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  • Herbstferien: An Allerheiligen sind die Campingplätze Frankreichs voll ausgelastet

    Herbstferien: An Allerheiligen sind die Campingplätze Frankreichs voll ausgelastet

    Der Herbst fühlt sich wie Somme an, mit ungewöhnlich hohen Temperaturen, die das Geschäft der Tourismusbranche beflügeln. In Agay im Departement Var ist der Campingplatz voll.

    Auf dem 4-Sterne-Campingplatz folgt eine Ankunft auf die andere. Eine Familie kommt, um die Schlüssel für ihren Bungalow abzuholen. „Wir sind gekommen, um am Meer zu laufen, wir lieben es zu wandern“, sagt eine Urlauberin aus Saint-Etienne (Loire) gegenüber France 2. Wie sie entschieden sich Dutzende von Touristen dafür, ein paar Tage im Var zu verbringen. Ein Paar kam mit seinen beiden Kindern aus Avignon (Vaucluse). „In den Allerheiligenferien ans Meer kommen zu können, ist wirklich toll“, schwärmt Emmanuelle.

    Insgesamt sind auf diesem Campingplatz etwa fünfzig Bungalows belegt. In den beiden Schwimmbädern der Anlage profitieren Eltern und Kinder von einem besonders angenehmen Wetter. Die außergewöhnlich milden Temperaturen sorgen für sehr hohe Besucherzahl in den Herbstferien. Ein Hauch von Indian Summer, der bis zum 6. November anhalten soll.

  • Rückkehr zur Winterzeit am Sonntag: Wie lange soll es die umstrittene Zeitumstellung noch geben?

    Rückkehr zur Winterzeit am Sonntag: Wie lange soll es die umstrittene Zeitumstellung noch geben?

    Obwohl der Sommer in die Verlängerung geht, muss Frankreich am Sonntag, dem 30. Oktober, wieder auf die umstrittene Winterzeit umstellen.

    Um 3 Uhr in der Nacht von Samstag auf Sonntag wird es 2 Uhr morgens sein. Man sollte rechtzeitig daran denken, die Uhren und Wecker um 60 Minuten zurückzustellen, damit man eine Stunde länger schlafen kann. Glücklich darüber sind lediglich die Frühaufsteher: Sie profitieren von etwas mehr Licht in den frühen Morgenstunden, aber dafür wird es am Ende des Tages früher dunkel.

    Die Zeitumstellung wurde erstmals 1916 eingeführt und 1944 wieder abgeschafft. Danach wurde sie im September 1975 durch ein Regierungsdekret wieder eingeführt. Es war eigentlich als vorübergehende Maßnahme gedacht und sollte den Energieverbrauch inmitten der Ölkrise einschränken.

    Da die Frage der Energieressourcen aufgrund des Krieges in der Ukraine wieder heiß diskutiert wird und wir alle zum Energiesparen aufgerufen werden, könnte die Umstellung auf die Winterzeit als nützlich erscheinen. Aber ist sie das wirklich?

    In der Praxis hat die Zeitumstellung nur einen minimalen Effekt auf den Energieverbrauch. Nach Angaben der Agence de la transition écologique (Ademe) hat die Umstellung von Winter- auf Sommerzeit im Jahr 2009 zu Einsparungen bei der Beleuchtung in Höhe von 440 GWh geführt, was nur etwa 0,07% des gesamten Stromverbrauchs entspricht. Da die Beleuchtung zum Teil mit kohlenstoffhaltigen Energieträgern erzeugt wird, entsprachen diese Einsparungen einem CO2-Ausstoß von 50.000 Tonnen.

    Seitdem hat sich dieser Effekt aufgrund der höheren Leistungsfähigkeit von Beleuchtungssystemen – Energiesparlampen und LEDs sind inzwischen an der tagesordnung – jedoch deutlich verringert. Im Jahr 2018 betrug die Energieeinsparung nur noch 351 GWh. Bis 2030 werden die Energieeinsparungen bei der Beleuchtung von der Ademe auf gerade mal 258 GWh geschätzt.

    Da der Großteil des Energieverbrauchs in Privathaushalten auf die Heizung und nicht auf die Beleuchtung entfällt, ist der Nachweis von Energieeinsparungen noch weitaus weniger deutlich.

    Schlimmer noch: Eine aktuelle britische Studie behauptet, dass die Abschaffung der Zeitumstellung im Oktober 400 Pfund Sterling (460 Euro) pro Haushalt und Jahr einsparen würde, da es abends länger hell bliebe, was die Stromnachfrage in Spitzenzeiten verringern würde.

    Auf europäischer Ebene, wo die Regelung zur Zeitumstellung in den 1980er Jahren schrittweise verallgemeinert und 2002 harmonisiert wurde, hatte die Europäische Kommission 2018 vorgeschlagen, die Zeitumstellung im Jahr 2019 abzuschaffen. Das Europäische Parlament stimmte jedoch im März 2019 für eine Verschiebung auf 2021.

    Seitdem ist die Frage der Zeitumstellung nach Brexit und der weltweiten Covid-Pandemie immer noch in der Schwebe. Eine der Schwierigkeiten besteht darin, die Länder dazu zu bewegen, ihre gesetzliche Zeit (Sommer- oder Winterzeit) zu harmonisieren, um zu verhindern, dass es in Europa zu einem Flickenteppich von Zeitzonen kommt.

    In Frankreich hatte eine Anfang 2019 von der Nationalversammlung organisierte Online-Umfrage mehr als zwei Millionen Antworten erhalten, die sich überwiegend (83,74%) für ein Ende der Zeitumstellung aussprachen. Mehr als 60% der Teilnehmer berichteten, „negative oder sehr negative Erfahrungen“ mit der Umstellung gemacht zu haben. Bei der Frage, welche Uhrzeit das ganze Jahr über beibehalten werden sollte, bevorzugten 59% die Sommerzeit (GMT+2).

    Eine Besonderheit in Frankreich: Die Zeitumstellung betrifft nicht die überseeischen Gebiete, in denen die Zeit nie umgestellt wird (mit Ausnahme von Saint-Pierre und Miquelon, das sich nach dem benachbarten Kanada richtet). Die meisten Überseegebiete liegen in Breitengraden, in denen die Unterschiede in der Sonneneinstrahlung im Laufe des Jahres gering sind, ganz im Gegensatz zu Europa.

    Weltweit haben bereits mehrere Länder wie Argentinien, Tunesien, Ägypten, die Türkei, Russland und Armenien beschlossen, die saisonale Zeitumstellung abzuschaffen.

  • Verkehrswarnungen vor Ferienwochenende in Frankreich

    Verkehrswarnungen vor Ferienwochenende in Frankreich

    Der Verkehrswarndienst Bison Futé hat für Freitag eine Verkehrswarnung herausgegeben, da viele französischen Familien den Feiertag von Allerheiligen für ein langes Wochenende oder die Fahrt in die Herbstferien nutzen.

    Die Bison Futé hat für den Großraum Paris Île-de-France am Freitagnachmittag eine Reisewarnung der Stufe Rot – die zweithöchste Warnstufe – herausgegeben, insbesondere für Strecken außerhalb der Hauptstadt, da sie mit einem starken zusätzlichen Verkehrsaufkommen durch Familien rechnet, die den Allerheiligen-Feiertag am Dienstag für die Fahrt in ein langes Wochenende nutzen.

    Der Feiertag am 1. November ist eine der wenigen Gelegenheiten im Jahr 2022, ein viertägiges Wochenende zu schaffen, indem man einen Urlaubstag an einen gesetzlichen Feiertag anhängt. Auch die französischen Schulen haben ihre zweiwöchigen Herbstferien.

    Das für die Jahreszeit ungewöhnlich warme Wetter wird viele Menschen dazu verleiten, am Wochenende einen Ausflug aufs Land oder ans Meer zu machen.

    „In der Region Ile-de-France wird der Verkehr sehr stark sein, insbesondere auf den Autobahnen A13, A10 und A6 sowie auf dem Boulevard Périphérique und der A86 ab Ende des Vormittags.

    „Der starke Verkehr wird bis zum Abend andauern, wobei zwischen 17 und 19 Uhr mit einer Spitze zu rechnen ist“, so Bison Futé in seiner Verkehrsprognose.

    In allen anderen Regionen Frankreichs wird am Freitag normaler Straßenverkehr erwartet. Für den Norden des Landes – Île-de-France, Bretagne, Normandie, Centre-Val-de-Loire und Hauts-de-France – hat die Straßenverkehrsbehörde für Samstag eine orangefarbene Reisewarnung herausgegeben, die auf ein höheres Verkehrsaufkommen als üblich hinweist, das zu stockendem Verkehr führen könnte.

    „Es wird erwartet, dass sich die Staus über den ganzen Tag verteilen werden, hauptsächlich zwischen 10 und 20 Uhr. Auf den Hauptstraßen der westlichen Zone, einschließlich der A10, A11 und A13, sowie in den großen Städten ist mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen“, so Bison Futé.

    Am Dienstag, dem 1. November, wurde der Verkehr in der Île-de-France in Richtung Paris als „orange“ eingestuft, da viele Urlauber nach dem langen Wochenende wieder nach Hause fahren.

    „Auf den Autobahnen A10, A6 und A13 ist ab Mitte des Nachmittags mit erheblichen Schwierigkeiten zu rechnen“, so Bison Futé. Die Autofahrer werden aufgefordert, ab 14 Uhr die Hauptverkehrsstraßen in der Region zu meiden.

  • Emmanuel Macron kündigt neuen Plan zur Bekämpfung von Waldbränden an

    Emmanuel Macron kündigt neuen Plan zur Bekämpfung von Waldbränden an

    Der Präsident der Republik hat am Freitag neue Maßnahmen zur Brandbekämpfung detailliert beschrieben. Nach den heftigen Waldbränden, die Frankreich in diesem Sommer heimgesucht haben, kündigte Emmanuel Macron am Freitag, dem 28. Oktober, mehr Mittel zur Bekämpfung dieser Brände an. Frankreich müsse eine „neue Strategie“ zur Bekämpfung und Vorbeugung von Waldbränden entwickeln, sagte der Staatschef. Vor einigen im Festsaal des Elysée-Palastes versammelten Spezialisten der Brandbekämpfung warnte der Staatspräsident, dass dieser „außergewöhnliche Sommer“ aufgrund des Klimawandels in Zukunft „vielleicht nicht mehr so außergewöhnlich“ sein werde.

    „Wir werden das Waldbrandwetter einführen, um die Verhütung von Bränden zu erleichtern, und auf nationaler Ebene vorbeugen, vorauszusehen und informieren“ zu können, so Emmanuel Macron. Auf dem Sender BFMTV hatte der Minister für den ökologischen Übergang, Christophe Béchu, bereits am 27. J…

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  • Inflation in Frankreich: Preisanstieg beschleunigt sich im Oktober auf +6,2% im Jahresvergleich

    Inflation in Frankreich: Preisanstieg beschleunigt sich im Oktober auf +6,2% im Jahresvergleich

    Das ist wohl auf den beschleunigten Anstieg der Preise für Energie, Nahrungsmittel und Fertigwaren zurückzuführen. Der Anstieg der Verbraucherpreise in Frankreich hat sich im Oktober nach zwei Monaten der Verlangsamung wieder auf 6,2% im Jahresvergleich beschleunigt. Dies geht aus den vorläufigen Daten hervor, die das französische Statistikamt Insee am Freitag, dem 28. Oktober veröffentlichte. Dieser Anstieg der Inflation sei auf den beschleunigten Anstieg der Preise für Energie, Lebensmittel und Fertigwaren zurückzuführen, so das nationale Institut für Statistik und Wirtschaftsstudien. Im Monat Oktober seien die Verbraucherpreise um 1,0% gestiegen, nach -0,6% im September, so das Institut. Emmanuel Macron meinte am Mittwoch in der Sendung „L’Evénement“ auf France 2, die Inflation „ist dabei, sich auszuweiten, aber wir haben sie besser unter Kontrolle als viele unserer Nachbarn“. Für den Staatspräsidenten „durchlaufen wir heute eine Inflation, die die Folge unserer Abhängigkeit ist“. D…

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  • Italien: Bilder vom Absturz eines Löschflugzeuges am Ätna

    Italien: Bilder vom Absturz eines Löschflugzeuges am Ätna

    Ein Löschflugzeug war wegen eines Waldbrands auf dem Ätna in Sizilien im Einsatz, als es bei einem Unfall am Donnerstag, dem 27. Oktober, abstürzte.

    Am Donnerstag, dem 27. Oktober, stürzte eine Canadair auf den Ätna, während sie ein Feuer auf den Hängen des berühmten sizilianischen Vulkans bekämpfte. Während die Behörden noch mitteilten, dass nach den beiden Piloten gesucht werde, meldete die Zeitung Corriere Della Sera ihren Tod.

    „Am frühen Nachmittag ist eine Canadair der Feuerwehr abgestürzt, während sie mit dem Löschen eines Waldbrandes auf dem Monte Calcinera beschäftigt war“, in der Provinz Catania (Sizilien), teilte die Feuerwehr in einem Tweet mit. „Das Flugzeug soll durch den Aufprall des Rumpfes gegen zerklüfteten Berghang abgestürzt sein“.

    „Nach dem Absturz gab es mehrere Explosionen. Das Flugzeug wurde zerstört und die Feuerwehr sucht nach den beiden Piloten“, wurde Salvatore Cocina, der regionale Direktor des Zivilschutzes, von der Nachrichtenagentur Ansa zitiert.

    Der 3357 Meter hohe Ätna ist der höchste aktive Vulkan Europas, der seit etwa 500.000 Jahren immer wieder ausbricht.

  • Klima: Die Welt läuft auf +2.6°C zu – Maßnahmen sind „erbärmlich“ unzureichend

    Klima: Die Welt läuft auf +2.6°C zu – Maßnahmen sind „erbärmlich“ unzureichend

    Zehn Tage vor der COP27 ist es wieder soweit: Die internationalen Bemühungen lassen die Erde auf eine Erwärmung von 2,6°C zulaufen, eine Tatsache, doe nach Ansicht des UNO-Chefs „erbärmlich“ ist.

    Dass die Staaten unserer Welt nicht dazu in der Lage sind, ihre eigenen Verpflichtungen einzuhalten, führt uns zu einer Erwärmung von 2,6 – 2,8°C. Bereits im Jahr 2022 waren die Auswirkungen des Klimawandels – dramatische Überschwemmungen, Dürren, Hitzewellen oder Waldbrände – bereits dramatisch hoch. Daran erinnert das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) in einem Bericht, der die internationalen Bemühungen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen analysiert.

    Das Pariser Abkommen, der wichtigste Vertrag zur Bekämpfung der Erderwärmung, der 2015 geschlossen wurde, legte doch das Ziel fest, den „Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur deutlich unter 2°C“ und wenn möglich auf 1,5°C im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Eine Zeit, bevor die Menschen begannen, in großem Umfang fossile Brennstoffe zu nutzen, die wiederum die Treibhausgase produzieren, die für eine Erwärmung von heute bereits fast 1,2°C verantwortlich sind.

    Die letzte COP26 vor einem Jahr in Glasgow hatte die fast 200 Länder, die das Abkommen unterzeichnet hatten, dazu aufgerufen, ihre Verpflichtungserklärungen, in denen sie ihre Pläne zur Emissionsreduzierung detailliert darlegen, zu verbessern und zu verstärken.

    Bis Ende September hatten jedoch nur 24 Länder neue oder überarbeitete NDCs eingereicht, die nach Berechnungen des UNEP nur um einen zusätzlichen kleinen Prozentpunkt zur Senkung der Emissionen im Jahr 2030 beitragen würden.

    „Erbärmlich“ unzureichende Verpflichtungen, so UN-Generalsekretär Antonio Guterres in einer vernichtenden Videobotschaft. „Wir steuern auf eine globale Katastrophe zu“.

    Der neueste Bericht zeigt auf, dass die Summe der Zusagen für Maßnahmen oder externe Finanzierung „eine 66%ige Wahrscheinlichkeit bietet, die Erwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts auf etwa 2,6°C zu erhöhen“.

    Die effektive Umsetzung der derzeitigen Verpflichtungen würde dazu führen, dass die weltweiten Emissionen bis 2030 um maximal 10% im Vergleich zu heute sinken. Um das 2°C-Ziel einzuhalten, müssten die Emissionen aber um 30% sinken, um die Erwärmung auf 1,5°C zu begrenzen, müssten sie um 45% sinken. Das ist drei- bis neunmal so viel.

    Wenn man die in letzter Zeit vermehrt eingegangenen nationalen Verpflichtungen zur „CO2-Neutralität“, die oft bis 2050 reichen, mit einbezieht, könnte der Anstieg möglicherweise auf 1,8°C begrenzt werden, was den Vorgaben von Paris entsprechen würde. Aber „dieses Szenario ist derzeit nicht glaubwürdig“, so der Bericht.

    Guterres wurde sehr direkt: „Verpflichtungen zur CO2-Neutralität sind wertlos, wenn es keine Pläne, Politiken und Aktionen gibt, die sie unterstützen“. „Unsere Welt kann es sich nicht mehr leisten, Greenwashing zu betreiben, sich zu verstellen und zu verzögern“.

    Ein anderer Bericht, der am Mittwoch von der UN-Klimabehörde veröffentlicht wurde, hatte ebenfalls auf „sehr unzureichende“ Verpflichtungen hingewiesen, obwohl er feststellte, dass die Emissionen ab 2030 sinken könnten.

    2022 ist „ein weiteres verschenktes Jahr“, kommentierte Anne Olhoff, Hauptautorin des UNEP-Berichts, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. „Das bedeutet nicht, dass die Länder die Sache nicht ernst nehmen. Aber insgesamt ist es sehr weit davon entfernt, zufriedenstellend zu sein“.

    Denn um die notwendigen rund 7% globale Emissionsreduktion pro Jahr zu erreichen, betont die UNO, ist die Zeit für eine „Schritt-für-Schritt“-Strategie vorbei. Im Gegenteil: „Eine groß angelegte, weit reichende, schnelle und systemische Transformation ist jetzt entscheidend“.

    Paradoxe Folge der Ukraine-Krise: Die durch die russische Invasion in der Ukraine ausgelöste Energiekrise zwingt Europa dazu, schnellstmöglich nachhaltige Alternativen für Gas, Kohle und Erdöl zu finden.

  • Ärztemangel: Emmanuel Macron will pensionierte Ärzte zum Weiterarbeiten motivieren

    Ärztemangel: Emmanuel Macron will pensionierte Ärzte zum Weiterarbeiten motivieren

    In seinem Interview auf France 2 kündigte Emmanuel Macron an, er wolle es pensionierten Ärzten ermöglichen, ohne Probleme weiterzuarbeiten, um so den herrschenden Ärztemangel einzudämmen. Emmanuel Macron kündigte am 26. Oktober in seinem Interview auf France 2 an, dass Ärzte im Ruhestand weiterhin arbeiten können, ohne neue Rentenbeiträge zahlen zu müssen. Für den Präsidenten ein Mittel, um dem Ärztemangel insbesondere auf dem Land entgegenzuwirken. Der französische Präsident schlug in seinem Interview auf France 2 eine“einfache“ Lösung vor, um den Ärztemangel in Frankreich zu bekämpfen: „Alle Ärzte, die in den Ruhestand gehen, werden ab dem am ersten Tag ihres Ruhestands ihre Tätigkeit fortsetzen können und alle ihre Einkünfte behalten, ohne neue Rentenbeiträge zu zahlen.“

    Emmanuel Macron hofft, auf diese Weise die älteren Ärzte im Beruf zu halten, um dem Mangel an praktizierenden Medizinern entgegenzuwirken. Die Projektione…

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  • Vor 50 Jahren startete der erste Airbus A300B in Toulouse zum Erfolg

    Vor 50 Jahren startete der erste Airbus A300B in Toulouse zum Erfolg

    Am 28. Oktober 1972 um 10.39 Uhr hob der erste Airbus der Geschichte, der A300 B, ab, um das erste Kapitel einer Erfolgsgeschichte zu schreiben. Fünfzig Jahre später ist der Konzern aus Toulouse vor Boeing die weltweite Nr. 1 in der zivilen Luftfahrt. Vor 50 Jahren machte Airbus seine Ambitionen öffentlich bekannt. Man wollte ein ziviles Transportflugzeug herstellen und verkaufen, um mit den Amerikanern zu konkurrieren. Es war der 28. Oktober 1972. In Saint-Martin-du-Touch, auf dem Gelände der Aérospatiale (damals hieß es noch nicht Airbus), herrschte Hochbetrieb. An diesem Tag trugen die Ingenieure und Direktoren Anzug und Krawatte… Sie waren gekommen, um dem Erstflug eines neuen Zivilflugzeugs beizuwohnen: dem Airbus A300 B, dem ersten einer Reihe von Flugzeugen, die sich als mehr äusserst erfolgreich erweisen sollten. Für die Inszenierung standen auf dem Rollfeld zwei Flugzeuge nebeneinander vor 2.000 Gästen, die aus ganz Europa angereist waren. Die majestätische Concorde, frisch aus der Fabrik, und das neugeborene Flugzeug, der A300 B, dessen Aerodynamik weniger anmutig erschien und die Massen zunächst garnicht begeisterte. In Amerika lachte man über das neue Flugzeug. Um 10.39 Uhr hob der A300 B mit dem Testpiloten Max Fischl und Bernard Zieggler, dem Leiter der Flugversuche, im Cockpit ab. das Flugzeug, das von dem deutsch-französischen Tandem Roger Béteille (Frankreich) und Felix Kracht (Deutschland) entwickelt wurde, sollte Europa auf dem Markt für zivile Luftfahrt weit voranbringen, der damals von drei Amerikanern beherrscht wurde: Boeing, Mc Donnell Douglas und Lockheed. In den USA machte man sich über die Ambition der Europäer lustig. Der kommerzielle Start des A300 B war in der Tat mehr als mühsam. Die Maschine konnte 250 Passagiere befördern, hatte jedoch nur eine geringe Reichweite: Sie konnte anfangs nur 2.200 km zurücklegen, was aber bald auf 5.500 km aufgestockt wurde. Mit dem A320 kam der Erfolg Um für den A300 zu werben, wurden 1973 und 1974 Verkaufstouren in den USA organisiert, doch der Auftragsbestand erreichte bis 1976 nur 33 Flugzeuge, die von Air France und Lufthansa gekauft wurden. Erst 1978 bestellte die amerikanische Eastern Airlines 23 Exemplare und öffnete damit die Türen zum amerikanischen Kontinent. Buchstäblich im letzten Moment, denn Airbus stand damals kurz vor dem Bankrott. Der A300 B ermöglichte es Airbus vor allem, das nötige Know-how zu erwerben, um 1988 den A320 auf den Markt zu bringen. Der brachte die bei der Concorde erprobte elektrische Flugsteuerung und reduzierte die Anzahl der Piloten im Cockpit von drei auf zwei. Er wurde zum Bestseller der Airbus-Familie. Mit seinen Derivaten und der neuen Version NEO, die 15% weniger Kerosin verbraucht, wurde der A320 mit über 17.000 Flugzeugen zum meistverkauften Flugzeug in der Geschichte der zivilen Luftfahrt. Er wird in Toulouse, Hamburg, Mobile in den USA und in Tianjin in China zusammengebaut – ein Symbol für die Internationalisierung von Airbus. Der Erfolg des A320 veranlasste Airbus dazu, eine „Familie“ von Flugzeugen zu entwickeln, die sich die gleichen Cockpits und die gleichen Regeln für das Fliegen teilen. Es folgten 1991 der vierstrahlige Langstreckenjet A340 und 1992 der zweistrahlige A330, der noch heute in der NEO-Version existiert. Mit stetig wachsenden Marktanteilen wollte Airbus das letzte Monopol von Boeing brechen: den Markt für sehr große Flugzeuge, der von der 747 dominiert wurde. So wurde 2005 der A380 auf den Markt gebracht. Der Riesenflieger wird zwar für seinen technologischen Vorsprung und seinen Komfort berühmt, doch mit nur 251 Bestellungen ist er kein kommerzieller Erfolg geworden. Seine Produktion wird 2021 wieder eingestellt. Airbus setzt nun auf seinen hochmodernen A350, um sich auf dem Markt für Langstreckenflugzeuge durchzusetzen. In den letzten 50 Jahren hat Airbus, das in Pariser Büros mit 30 Mitarbeitern begann, weltweit mehr als 55.000 Menschen beschäftigt, davon 25.000 in Toulouse, das zum internationalen Hauptsitz des Unternehmens wurde. Mit all seinen Geschäftsbereichen (Raumfahrt, Hubschrauber, Verteidigung) verzeichnet Airbus einen Umsatz von 52 Milliarden Euro und ist vor dem ewigen Rivalen Boeing zur weltweiten Nummer eins im Bereich der zivilen Luftfahrt aufgestiegen.
  • Was genau ist der Foehn-Effekt, dem Südfrankreich das aussergewöhnlich warme Wetter verdankt?

    Was genau ist der Foehn-Effekt, dem Südfrankreich das aussergewöhnlich warme Wetter verdankt?

    Frankreich erlebt einen extrem milden Oktober mit Temperaturen, die vielerorts die 20 °C-Marke deutlich überschreiten. Die Region Okzitanien ist aufgrund der Pyrenäen, die für einen „Föhn-Effekt“ sorgen, besonders betroffen.

    Der Südwesten ist derzeit von sommerähnlichem Wetter geprägt, das fast den ganzen Oktober über anhielt. Diese herbstlichen Wärmeperioden sind nichts Neues und werden durch ein klimatisches Phänomen verstärkt, das auf die Pyrenäen zurückzuführen ist: den Föhn-Effekt.

    Der Föhn, ursprünglich ein trockener und warmer Wind aus den Alpen, bezeichnet im weiteren Sinne alle trockenen und warmen Winde, die durch den „Foehneffekt“ entstehen. Dieser ist das Ergebnis eines Klimaphänomens, das durch ein Bergrelief verursacht wird.

    Wenn ein Windstrom auf einen Berg trifft, steigt er mit dem Relief auf. Der Luftdruck, der in der Höhe abnimmt, kühlt die Luft ab. Wenn dieser Wind viel Feuchtigkeit enthält, wird diese – da sich die Luft abkühlt – kondensieren. Die Feuchtigkeit wird sich also in Niederschlag verwandeln, der den vorderen Teil des Berges trifft. Die immer noch kalte Luft wird anschliessend den Gipfel erreichen, ohne die kondensierte Feuchtigkeit. Beim Abstieg auf der anderen Seite des Berges steigt der Atmosphärendruck wieder an und erwärmt die nun trockene Luft, sodass sie eine höhere Temperatur erreicht als vor dem Aufstieg. Die Luft wurde also durch diesen Föhneffekt sowohl erwärmt als auch getrocknet.

    Im Fall der Pyrenäen zieht ein Südwind über die Berge, der von Tiefdruckgebieten im Atlantik erzeugt wird. Sobald dieser Wind die Pyrenäen passiert hat, ist das Ergebnis warme und trockene Luft, die die Temperaturen hinter der Nordseite der Pyrenäen – in Frankreich also – steigen lässt. Im Herbst sind die Tiefdruckgebiete über dem Atlantik infolge der globalen Erwärmung häufiger und treten später auf, was immer später im Jahr auch wärmere Luft in den französischen Südwesten bringt.

    Diesem Wetterphänomen haben die Bewohner Okzitaniens Temperaturen bis zu 30°C zu verdanken.