Autor: Nachrichten

  • Sturm Domingos: Überschwemmungen auf Korsika

    Sturm Domingos: Überschwemmungen auf Korsika

    Korsika wurde in den vergangenen Tagen von zwei heftigen Stürmen, Ciaran und Domingos, heimgesucht. Unter anderem wurde in Corte eine Brücke von den Wassermassen weggerissen.

    Von der Brücke in Corte (Haute-Corse) ist nichts mehr übrig. Um den Fluss zu überqueren, müssen sich die Rettungskräfte an ein Seilen über das Wasser hangeln. In der vergangenen Nacht trat der Fluss wegen des Starkregens, den der Sturm Domingos nach Korsika brachte, über die Ufer und riss diesen einzigen Zugang zu dem Stadtteil von Corte mit sich. 20 Menschen leben dort und müssen sich nun mühsam einen Weg nach draußen bahnen. Ein paar Kilometer weiter trat ein anderer Fluss über die Ufer und überflutete mehrere Häuser, die nun als unbewohnbar gelten.

    Straßen wurden weggespült
    „Wir wurden gewarnt, dass wir vorsichtig sein müssen, aber wir haben nicht damit gerechnet, in so einem Disaster aufzuwachen“, sagt ein Bewohner auf dem Sender France 2. Nur zwei Tage zuvor waren bereits einige Straßen vom Sturm Ciaran komplett weggerissen worden, was die Böden in der Umgebung schwächte, die mit dem Durchzug des Sturms Domingos nun auch nachgegeben haben. „Es sieht aus wie auf dem Mond – eine Apokalypse“, so ein Viehzüchter. Bagger sind im Einsatz, um zu versuchen, die Straßen so schnell wie möglich wieder zu öffnen und befahrbar zu machen.

  • Europäische Juden „leben wieder in Angst“ – beklagt die Europäische Kommission

    Europäische Juden „leben wieder in Angst“ – beklagt die Europäische Kommission

    Die Europäische Union verurteilte am Sonntag ein „Wiederaufleben“ antisemitischer Handlungen seit dem Beginn des kriegerischen Konflikts zwischen der Hamas und Israel.

    Die Europäische Kommission verurteilte am Sonntag, 5. November, das „Wiederaufleben“ antisemitischer Akte seit dem Beginn des bewaffneten Konflikts zwischen der Hamas und Israel und sagte, dass „die Juden in Europa heute wieder in Angst leben“. „Der Anstieg antisemitischer Vorfälle in ganz Europa in den letzten Tagen erreicht ein außergewöhnlich hohes Niveau und erinnert an einige der dunkelsten Zeiten der Geschichte“, schrieb die EU-Kommission in einer Erklärung.

    „In diesen schwierigen Zeiten steht die EU an der Seite ihrer jüdischen Gemeinden. Wir verurteilen diese schändlichen Taten in schärfster Form. Sie stehen im Widerspruch zu allem, wofür Europa steht, zu unseren Grundwerten und unserer Lebensweise“, hieß es in der Erklärung weiter. Insbesondere genannt wurden Molotowcocktails, die auf eine Synagoge in Deutschland geworfen wurden, Tags mit Davidsternen auf Gebäuden in Frankreich, die Schändung eines jüdischen Friedhofs in Österreich, Angriffe auf Geschäfte und Synagogen in Spanien und antisemitische Slogans, die bei Demonstrationen skandiert wurden.

    Allein in Frankreich wurden seit dem 7. Oktober 857 antisemitische Vorfälle gezählt, das sind „so viele in drei Wochen“ wie im „gesamten vergangenen Jahr“, wie der französische Innenminister Gérald Darmanin betonte. Der Pariser Polizeipräfekt Laurent Nuñez berichtete seinerseits am Sonntag von 257 antisemitischen Handlungen im vergangenen Monat im Großraum Paris. Eine junge Frau jüdischen Glaubens wurde am Samstag in ihrem Haus in Lyon mit einem Messer angegriffen, wobei die Staatsanwaltschaft von einem möglichen „antisemitischen Motiv“ ausging. Antisemitische Tags wurden auch am Freitag wieder in der Nähe eines Schulgeländes in Straßburg entdeckt.

  • Polizei findet 7-jährigen Jungen in Müllsack: Der Täter war der Babysitter

    Polizei findet 7-jährigen Jungen in Müllsack: Der Täter war der Babysitter

    Ein siebenjähriges Kind wurde am Freitag, dem 3. November, in einem Müllsack im Département Val-de-Marne entdeckt. Der Täter, der sich selbst bei der Polizei angezeigt hat, war sein Babysitter. Der Junge schwebt in Lebensgefahr.

    Am Freitag, dem 3. November, wurde in Choisy-le-Roi im Département Val-de-Marne ein siebenjähriges Kind mit dem Kopf in einer Plastiktüte unter einem geparkten Auto gefunden.

    Gegen 18.30 Uhr am Freitagabend meldete sich ein 29-jähriger Mann auf der Polizeiwache von Choisy-le-Roi. Er war alkoholisiert und gab an, an einer psychischen Störung zu leiden. Er erklärte, dass er während eines Anfalls das Kind, auf das er aufpassen sollte, getötet habe, berichtete dien Zeitung Le Parisien. Er zeigte sogar ein Foto des Jungen auf seinem Mobiltelefon, auf dem er mit einer Hand dessen Hals umklammerte. Der Mann gab bei der Polizei an, dass er den Jungen erwürgt und dann nicht weit entfernt vom Ort des Geschehens zurückgelassen habe. Der Mann wurde sofort in Polizeigewahrsam genommen und Polizisten an den Ort des Geschehens geschickt.

    Vor Ort war das junge Opfer bereits von Anwohnern entdeckt worden und der Junge wurde bereits von Rettungskräften versorgt. Er war unterkühlt und wies Spuren von Schlägen und Strangulation auf. Er wurde in das Krankenhaus Necker in Paris verlegt und aufgrund seines besorgniserregenden Zustands in ein künstliches Koma versetzt.

    Am Freitagabend hatten die Eltern ihren Sohn und seinen Babysitter als vermisst gemeldet. „Sie haben bestätigt, dass sie ihr Kind seit drei Jahren regelmäßig und vertrauensvoll dem Angeklagten anvertraut haben“, so die Staatsanwaltschaft Créteil gegenüber der Presse. Eine Anwohnerin beschreibt Eltern und Sohne als „eine normale, unauffällige Familie“.

    Am Samstagnachmittag schwebte sich das junge Opfer noch immer in Lebensgefahr. Der am Freitagabend festgenommene Mann, der sich als „Elternhelfer“ vorstellte, war der Polizei bisher unbekannt.

  • Wachablösung der Republikanischen Garde im Elysée-Palast wird wieder öffentlich sein

    Wachablösung der Republikanischen Garde im Elysée-Palast wird wieder öffentlich sein

    Diese alte Tradition, die vor 27 Jahren aufgegeben wurde, wird an jedem ersten Dienstag im Monat für die Öffentlichkeit nun wieder zugänglich sein.

    Es ist eine alte Tradition, die nun ein Comeback feiert. Die Ablösung der Republikanischen Garde vor dem Elysée-Palast wird wieder an jedem ersten Dienstag im Monat für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Dies gab die französische Präsidentschaft am Sonntag, dem 5. November bekannt und bestätigte damit eine Meldung des Senders RTL. „Zum ersten Mal seit 1996 wird das 1. Infanterieregiment der Republikanischen Garde am Dienstag, dem 7. November 2023 ab 9 Uhr die Zeremonie der großen Wachablösung vor dem Elysée-Palast zeigen“, erklärte der Elysée-Palast in einer Pressemitteilung.

    Während der Wachablösung werden „zwei Züge mit je 16 Soldaten (…) die Avenue de Marigny und die Rue de l’Elysée entlang marschieren, um sich vor dem Ehrentor des Elysée-Palastes in der Rue du Faubourg Saint-Honoré zu kreuzen. Nach einem Austausch militärischer Grüße und Anweisungen zwischen den beiden Zugführern werden die Kräfte der aufziehenden Garde im Taktschritt in den Ehrenhof des Palastes einziehen, bevor sie ihre Posten für die nächsten 24 Stunden beziehen“, heißt es in der Erklärung weiter.

    Die Republikanische Garde besteht aus rund 3.400 Mitgliedern. Zwischen 1909 und 1996 hatte es vor dem Elysée-Palast immer eine große Wachablösung gegeben. „Diese Zeremonie wird der Öffentlichkeit zugänglich sein und sich an jedem ersten Dienstag im Monat wiederholen“, erklärte der Elysée-Palast.

  • Video: 4 Tote bei Hubschrauberabsturz auf La Réunion

    Video: 4 Tote bei Hubschrauberabsturz auf La Réunion

    Tragischer Hubschrauberunfall im französisches Übersee-Département La Réunion im Indischen Ozean. Es ist der dritte Hubschrauberabsturz auf der Insel seit Januar 2023.

    Am Dienstag, dem 31. Oktober, stürzte ein Hubschrauber im Cirque de Salazie auf der Insel La Réunion ab und riss vier Menschen in den Tod. Es handelt sich um den dritten Hubschrauberunfall auf der Insel seit Beginn des Jahres.

    Mayotte, immer noch mit akutem Wassermangel konfrontiert.

    Ab dem 20. November wird jeder Bewohner der Insel einen Liter Wasser pro Tag erhalten. Eine kostenlose Wasserzuteilung, die bislang nur den schwächsten Bevölkerungsgruppen vorbehalten war.

  • „Waffenstillstand ist zwingend erforderlich“: Pro-palästinensische Demonstration in Paris

    „Waffenstillstand ist zwingend erforderlich“: Pro-palästinensische Demonstration in Paris

    Am Samstagnachmittag fanden in mehreren Städten Frankreichs Demonstrationen zur Unterstützung des palästinensischen Volkes statt. Die Demonstrationen waren dieses Mal nicht im Vorfeld verboten worden. „Befreit Gaza, befreit Palästina“, skandierten die Demonstranten des Pariser Demonstrationszuges fast einen Monat nach dem Aufflammen des kriegerischen Konflikts zwischen Israel und der Hamas. Am Samstag, dem 4. November, marschierten nach Angaben der Pariser Präfektur 19.000 Menschen in der französischen Hauptstadt vom Place de la République zum Place de la Nation. Die Gewerkschaft CGT, die wie mehrere andere Gewerkschaftsorganisationen und einige politische Parteien zu den Demonstrationen aufgerufen hatte, zählte ihrerseits 60.000 Teilnehmer. „Boykott Israel“ oder „Israel ist ein Terrorstaat!“ war auf einigen Schildern zu lesen. Einer der Demonstranten sagte gegenüber Franceinfo: „Wenn wir hier sind, sind wir nicht für die Hamas. Wir sind nur dafür, dass nicht unschuldige Menschen sterb…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Antisemitismus: Jüdische Frau in Lyon mit Messer angegriffen und Hakenkreuz auf ihre Tür geschmiert

    Antisemitismus: Jüdische Frau in Lyon mit Messer angegriffen und Hakenkreuz auf ihre Tür geschmiert

    Eine Frau in den Dreißigern wurde mit einem Messer angegriffen, als sie die Tür ihres Hauses in Lyon öffnete. Ein Angriff, der alle Anzeichen eines antisemitischen Verbrechens aufweist – auf ihre Tür wurde ein Hakenkreuz geschmiert.

    Am Samstag, dem 4. November, wurde in Lyon ein Angriff auf die jüdische Gemeinschaft verübt. Dies berichtete die Zeitung Le Progrès.

    Das Opfer, eine etwa 30 Jahre alte Frau, öffnete die Haustür, nachdem jemand bei ihr geklingelt hatte. Daraufhin wurde sie von einem Mann in schwarzer Kleidung und mit verdecktem Gesicht angegriffen, der flüchtete, nachdem er zweimal auf die Frau eingestochen hatte.

    Nach Angaben von Le Progrès befand sich das Opfer jedoch glücklicherweise nicht in Lebensgefahr. Die Frau konnte von der Polizei befragt werden, nachdem sie in ein Krankenhaus gebracht worden war.

    Gegenüber dem Sender BFMTV sprach ihr Anwalt Stéphane Drai von einem antisemitischen Angriff und stützte sich dabei auf „die Äußerungen“ des Angreifers und das Hakenkreuz, das an der Tür des Opfers gefunden wurde. Der Anwalt des Opfers sagte: „Als sie die Tür öffnete, wusste sie zu diesem Zeitpunkt nicht, dass man in Frankreich Opfer eines antisemitischen Angriffs werden könnte, der einem Mordversuch ähnelt“.

    Die Staatsanwaltschaft erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, dass eine Untersuchung wegen „versuchten Mordes“ eingeleitet worden sei und dass „die Tat aus einem antisemitischen Motiv heraus begangen worden sein könnte“. Bisher habe es noch keine Festnahmen gegeben.

  • 10 St. Verspätung: 500 Passagiere sitzen wegen Sturm Domingos die ganze Nacht im Zug Paris-Toulouse fest

    10 St. Verspätung: 500 Passagiere sitzen wegen Sturm Domingos die ganze Nacht im Zug Paris-Toulouse fest

    Wegen eines auf die Gleise gestürzten Baumes saßen von Samstag auf Sonntag, den 5. November, 500 Passagiere die Nacht über im Zug Paris-Toulouse fest.

    Am Sonntag, dem 5. November, gegen 2 Uhr morgens, blieb der letzte Zug, der von Paris nach Toulouse fuhr, in der Corrèze abrupt auf offener Strecke stehen. Der Sturm Domingos hatte einen Baum auf die Schienen stürzen lassen, wodurch der Zug nicht weiterfahren konnte, berichtet der Sender France Bleu.

    Deswegen waren 500 Passagiere gezwungen, die Nacht im Zug zu verbringen. Erst gegen 8.30 Uhr konnten die Gleise wieder freigemacht werden und der Zug konnte weiterfahren, „mit fast zehn Stunden Verspätung“, wie der Sender France Bleu berichtet.

    Auch am Bahnhof von Brive-la-Gaillarde warteten viele Passagiere die ganze Nacht auf eben diesen Zug. „Zuerst warteten wir im Freien oder im Bahnhof auf den Zug, dann auf dem Bahnsteig, schließlich stiegen wir in einen Waggon, um uns aufzuwärmen, denn es regnete und es war nur 10 Grad warm und windig. Um 4 Uhr morgens haben sie endlich die Heizung angemacht“, berichtete eine junge Frau dem Sender France Bleu.

  • Israel-Hamas-Konflikt: Leut neuer Bilanz wurden 39 Franzosen getötet und 9 sind vermisst

    Israel-Hamas-Konflikt: Leut neuer Bilanz wurden 39 Franzosen getötet und 9 sind vermisst

    Die offizielle Zahl der französischen Opfer, die bei den Angriffen der Hamas auf Israel getötet wurden, ist erneut gestiegen: 39 Tote und neun Vermisste, wie das Außenministerium in Paris am Samstag mitteilte.

    „Frankreich bedauert den tragischen Tod weiterer französischer Staatsangehöriger, womit sich die Zahl der französischen Opfer bei den Terroranschlägen der Hamas gegen Israel auf 39 erhöht hat“, teilte das französische Außenministerium in einer Erklärung mit und erklärte darüber hinaus, dass „neun Landsleute noch vermisst werden“, von denen einige als Geiseln der Hamas gehalten werden. „Wir setzen alles daran, ihre Freilassung zu erreichen. Wir bleiben in ständiger Verbindung mit allen Familien unserer vermissten oder als Geiseln gehaltenen Staatsangehörigen“, fügte das Ministerium hinzu.

    Seit Beginn des Krieges zwischen Israel und der Hamas, der am 7. Oktober durch einen beispiellosen Angriff der palästinensischen islamistischen Bewegung auf israelischen Boden ausgelöst wurde, wurden nach Angaben der israelischen Behörden mehr als 1.400 Menschen in Israel getötet, die meisten davon Zivilisten, und mehr als 240 Personen wurden als Geiseln genommen.

    Als Vergeltung erklärte Israel einen Krieg zur „Vernichtung“ der Hamas und beschoss den Gazastreifen ohne Unterlass, wo laut einer letzten Bilanz der Hamas vom vergangenen Freitag 9.227 Menschen, darunter 3.826 Kinder, getötet wurden. Vierunddreißig Franzosen und ihre Familienangehörigen verließen am Freitag Gaza – wo das französische Kulturinstitut von einem israelischen Luftangriff getroffen wurde – über den Grenzübergang Rafah nach Ägypten, wie die französische Außenministerin Catherine Colonna am Freitag mitteilte.

    Am Samstag seien etwa 50 weitere Evakuierungen von Franzosen geplant, sagte Olivier Becht, der beigeordnete Minister, der unter anderem für die Auslandsfranzosen zuständig ist, auf France Inter. „Wir sind dabei, für die Evakuierung unserer Staatsangehörigen in Gaza zu sorgen: 34 Franzosen konnten gestern ausreisen, heute erwarten wir etwa 50 weitere“, sagte er. „Wir sind am Ball, um sicherzustellen, dass jeder Franzose, der nach Frankreich kommen will, unter den bestmöglichen Sicherheitsbedingungen evakuiert werden kann.“

  • Sturm Domingos: 12 Departements noch in Alarmstufe Orange – Stromausfälle gemeldet

    Sturm Domingos: 12 Departements noch in Alarmstufe Orange – Stromausfälle gemeldet

    Nach dem Durchzug des Sturms Domingos herrscht in zwölf französischen Departements noch immer die Warnstufe Orange für Hochwasser und Überflutung. Es wurden auch Stromausfälle gemeldet, insbesondere in der Gironde.

    Zwei Tage nach Ciaran zog am Samstag ein neuer Sturm mit dem Namen Domingos über das bereits von Unwettern geplagte Frankreich hinweg, was erneut zu Stromausfällen führte. In 12 Departements im ganzen Land herrschte die Alarmstufe Orange.

    Am Sonntagmorgen beendete Météo-France jedoch die Warnstufe Orange für Wind und Überflutungen an der Atlantikküste. „Das Wetter bleibt unruhig mit häufigen Schauern“ , aber „die begleitenden Böen sind weniger stark“, schrieben die Meteorologen in ihrem letzten Wetter-Bulletin, das am Sonntag um 06:00 Uhr veröffentlicht wurde.

    22.800 Haushalte ohne Strom in der Gironde
    In der Nacht von Samstag auf Sonntag, kurz nach Mitternacht, hatten 22.800 Haushalte in der Gironde keinen Strom, wie der Präfekt der Region Nouvelle-Aquitaine und der Region Gironde auf X veröffentlichte. Im Departement Vienne waren am frühen Sonntag etwa 3.000 Haushalte ohne Strom.

    Sturm Domingos ist laut Météo-France auf den ersten Blick „weniger stark“ als sein Vorgänger Ciaran, der in Frankreich mindestens zwei Todesopfer und 47 Verletzte gefordert hatte, ausgefallen. Die Reparaturen des Stromnetzes werden allerdings durch die starken Winde erschwer, die immer noch über weite Teile Frankreichs hinwegziehen.

    Windgeschwindigkeiten von bis zu 152 km/h in Lège-Cap-Ferret.
    Nach den Rekordwinden von Ciaran am Mittwoch und Donnerstag mit bis zu 207 km/h auf der Pointe du Raz (Finistère) registrierte Météo-France am Samstagabend Windgeschwindigkeiten von 152 km/h in Lège-Cap-Ferret (Gironde), 144 km/h in Cognac (Charente), 138 km/h in Rochefort (Charente-Maritime) oder 136 km/h in Niort.

    Eine Person wird in La Rochelle durch einen umstürzenden Baum verletzt.
    In La Rochelle (Charente-Maritime) wurde nach Angaben des Bürgermeisters Jean-François Fountaine eine Person durch einen umstürzenden Baum leicht verletzt. Die Stadt habe in der Nacht „etwa 30 Mitarbeiter mobilisiert“, „um mögliche Überläufe des Regenwassersystems zu bewältigen und umgestürzte Bäume und herabgefallene Äste zu beseitigen“.

    Aufgrund der hohen Wellen galt am Sonntagmorgen in den Departements Bouches-du-Rhône, Var, Alpes-Maritimes und Corse du Sud weiterhin die Warnstufe Orange für Wellen und Überflutungen. Die Warnstufe Orange für Hochwasser wurde außerdem für die Regionen Corrèze, Dordogne, Charente, Charente-Maritime, Deux-Sèvres, Vienne, Pas-de-Calais und Korsika ausgerufen.