Schlagwort: Werbung

  • Shein im Visier: Greenwashing-Vorwürfe und eine Anzeige bei der Werbeaufsicht

    Shein im Visier: Greenwashing-Vorwürfe und eine Anzeige bei der Werbeaufsicht

    Die Fast-Fashion-Marke Shein gerät erneut in die Schlagzeilen – diesmal wegen ihrer Umweltversprechen. Die Umweltorganisation France Nature Environnement (FNE) hat beim französischen Werberat (Jury de Déontologie Publicitaire, kurz JDP) eine Beschwerde gegen Shein eingereicht. Der Vorwurf: Greenwashing. Umweltfreundlich? Von wegen! Mit Slogans wie „Für eine nachhaltigere Mode“ oder „Netto-Null-Emissionen spätestens bis 2050“ wirbt Shein derzeit in einer groß angelegten Kampagne. QR-Codes auf Werbeanzeigen führen zu Webseiten, die das angebliche Umweltengagement des Unternehmens unterstreichen sollen. Doch die FNE zweifelt an der Ehrlichkeit dieser Botschaften. Axèle Gibert, Sprecherin der Organisation, bringt es auf den Punkt: Die Kampagne sei „unlauter, irreführend und geeignet, Konsumenten über die Realität der angebotenen Produkte zu täuschen“. Denn unter dem grünen Deckmantel verbergen sich laut FNE altbekannte Probleme – darunter maßlose Überproduktion, aggressive Konsumanreize, A…

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  • Isère: Drogendealer verteilen Werbeprospekte in Briefkästen

    Isère: Drogendealer verteilen Werbeprospekte in Briefkästen

    In der kleinen Gemeinde Poisat (Isère) staunten die Bewohner nicht schlecht: Zwischen den üblichen Werbeprospekten fanden sie Flyer für Drogen. Die ausgefallene Werbung listet verschiedene illegale Substanzen auf, darunter Cannabis, Kokain und Schmuggelzigaretten, und verspricht „Produkte des Vertrauens“ sowie einen Lieferdienst mit festen Uhrzeiten.

    Ein seltsamer Fund in den Briefkästen

    Für Yvette und einige ihrer Nachbarn war der erste Reflex klar: „Ich habe den Flyer einfach direkt in den Müll geworfen.“ Andere waren zunächst ungläubig und hielten es für einen schlechten Scherz – bis sich herausstellte, dass in rund 50 Briefkästen der beschaulichen 2.300-Einwohner-Gemeinde solche Flyer landeten.

    „Ich dachte erst, das ist ein Witz, aber dann war ich einfach nur sprachlos“, erklärte der Bürgermeister Ludovic Bustos. Noch ungewöhnlicher: Auch in zwei Nachbargemeinden wurden ähnliche Flyer verteilt – gezielt in Wohnvierteln mit Familien und Senioren.

    Polizei ermittelt gegen die kreativen Dealer

    Die Behörden nehmen den Fall ernst. Eine offizielle Untersuchung wurde eingeleitet, um die Verantwortlichen aufzuspüren und mögliche Hintermänner aus dem Drogenmilieu zu identifizieren.

    Die Methode – offensichtliche Werbung für illegale Substanzen – ist in Frankreich eher unüblich. Normalerweise läuft der Drogenhandel über diskrete Netzwerke und Mundpropaganda. Hier aber scheinen die Dealer bewusst neue Wege zu gehen – vielleicht, weil sie sich in einer ruhigen Gemeinde weniger Aufmerksamkeit durch die Polizei erwarten.

    Drogendealer 2.0?

    Diese Art der Werbung wirft Fragen auf: Handelt es sich um eine einmalige Provokation oder um eine neue Strategie des Drogenhandels? Die Ermittlungen werden zeigen, wer hinter dieser Aktion steckt – und ob sich ähnliche Fälle auch in anderen Regionen ereignen.

    Bis dahin bleibt den Bewohnern von Poisat vor allem eins: die skurrile Erkenntnis, dass mittlerweile selbst Drogen per Werbeprospekt beworben werden.

    Von C. Hatty

  • Jordan Bardella: Werbung für sein neues Buch in französischen Bahnhöfen ab sofort untersagt

    Jordan Bardella: Werbung für sein neues Buch in französischen Bahnhöfen ab sofort untersagt

    Die Werbekampagne für Jordan Bardellas Buch Ce que je cherche wird man in den Bahnhöfen und U-Bahnstationen Frankreichs vergeblich suchen. Das neue Werk des Präsidenten des Rassemblement National (RN) wird von Mediatransports, der Firma, die für die Werbeflächen in den französischen Bahnhöfen und Pariser Metrostationen zuständig ist, nicht mehr zugelassen. Der Grund: Das Design der Plakatwerbung widerspricht laut Mediatransports „den Prinzipien der Neutralität“, die das Unternehmen bei seinen Inhalten wahrt. Diese Entscheidung, am 28. Oktober bekannt gegeben, ist auf die Forderungen von Gewerkschaften zurückzuführen, die sich gegen eine „Werbekampagne im Dienste einer rechtsextremen Partei“ ausgesprochen hatten. Bardella zeigte sich empört und verurteilte diesen Schritt als Zensur seines Buches. Politische Brisanz und Meinungsfreiheit Jordan Bardella, der als charismatischer und aufstrebender Politiker der französischen Rechten gilt, ließ seiner Empörung freien Lauf. Laut ihm sei der D…

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  • Gewerkschaft SUD-Rail protestiert gegen Werbung für das Buch von Jordan Bardella in SNCF-Bahnhöfen

    Gewerkschaft SUD-Rail protestiert gegen Werbung für das Buch von Jordan Bardella in SNCF-Bahnhöfen

    Der Streit um politische Neutralität und Werbung in öffentlichen Räumen ist wieder aufgeflammt. Diesmal dreht sich die Kontroverse um eine Werbekampagne für das Buch von Jordan Bardella, dem Präsidenten des Rassemblement National (RN), die in zahlreichen Bahnhöfen der französischen Eisenbahngesellschaft SNCF zu sehen ist. Der Gewerkschaftsbund SUD-Rail hat am 16. Oktober 2024 scharf auf diese Kampagne reagiert und seine Kritik in einem offenen Brief an den SNCF-Chef Jean-Pierre Farandou geäußert. Die Kampagne zur Bewerbung des Buches, das von Bardellas Verlag Fayard herausgegeben wird, soll vom 1. bis zum 17. Dezember 2024 in insgesamt 110 Bahnhöfen im ganzen Land zu sehen sein – darunter 67 Bahnhöfe in der Region Île-de-France und 43 weitere in den anderen Landesteilen. „Unvereinbare Werte“ Für SUD-Rail steht diese Werbung im direkten Widerspruch zu den Werten, die der Gewerkschaft und der SNCF wichtig sind. In ihrem Brief betont die Gewerkschaft: „Das Rassemblement National, eine Par…

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  • Ein Supermarkt als Social-Media-Star: Das Erfolgsgeheimnis des Leclerc Pont-l’Abbé

    Ein Supermarkt als Social-Media-Star: Das Erfolgsgeheimnis des Leclerc Pont-l’Abbé

    Seit einigen Wochen erzielen die Instagram- und TikTok-Konten des Leclerc-Supermarkts in Pont-l’Abbé, im Finistère, Millionen von Aufrufen mit ihren kurzen, humorvollen Videos. Was steckt hinter diesem unglaublichen Erfolg?

    „Wie jede Woche bei Leclerc Pont-l’Abbé…“ – so beginnt eine der beliebten Video-Einleitungen, die derzeit in den sozialen Medien viral geht. Der Supermarkt im bretonischen Finistère hat auf Instagram fast 80.000 Follower und über 42.000 auf TikTok, und das in nur wenigen Wochen.

    @leclercpontlabbe 💨 JOURNÉE STAR 💨 On vous donne rendez-vous ce mercredi 26 juin, pour profiter de 34% en ticket E.Leclerc sur tous les déodorants ! 💨 Offre réservée aux porteurs de carte E.Leclerc. Voir détails en magasin. L’abus d’alcool est dangereux pour la santé, à consommer avec modération. #leclerc #leclercpontlabbe #promo #humour #viral #pontlabbe #paysbigouden #bonplan #solaires #deo #deodorant #déodorant #fyp ♬ Pedro Pedro – team7funny

    Was macht diese Videos so erfolgreich? Sie kombinieren clever Humor und Absurdität mit den Eigenheiten der sozialen Medien, um die aktuellen Angebote des Supermarkts zu bewerben. Ein paar Beispiele gefällig? Taubenkot wird zur Sonnencreme, ein Autounfall-Clip leitet eine Fischtheken-Rabattaktion ein – das sind nur einige der skurrilen Ideen, die Millionen von Menschen zum Lachen bringen. Eine besonders erfolgreiche Videoidee: Ein durch Stromschlag gegrillter Vogel verwandelt sich in ein verkaufsfertiges Brathähnchen.

    @leclercpontlabbe ☀️ JOURNÉE STAR ☀️ On vise le 1 million de vues avec cette vidéo ? 🚀 On vous donne rendez-vous ce mercredi 19 juin, pour profiter de 34% en ticket E.Leclerc sur tous les produits solaires ! 😎🧴 Offre réservée aux porteurs de carte E.Leclerc. #leclerc #leclercpontlabbe #promo #humour #viral #pontlabbe #paysbigouden #bonplan #solaires #cremesolaire #uv #été #soleil #fyp ♬ son original – E.Leclerc Pont-l’Abbé

    Der Weg zum Erfolg

    Der Weg zu diesem Erfolg war kein Zufall. Thomas Cambou, der bereits als „Community Manager des Jahres“ gehandelt wird, erklärt: „Wir hatten vorher schon eine gute Community mit 12.000 Followern, dann kamen innerhalb einer Woche über 60.000 neue dazu.“ Dies sei das Ergebnis harter Arbeit, zusammen mit seiner Kollegin Noémie Jégou. Beide verbringen Stunden damit, durch soziale Medien zu scrollen, aktuelle Trends zu studieren und zu analysieren, um herauszufinden, was funktioniert und was die Leute zum Lachen bringt.

    Der Aufstieg von TikTok hat auch Instagram-Nutzer dazu gebracht, kurze, humorvolle Videos zu erstellen – sogenannte Reels. Thomas und Noémie haben dabei einen entscheidenden Vorteil: Mit einem Altersunterschied von 30 Jahren sehen sie ganz unterschiedliche Inhalte und bekommen so viel mehr Inspiration.

    @leclercpontlabbe POV: Quand la journée a été longue 🤣 #humour #humouristique #caissier #caissiere #hotedecaisse #hotessedecaisse #leclerc #eleclerc #leclercpontla #leclercpontlabbe #pontlabbe #paysbigouden #paysbigoudensud #local #finistere #teambzh #bzh #bzhpower #eleclercpontlabbe #viral #bestofbretagne ♬ Funny – Gold-Tiger

    Die Erfolgsformel: „Hook“ und Humor

    Nach vielen Stunden des Videokonsums haben Thomas und Noémie festgestellt, dass der Schlüssel zum Erfolg in einem „Hook“ liegt – kurzen Videos, die in wenigen Sekunden die Aufmerksamkeit der Zuschauer erregen, um dann nahtlos in eine kommerzielle Botschaft überzugehen. Dieser Kontrast, manchmal etwas burlesk, gepaart mit der traditionellen Werbung von Leclerc, kommt besonders gut an.

    „Dieses Konzept erlaubt es uns, ein jüngeres Publikum zu erreichen, insbesondere die 24- bis 35-Jährigen“, erklärt Thomas. Der „Hook“ ist ein kurzer, prägnanter Einleitungsteil, gefolgt von der eigentlichen Werbung. Das sorgt nicht nur für Lacher, sondern auch für einen frischen Wind in der doch oft konservativen Kommunikation eines Supermarktes.

    @leclercpontlabbe 🧙‍♂️🍀 GNOME VERT 🍀🧙‍♂️ On ne pouvait pas ne pas la faire ! 😂 Vous l’avez sûrement vu partout sur Instagram et TikTok, le célèbre gnome vert ! 🤯 Le tournage était très drôle…😂 Ce matin, il a fait une apparition remarquée à l’ouverture de notre rayon poissonnerie. Et devinez quoi ? Il a dépassé tout le monde sans prendre de ticket… mission échouée pour le gnome ! ❌👋 Merci @crawly_goat pour l’inspiration ! 👌🙏 #humour #gnome #gnomevert #insolite #leclerc #leclercpontlabbe #pontlabbe #pontlabbe #bretagne #bzh #viral #crawlygoat ♬ son original – E.Leclerc Pont-l’Abbé

    Eine schnelle Produktion

    Noémie beschreibt den Prozess: „Wir finden Videos mit Potenzial, speichern sie und warten auf den richtigen Zeitpunkt, um die Promotion zu starten.“ Ein Dreh dauert etwa zehn Minuten, der Schnitt eine Stunde, und dann wird das fertige Video auf den Plattformen veröffentlicht.

    Thomas scherzt: „Je mehr Zeit wir in ein Video investieren, desto schlechter funktioniert es.“ Der spontane, wenig aufwendige Ansatz scheint das Geheimnis des Erfolgs zu sein.

    Unerwartete Berühmtheit

    Der Erfolg hat Thomas und Noémie auch unerwartete Berühmtheit beschert. „Wir wurden das erste Mal um ein Selfie gebeten“, erzählt Thomas lachend. Ein Paar aus Franche-Comté, das in der Gegend Urlaub machte, kam extra nach Pont-l’Abbé, um die beiden zu treffen. Trotz aller Popularität empfinden sie vor allem eines: Stolz darauf, die Leute zum Lächeln zu bringen, insbesondere in einer Branche, die sonst wenig Anerkennung erfährt.

    Leclerc Pont-l’Abbé zeigt eindrucksvoll, wie traditioneller Einzelhandel und moderne Social-Media-Strategien zusammenwirken können – mit einer Prise Humor, ein wenig Absurdität und einem guten Gespür für Trends. So wird ein Supermarkt in einer kleinen Stadt im Finistère zum viralen Hit auf Instagram und TikTok. Wer hätte das gedacht?

  • Weihnachten: Markenhersteller lassen Spielzeug von Kinder-Influencern bewerben

    Weihnachten: Markenhersteller lassen Spielzeug von Kinder-Influencern bewerben

    Um für ihre Spielzeuge zu werben, setzen viele Marken auf sehr junge Influencer, die dafür bezahlt werden, Produkte in Videos zu testen, die dann in sozialen Netzwerken veröffentlicht werden.

    Marken setzen zunehmend auf junge und sehr junge Influencer, um für ihre Produkte zu werben. Influencer wie Laurinda Dias Hayet mit ihren beiden Töchtern (@SweetFamily), die mehr als zwei Millionen Abonnenten haben, sind im Vorfeld von Weihnachten im Visier von großen Spiele- und Spielzeugmarken. Die ehemalige Fotografin hat ihren Beruf aufgegeben, um diese Videos zu drehen, die ihr je nach Monat zwischen 1.500 und 12.000 Euro einbringen. Auch ihre Töchter werden bezahlt: Ihr Einkommen wird freigegeben, sobald sie volljährig sind.

    „Ich habe es auf Youtube entdeckt“, erklärt der 13-jährige Arthur auf dem Sender France 2 und verweist auf das Spielzeug, das er in den Händen hält, eine Superheldenmaske. Laut dem Jungen sind Werbevideos von Influencern eine gute Quelle für Entdeckungen: „Im Katalog sieht man es nur auf einem Foto, sie testen es nicht.“ Der Sprecher von JouéClub, Franck Mathais, erklärt, dass „wenn man in aller Ruhe suchen will, auf der Suche nach etwas Feinerem ist, mit einer stärkeren Beziehung,“ dann sind Influencer genau das Richtige.

  • Umweltverschmutzung durch Werbung: Unter den 4 am wenigsten schönen Orten Frankreichs ist auch Paris!

    Umweltverschmutzung durch Werbung: Unter den 4 am wenigsten schönen Orten Frankreichs ist auch Paris!

    Der Verein Paysages de France, der sich seit vielen Jahren für den Landschaftsschutz und gegen den Missbrauch von Werbetafeln einsetzt, hat seine Bestenliste 2023 für den „Prix de la France moche“ (Preis des hässlichen Frankreichs) bekannt gegeben.

    Das ist ein Preis, auf den manche Gemeinden gerne verzichten würden. Jedes Jahr veröffentlicht die Vereinigung Paysages de France die Liste der hässlichsten Orte Frankreichs. Es handelt sich dabei nicht um eine Rangliste der schönsten und der hässlichsten Städte. Der Umweltverband, der gegen die visuelle Verschmutzung kämpft, zeichnet jedes Jahr besonders hässliche Orte aus, die von seinen Mitgliedern entdeckt wurden.

    Paysages de France wählte dieses Jahr die Einfahrt in die Stadt Honfleur im Département Calvados als einen der hässlichsten Orte in Frankreich aus. Dort sieht man Schilder, Fahnen und Planen – und sonst eigentlich nichts mehr. Viele Städte in Frankreich verzeichnen eine inflationäre Zunahme von Werbetafeln an ihren Ortseingängen.

    https://www.paysagesdefrance.org/actualites/306/prix-de-la-france-moche-2023-le-palmares/

    In der Einkaufszone Pré-Doué in Chavelot in den Vogesen ist die Situation nicht viel besser. Mit einer Aneinanderreihung von Geschäften und Schildern „grenzt die Aufstellung von Bannern an Missbrauch“, kommentiert die Vereinigung.

    Foto: Paysages de France

    Auch das Vorhandensein historischer Denkmäler ist nicht immer gleichbedeutend mit einer unberührten Landschaft. Paysages de France prangert etwa eine lange Reihe von Begrenzungspfosten auf der Straße an, die an einem Feld von uralten Menhir-Steinen in Carnac im Morbihan entlangführt.

    Foto: Paysages de France

    Auch Paris entgeht dem scharfen Blick der Umweltschutzorganisation nicht. Sie prangert die visuelle Verschmutzung der Place des Vosges in Paris an, wo während der Bauarbeiten an historischen Gebäuden riesige Werbeplanen angebracht wurden.

    Foto: Paysages de France

    Paysages de France weist darauf hin, dass jeder Bürgermeister gegen diese Auswüchse vorgehen kann, indem er eine lokale Werbeordnung einführt oder ändert oder seine Polizeigewalt nutzt, um die Einhaltung des Umweltgesetzbuchs durchzusetzen. „Man darf sich nicht an die Hässlichkeit gewöhnen“, meint Paysages de France.

  • Energieeffizienz: Bahnhöfe, Flughäfen und U-Bahnen werden nachts die Lichtwerbungen ausschalten

    Energieeffizienz: Bahnhöfe, Flughäfen und U-Bahnen werden nachts die Lichtwerbungen ausschalten

    Um Energie zu sparen, werden Flughäfen, Bahnhöfe und U-Bahnen in Frankreich zwischen 1 Uhr und 6 Uhr morgens die Lichtwerbungen ausschalten.

    Die Betreiber von Bahnhöfen, U-Bahn-Stationen und Flughäfen müssen sich ab Montag unter staatlicher Aufsicht verpflichten, bis Ende des Jahres die Lichtwerbung auszuschalten, wenn diese Orte für die Öffentlichkeit geschlossen sind, um diese Quelle des Energieverbrauchs zu reduzieren.

    In dem Bemühen, Energie zu sparen, schreibt ein Erlass der französischen Regierung vom Oktober vor, dass Lichtwerbung nachts zwischen 1 Uhr und 6 Uhr ausgeschaltet werden muss. Aber Flughäfen, Bahnhöfe und U-Bahn-Stationen, die auch Nachts betrieben werden können, bildeten eine Ausnahme.

    Um ihren Teil zu der von der Regierung geforderten „Energieeinsparung“ beizutragen, müssen nun auch die Betreiber dieser Infrastrukturen (insbesondere SNCF und Aéroports de Paris) und die Werbeagenturen (JC Decaux und Médiatransports) am Montagmorgen eine „Verpflichtungscharta“ unterzeichnen, wie aus den Ministerien für den Energiewandel und für Verkehr verlautete.

    In dem Dokument, das von der Nachrichtenagentur AFP eingesehen werden konnte, verpflichten sich die Unterzeichner, dafür zu sorgen, dass digitale Bildschirme und andere hintergrundbeleuchtete Plakate „während der Schließungszeiten für die Öffentlichkeit ausgeschaltet oder notfalls auf Standby geschaltet werden können“. Dazu müssen sie bis Ende des Jahres mit „Vorrichtungen, die eine Fernsteuerung ermöglichen“, ausgestattet werden, wie das Verkehrsministerium gegenüber der Nachrichtenagentur AFP erklärte.

    „Unsere Mitbürger würden es nicht verstehen, wenn die Lichtwerbung nicht mindestens zu den Schließungszeiten ausgeschaltet würde und wenn es hier keine Verpflichtung zur Sparsamkeit gäbe“, verlautete aus dem Ministerium. Beispielsweise verpflichtet sich die SNCF, den Stromverbrauch ihres Leuchtwerbeparks bis 2031 im Vergleich zu 2022 um 71% zu senken und die mit diesen Vorrichtungen verbundenen Kohlenstoffemissionen im selben Zeitraum um 45% zu reduzieren.

    Die nationale Agentur für Umwelt und Energie (Ademe) wies bereits im Jahr 2020 darauf hin, dass die 1.400 digitalen Pariser Werbebildschirme in der Metro und den Bahnhöfen „in einem Jahr so viel Strom verbrauchen wie 21 Schulen mit 10 Klassen“. Die jährlichen Treibhausgasemissionen dieser 1.400 Bildschirme seien „so hoch sind wie die Emissionen, die durch die Nutzung der Pariser Metro durch 20 Millionen Fahrgäste entstehen“.

  • Blue Monday: Gibt es den deprimierendsten Tag des Jahres wirklich?

    Blue Monday: Gibt es den deprimierendsten Tag des Jahres wirklich?

    der Blue Monday tauchte erstmals 2005 unter dem Deckmantel einer pseudomathematischen Formel auf. Es handelt sich aber um eine reine Marketing-Erfindung ohne jegliche wissenschaftliche Grundlage.

    Es besteht die Gefahr, dass wir dem Blue Monday auch in diesem Jahr nicht entkommen. Wie schon seit ein paar Jahren werden wir wahrscheinlich hören oder lesen, dass dieser Montag – immer der dritte im Januar – der deprimierendste Tag des Jahres ist. Ein Tag, der einen Namen hat: Blue Monday. Dabei handelt es sich aber um eine reine Marketing-Erfindung.

    der Blue Monday wurde 2005 mithilfe der folgenden mathematischen Formel definiert: [W = (D-d)] x TQ : M x Na. Dabei steht „W“ für das Wetter, „D-d“ für die Schulden, die während der Feiertage gemacht wurden, und die Fähigkeit, diese mit dem Januargehalt zurückzuzahlen, „T“ für die Zeit seit Weihnachten, „Q“ für die Zeit seit den Vorsätzen zu Beginn des Jahres. Das Ganze wird durch den Motivationsmangel „M“ geteilt, der wiederum mit dem Handlungsbedarf „Na“ multipliziert wird.

    Werbegag für ein Reisebüro
    Natürlich gibt es keine wissenschaftliche Grundlage für diese Formel. Sie war in einer Pressemitteilung enthalten, die von der Kommunikationsagentur Porter Novelli im Auftrag der britischen Reisekette und -agentur Sky Travel, die von 1994 bis 2010 existierte, verfasst worden war. Man behauptete, den traurigsten Tag des Jahres mithilfe des Psychologen Cliff Arnall berechnet zu haben. Cliff Arnall wurde in der Pressemitteilung als Psychologe an der Universität von Cardiff (Vereinigtes Königreich) vorgestellt, was er jedoch nicht wirklich war. Er hatte lediglich für kurze Zeit Abendkurse an einer mit der Universität verbundenen Einrichtung gegeben.

    Die Werbeagentur Porter Novelli hatte bei mehreren Akademikern nachgefragt, um ihrer Idee durch deren Unterschrift Glaubwürdigkeit zu verleihen. Und das gegen Bezahlung. Dies berichtete der britische Psychiater und Autor Ben Goldacre im Dezember 2006 in der britischen Tageszeitung The Guardian. Er sagte, er habe zahlreiche Nachrichten von Forschern erhalten, die ihm von dem Werbemanöver berichteten.

    Das Ziel der Aktion: Die Menschen sollten glauben, dass an einem bestimmten Tag im Januar ein Tiefpunkt erreicht ist und dass das Heilmittel darin besteht, den nächsten großen Urlaub zu planen und sich ein Flugticket zu kaufen, um dem Alltag zu entfliehen. Am besten weit weg und in die Sonne. der vermeintliche Universitätswissenschaftler Cliff Arnall bestätigte das bereits 2010 gegenüber dem britischen Telegraph.

    „Ich wurde ursprünglich gebeten, den meiner Meinung nach besten Tag für die Buchung eines Sommerurlaubs zu bestimmen.“ Das sagte Cliff Arnall gegenüber der britischen Tageszeitung „The Telegraph“.

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Blue Monday aus dem Hut gezaubert wurde, um den Konsum anzukurbeln. Bis heute nutzen Marken und Händler weiterhin diesen „gefälschten“ besonderen Tag, um zu versuchen, ihre Produkte zu verkaufen. Eine italienische Kaffeemarke teilte im Jahr 2020 ein Video auf Facebook, in dem sie die Vorteile ihrer Getränke bei der Bewältigung des „deprimierendsten Tages des Jahres“ anpries.

    Die Winterdepression allerdings existiert tatsächlich.
    Psychologen weisen darauf hin, dass es zwei Arten von Depressionen gibt: einige sind saisonal bedingt, andere nicht. In der nördlichen Hemisphäre kann eine winterbedingte Depression aufgrund des Lichtmangels zwischen Ende Dezember und Ende März auftreten. Es gibt vielleicht keinen Blue Monday, aber sehr wohl den Blue Winter. Menschen reagieren empfindlich auf Lichtschwankungen, was zur Entwicklung von Lichttherapien gegen Depressionen geführt hat. Der Blue Monday könnte jedoch auch als Einladung verstanden werden, nach draußen zu gehen, sich dem Licht auszusetzen und Menschen zu treffen, um gegen den Winterblues anzukämpfen.

    Cliff Arnall seinerseits scheint den Blue Monday, zu dessen Popularisierung er beigetragen hat, inzwischen mit Abstand zu betrachten. „Eines Tages wurde mir klar, dass die Idee des blue monday der Welt nicht so geholfen hatte, wie ich es mir erhofft hatte“, erklärte er 2016 in einem auf YouTube zu sehenden Clip des Fremdenverkehrsamtes der Kanarischen Inseln. Damals setzte er sich für ihre „Abschaffung“ ein und startete in sozialen Netzwerken den Hashtag #Stopbluemonday, um „das Internet mit optimistischen Posts zu füllen“.

    Inzwischen gibt es sogar den Yellow Day, der der glücklichste Tag des Jahres sein soll und auf den dritten Freitag im Juni fällt. Dieser Tag, der ebenfalls 2005 mithilfe einer anderen pseudowissenschaftlichen Formel entstand, war in Zusammenarbeit mit der Eisdiele Wall’s entwickelt worden, berichtet der Guardian. 

  • Energiekrise: Lichtwerbung in Paris nachts bald verboten

    Energiekrise: Lichtwerbung in Paris nachts bald verboten

    Der Stadtrat von Paris verabschiedete am Mittwoch eine Maßnahme, die am 1. Dezember in Kraft treten wird. Laut der Agence de l’environnement et de la maîtrise de l’énergie (Agentur für Umwelt und Energie) verbraucht ein digitaler Werbebildschirm so viel wie ein durchschnittlicher Haushalt für Beleuchtung und Haushaltsgeräte. Die Abschaltung der Werbebeleuchtung in Paris ist beschlossene Sache. Ab dem 1. Dezember muss die Lichtwerbung in Paris von 23:45 Uhr bis 6 Uhr morgens ausgeschaltet werden. Die Bestimmung wurde am Mittwoch, dem 12. Oktober vom Stadtrat verabschiedet. Diese Entscheidung betrifft Clear Channel, einen privaten Betreiber von Informationsschildern mit elektrischer oder elektronischer Anzeige, digitalen, hintergrundbeleuchteten oder rollenden Werbetafeln in Paris. Das Unternehmen JC Decaux, das die beleuchteten Tafeln der Zeitungskioske und die Fahrgastunterstände verwaltet, muss diese ab 1 Uhr nachts abschalten. Nach Angaben aus dem Umfeld der Stadtverwaltung haben die…

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