Schlagwort: Zeitumstellung

  • Sommerzeit naht: In der Nacht zum Sonntag springt die Uhr vor

    Sommerzeit naht: In der Nacht zum Sonntag springt die Uhr vor

    Es ist wieder so weit – das alljährliche Verstellen der Uhren steht an. In der Nacht von Samstag, dem 29. März, auf Sonntag, den 30. März 2025, tritt in Frankreich die Sommerzeit in Kraft. Um 2 Uhr morgens wird die Uhr um eine Stunde vorgestellt – es ist dann plötzlich 3 Uhr. Eine Stunde Schlaf weniger also – aber auch eine Stunde mehr Helligkeit am Abend.

    Was für viele nur ein kleiner Eingriff im Tagesablauf ist, geht auf eine lange Geschichte zurück.

    Warum eigentlich die Sommerzeit?

    Ursprünglich wurde der Wechsel zur Sommerzeit mit einem ganz pragmatischen Ziel eingeführt: Energie sparen. Nach den Ölkrisen der 1970er Jahre beschloss Frankreich 1976, die Sommerzeit erneut einzuführen – in der Hoffnung, durch die verlängerte Helligkeit am Abend Strom zu sparen, insbesondere bei der Beleuchtung. Ein Rückgriff auf ein Konzept, das es schon in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gegeben hatte.

    Aber bringt das heute noch etwas?

    Laut der französischen Agentur für ökologische Übergänge (Ademe) sind die Einsparungen zwar „real, aber bescheiden“. Im Klartext: Ein bisschen bringt’s, aber der große Wurf ist es nicht mehr. Moderne Beleuchtungstechnik und veränderte Lebensgewohnheiten haben den ursprünglichen Effekt stark abgeschwächt.

    Eine Stunde mehr Licht – aber nicht für alle

    Der Wechsel zur Sommerzeit betrifft ausschließlich das französische Mutterland – mit einer kleinen Ausnahme: Das Überseegebiet Saint-Pierre-et-Miquelon, nahe Kanada, ist schon in der Nacht vom 8. auf den 9. März umgestiegen. Die übrigen Überseegebiete – von Guadeloupe bis Neukaledonien – bleiben bei ihrer jeweiligen Lokalzeit. Für viele dort ist die Sommerzeit schlicht irrelevant.

    Der Rhythmus kommt durcheinander

    So simpel der technische Vorgang auch ist – biologisch gesehen ist der Wechsel zur Sommerzeit für viele Menschen eine Herausforderung. Die innere Uhr, auch zirkadianer Rhythmus genannt, kommt aus dem Takt. Schlafprobleme, Konzentrationsstörungen und gereizte Stimmung sind für einige Tage keine Seltenheit. Besonders betroffen: Kinder, ältere Menschen und Nachtschichtarbeiter.

    Kein Wunder also, dass der Zeitwechsel zunehmend infrage gestellt wird.

    Wird die Sommerzeit bald abgeschafft?

    2018 hatte die Europäische Kommission eine große Online-Befragung durchgeführt. Das Ergebnis war eindeutig: 84 Prozent der Teilnehmenden sprachen sich für die Abschaffung des Wechsels zwischen Sommer- und Winterzeit aus. In der Folge kündigte die Kommission an, das Thema gesetzlich regeln zu wollen – doch dann kam die Corona-Krise, und das Vorhaben landete auf Eis.

    Nun aber kündigte Brüssel an, das Projekt 2025 wieder aufzugreifen. Eine neue Richtlinie soll den Ländern ermöglichen, sich entweder dauerhaft für die Sommer- oder die Normalzeit zu entscheiden. Was am Ende dabei herauskommt? Noch völlig offen.

    Was bedeutet das im Alltag?

    In der Praxis heißt es: Samstagabend nicht vergessen, die Uhr zu stellen – auch wenn das dank Smartphone, Computer & Co. längst automatisch geschieht. Nur wer noch einen klassischen Wecker auf dem Nachttisch hat, muss selbst Hand anlegen. Und wer am Sonntag einen frühen Termin hat, sollte besser doppelt prüfen, ob der Wecker richtig tickt.

    Für viele ist der Wechsel zur Sommerzeit vor allem eins: nervig. Die Debatte darüber ist längst ein Klassiker – wie die Fragen nach der besten Schlafposition oder dem „richtigen“ Kaffee am Morgen.

    Aber vielleicht ist gerade das auch ein Zeichen dafür, wie sehr Zeit unser Leben prägt. Eine Stunde hier, eine Stunde da – und schon fühlt sich alles ein bisschen anders an.

    Am Sonntag ist es dann so weit: Die Sonne geht später unter – aber auch der Wecker klingelt gefühlt früher.

    Von C. Hatty

  • Zwischen Sparlampe und Schlafmangel: Zeitumstellung und Europas Suche nach der verlorenen Stunde

    Zwischen Sparlampe und Schlafmangel: Zeitumstellung und Europas Suche nach der verlorenen Stunde

    In der Nacht von Samstag auf Sonntag wird Frankreich um eine Stunde vorgehen. Das bedeutet eine Stunde weniger Schlaf, aber mehr Licht am Ende des Tages.

    Die Zeitumstellung – ein Relikt aus der Vergangenheit oder ein cleverer Schachzug, um Energie zu sparen? Während die Uhren sich in Frankreich und anderswo in Europa in der Nacht von Samstag auf Sonntag um eine Stunde vorwärts bewegen, bleibt die Debatte um die Sinnhaftigkeit dieser Maßnahme lebendig und kontrovers.

    Es war einmal in den 1970er Jahren, als die Welt von Energiekrisen erschüttert wurde. Europa suchte nach Wegen, den Verbrauch zu senken und die Abhängigkeit von ausländischem Öl zu verringern. Hier kam die Zeitumstellung ins Spiel – eine Maßnahme, die versprach, die Nutzung des Tageslichts zu optimieren und somit Energie zu sparen. Aber ist das heute noch der Fall?

    Weniger Schlaf, mehr Licht – so lautet das Versprechen. Doch stellt sich die Frage: Wiegt der Verlust einer Stunde Schlaf wirklich die Vorteile längerer Abende auf? Die Meinungen sind geteilt. Einige genießen die längeren Abende, während andere sich über die Unterbrechung ihres Schlafrhythmus beklagen.

    Die Europäische Kommission hat diese Frage nicht auf die leichte Schulter genommen. 2018 lud sie zu einer umfassenden öffentlichen Konsultation ein, an der sich Millionen beteiligten. Das Ergebnis? Ein deutlicher Ruf nach einer dauerhaften Lösung – weg von der halbjährlichen Uhrenumstellung. Dennoch, trotz eines klaren Votums für die Beibehaltung der Sommer- oder Winterzeit, bleibt die Umsetzung in den Sternen.

    Der Weg zur Abschaffung der Zeitumstellung erscheint gepflastert mit Hindernissen. Zuerst kam die Covid-19-Pandemie und stellte die Welt auf den Kopf. Dann – fast gleichzeitig – auch noch der Brexit, der politische und wirtschaftliche Turbulenzen mit sich brachte. Schließlich haben der Krieg in der Ukraine und die anschwellende Inflation die Prioritäten der Europäischen Union neu geordnet. Die Zeitumstellung, so scheint es, muss warten.

    Aber warten auf was genau? Auf ein Europa, das seine Krisen überwunden hat und bereit ist, sich erneut diesem Thema zu widmen? Oder vielleicht auf einen neuen Anstoß durch die bevorstehenden Europawahlen?

    Man könnte meinen, die Zeitumstellung sei eine Art Sisyphusarbeit – ein ewiges Vor und Zurück ohne klaren Gewinner. Doch vielleicht liegt gerade in dieser Wiederholung eine Chance zur Reflexion über unsere Gewohnheiten, unseren Energieverbrauch und die Art und Weise, wie wir unsere Zeit verwalten.

    Stellen Sie sich vor – ein Europa, das gemeinsam eine Entscheidung trifft. Ein Europa, das sich nicht nur an Uhren und Kalendern orientiert, sondern auch an den Bedürfnissen seiner Bürgerinnen und Bürger. Wäre das nicht ein Zeichen wahrer Einheit und Fortschritt?

    Die Debatte um die Zeitumstellung mag für einige ein müßiges Unterfangen sein. Doch sie ist auch eine Gelegenheit, über größere Fragen nachzudenken. Über Energieverbrauch, ökologische Nachhaltigkeit und, nicht zuletzt, über unsere gemeinsame europäische Identität.

    So, während wir uns darauf vorbereiten, unsere Uhren umzustellen, lassen Sie uns auch darüber nachdenken, wie wir die Zukunft gestalten wollen. Ein kleiner Schritt für unsere Uhren, ein großer Schritt für Europa? Nur die Zeit wird es zeigen.

    Und heute Nacht nicht vergessen: Die Uhren müssen um 2 Uhr auf 3 Uhr vorgestellt werden!

    Es grüßt die Redaktion von Nachrichten.fr!

  • Wird die EU die Zeitumstellung endlich abschaffen?

    Wird die EU die Zeitumstellung endlich abschaffen?

    Sechs Monate vor den Europawahlen, die im Juni 2024 stattfinden werden, taucht wieder die Frage nach der Abschaffung der Zeitumstellung wieder auf. Es ist seit Jahren eine Frage, die die Menschen umtreibt und wird es wohl auch noch lange bleiben. Bisher stellen alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union zweimal im Jahr die Zeit um. Das ist auch in Frankreich der Fall, das seit den 1970er Jahren zwischen Sommer- und Winterzeit wechselt, um Energie zu sparen. Diese Umstellung ist jedoch zunehmend umstritten. Im Jahr 2018 führte die Europäische Kommission eine große Öffentlichkeitsbefragung durch; mehr als 4,5 Millionen Menschen antworteten und eine große Mehrheit sprach sich für ein Ende der Zeitumstellung aus. Ein Jahr später nahm das Europäische Parlament einen Richtlinienentwurf an, der sich für die Abschaffung der Zeitumstellung aussprach. Die Europaabgeordneten räumten den 27 Ländern etwas mehr als ein Jahr Zeit ein, um zu entscheiden, ob sie eher die Winter- oder die Sommerzeit be…

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  • An diesem Wochenende stellen wir auf Winterzeit um – und es wird nicht das letzte Mal sein…

    An diesem Wochenende stellen wir auf Winterzeit um – und es wird nicht das letzte Mal sein…

    In der Nacht von Samstag auf Sonntag müssen Sie Ihre Uhr um eine Stunde zurückstellen. Obwohl der Abbruch dieser Zeitumstellungen in Europa ursprünglich für 2021 geplant war, hat sich die Umsetzung dieser Maßnahme verzögert. In der Nacht von Samstag auf Sonntag stellen wir auf Winterzeit um, dann müssen Sie Ihre Uhr um eine Stunde zurückzustellen.Diese saisonale Zeitumstellung hätte nach einer Abstimmung der Abgeordneten im vergangenen Jahr die letzte sein sollen. Aber schlußendlich ist die Frage noch lange nicht geklärt.Die Sommerzeit ist nach wie vor die beliebteste Zeit in Frankreich, in der Verteidiger viele Vorteile sehen. Dies sollte das letzte Mal gewesen sein, dass Sie die Zeit ändern müssen, das letzte Mal, dass Sie sich fragen müssen, ob Sie Ihre Uhr, Ihren Wecker und die zehn Uhren im Haus vorwärts oder rückwärts stellen sollen. An diesem Wochenende stellen die Franzosen auf Winterzeit um, um 3 Uhr morgens wird es tatsächlich 2 Uhr morgens sein. Im vergangenen Jahr befürwort…

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  • Umstellung auf Sommerzeit: weniger Schlaf, aber mehr Sonne!

    Umstellung auf Sommerzeit: weniger Schlaf, aber mehr Sonne!

    Die Umstellung auf die Sommerzeit findet dieses Jahr in der Nacht von Samstag, dem 25. März, auf Sonntag, 26. März, statt. Bei den bals erwarteten sommerlichen Temperaturen freuen sich besonders die Gastronomen darauf. In den Straßen von Menton oder Nizza (Alpes Maritimes) liegt bereits ein Hauch von Sommer in der Luft. Auf den Strandpromenaden schlürfen die Anwohner ihren Kaffee und warten auf die Umstellung auf die Sommerzeit. In der Nacht von Samstag, 25. auf Sonntag, 26. März werden die Zeiger wie jedes Jahr seit 1976 um eine Stunde vorgestellt. Das bedeutet eine Stunde weniger Schlaf, aber auch eine Stunde mehr Sonnenschein. Das bringt allerdings manche Menschen jedes Jahr wieder ziemlich durcheinander. Deshalb beginnen viele schon Tage  vor der Umstellung damit, ihren Lebensrhythmus an die Sommerzeit anzupassen. Noch immer keine Einigung zwischen den EU-Mitgliedsländern. Die einzigen, die sich uneingeschränkt freuen, sind die Restaurantbesitzer. Längere Tage bedeuten mehr Gäste. Die Zeitumstellung hätte eigentlich nach 2021 auslaufen sollen. Die Entscheidung wurde von der Europäischen Union allerdings vertagt, da sich die Mitgliedsländer bisher nicht einigen konnten, ob dauerhaft Winterzeit oder Sommerzeit eingeführt werden soll.
  • Verkehrssicherheit und Zeitumstellung: Vorsicht vor Unfällen!

    Verkehrssicherheit und Zeitumstellung: Vorsicht vor Unfällen!

    Mit der Umstellung auf die Winterzeit häufen sich die Unfälle im Straßenverkehr. Die Sécurité routière startet eine große Kampagne in Frankreich, um Autofahrer und Radfahrer zu sensibilisieren.

    Mit der Umstellung auf die Winterzeit am Sonntag, dem 30. Oktober, muss man doppelt so wachsam sein, besonders wenn man mit dem Fahrrad unterwegs ist! Es wird früher dunkel und dadurch sind Radfahrer ab dem späten Nachmittag ab 17:00 Uhr stärker gefährdet. Wie immer gibt es auch hier Möglichkeiten der Vorbeugung. „Ich habe eine gelbe und fluoreszierende Weste, damit man gesehen wird, und eine gute Beleuchtung am Fahrrad, vorne und hinten“, sagt ein Verkehrsteilnehmer gegenüber dem Sender France 3. Andere, wie ein Team von France Télévisions am Donnerstagabend, den 27. Oktober, in Paris feststellte, sind allerdings in der einsetzenden Dunkelheit kaum zu sehen.

    Ähnliche Gefahren für Fußgänger und Rollerfahrer
    Für Fußgänger und Rollerfahrer sieht es ähnlich aus. Jedes Jahr steigen die Unfälle in den tagen und Wochen nach der Zeitumstellung zwischen Ende Oktober und November um durchschnittlich 42% an. Nachts sieht ein Autofahrer einen schwarz gekleideten Radfahrer erst aus 25 Metern Entfernung. Mit einer reflektierenden Weste erhöht sich der Sicherheitsabstand auf 125 Meter.

  • Rückkehr zur Winterzeit am Sonntag: Wie lange soll es die umstrittene Zeitumstellung noch geben?

    Rückkehr zur Winterzeit am Sonntag: Wie lange soll es die umstrittene Zeitumstellung noch geben?

    Obwohl der Sommer in die Verlängerung geht, muss Frankreich am Sonntag, dem 30. Oktober, wieder auf die umstrittene Winterzeit umstellen.

    Um 3 Uhr in der Nacht von Samstag auf Sonntag wird es 2 Uhr morgens sein. Man sollte rechtzeitig daran denken, die Uhren und Wecker um 60 Minuten zurückzustellen, damit man eine Stunde länger schlafen kann. Glücklich darüber sind lediglich die Frühaufsteher: Sie profitieren von etwas mehr Licht in den frühen Morgenstunden, aber dafür wird es am Ende des Tages früher dunkel.

    Die Zeitumstellung wurde erstmals 1916 eingeführt und 1944 wieder abgeschafft. Danach wurde sie im September 1975 durch ein Regierungsdekret wieder eingeführt. Es war eigentlich als vorübergehende Maßnahme gedacht und sollte den Energieverbrauch inmitten der Ölkrise einschränken.

    Da die Frage der Energieressourcen aufgrund des Krieges in der Ukraine wieder heiß diskutiert wird und wir alle zum Energiesparen aufgerufen werden, könnte die Umstellung auf die Winterzeit als nützlich erscheinen. Aber ist sie das wirklich?

    In der Praxis hat die Zeitumstellung nur einen minimalen Effekt auf den Energieverbrauch. Nach Angaben der Agence de la transition écologique (Ademe) hat die Umstellung von Winter- auf Sommerzeit im Jahr 2009 zu Einsparungen bei der Beleuchtung in Höhe von 440 GWh geführt, was nur etwa 0,07% des gesamten Stromverbrauchs entspricht. Da die Beleuchtung zum Teil mit kohlenstoffhaltigen Energieträgern erzeugt wird, entsprachen diese Einsparungen einem CO2-Ausstoß von 50.000 Tonnen.

    Seitdem hat sich dieser Effekt aufgrund der höheren Leistungsfähigkeit von Beleuchtungssystemen – Energiesparlampen und LEDs sind inzwischen an der tagesordnung – jedoch deutlich verringert. Im Jahr 2018 betrug die Energieeinsparung nur noch 351 GWh. Bis 2030 werden die Energieeinsparungen bei der Beleuchtung von der Ademe auf gerade mal 258 GWh geschätzt.

    Da der Großteil des Energieverbrauchs in Privathaushalten auf die Heizung und nicht auf die Beleuchtung entfällt, ist der Nachweis von Energieeinsparungen noch weitaus weniger deutlich.

    Schlimmer noch: Eine aktuelle britische Studie behauptet, dass die Abschaffung der Zeitumstellung im Oktober 400 Pfund Sterling (460 Euro) pro Haushalt und Jahr einsparen würde, da es abends länger hell bliebe, was die Stromnachfrage in Spitzenzeiten verringern würde.

    Auf europäischer Ebene, wo die Regelung zur Zeitumstellung in den 1980er Jahren schrittweise verallgemeinert und 2002 harmonisiert wurde, hatte die Europäische Kommission 2018 vorgeschlagen, die Zeitumstellung im Jahr 2019 abzuschaffen. Das Europäische Parlament stimmte jedoch im März 2019 für eine Verschiebung auf 2021.

    Seitdem ist die Frage der Zeitumstellung nach Brexit und der weltweiten Covid-Pandemie immer noch in der Schwebe. Eine der Schwierigkeiten besteht darin, die Länder dazu zu bewegen, ihre gesetzliche Zeit (Sommer- oder Winterzeit) zu harmonisieren, um zu verhindern, dass es in Europa zu einem Flickenteppich von Zeitzonen kommt.

    In Frankreich hatte eine Anfang 2019 von der Nationalversammlung organisierte Online-Umfrage mehr als zwei Millionen Antworten erhalten, die sich überwiegend (83,74%) für ein Ende der Zeitumstellung aussprachen. Mehr als 60% der Teilnehmer berichteten, „negative oder sehr negative Erfahrungen“ mit der Umstellung gemacht zu haben. Bei der Frage, welche Uhrzeit das ganze Jahr über beibehalten werden sollte, bevorzugten 59% die Sommerzeit (GMT+2).

    Eine Besonderheit in Frankreich: Die Zeitumstellung betrifft nicht die überseeischen Gebiete, in denen die Zeit nie umgestellt wird (mit Ausnahme von Saint-Pierre und Miquelon, das sich nach dem benachbarten Kanada richtet). Die meisten Überseegebiete liegen in Breitengraden, in denen die Unterschiede in der Sonneneinstrahlung im Laufe des Jahres gering sind, ganz im Gegensatz zu Europa.

    Weltweit haben bereits mehrere Länder wie Argentinien, Tunesien, Ägypten, die Türkei, Russland und Armenien beschlossen, die saisonale Zeitumstellung abzuschaffen.

  • Sommerzeit: Welche Auswirkungen hat sie auf die Gesundheit?

    Sommerzeit: Welche Auswirkungen hat sie auf die Gesundheit?

    An diesem Wochenende stellen wir unsere Uhren vor und wechseln zur Sommerzeit. Um 2 Uhr wird es dann 3 Uhr sein. Aber wie wirkt sich diese Stunde weniger Schlaf auf unseren Organismus aus? Und den der Kinder? Die Umstellung auf die Sommerzeit erleben nicht alle Menschen gleich. Während bei manchen Menschen die Umstellung ohne Probleme erfolgt, besteht bei anderen die Gefahr, dass sich Schlafdefizite, die seit den Wirren der Covid-Krise oft beträchtlich sind, noch verstärken. Zahlreiche Studien haben die gesundheitlichen Folgen der Zeitumstellung untersucht. Tatsächlich sind solche Folgen vor allem bei der Umstellung auf die Sommerzeit zu beobachten. Denn im Winter werden uns wertvolle 60 Minuten geschenkt. Eine Stunde weniger Schlaf bedeutet für manche Menschen, dass sie in den folgenden Nächten schlechter einschlafen, ihre Kenzentrationsfähigkeit und Stimmung beeinträchtigt sind. Die Folge können Aggressivität, Müdigkeit, Appetitlosigkeit und vieles mehr sein. Das „Nationale Institut …

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  • Winterzeit: das ewige Kopfzerbrechen der Franzosen

    Winterzeit: das ewige Kopfzerbrechen der Franzosen

    In der Nacht von Samstag, den 30. auf Sonntag, den 31. Oktober stellte Frankreich wieder auf Winterzeit um. Aber wieder einmal werden manche Menschen davon überrascht.

    Seit fünfundvierzig Jahren stellt man in Frankreich zwei mal im Jahr die Zeit um, aber noch immer sind viele Menschen vollständig verwirrt. „Ich weiß immer noch nicht, ob ich die Uhr vorwärts oder rückwärts stellen muss. Jedes Mal vergesse ich es und wir müssen uns gegenseitig daran erinnern, damit wir nicht vergessen, die Zeit umzustellen“, erklärt ein Schüler auf dem Sender France 3. Zur Erinnerung: Um drei Uhr wurden die Uhren um eine Stunde zurückgestellt. Es war erneut zwei Uhr und wir haben alle eine Stunde mehr Schlaf bekommen. Die Sonne wird in den kommenden Wochen nun früher auf- und untergehen – und jeder hat dazu seine eigene Meinung.

    „Es ist total deprimierend“

    „Es wird viel früher dunkel werden, und das ist total deprimierend. Ich finde das lächerlich, wir könnten das ganze Jahr über bei der gleichen Zeit bleiben“, sagt ein Rentner vor der Kamera. Das Thema spaltet die Europäer, die keinen Konsens für eine dauerhafte Beibehaltung von Sommer- oder Winterzeit finden können. Eines ist jedenfalls sicher: Die Menschen haben es satt, zweimal im Jahr die Zeit auf der Uhr umstellen zu müssen.

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  • Umstellung auf Winterzeit an diesem Sonntag: Gibt es Auswirkungen auf unsere Gesundheit?

    Umstellung auf Winterzeit an diesem Sonntag: Gibt es Auswirkungen auf unsere Gesundheit?

    In der Nacht von Samstag, den 30. auf Sonntag, den 31. Oktober 2021, wird die Uhr um 3 Uhr auf 2 Uhr zurückgestellt. Wirkt sich die Umstellung auf die Winterzeit auf unsere Gesundheit aus?

    Zahlreiche Studien haben sich mit den Auswirkungen der Umstellung auf die Sommerzeit auf die Gesundheit befasst. Die meisten weisen darauf hin, dass bei der Umstellung auf die Sommerzeit im Frühjahr die verlorene Stunde Schlaf negative Auswirkungen auf die Konzentrationsfähigkeit, die Stimmung und das Herz-Kreislauf-System hat.

    Die Umstellung auf die Winterzeit im Herbst scheint jedoch nicht die gleichen Auswirkungen zu haben. Und das aus gutem Grund: Wir verlieren nicht eine Stunde Schlaf, sondern gewinnen eine. Wie der Chronobiologe René Clarisse 2017 feststellte, „hat diese einstündige Verschiebung keinen Einfluss auf unsere biologischen Rhythmen, da diese eigentlich erst durch einen Unterschied von 6 Stunden gestört werden“.

    So die Theorie, aber in der Praxis könnten sich manche Menschen von dieser zusätzlichen Stunde verwirrt fühlen. Die beste Art und Weise, mit der Zeitumstellung umzugehen, besteht darin, sofort seinen Lebensrhythmus so umzustellen, dass er der neuen Zeit entspricht. Mit anderen Worten: Stehen Sie auf, essen Sie und gehen Sie zu Bett zu denselben Zeiten wie bisher. Wenn Sie zum Beispiel gewohnt sind, um 22 Uhr ins Bett zu gehen, gehen Sie um 22 Uhr ins Bett, auch wenn Sie nach der Zeitumstellung um 21 Uhr schon müde sind.

    Noch ein letzter Ratschlag: Nutzen Sie das Tageslicht, auch wenn es knapper werden sollte. Das natürliche Licht spielt eine wichtige Rolle für unseren zirkadianen Rhythmus. Es hilft uns, unsere biologische Uhr zurückzustellen.