Großes zu. Und ehrlich: Wer hätte gedacht, dass ein E-Bike ohne Batterie möglich ist?
Was bedeutet das für die Mobilität von morgen?
Stell dir vor, Städte voller Fahrräder, die sich selbst mit Energie versorgen. Kein Kabelsalat, keine Umweltprobleme durch Akkuentsorgung. Kein Streit mehr um die Frage, ob Elektromobilität wirklich nachhaltig ist. Einfach nur: treten, rollen, Strom gewinnen.
Warum hat das nicht schon längst jemand erfunden?
Vielleicht, weil der Gedanke an Verzicht schwerfällt – selbst wenn es kein echter Verzicht ist. Denn das Pi-POP bietet all das, was ein modernes E-Bike können muss. Nur eben ohne die Schattenseiten.
Ein kleiner Schritt für ein Fahrrad – ein großer für die Mobilität
Diese Erfindung zeigt: Nachhaltigkeit muss nicht Verzicht bedeuten. Sie kann auch bedeuten, Dinge anders zu denken – einfacher, klarer, klüger.
Und manchmal genügt eine einfache Bewegung – eine rollende Radumdrehung –, um eine neue Idee ins Rollen zu bringen.
Von Andreas M. Brucker
Quellen: Interview mit Adrien Lelièvre auf franceinfo, März 2025.
Wer sich die Weltgeschichte wie einen dichten Wald voller Ereignisse vorstellt, stößt am 23. März auf einige besonders markante Bäume. Manche ragen hoch auf, andere sind eher unscheinbar, doch zusammen zeichnen sie ein erstaunliches Bild vom politischen, kulturellen und sozialen Wandel – global und besonders in Frankreich.
1933: Der Tag, an dem das „Ermächtigungsgesetz“ den Weg zur Diktatur ebnete
Beginnen wir mit einem der düstersten Kapitel der deutschen Geschichte. Am 23. März 1933 verabschiedete der Reichstag im Berliner Kroll-Opernhaus das „Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich“. Besser bekannt als das Ermächtigungsgesetz.
Ein harmlos klingender Titel – aber der Inhalt hatte es in sich: Die Regierung unter Adolf Hitler konnte fortan ohne parlamentarische Zustimmung Gesetze erlassen. Selbst Verfassungsänderungen waren möglich. Damit war die Weimarer Demokratie de facto abgeschafft, der Weg für die NS-Diktatur geebnet.
Was viele nicht wissen: Dieses Gesetz kam nicht einfach so durch. Die Nazis hatten den Reichstag bereits durch Terror und Einschüchterung auf Linie gebracht. Kommunistische Abgeordnete saßen nach dem Reichstagsbrand in Haft, viele Sozialdemokraten wurden bedroht. Nur 94 mutige SPD-Abgeordnete stimmten dagegen – einer von ihnen, Otto Wels, hielt eine denkwürdige Rede. Ein letztes Aufbäumen der Demokratie, ehe die Dunkelheit hereinbrach.
1848 in Mailand: Wenn ein Volk sich gegen die Besatzer erhebt
Springen wir 85 Jahre zurück – nach Norditalien. Am 23. März 1848 endeten in Mailand die sogenannten „Cinque Giornate“, die „fünf Tage von Mailand“. Der Aufstand gegen die österreichische Herrschaft hatte die Stadt erschüttert, Barrikadenkämpfe zwischen Bürgern und kaiserlichen Truppen tobten in den Straßen.
An jenem Tag zog sich die Armee von Feldmarschall Radetzky zurück. Die Italiener jubelten, glaubten an den Sieg der Revolution. Es war ein kurzer Triumph – nur Monate später schlugen die Habsburger mit aller Härte zurück. Aber die Flamme der italienischen Einigung war entfacht, und Mailand wurde zu einem Symbol für den Widerstand gegen fremde Herrschaft.
1991: Referendum in Russland – der Anfang vom Ende
Wieder ein ganz anderes Kapitel – diesmal aus dem Jahr 1991. Die Sowjetunion wankte, der Eiserne Vorhang war gefallen. Und dann geschah etwas, das sich nur wenige Jahre zuvor kaum jemand hätte vorstellen können: Am 23. März fand ein Referendum über die Zukunft der Sowjetunion statt.
Fast 80 % der Teilnehmer stimmten für den Erhalt einer reformierten Union. Und doch sollte es nicht so kommen. Die Realität überholte das Ergebnis – nur acht Monate später existierte die Sowjetunion nicht mehr. Es war ein Tag zwischen den Zeiten, zwischen Vergangenheit und Zukunft. Fast wie ein letzter Versuch, das Unaufhaltsame aufzuhalten. Aber wer hätte es ernsthaft glauben können?
2001: Der Startschuss für die ISS-Crew
Ein kleiner Sprung nach oben – buchstäblich. Am 23. März 2001 startete das Space-Shuttle Discovery mit einer siebenköpfigen Crew zur Internationalen Raumstation (ISS). Eine Mission, die technisches Können, internationale Zusammenarbeit und menschliche Neugier vereinte. Inmitten all der politischen und militärischen Umbrüche ein starkes Zeichen: Die Menschheit kann auch gemeinsam in Richtung Zukunft blicken.
Frankreich am 23. März – mehr als nur ein Nebenschauplatz
Natürlich lohnt sich auch ein genauer Blick auf Frankreich. Hier hat der 23. März ebenfalls Spuren hinterlassen.
1910 etwa wurde Akira Kurosawa geboren – ein japanischer Regisseur, klar, aber warum das in einem Frankreich-Abschnitt? Ganz einfach: Kein anderer asiatischer Filmemacher hat das europäische Kino, insbesondere das französische der Nouvelle Vague, so beeinflusst wie er. Truffaut, Godard und selbst Tarantino – sie alle standen in seiner kreativen Schuld. Sein Geburtstag wurde in Paris regelmäßig in Cinemathèques gefeiert. Manchmal lohnt sich ein Umweg, um ans Ziel zu kommen.
Deutlich französischer geht es 1968 zu. In Nanterre, einem Vorort von Paris, begann eine kleine Studentengruppe unter einem gewissen Daniel Cohn-Bendit zu protestieren. Am 23. März eskalierte die Lage: Es kam zu Zusammenstößen mit der Polizei. Was als lokale Unzufriedenheit begann, sollte wenige Wochen später in den Mai-Unruhen gipfeln, die ganz Frankreich erschütterten.
Ein Student aus der Zeit erzählte später, dass er sich in jenem Frühling „plötzlich wie ein Weltveränderer“ gefühlt habe. Es lag etwas in der Luft – Aufbruch, Wut, Hoffnung. Und ein bisschen Größenwahn.
Kleiner Fun Fact am Rande
Auch das darf mal sein: Am 23. März 1983 verkündete US-Präsident Ronald Reagan die Entwicklung der sogenannten Strategic Defense Initiative (SDI) – im Volksmund „Star Wars“-Programm genannt. Ziel: Ein Raketenschild gegen sowjetische Atomwaffen. Science-Fiction traf Geopolitik. Die Franzosen kommentierten die Initiative damals spöttisch als „Hollywood-Diplomatie“.
Ein Tag wie ein Kaleidoskop
Wer hätte gedacht, dass ein einziges Datum so viele Facetten zeigen kann? Vom repressiven Gesetz in Berlin bis zur Raumfahrt-Mission im All, von Straßenschlachten in Mailand bis zu studentischen Unruhen bei Paris – der 23. März zieht sich durch die Geschichte wie ein feines Gewinde durch ein altes Tuch.
Manchmal war er Wendepunkt, manchmal Auslöser. Oft war er ein Zwischenruf im großen Konzert der Ereignisse. Und vielleicht fragt man sich: Wenn an einem einzigen Tag so viel passieren kann – was bringt dann erst der nächste?
Der Entschluss reifte nicht über Nacht. Für Jennifer, eine französisch-israelische Mutter dreier Kinder, war es ein schleichender Prozess – und doch war irgendwann klar: So geht es nicht weiter. Sie und ihr Mann verlassen Israel. Ihr Ziel: Portugal.
Ein radikaler Schritt? Vielleicht. Aber einer, der sich für sie fast schon wie eine Notwehr anfühlt.
Vom Traum zur Ernüchterung
Vor 13 Jahren tauschte das Ehepaar sein Leben in Frankreich gegen den israelischen Traum. Sonne, Gemeinschaft, kulturelle Nähe – ein Neustart mit Hoffnung im Gepäck. Ihre Kinder kamen in Israel zur Welt, wuchsen dort auf, gingen zur Schule. Alles schien auf einem guten Weg.
Doch dann veränderte sich etwas – zunächst langsam, dann rasant. Jennifer schildert es so: „Ich erkenne das Land nicht mehr, das ich mir damals ausgesucht habe.“ Was ist passiert?
Politik, die entfremdet
Die Entwicklungen der letzten Monate unter der Führung von Premierminister Benyamin Netanjahu haben viele schockiert. Autokratische Tendenzen, …
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Die US-Regierung unter Donald Trump macht Ernst mit der Neujustierung der amerikanischen Einwanderungspolitik. Am 25. März wird das Heimatschutzministerium (DHS) im Federal Register einen 35-seitigen Bescheid veröffentlichen, wonach das sogenannte CHNV-Parole-Programm für Migranten aus Kuba, Haiti, Nicaragua und Venezuela eingestellt wird. Die Betroffenen – rund 532’000 Personen – verlieren damit ab dem 24. April ihren legalen Aufenthaltsstatus in den USA.
Das CHNV-Programm war eine der zentralen Massnahmen der Biden-Regierung zur Steuerung der Migration aus krisengeschüttelten Ländern Lateinamerikas. Es erlaubte bestimmten Migranten und ihren Familienangehörigen, mit Hilfe amerikanischer Sponsoren auf legalem Weg in die Vereinigten Staaten einzureisen und dort vorübergehend zu leben. Die Bewilligungen wurden jeweils für einen Zeitraum von zwei Jahren erteilt. Laut offiziellen Angaben erhielten zwischen Oktober 2022 und Januar 2025 etwa 214’000 Haitianer, 117’000 Venezolaner, 111’000 K…
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Ein Hauch Haute Cuisine trifft auf rustikale Auvergne-Tradition.
Wenn die herzhafte Gemütlichkeit der französischen Bergküche auf kreative Leichtigkeit trifft, entsteht etwas ganz Besonderes. In diesem Fall: Mini-Aligot-Crêpes mit gebratener Birne und Walnusskrokant – ein Gericht, das die tradition…
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Die Gespräche über eine Waffenruhe in der Ukraine haben eine neue Wendung genommen. Während öffentlich über Frieden, Stabilität und humanitäre Hilfe gesprochen wird, rücken hinter den Kulissen zunehmend wirtschaftliche Interessen in den Mittelpunkt – allen voran jene der Vereinigten Staaten. Präsident Donald Trump lässt dabei kaum Zweifel daran, dass er die geopolitische Lage nutzen möchte, um den Zugriff auf kritische Rohstoffe und strategische Infrastruktur der Ukraine zu sichern.
In jüngsten Äußerungen betonte Trump die Bedeutung eines raschen Abkommens über die Ausbeutung ukrainischer Ressourcen – eine Forderung, die inzwischen in ein konkretes Verhandlungsformat gegossen wurde. Zwar wurde offiziell ein einmonatiger Waffenstillstand zwischen Kiew und Moskau vereinbart, jedoch ist offenkundig, dass diese Feuerpause auch genutzt werden soll, um wirtschaftliche Vereinbarungen zwischen Washington und Kiew zu vertiefen. Im Zentrum steht dabei ein geplanter Rohstoff- und Investitionspakt…
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Ein rustikaler Bergklassiker mit feinem Twist.
In den windumtosten Höhen des französischen Zentralmassivs liegt das Département Cantal – ein Paradies für Käseliebhaber und Freunde deftiger Hausmannskost. Die klassische Truffade – ein herzhafter Kartoffelauflauf mit viel Cantal-Käse und Knoblauch – …
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32 Milliarden Dollar – so viel ist Google-Mutter Alphabet die Zukunft wert. In einem bislang beispiellosen Deal schluckt der Tech-Riese das junge, aber hochangesehene Cybersicherheitsunternehmen Wiz. Damit setzt Alphabet nicht nur ein klares Zeichen in Richtung Wettbewerber wie Microsoft und Amazon – es geht auch um nichts Geringeres als das Sicherheitsversprechen der digitalen Welt.
Wiz: Vom Newcomer zum Big Player
Wiz wurde 2020 gegründet – ein Jahr, das viele eher mit globaler Unsicherheit verbinden. Für das israelische Start-up jedoch war es der Beginn eines kometenhaften Aufstiegs. Die Gründer, einst Teil des von Microsoft übernommenen Sicherheitsunternehmens Adallom, brachten Erfahrung, Vision und eine ordentliche Portion Ehrgeiz mit.
Innerhalb kürzester Zeit konnte sich Wiz als feste Größe im Cloud-Sicherheitsmarkt etablieren. Und das nicht irgendwo – Kunden wie BMW, Morgan Stanley oder der Luxuskonzern LVMH zeugen von einem Ruf, den sich viele in Jahrzehnten nicht erarbeiten.
Ein zweiter Anlauf mit mehr Biss
Schon 2023 versuchte Google, sich Wiz zu schnappen – damals für 23 Milliarden US-Dollar. Doch die Sorge um kartellrechtliche Stolpersteine ließ den Deal platzen. Jetzt, mit satten 9 Milliarden mehr auf dem Tisch, war der Weg frei. Manchmal muss man eben zweimal anklopfen, bevor sich die Tür öffnet.
Cloud first, Security always
Warum diese Summe? Warum jetzt?
Die Antwort liegt in der strategischen Ausrichtung von Alphabet. Die Cloud-Sparte von Google wächst, doch sie hinkt den Platzhirschen AWS und Azure noch hinterher. Wer dort aufholen will, braucht ein starkes Argument – und das ist heute mehr denn je: Sicherheit.
Cyberattacken, Datenlecks, KI-Risiken – Unternehmen stehen unter Druck, ihre digitalen Vermögenswerte zu schützen. Wiz bringt das nötige Know-how mit, um Bedrohungen frühzeitig zu erkennen und abzuwehren – direkt in der Cloud-Umgebung.
Sundar Pichai, CEO von Alphabet, bringt es auf den Punkt: „Sicherheit ist eine fundamentale Priorität… die Landschaft verändert sich.“ Recht hat er – und mit Wiz will Google ganz vorne mitmischen, wenn es um die Sicherheit von morgen geht.
Große Chancen – und einige Stolpersteine
Doch so vielversprechend die Übernahme klingt, so anspruchsvoll ist auch die Umsetzung. Wiz ist ein agiles, schnell wachsendes Start-up mit einer ganz eigenen Kultur. Google, obwohl für Innovation bekannt, ist eben doch ein Riese mit gewachsenen Strukturen.
Die große Herausforderung? Die Eigenständigkeit und Dynamik von Wiz zu bewahren, ohne die Synergieeffekte zu verschenken.
Hinzu kommt die Beobachtung durch die Kartellbehörden. Auch wenn der Deal im zweiten Anlauf durchgewunken wurde – bei Summen in dieser Größenordnung wird genau hingeschaut.
Ein Signal an die Konkurrenz
Was bedeutet das alles für den Markt? Klar ist: Google will nicht mehr nur mitspielen, sondern mitgestalten. Die Integration von Wiz könnte sich als echter Gamechanger erweisen, vor allem für Unternehmen, die nach umfassenden Sicherheitslösungen aus einer Hand suchen.
Und während AWS und Azure mit etablierten Sicherheitsangeboten punkten, bringt Google jetzt frischen Wind in die Szene – mit Technologie, die auf Innovation statt Tradition setzt.
Mehr als nur ein Zukauf
Es geht hier nicht einfach um den Kauf eines Unternehmens. Es geht um ein Statement. Alphabet zeigt, dass Sicherheit nicht nur ein technisches, sondern ein strategisches Thema ist. Wer im Cloud-Geschäft erfolgreich sein will, muss Vertrauen schaffen – und genau das will Google mit Wiz.
Wie gut das gelingt? Die Zeit wird’s zeigen. Doch eines ist sicher: Die Karten im Cloud-Sicherheitsmarkt wurden gerade neu gemischt.
Mit der Entscheidung zugunsten von Boeing für den Bau des neuen Tarnkappenjets F-47 setzt die US-Regierung unter Präsident Donald Trump ein deutliches Zeichen in Richtung militärischer Modernisierung. Der Jet der sechsten Generation, der im Rahmen des Next Generation Air Dominance (NGAD)-Programms entwickelt wird, soll nicht nur die alternde F-22 Raptor ablösen, sondern auch die künftige Lufthoheit der USA sichern. Dabei steht weniger eine singuläre Plattform im Mittelpunkt als vielmehr ein vernetztes System aus bemannten und unbemannten Luftfahrzeugen.
Der F-47 als Herzstück eines neuen Luftkampfsystems
Das NGAD-Programm verfolgt einen systemischen Ansatz: Der F-47 dient als zentrale bemannte Komponente, begleitet von autonomen Drohnen, die zusätzliche Waffen tragen und elektronische Kriegsführung oder Aufklärung übernehmen können. Dieses „Familiensystem“ soll in Echtzeit vernetzt und flexibel einsetzbar sein – eine Antwort auf die dynamischen Herausforderungen moderner Luftkriegsführ…
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