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  • 2,6 Milliarden Euro für Lithium, Wasserstoff und Methanol: Hafen von Le Havre investiert in grüne Zukunft

    2,6 Milliarden Euro für Lithium, Wasserstoff und Methanol: Hafen von Le Havre investiert in grüne Zukunft

    Der Hafen von Le Havre in der Normandie bereitet sich auf eine wichtige Umstrukturierung vor: Drei neue Industrieprojekte im Wert von insgesamt 2,6 Milliarden Euro sollen hier in den kommenden Jahren angesiedelt werden. Laut einer Mitteilung des Wirtschaftsministeriums werden durch diese Investitionen direkt 640 Arbeitsplätze geschaffen. Damit wird Le Havre nicht nur wirtschaftlich gestärkt, sondern Frankreich positioniert sich auch in strategisch wichtigen Bereichen wie Lithium, erneuerbarem Wasserstoff und Methanol.

    Der französische Wirtschaftsminister Antoine Armand betonte, dass diese Investitionen zeigen, wie erfolgreich die Strategie der Regierung ist, alte Industrie- und Hafengebiete wiederzubeleben und für ausländische Investoren attraktiv zu machen. Das Vorhaben ist Teil des Programms „France 2030“, das unter anderem die Entwicklung von 1.500 Hektar Industriegelände in den Häfen von Marseille-Fos, Le Havre und Dunkerque vorsieht. Durch die Ansiedlung an Häfen soll der Export gefördert werden, was angesichts des Defizits in der französischen Handelsbilanz besonders wichtig ist. „Diese Projekte schaffen nicht nur tausende Arbeitsplätze, sondern stärken auch die Wertschöpfung in unseren Regionen durch grüne Industrie“, betonte das Ministerium.

    Die drei Projekte im Detail

    Das erste Projekt, geleitet vom luxemburgischen Unternehmen Livista Energy, plant den Bau einer Lithium-Raffinerie, die vor allem für die Batterieproduktion wichtig ist. Air Products, ein US-amerikanisches Unternehmen, wird einen Importstandort für erneuerbaren Wasserstoff errichten. Hierzu besteht eine Vereinbarung mit TotalEnergies, das eine Raffinerie im Hafen von Le Havre betreibt, um jährlich 70 Kilotonnen erneuerbaren Wasserstoff zu liefern.

    Das dritte Unternehmen, das an diesem Großprojekt beteiligt ist, ist das französische Unternehmen Qair. Qair wird sich auf die Produktion und Speicherung von Wasserstoff und Methanol konzentrieren, die vor allem für den maritimen Transport verwendet werden sollen.

    Der Hafen als Knotenpunkt für grüne Industrie

    Mit diesen Projekten wird der Hafen von Le Havre zum zentralen Standort für grüne Industrien in Frankreich – ein Schritt, der sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch große Bedeutung hat. Durch die Konzentration auf erneuerbare Energien und nachhaltige Rohstoffe sollen nicht nur neue Arbeitsplätze entstehen, sondern auch der Export gestärkt und die Abhängigkeit von fossilen Energien weiter reduziert werden.

    Das Programm „France 2030“ und die geplanten Investitionen unterstreichen, dass Frankreich sich ambitionierte Ziele für die Zukunft der Industrie gesetzt hat. Ob Lithium für Batterien, Wasserstoff als alternativer Brennstoff oder Methanol für den Schiffsverkehr – diese Entwicklungen könnten den Hafen von Le Havre in wenigen Jahren zu einem der wichtigsten Standorte Europas für grüne Technologien machen.

  • Trumps Steuerpläne: Republikaner rechnen erstmal nach – und weitere World-News

    Trumps Steuerpläne: Republikaner rechnen erstmal nach – und weitere World-News

    Nach seinem Wahlsieg steht Donald Trump mit seinen vage formulierten Steuerkürzungsplänen vor einer harten Prüfung in Washington. Während seiner ersten Amtszeit hatte er bereits ein großes Steuersenkungspaket verabschiedet, von dem jedoch große Teile Ende 2025 auslaufen. Nun stellt sich die Frage, ob und wie weitere Senkungen finanziert werden können – vor allem, da allein das Beibehalten des aktuellen Steuerniveaus hohe Kosten verursacht.

    Trumps Team steht nun vor der Herausforderung, die finanzielle Machbarkeit seiner Steuerpläne abzuwägen. Einige Berater und Gesetzgeber sind unsicher, ob sich neue Senkungen im Umfang seiner Versprechungen realisieren lassen. Schließlich ist die Finanzierung begrenzt, und der Druck, eine umfassende Debatte über die Steuerpolitik zu führen, könnte Trumps andere Ziele überschatten.

    Nach der Wahl hat Trump sich auf die Zusammenstellung seines Teams konzentriert, das ihm helfen soll, seine ehrgeizige Agenda umzusetzen. Diese zielt auf weitreichende Veränderungen in der Regierung, der Außenpolitik, der nationalen Sicherheit sowie auf wirtschaftliche und innenpolitische Themen ab.

    Wichtige Ernennung: Trump hat Susie Wiles, seine langjährige politische Strategin aus Florida, zur neuen Stabschefin des Weißen Hauses ernannt. Sie ist die erste Frau in dieser Rolle – ein deutliches Zeichen für Trumps Loyalität zu seinem engen Beraterkreis.

    Putin hofft auf engere Beziehungen zu den USA

    Der russische Präsident Wladimir Putin gratulierte Trump und äußerte seine Hoffnung auf eine Erholung der Beziehungen zwischen Russland und den USA. „Ich erwarte sehr, dass unsere Beziehung zu den Vereinigten Staaten wiederhergestellt wird“, sagte Putin und betonte, dass Russland offen dafür sei.

    In den letzten Tagen vor der Wahl in den USA verzichtete Russland auf jegliche Aktion, die darauf hindeuten könnte, dass es möglicherweise Einfluss auf das Wahlergebnis nehmen wollte. Ob und welchen Einfluss Russland letztlich auf das Ergebnis hatte, bleibt allerdings unklar. Europas politische Führer blicken mit wachsender Sorge auf die Entwicklungen und diskutieren in Budapest über den Ukraine-Krieg, Migration und mögliche Folgen einer zweiten Trump-Amtszeit.

    Israelische Angriffe erschüttern erneut den Libanon

    Dutzende Menschen starben im Libanon, nachdem das israelische Militär Angriffe auf verschiedene Ziele im Land gestartet hatte. Laut israelischen Angaben hatte die Hisbollah am Vortag mehr als 40 Geschosse über die Grenze abgefeuert.

    Während Israel sich zunächst auf den Süden des Libanon konzentrierte, haben sich die Angriffe inzwischen auch auf Städte und Ortschaften im ganzen Land ausgeweitet, selbst auf Gebiete weit entfernt von der Grenze. Diese Woche führte Israel auch Angriffe in der antiken Stadt Baalbek und anderen Regionen durch, wobei 52 Menschen ums Leben kamen, so das libanesische Gesundheitsministerium. Wie viele der Opfer zur Hisbollah gehörten, ist unklar.

    Weitere Nachrichten im Überblick

    • Australien: Ein neues Gesetz könnte den Zugang zu sozialen Medien für Personen unter 16 Jahren verbieten.
    • Klima: Dieses Jahr wird voraussichtlich das wärmste Jahr aller Zeiten und bricht den Rekord von 2023.
    • 11. September: Ein Richter hat zugestimmt, Schuldgeständnisse von drei Angeklagten zu akzeptieren, die zuvor vom Pentagon widerrufen worden waren.
    • Liam Payne: In Argentinien wurden drei Personen wegen Straftaten im Zusammenhang mit dem Tod des ehemaligen One-Direction-Sängers beschuldigt.
    • Pakistan: Die Luftverschmutzung in Lahore führte dazu, dass Schulen geschlossen und die Hälfte aller Arbeitnehmer zum Homeoffice verpflichtet wurden.
    • Kanada: Die Regierung forderte TikTok auf, seine Büros im Land aus nationalen Sicherheitsgründen zu schließen.
    • Wirtschaft: Nissan meldete weltweit rückläufige Verkaufszahlen in seinen Kernmärkten und kündigte den Abbau von 9.000 Arbeitsplätzen an.
    • Kalifornien: Ein Buschfeuer in Ventura County nördlich von Los Angeles breitete sich innerhalb weniger Stunden über mehr als 14.000 Hektar aus.
    • Philippinen: Der Taifun Yinxing traf mit Windgeschwindigkeiten von etwa 232 km/h auf die bevölkerungsreichste Insel des Landes.
    • Wissenschaft: In South Carolina sind 43 Rhesusaffen nach einem Ausbruch aus einem Forschungszentrum noch auf der „Flucht“.
  • Pommes au Four à la Normande: Geschichte und Rezept eines französischen Herbst-Klassikers

    Pommes au Four à la Normande: Geschichte und Rezept eines französischen Herbst-Klassikers

    Einleitung Pommes au Four à la Normande, oder auf Deutsch „Normannische Bratäpfel,“ ist ein warmes Dessert, das den Geschmack und das Aroma des französischen Herbstes einfängt. Dieser köstliche Klassiker vereint die Einfachheit von gebackenen Äpfeln mit den charakteristischen Zutaten der Normandie, wie Butter und Calvados (ein Apfelbranntwein). Das Dessert ist nicht nur einfach zuzubereiten, sondern […]

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  • 2024: Das heißeste Jahr aller Zeiten – eine Klimagrenze wird überschritten

    2024: Das heißeste Jahr aller Zeiten – eine Klimagrenze wird überschritten

    Das Jahr 2024 wird voraussichtlich das wärmste Jahr der Geschichte. Laut den neuesten Prognosen des europäischen Klimabeobachtungsdienstes Copernicus werden wir in diesem Jahr weltweit erstmals die Grenze von 1,5 °C Erwärmung gegenüber vorindustriellen Temperaturen überschreiten – eine symbolische und wissenschaftlich bedeutsame Schwelle. Diese Zahl ist mehr als nur eine Statistik: Sie ist ein Weckruf.

    1,5°C – eine Grenze mit realen Folgen

    Schon 2015, im Rahmen des Pariser Klimaabkommens bei der COP21, hatten sich die Staaten das Ziel gesetzt, den globalen Temperaturanstieg auf deutlich unter 2 °C zu begrenzen und, wenn möglich, bei 1,5 °C zu halten. Doch das Fortschreiten der Klimakrise hat dieses Ziel in Gefahr gebracht. 2023 lag die globale Durchschnittstemperatur bereits knapp unter dieser 1,5-Grad-Marke. In diesem Jahr wird diese Schwelle voraussichtlich überschritten – und das könnte nicht nur eine vorübergehende Erscheinung sein.

    Der Paläoklimatologe Joël Guiot, Klimaforscher und Mitautor des Weltklimarats IPCC, bringt es auf den Punkt: „Wenn wir von 1,5 oder 2 °C sprechen, geht es um die globale Durchschnittstemperatur“, erklärt er. „Aber lokal sieht die Realität oft noch drastischer aus.“ Guiot lebt in Marseille und berichtet, dass dort die Sommer bereits einer Erwärmung von 2,5 °C entsprechen. „Die Sommer werden unerträglich,“ warnt er – ein Gefühl, das Menschen in vielen Teilen der Welt teilen dürften.

    Extreme Wetterereignisse und wachsende Bedrohungen

    Ein Anstieg der Durchschnittstemperatur um 1,5 °C bedeutet, dass extreme Wetterereignisse häufiger und intensiver auftreten werden. Dürren, Hitzewellen, Überschwemmungen und Stürme – all diese Phänomene, die früher seltener waren, nehmen bereits zu. „Es wird immer extremer und fordert immer mehr Menschenleben“, betont Guiot. Dies ist keine düstere Prognose, sondern eine Beschreibung dessen, was wir bereits erleben.

    Das diesjährige Hitzerekord hat bereits Folgen gezeigt: weltweit sind Menschen gestorben, Wälder verbrannten in nie dagewesenem Ausmaß, Ernten gingen verloren und Küstenstädte kämpfen gegen den steigenden Meeresspiegel. Diese Auswirkungen treffen besonders hart jene Regionen und Gemeinschaften, die sich am wenigsten anpassen können. Die Klimakrise verstärkt so soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten und zwingt uns, nicht nur die Umwelt, sondern auch die soziale Gerechtigkeit in den Blick zu nehmen.

    Warum die 1,5-Grad-Marke so wichtig ist

    Warum aber gilt die 1,5-Grad-Marke als so kritisch? Ein Grund liegt in den „Kipppunkten“ im Klimasystem. Dies sind Schwellen, ab denen Veränderungen nicht mehr linear und kontrollierbar sind. Dazu gehört zum Beispiel das Abschmelzen des arktischen Eises oder das Absterben der Regenwälder. Einmal überschritten, könnten solche Kipppunkte zu irreversiblen Prozessen führen, die weitreichende Folgen für das globale Klima haben. Die Wissenschaft warnt seit Jahren vor solchen Szenarien.

    Ein weiteres Problem: Je höher die Temperaturen steigen, desto schwieriger und teurer wird es, den Klimawandel einzudämmen und die nötigen Anpassungen vorzunehmen. Die Vermeidung von Treibhausgasen ist daher von entscheidender Bedeutung – hier gibt es keine Alternative. Es braucht massive und globale Anstrengungen, um die Emissionen zu senken und den Temperaturanstieg so schnell wie möglich wieder zu bremsen.

    COP29 in Aserbaidschan: Was auf dem Spiel steht

    All diese Themen stehen auf der Agenda der bevorstehenden COP29, der 29. UN-Klimakonferenz, die am 11. November in Baku, Aserbaidschan, beginnen wird. Die Konferenz wird erneut Staaten und Expertinnen und Experten zusammenbringen, um den Stand der Klimapolitik zu bewerten und dringend notwendige Maßnahmen zu diskutieren.

    Wird die COP29 einen Wendepunkt markieren? Werden Staaten und Unternehmen endlich entschlossen handeln? Angesichts des drastischen Anstiegs der globalen Temperaturen und der steigenden Anzahl an Klimakatastrophen ist eines klar: Zeit zum Zögern gibt es nicht mehr. Nur durch eine Kombination aus ambitionierten Klimazielen, technologischen Innovationen und sozialer Gerechtigkeit können wir verhindern, dass die Erde in eine gefährliche neue Klimazukunft abdriftet.

  • Canard aux Pommes – Ein Herbst-Klassiker der französischen Küche

    Canard aux Pommes – Ein Herbst-Klassiker der französischen Küche

    Canard aux Pommes (Ente mit Äpfeln) ist ein traditionelles Gericht aus Frankreich, das die reiche kulinarische Geschichte der Normandie widerspiegelt. Diese Region im Norden Frankreichs ist für ihre üppigen Apfelplantagen und die hohe Qualität ihres Entenfleischs bekannt. In der Normandie findet man viele Rezepte, die sich um Äpfel, Apfelwein und Calvados (Apfelbranntwein) drehen, und Canard […]

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  • Nach US-Wahlergebnis: Premierminister Michel Barnier warnt Europa vor nationalen Alleingängen

    Nach US-Wahlergebnis: Premierminister Michel Barnier warnt Europa vor nationalen Alleingängen

    Nach der Wiederwahl von Donald Trump zum Präsidenten der USA rief der französische Premierminister Michel Barnier die europäischen Partner zur Einheit auf und warnte vor einem „Jeder-für-sich“-Ansatz. In einer Zeit globaler Herausforderungen, so Barnier, benötige Europa eine „koordiniert europäische Strategie“ statt isolierter bilateraler Beziehungen. Dies erklärte Regierungssprecherin Maud Bregeon im Anschluss an den Ministerrat am Mittwoch, dem 6. November. Appell für ein starkes Europa und eine geeinte Stimme Barnier betonte, dass Frankreich seine Stimme nutzen müsse, um die Einheit und Souveränität der EU zu verteidigen. Präsident Emmanuel Macron begrüßte in einem Beitrag auf der Plattform X den „Präsidenten Donald Trump“ und bekräftigte seine Bereitschaft zur Zusammenarbeit. In einer Videokonferenz mit dem deutschen Kanzler Olaf Scholz vereinbarten die beiden Staatschefs, sich für ein „stärkeres, souveräneres und geeinteres Europa“ einzusetzen. Macron hob hervor, dass Frankreich e…

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  • Entdeckung von Leichen im Pas-de-Calais: Tödliche Migration über den Ärmelkanal

    Entdeckung von Leichen im Pas-de-Calais: Tödliche Migration über den Ärmelkanal

    In den letzten zwei Tagen wurden im Pas-de-Calais fünf Leichen gefunden – eine tragische Realität, die die Risiken der gefährlichen Überfahrten von Migranten über den Ärmelkanal verdeutlicht.

    Am Mittwoch, dem 6. November, wurde eine Leiche am Strand von Calais entdeckt, während zwei weitere Körper in der Nähe der Küste aus dem Wasser geborgen wurden. Bereits am Vortag hatten Rettungskräfte zwei Leichen im Ärmelkanal gefunden, wie die Staatsanwaltschaft von Boulogne-sur-Mer bekanntgab. Der fünfte Körper wurde am Mittwochnachmittag in der Nähe von Calais von einem Rettungsschiff gefunden, das am selben Morgen bereits eine weitere Leiche entdeckt hatte, so die Angaben der Präfektur für die Meeresgebiete Ärmelkanal und Nordsee.

    Die Identifikation der Verstorbenen gestaltet sich schwierig, da die Leichen durch den langen Aufenthalt im Wasser stark verwest sind. Die am Mittwochmorgen in der Nähe der Strandmauer von Calais gefundene Leiche trug jedoch Papiere, die darauf hindeuten, dass es sich um einen Mann syrischer Nationalität handelt, so der zuständige Staatsanwalt Guirec Le Bras.

    Zusammenhang mit früheren Schiffsunglücken vermutet

    Die Ermittlungen sollen nun klären, ob die Toten in Verbindung mit den jüngsten Bootsunglücken stehen, bei denen Migranten auf dem Weg nach Großbritannien ums Leben kamen. Guirec Le Bras erklärte, dass die Ermittler neben der forensischen Untersuchung versuchen werden, die genaue Ursache und den möglichen Zusammenhang zu vergangenen Unfällen festzustellen.

    Mehr als 60 Todesfälle in diesem Jahr

    Das Risiko der Überfahrt über den Ärmelkanal ist hoch – seit Anfang des Jahres sind mindestens 60 Migranten auf diesem Weg ums Leben gekommen. Bei einem Unglück am 23. Oktober waren mindestens drei Menschen ertrunken, doch es gab Hinweise auf weitere vermisste Opfer, da die Anzahl der Geretteten und die Zeugenaussagen über die Passagierzahl nicht übereinstimmten.

    Allein in der vergangenen Woche wurden mehrere Leichen an Stränden in der Region gefunden: Am Samstagmorgen entdeckte man eine Leiche am Strand von Sangatte nahe Calais, und am Mittwoch davor waren drei weitere Leichen in Saint-Étienne-au-Mont bei Boulogne-sur-Mer gefunden worden. Auch ein weiterer Migrant verstarb an diesem Tag bei einem gescheiterten Versuch, den Ärmelkanal zu überqueren.

    Die Tragödie der gefährlichen Überfahrten, die oft mit dem Traum von einem besseren Leben in Großbritannien verbunden sind, fordert immer wieder Menschenleben und wirft ein Schlaglicht auf die humanitäre Krise, die an den Küsten des Pas-de-Calais herrscht.

  • Möglicher Besuch von Papst Franziskus auf Korsika: Offizielle Anfrage und große Vorfreude

    Möglicher Besuch von Papst Franziskus auf Korsika: Offizielle Anfrage und große Vorfreude

    Am 15. Dezember könnte Papst Franziskus Ajaccio in Südkorsika besuchen – ein Ereignis, das die korsischen Gläubigen und die gesamte Inselgemeinschaft bereits mit großer Freude erwarten. Es wäre der erste Besuch des Papstes auf der französischen Mittelmeerinsel, und die Nachricht hat bereits für Begeisterung und Vorbereitungen gesorgt.

    Die Inselbewohner bereiten sich auf dieses historische Ereignis vor, denn die katholische Gemeinschaft Korsikas ist tief verwurzelt im Glauben. „Es ist das erste Mal, dass er nach Korsika kommt, und die Menschen sind hier sehr gläubig“, erzählt eine Frau. Die Kathedrale von Ajaccio wird vermutlich nicht ausreichen, um die erwarteten Pilgermassen zu empfangen. Die Anfrage für den Besuch ist möglicherweise auch auf die enge Beziehung zwischen Papst Franziskus und dem Bischof von Korsika zurückzuführen. Die gläubigen Korsen möchten sich dieses einmalige Ereignis nicht entgehen lassen – für viele ist es „ein unerwarteter Segen“.

    Wirtschaftliche Impulse und Tourismus in der Nebensaison

    Die erwartete Ankunft des Papstes zieht bereits große Besucherzahlen an, was auch wirtschaftliche Impulse für Ajaccio verspricht – besonders in der touristisch ruhigeren Winterzeit. In den Hotels der Stadt sind die Buchungen schon jetzt stark angestiegen. „Wir werden sogar saisonale Hotels wieder öffnen“, erklärt Benoît Chaudron, Vizepräsident des korsischen Hotel- und Gaststättenverbandes. Die Hotellerie bereitet sich damit auf einen ungewöhnlichen Ansturm vor, der viele Reisende zur Papstmesse anlocken dürfte.

    Die offizielle Bestätigung des Vatikans für den Besuch wird für Mitte November erwartet. Sollte der Besuch tatsächlich stattfinden, wird er für Ajaccio nicht nur spirituelle, sondern auch wirtschaftliche Bedeutung haben und die Insel für einen Moment in den internationalen Fokus rücken.

  • Überschwemmungen in Spanien: Auswirkungen auf die Obst- und Gemüseversorgung in Frankreich

    Überschwemmungen in Spanien: Auswirkungen auf die Obst- und Gemüseversorgung in Frankreich

    Schwere Überschwemmungen im Südosten Spaniens, insbesondere in der Region Valencia, bedrohen die Ernte von Zitrusfrüchten und anderen Obst- und Gemüsesorten, die auch in Frankreich stark nachgefragt sind. Viele Obstgärten in Valencia stehen derzeit unter Wasser, was potenziell weitreichende Folgen für den Markt haben könnte.

    Gefährdete Clementinen-Ernte

    Die spanischen Clementinen, die auf den Märkten in Südfrankreich verkauft werden, stammen zwar aktuell noch von Früchten, die vor den Überschwemmungen geerntet wurden. Doch die Zukunft der Clementinen-Lieferungen bleibt ungewiss, wie der erfahrene Obst- und Gemüsehändler Eugène Giogli aus Perpignan erklärt: „Clementinen sind unsere Hauptprodukte und normalerweise bis April erhältlich. Aber im Moment wissen wir nicht, was kommen wird.“

    Verknappte Lieferungen und drohende Engpässe

    Die extremen Regenfälle haben viele Felder in Valencia überflutet und erhebliche Schäden verursacht. Erste Auswirkungen zeigen sich bereits in der Lieferkette: Die Obst- und Gemüsegenossenschaft ANECOOP in Perpignan erhält mittlerweile etwa dreimal weniger Lieferungen aus Valencia. Selbst wenn die Transporte bald wieder vollständig laufen, könnten die Auswirkungen auf die Ernte erheblich sein.

    Noch keine genauen Schätzungen der Ernteverluste

    Es ist in Spanien derzeit noch zu früh, das gesamte Ausmaß der Schäden an Obst- und Gemüseplantagen zu beziffern. Doch es ist abzusehen, dass nicht nur Clementinen, sondern auch andere beliebte spanische Exportprodukte wie Orangen und Tomaten betroffen sein könnten. In den kommenden Wochen wird sich zeigen, wie stark die Überschwemmungen die Versorgung beeinflussen und ob Engpässe auf den Märkten drohen.

  • Die Beziehung zwischen Donald Trump und Emmanuel Macron: Spannungen hinter der diplomatischen Fassade

    Die Beziehung zwischen Donald Trump und Emmanuel Macron: Spannungen hinter der diplomatischen Fassade

    Die Beziehung zwischen dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron hat von einem anfänglich freundlichen Auftakt zu einer Reihe diplomatischer Spannungen geführt. Obwohl Macron 2016 der erste Staatschef war, der Trumps Wahlsieg offiziell anerkannte und ihm 2017 mit einem feierlichen Empfang in Paris Respekt zollte, entpuppten sich ihre politischen Differenzen bald als bedeutend. Ein verheißungsvoller Beginn Im Juli 2017 empfing Emmanuel Macron Trump zum französischen Nationalfeiertag und führte ihn in die Pariser Diplomatie ein – inklusive eines stilvollen Abendessens im Eiffelturm. Die beiden Präsidenten schienen zunächst eine „neue Freundschaft“ aufzubauen, bei der sie ihre unterschiedlichen Stile zwar sichtbar zur Schau stellten, jedoch in einer Atmosphäre von Respekt und Offenheit. Diese Phase der Zusammenarbeit war jedoch von kurzer Dauer. Tiefe Meinungsverschiedenheiten bei zentralen Themen Hinter der Fassade der Diplomatie traten …

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