Schlagwort: Waffe

  • Marseille: Neunjähriger bringt Revolver und fünf Patronen zum Spielen mit ins Freizeitzentrum

    Marseille: Neunjähriger bringt Revolver und fünf Patronen zum Spielen mit ins Freizeitzentrum

    Das Kind gab zu, in den Sachen seines Großvaters gewühlt zu haben. Er wollte dien Waffe seinen Freunden zeigen.

    Ein neunjähriger Junge hat am Mittwoch eine Handfeuerwaffe in seinem Rucksack mit in das Freizeitzentrum in Marseille gebracht, wie der Sender Franceinfo am Donnerstag, dem 15. Februar, berichtet. Während die Staatsanwaltschaft Marseille angibt, dass in dem Rucksack und in der Wohnung des Kindes keine Patronen gefunden wurden, berichtete eine mit dem Fall vertraute Quelle gegenüber Franceinfo, dass tatsächlich fünf Patronen im Rucksack des Kindes gefunden wurden.

    Ersten Ermittlungen zufolge hatte die Leiterin des Freizeitzentrums den Revolver und die Patronen entdeckt und sofort die Polizei verständigt, die daraufhin anrückte. Der Junge erklärte zunächst, dass er die Waffe von seinem Großvater erhalten habe, und gab später zu, dass er die Sachen seines kürzlich verstorbenen Großvaters durchsucht habe, dabei die Waffe fand und sie in das Freizeitzentrum mitgebracht habe.

    Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Marseille handelte es sich um eine nicht genehmigungspflichtige Sammlerwaffe der Kategorie D, die tatsächlich dem Großvater des Kindes gehört hatte. Die Waffe war neutralisiert und das Kind wollte sie nach den ersten Erkenntnissen der Ermittlungen offensichtlich nicht benutzen. Vielmehr wollte er sich mit ihr vor seinen Freunden brüsten, da er sie für ein Spielzeug hielt.

    Die Polizei durchsuchte das Haus der Eltern in Marseille. Diese sind den Justizbehörden bisher nicht bekannt, erklärte die Staatsanwaltschaft von Marseille. Die Waffe wurde beschlagnahmt. Aufgrund der vorliegenden Informationen stellte die Staatsanwaltschaft Marseille das Verfahren anschließend ein.

  • Frankreich sammelt vom 25. November bis 2. Dezember illegale Feuerwaffen ein

    Frankreich sammelt vom 25. November bis 2. Dezember illegale Feuerwaffen ein

    Am Freitagmorgen, dem 25. November, begann überall in Frankreich eine völlig neuartige Aktion, um die Franzosen dazu zu bewegen, nicht angemeldete Waffen abzugeben.

    Es ist schon ein besonderes Gefühl, mit einer Waffe in der Hand in eine Gendarmerie zu gehen. Doch seit Freitagmorgen, dem 25. November, kommen etwa zehn Personen zu den Gendarmen von Libourne (Gironde). Ein Rentner etwa möchte das alte Gewehr seines Großvaters loswerden. Vom 25. November bis zum 2. Dezember organisiert das Innenministerium eine Aktion zur vereinfachten Abgabe von Waffen. Sobald die Waffen von den Ordnungskräften entgegengenommen wurden, werden sie registriert und anschließend vernichtet.

    5 Millionen Menschen besitzen in Frankreich eine Waffe
    Dabei handelt es sich überwiegend um Jagdausrüstung. Es ist auch möglich, bislang nicht angemeldete Waffen bei der Präfektur zu regularisieren. Eine Bewohnerin von Libourne (Gironde) zum Beispiel möchte den Revolver ihres Vaters behalten. Nach Angaben des Innenministeriums besitzen in Frankreich 5 Millionen Menschen eine Waffe, fast 2 Millionen haben keinen Besitztitel. Der Besitz einer nicht angemeldeten Waffe kann eine Straftat darstellen, die je nach Kategorie mit mehr oder weniger schweren Strafen geahndet wird.

  • Fast 5 Millionen Franzosen müssen ihre Waffen in einer neuen Datenbank registrieren

    Fast 5 Millionen Franzosen müssen ihre Waffen in einer neuen Datenbank registrieren

    Von der neuen Regelung, die Dienstag, dem 8. Februar, in Kraft getreten ist, sind Jäger, Sportschützen und Sammler betroffen. Das Ziel: Vereinfachung der Formalitäten, aber auch bessere Rückverfolgung von Feuerwaffen.

    In Frankreich gibt es 5,4 Millionen registrierte, also legale Feuerwaffen. Sie gehören vier Millionen Jägern, aber auch Sportschützen, Biathleten, Tontaubenschützen und Waffensammlern. Für sie ändert sich nun das Gesetz. Ab Dienstag, dem 8. Februar, gibt es eine neue Registrierungsdatenbank, um Waffen anzumelden: das AIS, das Waffeninformationssystem. Es handelt sich dabei um eine neue, vollständig computergestützte Plattform.

    Zunächst für Jäger gedacht, wird dieses System noch vor dem Sommer auf Sportschützen und Sammler ausgeweitet. Das neue System ermöglicht eine bessere Rückverfolgbarkeit der Feuerwaffen, vereinfacht aber auch die Schritte zum Erwerb einer Waffe oder zur Anmeldung einer bereits vorhandenen Waffe, da alles online erfolgen wird.

    Einfachere Kontrollen
    Schluss mit den Papierformularen, die ausgefüllt und immer bei sich getragen werden müssen: Die Liste der von einer Privatperson gehaltenen Waffen wird papierlos und online zugänglich sein. Bisher musste man, um seine Feuerwaffe anzumelden, alle Belege auf Papier einsenden. Leider ging ab und zu auch etwas verloren und man musste oft mehrere Monate – manchmal sogar mehrere Jahre – auf seinen ordnungsgemäßen Waffenschein warten. Mit dem neuen System kann der Staat natürlich auch leichter herausfinden, wer welche Waffe besitzt, und gezielter Kontrollen durchführen. Mindestens einmal pro Jahr, verspricht das Innenministerium.

    Registrierung „vergessener Waffen“
    Aber es wird einige Zeit in Anspruch nehmen, alle Waffen, die derzeit im Umlauf sind, in dieser neuen Datenbank zu registrieren. Auch die, die manchmal vergessen auf den Dachböden liegen. Alle Waffen, die in Scheunen liegen oder die bisher nicht bei der Präfektur gemeldet wurden, haben keinen Waffen-Code. Früher, bevor der Erwerb einer Waffe gemeldet werden musste, hat man die Waffen sogar in Supermärkten gekauft. Alle diese müssen nun einen neuen Waffen-Code bekommen, was einige Zeit in Anspruch nehmen wird.

    Eine Übergangsphase, die mehrere Monate dauern könnte. Waffenbesitzer haben eineinhalb Jahre Zeit, um die neuen Vorschriften zu erfüllen. Legale Feuerwaffenbesitzer haben bis zum 30. Juni 2023 Zeit, sich im AIS zu registrieren.