Autor: Nachrichten

  • Wirtschaft: Frankreich wird Staatsverschuldung in Höhe von 3 Billionen Euro erreichen

    Wirtschaft: Frankreich wird Staatsverschuldung in Höhe von 3 Billionen Euro erreichen

    Die französische Staatsverschuldung bricht immer neue Rekorde und wird Anfang 2023 voraussichtlich die 3 Billionen-Euro-Marke überschreiten, was 113% des BIP entspricht. Zum Jahreswechsel 2022/2023 wird Frankreich einen Rekord aufstellen: 3 Billionen Euro Staatsschulden, so viel wie nie zuvor. Das Land lebt über seine Verhältnisse und ist mit mehr als 113% des Bruttoinlandproduktes, verschuldet. Hat Frankreich zu viel Geld ausgegeben? Zuerst gab es die Pandemie und das Motto „Was auch immer es kostet“, um den Bankrott von Unternehmen zu verhindern, dann die Energiekrise und die Preisdeckel, um die Energierechnungen der französischen Haushalte zu begrenzen. Frankreich ist das fünfthöchstverschuldete Land EuropasInnerhalb von drei Jahren stieg die Verschuldung um 581,9 Milliarden Euro. Aber in Wirklichkeit steigt sie bereits seit Jahren stetig in die Höhe. Auf der Rangliste der am höchsten verschuldeten europäischen Länder steht Griechenland mit 182% des BIP an erster Stelle, Frankreich …

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  • Covid-19: Frankreich schreibt negativen Test für Reisende aus China vor

    Covid-19: Frankreich schreibt negativen Test für Reisende aus China vor

    Frankreich hat am Freitag eine Reihe von Kontrollmaßnahmen für Reisende aus China angekündigt. Dazu gehören ein negativer Test bei der Ausreise aus China und das Tragen einer Maske an Bord der Flüge. Reisende, die in China mit Ziel Frankreich ein Flugzeug besteigen, müssen ab dem 1. Januar bereits bei Abflug einen negativen Covid-19-Test vorweisen. Das gab die französische Regierung am Freitag, dem 30. Dezember bekannt. Angesichts der explosionsartigen Zunahme von Covid-19-Infektionen in China schließt sich Frankreich dem Vereinigten Königreich, Italien und Spanien an, die auch entsprechende Beschränkungen verhängten. Die EU es (mal wieder) nicht geschafft hat, in dieser Frage zu einer einhelligen Entscheidung zu kommen. Alle Reisenden von China nach Frankreich – ob mit Direktflug oder mit Zwischenstopp – müssen bei der Abreise einen Nachweis über einen negativen Test (PCR oder Antigen) erbringen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Weitere Tests werden bei der Ankunft in Frankreich na…

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  • Var: Restaurantmitarbeiter entdeckt beim Öffnen einer Auster eine Perle

    Var: Restaurantmitarbeiter entdeckt beim Öffnen einer Auster eine Perle

    In Lorgues, im Departement Var, entdeckte ein mitarbeiter eines Restaurants beim Öffnen einer Auster eine Perle – ein äußerst seltenes Ereignis. Es ist ein kleines Weihnachtswunder. In einem Restaurant in Lorgues (Var) machte Manuel Benavides am Morgen des 25. Dezembers bei der Zubereitung einer Aus…

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  • Cannabis: Verkauf von CBD in allen Formen in Frankreich nun endgültig erlaubt

    Cannabis: Verkauf von CBD in allen Formen in Frankreich nun endgültig erlaubt

    Der Staatsrat hob am Donnerstag einen Regierungserlass auf, der den Verkauf von Cannabisblüten und -blättern, die mit Cannabidiol (CBD) angereichert sind, verbietet und hat damit den Verkauf von CBD in Frankreich in allen existierenden Formen erlaubt. Der Staatsrat ist der Ansicht, dass es keine nachgewiesenen Verbindungen zwischen dem Konsum dieser Substanzen und Risiken für die öffentliche Gesundheit gibt. Der Staatsrat hob am Donnerstag, dem 29. Dezember, das in Frankreich geltende Verkaufsverbot für Hanfblüten und -blätter, die mit Cannabidiol (CBD), dem nicht psychotropen Molekül in Cannabis, angereichert sind, endgültig auf und bescherte so der Regierung, die den Verkauf Ende 2021 verboten hatte, eine heftige Schlappe. Die Regierung hatte am 30. Dezember 2021 per interministeriellem Erlass den Verkauf von CBD-haltigen Produkten mit einem THC-Gehalt (Delta-9-Tetrahydrocannabinol, das psychotrope Molekül) von 0,3 % oder weniger erlaubt, gleichzeitig aber auch den Verkauf von Blüten…

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  • Energiekrise: Gaspreise auf dem Weltmarkt sinken auf das Niveau vor dem Ukraine-Krieg

    Energiekrise: Gaspreise auf dem Weltmarkt sinken auf das Niveau vor dem Ukraine-Krieg

    Am 1. Januar 2023 wird der neue regulierte Gastarif eingeführt. Es wird einen Anstieg um 15% geben. Das hätte deutlich höher ausfallen können, aber für die betroffenen Haushalte bleibt es eine Herausforderung.

    Antoine Lepers, ein junger Ingenieur in Paris, wird ab dem 1. Januar mehr für sein Gas bezahlen müssen. Trotz des bisherigen Anstiegs der Gaspreise beschränkte der Gaspreisdeckel bislang den Anstieg seiner Rechnungen auf 4%. Eine Obergrenze, die in drei Tagen auf 15% steigen wird. Der junge Mann zahlt dann etwa 7,50 Euro mehr im Monat. Vom Gaspreisdeckel profitieren Privatpersonen, die weniger als 30 MWh pro Jahr verbrauchen und einen Vertrag zum regulierten Tarif haben.

    Mehrere Monate Verzögerung
    Mit dem 15%-Schild werden die französischen Haushalte durchschnittlich 25 Euro mehr pro Monat zahlen, ein Anstieg, der sich in Grenzen hält. Ohne jeglichen Preisdeckel wären die Rechnungen im Durchschnitt um mehr als 200 Euro explodiert. Gleichzeitig sinken die Gaspreise auf den Märkten wieder auf das Niveau vor dem Krieg in der Ukraine, aber diese niedrigeren Preise werden sich erst mit einer Verzögerung von mehreren Monaten auswirken. Ein baldiger und spürbarer Rückgang der Gaspreise ist also leider noch nicht in Sicht.

  • Wetter: Das Neujahr 2023 kündigt sich außergewöhnlich mild an

    Wetter: Das Neujahr 2023 kündigt sich außergewöhnlich mild an

    Nach den rekordverdächtig milden Weihnachtstagen könnte auch das Neujahrswochenende 2023 in vielen Regionen Frankreichs ungewöhnlich warm werden.

    Am Neujahrswochenende 2023 könnten in Frankreich Hitzerekorde gebrochen werden, berichtet La Chaîne Météo. Ein Südwind wird milde Luft subtropischen Ursprungs aufsteigen lassen, mit Temperaturen von 10 bis 13°C in 1.500 m Höhe in der Südhälfte Frankreichs und von 5 bis 10°C in der Nordhälfte. Das sind immerhin 5 bis 10°C über den jahreszeitlichen Normalwerten.

    Samstag, 31. Dezember
    Am Samstag wird es von der Bretagne über die Normandie bis in die Hauts-de-France stürmisches Wetter geben, mit intensiven Regenfällen und Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 km/h an der Kanalküste. Ansonsten ist der Himmel locker bewölkt, es gibt einige maritime Einflüsse an der Mittelmeerküste und ein paar Regentropfen in den Cevennen.

    Am Morgen liegen die Temperaturen zwischen 6 und 15°C, in den Niederungen gibt es keinen Frost. Am Nachmittag werden von Nord nach Süd 13 bis 20°C erwartet, mit Spitzenwerten von 23°C im Baskenland.

    Das Wetter in Frankreich am Samstagnachmittag (La Chaine Météo)

    In der Silvesternacht gibt es kein Winterwetter, weder Frost noch Schnee ist im Flachland in Sicht. Es wird mild, sogar in den Bergen.

    Sonntag, 1. Januar
    Am ersten Tag des Jahres 2023 wird sich das Hochdruckgebiet verstärken und sich über den größten Teil Frankreichs erstrecken. Nördlich der Loire in Richtung der Kanalküste wird es weniger regnen, aber der Wind wird immer noch ziemlich stark wehen. Im Süden wird sich die Sonne relativ leicht durchsetzen. Die Temperaturen sind oft 1 bis 2°C milder als am Vortag und liegen auf dem Niveau der Temperaturen, die wir normalerweise erst Ende April oder sogar Anfang Mai erwarten.

    Montag, 2. Januar
    Am Montag, dem 2. Januar, kommt leichter Regen in den östlichen Regionen an. In der Nähe des Ärmelkanals wird sich der Himmel aufhellen. Die niedrigsten Temperaturen werden am Morgen im Nordwesten erwartet, mit 7°C in Brest und Rennes und 8°C in Nantes. In Paris wird die Temperatur den ganzen Tag über um 9°C liegen.

  • Die wichtigsten wissenschaftlichen Fakten des Jahres 2022

    Die wichtigsten wissenschaftlichen Fakten des Jahres 2022

    Das Jahr 2022 neigt sich dem Ende zu und es bietet sich an, auf das Jahr in der Wissenschaft zurückzublicken.

    Vier wissenschaftliche Errungenschaften haben das Jahr 2022 geprägt.

    Das inzwischen berühmte Weltraumteleskop James Webb, das vor einem Jahr vom französischen Kourou aus in den Weltraum geschickt wurde, hat unglaubliche Bilder aus dem fernen Weltraum, von Galaxien und Nebeln, in denen Sterne geboren werden, auf die Erde geschickt. Dieses technische Juwel produziert aber nicht nur Bilder. Astronomen können auch die chemische Zusammensetzung der Atmosphäre von Exoplaneten analysieren, und das ist ein echter Wendepunkt in der Erforschung von Planeten und Galaxien außerhalb unseres Sonnensystems. Wenn man bedenkt, dass bislang mehr als 5.000 solcher Planeten bekannt sind, haben die Wissenschaftler noch viel Arbeit vor sich.

    Kamikaze-Raumsonde lenkte Asteroiden ab
    Eine Raumsonde wurde mit einer Geschwindigkeit von fast 23.000 km/h auf Dimorphos, einen großen, 160 Meter langen Asteroiden, abgefeuert. Und mit Erfolg, denn die Flugbahn des riesigen Felsens wurde abgelenkt. Und das war das von der NASA erhoffte Ergebnis. Daraus könnte eine wirksame Technologie erwachsen, um den Planeten Erde vor dem Aufprall eines Asteroiden zu schützen.

    Fortschritte bei der Kernfusion
    Vor kurzem gab ein amerikanisches Labor einen großen wissenschaftlichen Durchbruch bekannt: Es war gelungen, mehr Energie zu erzeugen, als für die Auslösung einer Kernfusionsreaktion erforderlich war. Ein physikalisches Phänomen, das wir von der Sonne kennen und das eines Tages auch uns mit Strom versorgen könnte.

    Ein weiteres Beispiel ist die Identifizierung der ältesten DNA der Welt, die über zwei Millionen Jahre alt ist und in Grönland gefunden wurde. Sogenannte Umwelt-DNA, die es ermöglicht, das damalige Ökosystem zu einer Zeit zu rekonstruieren, als die Temperaturen um 11°C bis 17°C Grad höher waren als heute.

    Zwei Franzosen bekamen 2022 eine Medaille. Zunächst Berengère Dubrulle, sie wurde von der Académie des Sciences zur „Wissenschaftlerin des Jahres“ ernannt. Die Forschungsleiterin am Centre national de la recherche scientifique (CNRS) erforscht die sogenannte Turbulenz von Flüssigkeiten, um insbesondere abrupte Klimaveränderungen besser zu verstehen.

    Ein Nobelpreis für Physik ging an Alain Aspect. Er wurde im vergangenen Oktober für seine Arbeiten zur Quantenphysik ausgezeichnet. Seine Experimente ebnen den Weg für die Entwicklung des Quantencomputings, das als die Zukunft der Informatik mit Maschinen von phänomenaler Rechenleistung gilt.

  • Val-d’Oise: 22-jähriger Mann in Sarcelles erschossen

    Val-d’Oise: 22-jähriger Mann in Sarcelles erschossen

    Der junge Mann wurde am Donnerstag schwer verletzt am Steuer seines Autos aufgefunden und verstarb etwa 30 Minuten nach Eintreffen der Rettungskräfte.

    Ein 22-jähriger Mann wurde am Donnerstagabend, dem 29. Dezember, in Sarcelles im Département Val-d’Oise getötet. Ersten Berichten zufolge wurde er von Schüssen getroffen, als er in seinem Auto sass, wie Franceinfo am Freitag unter Berufung auf mehrere Quellen meldete.

    Im Besitz einer Handfeuerwaffe
    Der Mann wurde am Donnerstag, dem 29. Dezember, gegen 19 Uhr schwer verletzt am Steuer seines Wagens aufgefunden. Das Auto war von Kugeln durchsiebt – etwa zehn Einschusslöcher wurden gezählt. Das Opfer wurde nach ersten Erkenntnissen in den Brustkorb getroffen. Es verstarb etwa 30 Minuten nach Eintreffen der Rettungskräfte. Der 22-jährige Mann war selbst im Besitz einer Handfeuerwaffe. Die Kriminalpolizei in Versailles hat die Ermittlungen übernommen.

  • Wie sind die Verkehrsprognosen für das Neujahrswochenende?

    Wie sind die Verkehrsprognosen für das Neujahrswochenende?

    Wie wird die Situation auf den Straßen Frankreichs an diesem Wochenende des Jahreswechsels sein?

    Wenn Sie am Freitag, dem 30. oder Samstag, dem 31. Dezember auf Frankreichs Strassen unterwegs sein müssen, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen: Das gesamte Land wird von Bison Futé als grün eingestuft. An den beiden Tagen vor Schulbeginn könnte es jedoch zu einigen Behinderungen kommen.

    Sonntag, 1. Januar
    Am Sonntag, dem 1. Januar, kann es bei der Rückreise aus den Wintersportorten zu Schwierigkeiten auf den Hauptverkehrsachsen in den Alpen, im Rhonetal und auf der Autobahn A6 kommen. Im Burgund, im Osten und in der Region Rhône-Alpes-Auvergne wird der Verkehr als orange eingestuft.

    Bison Futé gibt den Autofahrern einige Ratschläge:

    – Erreichen oder durchqueren Sie die Île-de-France vor 12 Uhr,
    – meiden Sie die Autobahn A6 auf Höhe der Mautstelle Fleury von 14 bis 19 Uhr,
    – meiden Sie die Autobahn A7 zwischen Orange und Lyon von 16 bis 20 Uhr,
    – vermeiden Sie die Autobahn A43, zwischen Chambéry und Lyon, von 11 bis 20 Uhr,
    – vermeiden Sie die N90 zwischen Italien und Albertville von 15:00 bis 19:00 Uhr,
    – vermeiden Sie den Mont-Blanc-Tunnel auf der Rückfahrt nach Frankreich von 13 bis 20 Uhr (Wartezeiten von mehr als 1 Stunde).

    Montag, 2. Januar
    Am Montag, dem 2. Januar, werden die ersten Schwierigkeiten in der Île-de-France voraussichtlich gegen 11 Uhr auftreten, die Hauptverkehrszeit liegt zwischen 16 und 20 Uhr. Der Verkehr wird in der Île-de-France sowie in Burgund und Ostfrankreich als orange eingestuft.

    Bison Futé gibt für Montag diese Ratschläge:

    – Erreichen oder durchqueren Sie die Île-de-France vor 11 Uhr,
    – meiden Sie die Autobahn A35, zwischen Straßburg und Deutschland, von 15 bis 20 Uhr,
    – meiden Sie die Autobahn A10 auf Höhe der Mautstelle Saint-Arnoult von 11 bis 19 Uhr,
    – vermeiden Sie die Autobahn A6 zwischen Lyon und Beaune von 12:00 bis 14:00 Uhr.

  • 22 gute Nachrichten aus dem Jahr 2022

    22 gute Nachrichten aus dem Jahr 2022

    Wissenschaftliche Entdeckungen, soziale Fortschritte, kulturelle Auszeichnungen… Das zu Ende gehende Jahr war auch von positiven Ereignissen geprägt. 

    Das Jahr 2022 neigt sich dem Ende zu und viele hoffen, dass das Jahr 2023 besser werden wird. Aber wir haben tatsächlich 22 gute Nachrichten ausfindig gemacht, die das vergangene Jahr geprägt haben. Einige sind regelrecht historisch, andere symbolisch oder einfach nur anekdotisch… Aber sie alle lassen das vergangene Jahr versöhnlicher erscheinen.

    1) Ameisen können Krebs erkennen

    Gibt es bald einen „Ameisenschnelltest“ bei der Ankunft im Krankenhaus? Im März 2022 gelang es französischen Forschern des CNRS, des Inserm, der Universität Sorbonne Paris Nord und des Institut Curie, Ameisen so zu trainieren, dass sie Krebszellen von gesunden Zellen unterscheiden können. Dies wurde durch den außergewöhnlichen Geruchssinn dieser Tierchen ermöglicht. Die Ergebnisse sind sehr ermutigend, mit einer Erfolgsquote von 95% bei Brust- und Eierstockkrebs.

    2) Das Baguette wurde in das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen

    Das macht Freude: Das berühmte französische Baguette wurde Ende November 2022 von der Unesco als immaterielles Kulturerbe der Menschheit ausgezeichnet. Eine schöne Anerkennung für die 35.000 handwerklichen Bäckereien in Frankreich. Jetzt bleibt nur noch die Frage: Mögen Sie es lieber weiß, goldbraun oder gut durchgebacken?

    3) Das Loch in der Ozonschicht hat sich weiter geschlossen

    Unserer Umwelt geht es (ein wenig) besser. Das Loch in der Ozonschicht, die uns vor gefährlicher ultravioletter Strahlung schützt, schrumpfte auch 2022 langsam weiter. „Im Laufe der Zeit sind stetige Fortschritte zu beobachten und das Loch schließt sich“, freute sich ein Wissenschaftler der Nasa. Es bleibt jedoch noch einiges zu tun, um einen optimalen Schutz des Planeten zu gewährleisten. Das Ozonloch ist immer noch fast dreimal so groß wie die Fläche Kanadas.

    4) Verhütungsmittel für Frauen unter 26 Jahren wurden in Frankreich kostenlos

    Ein Fortschritt für den Zugang zu Verhütungsmitteln in Frankreich. Seit dem 1. Januar werden bestimmte Pillen, Implantate und Spiralen für Frauen unter 26 Jahren vollständig erstattet. Diese Maßnahme galt zuvor nur für Minderjährige. Ein weiteres Verhütungsmittel wird ab dem 1. Januar 2023 für alle Personen unter 25 Jahren kostenlos sein: Kondome.

    5) Ein Bartgeier hat zum ersten Mal seit 100 Jahren ein Ei gelegt

    Wertvoller als sprichwörtliche Henne mit den goldenen Eiern ist das Ei des Bartgeiers! Ein Schatz, der so wertvoll ist, dass der genaue Ort des Nestes geheim gehalten wird… Eines ist sicher: Im März brütete dieser vom Aussterben bedrohte Greifvogel auf den Hochebenen des Vercors. Eine Premiere seit fast einem Jahrhundert, die das Ergebnis von Wiederansiedlungsbemühungen ist, die 2010 begannen. „Es erzählt eine schöne Geschichte vom Menschen, der ein wenig seine früheren Fehler wieder gut macht, und außerdem dient es dazu, die Poesie der Berge zu bereichern“, freut sich ein Wärter des Naturschutzgebiets Vercor.

    6) Die Französin Stéphanie Frappart wurde die erste Frau, die bei einer Fußball-Weltmeisterschaft als Schiedsrichterin fungierte

    Eine gläserne Decke wurde durchstossen. Die Französin Stéphanie Frappart wurde am 1. Dezember die erste Frau, die bei einer Weltmeisterschaft als Haupt-Schiedsrichterin fungierte. Und zwar während des Vorrundenspiels zwischen Costa Rica und Deutschland. Eine Auszeichnung für eine Frau, die schon immer an vorderster Front für die Gleichstellung von Frauen und Männern in diesem sehr männerdominierten Sport gekämpft hat. Vor dem Spiel hatte sie bereits als erste weibliche Schiedsrichterin in der französischen Ligue 2 (2014), der Ligue 1 (2019) und der Champions League (2020) amtiert.

    7) In der Region Hauts-de-France wurde ein Wohnhaus aus der gallo-römischen Zeit entdeckt

    Eine Villa aus der römischen Antike. In Soissons im Departement Aisne wurde auf einer Baustelle für Sozialwohnungen ein Schatz aus der gallo-römischen Zeit entdeckt. Bei der Ausgrabung des Geländes entdeckten die Archäologen die Spuren eines „Domus“, einer typischen Behausung aus römischer Zeit. Unter den Funden: Alltagsgegenstände, Keramik und ein Bronzelöffel zur Entnahme von Pigmenten für das Make-up. Très chic!

    8) „Der kleine Prinz“ landete zum ersten Mal in Frankreich

    Was lag näher, als das bekannteste Werk von Antoine de Saint-Exupéry in ein Flugzeug zu packen? Genau das wurde Ende Januar umgesetzt. Fünfunddreißig der 141 Manuskriptblätter und Originalzeichnungen des Kleinen Prinzen überquerten den Atlantik an Bord eines Air France Airbus, um im Musée des arts décoratifs in Paris ausgestellt zu werden. Es war das erste Mal, dass das Originalwerk seine Heimat, die Vereinigten Staaten, verließ und in die Heimat seines Autors, Frankreich, gelangte. Saint-Exupéry hat sein Kultbuch 1943 in New York geschrieben.

    9) Der Franzose Hugo Duminil-Copin hat die Fields-Medaille erhalten

    Sind die Franzosen wirklich nicht gut in Mathe? Das ist garnicht so sicher. Im Juli erhielt der Franzose Hugo Duminil-Copin die Fields-Medaille, die einem „Nobelpreis“ für Mathematik entspricht. Und er ist nicht der erste: Zwölf weitere Landsleute haben bereits die prestigeträchtigste aller Auszeichnungen in Mathematik erhalten. „Ich untersuche sogenannte Phasenübergänge, also Verhaltensänderungen in der Materie“, erklärte er, schränkte jedoch ein: „Ich könnte Ihnen nicht einmal sagen, wie Sie meine Forschung nutzen können. Das muss jemand anderes herausfinden“.

    10) Das James-Webb-Teleskop hat seine ersten großartigen Bilder geliefert

    Anfang September hat das leistungsstärkste Teleskop, das je gebaut wurde, Bilder des sogenannten Tarantelnebels eingefangen. Dabei handelt es sich nicht um eine große Spinne, sondern um eine Region im Kosmos, die 161.000 Lichtjahre von der Erde entfernt ist und in der in rasantem Tempo neue Sterne geboren werden. Auf der faszinierenden Aufnahme ist ein Cluster junger, hell leuchtender blauer Sterne zu erkennen. Außerdem sind mehrere lange Filamente aus Gas und Staub zu sehen, die dieser „Sternenkinderstube“ ihren Namen gegeben haben. Ein Traum für alle Astronomen.

    11) Der Biber ist nach Frankreich zurückgekehrt

    Der fleissige Architekt der Flussufer hat seine Arbeit auch in Frankreich wieder aufgenommen. Nachdem die Biber Mitte des letzten Jahrhunderts fast völlig aus dem Hexagon verschwunden waren, sind sie nun wieder aufgetaucht. Nicht zu verwechseln mit ihren Verwandten, den Nutrias! Um Biber zu erkennen, muss man auf ihren Kot achten. „Darin findet man Holzfragmente“, erklärt der Experte Paul Hurel. Denn es ist keine Legende, dass Biber hart arbeiten, um Holzdämme entlang unserer Flüsse zu bauen. Die Konstruktionen sind sehr nützlich, um die Auswirkungen von Überschwemmungen zu begrenzen.

    12) Annie Ernaux gewann den Nobelpreis für Literatur

    Im Oktober gewann die 82-jährige Französin Annie Ernaux, Autorin eines autobiografischen, universellen und politischen Werks, den Nobelpreis für Literatur. Mit dieser sechzehnten Auszeichnung führt Frankreich die Weltrangliste unter den Literaturpreisträgern an. In den Buchhandlungen, in denen die Hauptwerke von Annie Ernaux wie warme Semmeln verkauft werden, herrscht Hochbetrieb.

    13) Die Zahlung von Unterhaltszahlungen wurde automatisiert

    Seit dem 1. März übernimmt die Kindergeldkasse bei allen Scheidungen, die von einem Richter ausgesprochen werden, die automatische Auszahlung der Unterhaltszahlungen. Damit soll verhindert werden, dass ein alleinerziehender Elternteil in die Armut abrutscht. Eine Änderung, die dem Elternteil, sehr oft der Mutter, der für die Kinder verantwortlich ist, mehr finanzielle Sicherheit gibt. Bisher wurden nach Angaben der Regierung fast ein Drittel der Unterhaltszahlungen nicht oder nur unregelmäßig geleistet. Das soll sich nun endlich ändern.

    14) Es gab endlich wieder eine Tour de France für Frauen

    Es war ein langer und kurvenreicher Weg, aber die Tour de France hat endlich wieder ihre Türen für weibliche Sportlerinnen geöffnet! Im Sommer 2022 wurde nach jahrzehntelanger Abwesenheit und vielen gescheiterten Versuchen wieder eine Tour de France für Frauen veranstaltet. In diesem Jahr legten die Fahrerinnen acht Etappen zurück und die Niederländerin Annemiek van Vleuten gewann das Rennen. Die Frauen-Tour de France geht 2023 weiter, mit einem geplanten Start in Clermont-Ferrand am 23. Juli.

    15) Zwei verloren geglaubte Skulpturen wurden dem Schloss Versailles zurückgegeben

    Zwei Statuen (Zephyr und Flora und L’Abondance), die von Ludwig XIV. bzw. Ludwig XV. für das Schloss Versailles in Auftrag gegeben worden waren, wurden nach 300 Jahren wiedergefunden. Sie waren von der Familie Rotschild gekauft und von den Nazis gestohlen worden. Die beiden monumentalen Skulpturen befanden sich seit einigen Jahren in der angolanischen Botschaft in Paris, die sie nun an Frankreich zurückgegeben hat. Nun kann man sie in den Gärten des Trianon bewundern.

    16) Der anatolische Leopard ist wieder aufgetaucht, obwohl die Art bereits als ausgestorben galt

    Sein gräuliches Fell und die großen Rosetten an den Flanken und auf dem Rücken waren seit 1974 nicht mehr beobachtet worden. Ein anatolischer Leopard wurde in der Türkei offiziell identifiziert, erklärte der türkische Minister für Land- und Forstwirtschaft im Mai. Aber es ist unmöglich zu wissen, wo genau das Tier fotografiert wurde. Die türkischen Behörden halten den Ort geheim, um zu verhindern, dass ein anderes Raubtier – der Mensch – das seltene Tier stört.

    17) Die Spendenfreudigkeit hat weltweit zugenommen

    Trotz oder gerade wegen der Covid-19-Pandemie sah man Großzügigkeit und Spendenfreudigkeit im Jahr 2022 in einem immer größeren Teil der Bevölkerung, so der sehr seriöse Weltglücksbericht der Vereinten Nationen. Spenden für wohltätige Zwecke, Freiwilligenarbeit und Hilfe für Fremde sind „im Vergleich zu vorpandemischen Werten um etwa 25% in die Höhe geschnellt“.

    18) Sophie Adenot wurde zweite französische Astronautin

    Die Gleichstellung von Männern und Frauen schreitet voran – zumindest im Weltraum. Mehr als zwanzig Jahre nach Claudie Haigneré hat Frankreich eine neue Astronautin, ihr Name ist Sophie Adenot. Die 40-jährige Ingenieurin und Offizierin der Luftwaffe ist Teil des neuen Jahrgangs der Europäischen Weltraumorganisation ESA. Sie wurde aus 22.523 Bewerbern ausgewählt. „Es ist ein Werdegang, der schrittweise aufgebaut wurde und der zwar an der Basis ein bisschen Träumerei erforderte, aber vor allem Arbeit, um an diesen Punkt zu gelangen. Viel, viel Arbeit. Und auch ein bisschen Glück“, erklärte sie. Sophie Adenot hat an ihren Glücksstern geglaubt…

    19) In Grönland wurde die DNA eines Mastodons entdeckt

    Régis Debruyne, Paläogenetiker am Muséum national d’histoire naturelle, ist überglücklich. Anfang Dezember wurden zwei Millionen Jahre alte DNA-Fragmente von Wissenschaftlern aus dem gefrorenen Boden der Arktis entnommen. Diese genetischen Spuren, die ältesten, die je gefunden wurden, zeugen unter anderem von der Anwesenheit von Mastodonten, einem Verwandten der Elefanten und Mammuts. „Das ist eine unerwartete Entdeckung“, freut sich der Experte.

    20) Ein Brief von Karl V. wurde entziffert

    Eine „unverständliche“ Folge von Symbolen wurde fünf Jahrhunderte später endlich entziffert! Vier französische Forscher haben einen Brief entziffert, den Karl V. im Jahr 1547 an seinen Botschafter in Frankreich schrieb. Dafür benötigten die Kryptografen, die mit einer Historikerin der Universität Picardie zusammenarbeiteten, sechs Monate Arbeit. Was also verbarg sich in diesem mysteriösen Brief? Der Kaiser des Heiligen Römischen Reiches beschreibt die verschlechterten Beziehungen zu Franz I.. Und der Brief berichtet „von einem Gerücht über ein Mordkomplott gegen Karl V., das sich in Frankreich zusammenbrauen würde“.

    21) Bei AIDS-Impfstoffen wurden wichtige Fortschritte erzielt

    Boten-RNA kann Leben retten. Nach Impfstoffen gegen Covid-19 wurde diese Technologie jetzt auch in einem Projekt für einen Impfstoff gegen das AIDS-Virus eingesetzt. Im Januar 2022 verabreichte das Unternehmen Moderna die ersten Dosen an Menschen. Es handelt sich zwar nur um die erste Testphase, aber sie lässt Hoffnung aufkommen, nach vier Jahrzehnten erfolgloser Forschung. „Wir kommen voran“, begrüßt Professor Yazdan Yazdanpanah. Aber „wir müssen noch mehr Energie und Geld darauf verwenden“.

    22) In Peru haben Archäologen ein „außergewöhnliches“ Fresko (wieder-)entdeckt

    Es gibt immer wieder neue Entdeckungen. Und Wiederentdeckungen. Eine Stätte, die Archäologen nur von Fotografien aus dem frühen 20. Jahrhundert kannten, wurde im Oktober 2022 in Peru wiederentdeckt. „Es ist selten, dass in der präkolumbianischen Archäologie Wandmalereien von solcher Qualität ans Tageslicht kommen“, freut sich Sam Ghavami, der vier Jahre lang nach dem Fresko gesucht hat. Das Gemälde gehörte zu einem Tempel namens Huaca Pintada. In dem Freskenfragment, das etwa 30 Meter lang ist, stechen blaue, braune, rote, gelbe, schwarze, weiße und „lucuma“-genannte senfgelbe Farben hervor.

    (Das Original diese Textes erschien bei Franceinfo)