Kategorie: Alle Artikel

  • Energie, Verteidigung … Zwischen Paris und Berlin häufen sich die Streitigkeiten

    Energie, Verteidigung … Zwischen Paris und Berlin häufen sich die Streitigkeiten

    Es steht zur Zeit offensichtlich nicht gut um das deutsch-französische Verhältnis. Seit Donnerstag, dem 20. Oktober, findet in Brüssel ein entscheidender EU-Gipfel zu Energiefragen statt, aber Paris und Berlin befinden schon seit mehreren Monaten nicht mehr auf derselben Wellenlänge. Die Schuld liegt natürlich irgendwie auf beiden Seiten, aber die Liste der Streitigkeiten wird immer länger. Die Stimmung ist so schlecht, dass Paris und Berlin im letzten Moment ein Treffen absagen, das seit 20 Jahren keiner von beiden versäumt hat: den deutsch-französischen Ministerrat, der ursprünglich für Mittwoch, den 26. Oktober, in Fontainebleau geplant war. Das Treffen wurde auf Januar verschoben, in der Hoffnung, dass sich bis dahin alle wieder versöhnt haben. Denn man sollte sich nichts vormachen, bei der Absage geht es nicht nur um Probleme mit der Agenda. Die beiden sonst so verlässlichen Partner haben echte inhaltliche Differenzen. Der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte, fiel Ende Se…

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  • Vereinigtes Königreich: Premierministerin Liz Truss tritt 45 Tage nach ihrer Ernennung zurück

    Vereinigtes Königreich: Premierministerin Liz Truss tritt 45 Tage nach ihrer Ernennung zurück

    Die britische Premierministerin Liz Truss, die nach dem Rücktritt von Boris Johnson an die Macht kam, gibt nun ebenfalls ihr Amt ab und stellt damit die Vorherrschaft der Konservativen Partei in Frage, deren dritte Führungspersönlichkeit innerhalb von drei Jahren abtritt. Die Premierministerin des Vereinigten Königreichs, Liz Truss, ist am Donnerstag, dem 20. Oktober, nach nur 45 Tagen zurückgetreten. Dies ist die kürzeste Amtszeit eines Premierministers oder einer Premierministerin im Vereinigten Königreich im 21. Jahrhundert. Liz Truss, die seit dem 6. September, zwei Tage vor dem Tod von Elizabeth II., im Amt ist, erklärte jetzt nach weniger als zwei Monaten im Amt ihren Rücktritt. Das Scheitern ihres Haushaltsreformprojekts, das zum Zusammenbruch der Finanzmärkte in Großbritannien führte, machte die dritte weibliche Premierministerin in der Geschichte des Landes vollständig unglaubwürdig. Eine gestern durchgeführte Abstimmung über das „Fracking“ hatte die Legitimität der Regierungs…

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  • Benzinknappheit: Zu Beginn der Herbstferien soll sich die Situation entspannen

    Benzinknappheit: Zu Beginn der Herbstferien soll sich die Situation entspannen

    Wie wird die Treibstoffversorgung am Wochenende zu Allerheiligen, dem Beginn der französischen Herbstferien, sein? Frédéric Plan, Generaldelegierter der Fédération Française des Combustibles, Carburants & Chauffage, gibt sich am Donnerstag, dem 20. Oktober, im Gespräch mit Franceinfo beruhigend.

    „Ich erwarte, dass das Allerheiligen-Wochenende ruhiger verlaufen wird“, sagte Frédéric Plan, Generaldelegierter des französischen Verbands für Brennstoffe, Kraftstoffe und Heizung, der die Kraftstoffhändler für den privaten und gewerblichen Bereich sowie 1.000 Tankstellen vertritt, am Donnerstag, dem 20. Oktober, auf Franceinfo.

    Viele Autofahrer haben die Abfahrt in die Herbstferien erst einmal auf Eis gelegt, da sie befürchten, dass ihnen die Kraftstoffe ausgehen könnten. Der Streik wurde heute Morgen in der TotalEnergies-Raffinerie in Gonfreville-l’Orcher (Seine-Maritime) und im Kraftstofflager in Feyzin (Rhône) fortgesetzt. Fast 20% der französischen Tankstellen waren am Mittwochabend noch von Treibstoffknappheit betroffen.

    „Ab dem Zeitpunkt, an dem alle Depots wieder geöffnet werden, dauert es zwei Wochen“. (Frédéric Plan, Generaldelegierter der Fédération Française des Combustibles, Carburants & Chauffage gegenüber Franceinfo)

    „Man kann aber sagen, dass sich die Situation Ende seit letzter Woche nicht mehr verschlechtert hat“, meint Frédéric Plan, „jetzt geht es darum, zu sehen, wie schnell sich die Situation wieder verbessert“. Der Generaldelegierte des französischen Verbands für Brennstoffe, Kraftstoffe und Heizung sagt, dass die Ile-de-France, Teile der Normandie und des Centre-Val-de-Loire sowie die Region Auvergne-Rhône-Alpes, die am stärksten betroffenen Regionen sind.

    Frédéric Plan schätzt, dass es zwei Wochen dauern wird, bis sich die Lage wieder normalisiert, wenn alle Treibstoffdepots wieder geöffnet werden. Er sagt auch, dass es bei den Vertragstankstellen theoretisch schneller gehen kann. Seiner Meinung nach wird es „weniger wahrscheinlich sein, auf leere Zapfsäulen auf der Autobahn zu stoßen, da diese Vertragstankstellen bevorzugt beliefert werden“.

    Mit dem Ende des Streiks könnten sogar die Preise wieder etwas sinken. 

  • Produktrückruf: Käse „Petit Pont-l’Évêque“ mit E-Coli-Bakterien kontaminiert

    Produktrückruf: Käse „Petit Pont-l’Évêque“ mit E-Coli-Bakterien kontaminiert

    Der Käse „Petit Pont-l’Évêque“ wird in ganz Frankreich wegen des Verdachts auf eine Kontamination mit E-Coli-Bakterien zurückgerufen. Die in ganz Frankreich vertriebenen Käsesorten „Petit Pont-l’Évêque“ sind Gegenstand eines Produktrückrufs. Sie könnten mit dem E-Coli-Bakterium verseucht sein. Die betroffenen Produkte wurden in den Handelsketten Grand Frais, Fresh und Mon Marché verkauft. Die Chargen wurden vom 24.09.2022 bis zum 13.10.2022 vermarktet. Die Nummern der betroffenen Lose lauten wie folgt: 030922LI5 – Mindesthaltbarkeitsdatum 17/11/2022 – Barcode: 3252950007678

    Die Website der Regierung RappelConso empfiehlt, das Produkt nicht zu verzehren, es wegzuwerfen oder an die Verkaufsstelle zurückzubringen. „Escherichia coli können innerhalb von drei Tagen nach dem Verzehr zu Gastroenteritis führen, die durch Bauchschmerzen und Durchfall (eventuell mit Blut) gekennzeichnet ist und mit oder ohne Fieber einhergeht. Personen, …

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  • Die Klimaerwärmung in Frankreich könnte schlimmer werden als bisher angenommen

    Die Klimaerwärmung in Frankreich könnte schlimmer werden als bisher angenommen

    Wenn die Treibhausgasemissionen nicht drastisch sinken, könnten die Temperaturen in Frankreich laut einer neuen Studie bis zum Jahr 2100 im Vergleich zum Beginn des 20. Jahrhunderts um durchschnittlich 3,8 °C ansteigen. Die globale Erwärmung kündigt sich für Frankreich schlimmer als erwartet an. Die Temperaturen im Hexagon könnten im Jahr 2100 im Vergleich zum Beginn des 20. Jahrhunderts um durchschnittlich 3,8 °C ansteigen, wenn die Treibhausgasemissionen nicht drastisch sinken. „Das ist ein Anstieg, der um bis zu 50% höher ist als in früheren Prognosen“, sagt Aurélien Ribes, Klimatologe am Centre national de la recherche météorologique (CNRM) und einer der Autoren der Studie. Im schlimmsten Szenario, in dem weiterhin massiv auf fossile Energieträger (Öl, Gas, Kohle) zurückgegriffen wird, könnten die Durchschnittstemperaturen sogar um 6,7 °C steigen, warnt die Studie, die Anfang Oktober in der Fachzeitschrift „Earth Systems Dynamics“ erschienen ist. Im günstigsten Fall würde der Temperaturanstieg 2,3 °C betragen. Insgesamt würde sich „Frankreich stärker erwärmen (ca. +20%) als der globale Durchschnitt“, mit einem durchschnittlichen Anstieg von 0,36 °C pro Jahrzehnt, so Aurélien Ribes. Laut den Vereinten Nationen könnte die globale Erwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts durchschnittlich auf +2,7 °C ansteigen, wenn nichts unternommen wird. Um die Daten für Frankreich zu ermitteln, stützten sich die Forscher des CNRS, des CNRM und des Centre européen de recherche et de formation avancée en calcul scientifique (Cerfacs) auf Daten, die seit 1899 von rund 30 über das Land verteilten Wetterstationen gesammelt wurden. Die Experten untersuchten verschiedene Szenarien, von den optimistischsten, bei denen eine CO2-Neutralität nach großen internationalen Anstrengungen bis 2050 erreicht wird, bis zu den pessimistischsten, bei denen die Emissionen weiterhin steigen. Die Daten zeigen, dass die Durchschnittstemperatur im heutigen Frankreich schon um 1,66 °C höher liegt als im Zeitraum 1900-1930. „Davon sind 1,63 °C allein auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen“, betont Aurélien Ribes. „Jede Tonne CO2 zählt insofern, als die Erwärmung von der Höhe der kumulierten Emissionen abhängt“, fügt der Wissenschaftler hinzu und sagt, dass „für 2023 bereits +1,8 °C erwartet werden“. Der letzte Bericht der UN-Klimaexperten (IPCC) zeigte, dass die gesamte Erde aufgrund der durch menschliche Aktivitäten erzeugten Treibhausgase seit dem vorindustriellen Zeitalter im Durchschnitt bereits um fast 1,2 °C wärmer geworden ist. Aber ACHTUNG: Der Anstieg von 3,8 °C BIS ZUM Jahr 2100 in Frankreich ist nur ein Durchschnittswert, warnen die Forscher, denn in einigen Regionen, vor allem um das Mittelmeer herum oder in den Bergen, könnte die Erwärmung noch höher liegen. Außerdem könne die Erwärmung je nach Jahreszeit stark variieren. Während die Temperaturen im Winter um 3,2 °C (2,3 bis 4,2 °C je nach Region) ansteigen würden, könnte das Thermometer im Sommer mit einem durchschnittlichen Anstieg von 5,1 °C (3,6 bis 6,6 °C je nach Region) verrückt spielen. „Das würde bedeuten, dass wir weitaus stärkere Extremereignisse wie Hitze, Dürre, Überschwemmungen … erleben würden als im Sommer 2022, als die Erwärmung im Durchschnitt nur 4 °C betrug“, betont Julien Boé, Klimaforscher am CNRS. Sie werden auch häufiger und vor allem intensiver auftreten, warnt Aurélien Ribes. Laut Météo-France werden sich in einem Szenario mit 4 °C Erwärmung die Hitzewellen je nach Region auf 21 bis 94 Tage erstrecken – gegenüber heute sieben Tagen im Landesdurchschnitt – und die Häufigkeit dieser Ereignisse werde sich bis 2050 verdoppeln. Laut IPCC entspricht jedes zusätzliche Grad Erwärmung einem Anstieg der Niederschlagsmenge bei Stürmen und Gewittern um 7%. In jedem Fall wird die Erwärmung „Auswirkungen auf die Ökosysteme und die biologische Vielfalt haben, mit Lebensräumen, die für bestimmte Arten weniger günstig sein werden, die dann gezwungen wären, zu wandern, und natürlich auch auf das landwirtschaftliche System“, mit der Aufgabe bestimmter Kulturen aufgrund von Wassermangel oder einer Veränderung der Erntezyklen, erklärt der CNRS-Forscher Julien Boé. Einziger Lichtblick: „Das Tempo des Anstiegs dürfte sich nach 2030 verlangsamen“, meint Aurélien Ribes. Aber auch so werden wir, wenn sich nicht dramatisch etwas ändert, den +3,8 °C nicht entkommen.
  • Energiekrise: Warum liefert Frankreich Gas an Deutschland?

    Energiekrise: Warum liefert Frankreich Gas an Deutschland?

    Frankreich begann, Gas über eine Verbindungsleitung im Département Moselle direkt nach Deutschland zu liefern. Berlin versprach seinerseits, Paris mit Strom zu versorgen, da Frankreich durch eine niedrige Atomstromproduktion geschwächt ist. Es ist ein Symbol für die „europäische Solidarität“ zur Überwindung der Energiekrise. Am Donnerstag, dem 13. Oktober, begann Frankreich zum ersten Mal mit direkten Gaslieferungen nach Deutschland. Diese Lieferungen erfolgen im Rahmen eines Abkommens über gegenseitige Hilfe, das Anfang September zwischen Emmanuel Macron und dem deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz formalisiert wurde. Deutschland leidet unter dem Rückgang der russischen Gasexporte nach Europa. Berlin verpflichtete sich seinerseits, mehr Strom an Frankreich zu liefern, das unter den Auswirkungen der Abschaltungen von Atomkraftwerken leidet. Ein üblicher Energieaustausch innerhalb Europas, der in diesem Jahr aufgrund der starken Versorgungsspannungen im Zusammenhang mit dem Krieg in der …

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  • Benzinknappheit: Streik an drei weiteren Standorten von TotalEnergies beendet!

    Benzinknappheit: Streik an drei weiteren Standorten von TotalEnergies beendet!

    An drei Standorten von TotalEnergies wurde der Streik nun endlich beendet: Der Raffinerie Donges, der Raffinerie und dem Lager in der Nähe von Dünkirchen und dem Treibstofflager in Fos-sur-Mer. An rund einem Fünftel der Tankstellen in Frankreich fehlt weiterhin mindestens ein Kraftstoff. der Arbeitskampf bei TotalEnergies ging am Mittwoch mit der Aufhebung des Streiks an drei weiteren Standorten deutlich zurück. An zwei anderen Standorten beschlossen die Mitarbeiter, ihre Auseinandersetzung mit der Geschäftsleitung fortzusetzen. Die streikenden Beschäftigten am Standort „Flandres“ in Mardyck (Nord), in der Nähe von Dünkirchen (Raffinerie und Lager), und in La Mède (Bioraffinerie und Lager) im Departement Bouches-du-Rhône haben ihre Streiks am Mittwochabend zu beginn der Nachtschicht „ausgesetzt“, wie Eric Sellini, nationaler Koordinator der CGT für TotalEnergies, mitteilte. In der Raffinerie und dem Treibstoffdepot in Gonfreville (Seine-Maritime) und im Depot Feyzin (Rhône) wird der St…

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  • Haushalt 2023: Elizabeth Borne löst Artikel 49.3 der Verfassung aus

    Haushalt 2023: Elizabeth Borne löst Artikel 49.3 der Verfassung aus

    Das war die wichtigste politische Schlagzeile des 19. Oktober 2023. Am späten Nachmittag trat Premierministerin Elizabeth Borne vor die Nationalversammlung, um den Verfassungsartikel 49.3 auszulösen. Das Linksbündnis Nupes und das Rassemblement National kündigten an, einen Misstrauensantrag stellen zu wollen. Hinter den Kulissen wurde bereits seit mehreren Stunden oder sogar Tagen darüber gemunkelt. Die Regierung und ihre Premierministerin Elizabeth Borne haben sich am Mittwoch, dem 19. Oktober, dazu durchgerungen, den Artikel 49.3 der Verfassung auszulösen, um den Haushalt für das Jahr 2023 ohne Abstimmung zu verabschieden. Wie angekündigt, akzeptierte die Regierung Änderungsanträge der Opposition und nahm diese an. Beispiele sind die auf 13 € angehobenen Essensmarken, ein Zugeständnis an die Republikaner, die Mehrwertsteuer von 5,5% auf Masken war eine Forderung der Sozialistischen Partei, oder die Verwendung von Frittieröl als Treibstoff, die von den Umweltschützern gewünscht wurde….

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  • Senat spricht sich gegen die Aufnahme des Rechts auf Abtreibung in die Verfassung aus

    Senat spricht sich gegen die Aufnahme des Rechts auf Abtreibung in die Verfassung aus

    Der mehrheitlich rechtsgerichtete Senat lehnte einen entsprechenden parteiübergreifenden Gesetzesvorschlag, der vauch on der Regierung unterstützt wurde, ab. Die Debatte über dieses Thema wird im November in der Nationalversammlung fortgesetzt. Der mehrheitlich rechtsgerichtete Senat lehnte am Mittwoch, dem 19. Oktober, in erster Lesung einen parteiübergreifenden Gesetzesvorschlag zur Verankerung des Rechts auf Schwangerschaftsabbruch in der Verfassung ab, der auch von der Regierung unterstützt wurde. Die Ablehnung erfolgte mit 139 Ja-Stimmen und 172 Nein-Stimmen nach einem teilweise heftigen Schlagabtausch, der sich zu einer rechts-links-Konfrontation entwickelte. „Die Mehrheit des Senats hat sich gegen den Willen von 81% der Französinnen und Franzosen entschieden“, reagierte die Verfasserin des Gesetzesvorschlags, Melanie Vogel, die sagte: „Dieser Kampf ist noch nicht vorbei. Er beginnt gerade erst“. In der Nationalversammlung sind zwei ähnliche verfassungsrechtliche Gesetzesvorschlä…

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  • Frauenmord in Nantes: „Ein unkontrollierbares Bedürfnis nach Gewalt“ – 21-Jähriger angeklagt

    Frauenmord in Nantes: „Ein unkontrollierbares Bedürfnis nach Gewalt“ – 21-Jähriger angeklagt

    Der Staatsanwalt von Nantes gab bekannt, dass gegen einen 21-jährigen jungen Mann wegen Totschlags Anklage erhoben wurde. Er wird verdächtigt, am Sonntag, dem 16. Oktober, eine 47-jährige Frau auf offener Straße in der Stadt mit einem Messer getötet zu haben.

    Der Mann, der bereits am Montagmorgen in Polizeigewahrsam genommen wurde, gestand einen Tag später Tat. Der 21-Jährige wurde wegen vorsätzlicher Tötung unter Alkoholeinfluss im Zusammenhang mit dem Messerangriff auf eine 47-jährige Frau angeklagt, die am Sonntagmorgen in Nantes auf offener Straße getötet worden war. Ihm droht eine lebenslange Haftstrafe.

    Die Staatsanwaltschaft gab bekannt, dass der junge Mann in Nantes geboren wurde, ledig war, keine feste Anstellung hatte und im Haus seiner Eltern im selben Stadtteil wie das Opfer lebte. Er erklärt seine Tat mit „einem unkontrollierbaren Bedürfnis nach Gewalt“.

    Laut Staatsanwaltschaft fuhr junge Mann „wütend“ und alkoholisiert mit dem Auto von einem Abend in einem Nachtclub nach Hause, der für seinen Geschmack zu früh geendet hatte. Er hielt vor einer Bushaltestelle an, an der das Opfer, eine Nachbarin, auf den Bus wartete, um zu der Gesundheitseinrichtung zu gelangen, in der sie als Putzfrau arbeitete. Der Angeklagte erklärte, dass er sich nach einem Gespräch mit ihr zunächst beruhigt habe. Er fuhr nach Hause, bevor er erneut ein „Bedürfnis nach Gewalt“ verspürte und an den Tatort zurückkehrte.

    Der Staatsanwalt von Nantes berichtete: „Er nahm ein Küchenmesser und ging zu Fuß zurück zur Bushaltestelle, in der Hoffnung, dass sich die Frau dort nicht mehr aufhielt. „Aber sie war noch da und er stürzte sich auf sie und tötete sie mit vielen Messerstichen“.

    Das Opfer erlag gegen 6.30 Uhr morgens seinen Verletzungen. Die am Montag durchgeführte Autopsie zählte 23 Wunden am Oberkörper, darunter mehrere tödliche Wunden am Hals. Der Mord ereignete sich drei Wochen nach der Vergewaltigung einer 40-jährigen Frau am 24. September im Stadtzentrum von Nantes, was eine heftige Debatte über die Sicherheit in der Stadt auslöste.