Schlagwort: Wasserknappheit

  • Wetter: Französische Landwirte besorgt über fehlenden Regen

    Wetter: Französische Landwirte besorgt über fehlenden Regen

    In Frankreich fiel in den letzten 25 aufeinanderfolgenden Tagen weniger als ein Liter Regen auf den Quadratmeter. So wenig wie seit 1989 nicht mehr. Die Trockenheit der Böden beunruhigt die Landwirte.

    Ein ganzes Stück des benachbarten Berges wurde von Flammen zerstört. Die 70 Hektar, die die Flammen verbrannten, zeugen von der Trockenheit des Bodens. Der Wassermangel bereitet einem Landwirt im südlichen Teil der Ardèche schlaflose Nächte. „Der Boden ist extrem trocken und sogar in der Tiefe ist es zu trocken“, sagt er auf dem Sender France 3. Laut Meteo France war der letzte Monat einer der trockensten seit Beginn des 21. Jahrhunderts.

    Wassermangel wird durch Mistral-Winde verschärft
    Auf einer Parzelle im Rhonetal bringt die Bodenbearbeitung eine Reihe von Überraschungen mit sich. „Wenn man so pflügt, sollte man überhaupt nicht sehen, dass Staub wegweht, es sollte viel feuchter sein als jetzt. Also haben wir bereits Böden, die an der Oberfläche zu trocken sind für die Jahreszeit, in der wir uns befinden“, erklärt ein Landwirt. Das Wasserdefizit wurde noch durch den Mistral verstärkt, der an 18 Tagen hintereinander durch das Rhonetal blies und die letzte Feuchtigkeit aus dem Boden holte.

  • Trockenheit: Grundwasserspiegel in Südfrankreich auf einem Tiefststand

    Trockenheit: Grundwasserspiegel in Südfrankreich auf einem Tiefststand

    In diesem Winter ist der Grundwasserspiegel im Departement Alpes-Maritimes so niedrig, dass sogar das Trinkwasser rationiert werden könnte.

    Seit dem letzten Sommer hat sich nichts verändert. Aus der Luft betrachtet besteht der Lac du Broc nur aus ein paar Pfützen und daneben ist der Fluss Var fast trocken. Im Winter ist das ein völlig neues Bild für den größten Grundwasserspiegel des Departements Alpes-Maritimes. Die Hydrogeologin Anne-Laure Thaon berichtet dem Sender France 3: „Das Grundwasser befindet sich 18 Meter unter dem Boden. Das ist natürlich ein niedriger Stand, das haben wir erwartet. Es steht niedriger als letztes Jahr um diese Zeit. Wir liegen zwei, drei Meter tiefer, je nach Sektor“.

    Noch alarmierender sieht es in der Region Pays de Fayence aus. Der Fluss Riou ist zu einem Steinhaufen geworden. Die Trockenheit ist absolut. Die Wasserbetriebe sehen sich vor einer alarmierenden Situation. Innerhalb eines Jahres ist die Menge der für die Bevölkerung verfügbaren Wasserressourcen aus dem Grundwasser zusammengebrochen. Wie im Jahr 2022 wird man höchstwahrscheinlich das Trinkwasser rationieren müssen und damit diesmal nicht bis zum Sommer warten.

  • Umweltminister Béchu will den Wasserverbrauch der Franzosen senken

    Umweltminister Béchu will den Wasserverbrauch der Franzosen senken

    In „Le Parisien“ vom Mittwoch sagte Christophe Béchu, er bereite Wasser-Warn-App und eine Weiterentwicklung des französischen Wasseraufbereitungssystems vor. Man werde später einmal von einem Vorher und einem Nachher des Sommers 2022 sprechen, meint der Minister für den ökologischen Übergang. Christophe Béchu stellt in der Zeitung Le Parisien am Mittwoch, dem 25. Januar, einen „Plan der Sparsamkeit“ vor, um den täglichen Wasserverbrauch in Frankreich zu reduzieren. Im vergangenen Sommer, der von einer starken Dürre geprägt war, „waren fast alle Departements von Einschränkungsmaßnahmen betroffen und 700 Gemeinden hatten Schwierigkeiten bei der Trinkwasserversorgung. Und es wird nicht besser: Der Weltklimarat prognostiziert bis 2050 einen Rückgang des Wasserstands unserer Flüsse um 10 bis 40%“, warnt der Minister in der Tageszeitung. Einschränkungen schon „vor Beginn des Sommers“. Um eine dauerhafte Wasserknappheit zu vermeiden, schlägt Christophe Béchu vor, bis 2027 „die Menge des aus u…

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  • Dürre: Grundwasserspiegel in weiten Teilen Frankreichs auf „besorgniserregendem“ Niveau

    Dürre: Grundwasserspiegel in weiten Teilen Frankreichs auf „besorgniserregendem“ Niveau

    Wenn es 2023 genauso wenig regnet, „wird es zu einer Situation kommen, die viel schlimmer ist als die, die wir im Spätsommer 2022 erlebt haben“, warnte jetzt das Bureau des recherches géologiques et minières (BRGM).

    „Es muss regnen, wir sind besorgt“. In der Tat befinden sich die Grundwasserspiegel in weiten Teilen Frankreichs auf einem „besorgniserregenden“ Niveau, wie das Bureau des recherches géologiques et minières (BRGM) am Freitag, dem 13. Januar, warnte. Die Behörde äußerte sich „ziemlich pessimistisch“ über die Verfügbarkeit von Wasser im Jahr 2023 nach der außergewöhnlichen Dürre im letzten Jahr.

    „Die Grundwasserstände im Dezember sind unbefriedigend. Tatsächlich reichen die im Herbst versickerten Niederschläge bei weitem nicht aus, um die im Jahr 2022 aufgelaufenen Defizite auszugleichen und den Zustand der Grundwasservorkommen nachhaltig zu verbessern“, schreibt das BRGM in einem Lagebericht zum Jahresbeginn.

    Anordnungen zur Wasserbeschränkung sind weiterhin in Kraft.
    „Die Lage des Grundwassers, das zwei Drittel der Wasserreserven in Frankreich ausmacht, ist viel ungünstiger als am Ende des Winters 2021-2022“, als die Grundwasserspiegel auf „halbwegs korrekten“ Niveaus waren, bevor eine historische Dürre „an der Oberfläche“ eintrat, kommentierte Pierre Pannet, stellvertretender Direktor des BRGM, am vergangenen Donnerstag bei einem Pressebriefing.

    Wenn es 2023 genauso wenig regnet, „wird es zu einer Situation kommen, die viel schlimmer ist als die, die wir im Spätsommer 2022 erlebt haben“, als in fast allen Departements Frankreichs Wasserbeschränkungen galten. In einem Dutzend Departements sind noch immer die entsprechenden Erlasse in Kraft.

    In Frankreich liefert das Grundwasser etwa zwei Drittel des Trinkwassers und ein Drittel der landwirtschaftlichen Bewässerung.

  • Wasserknappheit: 6 Gemeinden im Puy-de-Dôme werden noch immer mit Tankwagen versorgt

    Wasserknappheit: 6 Gemeinden im Puy-de-Dôme werden noch immer mit Tankwagen versorgt

    Beurières und fünf weitere umliegende Gemeinden im Département Puy-de-Dôme leiden unter einem Regendefizit von 45% in den letzten sechs Monaten. Die Quellen geben dort nur 10% der üblichen Wassermengen her.

    Normalerweise ist dies ein Tanklastwagen, der Milch transportiert. Doch seit einiger Zeit transportiert er vor allem Wasser, wie zum Beispiel in Beurières (Puy-de-Dôme). Mit seinem 120.000-Liter-Tank versorgt er bis zu viermal täglich das örtliche Wassernetz von sechs Gemeinden. Laut Gilbert Portail, dem Vorsitzenden des für Wasser zuständigen lokalen Zweckverbands, begann die Knappheit im August. Er spricht von einem Regendefizit von 45% in den letzten sechs Monaten.

    15.000 Euro pro Monat werden für Wasser ausgegeben.
    Seitdem geben die Quellen nur noch 10% der üblichen Mengen her. In der Umgebung nimmt die Vegetation den wenigen Regen, der derzeit fällt, auf, bevor er in das Grundwasser gelangen kann. Und um das auszugleichen, steigt die Rechnung der Gemeinden auf bis zu 15.000 Euro pro Monat. „Wenn es regnet oder schneit, ist es gut. Aber im Moment weiß ich nicht, wie wir das schaffen sollen“, sagt Gilbert Portail gegenüber dem Sender France 2. Insgesamt sind 1.100 Haushalte betroffen, die auch im Winter sehr auf ihren Verbrauch achten müssen.

  • Wasserknappheit: In Sainte-Maxime wird der Golfplatz mit wiederaufbereitetem Abwasser bewässert

    Wasserknappheit: In Sainte-Maxime wird der Golfplatz mit wiederaufbereitetem Abwasser bewässert

    Die Regierung arbeitet derzeit an neuen Regeln für die bessere Nutzung von wiederaufbereitetem Abwasser. Es könnte für die Straßenreinigung oder die Bewässerung kommunaler Blumenbeete verwendet werden.

    Um den Golfplatz von Sainte-Maxime im Département Var zu bewässern, muss nicht in das Grundwasser angezapft oder Wasser aus Flüssen gepumpt werden. Bereits seit 2006 werden die 90 Hektar des Golfplatzes mit Abwasser aus der städtischen Kläranlage bewässert. Zuvor wird es gefiltert, aufbereitet und in einem kleinen natürlichen See gelagert. „Die Kläranlage ist etwa 4 km Luftlinie vom See entfernt“, erklärt Thierry Gobino, Baudezernent von Sainte-Maxime auf dem Sender France 2.

    Der Golfplatz verbraucht 300.000 m³ Wasser pro Jahr. Der Direktor des Golfplatzes zahlt für das Wasser nur halb so viel, als wenn es Trinkwasser wäre. Hier hatte man im Sommer keine Probleme mit Trockenheit. Wenn die Regierung eine solche Praxis landesweit fördern möchte, müssen nach Ansicht des Direktors zunächst administrative Hemmnisse beseitigt werden. Heute produziert Frankreich jedes Jahr mehr als acht Milliarden m3 Abwasser. Nur 0,8 % davon werden wiederverwendet. In Spanien liegt die Quote bei 14%, in Israel bei 80%.

  • Französische Regierung will Ende Januar neue Regelungen für Wassernutzung bekannt geben

    Französische Regierung will Ende Januar neue Regelungen für Wassernutzung bekannt geben

    Zu den ehrgeizigen Zielen des neuen Wasserplans, den die Regierung ankündigen will, gehört wohl auch eine bessere Wiederverwendung von Abwasser.  Dem französischen Umweltministerium sitzt die Erinnerung an den Sommer 2022 noch im Nacken. In einigen Dörfern kam kein Tropfen Wasser mehr aus den Wasserhähnen und es kam in ganzen Regionen zu Wasserrationierungen, die Grundwasserspiegel erreichten bisher ungesehene Tiefststände. Franceinfo meldete am Montag, dem 9. Januar, dass die Regierung Ende des Monats einen großen Wasserplan verkünden will. Darin sind unter anderem Ankündigungen gegen Lecks in den Wasserversorgungsnetzen vorgesehen. Außerdem soll im Frühjahr eine große Präventionskampagne gegen die Verschwendung von Wasser gestartet werden. Das wichtigste Thema wird jedoch eine neue Regelung für die Nutzung von Wasser sein. Derzeit wird Abwasser nach der Aufbereitung einfach weggeschüttet, obwohl es zur Bewässerung von Grünflächen, für bestimmte Anbauflächen, zur Straßenreinigung und …

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  • Trockenheit: Wassereinschränkungen im Departement Var bis Mitte Dezember verlängert

    Trockenheit: Wassereinschränkungen im Departement Var bis Mitte Dezember verlängert

    Die Einschränkungen der Wassernutzung werden in 10 Gemeinden des Departements Var mindestens bis Mitte Dezember verlängert. Die Rationierung zwingt Landwirte, andere Lösungen für die Bewässerung zu finden.

    Im Flussbett des Camandre in Fayence (Var) fand der Sender France 3 am Dienstag, dem 15. November, nicht einmal mehr ein Rinnsal Wasser. Die Dürre hält in der Region schon lange an. „Das Wasser, das hier fällt, ist Oberflächenwasser. Es tut den Menschen gut, es kühlt, sorgt dafür, dass die Natur überlebt, (…) aber es ist nicht das Wasser, was in die Wasserhähne fließt“, sagte Bernard Henry, Bürgermeister von Fayence. Seit mehreren Monaten sind die Einwohner in ihrem Verbrauch auf 100 Liter Wasser pro Tag und Person beschränkt.

    Der Dürreerlass bleibt bis zum 15. Dezember in Kraft.

    Diese Einschränkungen betreffen auch die Gewerbetreibenden. Der Bauer Rémi, dem nur zwei Bewässerungen pro Woche erlaubt sind, musste sich anpassen. „Mit dem überschüssigen Wasser, das wir nach der Bewässerungen zurück gewinnen können, gelingt es uns, die mit den Einschränkungen verbundenen Probleme zu lindern“, erzählt er vor der Kamera von France 3. Da die Rückgewinnung jedoch an ihre Grenzen stößt, musste er eine Auswahl zwischen den Pflanzensorten treffen, die er bewässern möchte. 

  • In Saint-Raphaël werden nach dem Dürre-Sommer Pflanzen an die Bewohner verteilt

    In Saint-Raphaël werden nach dem Dürre-Sommer Pflanzen an die Bewohner verteilt

    In Saint-Raphaël konnten diesen Sommer 38.000 Pflanzen nicht gepflanzt werden. Grund dafür war das Bewässerungsverbot, das nach der extremen Trockenheit verhängt wurde. Um die Pflanzen nicht verkümmern zu lassen, verschenkte die Stadt die Pflanzen nun an ihre Einwohner. 38.000 Pflanzen lagern seit dem Sommer in den Gewächshäusern in Saint-Raphaël im Departement Var. Stiefmütterchen, Ringelblumen oder Gänseblümchen – all diese Blumensorten waren zur Verschönerung der Stadt bestimmt. Aber wegen dem Bewässerungsverbot, das nach einer Rekordtrockenheit erlassen wurde, musste die Stadtverwaltung auf die Anpflanzung verzichten. „Die Pflanzen sollten in alle Beete von Saint-Raphaël gehen, sowohl auf Kreisverkehren als auch entlang der Hauptverkehrsstraßen“, erklärt der Leiter der Grünflächen von Saint-Raphaël gegenüber France Télévisions. Um den Verlust der Pflanzen zu vermeiden, beschloss die Stadtverwaltung, sie jetzt an ihre Einwohner zu verschenken. Das hat sich schnell herumgesprochen un…

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  • Dürre: 28.000 Einwohner des Departements Var müssen Wasserverbrauch einschränken

    Dürre: 28.000 Einwohner des Departements Var müssen Wasserverbrauch einschränken

    Seit drei Wochen dürfen die Einwohner des Gemeindeverbands Fayence nicht mehr als 100 Liter Wasser pro Tag und Haushalt verbrauchen.

    Der Winter kommt, aber die Dürre ist immer noch da. Im Departement Var werden die Erlasse von acht Bürgermeistern des Gemeindeverbands Fayence, die den Wasserverbrauch von Privatpersonen auf 100 Liter pro Tag und Haushalt beschränken, wahrscheinlich erst in einigen Wochen wieder aufgehoben. Der Grund dafür ist der Grundwasserspiegel und der See von Saint-Cassien, eine der wichtigsten Wasserreserven für die umliegenden Gemeinden.

    Diese drastischen Wassereinschränkungen verändern den Alltag von rund 28.000 Einwohnern, wie Diane, die in Seillans, einer der betroffenen Gemeinden, wohnt. Innerhalb einer Woche hat sich ihr Leben stark verändert, angefangen damit, dass „ständig eine Schüssel in der Spüle steht, um das Wasser aufzufangen, wenn wir den Salat waschen“, erklärt sie gegenüber Franceinfo. „Die Toilettenspülung ist das Gleiche, man zieht sie nicht jedes Mal. Man wäscht sich wie früher, mit einem Handschuh und nur die wichtigsten Teile. Und dann war’s das. Alles ist kompliziert.“

    Nur zwei Überschreitungen festgestellt

    René Ugo, der Bürgermeister von Seillans, ist sich der Anstrengungen, die von seinen Mitbürgern verlangt werden, durchaus bewusst. „Alle haben sich einbezogen und betroffen gefühlt“, lobt der Politiker. „Das ist letztlich der Sinn des Teilens. Und das haben, glaube ich, alle Bürger des Pays de Fayence verstanden.“

    Bisher wurden nur zwei Nutzer mit einer Geldstrafe von 350 Euro belegt. Im Wiederholungsfall wird bei jeder festgestellten Überschreitung eine Gebühr von 1.500 Euro fällig. Dies dürfte auch die Verweigerer der Massnahmen abschrecken.