Schlagwort: verschwinden

  • Ein Tod ohne Leichnam: Der lange Schatten des Raymond Maufrais

    Ein Tod ohne Leichnam: Der lange Schatten des Raymond Maufrais

    Manche Lebensgeschichten entfalten ihre eigentliche Bedeutung erst Jahrzehnte nach ihrem Ende. Die des französischen Abenteurers Raymond Maufrais gehört in diese Kategorie. Sie ist mehr als die Chronik eines gescheiterten Expeditionsversuchs – sie ist ein Spiegel ihrer Zeit, ein Zeugnis familiärer B…

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  • Delphine Jubillar: Die verschwundene Frau – und das zähe Ringen um ihr Bild

    Delphine Jubillar: Die verschwundene Frau – und das zähe Ringen um ihr Bild

    Im Gerichtssaal wird nicht nur ein mutmaßlicher Mord verhandelt. Es geht auch um die Frage: Wer war Delphine Jubillar wirklich? Am zweiten Tag des Prozesses gegen Cédric Jubillar, der des Mordes an seiner Frau beschuldigt wird, trat die verschwundene Frau ins Rampenlicht – nicht physisch, aber durch Worte, Erinnerungen und psychologische Profile. Es war ein Tag, der mehr enthüllte als erklärte. Eine Frau zwischen Licht und Schatten Gleich zu Beginn entfaltete ein Persönlichkeitsgutachter ein vielschichtiges Bild. Delphine, so seine Einschätzung, sei ein Mensch mit verletzlicher Innenwelt gewesen – gezeichnet von einer schwierigen Kindheit, geprägt durch eine psychisch labile Mutter und einen oft abwesenden Vater. Sie habe sich oft „zurückgenommen“, sei „diskret im Angesicht von Schwierigkeiten“ gewesen. Doch das Schweigen, so wurde deutlich, war kein Zeichen von Schwäche. Eher ein Schutzmechanismus – oder eine Maske? Denn hinter dieser Fassade begann sich in den Monaten vor ihrem Vers…

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  • Das Verschwinden von Estelle Mouzin: Frankreichs Justiz am Pranger

    Das Verschwinden von Estelle Mouzin: Frankreichs Justiz am Pranger

    Ein Mädchen verschwindet auf dem Heimweg von der Schule. Ein Vater kämpft fast zwei Jahrzehnte lang gegen das Vergessen. Und schließlich spricht ein Gericht ein Urteil, das wie ein Schlag gegen die eigenen Institutionen wirkt. Die Geschichte von Estelle Mouzin ist nicht nur ein tragisches Familienschicksal. Sie ist auch ein Lehrstück über die Schwächen der französischen Justiz – und darüber, wie lange es dauern kann, bis ein Staat die eigenen Fehler anerkennt.

    Ein Tag im Januar, der alles veränderte Am 9. Januar 2003 verschwand die neunjährige Estelle Mouzin spurlos in Guermantes, einem kleinen Ort in der Seine-et-Marne, etwa 30 Kilometer östlich von Paris. Das Bild des lächelnden Mädchens, der kindliche Blick, die langen Haare – sie brannten sich ins kollektive Gedächtnis Frankreichs ein. Schnell begannen die Ermittlungen, groß angelegte Suchaktionen, Befragungen, Spurensicherungen. Doch das Gefühl, dass vieles nicht richtig lief, begleitete den Fall von Anfang an. Hinweise versandet…

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  • Besorgnis um Boualem Sansal: Emmanuel Macron äußert sich alarmiert

    Besorgnis um Boualem Sansal: Emmanuel Macron äußert sich alarmiert

    Der französisch-algerische Schriftsteller Boualem Sansal wird seit fast einer Woche vermisst. Seit seiner Ankunft in Algerien am 16. November fehlt jedes Lebenszeichen von dem 75-jährigen Romancier und Essayisten, der für seine kritische Haltung gegenüber der algerischen Regierung bekannt ist. Macron zeigt sich besorgt Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat sich in die Angelegenheit eingeschaltet. Laut einer Quelle aus dem Élysée-Palast sei der Präsident „sehr besorgt über das Verschwinden von Boualem Sansal“ und verfolge den Fall aufmerksam. Die französischen Behörden seien mobilisiert, um die Situation zu klären. „Der Präsident betont seine unerschütterliche Unterstützung für die Freiheit eines großen Schriftstellers und Intellektuellen“, so die Quelle weiter. Auch Sansals Verlag Gallimard bestätigte, dass seit dem 16. November kein Kontakt mehr zu ihm hergestellt werden konnte. Er war an diesem Tag von Paris aus nach Algerien gereist. Ein Leben im Widerstand Boualem Sansal, der 2…

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  • Verschwinden der jungen Lina: Wer war Samuel G., der Hauptverdächtige mit dem beunruhigenden Profil?

    Verschwinden der jungen Lina: Wer war Samuel G., der Hauptverdächtige mit dem beunruhigenden Profil?

    Der Fall um das Verschwinden von Lina wird immer mysteriöser. Samuel G., Vater von zwei Kindern, wurde am 10. Juli tot in seinem Haus aufgefunden, erhängt. Doch wer war dieser Mann und warum ist er zum Hauptverdächtigen geworden?

    Ein Beunruhigender Hintergrund

    Samuel G., ein Mann in den Vierzigern, geriet bereits vor seinem Tod in Verbindung mit mehreren Straftaten. Am 22. Juli sollte er vor Gericht stehen wegen Raubüberfällen, die er im August 2023 begangen haben soll. Darunter war ein gewaltsamer Überfall auf eine ältere Dame sowie ein bewaffneter Überfall auf einen Supermarkt, bei dem er die Kassiererin mit einem Messer bedrohte. Einst gut integriert, hatte Samuel G. offensichtlich eine Abwärtsspirale durchlebt, die ihn schließlich in die Kriminalität führte. Zudem war er mehrfach in psychiatrischen Einrichtungen untergebracht.

    Der Selbstmord und die Ermittlung

    Sein Selbstmord am 10. Juli markierte einen Wendepunkt in den Ermittlungen rund um das Verschwinden der 15-jährigen Lina. Samuel G. wurde verdächtigt, da das DNA-Profil der vermissten 15-Jährigen in einem Auto gefunden wurde, das er möglicherweise benutzt hatte. Kurz vor seinem Tod hatten die Ermittler dieses Fahrzeug beschlagnahmt, um es zu untersuchen. Dies scheint der Auslöser für seinen tragischen Entschluss zum Selbstmord gewesen zu sein.

    Auffälliges Verhalten und stille Nachbarschaft

    Samuel G. lebte relativ zurückgezogen und hatte kaum Kontakt zu seinen Nachbarn. Dennoch bemerkten einige von ihnen, dass sich sein Verhalten in letzter Zeit verändert hatte. Diese Beobachtungen trugen dazu bei, dass er in den Fokus der Ermittler rückte.

    DNA-Spuren und neue Untersuchungen

    Das Auto, das Samuel G. benutzt haben soll, wurde in einem Abschlepphof im Süden Frankreichs entdeckt. Dort fanden die Ermittler die DNA von Lina, die seit dem 23. September 2023 vermisst wird. Seit Montag durchsucht die Polizei eine bewaldete Gegend in den Vogesen, allerdings bisher ohne Erfolg.

    Ein Tragisches Ende

    Der Selbstmord von Samuel G. wirft viele Fragen auf und macht die Ermittlungen nicht einfacher. Dennoch hoffen die Behörden, durch die Untersuchung seines Umfelds und der gefundenen Spuren, endlich Licht ins Dunkel um Linas Verschwinden bringen zu können.

  • Cold Case: 37 Jahre nach ihrem Verschwinden wird der Fall Marie-Ange Billoud neu aufgerollt

    Cold Case: 37 Jahre nach ihrem Verschwinden wird der Fall Marie-Ange Billoud neu aufgerollt

    Bei der Staatsanwaltschaft Grenoble wurde eine Klage gegen Unbekannt wegen „Entführung“ und „Freiheitsberaubung“ eingereicht.

    Der Fall um das Verschwinden von Marie-Ange Billoud im Jahr 1985 in der Gegend von Pontcharra im Departement Isère wird durch eine Klage der Familie jetzt neu aufgerollt. Dies meldete Franceinfo am Montag, dem 23. Mai, unter Berufung auf den Rechtsanwalt Bernard Boulloud, der eine Meldung des Senders RTL bestätigte. Bei der Staatsanwaltschaft in Grenoble wurde eine Klage gegen X mit Nebenklage wegen „Entführung“ und „Freiheitsberaubung“ eingereicht, so der Anwalt.

    Anlass war das Geständnis von Yves Chatain Anfang Mai bezüglich des Mordes an Marie-Thérèse Bonfanti, 36 Jahre nach der Tat. Die 19-jährige Marie-Ange Billoud verschwand in der gleichen Gegend: am 9. Mai 1985 in der Nähe von Pontcharra im Département Isère.

    Lesen Sie auch: 36 Jahre später legt er ein Geständnis ab und gesteht den Mord an Marie-Thérèse…

    Auch in diesem Fall ist Yves Chatain verdächtig. Vor dreißig Jahren hatte ihn die Mutter von Marie-Ange Billoud bereits beschuldigt. Yves Chatain hatte sie daraufhin damals wegen Verleumdung verklagt. Die Mutter von Marie-Ange Billoud wurde in erster Instanz zu 15 Tagen Gefängnis und in der Berufung zu einer Geldstrafe von 6.000 Francs verurteilt.

    Anfang Mai wurde Yves Chatain wegen „Entführung“, „Freiheitsberaubung“ und „Mord“ angeklagt und 36 Jahre nach dem Verschwinden von Marie-Thérèse Bonfanti in Pontcharra im Département Isère in Untersuchungshaft genommen. Er gab gegenüber den Ermittlern zu, die damals 25-jährige Mutter durch Erwürgen getötet zu haben. Die Leiche des Opfers wurde nie gefunden. Maître Boulloud, der auch der Anwalt der Familie Bonfanti ist, hofft nun auf neue Ermittlungen auch im Fall Marie-Ange Billoud.