Schlagwort: Wolodymyr Selenskyj

  • Internationale Reaktionen auf das Zerwürfnis zwischen Trump und Selenskyj: „Ihr seid nicht allein“

    Internationale Reaktionen auf das Zerwürfnis zwischen Trump und Selenskyj: „Ihr seid nicht allein“

    Die diplomatische Eskalation zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj hat weltweit Reaktionen ausgelöst. Während europäische Staats- und Regierungschefs der Ukraine demonstrativ ihre Unterstützung zusicherten, nutzten russische Offizielle die Gelegenheit, um die Situation propagandistisch auszuschlachten.

    Europäische Solidarität mit Kiew

    Kaum hatte Selenskyj am Freitag die US-Hauptstadt verlassen, meldeten sich führende Politiker Europas zu Wort. Polens Premierminister Donald Tusk betonte auf der Plattform X: „Liebe ukrainische Freunde, ihr seid nicht allein.“ Seine Botschaft, nur wenige Minuten nach der Nachricht von der gescheiterten Begegnung zwischen Trump und Selenskij veröffentlicht, unterstreicht die anhaltende Unterstützung Warschaus für Kiew.

    Auch der französische Präsident Emmanuel Macron äußerte sich aus Porto, wo er sich auf Staatsbesuch befand: „Es gibt einen Aggressor – Russland – und es gibt ein angegriffenes Volk – die Ukraine. Wir müssen diejenigen respektieren, die seit Beginn kämpfen.“ Er verteidigte erneut die westlichen Sanktionen gegen Russland und das anhaltende militärische Engagement zugunsten Kiews.

    In Spanien erklärte Regierungschef Pedro Sánchez in einer kurzen Stellungnahme auf X: „Ukraine, Spanien steht an deiner Seite.“ Auch Deutschland positionierte sich deutlich. Außenministerin Annalena Baerbock betonte, dass die Ukraine weiterhin auf Berlin und Europa zählen könne: „Deutschland und unsere europäischen Partner stehen geschlossen an der Seite der Ukraine gegen die russische Aggression.“

    Russlands Propaganda nutzt den Moment

    Während westliche Regierungen ihre Unterstützung für Kiew erneuerten, werteten russische Offizielle die Auseinandersetzung im Weißen Haus als Zeichen einer schwindenden internationalen Unterstützung für Selenskyj. Kirill Dmitriev, der Leiter des russischen Direktinvestitionsfonds und Teilnehmer an den jüngsten Verhandlungen mit den USA in Saudi-Arabien, sprach von einem „historischen Moment“.

    Besonders scharf fiel die Reaktion des ehemaligen russischen Präsidenten Dmitri Medwedew aus, der Selenskyj auf X abwertend als „Kokain-Clown“ bezeichnete. Maria Sacharowa, die Sprecherin des russischen Außenministeriums, attackierte den ukrainischen Präsidenten ebenfalls heftig. Sie erklärte auf Telegram, dass Trump und sein Vizepräsident J.D. Vance „bemerkenswerte Zurückhaltung“ gegenüber Selenskyj gezeigt hätten.

    Was bedeutet das für die Ukraine?

    Die verbalen Frontlinien zwischen Washington und Kiew zeichnen ein düsteres Bild für Selenskyjs Bemühungen, eine erneute finanzielle und militärische Zusicherung aus den USA zu erhalten. Während Europa seine Unterstützung öffentlich bekräftigt, bleibt offen, wie sich die USA nach diesem Eklat positionieren werden. Sollte Trump seine Unterstützung für Kiew weiter einschränken, könnte das die militärische Lage der Ukraine erheblich erschweren.

    Die kommenden Wochen dürften entscheidend sein, ob die US-Regierung die Ukraine weiterhin als zentralen Partner betrachtet – oder ob Selenskyj sich zunehmend auf Europa stützen muss.

  • Trump und Selenskyj: Zerwürfnis im Oval Office

    Trump und Selenskyj: Zerwürfnis im Oval Office

    Am Freitag, dem 28. Februar 2025, kam es im Weißen Haus zu einem diplomatischen Eklat zwischen US-Präsident Donald Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Geplant war die Unterzeichnung eines Abkommens über die Ausbeutung ukrainischer Mineralressourcen, das als Schritt zu einem möglichen Waffenstillstand im andauernden Konflikt mit Russland dienen sollte. Stattdessen endete das Treffen abrupt in einem verbalen Schlagabtausch, der die Beziehungen zwischen den USA und der Ukraine auf eine harte Probe stellt.

    Ein Treffen mit hohen Erwartungen

    Selenskyj reiste mit der Hoffnung nach Washington, die Unterstützung der USA für die Ukraine zu festigen und ein wirtschaftliches Abkommen zu unterzeichnen, das seinem kriegsgebeutelten Land dringend benötigte finanzielle Mittel sichern sollte. Das Abkommen sah die Gründung eines gemeinsamen Investitionsfonds vor, in den 50 % der zukünftigen Einnahmen aus ukrainischen Öl-, Gas- und Mineralressourcen fließen sollten. Diese Mittel wären sowohl für den Wiederaufbau der Ukraine als auch für die Deckung der US-amerikanischen Investitionen vorgesehen gewesen. Allerdings enthielt der Vertragsentwurf keine konkreten Sicherheitsgarantien für die Ukraine, ein Punkt, den Selenskyj als essenziell betrachtete.

    Eskalation im Oval Office

    Die Atmosphäre im Oval Office war von Beginn an angespannt. Trump, begleitet von Vizepräsident JD Vance, machte deutlich, dass er von Selenskyj Zugeständnisse erwartete. Als Selenskyj darauf bestand, dass ohne klare Sicherheitsgarantien kein Abkommen möglich sei, eskalierte die Situation. Trump warf Selenskyj vor, „mit dem Dritten Weltkrieg zu spielen“ und nicht dankbar genug für die bisherige Unterstützung der USA zu sein. Vizepräsident Vance fügte hinzu, dass die Ukraine „nicht in der Position“ sei, Forderungen zu stellen. Selenskyj konterte, dass es „keine Kompromisse mit einem Mörder“ geben könne, womit er auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin anspielte. Die verbale Auseinandersetzung führte schließlich dazu, dass Trump das Treffen abrupt beendete und eine geplante gemeinsame Pressekonferenz absagte. Selenskyj verließ daraufhin vorzeitig das Weiße Haus.

    Reaktionen und internationale Auswirkungen

    Die Ereignisse im Weißen Haus lösten weltweit Reaktionen aus. Europäische Staats- und Regierungschefs, darunter der französische Präsident Emmanuel Macron und der polnische Premierminister Donald Tusk, äußerten ihre Unterstützung für die Ukraine und betonten die Notwendigkeit einer geeinten europäischen Haltung gegenüber der russischen Aggression. In den USA kritisierten sowohl Demokraten als auch Republikaner Trumps Umgang mit Selenskyj. Senator Chuck Schumer erklärte, dass Trumps Verhalten „die Sache der Freiheit in der Ukraine untergräbt“. Die Spannungen zwischen den USA und der Ukraine könnten auch Auswirkungen auf die NATO und die europäische Sicherheitsarchitektur haben, insbesondere wenn die USA ihre Unterstützung für Kiew reduzieren sollten.

    Hintergrund der Beziehungen Trump-Selenskyj

    Die Beziehung zwischen Trump und Selenskyj war bereits vor diesem Treffen belastet. Während Trumps erster Amtszeit wurde er wegen des Vorwurfs eines „Quid pro quo“ mit der Ukraine mit einem Amtsenthebungsverfahren konfrontiert, als er angeblich militärische Hilfe an die Ukraine von Ermittlungen gegen seinen politischen Rivalen Joe Biden abhängig machte. Obwohl Trump letztlich freigesprochen wurde, hinterließ der Skandal tiefe Spuren im Verhältnis der beiden Länder. Mit Trumps Rückkehr ins Weiße Haus im Jahr 2025 hoffte Selenskyj auf einen Neuanfang, doch die jüngsten Ereignisse zeigen, dass die Differenzen weiterhin bestehen und offensichtlich noch tiefer geworden sind.

    Zukunft der US-ukrainischen Beziehungen

    Nach dem Eklat im Weißen Haus steht die Zukunft der US-ukrainischen Beziehungen auf dem Prüfstand. Ohne die Unterstützung der USA könnte die Ukraine Schwierigkeiten haben, sich gegen die russische Aggression zu behaupten. Gleichzeitig könnte ein Rückzug der USA aus dem Konflikt Russland ermutigen, seine Position in der Region weiter zu stärken. Es bleibt abzuwarten, ob diplomatische Bemühungen die entstandenen Risse kitten können oder ob die Ereignisse vom 28. Februar 2025 einen Wendepunkt in den internationalen Beziehungen markieren.

    Von Andreas Brucker

  • Ein umstrittener Deal: Trump empfängt Selenskyj trotz vorheriger Angriffe und Beleidigungen

    Ein umstrittener Deal: Trump empfängt Selenskyj trotz vorheriger Angriffe und Beleidigungen

    Die bevorstehende Begegnung zwischen US-Präsident Donald Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Washington steht unter besonderen Vorzeichen. Während die beiden Staatschefs über ein Abkommen zur Übertragung von Mineralrechten an die USA verhandeln, verfolgt die neue amerikanische Administration gleichzeitig eine diplomatische Initiative zur Beendigung des Krieges in der Ukraine.

    Politische Spannungen vor dem Treffen

    Die Atmosphäre des Treffens ist durch vorherige Äußerungen Trumps belastet. Noch in der vergangenen Woche hatte er fälschlicherweise behauptet, die Ukraine habe den Krieg mit Russland begonnen, und Selenskyj als einen „Diktator ohne Wahlen“ bezeichnet. Diese Aussagen sorgten international für Aufsehen, da sie die historische Realität verzerren: Russland begann den Krieg mit der Annexion der Krim 2014 und führte 2022 eine umfassende Invasion durch.

    Zudem ist Selenskyj durch eine demokratische Wahl 2019 mit deutlicher Mehrheit ins Amt gekommen. Die seit drei Jahren ausgesetzten Wahlen in der Ukraine sind eine Folge des anhaltenden Kriegsrechts – eine Entscheidung, die westliche Regierungen als notwendige Maßnahme zur nationalen Sicherheit anerkennen.

    Trump hingegen hat sich in seiner zweiten Amtszeit auffallend wohlwollend gegenüber dem russischen Präsidenten Wladimir Putin geäußert. Noch in dieser Woche nannte er ihn „sehr intelligent“ und „äußerst gerissen“. Im Gegensatz zu seinen harten Worten für Selenskyj verzichtete er darauf, Putins Wahlmanipulationen oder die gegen ihn vorliegenden internationalen Haftbefehle zu kritisieren.

    Ein wirtschaftlicher Deal als Bedingung für Unterstützung

    Hinter den diplomatischen Spannungen steht ein pragmatisches Kalkül: Trump fordert, dass die Ukraine für die massive US-Militärhilfe unter Präsident Joe Biden wirtschaftliche Gegenleistungen erbringt. Laut einem vorläufigen Entwurf des Abkommens soll Kiew künftig die Hälfte der Einnahmen aus der Förderung und Monetarisierung von Rohstoffen – darunter seltene Mineralien, Erdöl und Erdgas – an die Vereinigten Staaten abtreten.

    Trump argumentierte am Donnerstag, dass dies „eine wirtschaftliche Entwicklungschance für beide Länder“ sei. Kritiker sehen darin jedoch einen beispiellosen Schritt, der die Ukraine in eine wirtschaftliche Abhängigkeit von den USA bringen könnte.

    Ein zentraler Streitpunkt sind dabei die tatsächlichen Zahlen zur internationalen Militärhilfe. Während Trump behauptet, die USA hätten 350 Milliarden Dollar zur Unterstützung der Ukraine bereitgestellt und Europa lediglich 100 Milliarden, zeigt eine Analyse des Kieler Instituts für Weltwirtschaft ein anderes Bild: Die US-Hilfe beläuft sich auf 119 Milliarden Dollar, während europäische Staaten insgesamt 138 Milliarden Dollar bereitgestellt haben.

    Friedensverhandlungen oder geopolitische Interessen?

    Parallel zu den Verhandlungen über die Mineralrechte bemüht sich Trump um eine diplomatische Lösung des Ukraine-Krieges. Während des Wahlkampfs hatte er versprochen, den Krieg „innerhalb von 24 Stunden“ zu beenden – ein Versprechen, das bislang unerfüllt geblieben ist.

    Bislang gibt es keine klaren Hinweise darauf, wie genau Trump eine Friedenslösung herbeiführen will. Seine Äußerungen zu diesem Thema schwanken zwischen Optimismus und Fatalismus: „Ich denke, es wird passieren, hoffentlich schnell. Falls nicht, könnte es gar nicht passieren.“

    Europäische Partner, darunter der britische Premierminister Keir Starmer, haben sich bereits bereiterklärt, Truppen für eine internationale Friedensmission in der Ukraine nach einem Waffenstillstand bereitzustellen. Trump lehnt jedoch eine US-Beteiligung ab und weigert sich, verbindliche Sicherheitsgarantien für die Ukraine auszusprechen.

    Langfristige Auswirkungen für die Ukraine

    Sollte das Abkommen über Mineralrechte tatsächlich in Kraft treten, würde es die geopolitische Landschaft erheblich verändern. Die USA könnten damit einen direkten wirtschaftlichen Hebel in der Ukraine erhalten, während Kiew möglicherweise langfristig finanzielle Einbußen hinnehmen müsste.

    Zudem bleibt die Frage offen, ob die Ukraine unter den aktuellen Sicherheitsbedingungen überhaupt in der Lage sein wird, ihre Rohstoffvorkommen wirtschaftlich zu nutzen. Ohne eine umfassende Modernisierung der Infrastruktur und stabile geopolitische Verhältnisse könnten diese Pläne auf lange Sicht kaum realisierbar sein.

    Während Trump also darauf setzt, mit wirtschaftlichem Druck eine für die USA vorteilhafte Lösung zu erzwingen, steht Selenskyj vor der schwierigen Aufgabe, sowohl seine nationale Souveränität zu bewahren als auch die dringend benötigte Unterstützung zu sichern.

    Von P.T.

  • Ein neuer Deal: Trump und Selenskyj verhandeln über Rohstoffzugang für die USA

    Ein neuer Deal: Trump und Selenskyj verhandeln über Rohstoffzugang für die USA

    Die geopolitische Ausrichtung der Vereinigten Staaten unter Präsident Donald Trump erfährt eine erneute Anpassung, diesmal in Form eines Rohstoffabkommens mit der Ukraine. Das geplante Abkommen soll Washington teilweise Zugang zu den natürlichen Ressourcen des osteuropäischen Landes gewähren. Nach Wochen diplomatischer Spannungen und erheblichem Druck seitens der Trump-Regierung scheint Kiew nun bereit, einer solchen Vereinbarung zuzustimmen.

    Ein wirtschaftlicher Interessensausgleich oder politischer Druck?

    Das Abkommen könnte als eine strategische Kehrtwende betrachtet werden, nachdem Trump die Ukraine wiederholt kritisierte und sogar öffentlich in Frage stellte, ob die USA weiterhin uneingeschränkt militärische Hilfe leisten sollten. Laut Trumps Darstellung ist es an der Zeit, dass sich amerikanische Investitionen und Hilfsleistungen in Form von wirtschaftlichem Gewinn für die USA auszahlen. Die Verhandlungen stehen somit exemplarisch für eine neue, transaktionale Außenpolitik, die der US-Präsident propagiert: Wirtschaftliche Interessen stehen über moralischen oder strategischen Erwägungen.

    Trump hat die Ukraine in der Vergangenheit scharf kritisiert und Präsident Wolodymyr Selenskyj als „Diktator“ bezeichnet. Zudem stellte er sich bei einer Abstimmung in der UN-Generalversammlung auf die Seite Russlands, indem die USA gegen eine Resolution stimmten, die Moskaus Angriffskrieg verurteilte. Auch sein Drängen auf eine Friedenslösung im Ukraine-Krieg mit minimalen Konzessionen von Wladimir Putin zeigt, dass Trump bereit ist, eine neue Balance in den internationalen Beziehungen zu schaffen – eine, in der die Ukraine nicht mehr bedingungslos mit der Unterstützung Washingtons rechnen kann.

    Die wirtschaftliche Dimension des Abkommens

    Das von Trump angestrebte Rohstoffabkommen mit der Ukraine beruht auf einer Idee, die ursprünglich von Selenskyj selbst ins Spiel gebracht wurde. Kiew sah die unerschlossenen Bodenschätze des Landes als potenzielle Möglichkeit, die Kriegskosten zu decken. Doch die Verhandlungen nahmen eine unerwartete Wendung, als US-Finanzminister Scott Bessent im Namen der Trump-Regierung eine weitreichendere Forderung vorlegte: uneingeschränkten Zugang zu ukrainischen Ressourcen, ohne dass Kiew klare Gegenleistungen erhält.

    Dieser Vorstoß wurde in der Ukraine zunächst als inakzeptabel empfunden, erinnerte er doch an koloniale Ressourcenausbeutung. Doch nach mehreren Tagen intensiver Gespräche scheinen die ukrainischen Unterhändler nun bereit, eine modifizierte Version des Deals zu akzeptieren, die den USA zwar erheblichen Zugang zu ukrainischen Bodenschätzen gewährt, jedoch unter verbesserten Bedingungen im Vergleich zur ursprünglichen US-Forderung.

    Trump selbst kommentierte die Verhandlungen mit gewohnt markanten Worten: „Es könnte ein Billionen-Dollar-Deal werden. Es geht um seltene Erden und andere Rohstoffe. Wir wollen unser Geld zurück, denn wir haben der Ukraine durch eine wirklich große Krise geholfen.“ Damit macht der US-Präsident deutlich, dass aus seiner Sicht künftige amerikanische Hilfsleistungen an wirtschaftliche Vorteile für die USA gekoppelt sein müssen.

    Eine neue Form der US-Außenpolitik

    Trumps transaktionale Herangehensweise an internationale Beziehungen wird auch in der Art und Weise deutlich, wie die Ukraine gedrängt wurde, dem Deal zuzustimmen. Indem er die US-Unterstützung für Kiew offen infrage stellte und gleichzeitig Friedensgespräche mit Putin initiierte, erhöhte Trump den Druck auf Selenskyj. Das Ziel: Die Ukraine sollte sich bewusst werden, dass ihre zukünftige Sicherheit nicht mehr selbstverständlich von den USA garantiert wird.

    Trumps Berater und Verhandlungsführer, darunter der pensionierte General Keith Kellogg, führten in den vergangenen Wochen intensive Gespräche mit der ukrainischen Regierung. Die dabei entstandene Rahmenvereinbarung sieht vor, dass Washington Zugang zu ukrainischen Rohstoffen erhält – jedoch nicht unter den zunächst von Trump verlangten Konditionen.

    Selenskyj lehnte es kategorisch ab, die Ressourcen seines Landes als direkte Rückzahlung für US-Hilfen zu verpfänden. Er machte klar, dass ein solcher Deal nicht auf Kosten zukünftiger Generationen der Ukrainer gehen dürfe. Doch das nun vorliegende Abkommen zeigt, dass Trump weiterhin einen „Return on Investment“ für die Milliardenhilfe an Kiew einfordert – ein Prinzip, das künftig auch auf andere internationale Partnerschaften angewendet werden könnte.

    Ein Präzedenzfall für künftige Deals?

    Das Abkommen mit der Ukraine ist mehr als nur eine bilaterale Wirtschaftsvereinbarung – es markiert einen Paradigmenwechsel in der US-Außenpolitik. Unter Trump wird die bisherige Praxis, strategische Partner aus ideologischen oder sicherheitspolitischen Gründen zu unterstützen, durch einen rigorosen ökonomischen Kalkül ersetzt.

    Die Ukraine steht damit vor einem Dilemma: Einerseits benötigt sie weiterhin die Unterstützung der USA, insbesondere angesichts der ungewissen Entwicklungen an der Front. Andererseits droht eine zunehmende wirtschaftliche Abhängigkeit, die Kiews langfristige Souveränität gefährden könnte.

    Das Abkommen könnte zudem Signalwirkung für andere Länder haben. Wenn die USA künftig grundsätzlich darauf bestehen, dass finanzielle oder militärische Hilfe mit wirtschaftlichen Gegenleistungen verbunden sein muss, könnte dies das gesamte Gefüge der internationalen Beziehungen verändern. Insbesondere Europa wird sich fragen müssen, ob und wie es auf eine solche Neuausrichtung reagieren kann.

    Ob das Rohstoffabkommen zwischen den USA und der Ukraine tatsächlich zustande kommt, bleibt abzuwarten. Doch eines ist sicher: Es symbolisiert eine neue Ära der amerikanischen Außenpolitik, in der nationale Interessen und wirtschaftliche Profite an erster Stelle stehen.

    Von Andreas Brucker

  • Dritter Jahrestag des Ukraine-Kriegs: EU-Staatschefs in Kiew, um ihre Unterstützung zu bekräftigen

    Dritter Jahrestag des Ukraine-Kriegs: EU-Staatschefs in Kiew, um ihre Unterstützung zu bekräftigen

    Zum dritten Jahrestag der russischen Invasion sind am Montag, dem 24. Februar, die Staats- und Regierungschefs von 13 EU-Ländern in Kiew eingetroffen. Ihr Ziel: ein klares Zeichen der Solidarität setzen – in einer Zeit, in der sich das geopolitische Gleichgewicht mit der Rückkehr von Donald Trump ins Weiße Haus verschieben könnte. Weitere 24 Staatsoberhäupter schalteten sich per Videokonferenz zu. „Drei Jahre Widerstand“ – Selenskyj zeigt sich kämpferisch Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nutzte den Jahrestag, um den „heroischen Widerstand“ seines Landes zu würdigen. In einer emotionalen Botschaft, untermalt mit eindrücklichen Kriegsbildern, dankte er „allen, die die Ukraine verteidigen und unterstützen“. Auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen betonte bei ihrer Ankunft in Kiew die enge Verbindung zwischen der Ukraine und Europa: „Wir sind heute in Kiew, weil die Ukraine Europa ist.“ Gemeinsam mit EU-Ratspräsident António Costa reiste sie per Zug in die ukrainis…

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  • Israel schickt Panzer ins Westjordanland – und andere World-News

    Israel schickt Panzer ins Westjordanland – und andere World-News

    Israel hat gestern angekündigt, seine Militäroperationen gegen bewaffnete palästinensische Gruppen im besetzten Westjordanland auszuweiten. Erstmals seit zwei Jahrzehnten wurden Panzer in den Norden des Gebiets verlegt.

    Verteidigungsminister Israel Katz erklärte, dass zehntausende Palästinenser, die durch die israelischen Militäroperationen in mehreren Städten des Westjordanlands vertrieben wurden, nicht in ihre Häuser zurückkehren dürften. Das palästinensische Außenministerium bezeichnete Katz’ Aussagen und Israels Vorgehen als eine „gefährliche Eskalation“.

    Hintergrund: Die Stationierung der Panzer erfolgte, nachdem letzte Woche in Tel Aviv Bomben in drei Bussen explodierten. Laut Polizei ähnelten die Sprengsätze denen, die im Westjordanland hergestellt wurden. Bei den Explosionen gab es keine Todesopfer oder Verletzten.

    Waffenruhe: Israel hat die Freilassung von 620 palästinensischen Gefangenen verzögert, nachdem die Hamas am Samstag sechs Geiseln freigelassen hatte. Beide Seiten werfen sich gegenseitig vor, die Waffenruhe gebrochen zu haben.

    Libanon: Die Hisbollah inszenierte gestern eine Machtdemonstration mit einer aufwendigen Beerdigung ihres ermordeten Anführers. Die militant-islamistische Gruppe hoffte, dadurch ihr angekratztes Image wieder aufzupolieren.


    Selenskyj bietet Rücktritt an, falls die NATO die Ukraine aufnimmt

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte gestern, er sei bereit, für den Frieden zurückzutreten – unter einer Bedingung: Der NATO-Beitritt der Ukraine. Ob er dies ernsthaft in Erwägung zieht oder lediglich auf neue Provokationen von Ex-Präsident Trump und Moskau reagierte, blieb unklar.

    Selenskyj wehrte sich weiterhin gegen Trumps Forderung, ein Abkommen zu unterzeichnen, das den USA milliardenschwere Anteile an ukrainischen Rohstoffen sichern würde.

    Unterdessen versammeln sich heute Vertreter aus mehr als 30 Ländern zu Gesprächen über die militärische Unterstützung der Ukraine. Laut Selenskyj stehen dabei Waffenhilfe und Sicherheitsgarantien für eine mögliche Waffenruhe im Fokus.


    Weitere Top-Nachrichten

    • Sudan: Die paramilitärische Gruppe Rapid Support Forces unterzeichnete mit ihren Verbündeten eine Charta zur Gründung einer Parallelregierung.
    • Deutschland: Der Verdächtige im Messerangriff auf einen Touristen am Holocaust-Mahnmal in Berlin plante laut Behörden seit Wochen, jüdische Menschen zu töten.
    • Vatikan: Papst Franziskus leidet neben seiner schweren Atemwegserkrankung auch an „beginnendem, mildem Nierenversagen“, wie Kirchenvertreter mitteilten.
    • Krankheiten: Masern-Ausbrüche in Texas und New Mexico haben fast 100 Menschen infiziert – Tendenz steigend, so Gesundheitsbehörden.
    • New York City: Drei Menschen starben, eine weitere Person wird vermisst, nachdem ein Boot nahe Staten Island kenterte.
    • Weltraum: Zehn Jahre nach dem gescheiterten Versuch, Asteroiden für Rohstoffe abzubauen, wagt das private Unternehmen AstroForge einen neuen Anlauf.
  • Krieg in der Ukraine: Diplomatische Gespräche zwischen Zelensky und Macron auf der Suche nach Frieden

    Krieg in der Ukraine: Diplomatische Gespräche zwischen Zelensky und Macron auf der Suche nach Frieden

    Drei Jahre nach Beginn des Ukraine-Kriegs bleibt die Suche nach einem „gerechten und dauerhaften Frieden“ eine gewaltige diplomatische Herausforderung. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj führte am Donnerstag, den 20. Februar, ein langes Gespräch mit Emmanuel Macron – ein Austausch, den Selenskyj als „konstruktiv“ bezeichnete. Doch hinter diesen diplomatischen Floskeln verbirgt sich eine komplexe Realität.


    Ein Telefongespräch inmitten eines diplomatischen Sturms

    Die Unterredung zwischen Selenskyj und Macron reiht sich ein in eine Serie intensiver diplomatischer Aktivitäten der vergangenen Tage. Ein Anruf zwischen Donald Trump und Wladimir Putin hatte eine wahre Welle an politischen Reaktionen ausgelöst – mit Gesprächen, Gipfeltreffen und Medienauftritten auf höchster Ebene.

    Doch was folgt aus diesen diplomatischen Manövern? Kann tatsächlich Frieden erreicht werden?

    Die Lage ist verfahren. Donald Trump präsentiert sich als potenzieller Friedensstifter, scheint aber eher Moskau entgegenkommen zu wollen, anstatt die westlichen Verbündeten zu stärken. Doch selbst er muss erkennen, dass der Konflikt weitaus komplizierter ist, als er es sich vielleicht vorgestellt hat.

    Auf der anderen Seite steht Wladimir Putin, der kaum bereit sein dürfte, einen Deal zu akzeptieren, bei dem er nicht als klarer Sieger hervorgeht. Selenskyj und die Ukraine hingegen sind nicht bereit, ihr Land preiszugeben – und können weiterhin auf die Unterstützung Europas zählen.


    Eine Pattsituation ohne klare Lösung

    Nach drei Jahren Krieg zeichnet sich kein eindeutiger Sieger ab. Die Ukraine kämpft ums Überleben, Russland setzt auf eine zermürbende Langfriststrategie. Europa zeigt sich zwar solidarisch, doch die Unterstützung ist brüchig – sei es aus wirtschaftlichen Gründen oder wegen politischer Uneinigkeit.

    Letztlich steckt der gesamte Konflikt in einer diplomatischen Sackgasse: Keiner kann sich eine Niederlage leisten, doch ein echter Durchbruch scheint ebenso fern. Die Frage bleibt: Wie lange noch?

    Von C. Hatty

  • Trump setzt Selenskyj unter Druck: Verhandlungen oder kein Land mehr?

    Trump setzt Selenskyj unter Druck: Verhandlungen oder kein Land mehr?

    Donald Trump hat den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gewarnt: Entweder er verhandle schnell ein Ende des Krieges mit Russland – oder er riskiere, „kein Land mehr zu haben, das er führen kann“.

    Diese scharfen Worte des US-Präsidenten verschärfen die Spannungen zwischen Washington und Kiew erheblich. Zudem stoßen sie nicht nur bei Demokraten, sondern auch bei einigen Republikanern auf Kritik.

    Ein harter Ton gegenüber Selenskyj

    Trump griff Selenskyj in einem langen Beitrag auf seiner Plattform Truth Social frontal an und bezeichnete ihn als „Diktator ohne Wahlen“. Hintergrund ist die Verschiebung der ukrainischen Präsidentschaftswahl, die für April 2024 angesetzt war – eine Entscheidung, die aufgrund des Kriegsrechts getroffen wurde.

    Der ehemalige TV-Komiker Selenskyj, so Trump, habe die USA dazu gebracht, 350 Milliarden Dollar in einen „nicht gewinnbaren Krieg“ zu investieren. Laut offiziellen Zahlen hat die US-Regierung allerdings bisher 183 Milliarden Dollar für die Unterstützung der Ukraine bereitgestellt.

    Selenskyj wies Trumps Aussagen als russische Desinformation zurück – eine Reaktion, die ihn prompt in Konflikt mit Trumps Vizepräsident JD Vance brachte. Vance kritisierte, dass Selenskyjs öffentliche Angriffe auf Trump „seine Sache nicht gerade voranbringen“.

    Geheime Verhandlungen ohne Kiew

    Während Trump auf Selenskyj Druck ausübt, laufen offenbar bereits weitere Gespräche zur Beendigung des Krieges – ohne die Ukraine. US-amerikanische und russische Vertreter trafen sich kürzlich in Saudi-Arabien, um über eine mögliche Friedenslösung zu sprechen. Europäische und ukrainische Vertreter waren nicht eingeladen.

    Trump betonte, dass nur er in der Lage sei, einen Frieden auszuhandeln. „Biden hat es nie versucht, Europa ist gescheitert, und Selenskyj will den ,Gravy Train‘ – also den Geldfluss – weiterlaufen lassen“, schrieb er.

    Scharfe Reaktionen aus den USA

    Trumps Äußerungen lösten in den USA heftige Reaktionen aus. Chuck Schumer, der demokratische Mehrheitsführer im Senat, zeigte sich empört: „Es ist widerlich, einen amerikanischen Präsidenten zu sehen, der sich gegen einen Verbündeten stellt und offen auf der Seite eines Schurken wie Wladimir Putin steht.“

    Selbst einige Republikaner äußerten sich skeptisch. Senator John Kennedy (R-La.) stellte klar: „Wladimir Putin hat diesen Krieg begonnen. Er ist ein Gangster mit einem schwarzen Herz.“

    Senator Dick Durbin (D-Ill.) ging noch weiter und sagte, Trump papageie Putins Propaganda. „Ich könnte Trump bitten, sich bei den Ukrainern zu entschuldigen, aber das wäre verschwendete Atemluft.“

    Ein geplatzter Deal sorgt für Ärger

    Ein neues Streitthema zwischen den USA und der Ukraine ist ein geplatztes Abkommen über seltene Erden. Selenskyj hatte seinen Ministern letzte Woche untersagt, eine Vereinbarung zu unterzeichnen, die den USA Zugang zu ukrainischen Rohstoffen gewähren sollte. Kiew argumentierte, dass das Abkommen zu stark auf US-Interessen zugeschnitten war und keine konkreten Sicherheitsgarantien für die Ukraine enthielt.

    Trump reagierte wütend: „Sie haben diesen Deal gebrochen!“ Er behauptete, sein Finanzminister Scott Bessent sei in Kiew „ziemlich unhöflich behandelt“ worden, als er versuchte, die Vereinbarung durchzusetzen.

    Was bedeutet das für die Ukraine?

    Trumps Rhetorik deutet darauf hin, dass die USA unter seiner Führung ihre Unterstützung für die Ukraine drastisch reduzieren werden. Sollte Kiew gezwungen sein, unter Druck einen schnellen Frieden mit Russland zu schließen, würde das wahrscheinlich erhebliche Gebietsverluste bedeuten.

    Doch Selenskyj bleibt standhaft. Sein Berater Mychajlo Podoljak stellte eine klare Frage: „Warum sollte man einem Aggressorland, das internationales Recht verletzt, die Oberhand geben?“

    Für die Ukraine wird die Lage immer schwieriger – vor allem, wenn sie nicht mehr auf die uneingeschränkte Rückendeckung der USA zählen kann.

    Autor: C. Hatty

  • Trump vs. Zelensky: Ein Sturm im diplomatischen Porzellanladen

    Trump vs. Zelensky: Ein Sturm im diplomatischen Porzellanladen

    Donald Trump sorgt mal wieder für Wirbel – diesmal mit einer scharfen Attacke auf den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und entsprechenden Lügen. In einem kurzen, aber heftigen Post auf seinem sozialen Netzwerk bezeichnete er ihn als „Diktator“. Der Grund? Die Verschiebung der ukrainischen Präsidentschaftswahlen aufgrund des Krieges mit Russland. Doch Trump geht noch weiter: Er stellt infrage, wer den Krieg überhaupt begonnen hat, und behauptet, dass Selenskyj in seinem eigenen Land extrem unbeliebt sei.

    Für viele Ukrainer ist das ein Schlag ins Gesicht.

    „Das ist einfach inakzeptabel!“

    In Kiew sorgt die Aussage für Empörung. Olga, eine Einwohnerin der Hauptstadt, ringt um Worte: „Ich bin wütend, wirklich wütend! Das ist eine inakzeptable Haltung gegenüber unserem Präsidenten.“ Sie kann nicht fassen, dass diese Worte aus den USA kommen – dem Land, das sich selbst als Vorbild für Demokratie darstellt.

    Ihr Mann, Wassyl, sieht das ähnlich. Ursprünglich aus Mariupol, einer mittlerweile von Russland besetzten Stadt, sagt er: „Natürlich haben wir auch Kritik an Selenskyj. Aber die werden wir nach dem Krieg äußern. Bis dahin ist er unser legitimer Präsident.“

    Und damit steht er nicht allein. Viele Ukrainer erinnern daran, dass es nicht Selenskyj war, der den Krieg begonnen hat – sondern Wladimir Putin. Außerdem sei das Aussetzen der Wahlen keinesfalls willkürlich. Wassyl sagt es kurz und deutlich: „Es steht in unserer Verfassung: Keine Wahlen während eines Krieges!“

    Trumps Worte – ein Geschenk für den Kreml?

    Auf den Straßen und in den sozialen Netzwerken sehen viele Ukrainer Trumps Äußerungen als einen Versuch, ihr Land zu destabilisieren. Denn mit seinen Behauptungen über Selenskyjs angebliche Unbeliebtheit und den Vorwurf der Diktatur übernimmt der ehemalige US-Präsident Wort für Wort die Argumente des Kremls.

    Roman, ein weiterer Kiewer, bringt es auf den Punkt: „Wir hatten sechs verschiedene Präsidenten in 30 Jahren. Russland hat seit über 20 Jahren denselben. Und uns nennt man Diktatoren?“

    Seine Worte zeigen den tiefen Frust über die Doppelmoral, die viele Ukrainer – und nicht nur die – in Trumps Aussage sehen. Roman selbst sagt, dass ihn solche Worte kaum noch berühren – seit ein russischer Raketenangriff sein Zuhause getroffen hat, ist seine Sicht auf die Welt eine andere.

    Doch was steckt hinter Trumps Angriff?

    Profilierung auf Kosten der Ukraine

    Trump ist für kontroverse Aussagen bekannt, das überrascht niemanden mehr. Doch sein aktueller Angriff auf Selenskyj kommt nicht aus dem Nichts. Der US-Präsident hat Wahlversprechungen einzuhalten, und Trump muss seine Basis bei Laune halten. Besonders unter Republikanern wächst die Skepsis gegenüber weiterer Unterstützung für die Ukraine – ein Trend, den Trump geschickt für sich nutzt.

    Ein schwacher, korrupter oder gar „diktatorischer“ Selenskyj? Das passt perfekt in das Narrativ jener, die sich gegen neue Hilfspakete für Kiew stellen. Dass dabei russische Propaganda-Argumente übernommen werden, scheint für Trump nur ein Nebeneffekt zu sein.

    Das große Fragezeichen: Wie geht es weiter?

    Für die Ukraine ist Trumps Tonfall beunruhigend. Kiew sieht sich vor einem massiven Kurswechsel in der US-Politik. Klar ist inzwischen, eine zweite Trump-Präsidentschaft bedeutet: Weniger Unterstützung, mehr Druck auf Verhandlungen mit Russland – selbst zu ukrainischen Ungunsten.

    Für Olga, Wassyl und Roman bedeutet das vor allem eines: Unsicherheit. Die Ukraine kämpft nicht nur gegen russische Truppen, sondern auch um die Unterstützung des Westens. Und wenn nun die USA beginnen, sich Russland zuzuwenden, dann wird es für Kiew noch schwerer.

    Doch die Ukrainer haben bereits bewiesen, dass sie kämpfen können – nicht nur auf dem Schlachtfeld, sondern auch gegen politische Stürme. Und auch dieser neueste Sturm aus Washington wird sie nicht so leicht aus der Bahn werfen.

    Von C. Hatty

  • Trump und Selenskyj im offenen Schlagabtausch – und andere World-News

    Trump und Selenskyj im offenen Schlagabtausch – und andere World-News

    US-Präsident Donald Trump bezeichnete den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gestern als „Diktator“, der amerikanische Gelder angenommen habe, um Krieg gegen Russland zu führen. In einem mit Unwahrheiten gespickten Beitrag in den sozialen Medien erwähnte Trump weder den russischen Präsidenten Wladimir Putin noch die Annexion ukrainischer Gebiete durch Russland im Jahr 2014 oder die groß angelegte Invasion 2022.

    Zudem ließ Trump durchblicken, dass die zukünftige Sicherheit der Ukraine nicht mehr als ein Problem der USA betrachtet werden sollte.

    „Dieser Krieg ist für Europa viel wichtiger als für uns“, schrieb er auf Truth Social. „Wir haben einen großen, wunderschönen Ozean als Trennung.“

    Die Auseinandersetzung begann, nachdem Vertreter des Weißen Hauses und des Kremls in Saudi-Arabien Friedensgespräche führten – ohne die Ukraine einzubeziehen. Nach diesem Treffen am Dienstag behauptete Trump, die Ukraine habe den Krieg begonnen. Daraufhin erklärte Selenskyj, Trump sei „in ein Netz der Desinformation geraten“.

    EU: Neujustierung der Beziehungen zu den USA

    Gestern trafen sich europäische Staats- und Regierungschefs zu einem weiteren Krisentreffen, um ihre Beziehungen zu den USA neu auszurichten, da Trump offenbar auf eine Annäherung an Russland hinarbeitet.

    Reaktionen: Hoffnung in Russland, Ernüchterung in der Ukraine

    In Russland wächst die Hoffnung, dass sich die Beziehungen zu den USA wieder normalisieren, da Washington und Moskau eine mögliche Neuausrichtung ihrer Partnerschaft in Betracht ziehen. In der Ukraine hingegen macht sich zunehmend Ernüchterung über die Trump-Regierung breit.


    Arabische Staaten arbeiten an einem Zukunftsplan für Gaza

    Abgesandte aus Ägypten, Jordanien, Saudi-Arabien, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten treffen sich in Saudi-Arabien und kommenden Monat erneut in Kairo, um eine Nachkriegsstrategie für den Gazastreifen zu erarbeiten. Ihr Konzept sieht vor, dass arabische Staaten den Wiederaufbau der Enklave finanzieren und überwachen, während die Einwohner vor Ort bleiben und die Perspektive eines palästinensischen Staates erhalten bleibt.

    Doch die Hürden für diese Pläne sind so alt wie die Pläne selbst: Die israelische Regierung lehnt jede Nachkriegsordnung ab, die den Weg zur palästinensischen Staatlichkeit ebnen könnte. Arabische Staaten wiederum bestehen auf einem Modell, das zumindest formal eine Perspektive für einen palästinensischen Staat eröffnet.

    Nächste Schritte: Ein Verwaltungsgremium für Gaza?

    Ägypten wird voraussichtlich vorschlagen, eine Kommission aus palästinensischen Technokraten und Gemeindevertretern – allesamt ohne Verbindung zur Hamas – einzusetzen, um Gaza nach dem Krieg zu verwalten. Dies berichten zwei arabische Diplomaten sowie zwei westliche Beamte.

    Geiselkrise: Hoffnung auf Rückführung der Opfer

    In Israel wartet die Öffentlichkeit gespannt auf die erwartete Freigabe der Leichen von vier Geiseln, die von der Hamas festgehalten wurden.


    Papst Franziskus mit Lungenentzündung im Krankenhaus

    Papst Franziskus wird seit Freitag im Krankenhaus behandelt. Wie der Vatikan mitteilte, wurde am Dienstag eine Lungenentzündung in beiden Lungen diagnostiziert. Die spärlichen offiziellen Informationen haben zahlreiche Spekulationen ausgelöst – nicht zuletzt, weil der Vatikan in der Vergangenheit oft durch Intransparenz und Verschleierung auffiel.

    Seit der Einlieferung des 88-jährigen Papstes veröffentlicht das vatikanische Pressebüro lediglich zwei knappe Updates pro Tag. Die jüngste Mitteilung von gestern Abend berichtete von „leichten Verbesserungen, insbesondere bei den Entzündungswerten“ in seinen Bluttests. Der Vatikan gab zudem bekannt, dass Franziskus mit Kortison und Antibiotika gegen eine polymikrobielle Infektion behandelt werde.


    WEITERE TOP-MELDUNGEN

    Italien: Tausende Touristen haben in den vergangenen Wochen die schneebedeckten Hänge des sizilianischen Ätna gestürmt, um die Lavaflüsse des Vulkans zu bestaunen.

    Brasilien: Die Medienfirma von Donald Trump wirft einem Richter des Obersten Gerichtshofs Brasiliens, der über eine mögliche Verhaftung Jair Bolsonaros entscheidet, vor, rechte Stimmen in sozialen Medien unrechtmäßig zu zensieren.

    Panama: Migranten, die unter der Trump-Regierung abgeschoben wurden, berichten von primitiven Bedingungen in einem Lager am Rand des Dschungels, in das sie gebracht wurden.

    Südkorea: Vier Beamte wurden schuldig gesprochen, ihre Macht missbraucht zu haben, als sie 2019 zwei nordkoreanische Flüchtlinge, die zuvor 16 Landsleute ermordet hatten, nach Nordkorea zurückschickten.

    Deutschland: Alice Weidel führt die rechtsextreme AfD, eine nationalistische, einwanderungsfeindliche Partei mit Verbindungen zu Neonazis – doch ihre Ehefrau stammt aus Sri Lanka.

    Afrika: Die Demokratische Republik Kongo und Ruanda teilen sich einen See. Während seine Ufer in Ruanda als Freizeitparadies dienen, werden in Kongo immer wieder Leichen angetrieben.

    Technologie: Apple hat das iPhone 16e vorgestellt. Es wird 599 Dollar kosten und ein neues KI-System namens „Apple Intelligence“ enthalten.