Autor: Nachrichten

  • 17. August – Heute in der Geschichte

    17. August – Heute in der Geschichte

    Ein Datum voller Kontraste

    Der 17. August wirkt auf den ersten Blick wie ein ganz normaler Sommertag. Doch wer in die Geschichtsbücher schaut, entdeckt eine erstaunliche Vielfalt an Ereignissen – manche tragisch, manche kurios, manche weltbewegend.

    Von königlichen Festen in Frankreich über politische Umwälzungen in Asien bis hin zu technischen Revolutionen reicht die Bandbreite.


    Weltweit bedeutende Momente

    1945 – Indonesien erklärt seine Unabhängigkeit
    An diesem Tag trat Sukarno ans Mikrofon und rief zusammen mit Mohammad Hatta die Unabhängigkeit Indonesiens aus. Jahrzehnte kolonialer Unterdrückung sollten damit ein Ende finden. Der Weg war jedoch steinig – erst vier Jahre später gaben die Niederlande endgültig nach. Heute gilt der 17. August in Indonesien als Nationalfeiertag, gefeiert mit Paraden, Flaggen und festlicher Stimmung.

    1945 – George Orwells „Animal Farm“ erscheint
    Am selben Tag betrat auch die Literaturgeschichte Neuland. Orwells satirische Fabel über die Macht und ihre Verführungen wurde erstmals veröffentlicht. Der Roman war nicht nur eine bissige Kritik an totalitären Systemen, sondern auch ein Buch, das Generationen zum Nachdenken brachte. Man könnte sagen: Hier sprach ein Autor aus, was viele nur dachten.

    1959 – „Kind of Blue“ revolutioniert den Jazz
    Miles Davis veröffentlichte sein Meisterwerk „Kind of Blue“. Kaum ein Album hat die Welt des Jazz so geprägt. Bis heute dient es Musikern als Quelle der Inspiration – und landet regelmäßig in Listen der besten Alben aller Zeiten.

    1978 – Der erste Ballonflug über den Atlantik
    Ein Team amerikanischer Abenteurer überquerte mit dem Gasballon Double Eagle II erstmals erfolgreich den Atlantik und landete nahe Paris. Bis dahin hatte dieser Traum der Luftfahrt viele Menschenleben gekostet – und plötzlich war er Wirklichkeit.

    1982 – Die Compact Disc erobert die Welt
    In Westdeutschland liefen die ersten industriell gefertigten Audio-CDs vom Band. Mit im Gepäck: das ABBA-Album „The Visitors“. Wer hätte gedacht, dass kleine, silberne Scheiben das Musikhören so grundlegend verändern würden?

    1998 – Clinton und die Lewinsky-Affäre
    In einer live übertragenen Rede gestand der US-Präsident Bill Clinton seine Beziehung zu Monica Lewinsky. Ein Satz, der die politische Landschaft der USA erschütterte – und der bis heute in Erinnerung geblieben ist.

    1999 – Erdbeben in der Türkei
    In der Region um Izmit bebte die Erde mit einer Stärke von 7,4. Über 17.000 Menschen starben, Hunderttausende verloren ihre Heimat. Noch immer gilt dieses Beben als Mahnung für die Verwundbarkeit großer Städte an aktiven Bruchzonen.


    Frankreich am 17. August

    1424 – Die Schlacht von Verneuil
    Während des Hundertjährigen Krieges trafen sich englische und französisch-schottische Truppen in einer blutigen Auseinandersetzung. Am Ende siegte England, unterstützt von seinen Langbogenschützen. Frankreich musste eine herbe Niederlage einstecken.

    1661 – Molières Premiere von „Les Fâcheux“
    Im prunkvollen Schloss Vaux-le-Vicomte führte Molière sein Stück „Les Fâcheux“ erstmals auf – vor niemand Geringerem als Ludwig XIV. Damit begann eine Erfolgsgeschichte, die Molière zum Liebling des Königs machte.

    1908 – Fantasmagorie: Geburtsstunde des Trickfilms
    Émile Cohl präsentierte in Paris einen der ersten bekannten Zeichentrickfilme der Welt. „Fantasmagorie“ war kurz, verspielt und schlicht, aber eine echte Pionierarbeit. Ohne diesen französischen Funken gäbe es vielleicht kein Disney-Imperium.

    1978 – Ballonlandung bei Paris
    Der Double Eagle II landete in Miserey nahe Paris. Während die Welt jubelte, war es für die Franzosen ein besonderes Ereignis, schließlich wurde ihre Hauptstadt zum Zielort dieses Abenteuers.


    Ein roter Faden?

    Was verbindet all diese Momente? Sie zeigen, wie an einem einzigen Tag Kunst, Politik, Technik und Tragödie ineinandergreifen. Von der Feder Orwells über die Trompete von Miles Davis bis zu den Schrecken der Natur – all das ist Geschichte am 17. August.

    Und Hand aufs Herz: Hättest du gedacht, dass an diesem Datum so viele Weichen gestellt wurden?


    Ausklang

    Der 17. August ist kein stilles Kapitel, sondern ein Mosaik aus Fortschritt, Kampf, Katastrophe und Kultur. Für Frankreich ist er ein Tag der Schlachten, Theaterpremieren und künstlerischen Innovationen. Weltweit markiert er Wendepunkte von der Entkolonialisierung bis zum digitalen Zeitalter.

    Ein Tag, an dem man sieht: Geschichte ist nicht grau und verstaubt, sondern bunt, widersprüchlich – und manchmal richtig aufregend.

  • Kommentar: Provokation in der Sommerpause – ach, Herr Mélenchon…

    Kommentar: Provokation in der Sommerpause – ach, Herr Mélenchon…

    Es ist wieder soweit: Kaum liegt halb Frankreich im August am Strand, tritt Jean-Luc Mélenchon auf den Plan. Mit einer Mischung aus Pathos, Trotz und kalkulierter Provokation erklärt er, die Republik müsse jetzt sofort auf die Barrikaden. Sommerpause? Egal. Haushaltspolitik? Details. Hauptsache, er selbst bleibt im Zentrum des Geschehens.

    Ach, Herr Mélenchon… War es nicht genau dieses politische Theater, das so viele Franzosen satt haben? Das ewige Spiel zwischen pathetischem Gestus und institutioneller Ohnmacht? Zwischen Straßenromantik und parlamentarischer Arithmetik? Man muss nicht Bayrou-Anhänger sein, um zu erkennen: Hier geht es weniger um Politikgestaltung als um eine Inszenierung.

    Symbolpolitik statt Substanz

    Eine „Motion de censure“ mitten im August – ohne die geringste Aussicht auf Mehrheit. Und gleichzeitig ein Aufruf, das Land am 10. September „lahmzulegen“. Es wirkt wie eine Reinszenierung alter Träume: die „grande révolution“ auf Social Media. Nur ist Frankreich heute nicht 1789, nicht 1968 und nicht einmal mehr 2018, als die Gilets jaunes die Straßen füllten.

    Statt einer klaren sozialen Agenda präsentiert Mélenchon eine politische Dauerprovokation. Weder erklärt er, wie die 44 Milliarden Euro Haushaltslöcher gefüllt werden sollen, noch, wie das Land regierbar bleibt. Alles, was zählt, ist das Spektakel – die Schlagzeile, der Konflikt, die Pose.

    Die Linke im Schlepptau

    Und doch: Seine Partei folgt ihm. Wieder und wieder. Die LFI macht sich zum Lautsprecher einer diffusen Unzufriedenheit, ohne sie in ein realistisches Programm zu überführen. Damit spielt Mélenchon objektiv dem Rassemblement National in die Karten. Denn während die LFI lärmt, wahrt Marine Le Pen die staatstragende Pose – und wirkt für viele Franzosen plötzlich wie die vernünftigere Alternative.

    Verantwortung oder Show?

    Was Frankreich bräuchte, wäre eine ehrliche Debatte über Prioritäten: Welche Ausgaben sind unverzichtbar, wo muss gespart werden, wie lassen sich soziale Härten abfedern? Was es bekommt, ist eine polarisierte Inszenierung, die nur das Gefühl verstärkt, dass die Institutionen blockiert sind.

    Mélenchon will alles – jetzt, sofort, ohne Rücksicht auf Verluste. Aber Politik ist kein Straßenkampf und keine Theaterszene. Wer das Land regieren will, muss auch liefern können: Zahlen, Mehrheiten, Lösungen.

    Ach, Herr Mélenchon… Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren: Ihr größter Gegner ist längst nicht François Bayrou. Sondern die Realität – und Sie selbst.

    Ein Kommentar von Andreas M. Brucker

  • Hitze geht leicht zurück – aber der Süden Frankreichs bleibt weiterhin unter höchster Waldbrandwarnung

    Hitze geht leicht zurück – aber der Süden Frankreichs bleibt weiterhin unter höchster Waldbrandwarnung

    Das Département Aude – ein Ort, der für seine sonnenverwöhnten Weinhänge, das mittelalterliche Carcassonne und den würzigen Duft mediterraner Wälder bekannt ist – steht derzeit unter „extremer“ Feuergefahr. Eine Warnstufe, die es in dieser Dringlichkeit zuletzt 2016 gegeben hat. Seit dem 8. August hält eine gnadenlose Hitzewelle Frankreich im Würgegriff. Temperaturen jenseits der 40 °C-Marke sind in weiten Teilen des Südens keine Seltenheit mehr – sie sind die Norm. Besonders das Département Aude leidet unter der Kombination aus flirrend heißer Luft, sengender Sonne und heftigen Winden. Die Tramontane, ein berüchtigter Nordwestwind, peitscht mit bis zu 60 Kilometern pro Stunde durch die Landschaft und verwandelt ausgedörrte Vegetation in Zunder. Während in anderen Regionen Frankreichs die Temperaturen langsam sinken, bleibt es in der Aude bei brütenden 39 °C. Und mit der Hitze kommt die Angst – vor dem nächsten Brandherd, dem nächsten Alarm, dem nächsten Inferno. Die Lage ist ernst. D…

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  • Mélenchons Doppelstrategie: Angriff auf die Straße und das Parlament

    Mélenchons Doppelstrategie: Angriff auf die Straße und das Parlament

    Frankreich steht vor einem politisch aufgeladenen Herbst. Jean-Luc Mélenchon, Gallionsfigur der links-populistischen Bewegung La France insoumise (LFI), hat in der sogenannten Sommerpause einen doppelten Frontalangriff auf die Regierung von Premierminister François Bayrou gestartet. Mit der Unterstützung eines neu entstehenden Protests aus der Zivilgesellschaft sowie einer angekündigten Misstrauensabstimmung im Parlament will Mélenchon die Regierung zu Fall bringen – und stellt damit die politische Architektur der Fünften Republik erneut auf die Probe. Ohne offizielles Mandat, aber mit unverminderter Präsenz auf der politischen Bühne, orchestriert Mélenchon eine koordinierte Offensive, die Parlament und Straße gleichermaßen ins Visier nimmt. Der Aufruf zur Mobilisierung – unter dem kämpferischen Motto „Tout bloquer“ – ist Ausdruck einer zunehmenden Politisierung der gesellschaftlichen Unzufriedenheit, gespeist durch geplante Einschnitte im Staatshaushalt und ein diffuses Unbehagen in d…

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  • Spannungen auf der „Autoroute du Soleil“ – Wie die Gendarmerie für Sicherheit sorgt

    Spannungen auf der „Autoroute du Soleil“ – Wie die Gendarmerie für Sicherheit sorgt

    Sommerferien in Frankreich – für viele klingt das nach Sonne, Meer und Freiheit. Doch wer sich auf die A7 begibt, die berühmte „Autoroute du Soleil“, spürt schnell: Ganz so unbeschwert ist die Reise nicht. Zwischen Staus, hitzigen Autofahrern und langen Fahrtzeiten liegen oft spürbare Spannungen in der Luft. Und genau hier treten die Gendarmen von Salon-de-Provence auf den Plan.

    50 Männer und Frauen in Uniform, die Tag und Nacht im Einsatz sind, um das zu verhindern, was niemand erleben will: schwere Unfälle.

    Ein Highway voller Risiken

    Die A7 ist eine Lebensader Frankreichs. Sie verbindet Lyon mit Marseille und zieht sich wie ein langes Band durch die Provence. Millionen Urlauber rollen hier jeden Sommer gen Süden – Richtung Côte d’Azur, Richtung Spanien, Richtung Ferienparadies.

    Doch dort, wo die Dichte an Autos wächst, steigt auch die Gefahr. Überhöhte Geschwindigkeit, Übermüdung, Alkohol oder Drogen am Steuer, riskante Überholmanöver, ein kurzer Blick aufs Handy – Kleinigkeiten, die sich im falschen Moment in Katastrophen verwandeln können.

    Die Gendarmerie kennt diese Szenarien nur zu gut.

    Kontrolle statt Chaos

    Das Peloton autoroutier von Salon-de-Provence hat seine Wachsamkeit in der Ferienzeit hochgefahren. Ihre Patrouillen mischen sich unauffällig unter den Verkehr oder warten auf Rastplätzen, um auffällige Fahrer herauszufischen. Das Ziel ist klar: präventiv eingreifen, bevor das Schlimmste geschieht.

    Radarkontrollen sind dabei nur ein Baustein. Auch Drogentests, Alkoholkontrollen und gezielte Stopps bei Verdachtsmomenten gehören zum Alltag. Für viele Autofahrer ist der kurze Moment an der Kontrollstelle lästig, für andere aber lebensrettend.

    Nationale Strategie mit klarer Mission

    Die verstärkten Kontrollen sind kein lokales Einzelprojekt, sondern Teil eines größeren Plans. Frankreich verfolgt seit Jahren eine konsequente Strategie in der Verkehrssicherheit: weniger Tote, weniger Schwerverletzte.

    Die Gendarmen sind dabei die ausführende Kraft auf der Straße. Sie erinnern die Autofahrer daran, dass Urlaub nicht heißt, den Verstand am Rastplatz abzugeben. Und sie tun das mit Nachdruck – manchmal streng, manchmal mahnend, immer mit dem Ziel, Leben zu schützen.

    Zwischen Disziplin und Menschlichkeit

    Wer die Gendarmen bei der Arbeit beobachtet, merkt: Es geht nicht nur um Regeln und Paragrafen. Oft sind es kleine Szenen, die zeigen, wie nah die Realität an den Menschen ist. Da wird ein übermüdeter Familienvater freundlich, aber bestimmt gebeten, eine Pause einzulegen. Oder ein Fahrer, der mit dem Handy in der Hand erwischt wird, bekommt einen klaren Hinweis: „Das hier ist keine Spielkonsole. Ein Fehler – und Sie gefährden sich und andere.“

    Genau in diesen Momenten zeigt sich, dass Verkehrssicherheit kein abstraktes Gesetz ist, sondern eine Frage der Verantwortung – für sich selbst und für die Gemeinschaft auf der Straße.

    Ein Sommer zwischen Freiheit und Pflicht

    Wer im Stau auf der A7 schwitzt, träumt von Strand und kaltem Rosé. Doch währenddessen überwachen die Gendarmen in ihren blau-weißen Fahrzeugen und Motorrädern die Fahrbahn, stets wachsam. Ihr Job ist es, die Balance zu halten zwischen der Sehnsucht nach Freiheit und der Notwendigkeit von Sicherheit.

    Und Hand aufs Herz: Wollen wir nicht alle lieber zehn Minuten später ankommen, dafür aber gesund?

    Autor: C.H.

  • Feuersbrünste im Sommer: Wie wir unsere Wälder vor den Flammen schützen können

    Feuersbrünste im Sommer: Wie wir unsere Wälder vor den Flammen schützen können

    Jeden Sommer wiederholt sich in Frankreich dasselbe Drama: Wälder stehen in Flammen, Tiere verlieren ihren Lebensraum, Menschen ihre Häuser – und die Natur braucht Jahrzehnte, um sich zu erholen. Mit dem Klimawandel nehmen Häufigkeit und Intensität dieser Brände spürbar zu. Was früher eine Ausnahmesituation war, wird immer mehr zur Regel. Die Frage lautet also nicht mehr: Kommt es zu Bränden? Sondern: Wie lassen sie sich verhindern?


    Schutz beginnt vor der Haustür

    Ein Wort, das in den gefährdeten Regionen beinahe magisch wirkt, lautet: Débroussaillage – auf Deutsch „Entbuschung“. Damit ist das gezielte Entfernen von trockener Vegetation und Unterholz rund um Häuser gemeint. Klingt simpel, hat aber enorme Wirkung. Wer den eigenen Garten und den Bereich um das Haus freihält, schafft eine Art grünen Schutzring, der Flammen stoppt oder zumindest verlangsamt. Gleichzeitig erleichtert er Feuerwehr und Rettungskräften den Zugang.

    Auch Feuerschneisen, also lineare Korridore ohne dichte Vegetation, sind wichtige Barrieren. Sie wirken wie unsichtbare Brandschutzmauern: Das Feuer findet in ihnen keine Nahrung und verliert Tempo. Für die Einsatzkräfte sind sie außerdem wertvolle Zugangswege – nicht selten entscheidet genau das über Minuten, die Leben retten können.


    Strenge Regeln für heiße Tage

    Prävention ist nicht nur eine Frage von Gartenpflege und Wegen, sondern auch von klaren Regeln. In Frankreich gibt es eine Reihe von Vorschriften, die mitunter streng klingen – aber sie retten Wälder. Bei extremer Hitze oder starkem Wind wird der Zutritt zu manchen Waldgebieten eingeschränkt. Keine Spaziergänge, keine Picknicks, keine Fahrradtouren. Klingt hart, aber wer schon einmal erlebt hat, wie schnell ein kleiner Funke in Sekunden zu einem Flammenmeer wird, versteht diese Maßnahmen sofort.

    Auch Arbeiten in der Natur sind reguliert. In einigen Départements ist es etwa verboten, nach 13 Uhr mit Maschinen im Wald zu arbeiten – schlicht, weil Funkenflug in den heißesten Stunden des Tages zu gefährlich wäre.

    Und auch das Verbrennen von Gartenabfällen, vielerorts eine alte Tradition, unterliegt strengen Vorgaben. In besonders trockenen Regionen darf es nur nach Genehmigung erfolgen – und oft gar nicht. Wer dagegen verstößt, riskiert empfindliche Strafen.


    Bewusstsein schaffen – ein Funke reicht

    Doch Gesetze allein genügen nicht. Entscheidend ist, dass auch die Bevölkerung mitzieht. Deshalb investieren Behörden und Organisationen viel Energie in Aufklärungskampagnen. Dabei geht es um simple Dinge: keine Zigarettenkippen aus dem Autofenster, kein Lagerfeuer im Unterholz, kein Grill mitten im Wald.

    Ein nützliches Werkzeug ist die „Météo des forêts“, eine Art Waldwetterbericht. Dort lässt sich tagesaktuell nachsehen, wie hoch die Brandgefahr in der eigenen Region ist. Ein Klick genügt – und schon weiß man, ob der geplante Waldspaziergang sinnvoll ist oder besser verschoben werden sollte.


    Ehrenamtliche als stille Wächter

    Nicht zu unterschätzen sind auch die lokalen Feuerwehrausschüsse – die sogenannten Comités communaux feux de forêts. Sie bestehen meist aus Freiwilligen, die mit wachem Blick durch die Wälder gehen, mit Anwohnern sprechen und im Ernstfall die Profis unterstützen. Ihre Rolle ist weniger spektakulär, aber immens wertvoll: Sie sind die Augen und Ohren der Gemeinden, oft schneller vor Ort als jede Feuerwehr.

    Diese Mischung aus Engagement, lokaler Kenntnis und Bürgernähe schafft Vertrauen – und erhöht die Sicherheit. Denn am Ende zählt nicht nur die große Löschaktion, sondern vor allem das, was verhindert, dass es überhaupt so weit kommt.


    Wälder bewahren heißt Zukunft sichern

    Der Kampf gegen Waldbrände ist kein Thema, das allein bei Feuerwehr oder Behörden liegt. Er betrifft uns alle. Die Wälder sind nicht nur grüne Flächen im Sommerurlaub, sie sind Wasserspeicher, Sauerstofflieferanten und Rückzugsorte für unzählige Arten. Wer sie verliert, verliert ein Stück Zukunft.

    Jedes gesäuberte Grundstück, jede respektierte Zugangssperre, jede nicht weggeworfene Zigarette ist ein kleiner Baustein in einem großen Schutzwall. Vielleicht fühlt sich das manchmal unbedeutend an. Doch genau darin liegt die Kraft: Wenn jede und jeder Einzelne Verantwortung übernimmt, entstehen Gemeinschaft und Sicherheit.

    Die Wälder mögen verletzlich sein – aber sie sind nicht wehrlos. Wir müssen nur lernen, an ihrer Seite zu stehen.

    Autor: C.H.

  • Tragischer Badeunfall in Moulins: Siebenjähriger stirbt bei Ferienlager-Ausflug

    Tragischer Badeunfall in Moulins: Siebenjähriger stirbt bei Ferienlager-Ausflug

    Freitag, 15. August, Moulins im Département Allier. Eine Szene, die in wenigen Sekunden ins Unfassbare kippt: Ein siebenjähriger Junge verliert bei einem Ausflug seiner Ferienkolonie das Leben – er ertrinkt. Was als unbeschwerte Sommeraktivität geplant war, endet in einer Tragödie, die weit über die betroffene Familie hinaus erschüttert. Das Kind nahm gemeinsam mit seinem Bruder und 33 weiteren Kindern an einem Ferienaufenthalt im Château de Souys in Saint-Menoux teil. Diese Einrichtung gehört zur Stadt Bobigny bei Paris und wird traditionell für Ferienaufenthalte genutzt. Acht Betreuer begleiteten die Gruppe – mehr als üblich, da zwei Kinder mit Behinderung besondere Aufmerksamkeit benötigten. Ein Signal für die organisatorische Ernsthaftigkeit. Doch selbst verstärkte Betreuung ist kein Schutzschild gegen das Unvorstellbare. Der Unfall ereignete sich am späten Nachmittag auf einer Spielwiese nahe eines Gewässers in Moulins. Was genau passierte, ist bislang unklar. Fest steht: Trotz de…

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  • Flugtragödie in den Alpen: Zwei erfahrene Piloten sterben bei Absturz von Flugzeug und Segelflugzeug

    Flugtragödie in den Alpen: Zwei erfahrene Piloten sterben bei Absturz von Flugzeug und Segelflugzeug

    Ein sonniger Samstag in den französischen Alpen endet in einer Tragödie. Am 16. August 2025 stürzen nahe des kleinen Flugfeldes Barcelonnette-Saint-Pons in den Alpes-de-Haute-Provence ein Schleppflugzeug und der von ihm gezogene Segelflieger ab. Beide Piloten – ein 78-jähriger Schweizer und ein 79-jähriger Deutscher – überleben den Unfall nicht. Sekunden nach dem Start Es ist kurz nach 13 Uhr, als das Gespann aus Motorflugzeug und Segler abhebt. Alles scheint zunächst Routine – ein Vorgang, wie er täglich auf unzähligen Segelflugplätzen Europas stattfindet. Doch wenige Minuten später das Unfassbare: Über der Gemeinde Saint-Pons kommt es zu Problemen, beide Maschinen stürzen ab. Beim Aufprall entzündet sich das trockene Buschwerk, doch die Feuerwehr kann den Brand rasch löschen. Zwei Männer, die jahrzehntelang fliegerische Erfahrung gesammelt haben, finden hier ihr Ende. Ein tragischer Moment, der eine ganze Region erschüttert. Ermittlungen laufen Die genauen Ursachen sind noch unklar. …

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  • Elf Hunde tot in Durnes – Wenn der Tierschutz an seine Grenzen stößt

    Elf Hunde tot in Durnes – Wenn der Tierschutz an seine Grenzen stößt

    Es ist der 14. August 2025, als die Mitarbeiter der Société Protectrice des Animaux (SPA) in ein Haus in Durnes, im französischen Département Doubs, gerufen werden. Was sie dort finden, ist kaum in Worte zu fassen: elf Hundekadaver in fortgeschrittener Verwesung, auf dem Boden verstreut zwischen Müllbergen und Gestank. Drei abgemagerte Hunde und ein schwaches Kätzchen klammern sich an ihr Leben – ausgehungert, verdurstet, gezwungen, ihre eigene Urinlache zu trinken. Eine Szene wie aus einem Albtraum. Und doch bittere Realität. Eine Wiederholungstat, die schockiert Die Besitzerin des Hauses ist keine Unbekannte. Christelle T., 41 Jahre alt, war bereits im Dezember 2024 verurteilt worden – damals wegen Tierquälerei an Ponys im Parc Micaud in Besançon. Das Urteil schien zunächst ein Signal: Justiz und Gesellschaft dulden kein solches Verhalten. Doch die Frau durfte trotz ihrer Verurteilung weiterhin Tiere halten. Keine Auflagen, keine Verbote. Das Ergebnis sehen wir jetzt in Durnes. Elf t…

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  • La tarte aux figues confites de Salernes – Symbol provenzalischer Tradition

    La tarte aux figues confites de Salernes – Symbol provenzalischer Tradition

    Inmitten der duftenden Lavendelfelder, Olivenhaine und singenden Zikaden liegt das charmante Dorf Salernes, eingebettet im Département Var in der Provence. Berühmt für seine handgemachten Fliesen („tomettes“) und rustikalen Lebensstil, ist Salernes auch die Heimat einer herrlich süßen Spezialität, d…

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