Autor: Nachrichten

  • „FR-Alert“: Neues System soll Bewohner Frankreichs bei Katastrophen warnen

    „FR-Alert“: Neues System soll Bewohner Frankreichs bei Katastrophen warnen

    Dieses neue System, das Ende Juni vollständig eingerichtet sein soll, ermöglicht es den Behörden, bei einem Vorfall alle Personen in einem bestimmten Gebiet zu alarmieren, ohne dass eine App oder ein SMS-Versand erforderlich ist. In Frankreich gibt es bald mobile Warnungen bei allgemeinen Gefahrensituationen. Während der heftigen Gewitterstürme, die in der Nacht von Samstag, dem 4. Juni, auf Sonntag, den 5. Juni, ein Todesopfer forderten, warnten die französischen Behörden hauptsächlich über soziale Netzwerke. In Zukunft könnten die Bewohner Frankreichs eine Benachrichtigung auf ihr Handy erhalten. Frankreich hat mit der Einführung des Systems „FR-Alert“ begonnen, das es ermöglichen soll, im Falle eines schweren Zwischenfalls so viele Menschen wie möglich in dem betroffenen Gebiet zu benachrichtigen. Innenminister Gérald Darmanin will das neue System bis Ende Juni flächendeckend einführen. Eine Warnung wird bei allen Arten von größeren Vorfällen verschickt Konkret bedeutet das, dass Pe…

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  • Pfingstmontag: Warum heute in Frankreich viele Arbeitnehmer ins Büro müssen

    Pfingstmontag: Warum heute in Frankreich viele Arbeitnehmer ins Büro müssen

    An diesem Pfingstmontag nutzen viele Unternehmen den Feiertag als sogenannten Solidaritätstag, der die Finanzierung der Betreuung älterer und behinderter Menschen unterstützen soll.

    Feiertag oder nicht? Viele Unternehmen nutzen diesen Tag im Juni als Solidaritätstag. Einige arbeiten, ohne bezahlt zu werden, anderen wird einer ihrer Urlaubstage gestrichen. Ein Beitrag, der zur Finanzierung einer besseren Betreuung von älteren und behinderten Menschen dient.

    Ist der Pfingstmontag grundsätzlich ein Solidaritätstag?
    Nein, der Pfingstmontag ist nicht unbedingt ein Solidaritätstag in allen Unternehmens und damit auch nicht für alle Erwerbstätigen in Frankreich.

    Der Solidaritätstag, der nach der Hitzewelle im Jahr 2003 eingeführt wurde, bei der mehrere Tausend ältere Menschen starben, war allerdings tatsächlich ursprünglich auf Pfingstmontag festgelegt worden. Das Prinzip ist einfach: Die Arbeitnehmer arbeiten an diesem Tag, ohne dafür entlohnt zu werden. Im Gegenzug zahlen die Unternehmen einen entsprechenden Beitrag an die CNSA (Caisse nationale de solidarité pour l’autonomie).

    Im Jahr 2008 wurde der Pfingstmontag jedoch wieder zu einem arbeitsfreien Feiertag erklärt. Seitdem können die Arbeitgeber das Datum des Solidaritätstages frei festlegen. Es kann also jeden Feiertag treffen, an dem Angestellte arbeiten müssen, ohne bezahlt zu werden. Einzige Ausnahme ist und bleibt 1. Mai, der Tag der Arbeit.

    In der Praxis haben die Unternehmen mehrere Lösungen, um diesen Solidaritätstag einzuhalten. So kann der Arbeitgeber auch beschließen, seinen Angestellten statt kostenloser Arbeit einen Urlaubstag zu streichen: Der Arbeitnehmer behält also alle seine Feiertage.

    Eine andere Möglichkeit besteht darin, den Wert eines Arbeitstages über das Jahr auf der Gehaltsabrechnung zu realisieren, wobei im Jahresschnitt ein Tag weniger bezahlt wird, oder indem sieben Stunden mehr Arbeit über das Jahr verteilt werden. In allen Fällen wird der  jedoch letztendlich ein entsprechender Betrag an die Caisse nationale de solidarité pour l’autonomie überwiesen.

    Sind alle Arbeitnehmer in Frankreich von dieser Regelung betroffen?
    Laut Gesetzestext sind alle Erwerbstätigen, mit Ausnahme der Freiberufler und Selbstständigen, von diesem Solidaritätstag betroffen. Aber nicht nur sie werden zur Kasse gebeten. Seit 2013 müssen ab einem bestimmten steuerlichen Referenzeinkommen auch steuerpflichtige Rentner in die Tasche greifen. Dies geschieht dann in Form eines Solidaritätsbeitrags.

    Seit seiner Einführung im Jahr 2004 wurden durch den Solidaritätstag fast 48 Milliarden Euro für die Caisse nationale de solidarité pour l’autonomie realisiert.

    Für das Jahr 2022 rechnet die CNSA mit Einnahmen aus dem Solidaritätstag in einer Höhe von etwa drei Milliarden Euro, die insbesondere für den Betrieb von sozialmedizinischen Einrichtungen und Diensten, die Verteilung individueller Hilfen, die Prävention von Autonomieverlust oder die Unterstützung von Angehörigen, die Menschen mit Autonomieverlust betreuen, verwendet werden.

    Die Gesamtfinanzierung der Hilfe zur Selbsthilfe für ältere Menschen oder Menschen mit Behinderungen wird sich im Jahr 2022 auf etwas mehr als 35 Milliarden Euro belaufen, ein Betrag, der zu 90% auf der CSG, der allgemeinen Sozialabgabe, beruht, einer Steuer, die auf die Einkommen erhoben wird.

  • Affenpocken: 780 neue Fälle in 27 weiteren Ländern

    Affenpocken: 780 neue Fälle in 27 weiteren Ländern

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) meldete am 5. Juni, dass sich 780 Menschen mit den Affenpocken infiziert haben. Obwohl die neuen Fälle in 27 nicht endemischen Ländern auftreten, die meisten davon in Europa, schätzt die WHO die Gefahr einer weltweiten Epidemie als niedrig ein. Wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Sonntag, dem 5. Juni, mitteilte, wurden insgesamt 780 Fälle von Affenpocken in 27 nicht endemischen Ländern gemeldet. Obwohl es “sehr wahrscheinlich ist, dass in weiteren Ländern Fälle registriert werden und sich das Virus weiter ausbreitet“, bleibt die WHO gelassen und meint, dass das globale Risiko sehr moderat sei. Lesen Sie auch: Frankreich bestätigt 51 Fälle von Affenpocken Derzeit ist Spanien mit 156 Fällen das am stärksten betroffene europäische Land. Bisher sind in den nicht endemischen Ländern keine Krankenhauseinweisungen zu verzeichnen. In den endemischen Ländern dagegen, die sich überwiegend auf dem afrikanischen Kontinent befinden, wird die Zahl der…

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  • Paris: Polizisten nach Schüssen verhaftet

    Paris: Polizisten nach Schüssen verhaftet

    Ein Team von Fahrradpolizisten eröffnete am Samstag das Feuer auf Autofahrer, die sich weigerten, einer Aufforderung zu einer Verkehrskontrolle im 18. Arrondissement von Paris Folge zu leisten. Die drei Polizisten wurden am Sonntag von der Generalinspektion der nationalen Polizei verhaftet.

    Im Norden der Hauptstadt kam es zu einer Verfolgungsjagd zwischen einem Autofahrer, der sich weigerte, sich einer Ausweiskontrolle zu unterziehen, und einem Team von Polizisten auf Fahrrädern. Das Auto konnte aufgrund einer Verlangsamung des Verkehrs von den Fahrradpolizisten eingeholt werden. Der Fahrer habe anschliessend versucht, die Fahrradpolizisten zu überfahren – so jedenfalls die Schilderung der Beamten.

    Diese ‚“machten von ihren Waffen Gebrauch“ und verletzten den Fahrer des Wagens schwer am Kopf und einen Mitfahrer am Oberkörper. Beide Personen wurden in ein Krankenhaus eingeliefert und befinden sich derzeit noch in Lebensgefahr. „Einige der Insassen des Fahrzeugs sind den Behörden bekannt. Sie gaben an, Alkohol und Cannabis konsumiert zu haben“, so eine Polizeiquelle gegenüber der Zeitung Le Parisien.

    Infolge der Schüsse wurden drei Polizisten am Sonntag, dem 5. Juni, von der Generalinspektion der nationalen Polizei (IGPN) in Gewahrsam genommen. Gegen die Insassen des Wagens wurde von der Pariser Kriminalpolizei ebenfalls eine Untersuchung eingeleitet, wegen “versuchter Tötung von Personen, die Träger der öffentlichen Gewalt sind“.

  • Emmanuel Macron feiert den französischen Esport im Élysée-Palast

    Emmanuel Macron feiert den französischen Esport im Élysée-Palast

    Emmanuel Macron versprach „eine neue Ära“ für den französischen Esport, um das Land zu einer „großen Nation“ in diesem Sektor zu machen. Am Freitag, dem 3. Juni, fand im Elysée-Palast ein Empfang mit allen wichtigen Personen des französischen Esports statt. „Heute beginnt eine neue Ära, nicht nur um euch anzuerkennen, sondern um euch zu helfen, euch zu strukturieren, voranzukommen und Fortschritte zu machen“, sagte der Präsident der Republik zu seinen Gästen. Die kleine Schar von rund 200 Vertretern der französischen Esport-Szene freute sich über die Anerkennung, die ein solcher Empfang für die Branche bedeutet, und wartet nun darauf, dass die Versprechen, die der Staatschef eine Woche vor den Parlamentswahlen gemacht hat, nämlich künftig mehr große internationale Sportereignisse auszurichten, in den kommenden Jahren umgesetzt werden. Mit 73% aller Franzosen, die online spielen, ist das Videospiel in der Gesellschaft inzwischen fest verankert. Heute gibt es etwas mehr als 9 Millionen S…

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  • Inflation: Hält sich Frankreich besser als seine europäischen Nachbarn?

    Inflation: Hält sich Frankreich besser als seine europäischen Nachbarn?

    Am Freitag, 3. Juni, führte die Nachrichtensendung „JT de 20 Heures“ ein Experiment durch. Journalisten kauften die gleichen drei Produkte in Supermärkten in Frankreich, Belgien, Italien und Deutschland, um die Preise zu vergleichen.

    Spaghetti, Öl, Butter… In Frankreich kostet es 6,40 Euro, diese drei Produkte zu kaufen, die Preise sollen innerhalb eines Jahres um 20% gestiegen sein. Im Hexagon sind die Lebensmittelpreise allgemein in einem Jahr um 4,2% gestiegen. In Belgien sind seit Beginn des Krieges in der Ukraine viele Ölregale in den Supermärkten leer. Für eine Flasche Öl, Butter und Nudeln zahlt der belgische Kunde 6,64 Euro. In Belgien nähert sich die Inflation der 9%-Marke. Aufgrund des Ölmangels sind die Preise insbesondere für Pommes frites gestiegen, was im Land deutlich wahrgenommen wird.

    In Berlin kosten Nudeln, Butter und Öl 5,17 Euro. Insgesamt sind in Deutschland sind die Lebensmittelpreise innerhalb eines Jahres aber um 11% gestiegen. Der Preis für eine Gurke zum Beispiel ist um 30% in die Höhe geschossen. In Italien muss man für Nudeln, Öl und Butter 5,50 Euro bezahlen. In diesem Land liegt die Inflationsrate für Lebensmittel im Jahresvergleich bei etwa 10%. Die Durchschnittslöhne in Italien sind allerdings 20% niedriger als in Frankreich, was die Auswirkungen der Inflation deutlich verstärkt.

  • 33 Jahre später gesteht ein Mann den Mord an seiner Frau

    33 Jahre später gesteht ein Mann den Mord an seiner Frau

    Es waren die Kinder, deren Mutter 1989 auf mysteriöse Weise verschwand, die den Fall wieder ins Rollen brachten.

    Im September 2021 melden sich zwei Personen bei der Gendarmerie von Bellême, einer Gemeinde mit 1.500 Einwohnern im Departement Orne. Es handelt sich um einen Bruder und eine Schwester, die das Verschwinden ihrer Mutter melden wollen.

    Die Besonderheit: Die Ereignisse liegen 32 Jahre zurück. Sie erzählen den Ermittlern, dass ihre Mutter 1989 auf mysteriöse Weise verschwand, als die Kinder gerade einmal sechs Monate und drei Jahre alt waren. Damals hatte ihr Vater ihnen erzählt, dass die Mutter aus freien Stücken die Familie verlassen habe.

    Angesichts des unerklärlichen Verschwindens leitete die Staatsanwaltschaft von Alençon im Oktober 2021 eine Voruntersuchung ein. Die ersten Elemente „weisen auf eine Reihe von Indizien hin, die darauf hindeuten, dass die junge Mutter damals nicht aus freien Stücken gegangen ist“, so eine Erklärung der Staatsanwaltschaft. Der Verdacht richtete sich auf ihren Mann, der heute 62 Jahre alt ist.

    Grabungen in der Region Perche
    Laut der Zeitung Ouest-France während ihrer Vernehmungen bei den Kindern Erinnerungen wieder hoch, in denen ihr Vater einege Male davon sprach, die Mutter getötet zu haben. Zum Zeitpunkt der Tat hatte der Ehepartner „jedem, der es hören wollte, erzählt“, dass seine Frau einen Liebhaber hatte und dass sie mit diesem abgehauen sei, so die Regionalzeitung.

    Am 30. Mai 2022 wurde der Mann nun festgenommen und in Polizeigewahrsam genommen. Bei seiner ersten Vernehmung gestand er die Tat und gab zu, seine Frau damals erwürgt zu haben, so die Staatsanwaltschaft. Bisher ist der Verbleib der Leiche jedoch noch unklar. In der vergangenen Woche begannen die Ermittler in der Gegend rund um die Orte Perche und Bêlleme Grabungen und Durchsuchungen, um die Leiche der Frau zu finden. Der 62-jährige Familienvater wurde 33 Jahre nach der Tat angeklagt.

  • Wladimir Putin: Was weiss man wirklich über den Gesundheitszustand des russischen Präsidenten?

    Wladimir Putin: Was weiss man wirklich über den Gesundheitszustand des russischen Präsidenten?

    Mehrere Gerüchte über eine mögliche Krebserkrankung Wladimir Putins waren diese Woche im Umlauf, bevor sie schlussendlich von den US-Behörden dementiert wurden. Was aber weiss man wirklich? Es ist eines der bestgehüteten Geheimnisse der Welt. Ist Wladimir Putin wirklich an Krebs erkrankt – Blutkrebs, Darmkrebs, Schilddrüsenkrebs? – wie mehrere Medien unter Berufung auf scheinbar gut informierte Quellen behaupteten? Ein grosses Geheimnis umgibt den Gesundheitszustand des 69-jährigen russischen Präsidenten, der bei offiziellen Anlässen angeblich ab und zu auf Doppelgänger zurückgreift. Zuletzt war es das US-Magazin Newsweek, das im Laufe der Woche die Existenz eines als geheim eingestuften Berichts des US-Geheimdienstes über den Gesundheitszustand des russischen Präsidenten veröffentlichte. Darin hieß es, der Kremlchef habe sich im April einer Behandlung wegen „fortgeschrittenen Krebses“ unterzogen. Diese Information wurde jedoch am Freitag vom Weißen Haus wieder dementiert. Lesen Sie au…

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  • Wer darf in Frankreich Waffen tragen und besitzen?

    Wer darf in Frankreich Waffen tragen und besitzen?

    Diese Woche forderte US-Präsident Joe Biden den US-Kongress auf, den Verkauf von Sturmgewehren einzuschränken. Aber wie sieht es in Frankreich aus? Wer hat das Recht, Waffen zu besitzen und zu tragen?

    Es gibt nur wenige Personen, die in Frankreich Waffen tragen dürfen. Es sind Ordnungskräfte, wobei man zwischen im Dienst und außer Dienst unterscheiden muss. Im Dienst sind es die Ordnungskräfte im Allgemeinen, Stadtpolizisten, Umweltpolizei, Feldhüter, die Soldaten von Vigipirate.

    Und dann gibt es noch Personen, deren körperliche Unversehrtheit sehr ernsthaft und klar erkennbar bedroht wird und die sich gegen einen Bodyguard entschieden haben. Das gilt zum Beispiel auch für Richter und Staatsanwälte. Es gibt in Frankreich nur sehr wenige Richter, die eine Waffe tragen, aber einige Antiterror-Richter sind ständig bewaffnet.

    Seit 2017 gibt es ausserdem bewaffnete Sicherheitsbeamte, die nach einer entsprechenden Ausbildung eine besondere Zulassung zum Tragen einer Waffe erhalten. Es gibt zwei Arten von bewaffneten Sicherheitsbeamten, nämlich solche, die für die Bewachung bestimmter Orte, eingesetzt werden, und Sicherheitsbeamten, die als zugelassene Leibwächter arbeiten.

    Darf man als Privatperson in Frankreich ein Sturmgewehr besitzen?

    In Frankreich dürfen Privatpersonen auch Sturmgewehre besitzen. Diese dürfen jedoch nicht in Salven schießen können, sondern „Schuss für Schuss“ schießen. Sportschützen dürfen diese Art von Waffen besitzen, die in Frankreich als Waffen der Kategorie B bezeichnet werden. Als Sportschütze erhält man eine Genehmigung für den Besitz der waffe von der jweiligen Präfektur.

    Allerdings darf man eine „private“ Waffe nicht mit sich tragen, man darf sie lediglich zum und vom Schießstand transportieren und sie müssen sie zu Hause gesichert aufbewahrt werden. Um legal eine Waffe zu erwerben, muss  man sechs Monate in einem Schützenverein sein, darf keine Vorstrafen haben und es gibt regelmässig Leumundsprüfungen, die von der Polizei durchgeführt werden.

    Welche Vorschriften gelten für Jagdgewehre?

    Jäger haben die Erlaubnis, Jagdwaffen zu erwerben und sie bei der Jagd zu tragen oder zur Jagd zu transportieren. Auch Jäger müssen ihre Waffen bei der Präfektur anmelden, die eine Risikobewertung, eine polizeiliche Untersuchung und eine Leumundsprüfung durchführt, und falls es in der Vergangenheit, bis zu zehn Jahre früher, zu Anzeogen wegen vorsätzlicher Gewalt, Alkohol am Steuer oder ähnlichen Dingen gekommen ist, reicht das bereits aus, um die Waffen zu beschlagnahmen.

  • Junger Neonazi wurde in der Ardèche wegen geplantem Massenmordes festgenommen

    Junger Neonazi wurde in der Ardèche wegen geplantem Massenmordes festgenommen

    Der 20-jährige Angel B., der der Neonazi-Bewegung nahesteht, war auf der Suche nach einer Waffe. Er wurde am 3. Juni 2022 unter dem Verdacht, einen Massenmord geplant zu haben, festgenommen.

    Der 20-jährige Angel B, der in sozialen Netzwerken unter dem Pseudonym “HeinrichHimmler88“ bekannt ist, wurde am 3. Juni wegen geplanter terroristischer Straftaten angeklagt und in Untersuchungshaft genommen, wie die Zeitung Le Parisien meldete.

    Angel B. wird als instabiler junger Mann voller Ressentiments, der in der Nazi-Ideologie seine ideologische Heimat gefunden hatte, beschrieben. In Videos drohte er damit, “Juden, Schwarze, Frauen, die LGBT-Gemeinschaft“ anzugreifen. Am 31. Mai wurde er in der Ardèche von Ermittlern der Generaldirektion für Innere Sicherheit (DGSI) festgenommen, da man ihn verdächtigte, einen Massenmord geplant zu haben. Der Grund für den schnellen Zugriff war die „Suche nach einer Waffe“ des Verdächtigen, die auf eine unmittelbar bevorstehende Tat hindeutete.

    Etwas früher in der Woche und ohne Bezug zur Festnahme des Verdächtigen in der Ardèche durchsuchten 200 vermummte Gendarmen am Dienstag, dem 31. Mai, die Wohnungen von vier Personen in Straßburg, die der Neonazi-Bewegung nahestanden. Die Gendarmen beschlagnahmten „mindestens 120.000 Schuss Munition aller Kaliber, von denen viele für Kriegswaffen bestimmt sind“, so Oberstleutnant Yann Wanson von der Straßburger Fahndungsabteilung.

    Lesen sie auch: Kriegswaffen, Sturmgewehre – das Arsenal elsässischer Neonazis

    Nach der Operation wurden vier Personen in Polizeigewahrsam genommen und gegen zwei von ihnen wurde am 3. Juni von der Staatsanwaltschaft Mulhouse Anklage erhoben. Die verhafteten sind Mitglieder von Schützenvereinen und besassen Bücher, die den Holocaust leugnen und antisemitisch ausgerichtet sind.

    Die Bedrohung durch Neo-Nazis wird in Frankreich sehr ernst genommen, denn seit 2017 wurden acht Anschlagspläne, die der Ultrarechten zugeschrieben werden, vereitelt und ein Dutzend Verfahren bei der Antiterrorismus-Staatsanwaltschaft in Paris eingeleitet.