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  • Zerschlagung der größten Fabrik für gefälschte Zigaretten in Frankreich

    Zerschlagung der größten Fabrik für gefälschte Zigaretten in Frankreich

    Die größte Fabrik für gefälschte Zigaretten in der Geschichte Frankreichs wurde am Donnerstag, dem 12. Januar, von der Gendarmerie ausgehoben. Die Anlage befand sich in der Nähe von Rouen. Es wurden fast 100 Tonnen Tabak beschlagnahmt und neun Personen festgenommen.

    Es gab alles, um gefälschte Zigaretten herzustellen, zu verpacken und zu versenden, einschließlich eines Wohnraums, um die Räumlichkeiten nicht verlassen zu müssen. Die Gendarmerie hat am Donnerstag, dem 12. Januar, in der Nähe von Rouen die bislang größte illegale Zigarettenfabrik in Frankreich ausgehoben.

    Es wurden mehr als 100 Tonnen Produkte beschlagnahmt, 55 Tonnen Zigaretten und 50 Tonnen Etiketten, Filter, Papier und Verpackungen. Außerdem fand man 18 Tonnen Tabakrückstände und Zigarettenabfälle. Der Weiterverkaufspreis der illegal hergestellten Zigaretten wird laut der Gendarmerie nationale auf 13,7 Millionen Euro geschätzt. Es handelt sich bislang um die größte illegale Fabrik dieser Art, die bislang in Frankreich entdeckt wurde.

    Neun Personen wurden im Zuge der Durchsuchungen festgenommen und am Sonntag, dem 15. Januar, einem Untersuchungsrichter vorgeführt. Gegen diese Personen wurde wegen „bandenmäßigen Besitzes gefälschter Waren“, „Besitz und Einfuhr“, „Schmuggel und bandenmäßiger Einfuhr von Tabakwaren und Waren, die unter einer gefälschten Marke angeboten werden“, Anklage erhoben. Vier der Angeklagten wurden in Untersuchungshaft genommen. Die anderen fünf wurden unter richterliche Aufsicht gestellt. Die meisten Angeklagten stammen aus Moldawien und sind zwischen 21 und 55 Jahre alt.

    „Es handelt sich bis heute um die größte aktive Fabrik für gefälschte Zigaretten, die in Frankreich entdeckt wurde“, bestätigte Oberst Thierry Jourdren von der Gendarmerie nationale in Rouen , am Sonntag gegenüber Franceinfo.

    Die Gendarmen entdeckten in Saint-Aubin-lès-Elbeuf in der Nähe von Rouen eine hochmoderne Herstellungsanlage. Diese Fabrik bestand aus drei Einheiten. Eine Produktionseinheit mit zwei Linien, eine weitere zur Herstellung von Zigaretten aus Rohtabak und schließlich eine weitere für die Verpackung in Schachteln und dann in Stangen, die den Namen eines bekannten Herstellers trugen.

    Vor Ort entdeckten die 60 Gendarmen auch einen Lagerbereich, in dem die Zigarettenstangen mit Folie umwickelt in Kartons verpackt auf Paletten auf ihre Auslieferung warteten.

    Um ihre Produktionsstätte in industriellem Maßstab betreiben zu können, hatten sich die Täter auch einen kompletten Wohnbereich vor Ort eingerichtet. Es gab einen Schlafsaal mit ca. 15 Schlafplätzen, eine Kochnische, einen Essbereich und einen Entspannungsbereich, was es den Fälschern ermöglichte, vor Ort völlig autonom zu leben. Darüber hinaus gab es einen Generator und etwa eine Tonne Lebensmittel, die von der Gendarmerie anschliessend an eine Nahrungsmittelbank gespendet wurden.

    Alle beschlagnahmten Produkte der Zigarettenherstellung wurden sofort vernichtet, ebenso wie die Produktionsmaschinen, so die Gendarmerie. Die Produktionsstätte befand sich in einem Industriegebiet. Ein Standort, der für Oberst Thierry Jourdren nicht überraschend ist: „Es ist ein Gebiet abseits eines Ballungsraums, in dem LKWs ein- und ausfahren, daher blieb diese Einrichtung unbemerkt.“

    Der Schmuggel von Tabac und Zigaretten boomt. Im Jahr 2020 wurden in Frankreich etwa 284 Tonnen geschmuggelter Tabak beschlagnahmt, im Jahr 2021 waren es schon 402 Tonnen und in den ersten zehn Monaten des Jahres 2022 über 600 Tonnen, davon mehr als zwei Drittel Zigaretten.

    Kriminelle Organisationen aus Osteuropa, von den baltischen Staaten bis zum Balkan, haben den Tabakschmuggel fest im Griff. Die Fabriken, die früher in der Ukraine und in Polen angesiedelt waren, wurden nach der russischen Offensive in der Ukraine insbesondere nach Frankreich und Belgien verlagert.

    In Frankreich macht der Schwarzmarkt nach Angaben der Behörden inzwischen etwa 30% des im Umlauf befindlichen Tabaks aus. Experten gehen von noch höheren Zahlen aus. Die modernen Schmuggler sind heute bestrebt, Produktion und Konsum näher zusammenzubringen, um die Transportkosten zu optimieren.

    Sieben Millionen Euro Gewinn für drei Monate Geschäftstätigkeit
    Die enormen Gewinne, die mit gefälschten Zigaretten erzielt werden können, wecken den Appetit krimineller Organisationen, die sich bisher auf Drogenhandel spezialisiert haben. Die Herstellungskosten betragen etwa einen Euro pro Paket, der Rest ist Gewinnspanne.

    Eine illegale Fabrik funktioniert maximal drei Monate lang. Die Maschinen produzieren durchschnittlich 700 Pakete pro Minute und 4.200 Stangen pro Stunde. Jede Maschine kostet zwischen 50.000 und 200.000 Euro, sind aber innerhalb weniger Tage rentabel und die Gewinnspannen sind atemberaubend.

    Bei einer Arbeitszeit von acht Stunden pro Tag erwirtschaften diese Fabriken laut Zollinformationen 80.000 bis 120.000 Euro pro Tag, das bedeutet 7 Millionen Euro in drei Monaten.

  • Streik am 19. Januar: Mit welchen Störungen ist am Donnerstag in Frankreich zu rechnen?

    Streik am 19. Januar: Mit welchen Störungen ist am Donnerstag in Frankreich zu rechnen?

    Protest gegen die Regierung und ihre Rentenreform. Das ist das Ziel französischer Gewerkschaften aus allen Wirtschaftsbereichen, die am 19. September 2023 zu einem landesweiten Streik aufgerufen haben. Als Reaktion auf die von der Regierung am 10. Januar 2023 vorgelegte Rentenreform haben die Gewerkschaften Streik, Demonstrationen und Proteste angekündigt. Der für Donnerstag, den 19. Januar, angesetzte Streik wird ein Test auf mehreren Ebenen für die Gewerkschaften sein, die bereits eine Fortsetzung der Protestbewegung angekündigt haben. Ein „Faustschlagtag“, ein „mächtiger“ Streik… Die SNCF hält mit ihren Warnungen über die Streiks an diesem Donnerstag nicht hinterm Berg. Die aus CGT, Unsa, SUD und CFDT bestehende Gewerkschaftsgruppe erklärt ihre „totale Opposition gegen die Erhöhung des gesetzlichen Renteneintrittsalters auf 64 Jahre, begleitet von einer Erhöhung der Beitragsdauer“. Da es derzeit schwierig ist, die wirklichen Auswirkungen auf das Zugangebot abzuschätzen, werden die…

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  • Heute werden 9 Millionen französische Haushalte eine Überweisung vom Finanzamt bekommen

    Heute werden 9 Millionen französische Haushalte eine Überweisung vom Finanzamt bekommen

    Ab diesem Montag, dem 16. Januar, haben 9 Millionen Haushalte Anspruch auf einen Vorschuss auf Steuergutschriften und -ermäßigungen für ihren Lohnsteuerjahresausgleich für das Jahr 2022. Es wird eine Überweisung in Höhe von durchschnittlich immerhin 624 Euro.

    Auch vom Finanzamt kommen manchmal gute Nachrichten. Ab Montag, dem 16. Januar, erhalten fast 9 Millionen französische Haushalte eine Überweisung in Höhe von durchschnittlich 624 Euro, bei einem Gesamtvolumen von 5,6 Milliarden Euro.

    In diesem Fall handelt es sich um einen Vorschuss, der von der Steuerbehörde auf die Steuergutschriften und -ermäßigungen gezahlt wird, die diesen Haushalten für bestimmte Beträge zustehen, die sie im Jahr 2022 deklariert haben.

    Wer ist davon betroffen?
    Betroffen sind Personen, die einen Arbeitnehmer zu Hause beschäftigen, Ausgaben im Zusammenhang mit der Pflegebedürftigkeit tätigen oder Mietinvestitionen getätigt haben. Es gibt auch andere Fälle, wie z. B. Personen, die für wohltätige Zwecke oder politische Parteien gespendet haben und deswegen ebenfalls Anspruch auf Steuerrückzahlungen haben.

    Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums soll dieser Vorschuss des Finanzamts „die Beschäftigung zu Hause, aber auch Spenden oder die Unterbringung in einem Altenheim erleichtern, indem der Erhalt des damit verbundenen Steuervorteils vorweggenommen wird“.

    Die 221.000 steuerpflichtigen Haushalte, die ihre Bankdaten nicht übermittelt haben, werden diese Vorauszahlung bis Ende Januar per Scheckbrief erhalten. Die anderen erhalten die Zahlung per Banküberweisung mit dem Verwendungszweck „Avance CREDIMPOT“.

  • Wetter: Sturm Gérard bringt starken Wind mit Schnee und Glatteis

    Wetter: Sturm Gérard bringt starken Wind mit Schnee und Glatteis

    Das Wetter wird am Montag sehr unruhig sein, mit einem Regenband von West nach Ost, begleitet von starken Windböen. Das wird durch das Sturmtief „Gérard“ verursacht. Météo-France hat mehrere Departements auf die Warnstufe Orange gesetzt.

    Das Tiefdruckgebiet mit dem Namen „Gérard“ zieht über den Norden Frankreichs. Am Montag, dem 16. Januar, verhängte Météo-France für 26 Departements die Warnstufe Orange wegen starker Winde, die bereits in der Nacht einen Großteil des Nordwestens frankreichs heimgesucht haben. Météo France warnt auch vor Schnee und Glatteis.

    Die 26 von dem Sturmtief stark betroffenen Departements sind: Aube, Marne, Loiret, Manche, Calvados, Eure, Orne, Mayenne, Sarthe, Vendée, Charente-Maritime, Charente, Vienne, Deux-Sèvres, Seine-Maritime und Eure-et-Loire, Yonne und alle Departements der Île-de-France, mit Ausnahme vom Val d’Oise.

    Die Departements Cantal und Lozère wurden ebenfalls auf Warnstufe Orange gesetzt, da dort schon ab einer Höhe von 600 bis 800 m Schnee auf dem Boden und den Strassen liegen bleiben soll.

    Auf den meisten Bergmassiven, insbesondere im südlichen Zentralmassiv und auf den Alpen ab 600 bis 800 m, 1.000 bis 1.200 m auf den Pyrenäen und 500 m auf den Vogesen und dem Jura wird viel Schnee bis in tiefe Lagen fallen. Auch im Nordwesten wird Schnee auf den Höhenlagen ab 300 bis 400 m erwartet.

    Rückgang der Temperaturen
    Im Mittelmeerraum zirkuliert am Montag ein Regengebiet, das nach Korsika weiterzieht, wo sich die Regenfälle verstärken und ab etwa 1.200 m in Schnee übergehen werden. Der Wind aus West bis Nordwest wird im ganzen Mittelmeerbecken zunehmen. Die Temperaturen sinken im Allgemeinen um 1 bis 5 Grad, was zu leichtem Frost in der Nähe der Bergmassive führen wird.

    Erwartete Höchsttemperaturen: 5 bis 8 Grad nördlich der Loire, 7 bis 10 Grad im Südwesten, örtlich 11 bis 12 Grad an der Küste der Aquitaine, 11 bis 14 Grad am Mittelmeer.

  • Klima: Die Einwohner von Mouthe im Departement Doubs sehnen sich nach den Wintern vergangener Zeiten

    Klima: Die Einwohner von Mouthe im Departement Doubs sehnen sich nach den Wintern vergangener Zeiten

    1968 zeigte das Thermometer in Mouthe im Departement Doubs -37 °C an. Heute sind die Einwohner wegen der ungewöhnlich hohen Temperaturen beunruhigt.

    Die Zeiten, in denen das Dorf Mouthe im Département Doubs im Winter unter einer dicken Schneedecke fröstelte, scheinen lange vorbei zu sein. Am Samstag, dem 14. Januar 2023, war das Thermometer mit 7 °C sehr weit von den Temperaturen früherer Zeiten entfernt. Vor 55 Jahren schlug der Winter in der Stadt mit -37 °C am frühen Morgen mit voller Wucht zu. Eine außergewöhnlich tiefe Temperatur, die Mouthe den Spitznamen „Klein-Sibirien“ einbrachte. Später prägten sich weitere Winter in die Köpfe der Einwohner ein, wie etwa die Winter von 1971 und 1985.

    Den letzten harten Winter gab es im Jahr 2013.
    Arsène Letoublon war zu dieser Zeit Skilehrer. Für ihn war jeder Winter ein Fest. „Wenn man den Schnee fallen sieht, ist das etwas Besonderes. (…) Es war, wie man damals sagte, ein schöner Winter (…) Es muss wirklich etwas Ungewöhnliches passiert sein, dass die Kälte auf einmal verschwunden ist“, sagt Arsène Letoublon heute besorgt auf dem Sender France 3. 

  • USA: Tod von Keenan Anderson – neuer Fall George Floyd?

    USA: Tod von Keenan Anderson – neuer Fall George Floyd?

    Der 31-jährige Afroamerikaner Keenan Anderson starb am 3. Januar in Los Angeles, wenige Stunden nachdem er nach einem gewöhnlichen Verkehrsunfall brutal von der Polizei festgenommen worden war.

    Neue Kontroverse in den USA um das Vorgehen der Polizei. Keenan Anderson, ein 31-jähriger schwarzer Amerikaner, starb einige Stunden, nachdem er bei seiner Festnahme eine Reihe von Elektroschocks aus einer Taser-Pistole erhalten hatte, wie die Behörden in Los Angeles am Samstag, dem 14. Januar mitteilten. Keenan Anderson war Lehrer und der Cousin von Patrisse Cullors, einer der Mitbegründerinnen der Bewegung Black Lives Matter.

    Die Vorfälle, die sich am 3. Januar ereignet hatten, sorgten für große Aufregung, als die Polizei am Mittwoch Videoaufnahmen von der Verhaftung veröffentlichte. Sie waren von den Körperkameras der beteiligten Beamten aufgezeichnet worden.

    „Er wurde von der Polizei getötet“
    Darauf ist zu sehen, wie der Lehrer sichtlich nervös und aufgeregt ist, nachdem er in einen banalen Verkehrsunfall im Stadtteil Venice verwickelt war. Die Beamten wenden Gewalt an, um ihn zu überwältigen, drücken ihn zu Boden und setzen den Taser ein, damit er aufhört, sich zu wehren.

    „Die Polizisten kämpften mehrere Minuten lang mit Anderson und setzten dabei einen Taser, ihr Körpergewicht, feste Griffe und sogenannte Armschlüssel ein, um seinen Widerstand zu brechen“, erklärte die Polizei von Los Angeles in einer Erklärung. Das Video zeigt, wie Keenan Anderson „Hilfe“, „Sie versuchen, mich zu töten“ oder „Sie versuchen, mir das Gleiche anzutun wie George Floyd“ schreit, während ein Beamter den Ellbogen auf seinen Oberkörper und seinen Hals drückt.

    Keenan Anderson, der nach seiner Festnahme ins Krankenhaus gebracht wurde, starb an Herzversagen. „Er wurde von der Polizei getötet“, klagt seine Cousine Patrisse Cullors auf Instagram an.

  • Anne Hidalgo: Pariser Bürger können bald über Verbot von Miet-E-Rollern abstimmen

    Anne Hidalgo: Pariser Bürger können bald über Verbot von Miet-E-Rollern abstimmen

    Die Bürgermeisterin der Hauptstadt kündigte in einem Interview mit der Tageszeitung „Le Parisien“ an, dass die Einwohner von Paris am 2. April über diese Frage abstimmen können.

    In einem Interview mit der Zeitung Le Parisien, das am Sonntag, dem 15. Januar veröffentlicht wurde, kündigte die Bürgermeisterin von Paris, Anne Hidalgo, ihre Absicht an, ihre Bürger über die Zukunft der elektrischen elektrischen Selbstbedienungsroller in der Hauptstadt zu befragen.

    „Auf der Grundlage der Wählerverzeichnisse werden sie aufgerufen, in die Wahllokale zu gehen, um eine sehr einfache Frage zu beantworten: Geht es mit den Selbstbedienungs-Elektrorollern weiter oder nicht?“, erklärte die Politikerin und kündigte die Abstimmung für den 2. April an. „Meine Idee ist, dass wir damit aufhören. Aber ich werde das Votum der Pariser respektieren, auch wenn es gegensätzlich zu dem ist, was ich gerne hätte“.

    Die Besitzer von elektrischen Tretrollern haben hingegen nichts zu befürchten: Die Befragung bezieht sich nur auf Mietroller.

    „Eine Stadt, die sich nur um das Auto dreht, gibt es nicht mehr“, stellte Anne Hidalgo fest. „Jeder versucht, seinen Platz zu finden, ein bisschen auf Kosten des anderen. Nur dass am Ende der Fußgänger der Schwächste bleibt.“ Um die Fortbewegung der Pariser auf den Straßen der Hauptstadt zu harmonisieren, versicherte sie der Tageszeitung Le Parisien außerdem, dass eine Bürgerversammlung an „einem Straßenkodex arbeitet, um festzulegen, wie man sich verhalten und wie die Stadtpolizei diejenigen bestrafen soll, die sich nicht an die Regeln halten“. Der Kodex soll im Juni vorgestellt werden.

    „Es muss ein Bewusstsein bei allen geschaffen werden, bei Radfahrern, Rollerfahrern und Autofahrern“, so Anne Hidalgo.

  • Ukraine-Krieg: Eine Fahrt durch Odessa im Blackout (Video)

    Ukraine-Krieg: Eine Fahrt durch Odessa im Blackout (Video)

    Seit mehreren Monaten bombardiert die russische Armee die Strominfrastruktur in der Ukraine. Auch die große Hafenstadt Odessa am Schwarzen Meer leidet unter den Stromausfällen, die den Alltag ihrer Bewohner durcheinander bringen.

    Konstantin, Opernsänger an der Oper von Odessa, erklärt in einer reportage des Senders France 2: „Man gewöhnt sich ziemlich schnell an die Dunkelheit und sieht schließlich im Dunkeln wie eine Katze“. Wie für etwa eine Million Einwohner der großen Hafenstadt am Schwarzen Meer ist auch sein Alltag von den Auswirkungen des Krieges in der Ukraine geprägt: Luftschutzsirenen, Warenmangel und Verdunkelung ab siebzehn Uhr.

    „Zum Leidwesen der Menschen in Odessa ist das seit eineinhalb Monaten so, weil Russland die Kraftwerke und die gesamte elektrische Infrastruktur in unseren Städten trifft“, sagt Konstantin. „Und wie Sie in der Nachbarschaft sehen können, gibt es einige Glückliche, die ihre Wohnung mithilfe eines Generators beleuchten, aber nicht jeder kann sich das leisten.“

    „Hier funktionieren nicht einmal die Ampeln und man sieht nichts mehr, wenn ich die Scheinwerfer ausschalte“, sagt Konstantin, während er mit seinem Auto durch die stockfinsteren Straßen fährt. „Fußgänger tauchen wie aus dem Nichts auf und für Autofahrer ist es kompliziert. Man ist die ganze Zeit auf der Hut“.

    „Dort geht man über den Platz, auf dem am 28. Dezember 2022 die Statue der skandalösen und legendären Katharina II. [Gründerin der Hafenstadt im Jahr 1794] entfernt wurde. An ihrer Stelle wurde eine Flagge der Ukraine aufgestellt. Sie war ein Symbol des alten russischen Reiches und des heutigen Russlands“, erklärt der Opernsänger.

  • Treibstoffpreise: Ab Montag können französische Autofahrer staatliche Beihilfe beantragen

    Treibstoffpreise: Ab Montag können französische Autofahrer staatliche Beihilfe beantragen

    Ab Montag haben fast zehn Millionen französische Haushalte Anspruch auf Beihilfe. Die einkommensschwächsten Franzosen erhalten einen Scheck über 100 Euro.

    Zwei Wochen nach dem Ende des staatlichen allgemeinen Treibstoffrabatts , werden einige Franzosen ab Montag, dem 16. Januar, von einer neuen Hilfsmassnahme profitieren können. Die Regierung wird eine Beihilfe in Höhe von jeweils 100 Euro für die einkommensschwächsten Haushalte auszahlen.

    Ein Dekret, das am Montag, den 2. Januar im Amtsblatt veröffentlicht wurde, beschreibt „die Schaffung einer Kraftstoffzulage für Erwerbstätige, die ein Fahrzeug zu beruflichen Zwecken nutzen […], die die Auswirkungen des Anstiegs der Kraftstoffkosten für Haushalte, die ein Fahrzeug zu beruflichen Zwecken nutzen, begrenzen soll“.

    Bei einem Besuch in Nizza (Alpes-Maritimes) am Freitag stellte der Minister für öffentliche Finanzen, Gabriel Attal, diese neue Massnahme vor. Laut Attal entspricht die Beihilfe „einer Ermäßigung von 10 Cent pro Liter Kraftstoff bei einer durchschnittlichen Fahrleistung von 12.000 Kilometern pro Jahr“.

    Diese Prämie mit dem Namen „Treibstoffgeld für Arbeitnehmer“ wird einmalig an etwa zehn Millionen Arbeitnehmer gezahlt, die „ihr Auto oder Motorrad benötigen, um zur Arbeit zu fahren“, wie Premierministerin Élisabeth Borne es ausdrückte. Die Hilfe betrifft die Franzosen mit dem geringsten Einkommen mit einem steuerlichen Referenzeinkommen pro Person von weniger als 14.700 € (bezogen auf die Einkommen im Jahr 2021). Dies entspricht:

    • 1 314 € netto/Monat für eine alleinstehende Person
    • 3 285 € netto/Monat für ein Paar mit einem Kind
    • 3 285 € netto/Monat für eine alleinstehende Frau mit zwei Kindern
    • 3 941 € netto/Monat für ein Paar mit zwei Kindern
    • 5 255 € netto/Monat für ein Paar mit drei Kindern.

    Ein Paar, das für die Unterstützung in Frage kommt, kann sie zweimal beantragen und erhält somit eine Ermäßigung von 200 Euro, da es sich um Einzelanträge handelt.

    Diejenigen, die Anspruch auf diese Zulage haben, müssen den Antrag zwischen dem 16. Januar und dem 28. Februar auf der Website der Steuerbehörde stellen. Es werden mehrere Angaben verlangt:

    • die Steuernummer des Antragstellers
    • seine Registrierungsnummer
    • seine Bankverbindung für die Überweisung.

    Man sollte beachten, dass die Überweisung etwa acht Tage nach Eingang des Antrags erfolgt. Anträge können auch telefonisch unter der Nummer 0 806 000 229 (gebührenfrei + Anrufkosten) gestellt werden. Diese Nummer ist montags bis freitags von 8.30 bis 19 Uhr erreichbar.

  • Klima: Frankreichs kälteste Stadt wird immer wärmer

    Klima: Frankreichs kälteste Stadt wird immer wärmer

    Die ungewöhnlich milden Temperaturen in diesem Winter geben den Klimaexperten immer wieder Anlass zur Sorge. In Langres im Département Haute-Marne gab es in einem ganzen Monat keinen einzigen Frosttag – ein absolutes Novum.

    In den vergangenen Jahren war es hier deutlich kälter als heute. Das jedenfalls stellen die Bewohner von Langres (Haute-Marne) fest. Seit mehreren Wochen ist das Thermometer nicht unter null Grad gesunken. Die französische Stadt, die für ihr raues Klima bekannt ist, könnte ihren Titel als kälteste Stadt Frankreichs verlieren. „In jedem Monat des Jahres gab es einen Temperaturüberschuss, insbesondere bei den Höchsttemperaturen“, sagt Alexandre Berger, Forscher und Vorsitzender der Vereinigung der Klimatologen der Haute-Marne, auf dem Sender France 3.

    30 Tage im Winter ohne jeglichen Frost sind für die Gemeinde ein absolutes Novum. „Genauso wie das Jahr 2022 außergewöhnlich warm war und in den nächsten 30 Jahren zur Norm werden wird, wird auch die Tatsache, dass es im Winter immer weniger Frost gibt, zur Norm werden“, erklärt Alexandre Berger. Mit 2.200 Sonnenstunden im letzten Jahr macht Langres der Region Bordeaux (Gironde) Konkurrenz.

    Das sind gute Voraussetzungen, um den eisigen Ruf der Stadt los zu werden.