Kategorie: Alle Artikel

  • Frankreich: Koordinierte Angriffe auf Gefängnisse entlarven kriminelle Netzwerke

    Frankreich: Koordinierte Angriffe auf Gefängnisse entlarven kriminelle Netzwerke

    Eine Welle von Gewalt erschüttert seit Mitte April das französische Justizsystem. Mindestens 15 gezielte Attacken auf Justizvollzugsanstalten und deren Bedienstete haben das Land aufgeschreckt – die Handschrift: organisiert, brutal und bis ins Detail geplant. Angezündet, beschossen, bedroht Autos von Gefängnismitarbeitern gehen in Flammen auf. Einschusslöcher in Anstaltsmauern, Schmierereien mit den Initialen „DDPF“ – ein rätselhafter Name, der sich schnell als Abkürzung für „Défense des droits des prisonniers français“ (Verteidigung der Rechte französischer Gefangener) entpuppt. Schauplätze wie Toulon-La Farlède, Marseille, Valence oder Nanterre werden zur Kulisse für ein neues Kapitel organisierter Gewalt. Was hier abläuft, ist kein wütender Protest, sondern eine beispiellose Eskalation. Die Angriffe – oft nachts verübt – ähneln in ihrer Präzision manchmal militärischen Operationen. Von purer Zerstörung bis zur gezielten Einschüchterung reicht das Repertoire der Täter. Und die Botsch…

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  • La Fondue Bouquetine au Beaufort: Ein alpiner Hochgenuss

    La Fondue Bouquetine au Beaufort: Ein alpiner Hochgenuss

    🫕 Herkunft und Geschichte Das Fondue Bouquetine au Beaufort stammt aus der französischen Region Savoie, einer Gegend, in der schneebedeckte Gipfel, alpine Wiesen und robuste Milchkuhherden das Landschaftsbild prägen. Die Bezeichnung „Bouquetine“ leitet sich von den Bouquetins ab, den Alpensteinböcke…

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  • Rumäniens Wahl unter Hochspannung: TikTok, Trollarmeen und der Tanz mit der Demokratie

    Rumäniens Wahl unter Hochspannung: TikTok, Trollarmeen und der Tanz mit der Demokratie

    Es klingt wie ein Politthriller – doch was derzeit in Rumänien geschieht, ist bittere Realität. Die Präsidentenwahl am 4. Mai ist nicht nur ein Urnengang, sondern ein Kraftakt gegen Manipulation, Propaganda und digitale Unterwanderung. Der Staat kämpft nicht mehr nur um Stimmen, sondern um seine demokratische Glaubwürdigkeit.

    Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Im November 2024 wurde ein Wahlgang in einem EU-Land für ungültig erklärt – weil Russland über TikTok und andere Kanäle massiven Einfluss genommen haben soll. Ziel der Operation: dem rechtsextremen Kandidaten Călin Georgescu den Weg ins höchste Amt zu ebnen. Der Mann gab an, kein Budget zu haben – wurde aber online beworben wie ein Rockstar. Es ist, als hätte man einem Schattenkandidaten eine Hochglanzkampagne spendiert – aus dem Nichts.

    TikTok statt Plakatwand

    2025, neue Wahl, neues Glück? Nicht ganz. Die Behörden sind aufgewacht und setzen nun auf strengere Regeln: Politische Inhalte müssen auf Social Media klar gekennzeichnet sein. Über 116.000 Fake-Accounts wurden bereits gelöscht. Internationale Beobachter aus den USA sind vor Ort, um den Ablauf zu prüfen. Klingt vorbildlich – doch was passiert hinter den Kulissen?

    Denn was die klassischen Sicherheitsmaßnahmen nicht auffangen, sind die tieferliegenden Verwerfungen. Rumäniens Gesellschaft ist polarisiert, die Jugend orientierungslos, die Politik zersplittert. Und auf TikTok lässt sich viel leichter Stimmung machen als in einer Talkshow im Staatsfernsehen.

    George Simion – Kopf der rechtsnationalen AUR – führt derzeit die Umfragen an. Der Mann gibt sich als Anti-System-Politiker, spricht eine klare Sprache und weiß, wie man virale Clips produziert. Pro-EU-Kandidaten wie Crin Antonescu oder Nicușor Dan wirken dagegen fast schon aus der Zeit gefallen – technokratisch, farblos, wenig greifbar.

    Wer gewinnt in so einem Rennen? Der mit dem besten Wahlprogramm – oder der mit den meisten Followern?

    Die Demokratie auf dem Prüfstand

    Rumänien steht an einem Scheideweg. Die EU schaut genau hin – nicht nur wegen der geopolitischen Lage, sondern auch wegen der symbolischen Bedeutung. Wenn ein Mitgliedsstaat in einem Wahlprozess derart ins Wanken gerät, stellt das auch die europäische Wertegemeinschaft in Frage. Was nützt ein Binnenmarkt, wenn das Fundament – die Demokratie – zu bröckeln beginnt?

    Die Behörden geben sich Mühe, keine Frage. Doch Misstrauen lässt sich nicht per Dekret beseitigen. Viele Rumänen sind politikverdrossen, ihre Erwartungen niedrig. Und gerade das macht es extremen Bewegungen so leicht. Wer das System ohnehin für korrupt hält, lässt sich schneller von jenen einfangen, die versprechen, es „aufzuräumen“.

    Zweifel und digitale Dynamik

    Ein besonderes Paradox: Während digitale Plattformen wie TikTok für Desinformation missbraucht werden, sind sie gleichzeitig das wichtigste Sprachrohr zur jungen Wählerschaft. Verbieten? Kontrollieren? Regulieren? Ein Drahtseilakt.

    Denn wie unterscheidet man zwischen legitimer politischer Meinung und gezielter Einflussnahme? Zwischen patriotischer Rhetorik und gefährlichem Nationalismus? Genau hier scheiden sich die Geister – nicht nur in Rumänien.

    Und nun?

    Sollte am 4. Mai keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erringen, wird am 18. Mai erneut gewählt. Zwei Wochen also, in denen sich entscheidet, ob Rumänien weiter europäisch und demokratisch bleibt – oder ob die Versuchung des Populismus obsiegt.

    Die demokratischen Institutionen wurden gestärkt, die Schutzmaßnahmen erweitert. Doch echte Resilienz entsteht nicht durch Technik allein, sondern durch Vertrauen. Vertrauen in faire Prozesse, in transparente Kandidaturen, in die Unabhängigkeit der Medien. Und dieses Vertrauen muss man sich in Zeiten der digitalen Zersetzung hart erarbeiten.

    Denn die Frage, die über dieser Wahl schwebt, lautet: Kann eine Demokratie gegen Algorithmen und Desinformation bestehen?

    Von M.A.B.

  • Macrons Lockruf an US-Forscher: Schöne Worte, aber wo bleibt das Geld?

    Macrons Lockruf an US-Forscher: Schöne Worte, aber wo bleibt das Geld?

    Frankreich zeigt sich weltoffen, visionär – und ein kleines bisschen widersprüchlich. Emmanuel Macron lädt die klügsten Köpfe aus Übersee ein, sich in Frankreich niederzulassen, um hier Forschung zu betreiben, die anderswo vielleicht zensiert, gekürzt oder marginalisiert würde. Klingt stark – ist es aber wirklich so einfach? Der 18. April 2025 markierte den Beginn einer PR-Offensive der besonderen Art: Frankreich will sich als wissenschaftlicher Hafen in stürmischen Zeiten positionieren. Mit dem Programm „Choose France for Science“ schickt sich die Grande Nation an, dem amerikanischen Brain Drain ein freundliches Zuhause zu bieten. Der Grund: In den USA sorgt die Politik unter Präsident Trump zunehmend für Unruhe in der Wissenschaftsgemeinde – die Kürzungen von Forschungsetats und der politische Druck auf Universitäten veranlassen viele Forscher zur Flucht. Ein gefundenes Fressen für Macron, der sich gerne als Garant liberaler Werte präsentiert. Große Träume auf dünnem Budget Die franz…

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  • Kommentar: AfD – Ein Albtraum aus der alten Heimat

    Kommentar: AfD – Ein Albtraum aus der alten Heimat

    Ich lebe seit vielen Jahren in Frankreich. Und wenn ich ehrlich bin: Noch nie war ich so froh darüber wie in diesen Tagen.

    In Deutschland hat das Bundesamt für Verfassungsschutz die AfD nun ganz offiziell als rechtsextreme Bewegung eingestuft. Kein Verdacht mehr, kein Herumlavieren – eine klare Ansage. Und als jemand, der sein Herz immer noch halb in Deutschland trägt, macht mich das gleichermaßen wütend und traurig. Denn es bedeutet, dass das, was viele von uns schon lange gespürt haben, jetzt schwarz auf weiß bestätigt wurde: Diese Partei steht nicht mehr nur „am Rand“. Sie ist längst darüber hinaus.

    In Frankreich beobachtet man das mit hochgezogenen Augenbrauen – und ein bisschen hämischem Unterton. Schließlich hat man hier mit dem Rassemblement National selbst genug zu tun. Doch während Marine Le Pen ihren Laden auf bürgerlich trimmt und sich vom ganz offenen Extremismus zumindest rhetorisch distanziert, kokettiert die AfD mit völkischen Parolen, Verschwörungstheorien und der Verachtung für demokratische Institutionen. Der Unterschied? In Deutschland geht es oft nicht nur um Symbolik. Da wird’s ernst.

    Natürlich, ich habe noch Familie und Freunde in Deutschland. Und viele von ihnen sind tief verunsichert. Nicht, weil sie der AfD zustimmen würden – im Gegenteil. Sondern weil sie sich fragen, wie es so weit kommen konnte. Wie ein Land, das aus seiner Geschichte gelernt haben sollte, sehenden Auges in die nächste Katastrophe steuert. Haben wir zu lange weggeschaut? Zu viel hingenommen? Zu oft gesagt: „Ach, das wird schon nicht so schlimm“?

    Ganz ehrlich – genau das ist der Punkt.

    Diese Gleichgültigkeit hat uns dahin gebracht, wo wir heute stehen. Und nein, es hilft nichts, sich einzureden, dass „die da oben“ alle gleich sind. Diese Haltung ist nicht nur bequem – sie ist brandgefährlich. Denn sie verschafft genau jenen Auftrieb, die nicht auf Gleichheit, Freiheit und Menschlichkeit setzen, sondern auf Ausgrenzung, Hass und Rückwärtsgewandtheit.

    In meiner französischen Wahlheimat diskutieren die Menschen viel über Identität, Säkularismus und Migration. Auch hitzig, auch kontrovers – aber es gibt eine Linie, die nicht überschritten wird. Wer offen den Nationalsozialismus verharmlost, wird gesellschaftlich geächtet. Wer Minderheiten pauschal diffamiert, hat keine Bühne. In Deutschland hingegen? Da wird Björn Höcke zur Galionsfigur. Ein Mann, der sich kaum Mühe gibt, seine Ideologie zu verschleiern.

    Und genau da liegt das Problem: Die AfD ist nicht „nur“ eine Protestpartei. Sie ist längst ein politisches Projekt mit autoritären Zielen. Sie will nicht reformieren – sie will abschaffen. Und wer glaubt, das beträfe nur „die anderen“, irrt gewaltig. Wenn einmal der Damm bricht, gibt es kein sicheres Ufer mehr.

    Klar, ich bin nicht ausgewandert, weil ich vor der AfD geflohen bin. Aber ich merke, wie sich mein Blick auf Deutschland verändert hat. Früher war da Stolz – auf ein Land, das aus Trümmern eine Demokratie gebaut hat. Heute ist da Sorge – um Freunde, um Familie, um die Gesellschaft, um das, was wir vielleicht gerade verlieren.

    Und manchmal, wenn ich in einer kleinen französischen Bar sitze, bei einem Glas Rotwein, denke ich: Wie konnte es so weit kommen? Wie haben wir so viel Vertrauen verspielt?

    Vielleicht ist jetzt der Punkt gekommen, an dem wir nicht mehr schweigen dürfen. Nicht mehr abwinken. Nicht mehr denken: „Die meinen doch nicht mich.“ Doch, sie meinen uns alle.

    Und wenn wir unsere Stimme nicht erheben, dann werden andere sie für uns erheben – und das wird dann richtig hässlich.

    Von C. Hatty

  • 4. Mai: Revolution, Tragödie und Aufbruch

    4. Mai: Revolution, Tragödie und Aufbruch

    Der 4. Mai ist ein Datum, das sich fest im Gedächtnis der Geschichte verankert hat. Ein Tag, an dem in Frankreich Barrikaden errichtet, in den USA geschossen, in Jugoslawien getrauert und in Italien Fußballgeschichte geschrieben wurde. Kaum ein Tag ist so facettenreich – und doch bleibt er oft unbemerkt, obwohl er die Welt an vielen Stellen nachhaltig verändert hat.

    Paris 1968 – Der Funke einer Revolte

    Frankreich am 4. Mai 1968: Die Sorbonne in Paris wird geschlossen. Was wie eine Verwaltungsmaßnahme wirkt, entwickelt sich binnen Stunden zur Initialzündung einer Protestbewegung, die das ganze Land erschüttert. Studenten, Arbeiter, Intellektuelle – sie alle stellen sich gegen ein System, das sie als verkrustet, autoritär und ungerecht empfinden. Die Straße wird zum politischen Schauplatz, die Parolen an den Wänden – „Sous les pavés, la plage!“ – werden zum Schlachtruf einer Generation.

    Wer heute an Frankreichs gesellschaftliche Umbrüche denkt, landet früher oder später bei diesem Mai. Die Forderungen nach Mitbestimmung, Gleichheit und einem anderen Leben hallen noch Jahrzehnte nach. Viele soziale Reformen der Folgejahre wurzeln genau hier.

    Das „Kleine Maximumgesetz“ – Brot für alle?

    Rund 175 Jahre zuvor, ebenfalls in Paris, reagiert die Revolutionsregierung am 4. Mai 1793 mit einem drastischen Schritt auf die Hungersnot: Sie setzt Höchstpreise für Getreide fest – ein Versuch, das Elend der Armen zu lindern und die Versorgung zu sichern. Doch wie so oft zeigt sich auch hier: Gute Absichten allein machen noch kein funktionierendes Wirtschaftssystem. Schwarzmärkte florieren, Bauern rebellieren, und die Spannungen im Land nehmen weiter zu.

    Ein weiteres Beispiel dafür, wie eng soziale Gerechtigkeit, wirtschaftliche Stabilität und politische Macht verflochten sind.

    Kent State 1970 – Schüsse auf die Zukunft

    1. Mai 1970. Kent State University, Ohio. Studenten protestieren gegen den Vietnamkrieg – friedlich, laut, unbequem. Doch was dann geschieht, trifft die USA ins Mark: Die Nationalgarde eröffnet das Feuer, vier junge Menschen sterben, weitere werden verletzt.

    Ein Foto von einer trauernden Studentin neben einem toten Kommilitonen geht um die Welt – und mit ihm ein Aufschrei gegen Gewalt, Unterdrückung und eine Regierung, die den Kontakt zur jungen Generation verloren zu haben scheint.

    Ein brutaler Beweis dafür, wie dünn der Firnis der Demokratie manchmal ist. Und ein Lehrstück in Sachen Protestkultur, das bis heute nachwirkt.

    Haymarket 1886 – Kampf für den Achtstundentag

    Ein anderes Amerika, ein anderes Jahrhundert: Chicago, 1886. Arbeiter kämpfen für gerechte Arbeitszeiten – mit Demonstrationen, Streiks, Aufrufen. Am 4. Mai explodiert bei einer Kundgebung auf dem Haymarket eine Bombe. Chaos. Polizisten und Demonstranten sterben. Der Traum von Gerechtigkeit wird in Blut getränkt.

    Und doch: Der 1. Mai, der heute weltweit als Tag der Arbeit begangen wird, geht auf diesen Kampf zurück. Ein weiteres Mal zeigt sich: Fortschritt entsteht nicht durch Passivität, sondern durch Widerstand.

    Titos Tod 1980 – Ein Land verliert seinen Kitt

    Jugoslawien, 4. Mai 1980. Josip Broz Tito stirbt. Der Mann, der das Land zusammenhielt, der kommunistische Führer mit Charisma und eiserner Hand, ist nicht mehr. Die Trauer ist groß – doch sie überdeckt nur kurz die politischen Risse, die sich schon längst durch den Vielvölkerstaat ziehen.

    Was folgt, ist bekannt: Nationalismus, Krieg, Zersplitterung. Tito war kein Heiliger, aber er war das Bollwerk gegen das, was nach ihm kam. Sein Tod markiert mehr als ein persönliches Ende – er ist das Vorbeben eines politischen Bebens, das Europa nachhaltig verändert.

    Superga 1949 – Ein Verein verliert seine Seele

    Ein ganz anderes Drama erschüttert Italien am 4. Mai 1949. Die Mannschaft des AC Turin – das „Grande Torino“, wie sie genannt wird – stürzt bei der Rückkehr von einem Freundschaftsspiel in Lissabon mit dem Flugzeug ab. Alle 31 Insassen sterben.

    Turin versinkt in Trauer, ganz Italien trauert mit. Die Mannschaft war Symbol für Hoffnung und Aufschwung nach dem Krieg. Ihr plötzlicher Verlust reißt ein Loch ins Herz des italienischen Fußballs, das sich nie ganz schließt.

    Hollywood 1927 – Die Oscars nehmen Fahrt auf

    Zurück auf die andere Seite des Atlantiks: Am 4. Mai 1927 gründet sich in Los Angeles die Academy of Motion Picture Arts and Sciences. Zunächst eine Interessensvertretung, wird sie bald zur Instanz in der Filmwelt. Die Oscars, die jährlich verliehen werden, sind heute das Nonplusultra der Filmbranche.

    Wer hätte gedacht, dass dieser eher unspektakuläre Tag in einem Konferenzraum einmal über Karrieren, Glanz und Glamour bestimmen würde?

    Hemingway 1953 – Der alte Mann, das Meer und der Preis

    Am selben Tag, ein Vierteljahrhundert später, wird Ernest Hemingway für seine Novelle „Der alte Mann und das Meer“ mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Die Geschichte eines alten Fischers, der sich gegen einen riesigen Marlin behauptet, berührt Leser weltweit. Eine Geschichte von Stolz, Verlust und dem ewigen Kampf gegen die Elemente – und gegen sich selbst.

    Ein literarischer Meilenstein, der Hemmingways Status als Meister der klaren Sprache und tiefen Menschlichkeit festzurrt.

    Schalke 04 – Fußballliebe seit 1904

    In Deutschland steht der 4. Mai auch für eine Gründung mit Kultpotenzial: 1904 entsteht in Gelsenkirchen der FC Schalke 04. Was als Schülerprojekt beginnt, wird zu einer der legendärsten Fußballinstitutionen des Landes – mit all ihren Höhen, Tiefen und dem ganz eigenen Ruhrpott-Charme.

    Wie oft wurde Schalke schon totgesagt – und kam dann wieder? Irgendwie passt das zur Geschichte des 4. Mai: Nichts bleibt, wie es ist. Aber alles hat seinen Ursprung.

    Und heute?

    Man fragt sich fast automatisch: Welche Entscheidungen, welche Begegnungen, welche scheinbar beiläufigen Ereignisse am heutigen 4. Mai werden später einmal Geschichte sein?

    Vielleicht sitzt irgendwo ein junger Mensch, schreibt einen Aufruf, gründet eine Idee, die morgen die Welt verändert. Vielleicht ahnt niemand, dass gerade jetzt ein Umbruch seinen Anfang nimmt.

    Denn eines zeigt dieser Tag auf beeindruckende Weise: Geschichte ist nicht das, was in Büchern steht – sie entsteht jeden Tag neu.

  • Frankreich blickt auf Deutschland: Ein Nachbar in der Krise

    Frankreich blickt auf Deutschland: Ein Nachbar in der Krise

    Selten zuvor hat Frankreich mit so viel Aufmerksamkeit auf die innenpolitische Entwicklung in Deutschland geschaut wie im Frühjahr 2025. Die Turbulenzen in Berlin wirken nicht nur destabilierend auf das größte Land der EU, sondern senden politische Schockwellen weit über die Landesgrenzen hinaus. Der Sturz der Ampelkoalition, der historische Aufstieg der AfD und die Rückkehr der CDU an die Macht haben in Paris eine Mischung aus Besorgnis und strategischer Neugier ausgelöst. Berlin ringt um Stabilität – und Paris beobachtet aufmerksam, wie Europas politisches Schwergewicht seinen Kurs neu bestimmt. Der Niedergang einer Koalition Was als ambitioniertes Projekt begann, endete im politischen Desaster. Die sogenannte „Ampelkoalition“ aus SPD, Grünen und FDP war seit ihrer Bildung im Jahr 2021 von tiefgreifenden ideologischen Spannungen geprägt. Haushaltsdisziplin, Klimapolitik, Verteidigungsausgaben – zu vielen Themen gab es keine gemeinsame Linie, sondern Kompromisse auf niedrigstem gemein…

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  • Macrons Bildungs-Offensive: Aufbruch oder Ablenkungsmanöver?

    Macrons Bildungs-Offensive: Aufbruch oder Ablenkungsmanöver?

    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bringt frischen Wind ins Bildungssystem – zumindest auf dem Papier. Im Juni 2025 startet eine sogenannte Bürgerkonvention, die nichts Geringeres als den schulischen Tagesrhythmus von Millionen Kindern und Jugendlichen neu gestalten soll. Von Kita bis Abitur, von Unterrichtszeiten bis Ferienplanung – alles steht auf dem Prüfstand. Aber ist das der große Wurf, den das Schulsystem jetzt braucht? Oder doch nur ein politisches Theaterstück, das von tieferliegenden Problemen ablenken soll?

    Ferien kürzen, Tage entzerren? Der Präsident selbst findet: Die Sommerferien sind viel zu lang. Auch die frühen Schulanfänge für Teenager seien nicht ideal. Stattdessen möchte er ein Konzept, das sowohl dem kindlichen Biorhythmus als auch den organisatorischen Bedürfnissen der Eltern besser entspricht. Eine Umstellung der Tagesstruktur, eventuell auch eine Verschiebung des Unterrichtsbeginns für ältere Schüler, liegt auf dem Tisch. Klingt erstmal vernünftig. Kinderfre…

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  • Schüsse in Drancy: Polizeieinsatz eskaliert – Ermittlungen und Empörung

    Schüsse in Drancy: Polizeieinsatz eskaliert – Ermittlungen und Empörung

    Am Freitagabend kam es in Drancy, einem Vorort von Paris, zu einem folgenschweren Polizeieinsatz, der nun gleich zwei Ermittlungen nach sich zieht. Bei einer Kontrolle im Rahmen einer Aktion gegen illegale Motorradrennen – sogenannte „rodéos urbains“ – wurde ein junger Mann durch eine Polizeikugel verletzt. Das Geschehen wurde gefilmt und verbreitete sich rasant in den sozialen Netzwerken. Es entfacht eine hitzige Debatte über Polizeigewalt und Vertrauen in Frankreichs Ordnungskräfte – mal wieder.

    Von Routine zu Chaos Eigentlich sollte es eine gezielte Aktion gegen lärmende und gefährliche Motorcross-Fahrten im öffentlichen Raum sein. In der Nähe der Cité Youri Gagarine stürzte eine Motocross-Maschine – danach überschlagen sich die Ereignisse. Laut Augenzeugen kam es zu einer hitzigen Auseinandersetzung zwischen den Polizisten und Anwohnern. Eine Videoaufnahme zeigt, wie ein Beamter mehrere Warnschüsse abgibt. Sekunden s…

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  • „Ewige Gifte“ in der Wasserleitung: PFAS-Krise im Südelsass trifft die Schwächsten

    „Ewige Gifte“ in der Wasserleitung: PFAS-Krise im Südelsass trifft die Schwächsten

    Ab dem 5. Mai 2025 gilt für elf Gemeinden rund um Saint-Louis im südlichen Elsass ein drastisches Verbot: Säuglinge, Schwangere, Stillende, ältere Menschen und Immungeschwächte dürfen kein Leitungswasser mehr trinken. Der Grund? Eine massive Belastung mit PFAS – jenen „ewigen Chemikalien“, die Umwelt und Gesundheit gleichermaßen bedrohen.

    Ein Cocktail, den niemand bestellt hat PFAS – das Kürzel steht für per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen. Sie sind hitzebeständig, wasserabweisend, langlebig. Klingt nützlich, ist aber fatal: Einmal in der Umwelt, bleiben sie dort – für Generationen. Sie reichern sich in Böden, Gewässern und Lebewesen an. Der Körper kann sie kaum abbauen. Und genau diese Substanzen haben nun das Trinkwasser in weiten Teilen des Departements Haut-Rhin ungenießbar gemacht – zumindest für jene, die am verletzlichsten sind. Erste Hinweise auf die Belastung gab es bereits Ende 2023. Die Gesundheitsbehörde ARS Grand Est schlug Alarm. Doch obwohl Maßnahmen eingeleitet wur…

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