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  • Zyklon Chido: Ein beispielloses Phänomen trifft Mayotte mit voller Wucht

    Zyklon Chido: Ein beispielloses Phänomen trifft Mayotte mit voller Wucht

    Der Zyklon Chido, der am Samstag die Insel Mayotte heimsuchte, zählt zu den heftigsten Wirbelstürmen, die das französische Überseegebiet in den letzten 90 Jahren getroffen haben. Massive Schäden, ein stillgelegtes Gesundheitssystem und ein hoher Verlust an Menschenleben verdeutlichen, wie anfällig der Inselstaat gegenüber extremen Wetterereignissen ist – ein Risiko, das durch den Klimawandel künftig weiter zunehmen könnte.

    Ein beispielloser Sturm trifft mit voller Wucht

    Zwei Tage nach dem Durchzug des Zyklons sind die Verwüstungen in Mayotte unübersehbar. Eingestürzte Häuser, abgedeckte Dächer und zerstörte Straßen prägen das Bild der Insel. Besonders betroffen sind die ärmsten Gebiete, in denen ganze Siedlungen aus Wellblech einfach fortgefegt wurden. Die Windgeschwindigkeiten erreichten in der Spitze über 220 km/h. Laut dem Präfekten François-Xavier Bieuville könnte die Zahl der Todesopfer in die Hunderte oder Tausende gehen – ein Szenario, das die katastrophale Gewalt des Sturms verdeutlicht.

    Die Lage ist alarmierend: Es fehlt an Trinkwasser, Lebensmitteln und Medikamenten. Der Wiederaufbau könnte Jahre dauern, während die Suche nach Überlebenden weiterhin ein Wettlauf gegen die Zeit ist.

    Warum war Chido so außergewöhnlich?

    Mayotte hatte bisher das Glück, meist von der direkten Schneise tropischer Wirbelstürme verschont zu bleiben. Seine geografische Nähe zu Madagaskar sorgt in der Regel für eine gewisse Schutzbarriere. Doch diesmal war es anders.

    „Was den Zyklon Chido so besonders macht, ist nicht nur seine Intensität, sondern vor allem seine bemerkenswerte Flugbahn“, erklärt Patrick Galois, Meteorologe bei Météo-France. Der Sturm zog ungewöhnlich gradlinig nördlich an Madagaskar vorbei und traf Mayotte direkt – eine seltene Konstellation, die das volle Ausmaß der Zerstörung erklärte.

    Mayotte selbst ist ein „winziges Fleckchen im Indischen Ozean“, wie Galois betont. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Zyklon direkt über die Insel zieht, ist extrem gering. Das letzte vergleichbare Ereignis fand 1934 statt, vor genau 90 Jahren.

    Trotzdem sind Stürme dieser Intensität in der Region nicht ungewöhnlich. Durchschnittlich entwickeln sich während der Zyklonsaison – von November bis April – etwa zehn tropische Stürme im südwestlichen Indischen Ozean, von denen fünf die Stärke eines Zyklons erreichen.

    Am Samstag wurden auf Mayotte Windgeschwindigkeiten von bis zu 226 km/h gemessen, bevor die Aufzeichnungsgeräte den Orkanböen nicht mehr standhielten. Laut Meteorologen hätte schon eine leicht veränderte Zugbahn – nördlich oder südlich der Insel – die Intensität drastisch reduzieren können.

    Begünstigt durch außergewöhnliche Bedingungen

    Neben der ungewöhnlichen Flugbahn spielte auch die Umgebung eine zentrale Rolle. „Der Zyklon profitierte von außergewöhnlichen ozeanischen und atmosphärischen Bedingungen“, so Galois.

    Ein entscheidender Faktor war die geringe Windschichtung. Wenn die Windgeschwindigkeiten in unterschiedlichen Höhen zu stark variieren, kann ein Sturm destabilisiert und abgeschwächt werden. Bei Chido war das jedoch nicht der Fall.

    Ein weiterer Faktor war das ungewöhnlich warme Meerwasser: Temperaturen nahe 30 Grad Celsius und eine hohe Wärmespeicherung in tieferen Wasserschichten boten dem Sturm reichlich Energie. Solche Bedingungen fördern die Bildung intensiver tropischer Wirbelstürme, die sich durch Verdunstung von Meerwasser entwickeln.

    Der Klimawandel als mögliche Ursache?

    Bei extremen Wetterphänomenen wie Chido stellt sich oft die Frage nach dem Einfluss des Klimawandels. Tatsächlich wissen Wissenschaftler, dass der Klimawandel die Intensität tropischer Wirbelstürme verstärken kann.

    Laut dem Weltklimarat (IPCC) nimmt die Wahrscheinlichkeit intensiver Zyklone bei einer globalen Erwärmung von 1,5 Grad um 10 % zu. Bei einem Temperaturanstieg von 4 Grad könnten es sogar 20 % mehr sein. Der Grund: Ein wärmerer Ozean setzt mehr Wasserdampf frei, der als Energiequelle für Stürme dient.

    Für den Zyklon Chido ist es jedoch noch zu früh, einen direkten Zusammenhang zum Klimawandel zu ziehen. Laut der europäischen Forschungsgruppe ClimaMeter, die Extremwetterereignisse untersucht, zeigen aktuelle Daten bislang keine klare Veränderung in der Häufigkeit oder Stärke von Zyklonen in dieser Region.

    Mayottes große Verwundbarkeit

    Unabhängig von der Ursache offenbart die Katastrophe, wie unzureichend Mayotte auf solche Extremereignisse vorbereitet ist. Die Geografin Magali Reghezza betont: „Inseln sind naturgemäß besonders verwundbar gegenüber Wirbelstürmen. Die Frage war nicht, ob Mayotte getroffen wird, sondern wann.“

    Technische Lösungen, um Schäden zu minimieren, existieren längst. „Es gibt Möglichkeiten, Gebäude stabiler zu bauen – Dächer zu verankern, Luftzirkulation zu ermöglichen und Strukturen zu sichern, die nicht lebensgefährlich werden“, erklärt sie. In wohlhabenderen Regionen hätten solche Maßnahmen wahrscheinlich das Ausmaß der Verwüstung deutlich verringert.

    Ein Weckruf für die Zukunft

    Der Zyklon Chido ist nicht nur eine Naturkatastrophe, sondern auch ein Weckruf. Die Notwendigkeit, Mayotte an die wachsenden Risiken des Klimawandels anzupassen, kann nicht länger ignoriert werden. Der Wiederaufbau bietet die Chance, widerstandsfähigere Infrastrukturen zu schaffen und präventive Maßnahmen zu ergreifen, um künftige Katastrophen zu mildern.

    Mayotte hat ein schweres Erbe zu bewältigen. Doch die Katastrophe könnte der Startpunkt für dringend benötigte Veränderungen sein – denn eines ist sicher: Chido wird nicht der letzte Zyklon gewesen sein, der die Insel trifft.

  • Cyclone Chido: Sorge vor Epidemien und humanitärem Notstand in Mayotte

    Cyclone Chido: Sorge vor Epidemien und humanitärem Notstand in Mayotte

    Der verheerende Zyklon Chido hat die französische Insel Mayotte in ein Katastrophengebiet verwandelt. Mit zerstörten Häusern, abgeschnittenen Kommunikationswegen und einem angeschlagenen Gesundheitssystem stehen die Bewohner der ärmsten Region Frankreichs vor einer humanitären Krise. Médecins du Monde warnt nun eindringlich vor dem Ausbruch von Epidemien und fordert rasche Hilfe.

    „Eine Katastrophe wie in Haiti oder anderswo“

    „Wir sind äußerst besorgt über das Risiko von Epidemien“, betont Jean-François Corty, Präsident von Médecins du Monde, in einem Interview mit der Zeitung franceinfo soir. Der Zyklon hat vor allem die ärmsten Viertel getroffen, in denen ein großer Teil der Bevölkerung unter katastrophalen Bedingungen lebt.

    Mayotte, das französische Überseegebiet im Indischen Ozean, ist besonders verletzlich. Über 70 % der Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze, und etwa 200.000 Menschen wohnen in provisorischen Siedlungen oder Slums. Dort haben die Orkanböen von bis zu 220 km/h die ohnehin fragilen Behausungen in Trümmer verwandelt.

    „Es handelt sich um eine Katastrophe, wie wir sie aus Haiti oder anderen Ländern kennen“, beschreibt Corty die Lage. „Die Menschen haben alles verloren und benötigen jetzt dringend Unterstützung.“

    Ein Gesundheitssystem am Rande des Kollapses

    Der einzige große Krankenhauskomplex der Insel wurde schwer beschädigt. „Die größte Schwierigkeit besteht momentan darin, unsere Teams vor Ort zu kontaktieren“, erklärt der Präsident der Hilfsorganisation. Médecins du Monde hat etwa 25 Freiwillige in Mayotte stationiert, doch die Kommunikationswege sind durch den Sturm weitgehend unterbrochen. „Die Menschen brauchen jetzt alles – Nahrung, Wasser, medizinische Versorgung“, fügt Corty hinzu.

    Für viele Bewohner ist der Zugang zu Medikamenten lebenswichtig. Chronische Krankheiten wie Diabetes oder Bluthochdruck erfordern kontinuierliche Behandlung, die derzeit kaum gewährleistet werden kann. „Es müssen dringend Lösungen gefunden werden, um Patienten weiter zu versorgen“, so der Arzt.

    Epidemie-Gefahr: Cholera als schwelendes Risiko

    Besonders besorgniserregend ist die Gefahr von Epidemien. In Mayotte waren die hygienischen Bedingungen bereits vor dem Zyklon prekär, und die Wasserversorgung ist nun weitgehend zusammengebrochen. „Der Zugang zu sauberem Wasser ist extrem schwierig“, berichtet Corty. „Cholera stellt schon länger ein Problem dar – im aktuellen Kontext wächst das Risiko einer Epidemie dramatisch.“

    Cholera wird durch verunreinigtes Wasser übertragen und breitet sich besonders in Regionen aus, in denen Abwasser und Trinkwasser nicht voneinander getrennt sind. In den überschwemmten Gebieten Mayottes – besonders in den Slums – könnten sich Krankheitserreger schnell ausbreiten. Hinzu kommen tropische Infektionskrankheiten wie Dengue-Fieber, die ebenfalls durch stehendes Wasser begünstigt werden.

    Ein Pulverfass aus Not und Instabilität

    Bereits vor der Katastrophe befand sich Mayotte in einer angespannten Lage. Soziale und wirtschaftliche Unsicherheit prägen das Leben auf der Insel, und die Bevölkerung leidet unter hoher Arbeitslosigkeit und Armut. „Die Situation war schon vorher explosiv“, warnt Corty.

    Der Zyklon Chido hat die bestehenden Probleme verschärft und eine akute Krise ausgelöst. Ohne rasche und umfassende Hilfe könnte sich die Lage weiter verschlimmern. „Wir haben hier alle Zutaten für eine humanitäre Krise“, betont der Präsident von Médecins du Monde. „Sauberes Wasser, Hygiene, medizinische Versorgung und Prävention von Krankheiten müssen absolute Priorität haben.“

    Der dringende Handlungsbedarf

    Die internationale Gemeinschaft und die französische Regierung stehen vor der dringenden Aufgabe, schnell und effektiv zu handeln. Die Bewohner Mayottes benötigen nicht nur Soforthilfe, sondern auch langfristige Lösungen, um ihre Lebensbedingungen zu verbessern und künftige Katastrophen besser zu überstehen.

    „Die Zeit drängt“, fasst Jean-François Corty zusammen. „Wenn jetzt nicht gehandelt wird, droht eine Krise unvorstellbaren Ausmaßes.“

  • „Ein regelrechtes Massaker“ – Verwüstung in Mayotte nach dem Zyklon Chido

    „Ein regelrechtes Massaker“ – Verwüstung in Mayotte nach dem Zyklon Chido

    Mit Windgeschwindigkeiten von über 220 km/h hat der Zyklon Chido Mayotte, einen kleinen französischen Archipel im Indischen Ozean, verwüstet. Es ist die heftigste Naturkatastrophe, die die Insel seit 90 Jahren erlebt hat und hinterlässt eine Spur der Zerstörung, vor allem in den ärmsten Gebieten, wo fast ein Drittel der Bevölkerung in prekären Behausungen lebt. Die humanitäre Lage ist dramatisch.

    Ein Wettlauf gegen die Zeit hat begonnen. In Mayotte herrscht der Ausnahmezustand. Die grundlegende Versorgung mit Wasser und Lebensmitteln ist zusammengebrochen, während viele der ohnehin fragilen Behausungen in den Bidonvilles dem Sturm nicht standhalten konnten. Jetzt stehen sie in Trümmern. Tausende Bewohner sind obdachlos und dringend auf Hilfe angewiesen. Die französischen Minister für Inneres und Übersee, Bruno Retailleau und François-Noël Buffet, werden am Montag auf der Insel erwartet, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Doch die lokalen Behörden befürchten das Schlimmste: Sie rechnen mit „mehreren Hundert Toten“.

    Laut dem letzten offiziellen Bericht wurden bislang 14 Todesfälle bestätigt. Doch wie viele Menschen tatsächlich ums Leben gekommen sind, wird schwer zu ermitteln sein. Aufgrund der muslimischen Tradition, die auf der Insel stark verwurzelt ist, müssen Verstorbene innerhalb von 24 Stunden bestattet werden. Hinzu kommt, dass viele Bewohner ohne Aufenthaltspapiere auf der Insel leben – Schätzungen gehen von über 100.000 Menschen aus. Diese Bevölkerungsgruppe könnte in der offiziellen Bilanz der Opfer untergehen.

    Am Samstag richtete der Zyklon Chido auf Mayotte unvorstellbaren Schaden an. Häuser wurden bis auf die Grundmauern zerstört, Blechdächer vom Wind davongetragen, Strommasten umgerissen, Bäume entwurzelt. Die Szenen, die sich den Einwohnern nach dem Sturm boten, sind apokalyptisch. Straßen sind vielerorts unpassierbar, und Kommunikationswege sind in weiten Teilen unterbrochen. In einem der ärmsten Departements Frankreichs trifft die Katastrophe auf eine ohnehin fragile Infrastruktur, was die Hilfsmaßnahmen zusätzlich erschwert.

    „Es ist ein Massaker“, beschreibt Ousseni Balahachi, ein pensionierter Krankenpfleger aus Mamoudzou, der Hauptstadt Mayottes. Der Schaden an öffentlichen Gebäuden ist enorm: Gerichte, die Präfektur, zahlreiche Schulen und Geschäfte liegen in Trümmern. Sogar das Krankenhaus wurde überflutet. Laut Balahachi könnte die medizinische Versorgung der vielen Verletzten unter diesen Umständen kaum gewährleistet werden.

    Um die Folgen der Katastrophe zu bewältigen, wurde ein Luft- und See-Korridor von der französischen Insel La Réunion eingerichtet, die 1.400 Kilometer entfernt liegt. Hilfslieferungen mit medizinischem Gerät, Nahrungsmitteln und Fachpersonal treffen seitdem ein. Insgesamt 800 Sicherheitskräfte und ein Feldlazarett sollen die lokalen Rettungsdienste unterstützen. Satellitengestützte Kommunikationsgeräte werden ebenfalls bereitgestellt, um die Koordination der Hilfsmaßnahmen zu erleichtern.

    Besonders dramatisch ist die Lage in den überfüllten Bidonvilles, etwa in den Hügeln von Mamoudzou. Dort rechnen die Rettungskräfte mit zahlreichen Opfern, die unter den Trümmern begraben sein könnten. „Es gibt keine Worte für das Ausmaß dieser Katastrophe“, sagte der Bürgermeister von Mamoudzou, Ambdilwahedou Soumaila.

    Während die Aufräumarbeiten laufen, bleibt die Frage: Wie wird sich Mayotte von dieser Tragödie erholen?

  • Mayotte nach Zyklon Chido: Eine humanitäre Katastrophe ungeahnten Ausmaßes

    Mayotte nach Zyklon Chido: Eine humanitäre Katastrophe ungeahnten Ausmaßes

    Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 226 km/h hat Zyklon Chido am 14. Dezember das französische Übersee-Département Mayotte verwüstet. Die Schäden sind verheerend, die humanitäre Lage prekär. Während erste Schätzungen mindestens 11 Todesopfer nennen, zeigt sich die gesamte Tragweite der Katastrophe erst allmählich. Hier ein Überblick über die bisherigen Erkenntnisse und die nächsten Schritte.

    Ein Sturm, wie ihn die Insel seit 1934 nicht mehr erlebt hat

    Zyklon Chido wird als der schwerste Wirbelsturm seit fast einem Jahrhundert eingestuft. François Gourand, Meteorologe bei Météo-France, betont die historische Dimension: „Die letzte vergleichbare Katastrophe fand im Februar 1934 statt.“ Selbst der als Referenz geltende Zyklon Kamisy von 1984 wird von der Wucht Chidos übertroffen.

    Verstärkt wurde Chido durch außergewöhnlich hohe Wassertemperaturen von nahezu 30 Grad Celsius – ein Phänomen, das eng mit dem Klimawandel zusammenhängt. Die wärmeren Gewässer, die sich inzwischen bis in tiefere Schichten erstrecken, liefern Wirbelstürmen enorme Energie. Ist das die neue Normalität für die Region?

    Eine fragile Infrastruktur – und jetzt das

    Die Auswirkungen des Zyklons treffen Mayotte mit voller Härte. Die Insel leidet seit Jahren unter sozialen und infrastrukturellen Problemen. Knapp die Hälfte der Bevölkerung lebt in prekären Verhältnissen, viele in informellen Siedlungen, die dem Sturm keinerlei Schutz bieten konnten.

    Die materielle Zerstörung ist enorm: Häuser wurden dem Erdboden gleichgemacht, die Dächer selbst von Verwaltungsgebäuden weggeweht. Der Flughafen, eine zentrale Verbindung zur Außenwelt, hat erhebliche Schäden erlitten. Auch die Strom- und Wasserversorgung wurde schwer getroffen – ein Schlag für ein Gebiet, das ohnehin regelmäßig mit Wasserknappheit zu kämpfen hat.

    Madi Madi Souf, der Präsident der Vereinigung der Bürgermeister von Mayotte, beschrieb die Lage treffend: „Alles, was nicht massiv gebaut wurde, wurde einfach weggerissen.“

    Ein erschütternder Verlust von Menschenleben

    Bis Sonntagmorgen zählte das Krankenhaus von Mayotte mindestens 11 Todesopfer. Viele Verletzte, die zunächst gerettet wurden, erlagen später ihren Wunden. Die medizinischen Einrichtungen auf der Insel, selbst stark beschädigt, stehen vor einer beispiellosen Herausforderung. Die Zahl der Opfer könnte in den kommenden Tagen weiter steigen, da die Rettungsteams weiterhin unzugängliche Gebiete erreichen.

    Ein Wettlauf gegen die Zeit: Nationale und internationale Hilfsmaßnahmen

    Die französische Regierung hat umgehend reagiert und eine umfangreiche Hilfsaktion gestartet. Bereits am Samstagabend kündigte Innenminister Bruno Retailleau an, in fünf Wellen etwa 800 Rettungskräfte nach Mayotte zu entsenden. Darunter sind medizinische Teams, Zivilschutzkräfte und Material für den Wiederaufbau. Auch ein Flugzeug mit humanitärer Hilfe sowie eine Frégatte und ein Helikopter wurden in Marsch gesetzt.

    Doch trotz der raschen Mobilisierung bleibt die Kommunikation mit dem Archipel schwierig, was die Koordination der Hilfsmaßnahmen erschwert. Besonders die ländlichen Gebiete, die ohnehin schwer erreichbar sind, stellen die Rettungsteams vor große Herausforderungen. Wie schnell kann der Wiederaufbau in Gang gesetzt werden, wenn die grundlegende Infrastruktur zerstört ist?

    Die Rolle des Klimawandels: Eine unübersehbare Warnung

    Die Katastrophe von Mayotte steht exemplarisch für die verheerenden Folgen des Klimawandels. Immer intensivere Stürme, steigende Meerestemperaturen und eine wachsende Verwundbarkeit in ärmeren Regionen zeigen, dass die Zeit zum Handeln längst überfällig ist. Auch wenn Mayotte geografisch abgelegen ist, spiegelt die Tragödie dort globale Muster wider: Die Länder und Regionen, die am wenigsten zum Klimawandel beitragen, leiden oft am meisten unter seinen Folgen.

    Solidarität und Zukunftsperspektiven

    Die Bilder aus Mayotte, von zerstörten Häusern und verzweifelten Familien, haben bereits eine Welle der Solidarität ausgelöst. Organisationen wie der Secours populaire rufen zu Spenden auf, um den Betroffenen zu helfen. Doch humanitäre Hilfe ist nur ein erster Schritt. Der Wiederaufbau wird langfristige Investitionen in eine resilientere Infrastruktur und nachhaltige Lösungen erfordern – nicht nur für Mayotte, sondern für viele Regionen, die zunehmend von extremen Wetterereignissen betroffen sind.

    Mayotte steht vor einer der größten Herausforderungen seiner Geschichte. Die kommenden Tage und Wochen werden zeigen, wie schnell und effektiv Hilfe geleistet werden kann – und ob die Welt bereit ist, aus dieser Katastrophe die richtigen Lehren zu ziehen.

  • Zyklon Chido: Mayotte rüstet sich für den Tropensturm

    Zyklon Chido: Mayotte rüstet sich für den Tropensturm

    Am Freitagmorgen um 7 Uhr wird in dem französischen Übersee-Département Mayotte die Alarmstufe Orange ausgerufen – alle Schulen bleiben geschlossen. Der tropische Wirbelsturm Chido, mittlerweile als intensiver Zyklon eingestuft, nähert sich dem französischen Übersee-Département im Indischen Ozean. Das Innenministerium entsendet über 100 Einsatzkräfte, um vor Ort Unterstützung zu leisten.

    Alarmstufen und Vorsichtsmaßnahmen

    „Die Alarmstufe Orange tritt ab morgen um 7 Uhr in Kraft“, kündigte François-Xavier Bieuville, der Präfekt von Mayotte, in einem Interview mit dem Sender Mayotte la 1re an. Sollte der Sturm wie prognostiziert an Intensität zunehmen, wird bereits für Samstagmorgen die rote Warnstufe erwartet. „Ab diesem Zeitpunkt sind keine Bewegungen im Freien mehr erlaubt“, betonte der Präfekt. Zudem werden die Fähren zwischen Grande-Terre und Petite-Terre am Freitagabend um 17:30 Uhr den Betrieb einstellen – eine Maßnahme, die bei Insulanern für organisatorischen Druck sorgt: Wie soll man sich in dieser kurzen Zeit vorbereiten?

    Schulen geschlossen, Wasserreserven angelegt

    Um das Risiko für die Bevölkerung zu minimieren, bleiben sämtliche Bildungseinrichtungen – von der Vorschule bis zur Universität – am Freitag und Samstag geschlossen. Diese Entscheidung wurde bereits am Donnerstag von der Schulbehörde Mayotte bekannt gegeben.

    Eine zentrale Sorge der Einwohner ist die Wasserversorgung, da Mayotte seit Jahren mit einer angespannten Versorgungslage zu kämpfen hat. Der Präfekt beruhigt: „Das Wassernetz wird erst am späten Freitag abgeschaltet, damit alle noch Reserven anlegen können.“ Eine Erleichterung, aber auch eine Mahnung, die knappe Zeit gut zu nutzen.

    Was erwartet die Insel?

    Chido befindet sich derzeit etwa 920 Kilometer nordöstlich von Mayotte. Laut Prognosen wird der Sturm in der Nacht von Freitag auf Samstag seinen Höhepunkt erreichen, möglicherweise mit direktem Einfluss auf die Küste. Noch ist unklar, wie stark Mayotte tatsächlich betroffen sein wird – doch eines ist sicher: Die Bevölkerung muss sich auf das Schlimmste einstellen. In einer Mitteilung ruft die Präfektur dazu auf, „sich ernsthaft auf die mögliche Nähe des Zyklons vorzubereiten“. Klingt dramatisch, oder? Aber bei Stürmen dieser Größenordnung kann Vorsicht Leben retten.

    Unterstützung aus der Ferne

    Das französische Innenministerium entsendet Verstärkung: 110 Fachkräfte, darunter 71 Katastrophenschutzexperten und 39 Feuerwehrleute aus La Réunion, werden nach Mayotte gebracht. Diese Teams sollen spätestens am Freitag voll einsatzbereit sein, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Ihre Aufgabe: Notfallmaßnahmen koordinieren, Schäden minimieren und – wenn nötig – Leben retten.

    Zyklone in Mayotte: Ein Blick zurück

    Mayotte ist zwar kein häufiges Ziel für Zyklone, aber wenn es passiert, hinterlassen sie bleibende Erinnerungen. Der letzte nennenswerte Sturm, Belna, zog im Dezember 2019 über die Insel, richtete jedoch glücklicherweise nur geringe Schäden an. Anders sah es 1984 aus: Zyklon Kamisy brachte damals massive Verwüstungen mit sich, besonders weil die meisten Gebäude noch aus pflanzlichen Materialien bestanden. Diese Erinnerungen sind für viele Mahorais immer noch präsent – und sie verstärken das Gefühl der Dringlichkeit.

    Was jetzt zu tun ist

    Bleibt die Frage: Wie kann man sich angesichts einer drohenden Katastrophe am besten vorbereiten? Wasserreserven anlegen, Lebensmittelvorräte sichern und mögliche Gefahrenquellen wie lose Gegenstände im Garten beseitigen – das sind die ersten Schritte. Aber auch Nachbarschaftshilfe ist entscheidend: Haben alle in der Umgebung genug Ressourcen? Wer kann im Notfall besonders gefährdete Personen wie Senioren oder Menschen mit Behinderungen unterstützen? Denn in Momenten wie diesen zeigt sich, dass Gemeinschaft das stärkste Schutzschild ist.

    Und mal ehrlich: Würden wir uns nicht alle sicherer fühlen, wenn wir genau wissen, dass unsere Nachbarn ein Auge auf uns haben?

    Chido könnte für Mayotte ein schwerer Test werden, aber die Insel hat gezeigt, dass sie in Krisenzeiten zusammenhalten kann. Mit gutem Krisenmanagement, rechtzeitiger Vorbereitung und etwas Glück wird die Insel diesen Sturm überstehen. Die kommenden Tage werden zeigen, wie groß die Auswirkungen tatsächlich sind. Aber eines ist sicher: Die Mahorais sind bereit, für ihre Insel und ihre Gemeinschaft einzustehen.

  • Video – Zyklon Belal: Auf La Reunion wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 217 km/h gemessen

    Video – Zyklon Belal: Auf La Reunion wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 217 km/h gemessen

    Auf der Insel La Réunion, dem französischen Überseedepartement, das am Montag, 15. Januar, vom Zyklon Belal heimgesucht wurde, wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 217 km/h gemessen. Die Bewohner, die sich in ihren Häusern verbarrikadiert hatten, erlebten bange Stunden.

    Am Montag, den 15. Januar, fegten zerstörerische Windböen über die französische Insel La Réunion, die die Bewohner in Angst und Schrecken versetzten. An manchen Orten wurden bis zu 217 km/h gemessen. Eine Frau filmte die Wasserflut, die über die Insel hereinbrach. „Die beiden Bäume sind abgerissen. So etwas habe ich in 36 Jahren noch nie gesehen, das ist eine kranke Sache“, kommentierte sie ihr Video. Eine andere Familie, die sich seit Sonntag in ihrem Haus verbarrikadiert hatte, erlebte Stunden der Angst. „Als ich heute Morgen aufwachte, war es ziemlich apokalyptisch, mit unglaublichen Winden“, berichtete ein Bewohner von Saint-Denis (Departement La Réunion) auf dem Sender Franceinfo.

    Ein Obdachloser verlor sein Leben.
    Auf dem Höhepunkt des Zyklons Belal wurde die Insel am Montagmorgen für einige Stunden in Alarmstufe Violett, der höchsten Warnstufe, versetzt. Selbst den Rettungskräften war es verboten, sich auf die Straßen zu begeben. Ein Obdachloser kam in Saint-Gilles ums Leben. Die Alarmstufe Rot und die Ausgangssperre für die Bevölkerung wurden in der Nacht von Montag auf Dienstag aufrechterhalten. Der Präfekt soll im Laufe des Dienstags mitteilen, ob und wann sie aufgehoben werden.

  • Nach einem Todesopfer auf La Réunion bedroht der Zyklon Belal jetzt die Insel Mauritius

    Nach einem Todesopfer auf La Réunion bedroht der Zyklon Belal jetzt die Insel Mauritius

    Der Zyklon Belal, der im französischen Überseedepartement La Réunion ein Todesopfer forderte, aber nicht die befürchtete große Katastrophe auslöste, bedroht am Dienstag die Insel Mauritius, wo sintflutartige Regenfälle und Windböen von bis zu 110 km/h erwartet werden.

    Nachdem der Zyklon Belal bei seinem Durchzug durch das französische Überseedepartement La Réunion ein Todesopfer gefordert hatte, bedroht er nun am Dienstag, dem 16. Januar, die Insel Mauritius, wo sintflutartige Regenfälle die Bewohner überraschten und erste Schäden verursachten.

    In der Hauptstadt Port Louis blieben schon am Montag Autos in überfluteten Straßen stecken, denen das Wasser bis zur Motorhaube stand und die manchmal sogar weggespült wurden, wie Bilder lokaler Medien zeigten. Andere Bilder zeigten mächtige Wellen, die die Strandpromenade der Hauptstadt überfluteten, sowie überschwemmte Gebäude mit im Wasser treibenden Möbeln.

    Die Alarmstufe für die Insel wurde am Montag auf drei (von vier möglichen) erhöht und „sintflutartige Regenfälle“ und Windböen von bis zu 110 km/h werden in den nächsten Stunden erwartet, wie der lokale Wetterdienst mitteilte.

    Auf La Réunion gab es am Montag einen Todesfall: eine obdachlose Person, die in Saint-Gilles im Westen der Insel tot aufgefunden wurde. Rund 150.000 Haushalte waren zeitweilig ohne Strom und mehr als 130.000 Menschen hatten am Abend keinen Zugang zu fließendem Wasser.

    Wie eine AFP-Reporterin berichtete, blockierten zahlreiche liegende Bäume die Straßen der Städte im Westen der Insel und mehrere Nebenstraßen wurden überschwemmt. Als Zeichen für die Heftigkeit der Winde wurde ein Hochseefischerboot im Jachthafen von Saint-Gilles teilweise überflutet.

    Der Zyklon Belal hat jedoch „glücklicherweise nicht die befürchtete Katastrophe ausgelöst“, erklärte der Präfekt des Überseedepartements, Jérôme Filippini, bei einer Pressekonferenz, sagte jedoch, dass „die Auswirkungen beeindruckend waren“. Er erklärte: „Belal wird in die Geschichte der Wirbelstürme eingehen und seine Auswirkungen haben noch nicht ganz aufgehört“. Der Präfekt sprach von einer „sich entwickelnden Bilanz“, da die Schäden in vielen Gebieten bisher noch nicht bewertet werden konnten.

    Die Bevölkerung des französischen Überseedepartements mit 870.000 Einwohnern durfte bis Dienstagmorgen die Häuser nicht verlassen. Die Ausgangssperre soll erst aufgehoben werden, wenn die Behörden eine neue Lagebeurteilung vornehmen konnten, damit die Rettungsteams ungestört mit der Räumung der Straßen fortfahren können.

    Der französische Innenminister Gérald Darmanin wird am Mittwoch auf Wunsch von Emmanuel Macron das Departement La Reunion besuchen, um sich ein Bild von den Schäden zu machen und das Rettungspersonal zu unterstützen, wie am Montagabend aus dem Umfeld des Ministers verlautete.

    Der Bürgermeister der Gemeinde Sainte-Marie im Norden von La Réunion hat die Einstufung zur Naturkatastrophe beantragt. „Der Durchzug des Zyklons Belal hat in der Gemeinde Sainte-Marie sehr schwere Schäden verursacht. Kein Stadtteil wurde von den Winden und Niederschlägen verschont. Das zentrale Rathaus wurde so stark beschädigt, dass seine Räumlichkeiten bis auf Weiteres nicht genutzt werden können“, sagte Bürgermeister Richard Nirlo in einer Erklärung.

    Sainte-Marie liegt in der Nähe des Flughafens Roland-Garros von La Réunion, der nach Angaben der Präfektur am Dienstag um 20 Uhr (17 Uhr in Paris) den Flugbetrieb wieder aufnehmen soll.

    Nachdem der Wirbelsturm im Norden und Westen der Insel auf Land getroffen war, hatte er schließlich seinen Lauf nach Norden verändert, ohne ins Landesinnere vorzudringen, wie ursprünglich von Météo-France vorhergesagt. Um 0:30 Uhr GMT am Dienstag befand sich Belal laut einem Bulletin von Météo-France 255 km südöstlich der Küste von La Réunion.

  • Zyklon Bélal auf La Réunion: Alarmstufe Violett – mindestens ein Toter und 100.000 Haushalte ohne Strom

    Zyklon Bélal auf La Réunion: Alarmstufe Violett – mindestens ein Toter und 100.000 Haushalte ohne Strom

    Für die Insel La Réunion (französisches Überseedepartement) gilt am Montag seit 6 Uhr früh die Zyklonwarnstufe Violett. Dabei handelt es sich um die höchste mögliche Alarmstufe. Die Bevölkerung wird aufgefordert, sich in geschlossenen Räumen aufzuhalten. Die Rettungsdienste können wegen der hohen Gefahrenstufe nicht mehr eingreifen.

    Die höchste Alarmstufe wurde am Montagmorgen vom Präfekten des Departements und der Region La Réunion ausgelöst. Laut Météo France könnte der Zyklon „Bélal“, der über die Insel ziehen soll, „verheerend“ sein und wird wohl „Geschichte schreiben“.

    La Réunion hat 870.000 Einwohner.
    Nach Angaben der Präfektur von La Réunion ist am Montag bereits eine Person gestorben. Nach ersten Informationen sind mindestens 100.000 Haushalte ohne Strom. Die Bewohner der Insel werden aufgefordert, sich in geschlossenen Räumen aufzuhalten.
    Am Montagmorgen wurden bereits schwere Windböen mit über 200 km/h verzeichnet.

    Auch Mauritius vom Wirbelsturm betroffen

    Auch auf der Insel Mauritius wurde von den Behörden ein Alarm der Stufe 3 ausgelöst. Die Insel wurde am Montag von heftigen Überschwemmungen heimgesucht. Zahlreiche Autofahrer waren auf überschwemmten Straßen in ihren Fahrzeugen blockiert.

  • Zyklon Belal: Im Überseedepartement La Réunion herrscht heute ab 17 Uhr Pariser Zeit Alarmstufe Rot

    Zyklon Belal: Im Überseedepartement La Réunion herrscht heute ab 17 Uhr Pariser Zeit Alarmstufe Rot

    Das französische Überseedepartement La Réunion bereitet sich auf den Durchzug des „sehr gefährlichen Zyklons“ Belal, mit „potenziell verheerenden Winden“ in der Nacht von Sonntag auf Montag vor. Die Insel wird ab 17 Uhr (20 Uhr auf La Réunion) am Sonntagabend in Alarmstufe Rot versetzt. Die Bevölkerung wird aufgefordert, die Häuser nicht zu verlassen.

    La Réunion wurde am Samstagabend bereits unter Zyklonwarnstufe Orange gestellt, was „Gefahr innerhalb von 24 Stunden“ bedeutet. Eine Warnstufe, die um 17 Uhr Pariser Zeit – Ortszeit La Reunion 20 Uhr – auf Rot wechselt.

    Der Sturm Belal, der derzeit als tropischer Wirbelsturm eingeordnet ist, befindet sich weniger als 300 Kilometer nördlich von La Réunion. Er könnte sich jedoch zu einem „sehr gefährlichen Zyklon mit extremen Winden“ entwickeln, wenn er in der Nacht von Sonntag auf Montag an der französischen Insel vorbeizieht, so Météo-France.

    Es wird erwartet, dass der Zyklon in den nächsten 24 Stunden weiter an Intensität zunimmt. „Die Unsicherheit über die genaue Zugbahn liegt noch bei etwa 80 km, aber die Wahrscheinlichkeit eines Durchzugs in unmittelbarer Nähe von La Réunion ist signifikant“, meldete die französische Wetteragentur.

  • Hurrikan Tammy: Ausgangssperre in Guadeloupe  – Warnstufe „Violett“ Zyklon

    Hurrikan Tammy: Ausgangssperre in Guadeloupe – Warnstufe „Violett“ Zyklon

    Die Karibikinsel und französisches Überseedepartement Guadeloupe wurde am Samstag unter Warnstufe „Violett“ wegen des Hurrikans Tammy gestellt. Eine Ausgangssperre wurde verhängt.

    Starke Winde, sintflutartige Regenfälle und eine strikte Ausgangssperre: Die Karibikinsel Guadeloupe hat sich verbarrikadiert, nachdem am Samstag, den 21. Oktober, die höchste Warnstufe wegen des herannahenden Zyklons Tammy ausgerufen wurde.

    Der Präfekt der Region, Xavier Lefort, kündigte an, dass die Zyklonwarnung ab 9.30 Uhr (15.30 Uhr in Paris) „angesichts der Verschlechterung der Wetterlage“ von rot auf violett erhöht wurde.

    Diese Warnstufe, die höchste auf der Skala, betrifft „Phänomene mit extrem starken Auswirkungen und einer unmittelbaren und sicheren Gefahr“ für die Menschen, betonte die Präfektur. Unter diesen Bedingungen „fordert der Präfekt die Bevölkerung auf, sich in den Häusern einzuschließen und alle Empfehlungen der Behörden zu befolgen“.

    Die Insel La Désirade, die östlich von Grande-Terre liegt, befindet sich „mitten im Herzen“ der Flugbahn von Tammy. Die Warnstufe „Violett“ ist mit einem Ausgehverbot für die rund 380.000 Einwohner von Guadeloupe verbunden.

    Die Bevölkerung wurde aufgefordert, in Häusern und Schutzräumen zu bleiben, sich in den sichersten Raum jeder Wohnung zu begeben und das Telefon nur zu benutzen, wenn es unbedingt notwendig ist.