Schlagwort: Wladimir Putin

  • Explosion am Kertsch: Wie die Ukraine Russlands Symbolbrücke ins Wanken bringt

    Explosion am Kertsch: Wie die Ukraine Russlands Symbolbrücke ins Wanken bringt

    Die Brücke über die Straße von Kertsch – für Russland eine Art Prestigeprojekt, für die Ukraine ein Symbol der Besatzung. Am Dienstagmorgen kurz vor Sonnenaufgang wurde sie erneut Ziel eines gezielten Angriffs. Und diesmal kam der Schlag aus der Tiefe.

    Um 4:44 Uhr detonierte laut dem ukrainischen Sicherheitsdienst eine massive Unterwasserladung – entsprechend etwa 1.100 Kilogramm TNT. Der Effekt: mehrere Stützpfeiler der Brücke seien an der Basis massiv beschädigt worden. Offenbar hatte Kiew monatelang heimlich Sprengstoff an den Pfeilern unter Wasser angebracht. Ein filmreifer Coup, dessen Bilder anschließend im Netz kursierten.

    Der Nerv Russlands: Die strategische Achillesferse

    Die Brücke verbindet die russische Region Krasnodar mit der annektierten Krim. Für den Kreml ist sie nicht nur logistisch, sondern auch symbolisch von enormer Bedeutung. Schon zweimal wurde sie zuvor angegriffen – 2022 durch einen Lastwagenanschlag und 2023 durch Drohnenboote. Beide Male: schwere Schäden.

    Diesmal jedoch scheint der Angriff noch raffinierter gewesen zu sein. Stunden nach der Explosion am Dienstag wurde der Verkehr zunächst eingestellt, später jedoch wieder freigegeben. Doch am Nachmittag folgte Berichten zufolge eine zweite Explosion. Die Brücke wurde erneut gesperrt.

    Offizielle Bestätigungen aus Moskau? Fehlanzeige.

    Zermürbung durch Präzision

    Parallel zu diesem Brückenangriff hatte Kiew am Sonntag einen spektakulären Schlag gegen Russlands Luftwaffe durchgeführt. Mehr als ein Dutzend strategische Bomber – darunter atomwaffenfähige Modelle wie der Tu-160 – sollen zerstört worden sein. Zielorte: tief im russischen Hinterland, teils bis nach Sibirien.

    18 Monate Planung, heimlich eingeführte Sprengdrohnen, präzise Koordination durch General Vasyl Maliuk und Präsident Selenskyj persönlich – das war kein Zufall, sondern ein meisterhaft orchestrierter Schlag mitten ins Herz der russischen Militärinfrastruktur.

    Die genauen Details dieser Operation sind streng geheim, doch die Wirkung ist unübersehbar: Moskaus Luftwaffe hat eine empfindliche Schlappe erlitten.

    Schweigen in Moskau, Wut in den Netzwerken

    Während Putin sich weiterhin öffentlich nicht äußert, zeigen sich russische Militärblogger erschüttert. Einige sprechen gar von einem „russischen Pearl Harbor“. Auch Ex-Präsident Dmitri Medwedew hat sich zu Wort gemeldet – gewohnt martialisch: „Alles, was explodieren soll, wird auch explodieren.“ In einem Telegram-Beitrag drohte er Kiew mit brutaler Vergeltung.

    Derweil spricht der Kreml von Ermittlungen, hält sich ansonsten aber bedeckt. Innenpolitisch will man offenbar vermeiden, die eigene Verwundbarkeit zu sehr einzugestehen.

    Die Uhr tickt – auf beiden Seiten

    Interessanterweise laufen im Hintergrund wieder diplomatische Gespräche an. Am Montag trafen sich Vertreter Russlands und der Ukraine in Istanbul – das erste direkte Gesprächsformat seit Monaten. Ergebnis: ein Austausch von Gefallenen und Gefangenen. Doch von echter Annäherung? Keine Spur.

    Die Ukraine schlug sogar ein Gipfeltreffen mit Selenskyj, Putin und Trump vor. Doch der Kreml winkte ab – wenig überraschend. Stattdessen veröffentlichte Moskau seine Bedingungen für eine mögliche Friedenslösung: Weitere Gebietsabtretungen, Neutralität der Ukraine, keine westlichen Militärbündnisse. Kurz: Kapitulation.

    Warten, bis der Gegner schwächelt?

    Ein ehemaliger Kreml-Insider äußerte sich anonym: Ja, die Angriffe seien ein „Fiasko für die russischen Dienste“. Doch Putin, so glaubt er, spiele auf Zeit. Die Ukraine verliere Monat für Monat Soldaten, der Nachschub werde knapper. Moskau hoffe offenbar, dass der Westen irgendwann das Interesse verliere – oder zumindest die Geduld.

    Doch wer sagt, dass der Kreml diesen langen Atem wirklich hat? Was, wenn die Angriffe auf strategische Ziele nicht aufhören? Die Krim-Brücke – Symbol russischer Macht – wackelt erneut. Und jeder neue Schlag bringt die Illusion der Unverwundbarkeit weiter ins Wanken.

    Ein Ende des Krieges? Noch lange nicht in Sicht. Doch eines zeigt sich: Die Ukraine hat nicht nur Kampfgeist, sondern auch Strategie – und bringt Moskau immer wieder aus dem Takt.

    Von C. Hatty

  • Verlängerte Waffenreichweite für die Ukraine: Moskaus Warnung an Deutschland

    Verlängerte Waffenreichweite für die Ukraine: Moskaus Warnung an Deutschland

    Die diplomatischen Spannungen rund um den Ukraine-Krieg nehmen erneut Fahrt auf – diesmal ausgelöst durch eine Aussage des deutschen Bundeskanzlers Friedrich Merz. Er erklärte, dass es keine Reichweitenbeschränkungen mehr für westliche Waffenlieferungen an Kiew gebe. Die russische Reaktion kam prompt und deutlich.

    Dmitri Peskow, Sprecher von Präsident Putin, nannte diese Entscheidung „ziemlich gefährlich“. In einer Videoansprache, verbreitet über russische Medien, kritisierte er das Ende dieser militärischen Zurückhaltung scharf. Kein Wunder: Für den Kreml steht nicht nur die militärische Lage auf dem Spiel – sondern auch das diplomatische Narrativ, mit dem Russland seit Beginn des Krieges versucht, seine Außenpolitik zu rechtfertigen.

    Faktisch bedeutet die Aussage von Merz zwar nicht automatisch, dass Deutschland nun umgehend weitreichende Marschflugkörper wie den Taurus liefert. Aber sie markiert einen politischen Wendepunkt. Bisher galt die Reichweite der gelieferten Waffensysteme als heikles Thema – denn Waffen mit großer Reichweite könnten tief ins russische Territorium vordringen. Ein Schritt, der Moskau zu weiteren Eskalationen veranlassen könnte.

    Doch während Berlin (noch) zögert, setzt die Realität an der Front neue Maßstäbe. Russische Truppen melden, sie hätten die ukrainischen Dörfer Volodymyrivka und Bilovody in der Region Sumy eingenommen – etwa 20 Kilometer von der russischen Grenze entfernt. Moskau erklärt diese Angriffe mit dem Ziel, eine „Pufferzone“ gegen ukrainische Angriffe zu schaffen. De facto handelt es sich jedoch um einen weiteren Vorstoß auf ukrainisches Staatsgebiet.

    Parallel dazu verstärkt Russland seine Luftoffensive in bisher unbekanntem Ausmaß. In der Nacht von Sonntag auf Montag wurden laut ukrainischem Militär 355 Drohnen auf die Ukraine abgefeuert – so viele wie noch nie seit Kriegsbeginn. 288 davon sollen abgefangen worden sein. Ein klares Zeichen, dass der Kreml versucht, mit Drohnen und Raketen – darunter neun Marschflugkörper vom Typ X-101 – die ukrainische Infrastruktur systematisch zu zerschlagen.

    Was macht das mit der ukrainischen Bevölkerung? Präsident Selenskyj spricht von einer „dritten Nacht in Folge russischen Terrors“. Der psychologische Druck, den diese Angriffe ausüben, lässt sich kaum in Zahlen fassen. Wie lebt es sich in einem Land, das jede Nacht mit massiven Drohnenangriffen rechnen muss?

    Währenddessen eskaliert auch der Ton in den USA. Donald Trump nannte Wladimir Putin „verrückt“ – eine Aussage, die in ihrer Deutlichkeit überrascht. Noch bemerkenswerter ist jedoch Trumps Prognose: Sollte Putin versuchen, die gesamte Ukraine zu besetzen, „könnte das den Untergang Russlands bedeuten“. Worte, die man sonst eher aus sicherheitspolitischen Thinktanks hört – nicht von einem US-Präsidenten.

    Der Kreml ließ diese Provokation natürlich nicht unbeantwortet. Moskaus Sprecher konterte, Putin schütze lediglich „die Sicherheit Russlands“. Ein altbekanntes Argument – und doch so brisant wie eh und je. Schließlich nutzt Russland dieses Narrativ, um nahezu jede militärische Maßnahme zu rechtfertigen. Doch wann kippt der Spagat zwischen Verteidigung und Aggression endgültig?

    Ein Lichtblick inmitten der Gewalt: Der größte Gefangenenaustausch seit Kriegsbeginn fand am Sonntag statt. 303 ukrainische Soldaten wurden gegen ebenso viele russische Kämpfer ausgetauscht. Für viele Familien auf beiden Seiten bedeutete das: endlich ein Wiedersehen nach Monaten der Ungewissheit. Solche Momente geben Hoffnung – auch wenn sie den Krieg nicht beenden.

    Und was bedeutet all das für Europa? Die Aufhebung der Waffenreichweiten-Beschränkung signalisiert, dass der Westen mehr Vertrauen in die ukrainische Militärführung setzt – und möglicherweise auch weniger Furcht vor Moskaus Drohgebärden hat. Doch die Grenze zwischen Unterstützung und Eskalation bleibt dünn. Wird Deutschland als nächstes doch noch den Taurus liefern?

    Es scheint, als würde der Krieg immer unberechenbarer. Moskau droht, Washington provoziert, Berlin tastet sich vor – und die Ukraine verteidigt sich Nacht für Nacht.

    Von Andreas M. Brucker

  • USA und EU beginnen Handelsverhandlungen – und weitere World-News

    USA und EU beginnen Handelsverhandlungen – und weitere World-News

    Maros Sefcovic, der Handelskommissar der EU, sprach gestern mit Howard Lutnick, dem US-Handelsminister, einen Tag nachdem Präsident Trump angekündigt hatte, dass er die 50-prozentigen Zölle auf alle EU-Importe verschieben werde, um mehr Zeit für Verhandlungen zu schaffen. Sefcovic schrieb später in sozialen Medien, dass sich die EU „nach wie vor voll und ganz konstruktiven und zielgerichteten Bemühungen“ für ein Abkommen verpflichtet fühle.

    Am Sonntag sprach Trump telefonisch mit Ursula von der Leyen, der Präsidentin der Europäischen Kommission. Eine Sprecherin der Kommission, Paula Pinho, sagte gestern, dass das Gespräch zwischen den beiden Führungspersönlichkeiten den Verhandlungen „neuen Schwung“ gegeben habe. Ziel ist es, vor dem 9. Juli eine Lösung zu finden – an diesem Tag sollen ansonsten die Zölle in Kraft treten.

    Doch der Weg zur Deeskalation bleibt schwierig. Die USA und die EU verfolgen weiterhin unterschiedliche Prioritäten. Und es ist unklar, ob sich die Forderungen oder Angebote überhaupt signifikant verändert haben.

    Ein Sprecher der Kommission sagte gestern, dass die EU weiterhin vorschlage, dass beide Seiten die Zölle auf Industriegüter auf null senken. Er deutete außerdem an, dass die EU ihre Listen für Vergeltungszölle überarbeite – mit denen europäische Länder amerikanische Importe wie Maschinen, Sojabohnen und Bourbon belegen könnten.

    Die Trump-Regierung hat von den europäischen Ländern verlangt, ihr Verbrauchssteuersystem sowie zentrale digitale Vorschriften zu ändern – Forderungen, die europäische Beamte ablehnen.


    Ukraine: Während Russland weiter angreift, zieht sich die USA zurück

    Russland startete gestern erneut massive Luftangriffe auf ukrainische Städte und Dörfer, während sich die USA zunehmend aus dem Konflikt und diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des Kriegs zurückziehen.

    Mindestens 355 russische Drohnen seien laut der Ukraine über das Land geschwärmt, begleitet von neun Raketen, die von Bombern abgefeuert wurden. Der Angriff erfolgte, nachdem Trump in sozialen Medien Präsident Wladimir Putin beschuldigte, „völlig DURCHZUDREHEN“ in seinem Versuch, die Ukraine zu erobern – gleichzeitig warf er jedoch dem ukrainischen Präsidenten vor, provokative Worte benutzt zu haben. In einem Kommentar sagte er: „Das ist nicht Trumps Krieg.“

    Trotz seiner Rhetorik hat Trump sich geweigert, sich den Europäern bei neuen Finanzsanktionen gegen Russland anzuschließen, und hat der Ukraine keine neuen Waffen oder andere Hilfen angeboten. Trumps Beschwerden über das anhaltende Töten, gepaart mit seiner Weigerung, Putin auch nur einen bescheidenen Preis zahlen zu lassen, sei ein bekanntes Muster, sagen Experten und Beamte.


    Ein Autofahrer rast in eine Menschenmenge in Liverpool

    Fast 50 Menschen wurden gestern verletzt, als ein Fahrer in eine Menschenmenge raste, die den Premier-League-Sieg Liverpools feierte. Vier Kinder wurden verletzt, eines davon schwer. Der Fahrer, ein 53-jähriger Brite, wurde von der Polizei festgenommen.

    Die stellvertretende Polizeichefin Jenny Sims sagte, die Ermittler gingen davon aus, dass es sich um einen Einzelfall handle, der nicht als Terrorakt eingestuft werde. Sie sagte, die Behörden suchten keine weiteren Beteiligten, machte aber bisher keine Angaben zu einem möglichen Motiv.


    WEITERE WICHTIGE NACHRICHTEN

    Venezuela: Die Partei des Autokraten Nicolás Maduro erklärte sich bei den Regional- und Parlamentswahlen zum Sieger, doch die Wahllokale waren nahezu leer, und die Ergebnisse wurden nicht veröffentlicht.

    Gaza: Der Leiter eines neuen, umstrittenen Hilfsprogramms im Gazastreifen trat zurück, da er seine Arbeit nicht unabhängig ausüben könne.

    Migration: Die Trump-Regierung hat Tausende venezolanische Migranten zur freiwilligen Ausreise gedrängt .

    Energie: US-Firmen, die große Batterien zur Speicherung grüner Energie produzieren, sind auf chinesische Komponenten und staatliche Subventionen angewiesen. Trumps Zölle und Steuerpläne könnten das gefährden.

  • Putin bietet Gespräche an – Trump rudert bei Sanktionen zurück. Und weitere World-News

    Putin bietet Gespräche an – Trump rudert bei Sanktionen zurück. Und weitere World-News

    Bei einem zweistündigen Telefonat zwischen Donald Trump und Wladimir Putin hat sich der russische Präsident offen für Friedensverhandlungen mit der Ukraine gezeigt – allerdings ohne konkrete Fortschritte. Putin wiederholte seine Forderung nach umfassenden Zugeständnissen Kiews und betonte, dass die „Ursachen der Krise beseitigt“ werden müssten – ein klarer Hinweis auf Moskaus Anspruch auf weitreichenden Einfluss in der Ukraine.

    Trump gab sich nach dem Gespräch zwar optimistisch, verzichtete aber auf seine zuvor scharf formulierten Drohungen, mit denen er Russland zu einem Waffenstillstand bewegen wollte. Stattdessen betonte er, Russland und die Ukraine sollten direkt miteinander verhandeln – was letztlich Putins Haltung stützt. Zudem habe er mit dem ukrainischen Präsidenten sowie mit europäischen Staatschefs gesprochen.

    Vizepräsident JD Vance äußerte sich hingegen kritisch: „Ich bin mir nicht sicher, ob Putin selbst weiß, wie er aus diesem Krieg wieder herauskommen soll.“

    Zwischenzeitlich hatte Papst Leo angeboten, dass die weiteren Friedensverhandlungen im Vatikan stattfinden könnten.

    Auch ein möglicher Gefangenenaustausch zwischen den USA und Russland war Thema des Gesprächs, wie Putins außenpolitischer Berater mitteilte.

    Parallel dazu verstärkt Russland seine militärische Präsenz an der Grenze zu Finnland – Experten sehen die Region als potenziellen neuen Krisenherd.

    Israel im Strategie-Chaos: Gaza-Offensive weiter unklar

    Nach Monaten der Blockade hat Israel erstmals wieder einige Hilfslieferungen nach Gaza durchgelassen – trotz zunehmender Luftangriffe und scharfer Rhetorik. Eine erwartete große Bodenoffensive bleibt weiterhin aus. Dahinter steckt ein offener Streit innerhalb der israelischen Regierung.

    Während Premierminister Netanjahu von Seiten seiner rechtsextremen Koalitionspartner unter Druck steht, Gaza vollständig zu besetzen, warnen Militärs vor den Risiken: Eine Invasion sei kaum durchzuhalten und könne das Leben israelischer Geiseln gefährden. Auch international wächst die Sorge – nicht zuletzt wegen einer drohenden Hungersnot im Gazastreifen.

    Großbritannien und EU auf Kuschelkurs – neue Partnerschaft nach Brexit

    Bei einem Gipfeltreffen zur Neuausrichtung haben Großbritannien und die EU eine engere Sicherheitszusammenarbeit beschlossen und Handelshemmnisse abgebaut. Ziel: Mehr Eigenständigkeit gegenüber den USA, nachdem unter Trump Zölle verhängt und das Engagement für Europas Sicherheit zurückgefahren worden war.

    Besonders brisant: EU-Schiffe dürfen bis 2038 in britischen Gewässern fischen – ein politisch heikles Zugeständnis von Premierminister Keir Starmer. Die Kritik seiner politischen Gegner ließ nicht lange auf sich warten.

    Was sonst noch wichtig war

    Portugal: Die konservative Demokratische Allianz gewinnt die Neuwahl und bleibt trotz fehlender absoluter Mehrheit an der Macht. Die rechtsextreme Partei Chega erreicht über 22 Prozent.

    Indien: Die Regierung geht juristisch gegen kritische Stimmen vor – betroffen sind Wissenschaftler, Journalisten und Unternehmen, die den Militäreinsatz gegen Pakistan kritisch hinterfragt haben.

    USA: Nach dem Verlust des Triple-A-Ratings schwanken die Börsen erneut, der Dollar fällt, Anleiherenditen steigen – die Märkte reagieren nervös auf Trumps Finanzpolitik.

    Kanada: Die von Trump ausgelöste Zollspirale weckt Ängste – die Autometropole Windsor könnte zur Geisterstadt werden.

    US-Einwanderung: Das oberste US-Gericht hat entschieden, dass 350.000 Venezolaner ihren Schutzstatus verlieren – Abschiebungen sind nun wahrscheinlicher.

    Spanien: Im Kampf gegen die Wohnungsnot zwingt die Regierung Airbnb dazu, fast 66.000 Angebote zu löschen.

    Kultur und Medien

    TV: Trotz finanzieller Schieflage hat „Sesamstraße“ einen neuen Streaming-Deal mit Netflix abgeschlossen. 20 Prozent der Mitarbeiter mussten dennoch gehen.

    Mode: Balenciaga setzt auf frischen Wind – Pierpaolo Piccioli, Ex-Valentino-Chef, übernimmt die kreative Leitung.

    Kino: Auf dem Filmfestival in Cannes sorgt Ari Asters „Eddington“ für hitzige Debatten – eine Satire auf die Corona-Politik. Der Film „Sound of Falling“ gilt inzwischen als Favorit für die Goldene Palme.

    Medien: Die Präsidentin von CBS News tritt zurück – ein weiteres Kapitel im Machtkampf zwischen Redaktion und Trump-Lager.

    Von C. Hatty

  • Kommentar: Angst vor Selenskyj, Herr Putin?

    Kommentar: Angst vor Selenskyj, Herr Putin?

    Wladimir Putin bleibt den Friedensverhandlungen zum Ukrainekrieg in Istanbul fern. Und man fragt sich unweigerlich: Warum? Warum kneift der mächtigste Mann Russlands, wenn es um den direkten Dialog mit Wolodymyr Selenskyj geht?

    Ein Präsident, der doch stets betont, die Kontrolle zu haben. Der vorgibt, klare Ziele zu verfolgen. Und der dann – wenn sich endlich ein Fenster zum Frieden öffnet – lieber jemanden vorschickt? Herr Putin, das sieht nicht nach Stärke aus. Das sieht aus wie ein Rückzieher. Wie ein Ausweichen.

    Natürlich, man wird uns erzählen, es sei Taktik. Diplomatie. Staatsräson. Bla bla. Doch in Wahrheit schwingt da ein ganz anderer Ton mit – einer von Unsicherheit, vielleicht sogar von Angst. Denn da sitzt er, der ukrainische Präsident, offen für Gespräche, bereit, sich dem direkten Austausch zu stellen. Und Sie, Herr Putin? Sie bleiben auf Distanz. Bleiben im Schatten.

    Man könnte sagen: ein Präsident, der Krieg befiehlt, sollte auch den Mut haben, über Frieden zu sprechen – von Angesicht zu Angesicht. Aber anscheinend ist das zu viel verlangt. Zu unbequem. Zu gefährlich für das Narrativ vom starken Zaren, der alles im Griff hat.

    Und mal ehrlich: Was befürchten Sie, Herr Putin? Dass Selenskyj Ihnen die Show stiehlt? Dass die Weltöffentlichkeit erkennt, wer tatsächlich Dialogfähigkeit besitzt? Dass das Ringen um Frieden kein Spiel ist, bei dem man sich hinter Beratern verstecken kann?

    Dieser Friedensgipfel in Istanbul ist keine PR-Bühne – es ist die letzte Ausfahrt vor einer Eskalation, die niemand wollen kann. Und gerade jetzt, da sich politische Schwergewichte aus aller Welt bemühen, Brücken zu bauen, drückt sich einer – der eine – um die Verantwortung.

    Vielleicht ist es auch bequemer, aus Moskau heraus Anweisungen zu geben. Sich die Hände nicht schmutzig zu machen mit harten Gesprächen, mit Zugeständnissen, mit Gesichtern, die man nur aus Kriegsbildern kennt.

    Doch eines ist klar: Friedensverhandlungen brauchen mehr als kalte Strategie. Sie brauchen Präsenz. Persönliche Konfrontation. Emotion. Menschlichkeit. All das, was der Kreml in diesen Tagen vermissen lässt.

    Ob aus Angst, Arroganz oder Kalkül – Ihre Abwesenheit spricht Bände, Herr Putin.

    Von Andreas M. Brucker

  • Trumps Nahost-Versprechen: Keine Einmischung mehr, kein Predigen mehr – und andere World-News

    Trumps Nahost-Versprechen: Keine Einmischung mehr, kein Predigen mehr – und andere World-News

    In einem prachtvollen Ballsaal in Saudi-Arabien kündigte Donald Trump eine radikale Kehrtwende der US-Außenpolitik im Nahen Osten an. Kein Nation Building mehr, keine militärischen Interventionen – und vor allem keine „Vorträge darüber, wie man zu leben hat“. Stattdessen sollen die Menschen in der Region ihren „eigenen Weg“ gehen und ihr „eigenes Schicksal“ bestimmen.

    Klingt wie ein Abschied von Jahrzehnten amerikanischer Außenpolitik.

    Die Reaktionen auf seine Worte ließen nicht lange auf sich warten. Während seiner viertägigen Reise durch Saudi-Arabien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate sprach Trump nicht nur über neue Geschäftsabschlüsse, sondern versuchte sich auch als großer Diplomat. Dabei zeigte er sich betont respektvoll – zumindest für seine Verhältnisse.

    Ein historisches Treffen

    Ein Höhepunkt seiner Tour: das Treffen mit dem neuen syrischen Präsidenten Ahmed al-Shara. Es war das erste Mal seit einem Vierteljahrhundert, dass sich Staatsoberhäupter Syriens und der USA gegenüberstanden. Trump bezeichnete al-Shara als „jungen, attraktiven Kerl“, fügte dann fast bewundernd hinzu: „Harter Typ. Mit Vergangenheit – einer sehr starken Vergangenheit. Ein Kämpfer.“

    Ein merkwürdiger Kommentar, bedenkt man al-Sharas Vergangenheit als Dschihadistenführer.

    Neue Deals in Katar

    Neben dieser ungewohnten Diplomatie brachte Trump auch einige handfeste Verträge mit nach Hause. Qatar Airways unterzeichnete eine Vereinbarung zum Kauf von 210 Boeing-Maschinen. Außerdem einigten sich die USA und Katar auf eine enge militärische Zusammenarbeit – ein deutliches Signal in einer ohnehin angespannten Region.

    Doch während Trump Deals einfädelte, eskalierte im Gazastreifen erneut die Gewalt. Der Direktor eines Krankenhauses berichtete von nächtlichen israelischen Luftangriffen, bei denen Dutzende Palästinenser getötet wurden. Das Schicksal des Hamas-Führers Muhammad Sinwar bleibt unklar. Sollte Israel ihn tatsächlich ausgeschaltet haben, könnte das – so zynisch es klingt – kaum noch große Auswirkungen haben.

    Friedensgespräche ohne Putin

    Unterdessen hat sich der russische Präsident Wladimir Putin entschieden, von den geplanten Friedensgesprächen mit der Ukraine in der Türkei fern zu bleiben. Stattdessen wird Wladimir Medinski, ein Hardliner und enger Vertrauter Putins, die Gespräche führen.

    Auch Trump, der zwischenzeitlich angedeutet hatte, sich an den Gesprächen zu beteiligen, sagte kurzfristig ab. An seiner Stelle reisen der US-Außenminister Marco Rubio sowie Trumps Sondergesandte Steven Witkoff und Keith Kellogg an.

    Die Situation könnte brisanter kaum sein. Beide Seiten treten militärisch auf der Stelle, und Russlands Forderungen in den Verhandlungen mit den USA wirken – gelinde gesagt – überzogen. Rechtfertigen lassen sie sich durch die geringen Erfolge auf dem Schlachtfeld jedenfalls nicht.

    Flucht der Afrikaaner in die USA: Südafrika empört

    Ein anderes Thema sorgt in Südafrika für hitzige Debatten. Präsident Cyril Ramaphosa verurteilte scharf die wachsende Zahl weißer Südafrikaner, die das Land in Richtung USA verlassen. „Sie laufen davon“, sagte er, „vor der Verantwortung, beim Aufbau des Landes mitzuhelfen.“ Wer sich aus dem Staub mache, sei schlicht ein Feigling.

    Die südafrikanische Regierung reagierte entschieden auf die Behauptung der Trump-Administration, dass Afrikaaner – also Nachfahren weißer Siedler aus der Apartheid-Ära – als Flüchtlinge gelten sollten. Dafür gebe es keinerlei Grundlage.

    Die Idee, weiße Farmer würden systematisch bedroht, ist ein Mythos, den Trump schon länger verbreitet – gerne mit Unterstützung seines Beraters Elon Musk, der selbst aus Südafrika stammt. Doch Beweise? Fehlanzeige.

    Weitere Themen

    – In New York sagte die Sängerin Cassie in dem Prozess gegen ihren Ex-Freund und Musikproduzenten Sean Combs aus. Ihre Aussagen sind brisant – und werfen kein gutes Licht auf den Hip-Hop-Mogul.

    – Zwischen Indien und Pakistan gibt es vorsichtige Zeichen der Entspannung: Beide Länder tauschten inhaftierte Soldaten aus. Satellitenbilder zeigen: Der Schaden nach den letzten Kämpfen blieb überschaubar.

    – In Südkorea haben Angehörige der Opfer des Jeju-Air-Absturzes Anzeige gegen 15 Luftfahrtbeamte erstattet. Der Vorwurf: grobe Fahrlässigkeit.

    – Der iranische Außenminister schlägt ein ambitioniertes Atomprojekt vor: Arabische Staaten und US-Investoren sollen gemeinsam in die Urananreicherung einsteigen.

    China und die USA nähern sich im Handelskonflikt an – zumindest leicht. Ein Gipfeltreffen scheint wieder in Reichweite, auch wenn Peking an seinen Ansprüchen festhält.

    – Ein US-Gericht gab der „New York Times“ recht: Die EU muss interne Nachrichten über Corona-Impfstoff-Verhandlungen herausgeben.

    – Hochschulkrise in den USA: Australien, Kanada und einige europäische Länder umwerben verstärkt Wissenschaftler, die unter Trumps Budgetkürzungen leiden. Manche Angebote sind ziemlich verlockend.

    OpenAI will angeblich das Programmier-Tool Windsurf übernehmen – für satte 3 Milliarden Dollar.

    – Die britische Luxusmarke Burberry streicht bis zu 1.700 Stellen. Der Grund: miserable Verkaufszahlen.

    Die Welt dreht sich schnell – und während einige Mauern bauen, reißen andere sie ein. Wer setzt am Ende die besseren Zeichen?

    Von C. Hatty

  • „Ich warte auf Putin“ – Selenskyj fordert direkte Friedensgespräche in Istanbul

    „Ich warte auf Putin“ – Selenskyj fordert direkte Friedensgespräche in Istanbul

    Es ist ein ungewöhnlicher Schritt, der weltweit für Aufsehen sorgt: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat angekündigt, am Donnerstag persönlich in Istanbul auf Wladimir Putin zu warten. Der Ort? Die Türkei – diplomatisch neutral, geostrategisch bedeutend. Die Botschaft? Klar und unmissverständlich: „Ich hoffe, dass die Russen diesmal keine Ausreden suchen.“

    Mit dieser öffentlichen Herausforderung reagiert Selenskyj auf Putins jüngsten Vorschlag, am 15. Mai Friedensgespräche aufzunehmen – angeblich ohne Vorbedingungen. Doch Selenskyj stellt seinerseits eine Bedingung: eine vollständige Waffenruhe ab Montag. Sonst, so betonte er, seien Gespräche sinnlos. Denn wie soll man über Frieden reden, während Bomben fallen?


    Ein diplomatisches Tauziehen in Echtzeit

    Die Bühne ist bereitet – doch wird der Hauptakteur erscheinen? Der Kreml schweigt bislang über eine mögliche Teilnahme Putins. Währenddessen laufen die politischen Drähte auf Hochtouren. Denn auch auf internationaler Ebene überschlagen sich die Reaktionen. US-Präsident Donald Trump positionierte sich überraschend klar: Die Ukraine solle das Angebot Putins „sofort“ annehmen. Gleichzeitig zweifelte er selbst öffentlich an Putins Aufrichtigkeit – ein doppeltes Spiel, das Fragen aufwirft.

    Europa hingegen versucht geschlossen aufzutreten. Bundeskanzler Friedrich Merz, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Großbritanniens Premier Keir Starmer hatten in der vergangenen Woche in Kiew ein deutliches Signal gesendet. Ihre Forderung: eine bedingungslose Waffenruhe für 30 Tage. Bei Nichteinhaltung drohten sie mit Sanktionen und verstärkter militärischer Unterstützung. Ein deutliches Ultimatum – das nun auf dem Prüfstand steht.


    Zwischen Hoffnung und Skepsis

    Trotz diplomatischer Gesten zeigt Russland keinerlei Anzeichen von Zurückhaltung. In der Nacht zum Sonntag hagelte es erneut Drohnenangriffe auf ukrainische Städte – darunter Kiew, Mykolajiw und Schytomyr. Für viele Beobachter ist klar: Wer redet und gleichzeitig schießt, will keinen Frieden, sondern Zeit gewinnen. Ist Putins Gesprächsangebot also nur eine taktische Finte?

    Die Lage erinnert an ein Pokerspiel, bei dem keiner so recht weiß, wer blufft. Doch die Einsätze sind hoch – es geht um Menschenleben, um die Zukunft einer Region, um die Glaubwürdigkeit internationaler Diplomatie.


    Die Türkei als Vermittlerin – Hoffnung oder Illusion?

    Recep Tayyip Erdoğan hat sich einmal mehr als Vermittler angeboten. Istanbul soll der Ort sein, an dem Historisches möglich wird. Bereits in der Vergangenheit hatte sich die Türkei bei Verhandlungen zwischen Kiew und Moskau hervorgetan – allerdings ohne langfristigen Erfolg.

    Die geografische Nähe zur Ukraine und Russland, gepaart mit einem ausgeprägten geopolitischen Eigeninteresse, macht die Türkei zu einem naheliegenden Gastgeber. Doch kann Erdoğan – dessen Beziehungen zu Putin als ambivalent gelten – wirklich Brücken bauen?


    Was steht wirklich auf dem Spiel?

    Ein direktes Treffen zwischen Selenskyj und Putin wäre ein Novum seit Kriegsbeginn – und ein riskanter Schritt für beide Seiten. Für Selenskyj bedeutet es ein politisches Wagnis. Er setzt seine Glaubwürdigkeit aufs Spiel, wenn Putin nicht erscheint oder das Gespräch ins Leere läuft. Für Putin wiederum ist die Aussicht, einem internationalen Friedensdruck nachzugeben, innenpolitisch heikel.

    Und was denkt die internationale Gemeinschaft? Die einen hoffen auf einen Durchbruch – andere sprechen offen von einer „Verzögerungstaktik“, um dem Druck des Westens zu entkommen. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen.


    Ein Blick nach vorn – vorsichtig optimistisch?

    Der kommende Donnerstag könnte ein Wendepunkt werden – oder ein weiteres Kapitel der Enttäuschung. Es wäre nicht das erste Mal, dass Hoffnung auf Frieden von der Realität zerschlagen wird. Aber was wäre die Alternative? Weiterkämpfen, bis keiner mehr zuhört?

    Selenskyjs Botschaft an Putin ist ein öffentlicher Weckruf: „Es hat keinen Sinn, das Töten fortzusetzen.“ Eine einfache Wahrheit, in Zeiten des Krieges oft das Schwierigste, was man aussprechen kann.

    Vielleicht – ganz vielleicht – ist das der erste Schritt aus der Sackgasse. Oder zumindest der Versuch, es zu wagen.

    Andreas M. Brucker

  • Kommentar: Wenn der Wolf den Frieden anbietet

    Kommentar: Wenn der Wolf den Frieden anbietet

    Putin spricht von Frieden – während seine Drohnen Wohnhäuser zerfetzen. Er lädt zum Gespräch – und verteilt im selben Atemzug neue Bedingungen, die nichts anderes bedeuten als Kapitulation. Wer da nicht misstrauisch wird, hat die letzten drei Jahre verschlafen.

    Natürlich klingt es verlockend, nach all den Toten, Zerstörungen, Trennungen endlich das Wort „Frieden“ zu hören. Und natürlich sollten jede Tür, jede Geste in Richtung Dialog ernst genommen werden – aber nicht naiv. Denn wer, wie Putin, während eines laufenden Angriffskriegs Verhandlungen „ohne Vorbedingungen“ anbietet, aber gleichzeitig die Abtretung ganzer Regionen zur Bedingung macht, führt kein Friedensangebot im Schilde, sondern betreibt perfide politische Inszenierung.

    Man fragt sich fast, ob der russische Präsident glaubt, die Welt sei dümmer geworden.

    Nein, Herr Putin, so läuft das nicht. Sie können nicht gleichzeitig bombardieren und verhandeln wollen – das ist kein Spagat, das ist Zynismus. Die Ukraine kämpft um ihre Existenz, um ihre Freiheit, um ihre Würde. Wer dabei nur taktisch blufft, verhandelt nicht – er kalkuliert.

    Es braucht eine echte Waffenruhe, nicht für 30 Minuten, sondern für 30 Tage und länger – überprüfbar, verlässlich, transparent. Alles andere ist Nebelkerze.

    Frieden ist keine PR-Nummer.

    Und Europa? Es muss jetzt, nach dem wichtigen Treffen in Kiew, zusammenstehen wie nie – ohne Hysterie, aber mit klarem Blick. Denn wer Frieden will, darf sich nicht vom Täter diktieren lassen, wie dieser auszusehen hat. Sonst wird der nächste „Friedensplan“ gleich mit dem nächsten Überfall geliefert.

    Von Daniel Ivers

  • Putins Gesprächsangebot an Kiew: Friedensinitiative oder erneutes taktisches Manöver?

    Putins Gesprächsangebot an Kiew: Friedensinitiative oder erneutes taktisches Manöver?

    Der russische Präsident Wladimir Putin hat am 10. Mai 2025 überraschend direkte Gespräche mit der Ukraine vorgeschlagen. Diese sollen am 15. Mai in Istanbul stattfinden – ohne Vorbedingungen. Während Moskau dies als Schritt in Richtung Frieden darstellt, reagieren Kiew und westliche Hauptstädte mit Skepsis. Die Initiative erfolgt kurz nach einer von der Ukraine und ihren Verbündeten formulierten Forderung nach einem 30-tägigen Waffenstillstand, den Russland bislang ablehnt. Putins Vorschlag: Verhandlungen ohne Vorbedingungen In einer Ansprache im Kreml erklärte Putin, Russland sei bereit für „ernsthafte Gespräche“ mit der Ukraine, um die „tieferen Ursachen des Konflikts“ zu beseitigen. Er schlug vor, die Verhandlungen in der Türkei zu beginnen, ohne Vorbedingungen. Die russische Seite betont, dass nicht Moskau, sondern Kiew die bisherigen Gespräche abgebrochen habe. Seit dem Scheitern der Friedensgespräche in Istanbul im Frühjahr 2022 war eine diplomatische Lösung in weite Ferne gerück…

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  • Trump zu Putin: „Wladimir, HÖR AUF!“ – und weitere World-News

    Trump zu Putin: „Wladimir, HÖR AUF!“ – und weitere World-News

    Bei russischen Raketen- und Drohnenangriffen auf Kiew wurden gestern mindestens 12 Menschen getötet und 90 weitere verletzt. Dieser Angriff veranlasste Ex-Präsident Trump zu einer seltenen Missbilligung Moskaus.

    „Wladimir, HÖR AUF!“, schrieb Trump auf sozialen Medien, direkt an den russischen Präsidenten Wladimir Putin gerichtet. „Ich bin nicht glücklich über die russischen Angriffe auf KIEW. Unnötig und sehr schlechtes Timing.“

    Der Angriff ereignete sich nur wenige Stunden, nachdem Trump und seine engsten Berater den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj dazu gedrängt hatten, einen von den USA entworfenen Friedensplan zu akzeptieren, der Russland stark begünstigen würde.

    Gestern erklärte Trump im Oval Office, er habe „keine Loyalität“ gegenüber einer der beiden Seiten, sein einziges Ziel sei es, den Krieg zu beenden und Leben zu retten. Gleichzeitig behauptete er jedoch, Putin habe ein „ziemlich großes Zugeständnis“ gemacht, um den Konflikt zu beenden. Auf Nachfrage, worin dieses Zugeständnis bestehe, antwortete Trump: „Aufhören, das ganze Land zu übernehmen.“

    Krim: Trump zeigt sich bereit, Russlands Anspruch auf die Krim anzuerkennen. Dies würde zehn Jahre US-Außenpolitik über Bord werfen und ein gefährliches Signal senden – nämlich, dass die USA gewaltsame Grenzverschiebungen akzeptieren. In der Ukraine ist dieser Vorschlag indiskutabel.

    Europäische Länder betrachten die Zukunft der Ukraine als entscheidend für ihre eigene Sicherheit. Offizielle Stellen betonen, dass sie Kiew weiterhin unterstützen werden, auch falls sich die USA aus den Friedensverhandlungen zurückziehen.

    Ein General verurteilt: Der russische Generalmajor Iwan Popow, der entlassen wurde, nachdem er die russische Armeeführung wegen Problemen auf dem Schlachtfeld kritisiert hatte, wurde wegen Korruption zu fünf Jahren Haft verurteilt.


    Eskalation zwischen Indien und Pakistan

    Die Spannungen zwischen Indien und Pakistan haben sich gestern drastisch verschärft. Pakistan kündigte Vergeltungsmaßnahmen gegen Indien an, einen Tag nachdem Indien Sanktionen gegen Pakistan verhängt hatte – Hintergrund war ein Anschlag in Kaschmir, bei dem 26 Touristen starben.

    Pakistan schloss seinen Luftraum für indische Fluggesellschaften und forderte, dass Indien sein diplomatisches Personal in Islamabad reduziert sowie den Handel zwischen beiden Ländern aussetzt. Indien hat offiziell noch keine Gruppe für den Anschlag nahe der Stadt Pahalgam verantwortlich gemacht, während Pakistan jegliche Verwicklung abstreitet.

    Gleichzeitig wächst in Pakistan die Sorge – indische Offizielle deuten mögliche Militärschläge an. Im Fernsehen warnen Verteidigungsexperten vor unvorhersehbaren Folgen einer Eskalation.

    Details: Nachdem Indien ein wichtiges Wasserabkommen ausgesetzt hat, erklärte Pakistan, jede Blockade der Flüsse werde als „Kriegserklärung“ betrachtet. Pakistan ist auf das Wasser des Indus-Flusssystems, das durch Indien fließt, für etwa 90 Prozent seiner Landwirtschaft angewiesen.


    Papst Franziskus wird morgen beigesetzt

    Der Vatikan veröffentlichte gestern das erste Bild des Grabes von Papst Franziskus – schlicht, ungeschmückt und seinem Willen entsprechend. Das Grab besteht aus Marmor und trägt die Inschrift „Franciscus“.

    Zehntausende Katholiken haben dem verstorbenen Papst die letzte Ehre erwiesen, dessen Leichnam im Petersdom aufgebahrt ist. Die Beisetzung findet morgen statt.


    WEITERE WICHTIGE NACHRICHTEN

    Frankreich: Ein Schüler in Nantes erstach während der Mittagspause vier Mitschüler, einer starb. Das Motiv ist unklar.

    Klima: Trump unternahm einen großen Schritt zur Erschließung von Rohstoffen auf dem Meeresboden – eine Praxis, die von fast allen anderen Staaten abgelehnt wird.

    Israel: Das Militär Israels gab zu, im vergangenen Monat ein Gästehaus der UN in Gaza mit Panzern beschossen zu haben. Ein UNO-Mitarbeiter starb.

    Südkorea: Der ehemalige Präsident Moon Jae-in wurde wegen Korruption angeklagt – der nächste Ex-Staatschef vor Gericht.

    Amsterdam: Die Bürgermeisterin entschuldigte sich für die Rolle der Stadt bei der Verfolgung jüdischer Bürger während des Holocaust.

    Syrien: Großbritannien hob Sanktionen gegen mehrere syrische Regierungsbehörden unter Assad auf.

    Kanada: Die Polizei erschoss einen Mann am Flughafen Toronto Pearson, was zur teilweisen Schließung eines Terminals führte.

    Äthiopien: Kaffeebauern kämpfen darum, neuen EU-Vorgaben zu genügen, die eine vollständige Rückverfolgbarkeit der Bohnen verlangen.

    USA: Trump glaubt, seine Zölle würden Unternehmen dazu zwingen, Fabriken in den USA zu bauen – ob das tatsächlich eintritt, bleibt höchst zweifelhaft.

    Israel: Ein Expertenteam arbeitet seit über einem Jahr an einem Leitfaden für die Unterstützung von Geiseln nach ihrer Freilassung.

    USA: Ein indonesischer Student, verheiratet mit einer Amerikanerin, wartet auf eine Green Card. Nun droht ihm die Abschiebung wegen einer Verhaftung im Jahr 2022.