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  • Trump verschiebt Strafzölle gegen die EU – neue Frist für Verhandlungen

    Trump verschiebt Strafzölle gegen die EU – neue Frist für Verhandlungen

    US-Präsident Donald Trump hat die Einführung der angekündigten 50-Prozent-Strafzölle auf Importe aus der Europäischen Union verschoben. Statt wie ursprünglich geplant am 1. Juni sollen die Maßnahmen nun erst ab dem 9. Juli greifen. Grund dafür sei der Wunsch nach mehr Zeit für weitere Handelsgespräche.

    Diese Entscheidung fiel kurz nach einem Telefongespräch mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, die das Gespräch als „gut“ bezeichnete. Sie betonte, dass die EU zusätzliche Zeit brauche, um ein Handelsabkommen mit den USA auszuhandeln. Die Verhandlungen sollen laut von der Leyen nun „zügig und entschlossen“ voranschreiten – Trump bestätigte das auf seiner Plattform Truth Social.

    „Die EU und die USA führen die weltweit bedeutendste und engste Handelsbeziehung“, schrieb von der Leyen auf X (ehemals Twitter).

    Erst am Freitag hatte Trump mit der sofortigen Einführung der Strafzölle gedroht, da seiner Meinung nach die Gespräche mit der EU „ins Leere laufen“. Diese Ankündigung ließ erneut die Sorge vor einem massiven Handelskonflikt mit einer der größten Volkswirtschaften der Welt aufflammen.


    Trump verurteilt russische Angriffe: „Was ist bloß mit Putin los?“

    Russland hat am Wochenende eine der heftigsten Angriffswellen des gesamten Ukraine-Krieges gestartet – mit Drohnen und Raketen. Mindestens 12 Menschen wurden getötet, viele weitere verletzt. Donald Trump äußerte sich entsetzt: „Ich bin nicht glücklich mit Russland“, sagte er. Weitere Sanktionen stünden im Raum.

    „Er tötet viele Menschen, und ich weiß nicht, was zum Teufel mit Putin passiert ist“, erklärte Trump gegenüber Reportern. „Wir führen Gespräche, und er feuert Raketen auf Kiew und andere Städte.“

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wertete die Attacken als Beleg dafür, dass Russland den Krieg absichtlich in die Länge zieht – und täglich weiter mordet.

    Es war bereits der zweite Großangriff innerhalb von zwei Nächten – der dritte innerhalb einer Woche. Und das trotz andauernder Waffenstillstandsverhandlungen. Russland scheint gezielt Städte ins Visier zu nehmen, die Zahl ziviler Opfer ist zuletzt drastisch gestiegen.


    Venezuela hält Wahl in fremdem Gebiet ab – politische Farce oder gefährlicher Schachzug?

    In einem äußerst umstrittenen Schritt hat Venezuela eine Wahl in der Region Essequibo abgehalten – einem Gebiet, das völkerrechtlich zu Guyana gehört. Dort wurde über einen Gouverneur und Abgeordnete abgestimmt, obwohl der Landstrich offiziell nicht Teil Venezuelas ist.

    Essequibo ist dünn besiedelt, aber reich an Öl. Präsident Nicolás Maduro, der wegen seines autoritären Führungsstils im eigenen Land unter Druck steht, scheint mit dieser Maßnahme sein Regime sowohl innenpolitisch als auch international legitimieren zu wollen. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen steht ihm das Militär nicht mehr uneingeschränkt loyal gegenüber.

    Guyanas Regierung reagierte prompt: Die Grenzsicherheit wurde erhöht, und es wurde angekündigt, dass jede Person aus Guyana, die die Wahl unterstützt, festgenommen wird.

    Das Territorialgefühl sitzt tief: Viele Venezolaner glauben, Essequibo gehöre historisch zu ihrem Land – ein Erbe der spanischen Kolonialzeit. Die Realität sieht jedoch anders aus: Die meisten Menschen dort sprechen Englisch, fühlen sich kulturell Guyana zugehörig und wollen auch Teil Guyanas bleiben.


    Weitere Nachrichten im Überblick

    Gaza: Bei einem israelischen Luftangriff starben laut Gesundheitsbehörden mindestens sieben Kinder einer Ärztin, während sie im Krankenhaus arbeitete.

    Israel: Die Zuständigkeit für Hilfslieferungen nach Gaza soll von der UNO auf neu gegründete private Organisationen übergehen – deren Hintergründe und Geldgeber bleiben im Dunkeln.

    Nordkorea: Nach dem missglückten Stapellauf eines Zerstörers wurden drei Werftbeamte festgenommen. Das Schiff kenterte direkt vor den Augen von Machthaber Kim Jong-un.

    Jerusalem: In der Nähe der Stadt fand die Beerdigung von Yaron Lischinsky statt, der letzte Woche vor dem jüdischen Museum in Washington erschossen wurde.

    Technik: IT-Entwickler bei Amazon berichten, dass ihre Arbeit durch Künstliche Intelligenz zunehmend einem monotonen Job im Lagerhaus ähnelt.

    Von Andreas M. Brucker

  • Revanche in Saône-et-Loire: Wie die moderate Rechte den RN ausbremste

    Revanche in Saône-et-Loire: Wie die moderate Rechte den RN ausbremste

    Mit einem klaren Sieg hat Sébastien Martin bei der gestrigen Nachwahl für die Parlamentswahlen die politische Bühne in der 5. Wahlkreisregion von Saône-et-Loire zurückerobert. Rund 60 Prozent der Stimmen entfielen auf den parteiunabhängigen, aber klar konservativ verorteten Lokalpolitiker Sébastien Martin – eine bittere Niederlage für Arnaud Sanvert vom Rassemblement National (RN), der mit 40 Prozent deutlich das Nachsehen hatte. Ein Paukenschlag für die politische Rechte – aber auch ein Weckruf. Vom Lokalmatador zum Hoffnungsträger Sébastien Martin ist kein Neuling. Als Präsident des Ballungsraums Grand Chalon und Vizepräsident des Départements kennt er die Menschen und ihre Sorgen. In seiner Kampagne präsentierte er sich als „freier Abgeordneter“, der keinem Parteibuch verpflichtet ist – außer dem seiner Wähler. Genau dieser persönliche, fast schon volksnahe Auftritt überzeugte viele. Statt politischer Rhetorik sprach er über Lebensrealitäten. Über Arbeitsplätze, Bildung und Sicherhe…

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  • Blackout an der Côte d’Azur: Anarchistische Gruppen bekennen sich zu Sabotage

    Blackout an der Côte d’Azur: Anarchistische Gruppen bekennen sich zu Sabotage

    Ein massiver Stromausfall hat am Samstag, dem 24. Mai 2025, weite Teile der französischen Riviera lahmgelegt – darunter auch Cannes, das sich mitten in der glamourösen Abschlussphase seines weltberühmten Filmfestivals befand. Nun haben sich zwei anonyme Gruppen, die sich selbst als „anarchistische Banden“ bezeichnen, zu dem Sabotageakt bekannt. Ihr Ziel: nicht nur das Festival zu stören, sondern auch ganz allgemein ein Zeichen gegen das „industrielle System“ zu setzen.


    „Coupez!“ – Der Ruf nach Dunkelheit

    In einem anonymen Schreiben erklären die Verfasser, dass sie den Hauptstromverteiler für die Stadt Cannes sabotiert und eine 225-kV-Leitung aus Nizza durchtrennt haben. Ihr erklärtes Ziel: „nicht nur das Festival [von Cannes] zu stören, sondern auch alle industriellen Einrichtungen vom Strom zu trennen“. Sie kritisieren das Festival als Symbol eines „tödlichen Systems“ und schließen mit dem provokanten Satz: „Wir sind nicht auf einem Filmset, aber ‚Cut!‘ fasst unseren Wunsch gut zusammen: dieses System abzuschalten.“


    160.000 Haushalte ohne Strom

    Die Auswirkungen waren erheblich. Die Küstenstädte zwischen Antibes und dem Var sowie einige weiter im Landesinneren gelegene Gemeinden waren von der Stromversorgung abgeschnitten. Der Betreiber RTE musste die betroffene Hochspannungsleitung außer Betrieb nehmen, wodurch rund 160.000 Haushalte ohne Strom waren. Auch drei der vier Träger eines Hochspannungsmastes wurden durchtrennt, was den Verdacht auf einen gezielten Sabotageakt erhärtet.


    Weitere Sabotage in Nizza

    In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde ein weiterer Sabotageakt verübt: Ein Transformator in Nizza wurde in Brand gesetzt, wodurch 45.000 Haushalte betroffen waren. Die Behörden haben eine strafrechtliche Untersuchung eingeleitet. Der Bürgermeister von Nizza verurteilte die Tat scharf und ordnete an, alle sensiblen elektrischen Infrastrukturen der Stadt unter Polizeischutz zu stellen.


    Festival de Cannes: Ein Angriff auf die Kultur?

    Obwohl die Behörden betonen, dass keine direkte Bedrohung für das Festival bestand, war der Zeitpunkt des Angriffs auffällig. Die Stromausfälle unterbrachen mehrere Filmvorführungen, doch die Abschlusszeremonie konnte dank Notstromaggregaten wie geplant stattfinden. Der iranische Regisseur Jafar Panahi wurde für seinen regierungskritischen Film „Es war nur ein Unfall“ mit der Goldenen Palme ausgezeichnet – das sorgte für diplomatische Unruhe.


    Ermittlungen laufen auf Hochtouren

    Die Staatsanwaltschaften prüfen derzeit die Echtheit des Bekennerschreibens. Ein französischer Europaabgeordneter sprach von „Terrorakten“ und forderte eine kompromisslose Verfolgung der Täter. Es wird auch untersucht, ob es Verbindungen zu anderen Sabotageakten in Europa gibt. Der Verdacht liegt nahe, dass hinter den Aktionen eine gut organisierte Gruppe steht.


    Sicherheit der Infrastruktur

    Die jüngsten Ereignisse werfen ein Schlaglicht auf die Verwundbarkeit kritischer Infrastrukturen. Die Behörden stehen nun vor der Herausforderung, die Sicherheit zu gewährleisten und weitere Anschläge dieser Art zu verhindern.

    Von Andreas M. Brucker

  • „Ein einfacher Unfall“ – wie Jafar Panahi in Cannes dem iranischen Regime die Stirn bot

    „Ein einfacher Unfall“ – wie Jafar Panahi in Cannes dem iranischen Regime die Stirn bot

    Der rote Teppich in Cannes war dieses Jahr nicht nur ein Laufsteg für Glamour, sondern auch eine Bühne für politische Botschaften. Mit dieser Auszeichnung hat der iranische Regisseur Jafar Panahi mehr als nur einen Filmpreis gewonnen – er hat ein Zeichen gesetzt. Am 24. Mai 2025 wurde Panahi für sei…

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  • Trump zündet neue Zollbombe: EU und Apple im Visier

    Trump zündet neue Zollbombe: EU und Apple im Visier

    Donald Trump auf der internationalen Handelsbühne – es wird lauter denn je. Mit einer Ankündigung, die selbst abgebrühte Diplomaten ins Grübeln bringt, will der ehemalige US-Präsident ab dem 1. Juni 2025 alle Importe aus der Europäischen Union mit einem 50-prozentigen Zoll belegen. Gleichzeitig droht er mit einem 25-prozentigen Strafzoll auf Smartphones, die nicht in den USA produziert werden – Apples iPhones inklusive.

    Zollkeule statt Verhandlungstisch

    Trump hat offenbar genug vom diplomatischen Geplänkel. In gewohnt kämpferischer Manier poltert er gegen das, was er als unfaire Handelspraktiken der EU bezeichnet. Die Gespräche? Angeblich „festgefahren“. Der Ton? Konfrontativ. Das Ziel? Das gigantische Handelsdefizit von über 235 Milliarden US-Dollar in den Griff bekommen – mit Zöllen als politischem Vorschlaghammer.

    Die Zahlen sind beeindruckend: Waren im Wert von 600 Milliarden US-Dollar fließen jährlich aus der EU in die USA. Trumps Zollplan würde diese Ströme empfindlich treffen – von Autos über Agrarprodukte bis hin zu Luxusgütern.

    iPhone unter Beschuss

    Besonders heftig trifft Trumps Kurs den Tech-Sektor. Apple steht sinnbildlich für die Globalisierung dieser Branche – Design aus Kalifornien, Fertigung in China, Verkauf weltweit. Jetzt verlangt Trump von Apple-Chef Tim Cook die Rückkehr der Produktion in die USA. Und das mit Nachdruck: Wer sich nicht fügt, zahlt drauf. 25 Prozent Zoll auf jedes importierte Smartphone – das könnte den Preis eines iPhones um mehrere Hundert Dollar erhöhen.

    Aber mal ehrlich: Wie realistisch ist das? Die Apple-Fertigungsstraße ist eine komplexe Maschinerie, die nicht mal eben über Nacht verlegt werden kann. Ein Umzug in die USA würde Milliarden verschlingen, neue Infrastruktur erfordern und natürlich auch Jobs in Asien kosten – ganz zu schweigen von den Zeitverzögerungen, die das mit sich bringt.

    Die EU reagiert gereizt

    Natürlich bleibt so eine Ansage nicht unbeantwortet. Aus Brüssel hagelt es Kritik. Die EU pocht auf gegenseitigen Respekt und kündigt an, sich zu wehren, sollte Trump ernst machen. Besonders laut wird Irlands Premierminister, der die Auswirkungen auf sensible Industrien wie Pharma und Halbleiterproduktion anspricht. Verständlich, denn viele dieser Produkte sind elementar für die US-Wirtschaft – ein Bumerang-Effekt scheint also vorprogrammiert.

    Frankreich und Deutschland stellen sich demonstrativ hinter die EU-Kommission. Von Nachgiebigkeit keine Spur – die Fronten verhärten sich. Und damit auch die Aussichten auf eine kurzfristige Entspannung.

    Finanzmärkte im Alarmmodus

    Kaum war Trumps Ankündigung über den Ticker gelaufen, brach an den Börsen wieder Nervosität aus. Der S&P 500 sackte ab, Apples Aktie verlor binnen Stunden über 2,6 Prozent – ein Börsenwert von rund 70 Milliarden Dollar verpuffte quasi über Nacht. Auch Europas Börsen reagierten mit Kursverlusten. Und das ist vermutlich erst der Anfang.

    Denn ökonomisch könnten die neuen Zölle wie ein Brandbeschleuniger wirken: Steigende Preise, gestörte Lieferketten, weniger Konsumfreude. Die Rechnung zahlen am Ende – wie so oft – die Verbraucher. Wer will schon 1.600 Dollar für ein neues iPhone hinblättern?

    Ein Schachzug mit Risiken

    Trump spielt ein gefährliches Spiel – keine Frage. Er setzt auf maximale Eskalation in der Hoffnung, dass seine Gegner einknicken. Doch was, wenn die EU sich nicht beeindrucken lässt? Was, wenn Apple nicht mitspielt? Dann könnte sich sein Plan ins Gegenteil verkehren. Statt wirtschaftlicher Stärke droht dann ein veritabler Handelskrieg, bei dem alle verlieren.

    Gleichzeitig könnte der Konflikt die politische Weltlage neu ordnen. China, bislang Trumps Lieblingsgegner, rückt in der Rhetorik plötzlich in den Hintergrund. Stattdessen gerät Europa ins Fadenkreuz – eine überraschende Wendung, die internationale Bündnisse ins Wanken bringen könnte.

    Und nun?

    Die Uhr tickt. Der 1. Juni steht vor der Tür und mit ihm die Frage: Bleibt es bei der Drohung oder zieht Trump tatsächlich die Zollschraube an? Die Antwort darauf wird nicht nur in Washington und Brüssel mit Spannung erwartet, sondern weltweit. Denn was hier passiert, betrifft weit mehr als nur Handelszahlen – es geht um das wirtschaftliche Gleichgewicht der westlichen Welt.

    Klingt dramatisch? Ist es auch.

    Von C. Hatty

  • Makronen von der Ziegenbutter mit Rote Zwiebel-Confit & Feigengeleé

    Makronen von der Ziegenbutter mit Rote Zwiebel-Confit & Feigengeleé

    – Ein süß-herzhaftes Spiel im Stil der französischen Haute Cuisine –

    ✨ Warum dieses Gericht ein Showstopper ist Die Macaron ist eine Diva der Pâtisserie – sensibel, edel, traditionsreich. In dieser Variante trifft süßes Mandelbaiser auf herzhaft-nussige Ziegenbutter, samtiges Zwiebel-Confit und ein…

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  • Gastronomie: Die Tarte aux Noix – Die süße Verführung aus dem Dauphiné

    Gastronomie: Die Tarte aux Noix – Die süße Verführung aus dem Dauphiné

    Die französische Küche ist weltweit berühmt für ihre Finesse, Vielfalt und tiefe Verwurzelung in regionalen Traditionen. Eine der wohl süßesten Spezialitäten aus dem Südosten Frankreichs ist die Tarte aux Noix, ein Dessert, das seinen Ursprung in der geschichtsträchtigen Region Dauphiné hat – heute …

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  • Albtraum auf der A48: Drei Tote und sechs Schwerverletzte bei tragischem Unfall nahe Koblenz

    Albtraum auf der A48: Drei Tote und sechs Schwerverletzte bei tragischem Unfall nahe Koblenz

    Was in der Nacht zum Sonntag auf der A48 bei Koblenz geschah, lässt niemanden kalt. Ein schwerer Verkehrsunfall forderte mindestens drei Menschenleben, sechs weitere Personen wurden schwer verletzt – und ein ganzer Landstrich hält kurz den Atem an.

    Ein Moment, der alles verändert

    Es war gegen 3:05 Uhr morgens, als ein Kleinbus mit insgesamt neun Insassen auf der Fahrbahn Richtung Trier plötzlich die Kontrolle verlor. Augenzeugen berichten von einem heftigen Überschlag. Der Kleinbus kam von der Straße ab, überschlug sich mehrfach – Trümmerteile verteilten sich über die gesamte Fahrbahn. Nur wenige Minuten später raste ein weiteres Auto über die Trümmerteile, konnte offenbar nicht mehr rechtzeitig ausweichen.

    Wer einmal auf einer nächtlichen Autobahn unterwegs war, kennt diese manchmal gespenstische Leere – aber auch das Tempo und die oft unterschätzte Gefahr.

    Großaufgebot im Morgengrauen

    Die Reaktion der Rettungskräfte war schnell und massiv. Etwa ein Dutzend Rettungswagen, fünf Feuerwehrfahrzeuge und sieben Streifenwagen der Polizei rasten zum Unfallort. Die Autobahn wurde zwischen dem Kreuz Koblenz und der Anschlussstelle Ochtendung voll gesperrt. Der Verkehr wurde auf die A61 umgeleitet.

    Vier Notfallseelsorger kümmerten sich um die teils schwer traumatisierten Beteiligten und Helfer. Solche Einsätze brennen sich ins Gedächtnis – nicht nur bei den Betroffenen, sondern auch bei den Einsatzkräften.

    Die Frage aller Fragen: Wie konnte das passieren?

    Noch steht die genaue Unfallursache aus. Die Polizei hat umgehend Ermittlungen aufgenommen. Die Rekonstruktion des Unfallhergangs wird mit Hochdruck betrieben, denn noch ist nicht abschließend geklärt, was die verhängnisvolle Kettenreaktion ausgelöst hat.

    Auch die Identitäten der Insassen sind Gegenstand der Untersuchungen. Es wird vermutet, dass sich unter den Opfern auch ausländische Staatsangehörige befinden. Die Behörden arbeiten daran, Angehörige zu informieren – ein düsterer Job, den niemand gerne übernimmt.

    Ein Moment, der Familien zerreißt

    Was zurückbleibt, ist Fassungslosigkeit. Mitten in der Nacht verlieren mehrere Menschen ihr Leben, andere kämpfen in Kliniken um ihres. Familien wurden zerrissen, Pläne zerstört, Leben für immer verändert.

    Der Unfall erinnert uns einmal mehr daran, wie fragil unser Alltag ist. Ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit, ein technischer Defekt oder schlicht ein Schicksalsschlag – und nichts ist mehr, wie es war.

    Autobahn – Ort der Geschwindigkeit, aber auch des Schmerzes

    Die A48 bei Koblenz – normalerweise ein Ort der Durchreise – ist nun Tatort einer Tragödie. Die Bilder der zertrümmerten Fahrzeuge, das Blaulichtmeer im Morgengrauen und die sichtbare Erschöpfung der Rettungskräfte prägen sich tief ein.

    Dieser Unfall schreit förmlich danach, dass wir unser Verhältnis zu Geschwindigkeit, Müdigkeit und Verantwortung im Straßenverkehr neu überdenken. Frühmorgens unterwegs zu sein – das ist kein Spiel, sondern eine Herausforderung für Körper und Geist. Die Gefahr lauert oft im Verborgenen.

    Doch vielleicht bringt diese Tragödie zumindest eines hervor: ein kollektives Innehalten.

    Von C. Hatty

  • Frankreichs Balanceakt im Indo-Pazifik: Macrons Südostasienreise als geopolitisches Signal

    Frankreichs Balanceakt im Indo-Pazifik: Macrons Südostasienreise als geopolitisches Signal

    Am Sonntag, dem 25. Mai 2025, hat der französische Präsident Emmanuel Macron eine diplomatische Reise durch Südostasien angetreten. Die Stationen – Vietnam, Indonesien und Singapur – sind nicht zufällig gewählt: Sie symbolisieren Frankreichs Ambition, sich als eigenständiger Akteur in einer Region zu behaupten, die zunehmend zum Zentrum globaler Rivalitäten wird. Inmitten wachsender Spannungen zwischen China und den Vereinigten Staaten setzt Paris auf das Prinzip des Multilateralismus und den Ausbau strategischer Partnerschaften. Frankreichs Indo-Pazifik-Strategie: Eine europäische Alternative Die Indo-Pazifik-Strategie Frankreichs ist kein kurzfristiges politisches Manöver. Seit 2018 verfolgt Paris einen eigenständigen Kurs in einer Region, die fast zwei Drittel der Weltbevölkerung und einen Großteil des globalen Handels umfasst. Im Unterschied zu den Großmächten USA und China sieht sich Frankreich als „Macht des Ausgleichs“, die auf Dialog, Stabilität und gegenseitigen Respekt setzt….

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  • 25. Mai – Aufbruch, Umbruch, Aufstand

    25. Mai – Aufbruch, Umbruch, Aufstand

    Was haben ein revolutionärer Aufstand in Südamerika, ein ehrgeiziges Raumfahrtziel und ein Mordfall in den USA gemeinsam? Ganz einfach: Sie alle sind mit dem Datum 25. Mai verbunden. Ein Tag, der in den Geschichtsbüchern nicht untergeht – und heute noch seine Schatten wirft.

    Der Reihe nach.

    Im Jahr 1810, genauer gesagt am 25. Mai, brach in Buenos Aires ein Funke los, der ganz Südamerika verändern sollte. Die spanische Kolonialmacht geriet ins Wanken. Bürger der Stadt setzten den Vizekönig ab und übernahmen selbst die Kontrolle – offiziell zwar noch im Namen des spanischen Königs, aber jeder wusste: Das war der Anfang vom Ende der Kolonialherrschaft. Die sogenannte „Mai-Revolution“ war geboren. Und auch wenn die formelle Unabhängigkeit Argentiniens erst Jahre später kam, gilt der 25. Mai bis heute als Gründungsdatum des Landes. In Argentinien ist er ein gesetzlicher Feiertag – mit Militärparaden, Empanadas und viel Stolz auf die eigene Geschichte.

    Weiter nach Europa.

    Frankreich, 1871. Die Pariser Kommune war gefallen – blutig, brutal und endgültig. Am 25. Mai ging das Hôtel de Ville, das Rathaus von Paris, in Flammen auf. Es war der symbolische Untergang einer der ersten sozialistischen Regierungen der Welt. Die Kommune hatte sich nur zwei Monate gehalten, doch sie war ein Fanal. Für Arbeiterrechte. Für eine neue Gesellschaft. Für eine gerechtere Welt – zumindest in der Theorie. Die Rache der Regierung war grausam: Tausende wurden erschossen oder verschleppt. Und doch blieb der Gedanke lebendig. Noch Jahrzehnte später beriefen sich linke Bewegungen weltweit auf die Kommune. Selbst in den Parolen von 1968 hallte ihr Geist nach.

    Springen wir in die Mitte des 20. Jahrhunderts.

    1961 – die Welt steckt mitten im Kalten Krieg, Angst und Technik bestimmen den Alltag. Und dann tritt ein junger US-Präsident vor den Kongress. John F. Kennedy, charismatisch, visionär, entschlossen. Er sagt einen Satz, der Geschichte schreiben sollte: Die Vereinigten Staaten sollen noch vor Ende des Jahrzehnts einen Menschen auf den Mond schicken – und sicher zurückholen. Ein irrer Plan, wenn man bedenkt, dass die USA zu dem Zeitpunkt kaum ein funktionierendes Raumfahrtsystem hatten. Aber es klappte. Acht Jahre später stand Neil Armstrong auf dem Mond. Ohne Kennedy und seine Rede am 25. Mai wäre das kaum denkbar gewesen. Raumfahrt wurde zum Symbol für Fortschritt und Macht – bis heute.

    Und dann war da noch ein anderes Ereignis, gar nicht so lange her, das den 25. Mai für viele Menschen mit Schmerz und Wut verbindet.

    2020 – Minneapolis. Ein schwarzer Mann, George Floyd, liegt unter dem Knie eines weißen Polizisten und fleht um sein Leben. Acht Minuten und 46 Sekunden – so lange dauert es, bis er stirbt. Die Szene geht um die Welt. Millionen sehen das Video, sind entsetzt, empört, aufgewühlt. Auf einmal gibt es Proteste in jeder größeren Stadt der USA. Und auch in London, Berlin, Paris, Kapstadt, Sydney – die Bewegung „Black Lives Matter“ wird global. Der 25. Mai wurde zu einem Wendepunkt. Nicht, weil es vorher keinen Rassismus gab. Sondern weil die Welt auf einmal hinsah – und nicht mehr wegschaute. Ob sich seitdem wirklich etwas geändert hat? Eine rhetorische Frage, die man sich immer wieder stellen muss.

    Aber auch Frankreich selbst hat an diesem Tag eine eigene, eher stille Episode erlebt.

    Am 25. Mai 1946 wurde in Jordanien – damals noch Transjordanien – der Weg in die staatliche Unabhängigkeit formalisiert. Warum das für Frankreich wichtig ist? Weil es ein weiteres Kapitel im langen Rückzug der europäischen Kolonialmächte markierte. Die Ära des französischen Mandats im Nahen Osten näherte sich dem Ende. Auch Syrien und Libanon standen in den Startlöchern zur Eigenständigkeit. Frankreichs Rolle in der Welt hatte sich verändert – das koloniale Selbstverständnis zerbröselte, nicht zuletzt unter dem Druck globaler Befreiungsbewegungen. Das wirkte weit in die Fünfte Republik hinein, bis heute.

    Ein weiteres Kapitel ist eng mit dem deutschen Datenschutz verbunden.

    Am 25. Mai 1987 führte die Bundesrepublik Deutschland eine Volkszählung durch. Was eigentlich Routine sein sollte, löste massive Proteste aus. Bürgerrechtsgruppen liefen Sturm, es gab Verfassungsklagen, Diskussionen auf allen Kanälen. Die Sorge: der „gläserne Bürger“. Der Staat könne mit den Daten Profile erstellen, das Vertrauen war weg. Die Debatte war heftig – aber auch heilsam. Denn sie war der Nährboden für das moderne Datenschutzrecht in Deutschland. Heute, im Zeitalter von Big Data und KI, wirkt sie fast prophetisch.

    Was lernen wir daraus?

    Der 25. Mai war selten ein Tag der Ruhe. Eher ein Datum, an dem Entscheidungen gefällt wurden, die Menschen aufrüttelten – und manchmal auch mitrissen. Ob in Paris, Buenos Aires, Amman oder Minneapolis: Die Ereignisse dieses Tages wirken bis in die Gegenwart hinein. Manchmal sichtbar, manchmal leise, aber immer mit Bedeutung. Geschichte, so zeigt dieser Tag, ist nie abgeschlossen. Sie pulsiert weiter – und klopft oft dann an, wenn wir es nicht erwarten.