Autor: Nachrichten

  • Gestohlene Hündin Texane wiedergefunden – Erleichterung und Wut bei ihrem Besitzer

    Gestohlene Hündin Texane wiedergefunden – Erleichterung und Wut bei ihrem Besitzer

    Fünf Tage voller Ungewissheit, schlaflose Nächte und die Angst, seine wertvolle Hündin nie wiederzusehen – doch dann die erlösende Nachricht: Texane, die gestohlene Deutsche Schäferhündin, wurde in der Region Paris gefunden. Ihr Besitzer, Jean-Claude Baptista, kann sein Glück kaum fassen. „Ich war unglaublich erleichtert zu hören, dass es ihr gut geht“, erzählt er.

    Doch neben der Freude über das Wiedersehen bleibt ein bitterer Nachgeschmack.

    Ein dreister Diebstahl auf dem Salon de l’Agriculture

    Texane, eine Langhaar-Schäferhündin mit einem Marktwert zwischen 25.000 und 30.000 Euro, wurde am 25. Februar während des renommierten Salon de l’Agriculture in Paris gestohlen. Während Baptista drei weitere seiner Hunde auf einer Bühne präsentierte, verschwand Texane spurlos.

    Erst war es nur ein ungutes Gefühl, dann bittere Gewissheit: Die Hündin war nicht einfach weggelaufen – sie war gestohlen worden. Sofort erstattete der Züchter Anzeige beim Pariser Polizeikommissariat des 15. Arrondissements. Doch die Hoffnung schwand mit jedem Tag. „Nach fünf Tagen hatte ich komplett den Glauben daran verloren, sie jemals wiederzufinden“, gesteht er.

    Rettung durch die Fourrière

    Die Wende kam am Sonntag, als sich Baptista erneut auf den Weg zum Salon de l’Agriculture machte. Genau in diesem Moment klingelte sein Telefon – die städtische Fourrière (Tierauffangstation) war dran. „Sie sagten mir, dass sie Texane gefunden haben“, berichtet er. Kurz darauf meldeten sich auch die Gendarmen.

    Wie und unter welchen Umständen die Hündin dort landete, ist noch unklar. Doch eines steht fest: Ihr Besitzer wird nicht einfach zur Tagesordnung übergehen.

    Keine Entschuldigung, keine Konsequenzen?

    Trotz der Erleichterung bleibt Baptista wütend – vor allem über die Sicherheitsmängel auf der Messe. „Jeder konnte kommen und gehen, wie er wollte. In fünf Tagen hat mich nicht einmal jemand vom Veranstalter kontaktiert oder sich entschuldigt“, beklagt er. Die Enttäuschung sitzt tief: „Für mich ist das Kapitel Salon de l’Agriculture abgeschlossen.“

    Auch die Anzeige wird er nicht zurückziehen. Er will wissen, wer seine Hündin gestohlen hat und setzt auf die Auswertung der Überwachungskameras.

    Ein Happy End mit offenem Ausgang

    Texane ist wieder da, gesund und wohlauf – das Wichtigste für ihren Besitzer. Doch die Geschichte hinter ihrem Verschwinden bleibt vorerst ein Rätsel. Wird der Täter gefunden? Und wird der Salon de l’Agriculture Konsequenzen ziehen?

    Baptista jedenfalls hat seine Entscheidung getroffen: Er kommt nicht wieder.

    Autor: C. Hatty

  • Neue Fahrspuren für Fahrgemeinschaften in Paris: Verkehrswende oder Chaos?

    Neue Fahrspuren für Fahrgemeinschaften in Paris: Verkehrswende oder Chaos?

    Der Verkehr rund um Paris ist ein Dauerthema – Staus, Umweltbelastung und überfüllte Straßen prägen das tägliche Bild. Doch nun startet eine neue Maßnahme, die für Diskussionen sorgt: Reservierte Fahrspuren für Fahrgemeinschaften auf dem Pariser Ring (Périphérique) und Teilen der Autobahnen A1 und A13. Diese Regelung, ein Erbe der bevorstehenden Olympischen Spiele, soll Autofahrten effizienter und umweltfreundlicher gestalten. Doch ist das wirklich der richtige Weg?

    Ein Paradigmenwechsel in der Verkehrsplanung

    Tom Dubois, Urbanist und Sprecher von Forum Vies Mobiles, spricht von einem tiefgreifenden Wandel: „Früher ging es darum, den Verkehr immer weiter zu beschleunigen und Staus zu vermeiden. Heute lautet das Ziel, die negativen Auswirkungen des Autoverkehrs zu begrenzen – also weniger Autos, geringere Geschwindigkeiten und weniger Umweltbelastung.“

    Das bedeutet, dass nicht mehr allein die Flüssigkeit des Verkehrs im Vordergrund steht, sondern eine generelle Reduzierung des individuellen Autoverkehrs. Ein radikaler Perspektivwechsel, der vielen Pendlern nicht schmecken dürfte.

    Strenge Kontrollen sollen Missbrauch verhindern

    Ein großes Problem bei solchen Fahrgemeinschafts-Spuren ist die Einhaltung der Regeln. Wer kontrolliert, dass sich wirklich mehrere Personen in einem Auto befinden? Die Stadt Paris plant dafür ein Kontrollsystem, doch Strafen für Verstöße werden erst ab Mai verhängt.

    Bis dahin könnten viele Autofahrer versucht sein, die Regeln zu umgehen – schließlich ist eine leere Fahrspur bei Stau eine große Versuchung. Ab Mai droht jedoch eine Geldstrafe von 135 Euro für alle, die die Spur unberechtigt nutzen. In sechs Monaten soll eine erste Bilanz gezogen werden.

    Werden die Staus jetzt schlimmer?

    Ein Argument gegen die Maßnahme: Die Umverteilung des Verkehrs könnte zunächst für noch mehr Staus auf den übrigen Spuren sorgen. Doch laut Dubois gehört genau das zum Konzept: „Es wird anfangs mehr Staus auf den anderen Spuren geben, aber das ist gewollt – es zwingt die Menschen, ihre Gewohnheiten zu überdenken.“

    Viele Autofahrer nutzen den Périphérique nicht einmal, um nach Paris zu gelangen, sondern als Schnellstraße, um in andere Teile der Île-de-France zu fahren. Für diese Menschen bedeutet die neue Regelung eine echte Umstellung.

    Ein gerechteres Verkehrssystem?

    Kritiker halten die Fahrgemeinschafts-Spuren für unfair. Schließlich haben nicht alle die Möglichkeit, Mitfahrgelegenheiten zu organisieren. Dubois sieht das anders: „Die Region muss neu gedacht werden. Wir können nicht davon ausgehen, dass die Île-de-France nur ein großer Arbeitsplatz ist, den man morgens durchquert und abends wieder verlässt.“

    Letztlich sei die Lösung ein besser ausgebauter öffentlicher Nahverkehr. Das Projekt „Grand Paris Express“ – ein neues Metrosystem, das die Vororte verbindet, ohne durch das Zentrum zu führen – könnte in den kommenden Jahren eine echte Alternative zum Auto bieten.

    Ein Schritt in die Zukunft – oder ein Verkehrsexperiment mit ungewissem Ausgang?

    Die reservierten Spuren sind zweifellos ein mutiges Experiment. Sie könnten den Verkehr nachhaltig verändern, aber sie bergen auch Risiken: Wenn die Kontrollen nicht konsequent durchgeführt werden oder der öffentliche Nahverkehr keine ausreichende Alternative bietet, droht Frust bei den Pendlern.

    Wird sich das neue System durchsetzen? Oder endet es als weiteres misslungenes Verkehrsprojekt? Die kommenden Monate werden es zeigen.

    Autor: Catherine H.

  • Macron und Starmer fordern einmonatige Waffenruhe in der Ukraine

    Macron und Starmer fordern einmonatige Waffenruhe in der Ukraine

    Der französische Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Keir Starmer haben eine einmonatige Waffenruhe in der Ukraine vorgeschlagen. Diese soll sich auf den Luftraum, die Seewege und die Energieinfrastruktur beschränken, während Bodenkämpfe weiterhin möglich bleiben. Mit dieser Initiative wollen die beiden Staatschefs eine Deeskalation des Krieges erreichen und die Grundlage für diplomatische Verhandlungen schaffen. Macron betonte, dass eine begrenzte Waffenruhe insbesondere deshalb sinnvoll sei, weil sie messbar und durchsetzbar sei. Angesichts der immensen Frontlinie – die er mit der Strecke von Paris nach Budapest verglich – sei eine vollständige Feuerpause kaum realistisch. Auch Starmer schloss sich der Einschätzung an, dass eine zeitlich begrenzte, partielle Reduzierung der Kampfhandlungen strategisch sinnvoll sei. Europas neue Verteidigungsstrategie Neben der kurzfristigen Beruhigung der Lage sehen Macron und Starmer die Notwendigkeit, Europa militärisch lang…

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  • Oscars 2025: „Anora“ triumphiert – Adrien Brody als bester Hauptdarsteller geehrt

    Oscars 2025: „Anora“ triumphiert – Adrien Brody als bester Hauptdarsteller geehrt

    In der Nacht vom 2. auf den 3. März 2025 fand die 97. Oscar-Verleihung im Dolby Theatre in Los Angeles statt. Die Veranstaltung brachte einige Überraschungen und viele emotionale Momente mit sich.

    „Anora“ – Ein Independent-Film erobert Hollywood

    Der größte Gewinner des Abends war zweifellos die Tragikomödie „Anora“ von Regisseur Sean Baker. Der Film, der mit einem bescheidenen Budget von 6 Millionen Dollar produziert wurde, konnte insgesamt fünf Oscars für sich verbuchen:

    • Bester Film: „Anora“ setzte sich gegen starke Konkurrenten wie „The Brutalist“, „Conclave“ und „Emilia Pérez“ durch.
    • Beste Regie: Sean Baker wurde für seine herausragende Regiearbeit ausgezeichnet.
    • Bestes Originaldrehbuch: Auch das Drehbuch von Baker wurde geehrt.
    • Bester Schnitt: Die präzise Montage des Films wurde ebenfalls mit einem Oscar gewürdigt.
    • Beste Hauptdarstellerin: Mikey Madison erhielt für ihre Rolle in „Anora“ den Oscar als beste Hauptdarstellerin.

    „Anora“ erzählt die Geschichte einer New Yorker Stripperin, die sich in den Sohn eines russischen Oligarchen verliebt und sich mit der Verachtung seiner wohlhabenden Familie auseinandersetzen muss.

    Adrien Brody – Zweiter Oscar für „The Brutalist“

    In der Kategorie Bester Hauptdarsteller konnte sich Adrien Brody für seine Rolle in „The Brutalist“ durchsetzen.

    Brody, der bereits 2003 für „Der Pianist“ einen Oscar erhielt, spielt in „The Brutalist“ einen ungarischen Architekten, der den Holocaust überlebt hat und in den USA versucht, seinen amerikanischen Traum zu verwirklichen.

    „Emilia Pérez“ – Polémiken und wenige Auszeichnungen

    Die französische Musical-Komödie „Emilia Pérez“ von Jacques Audiard, die mit 13 Nominierungen als Favorit ins Rennen ging, konnte nur zwei Oscars gewinnen:

    • Beste Nebendarstellerin: Zoe Saldaña wurde für ihre Rolle als desillusionierte mexikanische Anwältin ausgezeichnet.
    • Bester Song: Der Song „El Mal“, komponiert von der französischen Sängerin Camille und ihrem Partner Clément Ducol, erhielt den Oscar für den besten Originalsong.

    Trotz hoher Erwartungen wurde „Emilia Pérez“ von Kontroversen überschattet, insbesondere durch Tweets der Hauptdarstellerin Karla Sofia Gascon, was möglicherweise die Erfolgschancen des Films beeinträchtigte.

    Weitere Gewinner des Abends

    • Bester Animationsfilm: Der lettische Film „Flow“, koproduziert in Frankreich, gewann in dieser Kategorie. Der Film erzählt die bewegende Geschichte einer Katze, die mit dem Untergang ihrer von steigenden Meeresspiegeln bedrohten Heimat konfrontiert ist.
    • Bester internationaler Film: Der brasilianische Film „Je suis toujours là“ von Walter Salles wurde als bester internationaler Spielfilm ausgezeichnet.
    • Beste Kamera: „The Brutalist“ erhielt zudem den Oscar für die beste Kameraarbeit.
    • Beste Filmmusik: Auch die Musik von „The Brutalist“ wurde mit einem Oscar geehrt.
    • Bester Nebendarsteller: Kieran Culkin wurde für seine Rolle in „A Real Pain“ als bester Nebendarsteller ausgezeichnet.
    • Bestes Szenenbild und Kostümdesign: Das Musical „Wicked“ konnte in diesen beiden Kategorien überzeugen.
    • Bester Ton und visuelle Effekte: „Dune: Part Two“ erhielt die Auszeichnungen in diesen technischen Kategorien.

    Fazit

    Die 97. Oscar-Verleihung zeigte einmal mehr die Vielfalt und Qualität des aktuellen Filmschaffens. Besonders hervorzuheben ist der Erfolg von Independent-Produktionen wie „Anora“, die trotz begrenzter Budgets großen Einfluss auf die Filmwelt haben können. Es bleibt spannend zu sehen, welche Geschichten uns in den kommenden Jahren auf der großen Leinwand begeistern werden.

    Autor: C.H.

  • Dijon: Zweiter Brand in Bibliothek – Polizei verstärkt Präsenz im Viertel Grésilles

    Dijon: Zweiter Brand in Bibliothek – Polizei verstärkt Präsenz im Viertel Grésilles

    Ein Gebäude geht in Flammen auf – und das schon zum zweiten Mal in nur 15 Tagen. Die Mediathek Champollion in Dijon ist erneut Ziel eines Brandanschlags geworden. Die Behörden vermuten einen kriminellen Hintergrund, möglicherweise im Zusammenhang mit Drogenhandel. Die Reaktion? Verstärkte Polizeipräsenz und ein klares Signal des Staates: Das darf nicht so weitergehen.

    Ein Viertel im Ausnahmezustand

    Die Nacht von Samstag auf Sonntag brachte erneut Schrecken über das Viertel Grésilles. Der Brand in der Mediathek zerstörte 200 Quadratmeter des ersten Stockwerks – ein schwerer Schlag für die lokale Gemeinschaft. Bereits Mitte Februar hatte ein Feuer denselben Ort heimgesucht. Nun laufen die Ermittlungen wegen vorsätzlicher Brandstiftung.

    Der regionale Präfekt Paul Mourier besuchte am Sonntagabend gemeinsam mit Dijons Bürgermeisterin Nathalie Koenders den Tatort. Seine Botschaft war eindeutig: „Was hier passiert, ist ernst.“ Die Polizei geht davon aus, dass die Brände mit dem Drogenhandel in Verbindung stehen – ein gefährliches Spiel mit Feuer, im wahrsten Sinne des Wortes.

    Doch warum gerade die Mediathek? Laut Mourier sind solche Angriffe oft eine direkte Reaktion auf verstärkte Polizeieinsätze. „Wenn die Polizei Druck macht, kommt es zu Gegenreaktionen. Doch das zeigt nur, dass unsere Maßnahmen wirken – und wir werden nicht nachlassen.“

    CRS-Einheiten im Einsatz – der Staat setzt ein Zeichen

    Die Antwort der Behörden kam prompt. Eine Einheit der Bereitschaftspolizei CRS 83 wurde in Grésilles stationiert. 30 Beamte werden die kommenden Tage im Viertel verstärkt patrouillieren – vor allem nachts. Sie sollen Autos und Passanten kontrollieren, Drogengeschäfte unterbinden und die kriminellen Netzwerke stören.

    Präfekt Mourier betonte die Entschlossenheit des Staates: „Die Menschen hier leiden unter den Machenschaften der Dealer. Sie haben Angst, sie fühlen sich unsicher. Doch das ist unser Land, unsere Stadt – und wir werden nicht zulassen, dass Kriminelle sie beherrschen.“

    Auch Bürgermeisterin Koenders verschärft die Sicherheitsmaßnahmen. Neben der städtischen Polizei, die bereits jeden Abend im Einsatz ist, wurden private Sicherheitskräfte engagiert, um öffentliche Gebäude – darunter die Mediathek – zu schützen. Eine klare Botschaft: Die Stadt wird nicht tatenlos zusehen.

    Ein Stadtviertel zeigt Solidarität

    Die wiederholten Angriffe auf die Mediathek haben die Bevölkerung erschüttert. Die Menschen in Grésilles sind wütend, besorgt – aber auch entschlossen, sich nicht einschüchtern zu lassen. Deshalb organisiert die Stadtverwaltung am Montag um 17:30 Uhr eine Solidaritätskundgebung vor der Mediathek. „Wir wollen ein Zeichen setzen – für unsere Stadt, für unsere Gemeinschaft, gegen diese sinnlose Gewalt“, heißt es aus dem Rathaus.

    Bürgermeisterin Koenders wird anwesend sein, ebenso wie zahlreiche Mitarbeitende des öffentlichen Dienstes, die sich für das kulturelle Leben der Stadt einsetzen. Sie alle verbindet die gleiche Frage: Wie konnte es soweit kommen?

    Ein Viertel zwischen Hoffnung und Angst

    Grésilles ist kein einfacher Stadtteil. Wie viele Viertel in französischen Großstädten kämpft es mit sozialen Herausforderungen – und dem Einfluss von Drogenbanden. Doch es ist auch ein Viertel voller Leben, voller Menschen, die sich für eine bessere Zukunft engagieren. Die Mediathek Champollion steht symbolisch für diesen Kampf. Sie ist nicht nur ein Gebäude, sondern ein Ort des Wissens, der Begegnung, der Hoffnung.

    Zwei Brände in zwei Wochen – das ist eine Attacke auf die gesamte Gemeinschaft. Doch die Reaktion ist eindeutig: Der Staat, die Stadt und die Bürger von Dijon werden sich nicht beugen. Die kommenden Tage werden zeigen, ob die verstärkten Sicherheitsmaßnahmen Wirkung zeigen. Eines steht jedoch fest: Die Menschen in Grésilles werden nicht schweigen – sie stehen auf für ihr Viertel.

    Autor: C. Hatty

  • Frankreichs strategische Neuausrichtung im Ukraine-Konflikt: Parlamentsdebatten als Wegweiser

    Frankreichs strategische Neuausrichtung im Ukraine-Konflikt: Parlamentsdebatten als Wegweiser

    Inmitten der sich wandelnden geopolitischen Landschaft Europas rückt Frankreichs Parlament den Ukraine-Konflikt in den Fokus. Am 3. März debattiert das Assemblée Nationale, gefolgt vom Senat am 4. März, über die zukünftige Strategie Frankreichs und der Europäischen Union gegenüber der Ukraine. Diese Diskussionen erfolgen kurz nach dem Londoner Gipfel und der kontroversen Begegnung zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus.​ Die Bedeutung der Parlamentsdebatten Obwohl die anstehenden Debatten im französischen Parlament keinen direkten legislativen Ausgang haben, dienen sie als Plattform für die verschiedenen politischen Fraktionen, ihre Positionen zur Ukraine-Politik darzulegen. Premierminister François Bayrou wird dabei im Mittelpunkt stehen und die Fragen der Abgeordneten beantworten. Bruno Fuchs, Präsident der Kommission für auswärtige Angelegenheiten und Mitglied des Mouvement Démocrate (MoDem), betont die Notwendigkeit, ü…

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  • Rima Hassan unter Druck: Diskussion über Aberkennung der Staatsbürgerschaft

    Rima Hassan unter Druck: Diskussion über Aberkennung der Staatsbürgerschaft

    Die Aussagen der französischen Europaabgeordneten Rima Hassan sorgen für heftige politische Reaktionen. In einem Interview am 27. Februar erklärte die LFI-Politikerin auf Sud Radio, dass „der Hamas aus völkerrechtlicher Sicht eine Legitimität“ zukomme – mit Blick auf die „Kolonisierung“ durch Israel. Diese Äußerung rief sofort den französischen Innenminister auf den Plan. Bruno Retailleau kündigte umgehend an, die Pariser Staatsanwaltschaft über diese Aussage zu informieren, da sie den Tatbestand der Terrorverherrlichung erfüllen könnte. Doch dabei blieb es nicht. Zwei Minister, François-Noël Buffet und Patrick Mignola, stellten in den Tagen danach sogar die Frage, ob Rima Hassan im Falle einer Verurteilung die französische Staatsbürgerschaft entzogen werden sollte. Politische Empörung über Hassan François-Noël Buffet, Minister im Innenressort, äußerte sich am Freitag auf Europe 1 zu diesem Szenario: „Sollte sie tatsächlich für solche Aussagen verurteilt werden, muss die Frage der Staa…

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  • Europa drängt auf eine Lösung im US-Ukraine-Konflikt – und weitere World-News

    Europa drängt auf eine Lösung im US-Ukraine-Konflikt – und weitere World-News

    Gestern versammelten sich 18 europäische Staats- und Regierungschefs in London, um die angespannten Beziehungen zwischen der Ukraine und den USA zu kitten. Großbritannien und Frankreich führten dabei eine „Koalition der Willigen“ an, die einen Plan zur Beendigung des Krieges mit Russland entwickeln soll. Gleichzeitig sicherten die Anwesenden dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ihre verstärkte Unterstützung zu.

    Der britische Premierminister Keir Starmer erklärte, dass „eine Reihe“ anderer Länder sich bereiterklärt hätten, gemeinsam mit Großbritannien und Frankreich Truppen in die Ukraine zu entsenden – allerdings nur unter der Bedingung eines Waffenstillstands zwischen Kiew und Moskau. Zudem kündigte er an, dass die Ukraine 1,6 Milliarden Pfund aus britischer Exportfinanzierung nutzen könne, um mehr als 5.000 Luftabwehrraketen zu erwerben.

    Besonders brisant wurde das Treffen nach einem hitzigen Gespräch zwischen Selenskyj und US-Präsident Donald Trump am Freitag im Oval Office. Dabei wuchs die Sorge, dass die USA versuchen könnten, der Ukraine einen Friedensschluss zu diktieren, der Russland zugutekäme. Weder Europa noch die Ukraine sind derzeit in mögliche Verhandlungen unter Trumps Vermittlung eingebunden – zudem gab Trump der Ukraine keinerlei Sicherheitsgarantien.


    Israel stoppt Hilfslieferungen nach Gaza

    Die israelische Regierung kündigte gestern an, dass sie den Zugang aller Waren und humanitären Hilfsgüter in den Gazastreifen sofort stoppen werde – offenbar, um die Hamas unter Druck zu setzen, eine Verlängerung der Waffenruhe zu akzeptieren.

    Diese Entscheidung wird das Leben der rund zwei Millionen Menschen in Gaza weiter erschweren. Zudem bringt sie die Verhandlungen um die verbliebenen israelischen Geiseln in eine ungewisse Lage.

    Kurz vor der Ankündigung hatte Israel einen Vorschlag unterbreitet: eine siebenwöchige Verlängerung der Waffenruhe, in der die Hamas die Hälfte der noch lebenden Geiseln sowie die sterblichen Überreste der Hälfte der getöteten Geiseln übergeben sollte. Die Hamas lehnte dies ab und bezeichnete die Blockade der Hilfsgüter als „billige Erpressung“. Dennoch betonte die Terrororganisation, weiterhin über die zweite Phase des Abkommens verhandeln zu wollen.


    Kongos Armee scheitert an kleinerer Miliz

    In den vergangenen Wochen hat die Rebellengruppe M23 weite Teile des östlichen Kongos erobert. Dabei hätte die kongolesische Armee, die mit 100.000 bis 200.000 Soldaten weit überlegen ist, die Bedrohung eigentlich mühelos abwehren müssen – doch stattdessen erleidet sie eine Niederlage nach der anderen.

    Ein Grund dafür: Die UN berichten, dass M23 von Ruanda unterstützt wird. Doch das allein erklärt nicht alles. Die kongolesische Armee leidet unter tiefen strukturellen Problemen – mangelnde Motivation der Soldaten, interne Machtkämpfe, Korruption und Missbrauch sind an der Tagesordnung. Das Land selbst, das jahrzehntelang unter kolonialer Herrschaft litt, kämpft bis heute mit einer instabilen und ausbeuterischen Führung.


    WEITERE TOP-MELDUNGEN

    • Indien: Acht Straßenbauarbeiter starben, nachdem sie im nordindischen Bundesstaat Uttarakhand von einer Lawine verschüttet wurden, teilte die Armee mit.
    • Japan: Der schlimmste Waldbrand seit Jahrzehnten wütet nahe der Küstenstadt Ofunato. Mindestens eine Person kam ums Leben, Tausende mussten evakuiert werden.
    • Honduras: Die Regierung gab bekannt, einen Mann in die USA auszuliefern, der 2016 eine junge Frau aus Iowa ermordet haben soll.
    • Finnland: Die Behörden gaben einen Öltanker frei, der im Dezember wegen des Verdachts festgesetzt wurde, er habe wichtige Unterseekabel durchtrennt.
    • Wildtiere: Die US-Behörde für Fisch- und Wildtierschutz rief dazu auf, die invasive Nagetierart Nutria zu jagen – um ihre wachsende Population einzudämmen.
    • Weltraum: Dem Unternehmen Firefly Aerospace gelang es als zweitem privaten Anbieter, eine erfolgreiche Mondlandung durchzuführen.
    • Vatikan: Die jüngste Atemwegserkrankung von Papst Franziskus wirft heikle Fragen über seine medizinische Versorgung am Lebensende auf.

    Autor: C.H.

  • Traditionelles neu interpretiert: Savoyer Fondue mit Trüffel und fermentiertem Knoblauch

    Traditionelles neu interpretiert: Savoyer Fondue mit Trüffel und fermentiertem Knoblauch

    Die französische Alpenregion ist bekannt für ihre rustikale, herzhafte Küche, die von Bergbauern und Käsereien geprägt wurde. Ein besonders ikonisches Gericht aus Savoyen ist das berühmte Savoyer Fondue – eine cremige, geschmolzene Mischung aus aromatischen Alpenkäsen, serviert mit knusprigem Brot u…

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  • Traditionelles neu interpretiert: „Pâté en Croûte“ mit Wild und Pistazien-Gel

    Traditionelles neu interpretiert: „Pâté en Croûte“ mit Wild und Pistazien-Gel

    Die französische Küche ist berühmt für ihre meisterhaften Pasteten, doch kaum eine Spezialität verkörpert handwerkliches Können so sehr wie der Pâté en Croûte. Ursprünglich ein aristokratisches Festtagsgericht aus dem 18. Jahrhundert, erlebt es heute eine Renaissance in der modernen Gastronomie. In …

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