Schlagwort: Wanderung

  • Blitzschlag im Gebirge – ein Drama in der Vallée de la Géla

    Blitzschlag im Gebirge – ein Drama in der Vallée de la Géla

    Ein Sommerhimmel kann trügen. Ein Moment noch friedlich, im nächsten schon tödlich.Am Montag, dem 18. August 2025, geschah in den Hautes-Pyrénées ein Unglück, das zeigt, wie gnadenlos die Natur sein kann: In der Vallée de la Géla, nahe der gleichnamigen Hütte bei der Gemeinde Aragnouet, traf ein Blitz ein spanisches Wanderpaar. Die Frau, 60 Jahre alt, erlitt schwerste Verletzungen. Verbrennungen, innere Verletzungen – ihr Zustand war so kritisch, dass sie per Helikopter ins Universitätsklinikum Purpan nach Toulouse geflogen wurde. Ihr Partner, etwas älter, kam nach Tarbes ins Krankenhaus. Auch schwebte zunächst in Lebensgefahr. Die Faszination der Berge und die Brutalität eines Gewitters lagen an diesem Nachmittag nur einen Herzschlag auseinander.

    Eine Bergbäuerin als Schutzengel Zeugin des Vorfalls war eine Schäferin, die in der Nähe ihre Herde betreute. Sie zögerte nicht, griff sofort zum Handy und alarmierte die Rettungskräfte.Die Männer des Peloton de Gendarmerie de Haute Montagne…

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  • Wilde Wunder der Seealpen: Ein Tagesabenteuer im Mercantour

    Wilde Wunder der Seealpen: Ein Tagesabenteuer im Mercantour

    Einführung: Wo die Alpen das Mittelmeer küssen… Nur eine gute Stunde von der glamourösen Riviera entfernt – da, wo Palmen auf Luxusyachten blicken – erhebt sich ein ganz anderes Gesicht der Provence: der Mercantour-Nationalpark. Schroffe Gipfel, uralte Gletscherseen und eine Stille, die unter die Haut geht. Hier tobt nicht das Leben, hier flüstert es – […]

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  • Genêts: Wo die Gezeiten Geschichten erzählen

    Genêts: Wo die Gezeiten Geschichten erzählen

    In der Normandie, wo sich Himmel und Meer zum täglichen Rendezvous treffen, liegt ein kleines Dorf, das mehr ist als nur ein Punkt auf der Landkarte: Genêts. Es ist einer dieser Orte, an dem die Zeit nicht stillsteht, sondern gemächlich durch die Gassen schlendert – begleitet vom Rhythmus der Gezeiten. Schon bei der Ankunft spürt […]

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  • Die stillen Helden der Wanderwege: Wie Freiwillige in den Yvelines die französischen Wanderpfade in Schuss halten

    Die stillen Helden der Wanderwege: Wie Freiwillige in den Yvelines die französischen Wanderpfade in Schuss halten

    Frankreich ist ein Paradies für Wanderer. Über 240.000 Kilometer markierter Wanderwege ziehen sich durch das Land – von den Alpen über die Provence bis hin zu den Weiten der Normandie. Doch wer sorgt eigentlich dafür, dass wir uns auf diesen Pfaden nicht verirren? In den Yvelines, einer Region in der Nähe von Paris, habe ich ein kleines, engagiertes Team getroffen, das hinter den Kulissen dafür sorgt, dass wir Wanderwege sicher und gut markiert vorfinden.

    Die Wächter der Wege

    Mit einer Mischung aus Begeisterung und Pflichtgefühl machen sich drei Freiwillige an die Arbeit: Hervé Malcorpi, Pierre Magnard und Marie Dubois. Heute sind sie im regionalen Naturpark der Yvelines unterwegs, um den Weg für Tageswanderer zu überprüfen. Ihre wichtigste Ausrüstung? Farbe. „Das Gelb ist für Tageswanderungen gedacht“, erklärt Hervé und hebt den kleinen Farbeimer hoch. „Wenn du länger unterwegs bist, siehst du oft rote Markierungen – die sind für die großen Fernwanderungen.“

    Während wir durch den Wald schlendern, entdecke ich eine verblasste Markierung an einem Baum. „Hier müssen wir ran“, sagt Pierre und greift nach seinem Pinsel. Es gibt einen klaren Plan: Markierungen auffrischen, wo sie abgenutzt sind, und gelegentlich auch Graffiti entfernen. Eine knifflige Aufgabe, wenn man bedenkt, dass die Regeln der französischen Wandervereinigung genau vorgeben, wie jede Markierung auszusehen hat.

    Ein kleines, großes Netzwerk

    Was wäre das französische Wanderwegenetz ohne die tausenden Freiwilligen, die sich um die Instandhaltung kümmern? Allein in den Yvelines gibt es über 10.000 Kilometer markierte Wanderwege – und dafür gibt es eine beeindruckende Zahl von Helfern. Die Fédération française de la randonnée pédestre zählt rund 10.000 Freiwillige, die im ganzen Land verteilt arbeiten. Jeder von ihnen ist für rund 20 Kilometer Wanderweg verantwortlich, die sie regelmäßig inspizieren und pflegen.

    Man könnte fast meinen, diese Aufgabe sei nur etwas für Frühaufsteher und Naturfanatiker, aber die Freiwilligen kommen aus allen Gesellschaftsschichten. Pierre, ein ehemaliger Lehrer, ist seit seiner Pensionierung aktiv dabei. „Ich wollte etwas tun, das mir Freude bereitet und das gleichzeitig den Menschen hilft“, erzählt er mir. „Und was gibt es Schöneres, als dabei die Natur zu genießen?“

    Herausforderung Wegpflege: Mehr als nur ein Spaziergang

    Die Pflege der Wanderwege ist kein Zuckerschlecken – das lerne ich schnell. Vor uns liegt ein Abschnitt, der stark mit Graffiti beschmiert ist. „Solche Sachen siehst du leider immer häufiger“, meint Marie mit einem Seufzen. „Es dauert Stunden, das alles zu entfernen, aber wir haben keine Wahl. Die Markierungen müssen gut sichtbar bleiben, damit Wanderer sich nicht verirren.“

    Der technische Aufwand ist ebenso nicht zu unterschätzen. Die Markierungen sind nicht willkürlich, sondern folgen einem strikten Regelwerk, das sicherstellt, dass Wanderer überall im Land dieselben klaren Zeichen vorfinden. Je nach Art des Weges gibt es unterschiedliche Farben: Gelb für kürzere Tagesausflüge, Rot für Fernwanderungen und andere Farben für spezielle Routen. Auch die Platzierung der Markierungen ist durchdacht – immer auf Augenhöhe, immer an Stellen, die leicht zu sehen sind.

    Gemeinsam für die Natur

    Natürlich geht es den Freiwilligen nicht nur um den Wanderweg an sich. Für viele ist es auch eine Gelegenheit, ihre Liebe zur Natur auszudrücken und zu schützen. „Wenn ich unterwegs bin und sehe, dass der Weg gut gepflegt ist, dann weiß ich, dass ich etwas Gutes getan habe“, sagt Hervé mit einem stolzen Lächeln. „Die Leute sollen die Natur genießen können, ohne sich Gedanken über fehlende Wegweiser zu machen.“

    Und tatsächlich: Die Wanderer, die uns entgegenkommen, scheinen den gut markierten Weg zu schätzen. Ein Paar bleibt stehen, um den Freiwilligen zu danken – eine Geste, die sichtlich gut ankommt.

    Wandern für alle: Ein Geschenk an die Gemeinschaft

    Die Arbeit der Freiwilligen ist mehr als nur die Instandhaltung von Wanderwegen. Sie schaffen etwas, das Tausende Menschen jährlich genießen können. Ob es die Familie ist, die einen Sonntagsausflug macht, oder der erfahrene Wanderer, der eine mehrtägige Tour plant – alle profitieren von der sorgfältigen Arbeit, die in die Pflege der Wege fließt.

    Am Ende des Tages verabschiede ich mich von den drei Wegwarten. Ihre Eimer sind leer, ihre Arbeit für heute getan. „Es ist ein schönes Gefühl, etwas für die Gemeinschaft zu tun“, sagt Pierre, bevor er seine Pinsel einpackt. Und während ich den Weg zurückgehe, fällt mir auf: Ohne sie wäre das alles nicht möglich.

    Die unsichtbaren Helden

    Die Arbeit der freiwilligen Wegpfleger bleibt oft unbemerkt – sie ist aber von unschätzbarem Wert. Während wir gedankenlos durch die Wälder und über Felder wandern, kümmern sich Menschen wie Hervé, Pierre und Marie darum, dass die Pfade sicher und gut markiert sind. Sie sind die stillen Helden hinter unseren Wanderabenteuern, die oft zu wenig Anerkennung bekommen.

    Wer hätte gedacht, dass so viel Herzblut und Mühe in den gelben und roten Markierungen steckt, denen wir auf unseren Wanderungen folgen? Wenn du das nächste Mal auf einem gut gepflegten Wanderweg unterwegs bist, denk daran – irgendwo in der Nähe hat ein Freiwilliger dafür gesorgt, dass du den richtigen Weg findest.

  • Weihnachtswunder: 47-jährige Mutter überlebt einen Sturz über mehrere hundert Meter am Pic du Midi

    Weihnachtswunder: 47-jährige Mutter überlebt einen Sturz über mehrere hundert Meter am Pic du Midi

    Eine Mutter überlebte am Abend des 28. Dezember wie durch ein Wunder einen Sturz über mehrere hundert Meter im Bereich des Pic du Midi (Hautes-Pyrénées). Zusammen mit ihrer Familie hatte sie den Aufstieg auf den Pic mit einer völlig ungeeigneten Ausrüstung unternommen.

    Naivität oder Unbedachtheit? Auf jeden Fall wäre der Familienausflug beinahe in einem Drama geendet. Am Abend des 28. Dezember wurden die Bergretter des Peloton de gendarmerie de haute montagne in Pierrefitte-Nestalas (Hautes-Pyrénées) zu einem Notfall gerufen, um einer 47-jährigen Touristin zu helfen, die im Bereich des Pic du Midi abgestürzt war.

    Die Frau war vor den Augen ihrer Familie, die am Nachmittag mit dem Ziel aufgebrochen war, den Gipfel des Pic du Midi (2.877 m ü. M.) nur mit Schneeschuhen an den Füßen zu erreichen, mehrere hundert Meter weit einen Abhang hinuntergestürzt.

    „Sie hatten keine Bergerfahrung und dachten, dass der Weg, den sie auf einer Karte gefunden hatten, sie zum Gipfel führen würde. Sie hatten den Plan, mit der Seilbahn wieder hinunter zu fahren“, berichtet ein Mitglied des Rettungsteams.

    „Nur war der Pfad natürlich vom Schnee bedeckt. Und um einen solchen Aufstieg zu bewältigen, ist Bergsteigerausrüstung eigentlich Pflicht.“

    Erst bei Einbruch der Dunkelheit konnten die Helfer aus der Luft die Urlauberin retten und in ein Krankenhaus fliegen.

    Die Frau konnte zum Glück mit nur einigen oberflächliche Wunden und Kratzer mit dem Hubschrauber der Luftabteilung der Gendarmerie evakuiert werden.
    Die aus Bergerac stammende Familie wurde anschließend in die Rettungsstation von La Mongie gebracht.

    Die 47-Jährige hatte enormes Glück, dass sie bei ihrem Sturz nicht auf Steinblöcke traf. „Der Ausgang hätte fatal sein können“, bekräftigten die Rettungskräfte und bitten alle Berggänger, derzeit äußerste Vorsicht walten zu lassen. „Manchmal rufen uns einige Leute an und fragen nach Informationen über gute Verhaltensweisen. Wir beantworten diese Anfragen immer wieder gerne“.

    Der Pic du Midi kann im Winter nicht mit einfachen Schneeschuhen bestiegen werden. „Bevor man sich auf solche Wanderungen begibt, sollte man sich immer die Mühe machen, sich im Vorfeld gut zu informieren.“

  • Wildschweine, Rehe, Füchse, Wölfe, Bären… Was tun, wenn man auf ein wildes Tier stösst?

    Wildschweine, Rehe, Füchse, Wölfe, Bären… Was tun, wenn man auf ein wildes Tier stösst?

    Ein Spaziergang im Wald oder in den Bergen gehört zu den Lieblingsbeschäftigungen der Urlauber in den Herbstferien. Doch was tun, wenn man bei solch einem Ausflug auf ein Wildschwein, ein Reh oder gar einen Bären trifft?

    Schöne Herbstfarben und Pilzsuche: Der Herbst ist eine tolle Zeit für Spaziergänge im Wald oder in den Bergen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass man dabei auf Rehe, Füchse oder Hirsche trifft. Doch welche Haltung sollte man gegenüber diesen Tieren einnehmen?

    Die meisten wilden Tiere neigen dazu, zu fliehen. Es ist sehr selten, dass eine solche Begegnung irgendwelche Gefahren für uns Menschen birgt. Man sollte allerdings sich den Tieren nicht nähern und nicht versuchen, sie zu ärgern. Wenn man also einem Tier begegnet, ist die erste Regel, Abstand zu halten.

    Wenn man ihnen so nahe kommt, dass man sie sieht, werden Hirsche, Rehe oder Hirschkühe in der Regel erschrecken und weglaufen. Eigentlich ist es eher ein Problem, sie zu beobachten, ohne dass sie weglaufen. Man muss schon sehr leise zu sein, wenn man sich ihnen nähern will, um sie zu bewundern.

    Was ist zu tun, wenn ein Wildschwein angreift?
    Einem Wildschwein begegnet man nur selten von Angesicht zu Angesicht. Aber wenn es mal passieren sollte, sollte man sich ruhig verhalten und nicht auf das Tier zulaufen. Am gefährlichsten ist es, einer Bache zu begegnen, die durch die Wanderer ihre Jungen bedroht sieht. Sollte man tatsächlich von einem Wildschwein angegriffen werden, ist es am klügsten, eine irgendwo hinaufzuklettern oder den Stamm eines Baum zu umkreisen und ihn so zwischen sich und dem Tier zu halten. Das Wildschwein wird schnell seine Angriffslust verlieren und sich entfernen.

    Bei Begegnungen mit Raubtieren wie Wölfen oder Luchsen, die den Instinkt haben, eine fliehende Beute zu verfolgen, ist eine der wichtigsten Regeln, niemals wegzulaufen. Man sollte sich leise zurückziehen und dem Tier nicht den Rücken zudrehen. Und sollte man tatsächlich einmal einem Braunbären begegnen, muss man ihm zeigen, dass man ihm nichts Böses will. Man sollte ihn beruhigend ansprechen und langsam zurückgehen und den Bären dabei anschauen. Experten sagen: „Wenn sich das Tier auf die Hinterbeine stellt, ist das zwar beeindruckend, aber nicht wirklich gefährlich“. Ein Braunbär kann nicht sehr gut sehen kann und mit der aufrechten Haltung versucht er, ein besseres Gefühl dafür zu bekommen, was um ihn herum vorgeht.

    Und zu unser aller Beruhigung sei gesagt: Es gibt keine Berichte über Angriffe von Wölfen und Bären auf Menschen in Frankreich, das gleiche gilt für Luchse, auch sie haben noch nie Menschen angegriffen. Der Luchs ist ein Tier, das so groß ist wie ein deutscher Schäferhund, er ist sehr scheu und versucht Menschen unbedingt aus dem Weg zu gehen.

    Halten Sie Ihren Hund an der Leine
    Viele Tierschützer beklagen, dass die einzigen Probleme, die es mit Menschen gibt, Jäger mit ihren Hunden sind. Für Spaziergänger ist es daher nicht ratsam, mit einem nicht angeleinten Hund durch den Wald zu gehen. Das nicht an die Wildnis gewöhnte vierbeinige Begleiter könnte ein Wildschwein oder andere Tiere aufschrecken, was zu Problemen führen kann.

    Das einzige wirklich gefährliche Tier für Wanderer und Spaziergänger in den französischen Wäldern ist die Zecke, die die Borreliose übertragen kann. Selbst Vipern sind für Wanderer meist ungefährlich. Man muss wirklich auf sie treten oder sie bedrängen, damit sie zubeißen. Außerdem sind die meisten Schlangen in Frankreich keine Giftschlangen.

    Es gibt jedoch immer wieder Fälle, in denen Bussarde oder Möwen Menschen angreifen, aber nur, weil sie sich in ihrem Nistgebiet aufhalten. Auch hier gilt, die Tiere nicht stören und das Gebiet wieder verlassen.

    Wenn man sich diesen Satz zu herzen nimmt, dann wird auch nichts passieren: „Wenn du in der Wildnis bist, solltest du keine Angst haben, sei einfach vorsichtig und genieße“. Wichtig ist, dass man versucht, die Tiere zu schützen, anstatt Angst vor ihnen zu haben. Und dazu gehört auch, dass man sich an Wander- und Forstwege hält und den rest des Waldes den Tieren überlässt…