Schlagwort: Weingut

  • Wenn über Nacht sich der Keller leert – Champagnerdiebstahl in der Marne erschüttert ein Familienweingut

    Wenn über Nacht sich der Keller leert – Champagnerdiebstahl in der Marne erschüttert ein Familienweingut

    Es sind diese stillen Katastrophen, die kaum Schlagzeilen machen, für die Betroffenen jedoch alles verändern. In der Marne, im Herzen der Champagne, ist genau das geschehen. Mehr als tausend Flaschen Champagner sind in einer Winternacht verschwunden – nicht aus einem Supermarkt, sondern aus dem Keller eines kleinen, traditionsbewussten Weinguts. Zurück blieben offene Türen, bittere Ratlosigkeit und ein Schaden, der weit über Geld hinausgeht. Der Tatort liegt in Aÿ-Champagne, einem Ort, dessen Name seit Jahrhunderten für große Weine steht. Dort betreibt die Familie Gosset ihr Weingut, ein Betrieb, der fernab industrieller Dimensionen arbeitet und dessen Champagner von Handarbeit, Geduld und Erfahrung geprägt sind. In der Nacht von Sonntag auf Montag, dem 29. Dezember, drangen Unbekannte in den Weinkeller ein. Keine Spur von brachialer Gewalt, kein lärmender Überfall. Am Morgen entdeckte der Vater des Winzers, dass die Türen offenstanden. Ein Blick hinein genügte. Zwei Paletten fehlten. …

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Von Wein zu Oliven: Ein neuer Anfang für das Bordelais

    Von Wein zu Oliven: Ein neuer Anfang für das Bordelais

    Das Bordelais, weltberühmt für seine Weine, schreibt ein neues Kapitel. Statt Trauben prägen nun Olivenbäume die Landschaft – ein ungewöhnliches Bild in der Gironde. Doch diese Veränderung ist kein Zufall, sondern eine direkte Reaktion auf die Herausforderungen, mit denen Winzer in der Region konfrontiert sind.

    Die Krise zwingt zum Umdenken

    Die Weinbranche steckt in einer tiefen Krise. Einerseits macht der Klimawandel den Anbau von Trauben immer schwieriger. Andererseits sind die Lager voll, weil die Nachfrage nach Wein – besonders nach günstigen Bordeaux-Weinen – in den letzten Jahren gesunken ist. Viele Winzer sehen sich gezwungen, ihre Lebensgrundlage neu zu überdenken. So auch Fabien Bouges, der 2021 eine mutige Entscheidung traf: Er riss die Weinstöcke auf zwei Hektar Land aus und pflanzte stattdessen 500 Olivenbäume.

    Eine Wette auf die Zukunft? Vielleicht. Doch die erste Ernte in diesem Jahr lässt hoffen. Bouges berichtet: „Es gibt noch viel zu lernen, aber die Bäume entwickeln sich gut, sie wachsen, es gibt keine Verluste – und wir haben tatsächlich Oliven geerntet. Das ist ein gutes Zeichen.“

    Ein Stück Mittelmeer in der Gironde

    Das Bordelais und Olivenbäume – auf den ersten Blick scheint das nicht zusammenzupassen. Der Boden und das Klima in der Gironde sind schließlich weit entfernt von den sonnigen und trockenen Bedingungen des Mittelmeerraums. Doch der Klimawandel verändert die Spielregeln. Mildere Winter und heißere Sommer schaffen neue Möglichkeiten, auch wenn die Region immer noch kühler und feuchter ist als die klassischen Olivenanbaugebiete.

    Für Émile Bernard, einen Nachbarn von Bouges, ist der Anblick der Olivenbäume fast surreal. „Vor ein paar Jahren hätte niemand daran gedacht, hier Oliven zu pflanzen“, sagt er. Doch die Krise im Weinbau zwingt die Winzer zum Umdenken – und zum Experimentieren.

    Die Zukunft liegt im Öl

    Die Entscheidung für Oliven ist nicht nur eine Reaktion auf die Probleme im Weinbau, sondern auch ein Blick auf den Markt. Die Nachfrage nach Olivenöl wächst weltweit. Das Ziel im Südwesten Frankreichs ist ambitioniert: 100.000 Hektar Land sollen langfristig mit Olivenbäumen bepflanzt werden. Das wäre nicht nur ein Gewinn für die Landwirtschaft, sondern könnte der Region auch eine neue wirtschaftliche Perspektive geben.

    Dabei geht es nicht nur um den Verkauf von Olivenöl. Für viele Winzer ist der Wechsel zu Oliven auch eine Möglichkeit, die Umweltbelastung zu reduzieren. Olivenbäume benötigen weniger Wasser und sind widerstandsfähiger gegen Hitze und Krankheiten – ein klarer Vorteil in Zeiten des Klimawandels.

    Herausforderungen und Hoffnungen

    Natürlich ist der Umstieg von Wein auf Oliven kein Selbstläufer. Die Winzer müssen neues Wissen aufbauen, geeignete Sorten finden und sich auf unvorhersehbare klimatische Bedingungen einstellen. Doch die ersten Erfolge im Bordelais zeigen, dass der Wechsel möglich ist. Und vielleicht ist gerade das die größte Lektion: Manchmal braucht es den Mut, alte Traditionen zu hinterfragen und neue Wege zu gehen.

    Bleibt die Frage: Werden Oliven eines Tages das Bild des Bordelais genauso prägen wie die Reben? Möglich – und vielleicht sogar notwendig. Denn wie heißt es so schön: Wer sich nicht anpasst, bleibt auf der Strecke.

  • Saint-Émilion: Pferde statt Traktoren in den Weinbergen des Bordelais

    Saint-Émilion: Pferde statt Traktoren in den Weinbergen des Bordelais

    In den Weinbergen von Saint-Émilion kehrt eine alte Tradition zurück: Pferde ersetzen auf einigen Weingütern die Traktoren. Mit Geduld und Präzision leisten die Tiere eine Arbeit, die maschinell kaum zu erreichen ist. So auch auf dem prestigeträchtigen Château Troplong Mondot, das bereits seit 15 Jahren auf Pferde setzt.

    Eine langsame, aber lohnende Arbeit

    Bei einer Geschwindigkeit von 2 bis 3 km/h benötigen die Pferde etwa zehn Stunden, um einen Hektar Weinberge zu bearbeiten. Ein vergleichsweise gemächliches Tempo, das jedoch perfekt auf die Bedürfnisse des Weinguts abgestimmt ist. Hier geht es nicht um Effizienz im klassischen Sinne, sondern um Nachhaltigkeit und Qualität.

    „Unser Ziel ist es, die Böden zu schonen“, erklärt Rémy Monribot, technischer Leiter des Château. „Obwohl Pferde schwer sind, verdichten sie die Erde nicht so stark wie Traktoren. Außerdem kommen sie auf unseren lehm- und kalkhaltigen Böden besser zurecht, besonders nach Regenfällen.“

    Kosten und Nutzen: Pferdearbeit ist teurer, aber nachhaltiger

    Die Arbeit mit Pferden hat ihren Preis: Sie ist etwa 30 % teurer als der Einsatz von Traktoren. Doch der langfristige Nutzen ist enorm. Verdichtete Böden beeinträchtigen die Wurzeln der Reben, was sich negativ auf die Qualität der Trauben auswirken kann. Pferde helfen, dieses Problem zu vermeiden, und ermöglichen gleichzeitig eine präzisere Bearbeitung der Weinberge.

    „Es ist nicht nur eine ökologische Entscheidung, sondern auch eine qualitative“, betont Monribot. „Unsere Böden sind lebendig, und das bleibt auch so.“

    Die Rückkehr der Pferde in die Weinberge

    Während des Winters kehren die Pferde in ihre Heimat in der Dordogne zurück, wo sie auf der Farm gepflegt und auf die nächste Saison vorbereitet werden. Sobald der Frühling kommt, sind sie wieder im Einsatz und übernehmen die Pflege der Weinberge – eine enge Zusammenarbeit zwischen Tier und Mensch, die nicht nur das Landschaftsbild prägt, sondern auch das Herz der Weinliebhaber höherschlagen lässt.

    Ein Trend mit Zukunft?

    Die Nutzung von Pferden ist im Bordelais zwar noch die Ausnahme, doch sie gewinnt zunehmend an Bedeutung. In einer Zeit, in der Nachhaltigkeit und Biodiversität immer mehr geschätzt werden, könnte diese alte Technik ein zukunftsweisender Weg sein.

    Saint-Émilion zeigt, dass Tradition und Innovation Hand in Hand gehen können – und dass der Schlüssel zu großartigen Weinen manchmal im gemächlichen Tempo der Vergangenheit liegt.

  • Perlage und Prestige: Eine Genussreise durch die Weingüter der Champagne rund um Reims

    Perlage und Prestige: Eine Genussreise durch die Weingüter der Champagne rund um Reims

    Eine Degustationsreise durch die Champagne, insbesondere die Gegend rund um Reims, ist eine bemerkenswerte Entdeckungsreise in die Welt der feinen Schaumweine. Die Region ist bekannt für ihre unvergleichlichen Champagner, die durch die einzigartige Kombination von Klima, Boden und Tradition entstehe…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Wein im Norden Frankreichs: Wie der Klimawandel die Weingbiete verschiebt

    Wein im Norden Frankreichs: Wie der Klimawandel die Weingbiete verschiebt

    Wenn man an französischen Wein denkt, kommen einem wahrscheinlich sofort Regionen wie Bordeaux, Burgund oder das Loiretal in den Sinn. Aber jetzt? Jetzt sprechen wir über Wein aus den Hauts-de-France, einer Region, die bis vor kurzem vor allem für Kartoffeln, Rüben und Getreide bekannt war. Doch die Zeichen des Klimawandels sind auch hier unverkennbar – und die Weinreben folgen der Wärme.

    Laurent Sellié ist einer dieser neuen Winzer im Norden Frankreichs. Seit 30 Jahren bewirtschaftet er seine Felder, und bis vor kurzem hätte er nie gedacht, dass Weinreben jemals im Department Pas-de-Calais gedeihen könnten. Doch heute, umgeben von Kartoffel- und Rübenfeldern, pflegt er seine Chardonnay-Reben und bereitet die Ernte vor. „Die Trauben sind dieses Jahr klein“, sagt er und zeigt auf die Rebstöcke, „der Juni war einfach zu verregnet, und wir hatten zu wenig Sonne.“ Doch die Süße der Trauben ist dennoch vielversprechend.

    Was hat diesen Wandel ausgelöst? Der Klimawandel – mit all seinen unvorhersehbaren Wetterkapriolen. Sellié erzählt von den letzten acht Jahren, in denen traditionelle Feldfrüchte wie Weizen und Rüben immer stärker unter der Trockenheit litten. „Der Kreideboden hier wird schneller trocken als Lehmboden“, erklärt er. Also wagte er den Schritt in die Weinproduktion. Was nach einem radikalen Schritt klingt, ist in Wahrheit eine pragmatische Antwort auf die klimatischen Herausforderungen. Der Boden, der für andere Kulturen zu trocken wurde, ist ideal für den Chardonnay. Wie heißt es so schön: Man muss mit dem Strom schwimmen – oder in diesem Fall, mit dem Klima.

    Ein Beispiel für Anpassung und Wandel

    Dass sich der Klimawandel in die landwirtschaftliche Landschaft Frankreichs einschreibt, sieht man inzwischen nicht nur in den Regionen, die schon lange für ihren Wein berühmt sind. In den Hauts-de-France wächst das Interesse an der Weinproduktion rapide. Die Region, die bisher eher für Zuckerrüben bekannt ist, hat sich nun zu einer aufstrebenden Weinbauregion gewandelt. Wie kam es dazu?

    Julien Poulin, der Entwicklungsleiter der „Coopérative des 130“, erklärt: „Mit dem Klimawandel haben sich die Bedingungen hier verbessert. Es gibt sogar Weinbau weiter nördlich – in England, Belgien, ja sogar in den nordischen Ländern.“ Diese nördlichen Regionen haben durch den Temperaturanstieg plötzlich ein Klima, das für Weinbau geeignet ist.

    Was bedeutet das für die berühmten Weinanbaugebiete im Süden? Sie stehen vor einem anderen Problem. In de Region Bordeaux reißen Winzer Rebstöcke aus, da die Nachfrage nach kräftigem Rotwein zurückgeht und das heiße Klima die Weinqualität negativ beeinflusst. Im Gegensatz dazu macht sich der Norden den Trend zu leichteren, frischen Weinen zunutze. Die Weine aus den Hauts-de-France sind eher „leicht“, „frisch“ und trotzdem „feierlich“ – perfekt für den aktuellen Markt. Während der Konsum von Rotwein in Frankreich drastisch gesunken ist, bleibt die Nachfrage nach Weißwein stabil.

    Die wirtschaftliche Seite der Weinwende

    Für Sellié ist die Entscheidung, Wein anzubauen, nicht nur eine klimatische, sondern auch eine ökonomische. Die Preise für traditionelle Feldfrüchte schwanken stark, und für einen Landwirt, der ausschließlich auf eine Ernte setzt, kann das riskant sein. „Eine Jahr ist der Weizenpreis bei 200 Euro, im nächsten bei 300. Man kann nicht alles auf eine Karte setzen“, erklärt er.

    Wein bringt Diversifizierung – und mit etwas Glück auch Stabilität. Doch der Umstieg ist teuer. Sellié hat 200.000 Euro investiert, um seine vier Hektar Weinreben anzulegen. Rentabel ist das noch lange nicht, aber er hofft, dass sich diese Entscheidung langfristig auszahlt.

    Die „Coopérative des 130“, die Weinbauern wie Sellié unterstützt, hilft dabei, diesen Übergang zu erleichtern. Sie hat inzwischen 52 Winzer in der Region zusammengebracht, die gemeinsam ihre Trauben verarbeiten und vermarkten. Ziel ist es, auf 200 Hektar anzuwachsen und 130 Weinbauern zu vereinen. Eine alte Zuckerfabrik in Dompierre-Bequincourt wurde in ein Weinzentrum umgewandelt – ein Symbol für die Transformation, die in dieser Region gerade stattfindet.

    Der Klimawandel: Eine zweischneidige Klinge

    Der Klimawandel bringt nicht nur Herausforderungen, sondern auch neue Chancen. Die steigenden Temperaturen ermöglichen es, Weinreben in Regionen zu pflanzen, die bisher als zu kalt galten. England hat in den letzten Jahren zunehmend internationale Anerkennung für seine Schaumweine erhalten, und auch Belgien zieht nach. Nun also auch der Norden Frankreichs.

    Aber während die Winzer im Norden ihre neuen Chancen feiern, kämpfen andere Regionen ums Überleben. In Südeuropa sind die Auswirkungen des Klimawandels weitaus destruktiver. Häufigere Hitzewellen und Dürren setzen den Reben zu, und selbst traditionsreiche Weingebiete müssen sich anpassen. Was wird aus den klassischen Weinregionen werden, wenn die Temperaturen weiter steigen? Muss Bordeaux bald seine berühmten Rotweine aufgeben und auf andere Rebsorten – ode gar auf andere Kulturen – umstellen?

    Eine Wende im Weingeschmack

    Interessanterweise kommt dieser klimatische Wandel zu einer Zeit, in der sich auch der Geschmack der Konsumenten verändert. Die Franzosen trinken heute 70% weniger Wein als noch in den 1960er Jahren. Damals konsumierten sie jährlich etwa 120 Liter pro Person, heute sind es nur noch 40 Liter. Besonders der Rotwein hat stark an Beliebtheit eingebüßt – nicht zuletzt wegen der höheren Alkoholgehalte, die viele Weine des Südens inzwischen aufweisen.

    Die Weine aus dem Norden sind anders. Leicht, frisch, mit geringerem Alkoholgehalt – genau das, wonach viele heutzutage suchen. Julien Poulin beschreibt die Weine der „Coopérative des 130“ als „festliche, einfache Weine“, die nicht für die Elite der Weinkenner gedacht sind, sondern für Menschen, die ein leichtes Glas Wein an einem geselligen Abend genießen wollen.

    Die Zukunft des Weins im Wandel

    Es ist faszinierend zu sehen, wie der Klimawandel etwas so Traditionelles wie den Weinbau auf den Kopf stellt. In den Hauts-de-France wird jetzt Wein produziert, während südliche Regionen wie Bordeaux mit Überproduktion und Hitze zu kämpfen haben. Es zeigt einmal mehr, dass der Klimawandel nicht nur eine ökologische, sondern auch eine wirtschaftliche und kulturelle Herausforderung ist.

    Aber am Ende ist es auch eine Chance. Die Winzer des Nordens sind das beste Beispiel dafür, wie Anpassung an die neuen Bedingungen zu Innovationen führen kann. Weinliebhaber sollten sich also darauf einstellen, dass in den kommenden Jahren der Ausdruck „französischer Wein“ eine ganz neue geografische Bedeutung bekommen könnte. Wer hätte gedacht, dass der Norden Frankreichs eines Tages für seine Weine bekannt sein könnte?

    Die Geschichte des Weins – einst geprägt von Regionen wie Bordeaux und Burgund – wird nun neu geschrieben. Vielleicht steht ja in Zukunft „Hauts-de-France“ auf den Weinkarten der besten Restaurants der Welt?

  • Eine Reise durch die Weingüter der Champagne: Ein prickelndes Abenteuer für Weinliebhaber

    Eine Reise durch die Weingüter der Champagne: Ein prickelndes Abenteuer für Weinliebhaber

    Die Champagne ist eine der berühmtesten und prestigeträchtigsten Weinregionen der Welt. Sie liegt im Nordosten Frankreichs, etwa eine Stunde von Paris entfernt, und ist die Heimat des legendären Champagners, der oft als das ultimative Getränk des Feierns angesehen wird. Eine Reise durch die Weingüter der Champagne ist ein Muss für jeden Weinliebhaber, der den magischen […]

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Rundreise zu den berühmtesten Weingütern im Cahors: Schmackhafter Weintourismus

    Rundreise zu den berühmtesten Weingütern im Cahors: Schmackhafter Weintourismus

    Das Cahors ist eine der ältesten und renommiertesten Weinregionen Frankreichs, berühmt für seine kraftvollen, tanninreichen Rotweine, die hauptsächlich aus der Malbec-Traube hergestellt werden. In den sanften Hügeln entlang des Lot-Flusses erstrecken sich malerische Weinberge, die eine jahrhundertealte Tradition des Weinbaus fortführen. Diese Rundreise führt Sie zu einigen der berühmtesten Weingüter des Cahors, die für ihre […]

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Ein harter Schlag für die Weinberge im Tarn: Heftige Unwetter gefährden die Ernte

    Ein harter Schlag für die Weinberge im Tarn: Heftige Unwetter gefährden die Ernte

    Im französischen Departement Tarn haben am 26. August schwere Unwetter deutliche Spuren in den Weinbergen hinterlassen. Nur wenige Tage vor der Ernte stehen die Winzer der Region vor einer verheerenden Situation – ihre Hoffnungen auf eine qualitativ hochwertige Weinproduktion sind durch die Unwetter stark beeinträchtigt worden.

    Eine beispiellose Katastrophe für die Winzer

    Dominique Malbert, ein erfahrener Winzer, steht fassungslos vor den Schäden, die der Hagel in seinen Weinbergen angerichtet hat. In seinen 36 Berufsjahren hat er so etwas noch nie erlebt. „Es gab ein wenig Mehltau auf den Blättern, aber insgesamt hatte das keinen Einfluss auf die Ernte. Jetzt ist es der Todesstoß“, erklärt er verzweifelt.

    Die Qualität des Weins ist gefährdet

    Auch in Brens, einer anderen Gemeinde im Tarn, zeigt sich ein ähnliches Bild. Ein weiterer Winzer sieht seine Ernte, die in wenigen Tagen beginnen sollte, in Gefahr. „Wenn man eine beschädigte Frucht, die verdorben ist, findet, wirft man sie weg. Hier ist es genauso. Wir können keinen Wein von annehmbarer Qualität herstellen“, beschreibt Pascal Pélissou die Situation treffend.

    Anpassung an die klimatischen Herausforderungen

    Angesichts der zunehmenden klimatischen Herausforderungen müssen die Winzer im Tarn in Zukunft anders arbeiten. Es wird unvermeidlich sein, selektiver bei der Auswahl der Reben zu sein und widerstandsfähigere Anbautechniken zu entwickeln. Diese Unwetter sind ein deutliches Zeichen, dass sich die Winzer auf neue klimatische Bedingungen einstellen müssen – und das schneller, als ihnen lieb ist.

    Solche Ereignisse werfen die Frage auf, wie sich die Weinproduktion in Zeiten des Klimawandels entwickeln wird. Wie werden sich die Winzer anpassen, um ihre Traditionen und ihre Existenz zu sichern? Klar ist: Es wird ein steiniger Weg – aber aufgeben ist keine Option.

  • Schätze der östlichen Pyrenäen: Entdecken Sie die besten Weingüter rund um Prades

    Schätze der östlichen Pyrenäen: Entdecken Sie die besten Weingüter rund um Prades

    In der Region rund um Prades in den östlichen Pyrenäen gibt es mehrere Weingüter, die für ihre hochwertigen Weine bekannt sind. Hier sind einige der empfehlenswertesten Weingüter: 1. Domaine Gardiés 2. Mas Amiel 3. Domaine de la Rectorie 4. Domaine Gauby 5. Domaine du Clos des Fées 6. Domaine de l’Edre Diese Weingüter bieten eine […]

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Frontignan in Flammen: Der Weinbau steht vor großen Verlusten

    Frontignan in Flammen: Der Weinbau steht vor großen Verlusten

    Die idyllischen Weinberge von Frontignan im Département Hérault wurden kürzlich von verheerenden Bränden heimgesucht, und die Auswirkungen auf die örtliche Weinproduktion sind erschütternd. Besonders betroffen ist das Weingut von Pierre Rivet, einem engagierten Winzer, der vor sechs Jahren auf biologischen Anbau umgestiegen ist. Die Flammen verschlangen nicht nur seine Rebstöcke, sondern auch die Obstbäume, die er auf seinem Land gepflanzt hatte.

    „Ich verliere die Hälfte meiner Ernte, etwa 800 bis 900 Kilo“, berichtet Rivet mit schwerem Herzen. Diese Zahl ist nicht nur für ihn selbst ein Schock, sondern auch für die gesamte Region. Einige der Rebstöcke, die in den Flammen aufgingen, waren über 70 Jahre alt – ein unschätzbarer Verlust, nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht, sondern auch in Bezug auf das kulturelle Erbe der Region.

    Die gesamte Appellation Frontignan, bekannt für ihre hochwertigen Muskatweine, wird im Jahr 2024 voraussichtlich auf 40 Tonnen Trauben verzichten müssen. Das ist eine beträchtliche Menge, die den Weinbauern erhebliche finanzielle Einbußen bescheren wird.

    Es ist nicht nur Pierre Rivet, der solch einen herben Rückschlag verkraften muss. Insgesamt wurden etwa zehn Winzer aus der Region schwer getroffen. „Ab einem gewissen Punkt ist es nicht mehr sinnvoll, nur einige Reben zu ersetzen“, erklärt William Juan, der Präsident der Genossenschaftskellerei von Frontignan. „Es ist besser, die gesamte Parzelle neu zu bepflanzen und von vorne zu beginnen.“ Doch das ist leichter gesagt als getan – und wird viel Zeit und Geld kosten.

    Diese Brände, die zunehmend häufiger auftreten, werfen auch die Frage auf, wie die Landwirtschaft in der Region langfristig gesichert werden kann. Ist es möglich, den Weinbau an die neuen klimatischen Bedingungen anzupassen? Was wird aus den traditionellen Anbaumethoden, wenn das Klima immer unberechenbarer wird? Der Verlust von so vielen alten Rebstöcken ist nicht nur eine ökonomische Katastrophe, sondern auch ein symbolischer Einschnitt in das kulturelle Erbe der Region.

    Die Winzer von Frontignan stehen nun vor der Herausforderung, sich nicht nur von den physischen Schäden zu erholen, sondern auch neue Wege zu finden, um ihre Weinberge widerstandsfähiger gegen zukünftige Brände zu machen. Es wird interessant sein zu sehen, wie diese Region, die so stark mit ihrer Weinkultur verbunden ist, auf diese Krise reagiert. Eines ist sicher: Der Wein von Frontignan wird in den kommenden Jahren mit einer Geschichte von Resilienz und Erneuerung auf den Markt kommen.