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  • Macron mahnt zur Geschlossenheit: Strategisches Ringen um die Nachfolge 2027

    Macron mahnt zur Geschlossenheit: Strategisches Ringen um die Nachfolge 2027

    Am Samstag, dem 5. Juli 2025, trat Emmanuel Macron vor die Mitglieder der «Jeunes en Marche» im Pariser Cirque d’Hiver und rief seine Partei-Jugend zu Einigkeit und Verantwortungsbewusstsein auf. Inmitten wachsender innerparteilicher Rivalitäten und ambivalenter Loyalitäten unter potenziellen Präsidentschaftsanwärtern warnte der französische Präsident vor einer zu frühen Fokussierung auf persönliche Karrieren. Stattdessen betonte er die Pflicht zu gemeinsamer politischer Arbeit bis zum Ende seines Mandats. Der Auftritt fand anlässlich des zehnten Geburtstags der «Jeunes en Marche» statt, der Nachwuchsorganisation seiner Partei „Renaissance“, und wurde von Beobachtern als strategisches Signal an seinen ehemaligen Premierminister und heutigen Parteichef Gabriel Attal verstanden. Strategische Zurückhaltung statt vorzeitiger Ambition Macron, der verfassungsgemäß nicht für eine dritte Amtszeit kandidieren darf, appellierte an die Verantwortung seiner Partei: «Agissons, restons unis, soyez r…

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  • Riez – Wo Lavendelduft, Römergeschichte und Marktschreie verschmelzen

    Riez – Wo Lavendelduft, Römergeschichte und Marktschreie verschmelzen

    Riez. Eine kleine Stadt in den Alpes-de-Haute-Provence, wo sich die Welt für ein paar Stunden langsamer dreht – und genau das tut unglaublich gut. Du schlenderst durch gepflasterte Gassen, riechst frisches Baguette, Ziegenkäse und Lavendel, während dir der warme Wind sanft durchs Haar fährt. Klingt kitschig? Mag sein. Aber in Riez ist das pure Realität. […]

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  • Bretagne im Wandel: Warum der Tourismus zwischen Rückgang und Aufbruch schwankt

    Bretagne im Wandel: Warum der Tourismus zwischen Rückgang und Aufbruch schwankt

    Salzige Gischt peitscht gegen die schroffen Klippen von Crozon, Möwen kreischen über die stillen Buchten von Saint-Malo – Bilder, die seit Jahrzehnten Urlauber anlocken. Doch hinter der malerischen Kulisse der Bretagne verbirgt sich derzeit ein stiller Umbruch: Die touristische Anziehungskraft bleibt groß, doch Zahlen und Trends zeichnen ein Bild im Wandel. Die Bretagne – Land der Cidre-Kelche, der endlosen Austernbänke und der Steinhäuser, die dem Wind trotzen – gilt seit jeher als eine der beliebtesten Destinationen Frankreichs. Doch 2024 ist etwas anders. Ein kleiner Knick nach dem Rekordjahr Nach einem historischen Hoch von knapp 115 Millionen touristischen Übernachtungen im Jahr 2023 sank die Zahl im Jahr 2024 leicht auf 111 Millionen. Ein Rückgang von drei Prozent – für Laien unspektakulär, für Branchenkenner ein Weckruf. Was steckt dahinter? Vor allem das Wetter spielte der Bretagne manchmal übel mit: Regenschauer, unbeständige Temperaturen und graue Tage sorgten dafür, dass die…

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  • Frankreichs Süden brennt: Eine Feuersaison, die mit voller Wucht beginnt

    Frankreichs Süden brennt: Eine Feuersaison, die mit voller Wucht beginnt

    Das flirrende Summen der Zikaden, der Duft nach Pinienharz, Lavendel und salziger Meeresluft – all das gehört zum Sommer im Süden Frankreichs. Doch in diesem Jahr mischt sich etwas anderes darunter. Rauch. Angst. Alarm.

    Seit dem ersten Juliwochenende kämpfen Feuerwehr und Behörden gegen eine Serie massiver Brände, die bereits jetzt zeigen, wie heftig diese Saison werden könnte.

    In drei Regionen lodern die Flammen.

    Hérault: Flammenmeer am Gardiole-Massiv

    Samstag, 5. Juli. Auf dem Gardiole-Massiv zwischen Montpellier und Sète bricht ein Feuer aus. Innerhalb weniger Stunden frisst es sich durch mehr als 400 Hektar Wald und Buschland. Der Wind peitscht die Flammen vor sich her wie ein unbändiges Tier. Rauchschwaden verdunkeln die Autobahn A9, die daraufhin stundenlang gesperrt bleibt.

    Urlauber sitzen fest, Autoschlangen ziehen sich kilometerweit. Viele blicken mit entsetztem Staunen auf die orange flackernden Hügel am Horizont.

    In der Nacht gelingt es den Feuerwehrleuten, unterstützt von Löschflugzeugen, den Brand einzudämmen. Doch Entwarnung gibt es nicht. Immer noch glimmt es in der Vegetation, als würde der Boden selbst schwelen.

    Bouches-du-Rhône: Alarmstufe Rot an der Côte Bleue

    Nahe Marseille, an der Côte Bleue, bricht fast zeitgleich ein weiteres Feuer aus. Rund hundert Hektar Wald brennen ab. 350 Feuerwehrleute kämpfen gegen die Flammen, während Anwohner vorsorglich ihre Häuser verlassen.

    Für die Region ist es das erste Mal in diesem Sommer, dass die höchste Waldbrandwarnstufe ausgerufen wird: Rot. Ein Zeichen dafür, dass selbst kleinste Funken reichen könnten, um ganze Landstriche in Brand zu setzen.

    Aude: Feuerinferno durch Autobrand entfacht

    Auch im Departement Aude, südwestlich von Montpellier, brennt es lichterloh. Hier wird der Auslöser schnell gefunden: Ein Auto auf der Autobahn A61 geht in Flammen auf – der Funkenflug setzt die umliegende Vegetation in Brand.

    400 Hektar stehen innerhalb kürzester Zeit in Flammen. Mehr als 300 Feuerwehrleute eilen herbei, Löschhubschrauber kreisen über den Feldern, während Böen den Rauch in alle Richtungen treiben. Immer wieder flammt das Feuer neu auf, als wolle es sich nicht besiegen lassen.

    Ein Sommer der Extreme

    Heiß, trocken, windig – diese drei Zutaten ergeben das Rezept für eine Katastrophe. Genau diese Mischung herrscht derzeit in Südfrankreich. Die Temperaturen klettern weit über die 35-Grad-Marke, der Boden ist staubtrocken, und der Mistralwind facht jede Glut an.

    Météo-France hat mehrere Departements auf die höchste Warnstufe für Waldbrandgefahr gesetzt. Teilweise ist der Zugang zu bewaldeten Gebieten komplett verboten. Spaziergänger, Radfahrer und Wanderer müssen draußen bleiben, um keine weiteren Brände zu riskieren.

    Ein Wettlauf gegen die Zeit

    Die Feuerwehren sind in höchster Alarmbereitschaft. Aus Erfahrung wissen sie: Der Juli ist oft nur der Auftakt. Wenn sich die Hitze über Wochen hält und kein Regen fällt, droht eine Serie von Bränden, wie sie Frankreich zuletzt im Jahrhundertsommer 2003 erlebt hat.

    In der Bevölkerung wächst die Angst. Erinnerungen werden wach an jene Tage, an denen Rauchschwaden über Städten und Stränden hingen und Löschflugzeuge im Minutentakt Wasser über brennende Hänge abwarfen.

    Gleichzeitig ist klar: Die Feuerwehren sind so gut vorbereitet wie selten zuvor. Neue Einsatzpläne, mehr Personal und zusätzliche Löschflugzeuge stehen bereit. Doch gegen die unberechenbaren Kräfte von Wind und Hitze bleibt jeder Einsatz ein Tanz auf Messers Schneide.

    Der Klimawandel als Brandbeschleuniger

    Meteorologen und Experten sind sich einig: Die Trockenheit in Südfrankreich ist nicht nur eine Laune der Natur. Längere Hitzeperioden, mildere Winter und weniger Niederschlag sorgen dafür, dass Wälder und Sträucher immer leichter entflammbar werden.

    Das Klima hat sich verändert. Und mit ihm das Risiko.

    Was bleibt?

    Für die kommenden Wochen gilt höchste Wachsamkeit. Ein Funke reicht, und das französische Mittelmeerparadies verwandelt sich in eine Hölle aus Feuer und Asche.

    Feuerwehrleute, Anwohner und Urlauber wissen: Der Sommer hat gerade erst begonnen.

    Autor: C.H.

  • Gabriel Attal: Seine Kandidatur für 2027 nimmt Konturen an

    Gabriel Attal: Seine Kandidatur für 2027 nimmt Konturen an

    Am 5. Juli 2025 nutzte Gabriel Attal, ehemaliger Ministerpräsident und heute Generalsekretär der Macron-Partei Renaissance, die Jubiläumsveranstaltung der „Jeunes avec Macron“ – jetzt: „Jeunes en marche“ – für eine Rede mit deutlicher Signalwirkung. Ohne formale Kandidatur erklärte er vor den versammelten Parteijugendlichen, er wolle „den Franzosen einen Weg vorschlagen“ und verspreche, „alles zu tun, um euch in zwei Jahren zum Sieg zu führen“. Damit bereitet Attal die Bühne für seinen Aufstieg zum Gesicht eines erneuerten Macronismus. Strategisches Timing und Mobilisierung der Jugend Attals Rede hatte klare Wahlkampf-Elemente. Er adressierte bewusst junge Wähler und positionierte sich als Erneuerer. Die Umbenennung der Jugendorganisation von „Jeunes avec Macron“ zu „Jeunes en marche“ spiegelt den Wunsch nach Kontinuität und gleichzeitig nach neuer Dynamik. Rund 70 % der Mitglieder entschieden sich für diese Bezeichnung statt neutralerer Varianten. Attal will damit Ambition, Modernität…

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  • Ein Pariser Palast als Zankapfel: Äquatorialguinea verklagt Frankreich vor dem IGH

    Ein Pariser Palast als Zankapfel: Äquatorialguinea verklagt Frankreich vor dem IGH

    Am 3. Juli 2025 reichte Äquatorialguinea eine Klage gegen Frankreich beim Internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag ein. Hintergrund ist die drohende Veräusserung eines beschlagnahmten Pariser Hôtel particulier an der Avenue Foch. Das Gebäude gehört Teodoro Nguema Obiang Mangue, Vizepräsident des Landes und Sohn des Langzeitpräsidenten Teodoro Obiang Nguema Mbasogo. Mit einem geschätzten Wert von über 100 Millionen Euro ist es eines der prominentesten Vermögensobjekte, die Frankreich im Rahmen seiner Kampagne gegen sogenannte „biens mal acquis“ – unrechtmässig erworbene Vermögenswerte ausländischer Eliten – beschlagnahmt hat. Hintergrund der Beschlagnahme Frankreich hatte das Anwesen bereits 2012 im Zuge strafrechtlicher Ermittlungen gegen Teodorin Obiang wegen Geldwäsche und Veruntreuung öffentlicher Gelder beschlagnahmt. 2017 wurde er in Paris in erster Instanz zu drei Jahren Haft auf Bewährung und 30 Millionen Euro Geldstrafe verurteilt, das Urteil wurde 2020 bestätigt. 2021 ord…

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  • Ouessant – Wo Legenden, Klippen und Salzluft das Herz berühren

    Ouessant – Wo Legenden, Klippen und Salzluft das Herz berühren

    Wenn der Wind von Westen kommt und das Salz auf den Lippen brennt, bist du vielleicht auf Ouessant angekommen. Ganz am Rand der Bretagne – dort, wo die Erde aufhört und der Ozean beginnt. Ein Ort, der einen packt. Oder hast du schon mal eine Insel betreten, auf der Feen den Seeleuten nachstellen und kleine […]

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  • „No macadam!“ – Warum die Autobahn A69 Frankreich spaltet

    „No macadam!“ – Warum die Autobahn A69 Frankreich spaltet

    „No macadam!“ (Kein Asphalt!) – diese Worte hallten am Wochenende über die Felder des Tarn. Es war kein harmloses Festival, das dort stattfand, auch wenn es sich zunächst so anhörte: „Turboteuf“ nannten die Organisatoren ihre Protestaktion im Park des Château de Scopont, mitten in der südfranzösischen Sommerhitze. Doch hinter Techno, Redebeiträgen und Zelten brodelte Wut – Wut auf den Asphalt. Rund 1.000 Menschen kamen am Samstag zusammen, trotz eines Verbots der Präfektur. Ihr Ziel: das Projekt der Autobahn A69 zu stoppen, die Toulouse mit Castres verbinden soll. Ein Projekt, das seit Jahren wie ein Schatten über der Region liegt.

    Denn für die Gegner ist es nichts weniger als ein „ökologisches Verbrechen“. Die Ereignisse spitzten sich schnell zu. Noch am Nachmittag verließen viele Demonstrierende den Bereich des Schlossparks und zogen in Richtung der Baustelle. Auf der Nationalstraße 126 errichteten sie Barrikaden aus Baum…

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  • Triumph, Stürze und Jubel – So startete die Tour de France 2025 in Lille

    Triumph, Stürze und Jubel – So startete die Tour de France 2025 in Lille

    Ein heißer Julisamstag, rauschende Fanfaren auf der Grand-Place, ein Peloton, das wie ein bunter Schwarm durch die Straßen Nordfrankreichs jagt – die Tour de France 2025 ist gestartet. Und wie. Nach drei Jahren mit Starts im Ausland kehrte die erste Etappe des größten Radrennens der Welt am Samstag, den 5. Juli, nach Frankreich zurück. Lille empfing Fahrer, Teams und Zuschauer mit offenen Armen und verwandelte die Metropole für ein Wochenende in ein wahres Radsport-Mekka. 184,9 Kilometer standen auf dem Programm. Ein Rundkurs, der in Lille begann und endete – und der vom ersten Kilometer an alles bot, was Fans von der Tour erwarten. Wind, Stürze und ein dezimiertes Feld Der Streckenverlauf wirkte auf dem Papier harmlos. Keine Hochgebirgspässe, keine gefürchteten Kopfsteinpflasterpassagen – nur drei kleine Hügel der vierten Kategorie: Côte de Notre-Dame-de-Lorette, Mont Cassel und Mont Noir. Doch wer gedacht hatte, es würde ein entspannter Sprintfestival-Tag, lag falsch. Windböen fegten…

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  • Welt im Flammenfieber: Die globale Waldbrand-Krise 2025

    Welt im Flammenfieber: Die globale Waldbrand-Krise 2025

    Es riecht nach verbrannter Erde, nach Angst.

    Weltweit lodern Waldbrände in einer Heftigkeit, die Umweltbehörden und Klimaforscher gleichermaßen erschaudern lässt. Satellitenaufnahmen zeigen ein Szenario, das erschreckend vertraut klingt – nur diesmal noch größer, heißer, zerstörerischer.

    Bis zum 1. Juni 2025 wurden bereits über 102 Millionen Hektar Land von Flammen verschlungen. Das ist eine Fläche größer als Ägypten. Und dabei hat die Saison in vielen Regionen noch nicht einmal begonnen.

    Afrika – Wenn der Kontinent brennt

    Afrika steht an der Spitze. Etwa die Hälfte der global verbrannten Flächen liegt hier – rund 53 Millionen Hektar. Hauptursachen: landwirtschaftliche Brandrodungen, eine brennend heiße Trockenzeit und Temperaturen, die für viele Regionen tödliche Rekorde brechen.

    Wälder werden geopfert, um Felder anzulegen. Doch wenn der Regen ausbleibt, bleibt auch die Ernte aus – ein Teufelskreis, der sich unbarmherzig dreht.

    Asien – Russlands Fernost in Flammen

    Fast 20 Millionen Hektar brannten bisher in Asien. Besonders Russland meldet verheerende Zahlen: Bis Mai 2025 fielen mehr als 629.000 Hektar den Flammen zum Opfer, vor allem im Fernen Osten. Dort, wo Birken und Lärchen die Taiga prägen, stehen jetzt schwarze Baumskelette in verbrannter Erde.

    Auch Südasien und Südostasien kämpfen mit Bränden, die immer häufiger außer Kontrolle geraten.

    Nordamerika – Ein unstillbares Feuermeer

    In den USA wüteten bis Anfang Juni bereits über 29.000 Brände und fraßen sich durch mehr als 485.000 Hektar. Kanada meldete bis Anfang Juli 4,32 Millionen Hektar verbrannte Fläche – eine Zahl, die an die verheerenden Feuersommer der letzten Jahre erinnert.

    Tausende Menschen mussten fliehen. Einsatzkräfte kämpfen unermüdlich gegen ein Naturereignis, das längst zum Albtraum geworden ist.

    Südamerika – Dürre, Hitze, Flammen

    Auch in Südamerika steigen die Rauchfahnen in den Himmel. Über sechs Millionen Hektar Land wurden zerstört, vor allem in Argentinien, Chile und Kolumbien. Der Grund liegt auf der Hand: anhaltende Dürreperioden, die der Klimawandel erbarmungslos verlängert.

    Europa – Deutschland, Griechenland und die Explosionsgefahr

    In Europa lodern derzeit Brände, die selbst erfahrene Feuerwehrleute sprachlos machen.

    Deutschland meldete seit dem 1. Juli Großbrände in der Gohrischheide an der Grenze Sachsen/Brandenburg sowie in Saalfelder Höhe (Thüringen). Letzteres ist der größte Brand in Thüringen seit 1993. Über 1.000 Feuerwehrkräfte kämpfen gegen die Flammen, hunderte Hektar sind verbrannt, Dörfer mussten evakuiert werden, zwei Feuerwehrleute wurden schwer verletzt.

    Besonders brisant: Teile der Brände wüten auf ehemaligen Truppenübungsplätzen – Blindgänger könnten jederzeit explodieren.

    Und Griechenland? Dort reiht sich Brand an Brand:

    – Auf Chios mussten Ende Juni 17 Dörfer evakuiert werden.
    – In Palaia Fokaia und Thymari bei Athen flohen über 1.000 Menschen vor den Flammen.
    – Auf Kreta brannte es Anfang Juli so heftig, dass 1.500 Bewohner:innen und über 5.000 Tourist:innen die Region verlassen mussten.
    – In Chalkidiki bedrohte ein Großbrand Badeorte, während nahe Rafina Häuser beschädigt und Menschen evakuiert wurden.

    Auch in der Türkei brannte es großflächig: Allein in Izmir mussten mehr als 50.000 Menschen ihre Häuser verlassen. In Schottland entzündeten sich Ende Juni Brände in den Highlands, die durch Regen Ende des Monats schließlich gestoppt wurden.

    Ozeanien – Australiens Feuertrauma lebt

    Australien blickt ebenfalls auf eine wachsende Katastrophe: Fast 10 Millionen Hektar Land verbrannten bis Anfang Juni 2025. Erinnerungen an die „Black Summer“-Brände werden wach – scheint es doch erst der Anfang zu sein.

    Satelliten als stille Zeugen

    Die NASA bietet mit ihrem Fire Information for Resource Management System (FIRMS) eine Echtzeitkarte aktiver Brände weltweit. Ein Blick darauf wirkt wie ein Schockmoment: Leuchtende Punkte ziehen sich von Westafrika bis Neuseeland – wie glühende Wunden auf dem blauen Planeten.

    Klimawandel als Brandbeschleuniger

    Waldbrände hat es immer gegeben, sagen Skeptiker.

    Doch nie in dieser Anzahl, nie mit dieser Intensität, nie in so kurzer Zeitspanne.

    Es sind nicht nur außer Kontrolle geratene Sommerferienfeuer oder fahrlässige Landwirte – sondern ein weltweites Klima, das sich verändert, erwärmt, austrocknet und damit die Brände entfacht.

    Eine Frage drängt sich auf: Wann werden wir endlich aufhören, so zu tun, als könnten wir das Problem aussitzen?

    Denn wer den Wald verbrennen lässt, verbrennt seine eigene Zukunft.

    Autor: Andreas M. Brucker