Schlagwort: Weltmeisterschaft

  • Finale Frankreich-Argentinien: 14.000 Polizisten und Gendarmen am Sonntag in Frankreich mobilisiert

    Finale Frankreich-Argentinien: 14.000 Polizisten und Gendarmen am Sonntag in Frankreich mobilisiert

    Umfangreiche Polizei- und Gendarmeriekräfte werden an diesem Wochenende in Frankreich für das Finale der Fußballweltmeisterschaft 2022 zwischen Frankreich und Argentinien mobilisiert. 12.840 Ordnungskräfte werden am Samstag und 14.000 am Sonntag die öffentliche Sicherheit gewährleisten. Rund 12.800 Polizisten und Gendarmen werden am Samstag in Frankreich mobilisiert, um die Sicherheit der Feierlichkeiten rund um das „kleine Finale“ der Fußballweltmeisterschaft zu gewährleisten (Kroatien – Marokko), und 14.000 am Sonntag für das Finale (Frankreich – Argentinien), wie das Innenministerium am Freitag ankündigte. Die Vorkehrungen, die Innenminister Gérald Darmanin in der Pariser Polizeipräfektur vorgestellt hat, sind umfassender als die, die für das Spiel Frankreich gegen Marokko eingesetzt wurden. Am Samstag werden die Champs-Elysées wie beim Halbfinale für den Verkehr geöffnet bleiben. Am Sonntag, dem Tag des Finales, werden sie jedoch vollständig zur Fußgängerzone. Gérald Darmanin erinn…

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  • Emmanuel Macron: „Es ist großartig. Diese französische Mannschaft hat mich sehr stolz gemacht“

    Emmanuel Macron: „Es ist großartig. Diese französische Mannschaft hat mich sehr stolz gemacht“

    Der Präsident der Republik bestätigte, dass er auch beim Finale anwesend sein wird, bei dem die französische Nationalmannschaft gegen Lionel Messis Argentinien antreten wird. „Das ist großartig, wir sind sehr stolz, immens stolz, ich denke, unsere Landsleute brauchen Freude, der Sport bringt sie, der Fußball ganz besonders“, reagierte Emmanuel Macron auf Franceinfo nach dem 2:0-Sieg Frankreichs gegen Marokko und dem Einzug ins Finale der Weltmeisterschaft am Mittwoch, dem 14. Dezember. „Diese französische Mannschaft hat mich sehr stolz gemacht.“ Les Bleus spielen am Sonntag, dem 18. Dezember, im Finale um 16 Uhr gegen Argentinien.

    Der Präsident gab zu, dass er während des Halbfinales „angespannt“ war, weil ein Spiel nie von vornherein gewonnen sei. „Die Marokkaner haben fantastisch gespielt. Ich möchte den Marokkanerinnen und Marokkanern sagen, dass sie eine sehr große Mannschaft haben. Sie haben einen außergewöhnlichen Weg …

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  • Toter Teenager in Montpellier: Ermittlungen wegen „schwerer Körperverletzung mit einer Waffe“

    Toter Teenager in Montpellier: Ermittlungen wegen „schwerer Körperverletzung mit einer Waffe“

    Der Vorfall ereignete sich am Mittwochabend, als Fans in den Straßen von Montpellier den Sieg Frankreichs gegen Marokko feierten. Der Fahrer erfasste den 14-jährigen Jungen, nachdem er „plötzlich“ aus einer Reihe von Fahrzeugen ausgeschert war, erklärt die Staatsanwaltschaft.

    Die Staatsanwaltschaft Montpellier hat nach dem Tod eines Jugendlichen, der am Mittwoch, den 14. Dezember in Montpellier von einem Auto erfasst wurde, eine Untersuchung wegen „schwerer Körperverletzung mit einer Waffe“ eingeleitet, wie sie in einer Erklärung am Donnerstag mitteilte. Der Vorfall ereignete sich, als Fans der französischen Fußballnationalmannschaft den Sieg von Les Bleus gegen Marokko im Halbfinale der Fußballweltmeisterschaft in Katar feierten.

    Die Staatsanwaltschaft erklärt, dass „der Fahrer aus der Reihe der vor ihm fahrenden Fahrzeuge“ mit einer „aus dem Fenster gehaltenen französischen Flagge“ ausscherte und einen 14-jährigen Jungen erfasste. Dieser starb vor Ort an den Folgen seiner Verletzungen, heißt es weiter.

    Die Ermittlungen wurden der Polizei von Montpellier übertragen. „Ermittlungen und technische Untersuchungen sind im Gange, um den Täter zu finden“, fügte der Staatsanwalt hinzu. Das Auto wurde gefunden und beschlagnahmt. Der Fahrer befindet sich noch auf der Flucht.

    In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wurden in Frankreich im Rahmen der Feierlichkeiten zur Fußballweltmeisterschaft mehr als 250 Personen festgenommen, davon etwa 100 außerhalb des Großraums Paris. Festnahmen gab es unter anderem in Lyon und Marseille.

    Achtung: Die Bilder in diesem You-Tube-Video sind grausam und verstörend…

  • Frankreich-Marokko: Jubelszenen, ein tödlicher Unfall, brennende Autos…

    Frankreich-Marokko: Jubelszenen, ein tödlicher Unfall, brennende Autos…

    Die Qualifikation Frankreichs für das Finale der Fußballweltmeisterschaft verlief am Mittwochabend im Allgemeinen in einer guten Atmosphäre. Der Abend wurde jedoch durch den Tod eines Teenagers in Montpellier und mehrere Zwischenfälle in Paris und Nizza überschattet.

    In einer gut gelaunten Atmosphäre wurde am Mittwochabend der Einzug Frankreichs in das Finale der Fußballweltmeisterschaft 2022 gefeiert. Jubelszenen in den Bars, Hupkonzerte auf den Straßen, Fans in den Stadtzentren. In vielen Städten Frankreichs verlief der Abend ohne Zwischenfälle.

    Auf den Champs-Élysées in Paris, in Lyon, Marseille, Bordeaux und Lille wurde die Qualifikation von Les Bleus bis spät abends von Tausenden von Fans in einer weitgehend friedlichen Atmosphäre gefeiert. In Toulouse feierten mehrere Tausend Menschen den Sieg in der Innenstadt und insbesondere auf den Allées Jean-Jaurès. Zu Dutzenden wurden Feuerwerkskörper gezündet.

    Teenager in Montpellier getötet
    Der festliche Abend wurde in Montpellier von einer Tragödie überschattet. Ein 14-jähriger Jugendlicher wurde im Stadtteil Paillade von einem Auto überfahren. Der Fahrer flüchtete. Sein Fahrzeug wurde im Laufe des Abends in der Nähe des Unfallorts gefunden. Der Präfekt des Departements Hérault teilte mit, dass die Ermittlungen rasch voranschreiten und man umgehend mit der Verhaftung des Fahrers rechnet.

    Ultrarechte Aktivisten in Paris festgenommen
    In Paris wurde am Abend eine Gruppe von 40 Personen, die der Ultrarechten nahestehen, in der Nähe der Champs-Elysées festgenommen, da sie im Besitz von verbotenen Waffen waren. Mehrere dieser Personen waren der Polizei bereits bekannt. „Sie wollten eindeutig auf den Champs-Elysées eine Prügelei beginnen“, so die Polizei. Insgesamt wurden im Großraum Paris 115 Personen festgenommen, davon 101 in Paris selbst.

  • Emmanuel Macron wird trotz Kritik dem Spiel Marokko – Frankreich beiwohnen

    Emmanuel Macron wird trotz Kritik dem Spiel Marokko – Frankreich beiwohnen

    Der französische Staatschef wird trotz wachsender Kritik am Mittwochabend in Doha zum Halbfinale der Fußballweltmeisterschaft erwartet. Trotz aller Kritik, insbesondere von den Grünen und der Linken, will Emmanuel Macron am Mittwoch im Al-Bayt-Stadion, nördlich von Doha, das Halbfinalspiel der französischen Nationalmannschaft besuchen. Auch wenn „der Sport nicht politisiert werden soll“, wie Emmanuel Macron immer wieder sagt, sorgt seine Reise zum Spiel der französischen Nationalmannschaft im Halbfinale der Fußballweltmeisterschaft für Kontroversen unter den französischen Politikern. Wie er früher versprochen hatte, wird der Staatschef also am Mittwochabend, dem 14. Dezember, auf der Tribüne zu dem symbolträchtigen Spiel Frankreich-Marokko bei der Fußballweltmeisterschaft in Katar erwartet. Seine Reise in das Land der klimatisierten Stadien, der hunderten Toten auf den Baustellen und nunmehr auch mit einem Korruptionsskandal auf europäischer Ebene verbunden, ist hoch umstritten. „Die f…

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  • Frankreich-Polen: Emmanuel Macron hat (fast) alles richtig vorhergesagt!

    Frankreich-Polen: Emmanuel Macron hat (fast) alles richtig vorhergesagt!

    Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron hatte einen 3:1-Sieg gegen Polen vorausgesagt. Nachdem der französischen Nationalmannschaft in den allerletzten Sekunden noch ein Elfmeter zugesprochen wurde, zeigte es sich, dass der Staatschef eine perfekte Prognose abgegeben hat. Die Rechnung ging auf. In einem Interview mit der Zeitung Le Parisien-Aujourd’hui en France sagte Emmanuel Macron einen 3:1-Sieg im Achtelfinale der Weltmeisterschaft gegen Polen am Sonntag, dem 4. Dezember, voraus. Nach drei Toren und 90 Minuten ohne Gegentor änderte ein Handspiel von Dayot Upamecano im Strafraum die Situation und ermöglichte es Polen, durch einen Elfmeter ein Tor gegen Les Bleus zu erzielen, wodurch das vom Präsidenten der Republik vorhergesagte Endergebnis bestätigt wurde: 3:1. Bis hin zu den Namen der Spieler Mit dem Tor von Giroud, der nebenbei zum besten Torschützen in der Geschichte von Les Bleus wird, dem Doppelpack von Mbappé und dem Elfmeter von Lewandowski macht der Präsident der R…

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  • WM in Katar: Französin Stéphanie Frappart erste Schiedsrichterin bei einer Männer-Weltmeisterschaft

    WM in Katar: Französin Stéphanie Frappart erste Schiedsrichterin bei einer Männer-Weltmeisterschaft

    Die 38-jährige Französin wird am Donnerstag, dem 1. Dezember, das Spiel Costa Rica gegen Deutschland pfeifen.

    Die Französin Stéphanie Frappart wird als erste Frau bei einer Männer-Weltmeisterschaft als Schiedsrichterin eingesetzt. Und zwar am Donnerstag, dem 1. Dezember im Al-Bayt-Stadion von Al Khor in Katar im Spiel zwischen Deutschland und Costa Rica in der Gruppe E. Das gab die Fifa am Dienstag bekannt.

    Stéphanie Frappart ist neben der Ruanderin Salima Mukansanga und der Japanerin Yoshimi Yamashita eine von drei Frauen, die als Schiedsrichterinnen für diese WM ausgewählt wurden. Drei weitere gehören zum Stab der Linienrichter.

    Im Alter von 38 Jahren ist die WM-2022 in Katar der vorläufige Höhepunkt im kometenhaften Aufstieg von Stéphanie Frappart. Als erste weibliche Schiedsrichterin in der zweiten französischen Liga (2014), dann in der Ligue 1 der Männer (2019), im europäischen Supercup (August 2019), in der Champions League (Dezember 2020) und im Finale des französischen Pokals (7. Mai 2022) wird sie am Donnerstag im al-Bayt-Stadion weiter Geschichte schreiben.

    Die mittlerweile in der französischen und europäischen Schiedsrichterlandschaft fest verankerte Stéphanie Frappart hatte in der Gruppenphase der WM 2022 zwei Spiele als vierte Schiedsrichterin geleitet: Mexiko-Polen und Portugal-Ghana. Bis dahin musste sie sich damit begnügen, Spiele auf Weltklasseniveau im Videospiel Fifa zu pfeifen, das Frappart in seine neueste Ausgabe aufgenommen hat.

    Bis die Realität die Virtualität am Donnerstag bei einer historischen Premiere einholen wird…

    Frapparts Ernennung ist das Ergebnis eines langen Prozesses, der vor vielen Jahren begonnen hat und mit der Ernennung von Frauen für bestimmte Fifa-Wettbewerbe der Männer im Senioren- und Jugendbereich begann. In Zukunft wird die Anwesenheit von Schiedsrichterinnen bei hochrangigen Männerwettbewerben eher Regel denn Ausnahme sein.

    Eine Frau als leitende Schiedsrichterin eines Männerspiels auf hohem Niveau zu finden, ist ein neues und noch seltenes Phänomen. Pionierin ist die Deutsche Bibiana Steinhaus, die von 2017 bis 2021 erste Schiedsrichterin in der Bundesliga war. Im September 2017 pfiff sie Herta Berlin-Werder Bremen und war damit die erste Frau in der Geschichte des Fußballs, die ein Spiel einer ersten Profiliga in Europa leitete.

    In Frankreich beispielsweise gibt es laut Angaben des französischen Fussballverbands nur rund 1.000 Schiedsrichterinnen, das sind gerade mal 4% des gesamten Schiedsrichterkontingents.

  • VIDEO: Das bislang schönste Tor der WM in Katar

    VIDEO: Das bislang schönste Tor der WM in Katar

    Eine Woche nach Beginn der Fußballweltmeisterschaft 2022 erzielte der Brasilianer Richarlison das bislang schönste Tor des Turniers.

    Was für ein Tor! Brasilien gelang am Donnerstag, dem 24. November, mit einem 2:0-Sieg gegen Serbien ein erfolgreicher Start in die Weltmeisterschaft 2022 in Katar. Beide Tore erzielte Richarlison, der ein großartiges Spiel für die Seleção ablieferte.

    Der Stürmer von Tottenham Hotspur erzielte das bisher wohl schönste Tor der Weltmeisterschaft. Nach einem Zuspiel von Vinicius Jr. kontrollierte Richarlison den Ball im Mittelfeld mit dem linken Fuss, bevor er mit einem akrobatischen Fallrückzieher das Tor erzielte.

    „Das ist eines der schönsten Tore, die ich je geschossen habe“, freute sich Richarlison. „Es war ein magischer Abend, ein schöner Sieg und jetzt haben wir noch sechs Spiele, um unseren Traum zu erreichen“.

    Durch diesen Sieg ist Brasilien nur noch ein Spiel von der Qualifikation für das Achtelfinale entfernt. Am Montag müssen die Brasilianer die Schweiz schlagen, die sich mit 1:0 gegen Kamerun durchsetzte.

    Die Freude über den Sieg wurde durch das verletzungsbedingte Ausscheiden von Neymar überschattet. Der Spieler des französische Klubs PSG wurde am Knöchel verletzt. Er musste das Spielfeld humpelnd verlassen. Eine Verletzung, die den brasilianischen Fans große Sorgen bereitet, die dafür beten, dass er schnell wieder auf die Beine kommt.

  • WM in Katar: Für das Match Frankreich-Australien soll die Klimaanlage im Stadion eingeschaltet werden

    WM in Katar: Für das Match Frankreich-Australien soll die Klimaanlage im Stadion eingeschaltet werden

    Umweltschützer sind entsetzt: Les Bleus werden am Dienstag, dem 22. November, bei ihrem WM-Auftaktspiel gegen die „Socceroos“ in einem künstlich gekühlten Stadion spielen. Es sollen 24 Grad im Stadion erreicht werden, obwohl die Außentemperatur laut Vorhersagen nur 1 oder 2 Grad höher liegen wird.

    Die künstliche Kühlung des Stadions hatte bereits am Sonntag, dem 20. November, während des Eröffnungsspiels Katar-Ecuador zu einer Kontroverse geführt. Bei einer Außentemperatur von etwa 27 Grad wurde die Klimaanlage im Al-Bayt-Stadion in der Stadt Al Khor eingeschaltet, und zwar offenbar zu stark, wie mehrere Zuschauer vor Ort berichteten.

    Am Dienstag, dem 22. November, spielen nun auch die Franzosen in einem klimatisierten Stadion. Bei ihrem Auftaktspiel gegen Australien um 20 Uhr werden die Lüftungsschächte des Al-Janoub-Stadions in der Stadt Al Wakrah eiskalte Luft ausspucken, um die Temperatur im Stadion auf höchstens 24 Grad Celsius zu halten.

    Dies wirft Fragen auf und wird von Umweltschützern kritisiert, da die Außentemperatur beim Anpfiff laut Wetterprognosen etwa 25 Grad betragen soll. Laut dem Sender RMC haben die Organisatoren aber mitgeteilt, dass die Stadion-Klimaanlage während des Spiels ausgeschaltet wird, sollten die Temperaturen sinken.

  • „One Love“-Armbinde als Zeichen der Unterstützung für die LGBTQ+-Gemeinschaft in Katar unerwünscht?

    „One Love“-Armbinde als Zeichen der Unterstützung für die LGBTQ+-Gemeinschaft in Katar unerwünscht?

    Die Kapitäne einiger Nationalmannschaften, die bei der Fußballweltmeisterschaft 2022 antreten, wollten eigentlich die Armbinde mit dem bunten Herz tragen. Daraus wird nun nichts. Die Initiative war einige Wochen vor Beginn der WM von einigen Nationen ins Leben gerufen worden.

    Sie verzichten aus „Angst vor sportlichen Sanktionen“. Am Montag, dem 21. November, einen Tag nach Beginn der Fußballweltmeisterschaft 2022 in Katar, gaben die sieben Verbände, die die „One Love“-Armbinde für den Kapitän ihrer jeweiligen Nationalmannschaft in Erwägung zogen, ihren Verzicht bekannt.

    Aus welchem Grund? Was ist diese Armbinde und wer hat diese Initiative gestartet? 

    Es handelt sich um eine Initiative aus zehn Ländern. Zehn Verbände mit den Niederlanden an der Spitze, zunächst nur von Deutschland unterstützt. Später schlossen sich acht weitere Länder der Bewegung an: Frankreich, England, Belgien, Dänemark, Norwegen, Schweden, die Schweiz und Wales. Das Ziel: Die Kapitäne jeder dieser Nationalmannschaften sollten während der Spiele der Fußballweltmeisterschaft 2022 in Katar die „One Love“-Armbinde am Arm tragen.

    Es ging bei der Initiative darum, Inklusivität zu fördern und das Bewusstsein für die Probleme der LGBTQ+ Community (Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender, Queers, Intersexuelle und Asexuelle) zu schärfen. Diese Armbinde in Katar zu tragen, hat eine ganz besondere Bedeutung: Homosexuelle Liebe ist dort illegal.

    Es ist eine Armbinde mit weißem Hintergrund, auf der in schwarzen Großbuchstaben „One Love“ geschrieben steht. Daneben befindet sich ein mehrfarbiges Herz mit den Farben rot, schwarz, grün, orange, gelb und blau. Es soll eine Botschaft der Vielfalt sein, sowohl in Bezug auf die Herkunft als auch auf die Sexualität. Die Farben unterscheiden sich von denen der LGBTQ+-Flagge und im Inneren des bunten Herzens befindet sich die Zahl „1“, die an die Botschaft „One Love“ erinnert.

    Die FIFA stellte sich von Anfang an gegen das Tragen der Armbinde durch die Spieler. Der Weltverband hat sich schon immer gegen politische Botschaften im weitesten Sinne in den Stadien ausgesprochen. Wobei, und das sollte einmal deutlich gesagt werden: Menschenrechte sind Grundrechte und der Einsatz dafür ist keine politische Botschaft, sondern vielmehr eine grundlegende und selbstverständliche Pflicht für mündige Bürger.

    Die Fifa hat lange Zeit zu diesem Thema geschwiegen. Da sie darin eine versteckte Kritik am Gastgeberland sieht, reagierte sie am Samstag, dem 19. November, mit der Einführung ihrer eigenen Kapitänsarmbinden, die weitaus konsensfähigere Botschaften wie „Rettet den Planeten“, „Bildung für alle“ oder „Nein zu Diskriminierung“ tragen.

    Aus Angst vor „sportlichen Sanktionen“, wie sie am Montag in einer Pressemitteilung bekannt gaben, verzichten nun die Mannschaften der oben genannten Länder auf das Tragen der „One Love“-Armbinden. Die FIFA ist sich nicht zu schade, Spielern, die die „One Love“-Armbinden tragen, mit gelben Karten ab dem Betreten des Spielfelds zu bedrohen. Die betreffenden Verbände (Niederlande, Deutschland, Wales, Belgien, Dänemark und die Schweiz) waren zwar „bereit, Geldstrafen zu zahlen, die bei Verstößen gegen die Ausrüstungsvorschriften verhängt werden“, wollten aber „ihre Spieler nicht in die Situation bringen, dass sie verwarnt werden oder sogar das Spielfeld verlassen müssen“ (im Falle einer zweiten gelben Karte).

    Unglaublich, wie ein kleines Stück Stoff die Herrscher des weltweiten Fussballs in Rage bringen kann…

    Für Frankreich, das ursprünglich Mitglied der Initiative war, hatte der Torwart und Mannschaftskapitän Hugo Lloris bereits vor einigen Tagen angekündigt, dass er die Armbinde nicht tragen werde.