Autor: Nachrichten

  • Video: Das „Taxi-Boot“ – neueste Technik von Migrantenschleusern im Ärmelkanal

    Video: Das „Taxi-Boot“ – neueste Technik von Migrantenschleusern im Ärmelkanal

    An der Polizei vorbei werden etwa fünfzig Migranten auf einem aufblasbaren Boot zusammengepfercht nach England fahren. Am Strand von Boulogne-sur-Mer beobachten Urlauber fassungslos die neue Technik der Schlepper, die diese Überfahrten organisieren: das „Taxi-Boot“.

    Boulogne-sur-Mer, Juli 2023. Am Strand, mitten im Sommer, sind etwa 50 Personen versammelt, voll bekleidet und knietief im Wasser stehend. Sie scheinen auf etwas zu warten. Es handelt sich augenscheinlich um Migranten, die die französische Polizei an den Strand zurückzubringen versucht.

    Plötzlich taucht ein Zodiac mit Männern an Bord auf, die gerade dabei sind, das Boot vollständig aufzupumpen. Der Sender France 2 ist live dabei, als die Schlepper ihre neueste Technik anwenden: das „Taxi-Boot“.

    Dass der Treffpunkt nicht wie bisher am Strand, sondern im Wasser liegt, ist darauf zurückzuführen, dass die französische Polizei angewiesen ist, dort nicht einzugreifen, um Ertrinken zu verhindern. Keiner der Migranten hat eine Schwimmweste dabei.

    „Es ist gefährlich für sie, sie können ertrinken“; „Man merkt, wie elend die Menschen sind. Man hört die Nachrichten, aber man hätte nicht gedacht, dass man das live erleben würde“; „Es ist unvorstellbar, ein Boot mit über 50 Personen! Ich bin hier geboren und habe so etwas noch nie gesehen“…. Die Urlauber trauen ihren Augen nicht und äussern ihre Gefühle auf dem Sender France 2.

    Olivier Ternisien, ein Freiwilliger der Migrantenhilfsorganisation Osmose 62, sagt mutlos: „Es gibt schwangere Frauen, dort gibt es Kinder! Warum muss es so weit kommen?“ Diese Menschen, die unter Lebensgefahr die Küste Nordfrankreichs erreicht haben, wollen nun erneut höchste Risiken auf sich nehmen, um bis nach England zu gelangen. Jeden Tag muss ein neues Drama befürchtet werden.

    Und um an Bord zu kommen, gilt das Gesetz des Stärkeren oder des Reichsten. Wenn der Platz knapp wird, werden diejenigen abgewiesen, die am wenigsten Geld für die Überfahrt gezahlt haben. Als das Boot wegfährt, bleibt ein halbes Dutzend Migranten im Wasser stehend zurück. Sie hoffen auf einen Platz im nächsten Taxi-Boot…

  • Sturm Ciaran: 1.100 Einsätze der Feuerwehr in einer Nacht allein im Departement Manche

    Sturm Ciaran: 1.100 Einsätze der Feuerwehr in einer Nacht allein im Departement Manche

    Allein im Departement Manche rückte die Feuerwehr in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, dem 2. November, zu 1.100 Einsätzen aus. Auch am Donnerstag mussten die Einsätze fortgesetzt werden.

    Sobald Feuerwehrleute irgendwo im Departement Manche am Donnerstagmorgen, dem 2. November, eintreffen, werden sie von Autofahrern angesprochen. Eine Landstraße in der Nähe von Granville ist unpassierbar. Äste sind auf die Fahrbahn gefallen. Es bilden sich bereits die ersten Staus. Die Einsatzkräfte müssen so schnell wie möglich handeln, um den Verkehr wieder in Gang zu bringen.

    Die Einsätze der Feuerwehren begannen in den ersten Stunden des Sturms, in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag. Die 1.200 Feuerwehrleute, die im Departement vorsorglich mobilisiert wurden, wurden unter anderem gerufen, um die Straßen wieder freizuräumen. Ziel war es, zu verhindern, dass Fahrzeuge auf umgestürzte Bäume und herabgefallene Äste auffahren und Unfälle verursachen. Insgesamt rückten die Rettungskräfte im Departement Manche in dieser einen Nacht zu mindestens 1.100 Einsätzen aus. Die meisten davon betrafen herabgefallene Gegenstände. Die Bewohner fühlten sich durch die Präsenz der Feuerwehr beruhigt. Nach der letzten Bilanz der Behörden gab es im Departement Manche glücklicherweise keine Verletzten.

  • 3.000 Mediziner und eine Nobelpreisträgerin fordern Beibehaltung staatlicher Hilfe für Migranten

    3.000 Mediziner und eine Nobelpreisträgerin fordern Beibehaltung staatlicher Hilfe für Migranten

    Die Unterzeichner eines in der Zeitung „Le Monde“ veröffentlichten offenen Briefes sprechen sich gegen die Abschaffung der staatlichen Krankenversorgung für Migranten aus, was im Entwurf des neuen Einwanderungsgesetzes vorgesehen ist, das ab Montag, dem 6. November, im Senat diskutiert wird. Der Entwurf des neuen französischen Einwanderungsgesetzes sorgt für Diskussionen. Diesmal sind es 3.000 Mediziner und Pflegekräfte, die „die Regierung und unsere gewählten Vertreter“ dazu aufrufen, „auf jedes Projekt zu verzichten, das den Umfang der staatlichen Gesundheitsversorgung (AME) beeinträchtigt oder einschränkt“, wie es in einem am Donnerstag, dem 2. November, in der Zeitung Le Monde veröffentlichten offenem Brief heißt. Zu den Unterzeichnern des Textes gehören auch Françoise Barré-Sinoussi, Nobelpreisträgerin für Medizin im Jahr 2008, und Jean-François Delfraissy, Vorsitzender des Nationalen Ethikrates. Die staatliche Gesundheitsversorgung (AME) ermöglicht es auch Ausländern, die sich il…

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  • Neue Technologien wollen mit Künstlicher Intelligenz Verstorbene virtuell wiederbeleben

    Neue Technologien wollen mit Künstlicher Intelligenz Verstorbene virtuell wiederbeleben

    Pünktlich zu Allerheiligen, dem katholischen Gedenktag für die Toten, werden in den Medien Anwendungen vorgestellt, die sich als „Grief Tech“ oder „Technologie im Dienste der Trauer“ bezeichnen. Die meisten dieser Technologien setzen auf künstliche Intelligenz, um Hinterbliebenen das Gefühl zu geben, auf die eine oder andere Weise mit einem verstorbenen Angehörigen zu interagieren.

    Es kann ein einfacher Austausch von Nachrichten sein, so als würde man sich mit einer Art ChatGPT unterhalten, der aber dieselbe Persönlichkeit wie der Verstorbene hat. Die Anwendung kann Fragen beantworten und persönliche Anekdoten erzählen… Einige Tools gehen in ihrem Realismus noch sehr viel weiter. Man sieht sich dann einem echten virtuellen Klon aus synthetischen Bildern gegenüber, der mit der gleichen Stimme und Intonation spricht und antwortet wie die verstorbene Person. Die Anwendungen heißen HereAfter, StoryFile oder Re-Memory. Und es gibt immer mehr davon.

    Um die Persönlichkeit des Verstorbenen zu klonen, gehen diese Tools auf verschiedene Weise vor. Entweder füttern die Familie oder die Angehörigen eine künstliche Intelligenz mit möglichst vielen Informationen. Oder man trainiert diese selbst schon zu seinen Lebzeiten. Das System führt dann eine Reihe von Interviews durch, indem es Fragen zu Urlaubserinnerungen, Geschwistern, Freunden usw. stellt. Dadurch wird der Klon so realistisch wie möglich gestaltet.

    Aber Vorsicht: Dahinter steht keine Zauberei. Wenn man dem KI-Klon eine Frage stellt, auf die er keine Antwort hat, wird er sich bestenfalls mit einer Pirouette herausreden, schlimmstenfalls kommt es zum klassischen „Ich habe das nicht richtig verstanden. Können Sie das bitte umformulieren?“. Und ausserdem ist das nicht kostenlos. Wenn man das Abonnement nicht mehr bezahlt, verschwindet auch das virtuelle Doppel der verstorbenen Person endgültig.

    Einerseits könnte man diese neuen Technologien als eine verbesserte Version von Facebook-Gedenkseiten sehen. Es stellt sich aber auch die Frage der Zustimmung, wenn der virtuelle Klon erst nach dem Tod von Angehörigen erstellt wird, und es stellt sich auch die Frage der Privatsphäre, wenn man selbst Zugang zu seinen persönlichen Informationen gewährt und später keine Kontrolle mehr darüber hat, wie diese Informationen ausgewertet werden, nachdem man nicht mehr da ist. Und wie wird sich das alles langfristig auf die Hinterbliebenen auswirken, wenn sie beliebig oft mit einer verstorbenen Person interagieren können? Das sind Fragen, die solche Technologien „im Dienste der Trauerarbeit“ aufwerfen.

  • „Etwas völlig anderes“: Emmanuel Macron könnte 2027 die Politik verlassen

    „Etwas völlig anderes“: Emmanuel Macron könnte 2027 die Politik verlassen

    Während seiner Reise nach Kasachstan sprach Emmanuel Macron darüber, wie es ab 2027 mit seiner Karriere weitergehen könnte. Nachdem seine Amtszeit 2027 unwiderruflich enden wird, erwägt der Präsident, die politische Bühne zu verlassen. Auch wenn er mehrere tausend Kilometer von Frankreich entfernt ist, bleibt Emmanuel Macron bei den französischen Nachrichten auf dem Laufenden. Aus Astana, der Hauptstadt Kasachstans, wo er sich zu einem diplomatischen Besuch aufhielt, richtete der Präsident der Republik eine Botschaft der Vorsicht an die Bewohner Nordfrankreichs, da der Sturm Ciaran am Donnerstag, dem 2. November, über die nordfranzösische Küste fegte. Auch in Astana äußerte sich Emmanuel Macron zu seiner Zukunft nach dem Ende seiner zweiten Amtszeit als Präsident Frankreichs. Vor Studenten der Universität Astana sagte Macron am Mittwoch, den 1. November, dass er 2027, nach Ablauf seiner zweiten und letzten Amtszeit als Präsident, wahrscheinlich „etwas völlig anderes“ machen werde. „Ich…

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  • Olympiade Paris 2024: Dem mongolischen Olympia-Delegationsleiter wurden 600.000 Euro gestohlen

    Olympiade Paris 2024: Dem mongolischen Olympia-Delegationsleiter wurden 600.000 Euro gestohlen

    Drei Männer wurden vergangene Woche verhaftet, weil sie in Seine-Saint-Denis eine Tasche des Leiters der mongolischen Olympiadelegation gestohlen hatten, der am 11. Oktober zur Vorbereitung der Olympischen Spiele 2024 in Paris war. Der Wert des Diebesguts wird auf 600.000 Euro geschätzt.

    Bereits in der vergangenen Woche wurden drei Männer verhaftet, weil sie in Seine-Saint-Denis eine Tasche des Leiters der mongolischen Olympiadelegation, der sich zur Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 2024 in Paris aufhielt, mit einem geschätzten Inhalt im Wert von 600.000 Euro gestohlen hatten. Sie wurden in Erwartung ihrer baldigen Gerichtsverhandlung in Untersuchungshaft genommen.

    Am Morgen des 11. Oktober wurden das Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees und seine Frau, die nach Frankreich gekommen waren, um an einem Sicherheitskomitee zur Vorbereitung der Olympischen Spiele teilzunehmen, mit einem Kleinbus vom Flughafen Roissy zu ihrem Hotel gefahren, als sie im Landy-Tunnel in Saint-Denis, am Fuße des Stade de France, ausgeraubt wurden, wie die Staatsanwaltschaft jetzt berichtete.

    Ein Motorroller mit zwei Personen an Bord näherte sich laut einer Polizeiquelle dem Auto. Einer der Diebe schlug eine Scheibe ein und ergriff eine Tasche mit wertvollem Schmuck, die auf der Rückbank lag.

    Der von dem mongolischen Paar angegebene Schaden beläuft sich auf 570.000 Euro. In der gestohlenen Tasche sollen sich neben anderem Schmuck zwei Ohrringe aus Gold und Diamanten mit einem Einzelwert von 165.000 Euro befunden haben, so die Staatsanwaltschaft. Laut der Website des IOC leitet das Opfer mehrere große Unternehmen in der Mongolei.

    Die mit den Ermittlungen betrauten Polizisten der Brigade de répression du banditisme (BRB) nahmen am 25. Oktober drei Männer im Alter zwischen 22 und 25 Jahren in einem Haus in Saint-Denis fest.

    „Es gibt ein Team, das wohlhabende Opfer am Flughafen Roissy ausfindig macht und die Nachricht an einen sogenannten Roller weitergibt, der dem Auto dann folgt. Der „Roller“ greift in einem günstigen Moment ein, wenn das Auto auf einer Fahrspur abgebremst wird“, erklärte die Staatsanwaltschaft von Bobigny gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

    Die Ermittler brachten einen Diebstahl von Schmuck und Lederwaren von zwei saudi-arabischen Reisenden nach demselben Muster am 2. Oktober mit einem geschätzten Schaden von 50.000 Euro mit demselben Team in Verbindung. Der Schmuck wurde bei den Hausdurchsuchungen nicht gefunden, aber auf den Handys der Verdächtigen wurden zahlreiche Fotos von Schmuckstücken entdeckt, so die Polizei.

    Die Angeklagten gaben lediglich zu, mit dem Weiterverkauf von Uhren 6.000 Euro verdient zu haben, schwiegen sich aber über den Verbleib des Schmucks des mongolischen Paares aus.

    Der Prozess gegen die mutmaßlichen Diebe findet bereits am 30. November im Gericht von Bobigny statt.

  • Sturm Ciaran: Der öffentliche Verkehr steht still

    Sturm Ciaran: Der öffentliche Verkehr steht still

    Angesichts des Sturms Ciaran wurden von den französischen Behörden viele Vorsichtsmaßnahmen getroffen. Im Verkehrsbereich stehen am Donnerstag, dem 2. November, in der Bretagne, der Normandie, den Pays de la Loire, dem Centre-Val de Loire und den Hauts-de-France alle TER-Züge still.

    Viele Reisende versuchten, noch vor dem Sturm die betroffenen Regionen zu verlassen. Am Bahnhof von Rouen (Normandie) am Mittwoch, dem 1. November, haben viele Reisende in letzter Minute ihre Fahrten organisiert, um nicht an Ort und Stelle stecken zu bleiben. „Wir haben alle Fahrkarten von morgen umgebucht, um schon heute abzureisen“, erklärte eine Reisende auf dem Sender Franceinfo. Ab dem Abend des 1. November war der Zugverkehr stark beeinträchtigt: Totalausfall des regionalen TER-Verkehrs in der Bretagne. Diese Maßnahme wurde ab Donnerstagmorgen auch in den anderen Regionen im Nordwesten des Landes fortgesetzt.

    Auch der TGV-Verkehr ist gestört.
    Im Bahnhof von Saint-Brieuc (Bretagne) wollen viele Reisende so schnell wie möglich los, manche ohne Erfolg. „Ich sollte am Donnerstag mit dem Zug um 14 Uhr abfahren, aber der wurde gestrichen“, bedauert ein Reisender. Was die TGV-Züge betrifft, so wird der Verkehr bis Rennes aufrechterhalten, aber nicht bis nach Brest oder Quimper, auch nach Nantes oder La Rochelle fahren am Donnerstag keine TGV-Züge. Eine weitere Folge des Sturms ist, dass der Schwerlastverkehr in der Bretagne ab Donnerstag, dem 2. November, verboten ist. Die SNCF kündigte an, alle ihre Teams vorsorglich zu mobilisieren, um eventuelle Schäden am Schienennetz zu beheben und den Zugverkehr im Falle eines Falles so schnell wie möglich wieder aufnehmen zu können.

  • Kaufkraft: Manche Franzosen können sich nicht mehr genug zu essen kaufen

    Kaufkraft: Manche Franzosen können sich nicht mehr genug zu essen kaufen

    Aufgrund der Inflation haben ine ganze Reihe von Franzosen nicht mehr genug zu essen. Das Département Nord organisierte jetzt eine Verteilung von Lebensmitteln, um bedürftigen Menschen zu helfen.

    Gefüllte Einkaufstaschen warten nur noch auf ihre Empfänger. Zwiebeln, Kartoffeln, Karotten, Eier, Milch und vieles mehr. Es sind nicht weniger als 10 kg Lebensmittel, die in die Taschen gepackt wurden. Für Familien mit einem knappen Budget ist diese im Departement Nord angebotene Hilfe ein wahrer Glücksfall.

    Frisches Gemüse für die Ärmsten der Armen
    Das Departement Nord bietet frisches Gemüse für die Ärmsten der Armen an. Der Wert der Hilfsaktion beläuft sich auf eine Million Euro. Auch Ghislaine Gambier gehört zu den Franzosen, die den Gürtel enger schnallen müssen. Dank der Hilfsaktion konnte sie sich nun ein Essen aus frischen Zutaten zubereiten. Ghislaine Gambier lebt hauptsächlich von gemeinnützigen Organisationen. Um besser über die Runden zu kommen, will sie jetzt versuchen, ihre Gasverträge neu auszuhandeln.

  • Sturm Ciaran: Entwurzelte Bäume und blockierte Straßen – markante Bilder der Schäden

    Sturm Ciaran: Entwurzelte Bäume und blockierte Straßen – markante Bilder der Schäden

    Der Sturm Ciaran fegte mit Windgeschwindigkeiten von über 200 km/h über die französische Atlantikküste hinweg. Die Sturmböen verursachten zahlreiche Schäden und töteten einen LKW-Fahrer.

    Wie von den Meteorologen erwartet traf der Sturm Ciaran mit voller Wucht auf die Westküste Frankreichs. Am Donnerstag, dem 2. November, ab Mitternacht, hatte Météo France drei Departements wegen starker Windböen auf die Warnstufe Rot gesetzt: Finistère, Côtes-d’Armor und Manche waren in erster Linie mit dem brutalen Herbststurm konfrontiert. Besonders starke Winde, die teilweise die 200 km/h überschritten, wurden an den Küsten der Bretagne und der Normandie gemessen und verursachten schwere Schäden.

    Der Sturm riss sehr viele Bäume um. So etwa im Département Aisne, wo ein Lkw-Fahrer ums Leben kam. Der Fahrer starb, als ein Baum auf seine Fahrerkabine fiel.

    Die Präfektur des Departements Finistère meldete, dass sehr viele Bäume umgerissen worden seien und verhängte ein vorübergehendes Fahrverbot für alle Straßen des Departements.

    Schäden gab es auch in Brest (Finistère): In der Nacht wurde ein großer Baustellenkran durch die Kraft des Windes zerstört. „Normalerweise bleiben die Kräne in Rotation. Das ist zum ersten Mal passiert, das ist außergewöhnlich“, sagte ein Angestellter der Metropole Brest am Donnerstagmorgen gegenüber unseren Kollegen von Ouest-France.

    In der Gemeinde Argentan (Orne) ist die Kirche betroffen. Zwei schwere Pfeiler, die sich auf der Spitze des Gebäudes befanden, hielten den Windböen des Sturms Ciaran nicht stand. Sie stürzten vor die Kirche, wobei glücklicherweise niemand zu Schaden kam.

    Auch im lokalen Stromnetz gab es große Schäden: Laut dem Betreiber Enedis waren am Donnerstagmorgen um 7.30 Uhr fast 1,2 Millionen Haushalte ohne Strom, davon 780.000 in der Bretagne. Anwohner berichten von sogenannte „Power Flashs“: Blitze, die von beschädigten Teilen des Stromnetzes erzeugt wurden.

    An manchen Stellen der Küste brachten die Windböen große Menge an Schaum auf das Festland, der manchmal wie eine Schneedecke aussah.

    In den Häfen wurde viele Schiffe vom Wind losgerissen und beschädigt.

    An der Mole von Les Pierres Noires im Süden der Insel Molène wurde eine Welle von fast 21 Metern gemessen, was der Höhe eines sechsstöckigen Gebäudes entspricht.

    Eine große Zahl französischer Departements bleibt weiterhin auf Warnstufe Orange. Météo-France erwartet „eine neue Störung mit geringerer Intensität für den Abend, die den Südwesten betrifft“, sowie starke Niederschläge auf Korsika.

  • Wegen Mordes verurteilter deutscher Häftling nahe der französischen Grenze aus Haft entflohen

    Wegen Mordes verurteilter deutscher Häftling nahe der französischen Grenze aus Haft entflohen

    Aleksandr Perepelenko, der 2012 wegen Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden war, entkam am Montag aus der Haft. Die Polizei sucht weiterhin nach dem Entflohenen.

    Aleksandr Perepelenko, ein 43-jähriger deutscher Häftling, der 2012 zu lebenslanger Haft verurteilt wurde, ist bereits am Montag, dem 30. Oktober aus dem Gefängnis geflohen, berichtet die Zeitung Le Parisien unter Berufung auf eine Erklärung der örtlichen Behörden.

    Unseren Kollegen zufolge nutzte der Häftling einen Ausgang in der Nähe eines Sees, um seine beiden Wärter in einem Waldgebiet abzuschütteln. Seine elektronische Fußfessel wurde kurz nach seiner Flucht in Germersheim, einer deutschen Gemeinde etwa 30 km von der französischen Grenze entfernt, gefunden.

    Aleksandr Perepelenko ist 1,85 Meter groß, hat eine Glatze und ist von „athletischer Statur“, wie die Zeitung Dernières Nouvelles d’Alsace berichtet. Als er das letzte Mal gesehen wurde, trug er ein schwarzes T-Shirt, eine blaue Jeans und grau-rote Turnschuhe.

    „Wir werden alles tun, um seiner wieder habhaft zu werden“, versicherte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Pforzheim gegenüber dem Sender SWR, der von Le Parisien zitiert wurde.

    Wer über Informationen verfügt oder den Flüchtigen gesehen haben sollte, sollte sich an die Telefonnummer 110 oder an den Kriminaldauerdienst in Pforzheim unter + 49 7231 186-4444 wenden. Auf keinen Fall sollte man selbst versuchen, den gefährlichen Verbrecher zu stellen.