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  • Brand am Stellwerk legt Bahnhof Tours lahm – Chaos auf den Schienen dauert an

    Brand am Stellwerk legt Bahnhof Tours lahm – Chaos auf den Schienen dauert an

    Ein einzelner Brand in der Nacht – und plötzlich steht in Tours fast alles still. Das Feuer, das sich in den letzten Märztagen nahe dem Stellwerk der Gare de Tours entfachte, hat weitaus größere Wellen geschlagen als zunächst angenommen. Kabel verschmort, Signalanlagen zerstört – die Folge: Der Bahnhof Tours bleibt bis zum 28. April komplett vom Bahnverkehr abgehängt.

    Was ist passiert?

    In der Nacht vom 28. auf den 29. März brach das Feuer aus und beschädigte nicht nur oberirdische Technik, sondern vor allem jene unsichtbaren Lebensadern der Bahn – die unterirdischen Kabel. Auch das Signalsystem des Stellwerks erwischte es heftig. Kein Signal, keine Züge – so einfach, so dramatisch. Ursprünglich rechnete die SNCF mit etwa zwei Wochen Reparaturzeit. Doch je tiefer die Techniker gruben, desto klarer wurde: Das wird nichts mit einem schnellen Comeback.

    Stillstand mit Umwegen

    Damit Touraine nicht komplett abgehängt wird, hat die SNCF in Windeseile einen Notfallplan aufgezogen – improvisiert, aber effektiv:

    – Züge, besonders die beliebten TER-Verbindungen, werden derzeit nach Joué-lès-Tours und Saint-Pierre-des-Corps umgeleitet. Keine perfekte Lösung, aber besser als gar nichts.

    – Busse pendeln im 30-Minuten-Takt zwischen dem Stadtzentrum von Tours und Saint-Pierre-des-Corps. Wer ein Zugticket besitzt, darf einfach zusteigen – ohne Zusatzkosten.

    – In den Bahnhöfen selbst stehen mehr Mitarbeiter als gewöhnlich bereit. Sie helfen Reisenden bei der Orientierung und sorgen dafür, dass sich niemand komplett verloren fühlt.

    Rund um die Uhr im Einsatz

    Die Reparaturarbeiten laufen auf Hochtouren. Mehr als 100 Personen – Spezialisten der SNCF und beauftragter Firmen – schuften Tag und Nacht. Sie ersetzen die zerstörten Kabel, installieren neue Systeme und testen die Anlagen gründlich. Klar, niemand will riskieren, dass bei Wiederaufnahme des Betriebs irgendetwas wackelt. Sicherheit geht vor – ohne Kompromisse.

    Und was ist mit den Pendlern?

    Tja, für die rund 7.000 Stammkunden der TER-Linien in der Region ist das Ganze alles andere als ein kleines Ärgernis. Verspätungen, alternative Routen, Chaos in der täglichen Routine – wer auf den Zug angewiesen ist, spürt die Krise hautnah.

    Doch es gibt ein kleines Trostpflaster: Die Region Centre-Val de Loire stellt 200.000 Euro als Entschädigung bereit – das sind im Schnitt etwa 30 Euro pro betroffene Person. Sicher keine Wunderheilung, aber zumindest ein Zeichen, dass die Sorgen der Pendler nicht übersehen werden.

    Was zeigt uns das alles?

    Ganz ehrlich: Wie kann ein einziges Feuer so viel lahmlegen? Die Antwort ist simpel – und beunruhigend. Moderne Infrastruktur ist komplex, eng vernetzt und dadurch anfällig. Ein Zwischenfall wie dieser zeigt, wie schnell alles aus dem Ruder laufen kann. Man möchte sich nicht ausmalen, was ein gezielter Angriff anrichten könnte…

    Was sollten Reisende jetzt tun?

    Wer in den nächsten Wochen durch oder ab Tours reisen will, sollte doppelt wachsam sein. Vor der Abfahrt unbedingt die aktuellen Infos checken – über die offiziellen SNCF-Kanäle oder per App. Zusätzlich Zeit einplanen, lieber einmal zu früh am Bahnsteig als zu spät. Und – auch wenn’s schwerfällt – ein bisschen Geduld mitbringen.

    Krisen wie diese fordern alle: Betreiber, Techniker, aber vor allem die Fahrgäste. Doch wenn man eines sagen kann, dann das: Die Region rückt in solchen Momenten spürbar zusammen. Und das ist vielleicht der einzige Lichtblick inmitten all der verkohlten Technik.

    Von Andreas M. Brucker

  • Kommunale Unterstützung für nationale Verteidigung: Symbolik mit politischer Tragweite

    Kommunale Unterstützung für nationale Verteidigung: Symbolik mit politischer Tragweite

    In der südfranzösischen Gemeinde Trans-en-Provence hat der Gemeinderat beschlossen, 1.500 Euro zur Unterstützung der nationalen Verteidigungsanstrengungen bereitzustellen. Dieser Schritt ist bemerkenswert, da die Verteidigung traditionell eine Domäne des Zentralstaates ist. Die Bereitstellung finanzieller Mittel für die nationale Verteidigung durch eine Kommune ist in Frankreich ungewöhnlich. Es stellt sich die Frage, ob lokale Gebietskörperschaften in strategischen Angelegenheiten des Staates eine Rolle spielen sollten und welches Signal eine solche Initiative aussendet. Bürgermeister Pascal Demarthe betont die Bedeutung des Beitrags im aktuellen geopolitischen Kontext, insbesondere angesichts der militärischen Unterstützung Frankreichs für die Ukraine. Die bereitgestellten Mittel sollen an die Stiftung der sozialen Werke der Luftwaffe (FOSA) oder an einen Solidaritätsfonds für Kriegsversehrte fließen. Dies ermöglicht es der Gemeinde, rechtliche Hürden zu umgehen, die eine direkte Fin…

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  • USA: Verheerende Stürme im Mittleren Westen – Mindestens 7 Tote nach Tornados und Überschwemmungen

    USA: Verheerende Stürme im Mittleren Westen – Mindestens 7 Tote nach Tornados und Überschwemmungen

    Ein riesiges Sturmsystem hat am Donnerstag den mittleren Süden der USA erschüttert – mit tödlichen Folgen. Tornados, sintflutartige Regenfälle und heftige Winde forderten mindestens sieben Menschenleben und hinterließen eine Spur der Zerstörung in mehreren Bundesstaaten.

    Ein Sturm ohne Pause

    Seit Tagen zieht eine nahezu ununterbrochene Wetterfront von Texas bis Tennessee. Nach Angaben des Wettervorhersagezentrums drohte am Donnerstagabend rund vier Millionen Menschen eine „anhaltende, lebensbedrohliche Sturzflutlage“. Allein bis zum Abend wurden über 30 Tornados gemeldet – mit teils verheerenden Auswirkungen. In einigen Gegenden hagelte es sogar Baseball-große Eisklumpen.

    Was macht so ein Wetterereignis mit den Menschen, die mitten in der Nacht aus dem Schlaf gerissen werden, weil das eigene Haus plötzlich auf dem Dach liegt?

    In Tennessee wurden fünf Todesopfer bestätigt, darunter zwei Menschen in Fayette County, deren Haus buchstäblich umgedreht wurde. In Missouri kam eine weitere Person ums Leben, in Indiana starb jemand, als er mit dem Auto über eine heruntergerissene Stromleitung fuhr.

    Zerstörung auf ganzer Linie

    Die Infrastruktur hat ebenfalls schwer gelitten. Über 200.000 Haushalte zwischen Mississippi und Michigan waren ohne Strom. In Nashville versagten die Tornado-Sirenen – sie heulten so lange, dass sie am Ende schlicht den Geist aufgaben. In manchen Straßen konnte man nicht mehr erkennen, wo der Gehweg aufhört und der Fluss beginnt.

    Am Flughafen von Nashville fielen binnen weniger Stunden rund 7,5 Zentimeter Regen – fast so viel wie sonst im gesamten April. In McNairy County kollabierten Kommunikationssysteme, Feuerwehrleute wateten durch Trümmer, wie Videos der Highway Patrol zeigen.

    Keine Entwarnung in Sicht

    Der Sturm ist noch nicht vorbei. Auch am Freitag wurden neue Tornados erwartet. Für Teile von Arkansas galt bereits die zweithöchste Warnstufe für schwere Gewitter. Noch dramatischer: Die NOAA rief am Donnerstagabend für Arkansas, Tennessee und Kentucky die höchste Risikostufe für übermäßigen Regen aus – ein äußerst seltenes Ereignis.

    Darone Jones vom National Weather Service in Memphis erklärte, dass angesichts der weiteren Wetterlage zunächst keine vollständigen Schadensanalysen durchgeführt werden könnten. Die Priorität liege auf der Warnung der Bevölkerung. Erst später sollen Teams in betroffene Regionen geschickt werden, um das Ausmaß zu erfassen.

    Tornado-Serien ohne Ende

    Allein von Dienstag bis Donnerstag wurden über 36 Tornados vorläufig gemeldet – und es könnten noch mehr werden. In Lake City, Arkansas, raste am Mittwochabend ein gewaltiger Wirbelsturm über die Stadt hinweg. Auch nördlich von Indianapolis hinterließ ein Tornado eine Schneise der Verwüstung. Dort stürzte ein Lagerhaus teilweise ein, und Überflutungen sorgten für zusätzliche Probleme.

    Im Osten Tennessees meldeten sich am Donnerstagmorgen neue Tornadogefahren. Besonders betroffen waren Selmer und Bethel Springs – vermutlich von zwei Tornados nur zwei Stunden auseinander getroffen. Wenig später zog ein weiteres Sturmgebiet direkt an Nashville vorbei, begleitet von erneuten Tornado-Warnungen.

    Regierungen reagieren

    In Kentucky, Tennessee und Arkansas wurde der Notstand ausgerufen. In Missouri unterzeichnete Gouverneur Mike Kehoe einen Erlass zur Aktivierung der Nationalgarde. Die Behörden sind im Dauereinsatz – doch die Wetterlage bleibt kritisch.

    So grausam es klingt: Die Region ist Stürme gewohnt. Aber diese Art von anhaltender Extremwetterlage – mit Tornados, Überschwemmungen und Stromausfällen auf so breiter Fläche – zeigt, wie verletzlich moderne Gesellschaften trotz aller Technik sein können.

    Bleibt die Frage: Wie viele solcher Warnzeichen braucht es noch, bis sich wirklich etwas ändert?

    Von C. Hatty

  • Brandade de Morue im Mille-Feuille-Stil mit Zitronen-Petersilienöl

    Brandade de Morue im Mille-Feuille-Stil mit Zitronen-Petersilienöl

    Ein Hauch von Tradition, Schicht für Schicht neu gedacht. Die Brandade de Morue ist eine klassische Spezialität aus Nîmes – im Herzen des Languedoc. Traditionell handelt es sich um eine cremige Emulsion aus gesalzenem Stockfisch (Morue), Olivenöl, Milch und oft Kartoffeln, serviert rustikal in eine…

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  • Lammrücken mit Lavendelkruste & Rotwein-Feigen-Jus

    Lammrücken mit Lavendelkruste & Rotwein-Feigen-Jus

    Ein modernisiertes Festgericht aus dem Herzen des Languedoc Im Languedoc, wo die Garrigue-Kräuter wild wachsen und der Mistral durch die Weinberge weht, ist das Osterlamm weit mehr als ein Brauch – es ist eine Hommage an den Frühling. In dieser modernen Interpretation trifft zartes Lamm auf duftende…

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  • Motoren, Mysterien und Mützen – Auf Spurensuche mit Tim und Struppi im MNA Mülhause

    Motoren, Mysterien und Mützen – Auf Spurensuche mit Tim und Struppi im MNA Mülhause

    Wenn Comicfiguren lebendig würden – welche Autos würden sie fahren?

    Eine Frage, die man sich vielleicht mal im Vorbeigehen stellt. Aber spätestens nach einem Besuch im „Musée National de l’Automobile“ in Mülhausen bekommt sie eine ziemlich konkrete, ziemlich schicke Antwort. Zwischen verchromtem Kühlergrill und knatterndem Zeitgeist haben sich in diesem Frühling ganz besondere Gäste ins größte Automobilmuseum der Welt geschlichen: Tim, Struppi und ihre legendären Karossen.

    Und das Timing? Könnte nicht besser sein.

    Eine Ausstellung wie ein Comic-Abenteuer

    Vom 5. April bis zum 11. November 2025 zieht eine Sonderausstellung Comicfans, Oldtimer-Nerds und neugierige Nostalgiker in ihren Bann. „Die Autos aus Tim und Struppi“ heißt das Spektakel, das auf 25.000 m² nicht nur glänzenden Lack, sondern vor allem eine glänzende Idee präsentiert: die Verbindung zwischen Hergés gezeichneten Autowelten und ihren realen Vorbildern.

    Was das heißt?

    Nun, man steht plötzlich vor einem Bugatti Type 35, genau dem, den Bobby Smiles durch die Seiten jagt. Oder vor dem 2CV der Schultzes – einem rollenden Symbol für Chaos und Charme. Direkt daneben: Originalzeichnungen, Storyboards, handschriftliche Notizen. Fast als könnte Hergé jeden Moment mit Tintenfass und Notizblock um die Ecke biegen.

    Und dann ist da noch ein unerwartetes Sahnehäubchen…

    Zwischen Realität und Fantasie: Ein fotografischer Brückenschlag

    Wer hätte gedacht, dass ein Schweizer Journalist hier so gut reinpasst? Léonard Gianadda, seines Zeichens Reporter und Globetrotter, hat auf seinen Reisen Fotos geschossen, die verblüffend oft Parallelen zu den Comic-Abenteuern aufweisen. Die Ausstellung zeigt seine Bilder direkt neben den gezeichneten Pendants – und plötzlich verschwimmen die Grenzen zwischen Fiktion und Realität auf ganz charmante Weise.

    Ein bisschen so, als hätte Tim wirklich gelebt. Oder als hätte Gianadda heimlich für Hergé Modell gestanden.

    Der Weg durch Mülhausen – Industriekultur trifft Nostalgie

    Bevor man ins Museum eintaucht, lohnt ein kleiner Bummel durch Mülhausen. Die Stadt im Elsass liegt etwa 60 Kilometer südwestlich von Freiburg – ein Katzensprung über die Grenze. Bekannt für ihre industrielle Vergangenheit, überrascht sie mit einer Mischung aus Fabrikromantik, Streetart und französischem Savoir-vivre. Wer sich auf den Weg zur „Rue de la Mertzau 17“ macht, spaziert durch ein Viertel, das so wunderbar unaufgeregt ist, dass man kurz vergisst, wo man eigentlich hinwollte.

    Bis sich das MNA wie ein schlafender Riese vor einem aufbaut.

    Das Automobilmuseum: Ein Tempel für Technikverliebte

    Schon ohne Sonderausstellung ist das Musée National de l’Automobile eine Reise wert. Die Sammlung Schlumpf – benannt nach den Brüdern Fritz und Hans, zwei leidenschaftliche (und etwas exzentrische) Sammler – ist legendär. Über 500 Oldtimer, darunter Modelle von Bugatti, Rolls-Royce, Ferrari und Mercedes, stehen hier in Hallen, die fast so groß sind wie ein kleiner Flughafen. Und alles mit französischer Eleganz inszeniert – da glänzt nicht nur der Lack, sondern auch das Lichtdesign.

    Fun Fact: Viele der Autos wurden heimlich zusammengetragen, teils unter großem finanziellen Risiko. Heute gehört die Sammlung zum Kulturerbe Frankreichs.

    Und mittendrin? Tim und Struppi, als hätten sie nie woanders hingehört.

    Kulinarische Boxenstopps – Zwischen Museum und Markthalle

    So viel Input macht hungrig. Glücklicherweise liegt das Museum nicht weit vom Stadtzentrum entfernt. Wer zu Fuß Richtung Place de la Réunion schlendert, kann sich mit einem Crêpe auf die Hand stärken oder in einem der kleinen Bistros einkehren. Empfehlenswert: das „Chez Auguste“ – Elsässer Küche mit modernem Twist. Oder lieber ein bisschen Streetfood vom Marché du Canal Couvert? Da duftet es nach Gewürzen, nach Leben, nach Fernweh.

    Klingt gut? Ist es auch.

    Warum gerade diese Ausstellung so besonders ist

    Klar, Autos gibt’s in vielen Museen. Comics sowieso. Aber hier treffen zwei Welten aufeinander, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Doch dann steht man vor dem alten Citroën, blättert durch die Panels und merkt: Hergé hat Autos nie zufällig gezeichnet. Sie waren immer Teil der Geschichte, Charaktere mit Motor und Auspuff. Und das macht diese Ausstellung nicht nur für Autofans interessant – sondern auch für alle, die Geschichten lieben.

    Und mal ehrlich – wann hat man das letzte Mal einen Museumsbesuch mit einem Grinsen beendet?

    Reisetipps für Neugierige

    Anreise:
    Mülhausen liegt gut angebunden. Wer mit dem Auto aus Süddeutschland kommt, fährt über die A5 bis zur Grenze und dann weiter auf der französischen A36. Mit dem Zug geht’s via Freiburg oder Basel, von dort direkt nach „Mulhouse Ville“.

    Öffnungszeiten Museum:
    Täglich geöffnet von 10 bis 17 Uhr – im Sommer sogar bis 18 Uhr. Tickets gibt’s online oder vor Ort. Am besten unter: www.musee-automobile.fr

    Tipp für Familien:
    Kinder lieben die Comicbezüge – und dürfen sich auf kleine interaktive Stationen freuen. Und das Café im Museum bietet Schokocroissants, die selbst Struppi vom Hocker hauen würden.


    Und, schon neugierig geworden?

    Vielleicht ist es genau dieser Mix aus Nostalgie, französischem Flair und motorisiertem Wahnsinn, der diese Ausstellung so besonders macht. Vielleicht ist’s auch einfach das Gefühl, als Comicfigur durch eine Museumswelt zu spazieren.

    So oder so – es lohnt sich.

    Ein Reisebericht von V.O.Yager

  • Wenn Wut tödlich endet: Familiendrama erschüttert das Departement Gard

    Wenn Wut tödlich endet: Familiendrama erschüttert das Departement Gard

    Saint-Martin-de-Valgalgues – ein kleiner Ort, der bislang vor allem durch seine Ruhe bekannt war, steht unter Schock. Am Donnerstag, dem 3. April 2025, eskalierte ein Streit zwischen zwei Familien derart, dass ein Mensch sein Leben verlor. Die Tragödie begann mit einem simplen Konflikt unter Kindern – endete jedoch mit einem Todesfall und einer Gemeinde in tiefer Bestürzung. Was genau ist passiert? Nach Angaben der Polizei begann alles mit einem Streit zwischen den Kindern zweier benachbarter Familien. Was zunächst nach einem alltäglichen Zank unter Heranwachsenden aussah, entwickelte sich in Windeseile zu einer handfesten Auseinandersetzung zwischen den Erwachsenen. Die Väter mischten sich ein – und was als Vermittlung gedacht war, verwandelte sich in einen dramatischen und aggressiven Schlagabtausch. Im Verlauf dieser Eskalation kam es zu einer folgenschweren Szene: Ein 56-jähriger Mann wurde von einem Fahrzeug erfasst, das laut Polizei von einem Familienmitglied der anderen Partei g…

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  • 2025 in Ostfrankreich: Ein Jahr voller Jubiläen, Kultur und Geschichte

    2025 in Ostfrankreich: Ein Jahr voller Jubiläen, Kultur und Geschichte

    Wenn Mauern sprechen könnten – was würden sie erzählen?

    Wahrscheinlich Geschichten von Königen, Revolutionen, mutigen Architekten und Menschen, die der Welt ein Stück Erbe hinterlassen haben. In Ostfrankreich, wo sich das Burgund, das Juragebirge und die Südvogesen begegnen, wartet 2025 ein Festjahr auf Reisende, die mehr suchen als nur schöne Aussichten.

    Denn gleich vier UNESCO-Welterbestätten feiern große Jubiläen – und nehmen ihre Besucher mit auf eine Zeitreise zwischen Stein, Wein und Visionen.


    Besançon: Die Zitadelle und das goldene Zeitalter des Sonnenkönigs

    Besançon liegt nicht nur idyllisch in einer Schleife des Flusses Doubs, sondern auch fest im Griff einer Festung, die schon beim ersten Anblick Respekt einflößt: die Zitadelle von Vauban. Dieses Meisterwerk strategischer Baukunst wird 2025 stolze 350 Jahre alt.

    Doch statt in musealer Stille zu verharren, lebt die Zitadelle – und wie! Da wird gerätselt, gespielt, gestaunt: Wer Lust hat, kann sich bei einem historischen Escape Game durch die Wirren des Spanischen Erbfolgekriegs tüfteln. Oder wie wär’s mit einer spannenden Rekonstruktion der Kapelleneinweihung? Ja, der Sonnenkönig selbst – Ludwig XIV. – spielt dabei eine Hauptrolle.

    Das Ganze wird eingerahmt von einem „Grand Siècle“-Sommer mit historischen Nachstellungen, Filmabenden unter freiem Himmel und einem Hauch französischer Eleganz, der förmlich in der Luft liegt.


    Arc-et-Senans: Salz, Visionen und ein Matrose namens Corto

    Wenige Kilometer weiter südlich entfaltet sich ein ganz anderes Kapitel der Geschichte – das der Königlichen Saline von Arc-et-Senans. Diese ehemalige Salzfabrik, in einem Halbkreis von gewaltigen klassizistischen Gebäuden gefasst, ist der Traum eines Architekten, der seiner Zeit weit voraus war: Claude Nicolas Ledoux.

    250 Jahre nach ihrer Gründung erfindet sich die Saline 2025 neu. Im Mittelpunkt steht eine außergewöhnliche Ausstellung rund um die Figur Corto Maltese, den legendären Seemann aus den Comics von Hugo Pratt. Ein Hauch von Abenteuer durchzieht die Hallen, Zeichnungen treffen auf Träume, und man fragt sich fast unweigerlich: Gibt es einen besseren Ort für Seefahrerfantasien als ein ehemaliges Salzwerk?


    Ronchamp: Le Corbusiers Kapelle – wie neu geboren

    Die Anfahrt zur Kapelle Notre-Dame du Haut in Ronchamp führt durch Wälder und Hügel, bis plötzlich dieses eigenwillige Bauwerk auf einem grünen Hügel thront. Le Corbusier hat hier etwas geschaffen, das sich jeder Beschreibung entzieht – monumental und zugleich meditativ.

    70 Jahre nach ihrer Erbauung erstrahlt die Kapelle 2025 in neuem Glanz. Die Sanierungsarbeiten, die über mehrere Jahre liefen, sind abgeschlossen. Die Fassade wirkt heller, der Innenraum klarer, das Licht – magisch wie eh und je.

    Dieses Jubiläum feiert nicht nur ein Gebäude, sondern auch eine Idee: Dass Spiritualität nicht stillstehen muss, sondern mit der Zeit gehen darf. Vorträge, Führungen und Musikveranstaltungen machen diesen Ort zu einem lebendigen Denkmal.


    Climats de Bourgogne: Wo der Wein Geschichte schreibt

    Man muss es selbst erlebt haben – dieses besondere Licht, das über den Weinfeldern Burgunds liegt. Jede Parzelle, jeder Rebstock erzählt von Jahrhunderten der Sorgfalt, vom Terroir, vom Streben nach Perfektion. Die „Climats“ des Burgunder Weinbaugebiets feiern 2025 ihr zehnjähriges Jubiläum als UNESCO-Welterbe. Und die Region tut das, was sie am besten kann: feiern mit Stil und Geschmack.

    Von Mai bis Juli verwandelt sich das Burgund in ein Fest der Sinne. Der „Mois des Climats“ bringt über 80 Veranstaltungen – darunter Weinwanderungen, kulinarische Märkte, Theateraufführungen in Weinkellern und offene Weingüter. Am 4. Juli pulsiert das Herz der Weinregion bei einem großen Fest im Ort Puligny-Montrachet – ein Fest, das man schmecken, riechen und tanzen kann.

    Und im Dezember? Da wird’s intellektuell: Beaune und Dijon laden zu einem internationalen Kolloquium ein, das sich mit der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Weinanbaus beschäftigt.


    Ein Jahr – vier Wege in die Vergangenheit

    Was verbindet eine barocke Festung, eine revolutionäre Salzfabrik, eine moderne Kapelle und traditionsreiche Weinlagen? Sie alle erzählen vom menschlichen Drang, Spuren zu hinterlassen – in Stein, in Raum, im Geschmack.

    Wer 2025 nach Ostfrankreich reist, wird nicht nur schauen, sondern staunen, mitmachen, schmecken und lernen. Jede dieser Stätten bietet Erlebnisse, die weit über das Übliche hinausgehen.

    Und wer weiß – vielleicht findet man zwischen einem Glas Pinot Noir und einem Sonnenuntergang über Ronchamp auch ein kleines Stück von sich selbst wieder.

    Ein Reisebericht von V.O.Yager

  • Wenn ein Aprilscherz im Parlament landet – und für rote Köpfe sorgt

    Wenn ein Aprilscherz im Parlament landet – und für rote Köpfe sorgt

    Manchmal schreibt die Politik ihre skurrilsten Geschichten selbst – oder lässt sich von einem Aprilscherz ein Bein stellen. Genau das passierte am 2. April 2025 in der französischen Nationalversammlung. Arnaud Le Gall, Abgeordneter der linken Partei La France Insoumise (LFI), stellte während einer Sitzung der Kommission für auswärtige Angelegenheiten eine ernst gemeinte Frage zum angeblichen Besuch des US-Vizepräsidenten J.D. Vance beim traditionellen Pfingstpilgerweg nach Chartres. Ein religiös geprägtes Event, bei dem – so Le Gall – offenbar eine ideologisch motivierte Rede Vances bevorstand. Der Abgeordnete zeigte sich besorgt über die möglichen Auswirkungen auf die französische Laizität und fragte den Außenminister Jean-Noël Barrot, ob es diplomatische Gespräche dazu gegeben habe. Was folgte, war ein Moment parlamentarischer Peinlichkeit. Wenn Satire auf Realität trifft Denn das vermeintliche Ereignis, auf das sich Le Gall bezog, war frei erfunden. Ein klassischer Aprilscherz, lanc…

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  • Trumps Zollkeule – und Frankreichs Ruf nach wirtschaftlichem Patriotismus

    Trumps Zollkeule – und Frankreichs Ruf nach wirtschaftlichem Patriotismus

    Wenn ein US-Präsident laut „America First“ ruft und dabei mit der Zollkeule um sich schlägt, bleibt das in Europa nicht ohne Echo. Donald Trump hat es mal wieder getan – Strafzölle eingeführt, Importe verteuert, die Muskeln spielen lassen. Für viele mag das wie ein Déjà-vu wirken, doch diesmal hat es vor allem die Europäer im Visier, allen voran Frankreich. Und dort stellt sich nun die Frage: Sollen wir wirtschaftlichen Patriotismus als Antwort wählen?

    Wer austeilt, muss mit Gegenwind rechnen

    Donald Trumps neueste Entscheidung: saftige Zölle auf Importe. Zehn Prozent pauschal – für die EU sogar zwanzig. Eine Ansage. Die französische Regierung reagierte empört, scharf – und ungewohnt geschlossen. Kein Wunder, denn die Maßnahme trifft nicht nur Wirtschaftsgrößen und Exportchampions, sondern auch viele kleine und mittlere Unternehmen, die mit viel Mühe internationale Märkte erobert haben.

    Der Ton in Paris ist plötzlich ein anderer. Worte wie „Souveränität“, „Selbstschutz“ und „Heimatmarkt“ machen die Runde. Präsident Macron spricht offen davon, Investitionen in den USA zu überdenken. Unternehmen werden indirekt ermutigt, neue Fabriken lieber im eigenen Land zu errichten als in den Vereinigten Staaten. Und zack – da ist er wieder, der wirtschaftliche Patriotismus.

    Nur ein modischer Reflex oder langfristige Strategie?

    Wirtschaftlicher Patriotismus klingt irgendwie schön, nicht wahr? Fast wie ein sonntägliches Bekenntnis zur Heimat. Doch was bedeutet das eigentlich konkret? Unternehmen sollen verstärkt lokal produzieren, Arbeitsplätze vor Ort schaffen, auf Importe verzichten, wann immer es möglich ist – vor allem aus Ländern, die sich nicht gerade als faire Partner verhalten.

    Aber Hand aufs Herz: Ist das in der Realität überhaupt umsetzbar? In einer Welt, in der Lieferketten oft über drei Kontinente reichen, Rohstoffe aus einem Dutzend Ländern kommen und Produkte global verkauft werden? Da ist wirtschaftlicher Patriotismus schnell mehr Ideal als Instrument.

    Protektionismus 2.0 oder selbstbewusste Wirtschaftspolitik?

    Natürlich ist es verständlich, dass Frankreich nicht tatenlos zusehen will, wie ein wichtiger Handelspartner seine Märkte abschottet. Die Idee, auf eigene Stärke zu setzen, ist verführerisch. Doch wie so oft liegt der Teufel im Detail.

    Ein übertriebener Rückzug ins Nationale kann gefährlich sein. Wer Mauern hochzieht, isoliert sich – wirtschaftlich, politisch, kulturell. Und das genau in einem Moment, in dem Europa eigentlich enger zusammenrücken müsste. Der Ruf nach wirtschaftlichem Patriotismus darf deshalb nicht mit einem modernen Protektionismus verwechselt werden.

    Unternehmen zwischen zwei Welten

    Für die französischen Unternehmen wird die Lage nun besonders knifflig. Auf der einen Seite stehen die Anreize, sich dem nationalen Schulterschluss anzuschließen – mit dem Versprechen von politischer Rückendeckung, Subventionen oder steuerlichen Vorteilen. Auf der anderen Seite locken die USA mit einem riesigen Markt, Innovationskraft und bekannten Marken. Was also tun?

    Manche Firmen dürften den patriotischen Appell der Politik mit einem verständnisvollen Nicken quittieren – und dann doch pragmatisch entscheiden. Denn am Ende zählt der wirtschaftliche Erfolg. Andere hingegen werden die Chance nutzen, ihre Produktion wirklich nach Frankreich zurückzuholen – in der Hoffnung, damit auch Vertrauen und Kundenloyalität zu gewinnen.

    Braucht Frankreich ein neues wirtschaftliches Narrativ?

    Vielleicht ist es genau das, was aus dieser Krise entstehen kann – ein neues Selbstverständnis. Ein wirtschaftlicher Patriotismus, der nicht auf Abschottung setzt, sondern auf Qualität, Nachhaltigkeit und regionale Stärke. Einer, der sagt: „Wir können global denken und gleichzeitig lokal handeln.“

    Denn klar ist auch: Eine solche Haltung funktioniert nur, wenn sie von echter Innovation, attraktiven Rahmenbedingungen und einem wachen Blick auf die Welt begleitet wird. Wer französischen Firmen sagt, sie sollen auf Exporte verzichten oder keine US-Werke mehr bauen, muss ihnen auch Alternativen bieten.

    Ein Weckruf, kein Rückschritt

    Die Trumpschen Zölle mögen kurzfristig wie ein Schock wirken – doch sie sind auch ein Weckruf. Für Frankreich. Für Europa. Für all jene, die den freien Handel für selbstverständlich hielten. Es ist Zeit, neue Wege zu denken. Nicht naiv, aber selbstbewusst. Nicht blind patriotisch, sondern klug lokal verwurzelt.

    Denn in einer Welt voller Handelskonflikte, geopolitischer Spannungen und wirtschaftlicher Unsicherheiten gilt: Wer sich nicht bewegt, wird bewegt. Und manchmal ist wirtschaftlicher Patriotismus gar kein Rückschritt – sondern eine Einladung, das Fundament neu zu gießen.

    Catherine H.