Schlagwort: Wintersport

  • Ein Sturz im Schnee – Tod eines Skifahrers erschüttert die Savoie

    Ein Sturz im Schnee – Tod eines Skifahrers erschüttert die Savoie

    Es ist einer jener Wintertage, an denen die Berge ruhig daliegen, fast gleichgültig gegenüber dem menschlichen Treiben auf ihren Flanken. Am Samstag, dem 27. Dezember, endete ein solcher Tag im Skigebiet von Les Karellis tragisch. Ein junger Skifahrer verlor nach einem Sturz auf einer Piste sein Leben. Ein Unfall, der Fragen hinterlässt, Betroffenheit auslöst und einmal mehr die fragile Grenze zwischen sportlicher Freiheit und tödlichem Risiko sichtbar macht. Der Unfall ereignete sich am frühen Nachmittag im Bereich Tête d’Albiez, einem hochgelegenen Sektor des Skigebiets, der über 2000 Meter hinausreicht. Weite Hänge, klare Luft, gute Sicht – nichts deutete darauf hin, dass dieser Tag anders verlaufen würde als so viele andere davor. Nach übereinstimmenden Informationen lokaler Medien stürzte der Skifahrer allein. Kein Zusammenstoß, kein Lawinenabgang, kein spektakuläres Szenario. Nur ein Sturz. Und doch reichte die Wucht des Aufpralls aus, um tödliche Verletzungen zu verurs…

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  • Wenn der Berg zuschlägt: Lawinentote erschüttern die Savoie

    Wenn der Berg zuschlägt: Lawinentote erschüttern die Savoie

    Der Winter zeigt in diesen Tagen sein freundlichstes Gesicht. Strahlender Himmel, frisch gefallener Schnee, perfekte Bedingungen für Skifahrer, die das Weite suchen, hinaus aus den präparierten Pisten, hinein ins scheinbar unberührte Gelände. Und doch genügt ein einziger Moment, ein leises Knacken im Schnee, damit aus Idylle blanke Tragödie wird. In der französischen Alpenregion Savoie haben sich am Freitag, dem 26. Dezember, gleich zwei tödliche Lawinenunglücke ereignet – binnen weniger Stunden, nur wenige Täler voneinander entfernt. Am Vormittag trifft es ein Skigebiet, das für viele Wintersportler fast so etwas wie ein zweites Wohnzimmer ist: La Plagne. Hoch oben, auf rund 2.500 Metern Höhe, an der Nordflanke der Bellecôte, einem imposanten Bergmassiv, das sich meist kühl und schattig gibt, geraten mehrere Skifahrer in eine Lawine. Sie sind im freien Gelände unterwegs, abseits der gesicherten Pisten, dort, wo der Schnee noch jungfräulich wirkt und die Spuren von gestern fehlen….

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  • Ein Schritt zu weit: Der tödliche Sturz eines jungen Skifahrers in den Savoyer Alpen

    Ein Schritt zu weit: Der tödliche Sturz eines jungen Skifahrers in den Savoyer Alpen

    Es ist einer dieser Wintertage, an denen die Schönheit der Berge trügt. Die Sonne steht klar über den Gipfeln, der Schnee glitzert, die Pisten wirken einladend – und doch genügt ein einziger Schwung abseits der markierten Strecke, um aus Freizeit tödlichen Ernst zu machen. Am Donnerstag, dem 18. Dezember, ist im Skigebiet Les Arcs in der französischen Savoie genau das geschehen. Ein 24 Jahre alter britischer Skifahrer kam bei einer Abfahrt im freien Gelände ums Leben. Der junge Mann war gemeinsam mit einem Freund unterwegs, beide hatten sich für eine Abfahrt abseits der präparierten Pisten entschieden. Hors-piste, nennen es die Franzosen, Freeride die Szene – ein Begriff, der Freiheit verspricht, Weite, Unberührtheit. Tatsächlich aber auch Steilheit, Unberechenbarkeit und Risiken, die sich nicht durch farbige Markierungen zähmen lassen. Der Unfall ereignete sich im Sektor Chavonnes, einem Bereich des weitläufigen Skigebiets von Les Arcs, der unter Kennern für seine anspruchsvollen Coul…

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  • Alpen im Ausnahmezustand: Schneemassen, Glätte, Lawinengefahr – der Winter ist da

    Alpen im Ausnahmezustand: Schneemassen, Glätte, Lawinengefahr – der Winter ist da

    Ein plötzlicher Kälteeinbruch hat die französischen Alpen in eine tief verschneite Winterlandschaft verwandelt. Innerhalb weniger Stunden fielen bis zu zwei Meter Neuschnee – ein Naturschauspiel, das gleichermaßen Begeisterung und Besorgnis auslöst.

    In der kleinen Gemeinde Les Saisies im Département Savoie wird der Schnee zur Gemeinschaftsaufgabe. Noch vor Sonnenaufgang hört man das rhythmische Kratzen der Schneeschaufeln, dazwischen das metallische Röhren der Räumfahrzeuge. Jeder hilft mit – die Stimmung ist gelöst, fast euphorisch. „Nach dem vielen Regen ist das wie ein Geschenk“, sagt ein Anwohner mit glühenden Wangen, während er sich mit kräftigen Zügen durch die Schneemassen vor seinem Haus arbeitet. Die Freude ist spürbar – man hatte lange auf diesen Moment gewartet.

    Und doch schwingt ein Unterton von Ernst mit. Die Schneemenge, die sich innerhalb von nur drei Tagen angesammelt hat, ist beachtlich. Ein früher Winterbeginn, so sagen viele. Für die Skigebiete bedeutet das: eine mögliche Saisoneröffnung früher als geplant. Für die Einsatzkräfte: Alarmbereitschaft.

    Ein junges Paar, frisch angekommen für die Saisonarbeit, steht frühmorgens vor einem halb eingeschneiten Van – ihr Zuhause für die kommenden Monate. Die beiden lachen, scherzen, schaufeln. „Es ist anstrengend, aber irgendwie auch schön“, sagt sie. „Sportlich“, ergänzt er mit einem Zwinkern. Ihre Bewegungen verraten Routine – als hätten sie sich auf genau dieses Szenario vorbereitet.

    Währenddessen laufen im Hintergrund schon die Pistenraupen. Männer wie Hervé Alliot-Lugaz, erfahrener Maschinenführer, steuern ihre Fahrzeuge mit ruhiger Hand und einem breiten Lächeln. Für ihn ist die Lage „ein Geschenk der Götter“. Endlich könne man in Ruhe die Pisten präparieren, ohne wie so oft in den letzten Jahren auf späte Schneefälle hoffen zu müssen. Die Wintersportorte hatten in den vergangenen Saisons wiederholt unter Schneemangel gelitten. Jetzt aber scheint der Himmel seine Schulden begleichen zu wollen – großzügig und ohne Vorwarnung.

    Doch die Kehrseite des Winterwunders lässt nicht lange auf sich warten. Schon am Abend des 24. November lag die Schneefallgrenze noch oberhalb von 1.800 Metern. Doch seit dem Morgen des 25. drängt der Schnee in tiefere Lagen. Auf den Straßen wird es rutschig, die Sicht ist schlecht, die Unfallgefahr steigt. Eine Lieferwagenfahrerin verliert die Kontrolle, landet im Straßengraben – ein Bild, das sich in den nächsten Tagen häufen dürfte.

    Die Behörden mahnen zur Vorsicht. Winterausrüstung sei keine Empfehlung, sondern Pflicht. Schneeketten, Allradantrieb, vorausschauendes Fahren – wer jetzt in die Berge fährt, braucht Nerven und Vorbereitung. Die Lawinengefahr ist massiv gestiegen: Stufe 4 von 5 – ein Warnsignal für alle, die sich abseits der gesicherten Pisten bewegen wollen.

    Für viele Einheimische ist das Schneechaos ein Déjà-vu. Geschichten von früher machen die Runde, als die Winter noch härter, die Schneefälle noch ausufernder gewesen sein sollen. Und doch: Solche Mengen so früh im Jahr? Auch die Alten runzeln die Stirn. Manches fühlt sich neu an in diesen Tagen – und ein bisschen unheimlich.

    In den kommenden Tagen bleibt die Wetterlage angespannt. Weitere Schneefälle sind angekündigt. Die Lawinenkommissionen tagen im Stundentakt. Gleichzeitig laufen in den Skistationen die Vorbereitungen auf Hochtouren: Skilifte werden getestet, Hütten eingeräumt, Saisonkräfte eingewiesen. Man will bereit sein, sobald das Startsignal fällt.

    Für Touristiker ist das ein Hoffnungsschimmer. Für Einsatzkräfte eine Herausforderung. Und für alle anderen ein Spektakel, das zeigt: Der Winter ist da – laut, schwer und kompromisslos.

    Autor: Andreas M. Brucker

  • Pulverschnee und Premierenfreude: Saisonstart unter Wintersonne in Tignes

    Pulverschnee und Premierenfreude: Saisonstart unter Wintersonne in Tignes

    Minus 19 Grad, Sonne über den Gipfeln und der Geruch von frischer Piste in der Luft – der Start in die Skisaison 2025/26 im französischen Tignes hätte kaum malerischer ausfallen können. Während das Thermometer am frühen Morgen noch in sibirischen Regionen verharrte, machten sich bereits die ersten Skifahrer auf den Weg – dick eingepackt, mit glänzenden Augen und gespannter Vorfreude im Gepäck.

    Was für viele nach klirrender Kälte klingt, ist für die Haute Montagne in Wahrheit ein Geschenk: Der Schneefall der vergangenen Tage hat die Hänge großzügig eingepackt, die Schneekanonen liefern rund um die Uhr Nachschub, und selbst die Pistenraupen tanzen im Takt der Saisonvorbereitungen. In Tignes ist der Winter angekommen – und mit ihm ein Auftakt, der Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern übertroffen hat.

    „Es ist unglaublich – einfach wunderschön“, schwärmt ein Skifahrer, während ihm kleine Dampfwolken aus dem Kragen steigen. Für ihn ist es mehr als nur Sport. Es ist ein Statement gegen den frühen Dunkelheitseinbruch, ein Plädoyer für die Bewegung, ein Ritual des Wiedererwachens. Zwei Stunden und dreißig Minuten sei er gefahren, „und das würde ich jeden Tag machen – wenn ich nicht arbeiten müsste“, sagt er mit einem Lachen, das selbst bei minus 15 Grad ansteckt.

    Tatsächlich war das, was noch vor wenigen Tagen als ambitioniert galt, nun greifbare Realität: 80 Prozent des Skigebiets sind zum Start bereits geöffnet – ein Wert, von dem man in Tignes vor zehn Tagen kaum zu träumen wagte. Der plötzliche Kälteeinbruch hat die Bedingungen nahezu perfektioniert, die Schneemaschinen laufen unermüdlich – zwischen minus fünf und minus zehn Grad, da performen sie am besten, erklärt Hervé Luciannaz, der als Sektorleiter jede Schneeflocke im Blick behält.

    Parallel dazu wird gearbeitet, als ginge es um ein Uhrwerk aus Schnee, Sicherheit und Geschwindigkeit. Innerhalb von nur 24 Stunden haben die Teams Pistenmarkierungen gesetzt, Sicherheitsnetze gespannt und Rettungsgeräte positioniert. „Das hier ist ein Traîneau – damit transportieren wir verletzte Skifahrer ab“, erklärt Virginie Pogneaux, eine erfahrene Pistenretterin, die mit stoischer Ruhe durch den Neuschnee stapft.

    Ohne sie und ihre Kolleginnen und Kollegen läuft hier gar nichts. Denn wer unter Extrembedingungen den Berg sichert, braucht nicht nur Erfahrung, sondern auch Präzision. Dazu gehört auch das tägliche Feintuning der Pisten. Clémentine Marmottan ist Fahrerin einer der mächtigen Pistenraupen – seit Tagen modelliert sie die Hänge bis ins letzte Detail. „Keine großen Hügel, keine tiefen Löcher – am Ende soll die Piste gleichmäßig und sicher sein“, erklärt sie, während draußen die Schneekristalle tanzen.

    Und das Ergebnis? Es begeistert. Bereits bei den ersten Abfahrten war die Freude greifbar. „Die erste Fahrt ist immer ein bisschen ruhiger – zum Reinkommen“, sagt ein Skifahrer. Doch schon beim zweiten Anlauf sei man „direkt mit Vollgas“ unterwegs gewesen. Ein anderer ergänzt mit leuchtenden Augen: „Die Schneeverhältnisse sind der Wahnsinn – ein bisschen fehlt noch im unteren Bereich, aber selbst mit Kunstschnee ist das hier einfach genial.“

    Ein erstes Fazit, das man auch in Zahlen fassen kann: Die Buchungslage für Dezember liegt laut aktuellen Angaben bereits acht Prozent über dem Vorjahr. Und mit weiteren Schneefällen, die bereits für den kommenden Sonntag angekündigt sind, dürfte sich dieser Trend fortsetzen.

    Tignes hat also vorgelegt – früh, stark und eindrucksvoll. Die neue Saison beginnt nicht mit einem vorsichtigen Schritt, sondern mit einem Schwung. Und während anderswo noch über Wärmerekorde diskutiert wird, zählt hier oben nur eines: der Moment, wenn Skier frisch über den Schnee gleiten und die Berge wieder zum Leben erwachen.

    Von C. Hatty

  • Letzte Skisaison im Loire-Gebiet – Chalmazel schließt seine Pisten für immer

    Letzte Skisaison im Loire-Gebiet – Chalmazel schließt seine Pisten für immer

    Kein letzter Schwung, kein letzter Winter, es ist Schluss. Die Nachricht kam Anfang Oktober 2025 – und sie traf die Region wie ein Donnerschlag: Die Skistation Chalmazel, das einzige alpine Skigebiet im französischen Département Loire, wird in der kommenden Wintersaison 2025/26 nicht mehr öffnen. Das Aus ist beschlossen.

    Ein Ende unter dem Deckmantel der „finanziellen Vernunft“

    Die Entscheidung fiel nicht auf den Gipfeln, sondern in den Sitzungssälen des Départementrats. Georges Ziegler, Präsident des Départements, begründet den Schritt mit nüchternen Zahlen und einem bitteren Fazit: Der Betrieb sei zu teuer geworden. Zu wenig Schnee, zu viele Kosten – und zu viele Zweifel, ob sich neue Investitionen je wieder rechnen könnten.

    Rund 450.000 Euro Defizit drohten, trotz einer öffentlichen Subvention von rund einer Million Euro. Chalmazel war schon länger ein Zuschussbetrieb – ein symbolisches, aber teures Überbleibsel aus einer Zeit, in der der Winter noch verlässlich weiß war.

    Doch das Klima hat andere Pläne. In den mittleren Höhenlagen des Massif Central ist der Schnee längst zum Glücksspiel geworden. Schneekanonen sollen aushelfen, doch sie verbrauchen Energie, Wasser und Geld. Der Betrieb wurde für die Verantwortlichen zur Gratwanderung zwischen Verantwortung und Illusion. Also entschied man sich für den Stopp.

    Aber wie so oft trifft der Bruch nicht nur die Zahlen, sondern die Menschen.

    Ein Schock für Chalmazel – und für eine ganze Region

    „Ein Stich ins Herz“, nennt es Valéry Gouttefarde, der Bürgermeister von Chalmazel-Jeansagnière. Der Ort, kaum 400 Einwohner stark, lebte im Winter vom Skitourismus. Hotels, Restaurants, Skiverleihe – sie alle hatten investiert, vorbereitet, gehofft. Nun stehen sie vor leeren Pisten und vollen Lagern. Ein Sporthändler spricht von 70.000 Euro ungenutztem Material.

    Die Wut ist greifbar. Eine Online-Petition mit über 6.000 Unterschriften fordert den Erhalt der Station. Viele fühlen sich übergangen, nicht angehört. Die Entscheidung sei „brutal“ gefallen, heißt es in Leserbriefen und Radiosendungen. Der Frust mischt sich mit Trauer – und mit der Angst, dass Chalmazel bald mehr Vergangenheit als Zukunft ist.

    Denn was passiert mit einem Bergdorf, wenn der Schnee verschwindet?

    Das Ende eines Modells

    Die Schließung Chalmazels ist kein Einzelfall, sondern Teil eines größeren, unaufhaltsamen Trends. In ganz Frankreich kämpfen die Mittelgebirgsstationen ums Überleben. Die Winter werden kürzer, wärmer, unzuverlässiger. Selbst große Skigebiete wie La Sambuy in Savoyen haben schon aufgegeben – zu teuer, zu riskant, zu wenig nachhaltig.

    Viele Regionen versuchen nun den Wandel: Wandern statt Wedeln, Mountainbikes statt Skilifte, Naturtourismus statt Schneekanonen. Chalmazel soll, so versichert das Département, „nicht aufgegeben, sondern neu gedacht“ werden. Vielleicht mit ganzjährigen Angeboten – Sommerpfade, Kletterparks, Themenwanderungen.

    Doch für die Bewohner klingt das nach Trostpreis. Denn der Winter war nicht nur Saison – er war Identität.

    Zwischen Verantwortung und Wehmut

    Für die Verwaltung ist das Aus von Chalmazel eine „Pause“. Für viele Einheimische ein Schlussstrich. Die einen sprechen von Weitsicht, die anderen von Kapitulation. Beides stimmt ein Stück weit.

    Das Beispiel Chalmazel zeigt, was passiert, wenn die Natur die Regeln ändert – und wir trotzdem an alten Träumen festhalten. Skifahren in 1.400 Metern Höhe war schon lange eine Wette gegen die Zeit. Jetzt hat die Zeit gewonnen.

    Aber vielleicht liegt genau hier ein Neuanfang: Eine Region, die sich neu erfindet, jenseits des Skitourismus. Eine Region, die lernt, mit dem zu leben, was sie hat – nicht mit dem, was sie verlor.

    Und doch: Wenn im Januar der erste Schnee fällt, werden viele nach oben blicken. Und sich fragen – hätte man es nicht doch versuchen können?

    Autor: Andreas M. Brucker

  • Ski oder Schluss? Wie Allos über die Zukunft von Le Seignus entscheidet

    Ski oder Schluss? Wie Allos über die Zukunft von Le Seignus entscheidet

    Ein kleines Dorf steht vor einer großen Wahl. Die französische Gemeinde Allos, eingebettet in die majestätische Bergwelt der Alpes-de-Haute-Provence, diskutiert über nichts Geringeres als die Zukunft ihrer traditionsreichen Skistation Le Seignus. Bis zum 28. Juni dürfen die Einwohner – und auch Zweitwohnungsbesitzer – abstimmen. Drei Szenarien, eine Entscheidung. Doch was steht wirklich auf dem Spiel? Ein Traditionsberg im Sinkflug Le Seignus ist kein unbeschriebenes Blatt. Seit 1936 lockt die Station Wintersportler in das Val d’Allos. Mit dem Label „Famille Plus Montagne“ ausgezeichnet, galt sie lange als familienfreundlicher Geheimtipp. Doch der Lack ist ab – finanziell wie klimatisch. Die nackten Zahlen sprechen eine klare Sprache: 688.000 Euro Defizit für das Jahr 2025. Betriebskosten von rund 1,8 Millionen Euro. Und ein dramatischer Einbruch bei den Skitagen – 50 % weniger seit Beginn der 2000er Jahre. Während die Besucherzahlen abnehmen, steigen die Sorgen. Fazit: Um wirtschaftli…

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  • Wunder am Vignemale: Drei Alpinisten überleben 600-Meter-Sturz in den Pyrenäen

    Wunder am Vignemale: Drei Alpinisten überleben 600-Meter-Sturz in den Pyrenäen

    Ein Moment der Unachtsamkeit, ein unglücklicher Tritt – und plötzlich verwandelt sich eine Bergtour in einen lebensgefährlichen Albtraum. Am Samstag, dem 24. Mai 2025, überlebten drei erfahrene spanische Alpinisten wie durch ein Wunder einen über 600 Meter tiefen Sturz in der Nordwand des Vignemale-Massivs in den französischen Pyrenäen. Ein Szenario wie aus einem Katastrophenfilm Die drei Männer befanden sich auf dem Couloir de Gaube – einer der bekanntesten Schnee- und Eistouren der Region. Mit einer Neigung zwischen 45 und 60 Grad ist dieser Aufstieg kein Kinderspiel, aber für geübte Bergsteiger durchaus machbar. Was dann geschah, beschreibt ein Augenzeuge so: „Es ging alles so schnell. Sie rutschten einfach weg – und waren plötzlich nur noch kleine Punkte im weißen Hang.“ Der Auslöser? Vermutlich eine abrutschende Eisplatte, die das Gleichgewicht der Seilschaft ins Wanken brachte. Nur: Die drei Männer waren nicht durch Seile miteinander verbunden. Ein Umstand, der im Nachhinein als …

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  • Savoie im Schneechaos: Lawinengefahr überschattet das Ende der  Skisaison

    Savoie im Schneechaos: Lawinengefahr überschattet das Ende der Skisaison

    Der Frühling klopft an – doch in den französischen Alpen zeigt sich der Winter noch einmal von seiner wildesten Seite. In der Savoie hat ein außergewöhnlicher Schneefall Mitte April für massive Störungen gesorgt und eine alarmierende Lawinengefahr ausgelöst. Trotz der schrittweisen Öffnung der Skigebiete bleibt die Situation angespannt – nicht zuletzt wegen eines tödlichen Unglücks in Val Thorens.

    Schnee wie seit Jahren nicht mehr Zwischen dem 16. und 17. April hat es im Département Savoie heftig geschneit. Und das ist fast noch untertrieben: In manchen Höhenlagen türmte sich der Schnee bis zu 1,5 Meter hoch auf – eine Seltenheit für diese Jahreszeit. Die betroffenen Gebiete, darunter die Hochlagen von Haute-Maurienne, Haute-Tarentaise und die Vanoise, wurden umgehend von Météo-France in Alarmbereitschaft versetzt – Warnstufe Orange für Lawinengefahr. Ein Aprilschnee, der nicht nur idyllisch, sondern gefährlich ist.

    Tragödie in Val Thorens Die Kehrseite dieser weißen Pracht offenbart…

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