Kategorie: Alle Artikel

  • Justiz: Französische Richter rufen um Hilfe

    Justiz: Französische Richter rufen um Hilfe

    Ein Jahr nach der letzten Mobilisierung streikten die Richter und Staatsanwälte am Dienstag, dem 22. November, erneut in ganz Frankreich.

    Am Boden liegende Richter und Staatsanwälte, Symbole einer Justiz, die sie als krank bezeichnen. Am Dienstag, dem 22. November, gingen wieder einmal Richter, Staatsanwälte und Gerichtsschreiber auf die Straße. Die Demonstration findet einen Monat nach dem Tod einer Richterin statt, die während einer Gerichtsverhandlung in Nanterre (Hauts-de-Seine) an einem Schlaganfall gestorben ist. Vivianne Berthenoux, Richterin am Amtsgericht von Boulogne-Billancourt (Hauts-de-Seine), kannte die Richterin. „Sie ist in ihrer Robe bei der Gerichtsverhandlung gestorben, das ist schrecklich. Das hat uns alle zutiefst erschüttert“.

    Strafprozesse wurden abgesagt
    Die Richterin schildert auf dem Sender France 2, dass sie 1.800 Fälle bearbeiten muss, und das in einem Gericht, in dem es nur zwei Richter gibt. Daher muss sie ihre Anhörungen zeitlich begrenzen, eine „frustrierende“ Methode. Der Personalmangel führt außerdem zu langen Wartezeiten für die Betroffenen. Im Jugendgericht von Bobigny (Seine-Saint-Denis) mussten im Oktober deshalb 12 Strafverhandlungen abgesagt werden. Die Regierung hat zwar massive Neueinstellungen versprochen, die jedoch für Richtern und Staatsanwälten nicht ausreichend erscheinen.

  • Olivier Vérans umstrittene Aussage: „In achtzehn Monate kann man eine Arbeit finden“

    Olivier Vérans umstrittene Aussage: „In achtzehn Monate kann man eine Arbeit finden“

    Nachdem die Regierung eine Verschärfung der Arbeitslosenunterstützung ankündigte, äusserte sich Regierungssprecher Olivier Véran auf eine Weise, die die Gewerkschaften als inakzeptabel bezeichneten. Ab dem 1. Februar werden die Bedingungen für den Bezug von Arbeitslosengeld verschärft. Die Bezugsdauer wird für alle Arbeitssuchenden um 25% gesenkt. Regierungssprecher Olivier Véran, der am Dienstag, dem 22. November, Gast des Fernsehsenders CNews war, erklärte, dass „in der jetzigen Zeit achtzehn Monate ausreichend sind, um eine Arbeit zu finden“. Diese Aussage empörte die Gewerkschaften, die sie als „inakzeptabel“ bezeichneten.

    „Es ist normal, dass wenn das Risiko gering ist, die Versicherung weniger umfassend ist“Olivier Véran versuchte anschließend seine Aussagen zu präzisieren: „Der Staat macht deutlich, dass es Zeiten gibt, in denen die Menschen keine Arbeit finden können, weil der Arbeitsmarkt zu angespannt ist, dann müssen sie v…

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  • Mangel an Antibiotika: Fachleute befürchten „große Gesundheitskrise“ in Frankreich

    Mangel an Antibiotika: Fachleute befürchten „große Gesundheitskrise“ in Frankreich

    Ärzte warnen in einer Erklärung, dass „alle Voraussetzungen für eine große Krise der öffentlichen Gesundheit in der Pädiatrie in wenigen Tagen gegeben sind“. Es mangelt an Amoxicillin, einem Antibiotikum, das hauptsächlich bei Kindern eingesetzt wird. „Alle Voraussetzungen für eine große Krise der öffentlichen Gesundheit in der Pädiatrie sind in wenigen Tagen gegeben.“ In einer gemeinsamen Erklärung warnten die wichtigsten Organisationen von Kinderärzten und Infektiologen, darunter die Société française de pédiatrie (SFP) und die Société de pathologie infectieuse de langue française, am Dienstag, dem 22. November, vor einer Krise, die das Gesundheitssystem in Bedrängnis bringen könnte. Die Fachleute warnen vor einem Mangel an Amoxicillin, einem der am häufigsten verwendeten Antibiotika bei Kindern, das gegen eine Reihe von bakteriellen Infektionen wie Mittelohrentzündungen und Lungenentzündung eingesetzt wird. „Die Bestände an alternativen Medikamenten zu den pädiatrischen Formen von A…

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  • Frankreich: Verkauf von Weihnachtsdelikatessen im Vergleich zum Vorjahr stark rückläufig

    Frankreich: Verkauf von Weihnachtsdelikatessen im Vergleich zum Vorjahr stark rückläufig

    Die Weihnachtsfeiertage rücken näher, aber die Verkäufe von Lebensmitteln, die üblicherweise in französischen Familien zu Weihnachten serviert werden, wie Schokolade oder Stopfleber, gehen im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurück.

    Schokolade, Gänseleberpastete, Champagner – all diese Produkte sind üblicherweise auf den Weihnachtstischen der Franzosen zu finden. Nach Angaben des Marktforschungsinstituts IRI sind die Verkaufszahlen in der Woche vom 7. bis 13. November im Vergleich zum Vorjahr jedoch deutlich zurückgegangen.

    Der Verkauf von Stopfleber verzeichnete einen Rückgang von 23,5% im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres, der Verkauf von Pralinen ging um 21% zurück. Auch der Verkauf von Champagner ging um 13% zurück. Nach Ansicht des Marktforschungsinstituts zeugen diese Zahlen von einer „Weihnachtssaison 2022, die langsamer und damit später als im letzten Jahr zu beginnen scheint, ohne dass man ihre Gesamtleistung zum jetzigen Zeitpunkt schon beurteilen kann“.

    Spielwaren sind ebenfalls betroffen
    Auch der Präsident der Supermarktkette Système U, Dominique Schelcher, bestätigte gegenüber Franceinfo, dass Schokolade „etwas weniger“ erfolgreich sei als im letzten Jahr.

    „Spielzeug ist dieses Jahr etwas teurer geworden, Schokolade ist auch etwas teurer geworden, ich denke ich, dass es einen Einfluss auf die Kaufentscheidung der Kunden gibt“, erklärte er.

  • Riesige Wellen, Böen von 141 km/h, 900 Haushalte ohne Strom – so wütete Sturm Denise auf Korsika

    Riesige Wellen, Böen von 141 km/h, 900 Haushalte ohne Strom – so wütete Sturm Denise auf Korsika

    Sturm Denise fegte über das Departement Corse-du-Sud hinweg. Mit Starkwinden und Stromausfällen.

    Für das Departement Corse-du-Sud galt am Dienstag, dem 22. November, bis Mitternacht Warnstufe Orange „starker Wind“ von Météo-France. 900 Haushalte auf der Insel waren laut EDF in Korsika am Dienstagnachmittag ohne Strom.

    Am späten Dienstagmorgen hatte der Wind im Norden Korsikas „bereits deutlich nachgelassen und erfordert keine besondere Beobachtung mehr“, das berichtete Météo-France am Mittag und fügte hinzu, dass „im Departement Corse-du-sud der Wind aus West-Nordwest weiterhin in Böen weht, mit zeitweiligen Spitzen zwischen 120 und 140 km/h auf den exponierten Kämmen, Pässen und Kaps sowie in der Bucht von Bonifacio“.

    Météo-France verzeichnete Böen von bis zu 141 km/h am Cap Pertusato südlich von Bonifacio oder bis zu 131 km/h in La Parata bei Ajaccio. Auch das Meer war durch die besonders heftigen Sturmwinde wie entfesselt.

    „900 Kunden weiterhin ohne Strom“
    Um 17 Uhr waren noch 900 Haushalte ohne Strom, vor allem in den Regionen südlich von Sartène, Casinca und der Sarrola-Ebene in der Umgebung von Ajaccio.

    Auf dem Höhepunkt des Sturms waren am Dienstagmorgen sogar 2.000 Kunden ohne Strom. Der Stromversorger EDF erinnerte daran, dass man sich wegen der Gefahr eines Stromschlags nicht in der Nähe von heruntergefallenen Stromkabeln aufhalten sollte.

    Die Feuerwehr in Südkorsika teilte der Nachrichtenagentur AFP mit, dass sie am Dienstag „etwa 20 Einsätze im Zusammenhang mit dem Wetterereignis“ wegen Überschwemmungen, herabfallender Äste oder heruntergefallener Dachziegel durchgeführt habe. Bis zum Abend waren glücklicherweise keine Verletzten zu verzeichnen.

    Am Dienstag wurden laut der Website des Flughafens alle Flüge von und nach Ajaccio gestrichen.

  • WM in Katar: Für das Match Frankreich-Australien soll die Klimaanlage im Stadion eingeschaltet werden

    WM in Katar: Für das Match Frankreich-Australien soll die Klimaanlage im Stadion eingeschaltet werden

    Umweltschützer sind entsetzt: Les Bleus werden am Dienstag, dem 22. November, bei ihrem WM-Auftaktspiel gegen die „Socceroos“ in einem künstlich gekühlten Stadion spielen. Es sollen 24 Grad im Stadion erreicht werden, obwohl die Außentemperatur laut Vorhersagen nur 1 oder 2 Grad höher liegen wird.

    Die künstliche Kühlung des Stadions hatte bereits am Sonntag, dem 20. November, während des Eröffnungsspiels Katar-Ecuador zu einer Kontroverse geführt. Bei einer Außentemperatur von etwa 27 Grad wurde die Klimaanlage im Al-Bayt-Stadion in der Stadt Al Khor eingeschaltet, und zwar offenbar zu stark, wie mehrere Zuschauer vor Ort berichteten.

    Am Dienstag, dem 22. November, spielen nun auch die Franzosen in einem klimatisierten Stadion. Bei ihrem Auftaktspiel gegen Australien um 20 Uhr werden die Lüftungsschächte des Al-Janoub-Stadions in der Stadt Al Wakrah eiskalte Luft ausspucken, um die Temperatur im Stadion auf höchstens 24 Grad Celsius zu halten.

    Dies wirft Fragen auf und wird von Umweltschützern kritisiert, da die Außentemperatur beim Anpfiff laut Wetterprognosen etwa 25 Grad betragen soll. Laut dem Sender RMC haben die Organisatoren aber mitgeteilt, dass die Stadion-Klimaanlage während des Spiels ausgeschaltet wird, sollten die Temperaturen sinken.

  • Ukraine-Krieg: Vier von den Russen genutzte „Folterstätten“ in Cherson entdeckt

    Ukraine-Krieg: Vier von den Russen genutzte „Folterstätten“ in Cherson entdeckt

    In der kürzlich von den russischen Besatzern zurückeroberten Stadt Cherson wurden ukrainischen Berichten zufolge vier „Folterstätten“ entdeckt, die von den Russen während der achtmonatigen Besatzung genutzt wurden.

    Die ukrainische Staatsanwaltschaft gab am Montag, dem 21. November bekannt, dass sie vier „Folterstätten“ in Cherson entdeckt hat, die von den Russen während ihrer Besetzung der südukrainischen Stadt bis zu ihrer Rückeroberung durch die Kiewer Truppen am 11. November benutzt wurden.

    Die ukrainische Staatsanwaltschaft teilte auf Telegram mit: „In Cherson stellen die Staatsanwälte weiterhin Verbrechen Russlands fest: In vier Gebäuden wurden Folterstätten errichtet“. Kiew hat seit der Befreiung der Stadt wiederholt russische „Kriegsverbrechen“ und „Gräueltaten“ in der Region angeprangert.

    In seiner täglichen Ansprache erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, dass allein am Sonntag fast 400 russische Angriffe im Osten des Landes stattgefunden hätten. Im Süden des Landes, in Cherson, das die ukrainischen Truppen vor kurzem zurückerobert haben, sahen sich die Bewohner nach achtmonatiger Besetzung ebenfalls mit russischen Bombenangriffen konfrontiert.

  • Alpes-Maritimes: Mönche finanzieren Renovierung ihrer Abtei mit grossen Weinen

    Alpes-Maritimes: Mönche finanzieren Renovierung ihrer Abtei mit grossen Weinen

    In den Alpes-Maritimes versteigern Mönche, die 500.000 Euro benötigen, um die Arbeiten an ihrer Abtei zu bezahlen, Tausende Flaschen der von ihnen produzierten Spitzenweine. Um ihr Erbe zu erhalten, beschlossen die Mönche der Abtei von Lérins auf der Insel Saint-Honorat (Alpes-Maritimes), ihre Kunst…

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  • Frankreichs Regulierungsbehörde verlangt von Twitter „eine sichere Umgebung für Nutzer“

    Frankreichs Regulierungsbehörde verlangt von Twitter „eine sichere Umgebung für Nutzer“

    Die französische Regulierungsbehörde für den digitalen Kommunikationssektor, Arcom, drückte gegenüber Twitter ihre „große Besorgnis“ darüber aus, dass das Unternehmen nach der Übernahme durch Elon Musk seinen gesetzlichen Verpflichtungen nicht nachkommen könnte. Sie forderte das US-Unternehmen bereits in einem Schreiben vom 18. November auf, ihr dies „bis spätestens 24. November“ zu bestätigen. Arcom, die Regulierungsbehörde für den digitalen Kommunikationssektor in Frankreich, hat Twitter gegenüber ihre „große Besorgnis“ über die Folgen der Umstrukturierung des Unternehmens seit der Übernahme durch Elon Musk und über seine Fähigkeit, seinen gesetzlichen Verpflichtungen nachkommen zu können, insbesondere in Bezug auf die Bekämpfung von Hass im Internet, zum Ausdruck gebracht. In einem Schreiben vom 18. November erklärte die Arcom, sie sei besorgt über „Twitters Fähigkeit, eine sichere Umgebung für die Nutzer seines Dienstes aufrechtzuerhalten“. Die Behörde gab bekannt, dass sie das US…

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  • Tarn-et-Garonne nach Stromausfall am Montagabend im Dunkeln

    Tarn-et-Garonne nach Stromausfall am Montagabend im Dunkeln

    Im Departement Tarn-et-Garonne fiel gegen 17.30 Uhr nach einem Zwischenfall an einer Hochspannungsleitung der Strom aus. Nach und nach konnte ein Teil der Stromversorgung wieder hergestellt werden, doch 90.000 Kunden waren am Abend noch ohne Strom.

    Kurz vor 17:30 Uhr kam es zu einem Zwischenfall an einer Hochspannungsleitung, der das Departement Tarn-et-Garonne grossteils von der Stromversorgung abschnitt. Die gesamte Stadt Montauban versank in der Dunkelheit. Nach Angaben der Präfektur waren 60% des Departements und 130.000 Haushalte betroffen.

    Dem Netzbetreiber RTE gelang es, die Stromversorgung grösstenteils bis zum späten Abend wieder herzustellen. Die genaue Ursache für den Vorfall ist noch nicht geklärt, es könnte sich jedoch um einen Blitzeinschlag in eine Hochspannungsleitung handeln.

    Bis etwa 21:00 Uhr war auch der Zugverkehr von Montauban in Richtung Agen und Cahors gestört. Der Bahnverkehr wurde in allen Städten in der Umgebung von Montauban für mindestens eine halbe Stunde eingestellt.