Schlagwort: Zigaretten

  • Kommentar: Zwischen Fürsorge und Freiheitsberaubung – darf der Staat eine ganze Generation vom Rauchen ausschließen?

    Kommentar: Zwischen Fürsorge und Freiheitsberaubung – darf der Staat eine ganze Generation vom Rauchen ausschließen?

    Es klingt wie ein radikaler Befreiungsschlag: Frankreich will einer ganzen Generation das Rauchen verbieten. Kein Zigarettenkauf mehr – nicht mit 16, nicht mit 18, nicht mal mit 40. Wer nach dem 1. Januar 2014 geboren ist, soll nie in seinem Leben legal Tabak erwerben dürfen.

    Nie. Punkt.

    Ein Gesundheitsutopie, sagen die einen. Ein autoritärer Albtraum, sagen die anderen. Doch hinter dieser scheinbar glasklaren Maßnahme verbirgt sich ein moralisch wie juristisch hoch aufgeladenes Minenfeld. Denn wenn ein demokratischer Staat beginnt, die Freiheit seiner Bürger präventiv zu beschneiden – mit welchem Recht, mit welchem Ziel, und vor allem: mit welchen Folgen?

    Eine Gesundheitsdiktatur im Namen des Guten?

    Die gute Absicht ist unbestreitbar. Tabak tötet – jährlich rund 75.000 Menschen allein in Frankreich. Herzinfarkt, Krebs – die Liste der Schreckensdiagnosen ist so lang wie bekannt. Und doch greifen noch immer Millionen täglich zur Zigarette. Also Schluss damit, denkt sich die Politik. Prävention war gestern, jetzt wird verboten.

    Aber halt – sind wir wirklich bereit, einer gesamten Bevölkerungsgruppe auf Lebenszeit ein legales Konsumgut zu verwehren, nur weil es ungesund ist? Wie frei ist ein Erwachsener noch, wenn sein Geburtsdatum bestimmt, was er darf – und was nicht?

    Die Vorstellung, dass ein 30-Jähriger im Jahr 2045 keine Zigaretten kaufen darf, sein fast gleichaltriger Kollege aber schon, weil er acht Monate früher geboren wurde, wirkt grotesk. Und sie kratzt tief am demokratischen Fundament: der Gleichbehandlung aller Bürger vor dem Gesetz.

    Zwischen Schutzinstinkt und Paternalismus

    Natürlich trägt der Staat Verantwortung für die Gesundheit seiner Bürger. Er reguliert Verkehr, Lebensmittel, Medikamente – aus gutem Grund. Aber wann kippt dieser Schutzinstinkt in bevormundenden Paternalismus? Wo endet das Recht auf Schutz – und wo beginnt die Pflicht zur Eigenverantwortung?

    Die geplante Regelung greift nicht nur in individuelle Freiheiten ein. Sie schafft eine Art Gesundheitskastensystem, das auf dem Zufall der Geburt basiert. Wer jung ist, wird nicht aufgeklärt – sondern ausgesperrt. Und das dauerhaft. So sinnvoll der gesundheitliche Zweck sein mag, das Mittel ist brachial. Und es stellt eine gefährliche Weichenstellung dar: Wenn der Staat einmal damit beginnt, Gewohnheiten zu verbieten, wo zieht er die Grenze?

    Warum dann nicht auch Zucker verbieten? Alkohol für Geburtsjahrgänge ab 2025? Oder Fleisch ab 2030? Die Logik lässt sich beliebig weiterdenken. Und genau darin liegt das Problem.

    Der gefährliche Reiz des Verbotenen

    Hinzu kommt ein psychologischer Effekt, den die Politik gerne unterschätzt: Was verboten ist, wird für viele erst recht attraktiv. Die Zigarette wird zum Symbol des Widerstands, zum rebellischen Akt gegen eine übergriffige Staatsmacht. Und wer sie nicht legal bekommt, wird sich andere Wege suchen. Der Schwarzmarkt reibt sich jetzt schon die Hände.

    Wer verhindern will, dass junge Menschen zur Zigarette greifen, muss sie überzeugen – nicht ausschließen. Aufklärung, Prävention, Unterstützung beim Aufhören, gesellschaftliche Vorbilder: Das sind die Waffen gegen das Rauchen, nicht Geburtsstichtage.

    Generation unter Generalverdacht

    Und noch etwas: Die Maßnahme stigmatisiert. Sie schafft eine Generation von „zu Schützenden“, von „Unmündigen“, denen man offenbar nicht zutraut, selbst kluge Entscheidungen zu treffen. Was für ein Misstrauensvotum gegenüber den Bürgern von morgen!

    Der gesunde Mensch als Produkt staatlicher Kontrolle – ist das die Zukunft? Oder träumen wir hier von einer Gesellschaft, in der Freiheit und Verantwortung gleichberechtigt nebeneinanderstehen?

    Ein ehrlicher Blick nach vorn

    Der Gedanke, Tabak langfristig aus der Gesellschaft zu verbannen, ist mutig – vielleicht sogar notwendig. Aber nicht um den Preis der Freiheit.

    Ein Staat darf eingreifen. Er darf warnen, schützen, Grenzen setzen. Aber er darf nicht bevormunden, ausgrenzen oder ganze Generationen zu Objekten staatlicher Gesundheitsplanung degradieren. Wer mündige Bürger will, muss ihnen zutrauen, mündig zu handeln – auch wenn das Risiken einschließt.

    Denn Gesundheit ist kein staatlich verordnetes Ideal. Sie ist ein Gut, das jeder für sich selbst verantwortet. Mit allen Konsequenzen.

    Oder trauen wir der nächsten Generation etwa weniger zu als der heutigen?

    Ein Kommentar von C. Hatty

  • Zigaretten-Schwarzmarkt in Marseille: Wie legale Laster illegale Netzwerke nähren

    Zigaretten-Schwarzmarkt in Marseille: Wie legale Laster illegale Netzwerke nähren

    Marseille – Stadt der Sonne, des Bouillabaisse, der Hafenromantik. Und: des florierenden Zigarettenschwarzmarkts. Ein Geschäft, das auf den ersten Blick harmlos erscheint – wer hat noch nie auf der Straße ein Päckchen Marlboro angeboten bekommen? Doch hinter den vermeintlich günstigen Preisen verbirgt sich ein ausgeklügeltes, weitverzweigtes System, das in Struktur und Logistik frappierende Parallelen zum Drogenhandel aufweist. Eine Schattenwirtschaft, die nicht nur den Staat Milliarden kostet, sondern auch das gesellschaftliche Gefüge unter Druck setzt. 38 Prozent im Schatten Die Zahlen sprechen Bände. Laut Schätzungen werden in Frankreich rund 38 bis 40 Prozent aller Zigaretten außerhalb des offiziellen Verkaufs über Tabakläden konsumiert. In Marseille, einer Stadt mit sozialem Sprengstoff und hoher Arbeitslosigkeit, ist der Schwarzmarkt besonders sichtbar. Straßenecken, U-Bahn-Ausgänge, Plätze – hier wechseln Päckchen für 7 bis 8 Euro den Besitzer. Deutlich günstiger als die 12 bis …

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Rekordfund: 76 Tonnen geschmuggelte Zigaretten in Neukaledonien sichergestellt

    Rekordfund: 76 Tonnen geschmuggelte Zigaretten in Neukaledonien sichergestellt

    Ein gewaltiger Schlag gegen den Zigarettenschmuggel: Im französische Überseedepartement Neukaledonien haben Zollbeamte eine rekordverdächtige Menge an illegalen Zigaretten beschlagnahmt. Fast 76 Tonnen im Wert von 35 Millionen Euro – versteckt in einem Frachter aus Taiwan mit verdächtiger Route.

    Verdächtige Route führte zum Zugriff

    Die Behörden wurden stutzig, als sie die ungewöhnliche Strecke des Frachters verfolgten. Laut Benoît Godart, dem regionalen Zollchef von Neukaledonien, startete das Schiff Ende November in Taiwan, nahm jedoch eine merkwürdige Route über die Philippinen und entlang der australischen Küste. „Das ist nicht gerade der kürzeste oder logischste Weg“, kommentierte er trocken.

    Als der Frachter schließlich in Nouméa anlegte, schlug die Zollbehörde zu. An Bord entdeckten sie nicht nur die riesige Menge an Schmuggelzigaretten, sondern auch zwei ultraschnelle Boote mit 300-PS-Motoren – perfekt geeignet, um die heiße Ware schnell und unauffällig an Land zu bringen.

    Millionenfracht wird vernichtet

    Die beschlagnahmten Zigaretten waren offenbar für den australischen Schwarzmarkt bestimmt, wo sie für hohe Gewinne verkauft worden wären. Doch aus dem erhofften Geschäft wird nichts: Die gesamte Ware soll nun zerstört werden.

    Und die Verantwortlichen? Der Kapitän des Schiffes kam nicht ungeschoren davon. Ein Gericht verurteilte ihn zu zehn Monaten Haft auf Bewährung und einer saftigen Geldstrafe von 350.000 Euro.

    Ein Tropfen auf den heißen Stein?

    Der Fall zeigt, wie groß das Problem des internationalen Zigarettenschmuggels ist. Experten gehen davon aus, dass jährlich Milliarden von geschmuggelten Zigaretten über undurchsichtige Routen verteilt werden – oft mit Beteiligung gut organisierter Banden.

    Doch diese Razzia sendet ein klares Signal: Der Zoll ist wachsam, und große Fänge wie dieser sind ein deutliches Warnzeichen für Schmuggler. Bleibt nur die Frage: Wie viele dieser Frachter kommen unbemerkt durch?

    Catherine H.

  • Ein Tag für die Gesundheit: Weltnichtrauchertag im Fokus

    Ein Tag für die Gesundheit: Weltnichtrauchertag im Fokus

    Jedes Jahr am 31. Mai erinnert der Weltnichtrauchertag an die Gefahren des Rauchens und die Vorteile eines rauchfreien Lebens. Dieser Tag, der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ins Leben gerufen wurde, hat sich zu einem wichtigen Ereignis entwickelt – weltweit wird an diesem Tag auf die Risiken des Tabakkonsums aufmerksam gemacht. Doch warum ist dieser Tag so bedeutsam und was können wir daraus lernen?

    Die unsichtbare Bedrohung: Rauchen und seine Folgen

    Rauchen ist nicht nur ein gesundheitliches Risiko für den Raucher selbst, sondern auch für die Menschen in seiner Umgebung. Passivrauchen, auch als „Secondhand Smoke“ bekannt, gefährdet insbesondere Kinder und Nichtraucher, die unfreiwillig Rauch einatmen müssen. Statistiken zeigen, dass weltweit jährlich etwa 1,2 Millionen Menschen an den Folgen des Passivrauchens sterben – eine erschreckende Zahl, die oft übersehen wird.

    Tabakkonsum ist eine der Hauptursachen für viele schwere Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lungenkrebs und chronische Atemwegserkrankungen. Die WHO schätzt, dass jährlich etwa 8 Millionen Menschen weltweit an den Folgen des Rauchens sterben. Diese Zahlen verdeutlichen die Dringlichkeit, Aufklärung zu betreiben und Maßnahmen zur Reduzierung des Tabakkonsums zu ergreifen.

    Warum fällt das Aufhören so schwer?

    Rauchen aufzugeben ist keine leichte Aufgabe. Nikotin, der Hauptwirkstoff in Tabak, macht stark abhängig. Diese Abhängigkeit hat sowohl körperliche als auch psychische Komponenten. Viele Raucher berichten von Entzugserscheinungen wie Reizbarkeit, Schlaflosigkeit und starkem Verlangen nach einer Zigarette, wenn sie versuchen aufzuhören. Doch der Weg zur Rauchfreiheit ist nicht unmöglich – er erfordert Unterstützung, Information und oftmals auch medizinische Hilfe.

    Erfolge und Fortschritte

    In den letzten Jahrzehnten wurden bedeutende Fortschritte im Kampf gegen das Rauchen erzielt. In vielen Ländern wurden strenge Rauchverbote in öffentlichen Räumen eingeführt, Tabakwerbung eingeschränkt und Warnhinweise auf Zigarettenpackungen angebracht. Diese Maßnahmen zeigen Wirkung: Die Raucherquote ist in vielen Teilen der Welt gesunken. Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass immer mehr junge Menschen sich gegen das Rauchen entscheiden.

    Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Einführung von Rauchentwöhnungsprogrammen und die Unterstützung durch medizinisches Fachpersonal. Diese Programme bieten Beratung, Medikamente und Verhaltensstrategien, um den Weg zur Rauchfreiheit zu erleichtern. Es gibt unzählige Erfolgsgeschichten von Menschen, die es geschafft haben, diese schädliche Gewohnheit aufzugeben und ein gesundes, rauchfreies Leben zu führen.

    Der Blick in die Zukunft

    Trotz aller Fortschritte gibt es noch viel zu tun. Die Tabakindustrie entwickelt immer neue Produkte, um ihre Kunden zu halten und neue zu gewinnen. E-Zigaretten und andere nikotinhaltige Produkte sind auf dem Vormarsch und werden oft als weniger schädliche Alternativen zum herkömmlichen Rauchen dargestellt. Doch auch hier ist Vorsicht geboten – die langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen dieser Produkte sind noch nicht vollständig erforscht.

    Was können wir also tun, um die Zahl der Raucher weiter zu reduzieren und die Gesundheit der Menschen weltweit zu verbessern? Bildung und Aufklärung sind Schlüsselfaktoren. Indem wir bereits in Schulen und Gemeinden umfassend über die Gefahren des Rauchens informieren, können wir junge Menschen davon abhalten, überhaupt erst mit dem Rauchen anzufangen.

    Jeder Tag zählt

    Der Weltnichtrauchertag erinnert uns daran, dass jeder Tag ein guter Tag ist, um mit dem Rauchen aufzuhören. Es ist nie zu spät, die Entscheidung für ein gesünderes Leben zu treffen. Für Raucher, die den Ausstieg wagen wollen, gibt es zahlreiche Ressourcen und Unterstützungsangebote. Familienangehörige und Freunde spielen ebenfalls eine wichtige Rolle – Ermutigung und Verständnis können den Unterschied ausmachen.

    Jede nicht gerauchte Zigarette ist ein Schritt in die richtige Richtung. Jeder Atemzug, der ohne die schädlichen Auswirkungen von Tabak genommen wird, stärkt die Gesundheit und verlängert das Leben. Was, wenn der heutige Tag der Beginn eines rauchfreien Lebens wäre?

    Ein persönlicher Appell

    Abschließend möchte ich einen persönlichen Appell an alle richten, die noch rauchen: Überdenken Sie Ihre Entscheidung, zur Zigarette zu greifen. Nutzen Sie den Weltnichtrauchertag als Gelegenheit, den ersten Schritt zu machen – für sich selbst und für die Menschen, die Ihnen wichtig sind. Das Leben bietet so viel mehr, wenn es frei von Rauch ist.

    Nutzen wir diesen Tag, um das Bewusstsein zu schärfen, Veränderungen anzustoßen und gemeinsam für eine gesündere Zukunft zu kämpfen. Der Weltnichtrauchertag ist nicht nur ein Datum im Kalender – er ist ein Symbol für Hoffnung und einen Neuanfang. Lassen Sie uns diese Chance ergreifen und einen Unterschied machen.

    Es grüßt die Redaktion von Nachrichten.fr!

  • Neue Regelung für die Einfuhr von Tabakwaren nach Frankreich

    Neue Regelung für die Einfuhr von Tabakwaren nach Frankreich

    In einem entscheidenden Schritt zur Harmonisierung der französischen Gesetzgebung mit den europäischen Richtlinien hat die französische Regierung die Begrenzung der Tabakwareneinfuhr aufgehoben. Bislang durften Reisende aus einem anderen EU-Land lediglich eine Stange Zigaretten, also 200 Stück, nach Frankreich mitbringen. Ein am Freitag, den 29. März, veröffentlichtes Dekret im französischen Amtsblatt hebt diese Beschränkung nun auf.

    Diese Neuerung ermöglicht es den Rauchern in Frankreich, mehr als nur eine Stange Zigaretten aus anderen EU-Staaten einzuführen. Die Anpassung an die europäischen Vorgaben, die bis zu vier Stangen pro Person zulassen, folgt einer Entscheidung des Staatsrates, der eine Petition eines Studenten berücksichtigte. Dieser hatte die Diskrepanz zwischen den nationalen Bestimmungen und den europäischen Richtlinien beanstandet.

    Keine feste Obergrenze

    Während die Europäische Union den Reisenden erlaubt, für den persönlichen Gebrauch bis zu 800 Zigaretten, ein Kilogramm Tabak, 400 Zigarillos und 200 Zigarren mitzubringen, hat die französische Regierung bewusst keine spezifische Obergrenze festgelegt. Thomas Cazenave, Staatssekretär für öffentliche Konten, erläuterte, dass sich die französische Zollpolitik nicht länger auf feste Mengenangaben stützt. Stattdessen haben Zollbeamte nun die Befugnis, auf Grundlage verschiedener Indizien gegen Personen vorzugehen, bei denen der Verdacht auf illegalen Handel besteht.

    Effektivere Kontrollen

    Das neue Dekret stärkt die Möglichkeiten der Zollbeamten, zu beurteilen, ob die mitgeführten Tabakwaren tatsächlich zum Eigenbedarf dienen. Laut Ministeriumsangaben werden die Kontrollen effektiver gestaltet, indem der Fokus von der reinen Menge auf den Zweck der Einfuhr verlagert wird. Diese Änderung begrüßt das Ministerium als einen Übergang von einer quantitativen zu einer zweckgebundenen Logik.

    Die Anpassung der französischen an die europäische Gesetzgebung markiert einen wichtigen Schritt in Richtung einheitlicher Regulierungen innerhalb der EU. Sie bietet Reisenden mehr Flexibilität beim Mitbringen von Tabakwaren, stellt aber auch sicher, dass der Schutz vor illegalem Tabakhandel weiterhin gewährleistet ist. Die effektiveren Kontrollmechanismen und die Möglichkeit für die Zollbehörden, auf Basis von Indizien zu handeln, sollen dabei helfen, den illegalen Tabakmarkt einzudämmen und die öffentliche Gesundheit zu schützen.

  • Toulouse: In einer illegalen Werkstatt wurden 1.500 Zigaretten pro Minute hergestellt

    Toulouse: In einer illegalen Werkstatt wurden 1.500 Zigaretten pro Minute hergestellt

    Die Polizei in Toulouse hat eine illegale Werkstatt ausgehoben, die von Personen aus osteuropäischen Ländern betrieben wurde und und in der Zigaretten mit geschmuggelten Tabak aus Polen hergestellt wurden. Es wurden Maschinen und 570 kg Tabak beschlagnahmt. Fünf Verdächtige werden sich vor dem Strafgericht von Toulouse verantworten müssen.

    Ein war ein unauffälliges Hinterzimmer im hinteren Teil eines Restaurants in Launaguet, nördlich von Toulouse. Nichts Besonderes – außer einigen Personen, die den Ort jede Nacht bewachten. „Ein privater Sicherheitsdienst“, schmunzelt ein Polizist, der an die Paranoia von Drogenhändlern gewöhnt ist.

    Hier ging es jedoch nicht um Drogen, sondern um Zigaretten, die vor Ort mit Hilfe von Maschinen hergestellt werden, die 1.500 Zigaretten pro Minute „ausspucken“ können! Und auch wenn die gefälschten Schachteln die bekannten rot-weißen Farben zeigen, ist hier keine internationale Manufaktur am Werk. „Eher die Mafia aus den östlichen Ländern“, so ein Kenner.

    Eine Tonne Tabak aus Polen importiert
    Die Polizei in Toulouse ermittelte seit September zu dieser illegalen Werkstatt. Zunächst gab es einen Hinweis gegenüber Mitgliedern der Brigade Anti-Criminalité de la Rive gauche.

    Die Polizisten setzten die Überwachung der heimlichen Zigarettenfabrik in enger Zusammenarbeit mit den Ermittlern der Abteilung für Betäubungsmittel des Sicherheitsdienstes des Departements fort. Bei ihren Ermittlungen fanden sie heraus, dass der Tabak regelmäßig aus Polen kam. Mindestens eine Tonne seit Mitte September. Die Transporte waren streng überwacht und „gesichert wie bei Drogen-Transporten“, so ein Polizist.

    Letzte Woche haben die Gendarmen in Montech auf Hinweis der Toulouser Polizei eine erste Werkstatt ausgehoben und Maschinen zur Herstellung von Zigaretten beschlagnahmt. Der Besitzer der Räumlichkeiten wurde festgenommen. Am Montag verhafteten die Polizisten in Launaguet und im Großraum Toulouse fünf Personen im Alter zwischen 38 und 46 Jahren. Darunter befanden sich vier Männer, die aus der Ukraine, Aserbaidschan und Kasachstan stammten.

    Drei Maschinen, deren Wert auf über 80.000 € geschätzt wird, wurden beschlagnahmt. Mit einer konnte der Tabak gemischt werden, eine andere stellte die Zigaretten her und eine dritte packte sie in Schachteln ab. Die Ermittler beschlagnahmten 570 kg Tabak. Und mehrere Kartons, die mit jeweils 50 Stangen gefüllt waren und zur Auslieferung bereitstanden.

    Die Schachtel mit 50 Stangen soll für 1.000 € angeboten worden sein, d. h. 2 € pro Packung! „Brutal“, warnen Raucher, die es gewagt haben, diese Zigaretten zu testen. Analysen sind im Gange, um die Produkte zu bestimmen, aus denen die illegalen Zigaretten bestehen.

    Der Zoll in Toulouse schätzt den illegalen Markt für den Verkauf von Tabakwaren, die vor allem aus Andorra stammen, auf 40 %. Im November ist unser Umsatz an legalen Zigaretten um weitere 12% gesunken. Wegen der illegalen Werkstatt? Viele Gewerbetreibende vermuten das.

  • Tabakpreise in Frankreich: Zigarettenpackungen werden im Jahr 2024 um 50 Cent bis 1 Euro teurer

    Tabakpreise in Frankreich: Zigarettenpackungen werden im Jahr 2024 um 50 Cent bis 1 Euro teurer

    Am 1. Januar 2024 wird in Frankreich der Preis für einige Zigarettenpackungen um 50 Cent oder sogar 1 Euro steigen.

    Ab 2024 werden Raucher in Frankreich mehr für ihre Zigaretten bezahlen müssen, wie aus den von den Herstellern übermittelten Daten hervorgeht, die von der Zeitung Les Echos veröffentlicht wurden.

    Solch eine Preiserhöhung wurde von der Branche erwartet, da die Erhöhung der Tabaksteuer in Frankreich an die Inflation gekoppelt ist. „Denn die Steuern, die mehr als 80 % des Preises pro Packung ausmachen, steigen nun entsprechend der Inflation des Vorjahres“, erklärt Les Echos. Die Hersteller haben sich dafür entschieden, die Steuererhöhungen an die Kunden weiterzugeben.

    So wird der Preis für die Marken Lucky Strike Red, Camel Filters, News Rouge oder Winston Classic von 11 auf 11,50 Euro steigen. Die Packung Philip Morris Blue wird um 1 Euro auf 12 Euro angehoben. Die Marlboro Red-Packung wird ab Januar 12,50 Euro kosten.

    Auch der Tabak zum selber drehen bleibt nicht verschont. Der Tabakbeutel Camel zum Beispiel wird um 1,20 Euro auf 17,10 Euro verteuert.

    Ende November stellte der französische Gesundheitsminister den Regierungsplan gegen das Rauchen für die Jahre 2023-2027 vor. Geplant ist eine Ausweitung der „tabakfreien Räume“ und Verbot von „Puffs“, den unter Jugendlichen beliebten elektronischen Einwegzigaretten.

  • Tabakpreise: In Frankreich wird eine Packung Zigaretten im Januar 2024 um 50 Cent teurer

    Tabakpreise: In Frankreich wird eine Packung Zigaretten im Januar 2024 um 50 Cent teurer

    Die Tabakpreise in Frankreich werden 2024 weiter steigen, trotz der Befürchtungen der Tabakhändler, dass dadurch der Schmuggel weiter zunehmen wird. Eine Erhöhung von 40 bis 50 Cent pro Zigarettenschachtel. Dies erwartet die Raucher in Frankreich Anfang Januar nächsten Jahres, berichtet die Zeitung Les Echos. Die Regierung, die am Dienstag, den 28. November, ihre neue Strategie zur Bekämpfung des Tabakkonsums vorstellen will, hatte den Tabakhändlern versprochen, dass es bis 2024 keine Steuererhöhung geben würde. Es ist „um ein Abfallen der Zigarettenpreise gegenüber anderen Produkten zu vermeiden“, dass das Parlament die Tabaksteuer nunmehr entsprechend der Inflation des Vorjahres anhebt. Der Preis für eine Packung Dunhill oder Marlboro Red wird sich ab dem 1. Januar nächsten Jahres der 12-Euro-Marke nähern. Die Rechnung könnte für die Raucher sogar noch höher ausfallen, wenn die Hersteller beschließen, die Abgaben zur Finanzierung der Reduzierung der im öffentlichen Raum weggeworfenen…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Frankreich: Erlaubte Menge bei der Einfuhr von Zigaretten aus einem EU-Land wird sich vervierfachen

    Frankreich: Erlaubte Menge bei der Einfuhr von Zigaretten aus einem EU-Land wird sich vervierfachen

    Franzosen werden bald mehr Zigaretten aus anderen EU-Ländern mitbringen dürfen. Eine Entscheidung des Staatsrats bringt Angleichung an europäisches Recht. Es ist eine Entscheidung des französischen Staatsrats, die bei vielen für Kopfschütteln sorgen dürfte. Die Institution fordert Premierministerin Elisabeth Borne auf, ein Dekret zu erlassen, um endlich europäisches Recht in Bezug auf die Einfuhr von Zigaretten einzuhalten, berichtet der Sender France Info. Derzeit darf eine in Frankreich lebende Privatperson nicht mehr als 200 Zigaretten, das sind 2 Stangen, aus einem anderen EU-Land mitbringen, obwohl die europäische Regelung bis zu 800 Zigaretten vorsieht. Es war Sami Gam, ein 22-jähriger Student aus der Region Ile-de-France, der den Fall ohne Anwalt vor Gericht brachte. „Es ist nie einfach, einen Rechtsstreit gegen den Staat zu gewinnen“, sagt er gegenüber France Info. „Für mich war es normal, diesen Bruch des EU-Rechts zu bekämpfen. Tatsache ist, dass das französische Recht in die…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • 1. Mai: Mindestlohn, Tabakpreise, Energie – was sich ab heute in Frankreich ändert

    1. Mai: Mindestlohn, Tabakpreise, Energie – was sich ab heute in Frankreich ändert

    Ab dem 1. Mai wird der Mindestlohn in Frankreich um 2,2% steigen. Raucher zahlen zwischen 10 und 40 Cent mehr für ihre Zigaretten und Tabak.

    Zum 1. Mai gibt es wieder wichtige Änderungen in Frankreich. Beginnend mit dem Mindestlohn. Der SMIC steigt um +2,2% auf etwas mehr als 1.383 Euro netto. Das sind im Durchschnitt 30 Euro mehr pro Monat. Auch die Sozialleistungen steigen. Die Sozialhilfe steigt um +1,6%. Der Betrag steigt damit auf 607 Euro für eine alleinstehende Person und auf über 911 Euro für ein Paar.

    Eine Schachtel Zigaretten kostet etwa 11 Euro.
    Raucher müssen ab heute deutlich mehr ausgeben. Der Preis für Zigaretten steigt um 0,10 bis 0,40 Cent. So wird die Schwelle von 11 Euro für viele Marken erreicht werden. Spätestens 2024 werden alle Zigarettenmarken bei diesem Preis oder darüber liegen.

    Französische Haushalte, die mit Holz heizen, erhalten einen Monat mehr Zeit, um ihren Holzenergie-Hilfsscheck zu beantragen, der je nach Einkommen zwischen 50 und 200 Euro beträgt. Mehr als zweieinhalb Millionen Haushalte können ihn in Anspruch nehmen.