Schlagwort: Wildschweine

  • Invasion der Wildschweine: Wenn die Natur die Städte erobert

    Invasion der Wildschweine: Wenn die Natur die Städte erobert

    Wildschweine – einst scheue Waldbewohner, die man höchstens bei einer Wanderung im Morgengrauen erahnen konnte – tauchen heute mitten in unseren Städten auf. Sie durchstöbern Gärten, pflügen Grünanlagen um und lassen auch die schönsten Vorgärten nicht unberührt. Für viele Anwohner ist das ein Schreckensszenario, für die Tiere schlicht ein cleverer Schachzug in Sachen Überleben.

    Vom Dickicht ins Eigenheimviertel In Meyzieu, einem Vorort von Lyon, staunten die Bewohner des Wohngebiets „Domaine des Mouettes“ nicht schlecht, als plötzlich Wildschweine ihre Vorgärten bevölkerten. Was zuerst wie eine kuriose Ausnahme wirkte, wiederholt sich seit Ende 2023 mit erstaunlicher Regelmäßigkeit. Die Tiere zerwühlen Rasenflächen, knabbern an Pflanzen und lösen ein wachsendes Unbehagen aus – nicht nur wegen der Schäden, sondern auch wegen der Frage: Was passiert, wenn Mensch und Tier zu nah aufeinandertreffen? Und Meyzieu ist kein Einzelfall. Quer durch Frankreich wagen sich die Schwarzkittel in die…

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  • Wenn Wildschweine baden gehen – Ferienidylle im Var trifft tierische Realität

    Wenn Wildschweine baden gehen – Ferienidylle im Var trifft tierische Realität

    Es klingt wie ein Scherz – ist aber keiner: Auf den sonnenverwöhnten Stränden der Côte d’Azur tummeln sich plötzlich nicht nur Tourist:innen in Bademode, sondern auch Wildschweine mit Sand an den Klauen und Meersalz im Borstenkleid. Willkommen im Var, wo die Grenzen zwischen Natur und Zivilisation gerade auf tierisch unterhaltsame Weise verschwimmen. Strandbesuch mit Rüssel Der 15. Juli in Cavalaire-sur-Mer war kein gewöhnlicher Urlaubstag. Auf der charmanten Bonporteau-Bucht stürmte eine vierköpfige Wildschweinfamilie die Handtücher – nicht aggressiv, sondern neugierig. Sie schnüffelten durch Picknickkörbe, klauten Reste von Baguette und planschten seelenruhig in den Wellen. Ein paar Kilometer weiter, in Ramatuelle, wurde es noch kurioser: Dort machten es sich kleine Frischlinge über Wochen hinweg auf der Strandterrasse eines Restaurants gemütlich. Sie kamen, sie fraßen, sie blieben. Und das alles mitten in der Hauptsaison – zur Belustigung vieler Urlauber, zur Besorgnis der Anwohner….

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  • Wildschwein-Alarm in Saint-Maximin: Wenn die Natur vor der Haustür steht

    Wildschwein-Alarm in Saint-Maximin: Wenn die Natur vor der Haustür steht

    In Saint-Maximin, einem charmanten Ort im Département Oise zwischen Chantilly und Creil, ist das Idyll getrübt. Wo früher nur Vogelgezwitscher und das Rauschen des Waldes zu hören waren, wühlen heute Wildschweine die Vorgärten um. Und das nicht als Ausnahme – sondern immer häufiger. Die Einwohner sind beunruhigt. Nicht nur wegen der Schäden. Sondern weil die Grenze zwischen Natur und Zivilisation zu verschwimmen droht. Plötzlich stehen sie da – mitten im Garten Was klingt wie ein Ausflug in ein Tiergehege, ist für viele zur täglichen Realität geworden. Die Wildschweine, eigentlich Waldbewohner, dringen bis in Wohngebiete vor. Rasenflächen werden umgepflügt, Zäune beschädigt, Mülltonnen durchwühlt. Ein Chaos auf vier Hufen – mit Borsten und Stoßzähnen. Der Bürgermeister von Saint-Maximin, Serge Macudzinski, bestätigt: Einige Anwohner füttern die Tiere sogar. Gut gemeint – aber fatal. Denn wer Wildschweine anlockt, erzieht sie zum Bleiben. Jäger im Wohngebiet – eine Entscheidung mit Folg…

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  • Marseille und die Wildschweininvasion: Ungebetene Besucher in der Stadt

    Marseille und die Wildschweininvasion: Ungebetene Besucher in der Stadt

    In Marseille tummeln sich nachts ungebetene Gäste – und sie bringen Chaos mit. Wildschweine, angezogen von überquellenden Mülltonnen, dringen in einige Stadtteile ein und sorgen für Unruhe. Besonders betroffen sind die Bewohner entlang der Route des Goudes am Meer.

    Wildschweine auf nächtlicher Tour

    Wenn die Sonne untergeht, erwacht die Wildschweinbande. Auf der Suche nach Nahrung durchstreifen sie die Straßen und machen selbst vor Wohngebieten nicht halt. Nahe des Parc national des Calanques sind die Tiere inzwischen ein alltäglicher Anblick. Jean-Noël Picon, Bewohner einer dortigen Wohnanlage, berichtet von regelmäßigen Begegnungen mit den borstigen Nachbarn. Seit Jahren schon gehören sie hier zum Stadtbild.

    Zerstörung und Gefahr

    Doch die Anwesenheit der Wildschweine bleibt nicht ohne Folgen. Verzweifelt erzählt Picon von seinem Hund, der von einem der Tiere angegriffen wurde. Der Schaden, den die Wildschweine anrichten, ist immens. „Junge Bäume werden ausgerissen, überall gibt es Löcher“, klagt er. In seiner Not ließ er einen großen Zaun errichten – Kostenpunkt: stolze 12.000 Euro.

    Die Bewohner schlagen Alarm

    Angesichts der zunehmenden Bedrohung haben die Bewohner den Druck auf die Stadtverwaltung erhöht. Eine Lösung muss her, und zwar schnell. Christine Juste, Stadträtin der Grünen (EELV) und zuständig für die städtischen Tiere, erklärt, dass bereits Maßnahmen ergriffen wurden. Ein städtisches Dekret verbietet nun das Füttern der Wildschweine, in der Hoffnung, deren Stadtbesuche dadurch zu reduzieren.

    Ursachen und Lösungen

    Warum dringen die Wildschweine überhaupt in die Stadt vor? Die Antwort liegt in einem Zusammenspiel aus Nahrungssuche und Lebensraumverlust. Der Parc national des Calanques bietet zwar einen natürlichen Lebensraum, doch die Nähe zur Stadt und die dortigen Müllquellen locken die Tiere an.

    Aber ist ein Fütterungsverbot ausreichend? Skeptiker zweifeln daran. Solange die Müllentsorgung nicht verbessert wird, werden die Wildschweine weiterhin in der Stadt nach Futter suchen. Zudem könnte eine koordinierte Jagd in Betracht gezogen werden – eine Maßnahme, die jedoch auf Widerstand stoßen dürfte.

    Um ein besseres Verständnis muss man mit betroffenen Bewohnern sprechen. „Es ist jeden Abend das gleiche Bild“, erzählt eine ältere Dame. „Die Schweine kommen in Scharen und hinterlassen ein Chaos.“ Ein junger Mann ergänzt: „Wir fühlen uns nicht mehr sicher, wenn wir nachts rausgehen. Die Tiere sind unberechenbar.“

    Es scheint, als ob die Wildschweine das nächtliche Leben in Marseille deutlich verändert haben. Die Maßnahmen der Stadtverwaltung sind ein Schritt in die richtige Richtung, doch die Bewohner hoffen auf langfristige Lösungen.

    Die Wildschweine in Marseille sind mehr als nur ein Ärgernis – sie sind ein ernsthaftes Problem, das sowohl Sicherheit als auch Lebensqualität der Einwohner beeinträchtigt. Die Stadtverwaltung muss weiterhin an Lösungen arbeiten und dabei sowohl die Bedürfnisse der Bewohner als auch den Schutz der Tiere berücksichtigen. Wird es gelingen, die Wildschweine wieder in ihre natürlichen Lebensräume zurückzudrängen? Die kommenden Monate werden es zeigen.

  • Wildschwein verursacht Aufregung in einer Marseiller Schule

    Wildschwein verursacht Aufregung in einer Marseiller Schule

    Ein außergewöhnlicher Vorfall sorgte zu Beginn dieser Woche für Aufsehen in Marseille: Ein Wildschwein verirrte sich in eine Schule und löste unter den Anwesenden Panik aus.

    Die Szene, die sich am Montag in der Schulanlage Marseilleveyre im 8. Arrondissement ereignete, wurde auf Video festgehalten und machte schnell auf den sozialen Netzwerken die Runde.

    Ein unerwarteter Besucher

    Gegen 13 Uhr am Montag drang ein über 150 Kilogramm schweres Wildschwein, das vermutlich aus dem nahegelegenen Nationalpark Calanques stammte, in das Gelände der Cité Scolaire Marseilleveyre ein. Auf den von Hervé Menchon, einem Stadtrat von Marseille, auf X (ehemals Twitter) geteilten Aufnahmen ist zu sehen, wie das Tier mit bemerkenswerter Geschwindigkeit durch das Schulgelände prescht, dabei mehrfach knapp an Passanten vorbeiläuft und für erschrockene Reaktionen sorgt. „Eine Art Schulschwänzen, das hätte schiefgehen können“, kommentierte Menchon humorvoll die Situation.

    Glück im Unglück

    Glücklicherweise endete der Vorfall ohne Verletzte. Trotz der gefährlichen Situation und der Anwesenheit von zahlreichen Schülern auf dem Gelände kam niemand zu Schaden. Das Wildschwein konnte schließlich das Schulgelände verlassen, ohne weiteren Schaden anzurichten.

    Sicherheitsbedenken

    Der Vorfall wirft Fragen hinsichtlich der Sicherheit auf dem Schulgelände auf. Obwohl kürzlich Teile des Zauns erneuert wurden, um genau solche Ereignisse zu verhindern, gelang es dem Tier dennoch, auf das Gelände vorzudringen. Schuldirektor Dominique Loporati betonte, dass ein Teil des Zauns komplett erneuert wurde, um derartige Vorkommnisse zu vermeiden. Dennoch zeigt dieser Vorfall, dass selbst die besten Vorsichtsmaßnahmen nicht immer ausreichen, um die unvorhersehbaren Wege der Natur zu kontrollieren.

    Dieser Vorfall in Marseille ist ein lebendiges Beispiel dafür, wie die urbane und wilde Welt manchmal auf unerwartete Weise aufeinandertreffen können. Während die Situation hier glücklicherweise ohne ernsthafte Konsequenzen blieb, dient sie als Erinnerung an die Notwendigkeit, stets auf der Hut zu sein und Sicherheitsvorkehrungen ernst zu nehmen, besonders in Gebieten, die an natürliche Lebensräume grenzen.

  • Departement Orne: Zweiter tödlicher Jagdunfall in weniger als zwei Monaten bei einer Treibjagd

    Departement Orne: Zweiter tödlicher Jagdunfall in weniger als zwei Monaten bei einer Treibjagd

    Das Opfer wurde durch den Schuss eines anderen Jägers tödlich getroffen. Ein ähnliches Drama hatte sich bereits Ende Dezember im Departement Orne ereignet.

    Ein 43-jähriger Jäger starb am Sonntag, dem 4. Februar, bei einer Treibjagd auf Wildschweine in Verrières im Departement Orne, wie der Sender France Bleu Normandie berichtete. Der Mann wurde durch den Schuss eines der etwa ein Dutzend anderen Jäger, die an der Jagd teilnahmen, tödlich getroffen.

    Das Opfer war als Treiber tätig. Seine Aufgabe war es, sich mit einem Hund in eine bestimmte Richtung fortzubewegen, um das Wild zu einer Reihe von Schützen zu treiben. Wahrscheinlich eröffnete einer der Jäger das Feuer auf ein Wildschwein und verletzte den Mann, der sich in dessen Nähe befand, tödlich. Ein Jäger, der unter dem Verdacht steht, der Schütze zu sein, wurde in Polizeigewahrsam genommen.

    Dies ist der zweite tödliche Jagdunfall innerhalb von weniger als zwei Monaten im Departement Orne. Ein ähnliches Drama hatte sich bereits am 27. Dezember 2023 in der Gegend ereignet. Das damalige Opfer, ein 44-jähriger Landwirt, hatte ebenfalls an einer Treibjagd auf Wildschweine teilgenommen, die von einer örtlichen Jagdgesellschaft organisiert worden war. Auch er war als Treiber tätig.

  • Indre-et-Loire: Wildschwein greift Rentnerin in ihrem Garten an und verletzt sie schwer

    Indre-et-Loire: Wildschwein greift Rentnerin in ihrem Garten an und verletzt sie schwer

    Eine Rentnerin wurde in ihrem Garten in Veigné im Département Indre-et-Loire von einem Wildschwein schwer verletzt. Dem Opfer wurde fast die Hälfte des Körpers in Gips gelegt. Das Tier war vermutlich vor Jägern und ihren Hunden geflohen.

    Am Samstagmorgen wollte eine Rentnerin aus Veigné, südlich von Tours, in Ruhe in ihrem Garten arbeiten. Doch die Gartenarbeit endete abrupt. Ein Wildschwein sprang auf ihr Grundstück und griff sie von hinten an.

    Es waren Nachbarn, die Alarm schlugen. Die 70-Jährige wurde von der Feuerwehr ins Trousseau-Krankenhaus in Chambray-lès-Tours gebracht. „Sie ist vom Becken bis zum Hals eingegipst“, berichtete ein Angehöriger der Zeitung La Nouvelle République. Die Rentnerin ist schwer verletzt und leidet an mehreren Brüchen. Am Mittwoch befand sie sich noch im Krankenhaus.

    Zu dem Zeitpunkt, als die Rentnerin von dem Tier angegriffen wurde, fand auf dem Gebiet der Gemeinde eine Jagd statt. Wollte das Wildschwein den Jägern und ihren Hunden entkommen? Auf seiner Flucht griff das Wildschwein auch einen Rottweiler an. Der Hund wurde von den Stosszähnen des Wildschweins auf einer Länge von etwa 15 cm aufgeschlitzt.

    Die 70-Jährige Rentnerin lebt in einem Wohngebiet am Rande eines Waldes. Die Gärten, in denen das Wildschwein erst den Hund und dann die Rentnerin angriff, befinden sich am Waldrand. „In der Gemeinde gibt es viele Naturgebiete und Waldgrundstücke. Das ist ein Zufluchtsort für Wildschweine“, sagt Bürgermeister Patrick Michaud gegenüber der Zeitung La Nouvelle République.

    Der örtliche Jagdverein hat die Tierarztkosten für den Hund übernommen und will nach der Entlassung der Rentnerin aus dem Krankenhaus auch mit ihr in Kontakt treten.

  • „Ich habe noch nie etwas Vergleichbares gesehen“: Ein seltsames Wildschwein in Südfrankreich gesichtet

    „Ich habe noch nie etwas Vergleichbares gesehen“: Ein seltsames Wildschwein in Südfrankreich gesichtet

    Ein Naturliebhaber hat im Süden Frankreichs ein Tier fotografiert, das man noch nie zuvor gesehen hat. Es ähnelte einem Wildschwein, sah aber doch ganz anders aus…

    Daniel traute seinen Augen nicht. Der passionierte Wanderer und Tierliebhaber ist regelmäßig in der Gegend um Six-Fours im südfranzösischen Departement Var unterwegs. Eines seiner Hobbys ist es, Wärmebildkameras an Bäumen anzubringen und zwei oder drei Tage später wieder vorbeizukommen, um zu kontrollieren, welche Tiere fotografiert wurden.

    Als er am Dienstagmorgen eine seiner Kameras kontrollierte, war er verblüfft. „Ich hatte noch nie etwas Vergleichbares gesehen“, erzählt er der Zeitung Var-Matin. „Ein ganz weißer Körper, wie ein Schaf, und der Kopf ist schwarz“. Das Tier ist voluminös. Er schätzt sein Gewicht auf 80 kg. Und obwohl das Tier wie ein Wildschwein aussieht, ist sein Kopf flacher als für diese Tiere typisch.

    Neugierig geworden, sucht Daniel zuerst im Internet nach Informationen, findet aber keine Antwort. Eine Antwort gibt es schließlich bei der örtlichen Jagdgesellschaft. Bei dem Tier handelt es sich um eine Kreuzung aus einem Wildschwein und einem Chinaschwein. „Manche Privatpersonen halten Chinaschweine. Und manchmal entwischen sie“, erzählt der Vorsitzende der Jägerschaft, Hervé Fabre. Bei einer Begegnung im Wald kopulierten also ein Wildschwein und ein chinesisches Schwein miteinander und was dabei herauskam hat Daniels Kamera entdeckt.

    Bereits in der Vergangenheit haben sich Wildschweine und Hausschweine immer mal wieder fortgepflanzt. Sie werden in Frankreich als Cochonglier, Sanglochons oder Hybriden bezeichnet. Seit 1982 versucht der französische Staat dies einzuschränken, um die genetische Reinheit des Wildschweins zu erhalten.

    Mitten in der Jagdsaison hat das gekreuzte wilde Chinaschwein derzeit allerdings keine guten Karten: Während das Chinaschwein nicht getötet werden darf – es gilt als Haustier -, können die aus Kreuzungen hervorgegangenen Tiere von den Jägern abgeschossen werden.

  • Wildschweine erobern den Strand von Pampelonne bei St. Tropez

    Wildschweine erobern den Strand von Pampelonne bei St. Tropez

    Stellen Sie sich vor, Sie genießen die letzten Urlaubstage auf dem Strand von Pampelonne bei St. Tropez, als plötzlich eine Herde Wildschweine auftaucht. Die Tiere nähern sich immer häufiger den Menschen und den Städten…

    Ein unerwarteter Besuch: Inmitten von Liegestühlen schlendern Wildschweine in Familienverbänden gemächlich am Strand von Pampelonne (Var) entlang, während die Touristen staunend zuschauen. Die Sichtung von Wildschweinen an der Küste ist auf der Halbinsel Ramatuelle fast schon alltäglich geworden. Ein Strandbesucher fotografierte in einem Restaurant „drei kleine Frischlinge, die ohne ihre Mutter gekommen sind. Die Leute waren gerade beim Mittagessen und sie machten sich ihr eigenes kleines Loch. Sie blieben mindestens drei Wochen“ erzählt er auf dem Sender France 2.

    Auf einem 30 Hektar großen Weingut kann man die Schäden, die Wildschweine anrichten, kaum noch zählen. Auch der eigen errichteten Zauns scheint sie aufhalten zu können. Der Ernteverlust wird auf 15 bis 20 % geschätzt.

    Es ist nicht mehr ungewöhnlich, Wildschweinen in städtischen Gebieten zu begegnen. „Die Ansiedlung von Wildschweinen in stadtnahen Gebieten gab es bereits, sie wird durch zwei Dinge verstärkt: die Fütterung durch Anwohner (…) und die Angst vor dem Wolf, der sie im Wald jagt“, erklärt Adrien Dovetta, Verwalter des Jagdverbands des Departements Var, auf France 2.

    In den kommenden Monaten werden wieder große Treibjagden organisiert. Im vergangenen Jahr wurden allein im Departement Var 13.000 Wildschweine erlegt.

  • Rouen: Wildschweine siedeln sich in den Gärten an

    Rouen: Wildschweine siedeln sich in den Gärten an

    Auf den Anhöhen von Rouen im Département Seine-Maritime verwüsten immer öfter Wildschweine die Gärten. Die Bewohner sind von der Situation genervt.

    Seit sechs Monaten haben sich Wildschweine mitten in einem Wohngebiet auf den Anhöhen der Stadt Rouen (Seine-Maritime) eingenistet. Die Anwohner sind entnervt. „Sie drehen alles um. Sie fressen die Blumen. Sie legen die Bäume um“, beklagte sich Guy Billard, ein Anwohner, vor der Kamera des Senders France 3. Mitten am Tag lassen sich die über hundert Kilo schweren Tiere auf den Rasenflächen und Terrassen der Anwohner nieder. In 20 Jahren hat Guy Billard so etwas noch nie gesehen. Er fragt sich: „Müssen wir uns mit einem Gewehr bewaffnen und schießen? Dann wird innerhalb einer Stunde die Polizei hier sein“.

    Palisaden sollen aufgestellt werden
    Nur wenige Meter entfernt stellt Lilas Ferrar das gleiche fest. Sie sagt: „Sie fressen. Sie laufen herum (…) Sie haben alles aufgewühlt. Ich habe eines verjagt und das war ein riesiges Schwein.“ Mindestens ein Dutzend Häuser im dem Viertel wurden von den Wildschweinen besucht. Auf Anfrage teilte die Stadtverwaltung von Rouen mit, dass bald Palisaden aufgestellt werden sollen, um die Routen der Tiere umzulenken. Außerdem wird derzeit eine Studie durchgeführt, um die Wildschweinpopulation in der Umgebung von Rouen zu schätzen.