Schlagwort: Verschwendung

  • Frankreich geht gegen Shein und Temu vor – Neue Regeln für Ultra-Fast Fashion

    Frankreich geht gegen Shein und Temu vor – Neue Regeln für Ultra-Fast Fashion

    Frankreich hat als erstes europäisches Land ein umfassendes Gesetzespaket verabschiedet, das sich explizit gegen das Geschäftsmodell der sogenannten Ultra-Fast Fashion richtet. Mit diesem Schritt positioniert sich die französische Politik an vorderster Front im Kampf gegen die ökologischen und sozialen Schattenseiten eines rasant expandierenden Modemarkts. Am 10. Juni 2025 stimmte der französische Senat einstimmig für eine Gesetzesinitiative, die bereits im Vorjahr von der Nationalversammlung auf den Weg gebracht worden war. Ziel des Gesetzes ist es, Unternehmen wie Shein oder Temu zu regulieren, deren Geschäftsmodell auf extrem kurzen Produktionszyklen, niedrigen Preisen und einer enormen Produktvielfalt beruht. In der Branche bringt kein Anbieter so viele neue Artikel pro Tag auf den Markt wie Shein: Über 7.000 Stück täglich – ein Vielfaches des üblichen Branchenwerts. Regulierungsmaßnahmen mit Signalwirkung Das verabschiedete Gesetz unterscheidet bewusst zwischen Fast Fashion und Ul…

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  • Weniger ist mehr: Warum der Internationale Tag der Nullverschwendung uns alle angeht

    Weniger ist mehr: Warum der Internationale Tag der Nullverschwendung uns alle angeht

    Der 30. März trägt einen sperrigen Namen – Internationaler Tag der Nullverschwendung. Klingt bürokratisch? Mag sein. Doch der Gedanke dahinter ist alles andere als trocken: Es geht um nichts Geringeres als unsere Zukunft.

    Ein Planet am Limit

    Unser Planet ist ein Wunderwerk. Doch wir behandeln ihn, als wäre er unerschöpflich – als würde er jeden Tag aufs Neue liefern, was wir verschwenden. Dabei quellen Deponien über, Meere tragen riesige Plastikinseln, und Luft sowie Böden werden durch Müll belastet. Immer noch landet ein Großteil der produzierten Güter früher im Müll als nötig – oft sogar ungenutzt. Und genau da setzt „Zero Waste“ an.

    Was steckt hinter dem Konzept der Nullverschwendung?

    Zero Waste bedeutet nicht, dass nie wieder Müll entstehen darf. Es geht vielmehr um eine grundsätzliche Veränderung unserer Denkweise: Produkte sollen so konzipiert, hergestellt und genutzt werden, dass sie möglichst gar nicht erst zu Abfall werden. Es ist ein Kreislaufgedanke – nutzen, wiederverwenden, reparieren, recyceln. Und ja, auch bewusst verzichten.

    Es ist, als ob man ein altes Familienrezept wiederentdeckt. Früher warfen Menschen kaum etwas weg. Kleidung wurde geflickt, Möbel weitervererbt, Essensreste kreativ verwertet. Heute? Kaufen, nutzen, weg damit. Zero Waste will das Rad nicht neu erfinden – es will es entschleunigen.

    Weg vom Wegwerfdenken

    Warum werfen wir eigentlich so viel weg? Weil es bequemer ist. Weil Produkte oft so billig sind, dass sich Reparatur kaum lohnt. Weil Werbung uns ständig einflüstert, dass Neues besser sei. Die Realität? Unsere Wegwerfmentalität hat einen hohen Preis – ökologisch, sozial, ökonomisch.

    Zudem ist Abfall eine Frage der Gerechtigkeit. Während der globale Norden konsumiert, produziert der globale Süden oft unter prekären Bedingungen genau jene Wegwerfprodukte – und wird später auch noch mit unserem Müll „belohnt“. Wer einmal die offenen Müllhalden in Ländern wie Indonesien oder Ghana gesehen hat, der begreift: Müll ist nicht nur unser Problem, wir exportieren es auch noch großzügig.

    Was tut sich weltweit?

    Rund um den Globus entstehen immer mehr Zero-Waste-Städte. Orte, die sich verpflichten, weniger Müll zu produzieren, effizient zu trennen, zu recyceln und Ressourcen zu schonen. Schulen, Unternehmen und Kommunen entwickeln Strategien für weniger Abfall – von der Pfandflasche über Second-Hand bis hin zur Cradle-to-Cradle-Produktion.

    Das alles klingt nach großem Kino – ist aber nur dann wirksam, wenn wir auch im Kleinen mitziehen.

    Und wir? Was kann jede*r tun?

    Muss ich mein Leben komplett umkrempeln, um Zero Waste zu leben? Nein. Aber ein bisschen weniger geht immer:

    • Vermeide Einwegprodukte: Stoffbeutel, Edelstahlflaschen, Glasbehälter – ein guter Start.
    • Kaufe bewusst: Qualität statt Quantität. Was du nicht brauchst, musst du auch nicht entsorgen.
    • Reparieren ist sexy: Schuhe, Kleidung, Elektrogeräte – es gibt heute tolle Repair-Cafés und Online-Anleitungen.
    • Teilen statt besitzen: Warum kaufen, wenn man leihen kann? Bohrmaschinen, Autos, Bücher – viele Dinge brauchen wir nicht ständig.
    • Upcycling: Aus Alt mach Neu. Ein altes T-Shirt wird zur Einkaufstasche, ein Marmeladenglas zur Lampe.

    Klingt nach Hippietum? Vielleicht. Aber hey – hat der Planet nicht ein bisschen Hippie verdient?

    Was steckt wirklich hinter all dem Müll?

    Wenn wir ehrlich sind, geht es bei Nullverschwendung nicht nur um Müll. Es geht um eine Haltung. Um Respekt gegenüber dem, was wir haben. Um Achtsamkeit in einer Zeit, die von Überfluss geprägt ist. Und – vielleicht am wichtigsten – um die Frage, wie wir leben wollen.

    Willst du ein Konsument sein, der Dinge kauft, nutzt und vergisst? Oder ein Mensch, der seine Spuren bewusst hinterlässt?

    Die Rolle der Politik

    Einzelne Schritte sind gut, doch strukturelle Veränderungen sind unverzichtbar. Verpackungsverordnungen, Subventionen für Reparatur statt für Neuproduktion, klare Recyclingquoten und Pfandsysteme: Die Politik muss klare Rahmenbedingungen schaffen. Denn es darf nicht länger billiger sein, die Umwelt zu schädigen, als sie zu schützen.

    Zudem brauchen wir Bildungsprogramme – von der Kita bis zur Uni –, die jungen Menschen vermitteln, wie kostbar Ressourcen sind. Und wir brauchen Unternehmen, die Verantwortung nicht outsourcen, sondern ernst nehmen.

    Mut zur Veränderung

    Klar, der Weg zu Zero Waste ist kein Sonntagsspaziergang. Es gibt Rückschläge, Widersprüche, Frustmomente. Und manchmal hat man einfach keinen Nerv, den Kompost sauber zu halten oder in drei Läden zu laufen, um lose Lebensmittel zu finden.

    Aber weißt du was? Das ist okay. Perfektion ist kein Maßstab – der Wille zählt. Jeder Schritt zählt. Und viele kleine Schritte ergeben am Ende eben doch einen großen.

    Wäre es nicht schön, wenn Müll irgendwann aus unserem Alltag verschwindet?

    Nicht durch Magie. Sondern durch Bewusstsein, Engagement – und ein bisschen Sturheit.

    Von Andreas M. Brucker

  • Zu viel gegessen an Weihnachten? Festliche Essenskörbe gegen Lebensmittelverschwendung in Frankreich

    Zu viel gegessen an Weihnachten? Festliche Essenskörbe gegen Lebensmittelverschwendung in Frankreich

    Weihnachten – ein Fest des Genusses, aber oft auch des Überflusses. Wenn die Festtagstafel überquillt, ist der Magen schnell überfordert. Doch was tun mit den vielen übrig gebliebenen Köstlichkeiten? Wegwerfen? Eine Lösung, die nicht mehr zeitgemäß ist. In Frankreich setzen immer mehr Unternehmen auf sogenannte „paniers festifs“ – festliche Essenskörbe, die gegen Lebensmittelverschwendung wirken sollen.

    Eine kreative Lösung für üppige Reste

    Jedes Jahr landen nach den Feiertagen Tonnen von Lebensmitteln im Müll. Das betrifft nicht nur Haushalte, sondern auch Supermärkte, Restaurants und Caterer, die ihre überschüssigen Vorräte entsorgen. Genau hier setzen die festlichen Essenskörbe an. Sie bieten eine Win-win-Situation: Menschen können hochwertige Lebensmittel zu einem reduzierten Preis erwerben, und die Umwelt wird entlastet.

    Die Idee dahinter ist simpel: Übrig gebliebene, aber vollkommen genießbare Lebensmittel – wie edler Käse, Pasteten, Weihnachtsplätzchen oder auch frisches Obst – werden in ansprechenden Körben zusammengestellt und verkauft. So bekommen die Festtagsreste eine zweite Chance.

    Große Resonanz bei der Bevölkerung

    In Frankreich stoßen diese festlichen Körbe auf großes Interesse. Plattformen wie Too Good To Go oder Phenix, die sich bereits auf die Rettung von Lebensmitteln spezialisiert haben, bieten in der Weihnachtszeit spezielle Aktionen an. Viele Bäckereien, Supermärkte und Feinkostläden schließen sich an. Die Preise der Körbe sind oft stark reduziert, was sie nicht nur nachhaltig, sondern auch attraktiv für den Geldbeutel macht.

    Ein Beispiel: Ein Feinkostladen in Paris stellte nach Weihnachten Körbe mit übrig gebliebenen Foie Gras, Champagner und Pralinen zusammen – und die Nachfrage war riesig. Innerhalb weniger Stunden waren die Körbe ausverkauft.

    Warum Wegwerfen nicht mehr zeitgemäß ist

    Lebensmittelverschwendung ist längst nicht mehr nur ein ethisches, sondern auch ein ökologisches Problem. Die Produktion von Nahrungsmitteln verursacht erhebliche CO₂-Emissionen, verbraucht Wasser und Ressourcen. Werden diese Lebensmittel dann weggeworfen, bedeutet das eine doppelte Verschwendung.

    Frankreich hat bereits 2016 ein Gesetz eingeführt, das Supermärkte verpflichtet, unverkaufte Lebensmittel zu spenden, statt sie zu entsorgen. Mit den festlichen Körben geht das Land noch einen Schritt weiter, um auch auf Verbraucherebene das Bewusstsein für nachhaltigen Konsum zu stärken.

    Tipps, wie jeder mitmachen kann

    Nicht nur Geschäfte und Plattformen können etwas gegen Lebensmittelverschwendung tun – auch im eigenen Haushalt gibt es einfache Möglichkeiten, Reste zu nutzen:

    • Kreative Rezepte: Aus übrig gebliebenem Fleisch lassen sich leckere Eintöpfe oder Sandwiches zaubern. Überreifes Obst eignet sich perfekt für Smoothies oder Kompott.
    • Einfrieren: Viele Speisen, von Kuchen bis hin zu herzhaften Gerichten, lassen sich problemlos einfrieren und später genießen.
    • Teilen: Warum nicht einen Teil der Festtagsreste mit Nachbarn oder Freunden teilen? Das stärkt die Gemeinschaft und sorgt für weniger Abfall.

    Ein Trend mit Zukunft

    Die festlichen Essenskörbe sind mehr als nur eine kurzfristige Lösung für die Feiertage – sie sind ein Symbol für einen bewussteren Umgang mit Lebensmitteln. Frankreich zeigt, dass es möglich ist, Tradition und Nachhaltigkeit zu verbinden. Und wer weiß? Vielleicht werden solche Aktionen in Zukunft auch außerhalb der Festtage zur Norm.

    Am Ende bleibt die Frage: Warum sollte man gutes Essen verschwenden, wenn es so viele kreative Möglichkeiten gibt, es sinnvoll zu nutzen? Ein festliches Mahl muss schließlich nicht nur am Weihnachtsabend Freude bereiten – es kann auch die Tage danach noch ein Genuss sein.

  • Der „nutzlose“ Brückenbau der Ardennen – Denkmal für verschwendete Steuergelder und Touristenmagnet

    Der „nutzlose“ Brückenbau der Ardennen – Denkmal für verschwendete Steuergelder und Touristenmagnet

    Mitten im Herzen der französischen Ardennen steht eine Brücke – oder besser gesagt, ein Mahnmal. In Warcq, einem beschaulichen Dorf, wurde 2017 eine 35 Meter lange Brücke gebaut, die nicht nur keine Straße, sondern mittlerweile auch keinen klaren Nutzen mehr hat. Die Einheimischen nennen sie spöttisch „die Brücke, die ins Nichts führt“. Der Bau, der drei Millionen Euro verschlungen hat, wird heute als Sinnbild für die Verschwendung öffentlicher Gelder wahrgenommen – besonders in Zeiten, in denen die Regierung versucht, Einsparungen auf allen Ebenen durchzusetzen.

    Doch wie konnte es soweit kommen?

    Ein Projekt, das ins Leere lief

    Der Brückenbau war ursprünglich Teil eines deutlich größeren Infrastrukturprojekts. Ziel war es, die Autobahn A304 mit der Nationalstraße 43 zu verbinden. Dadurch sollten Autofahrer den Stadtkern von Charleville-Mézières umfahren können – eine Maßnahme, die sowohl für den Verkehrsfluss als auch für die Umwelt von Vorteil gewesen wäre. Die Pläne sahen eine Entlastung der Innenstadt vor, weniger Stau, weniger Abgase, und damit auch eine Verbesserung der Lebensqualität für die Anwohner.

    2016 gab die Präfektur grünes Licht für das Vorhaben. Schnell begannen die Bauarbeiten, doch nicht alle waren begeistert. Umweltverbände und betroffene Familien, deren Grundstücke für das Projekt enteignet wurden, schlugen Alarm. Sie legten Rechtsmittel ein, doch da diese keine aufschiebende Wirkung hatten, rollten die Bagger unaufhaltsam weiter.

    Eine unendliche Geschichte von Klagen

    Was folgte, war ein juristischer Schlagabtausch, der sich über Jahre hinzog. Immer wieder landeten die Klagen vor Gericht, während die Brücke weiter wuchs – Stein auf Stein, Meter um Meter. Doch schlussendlich kam das Projekt ins Wanken: Der Staatsrat, Frankreichs höchstes Verwaltungsgericht, entschied gegen die Fortführung des Baus. Die ursprünglichen Pläne, die Brücke in das Autobahnnetz zu integrieren, wurden endgültig verworfen.

    Da stand sie nun – die Brücke. Ein teures Relikt eines gescheiterten Bauvorhabens. Und heute? Heute führt sie tatsächlich ins Nirgendwo.

    Hoffnung oder Resignation?

    Doch noch ist nicht aller Tage Abend. Die Gemeinde Warcq, Heimat von rund 1.200 Einwohnern, ist bemüht, der Brücke eine sinnvolle Funktion zu geben. Es gibt Pläne, das lokale Straßennetz so anzupassen, dass die Brücke einen praktischen Nutzen bekommt. Eine andere Idee ist es, die Brücke als Ersatz für einen nahegelegenen Bahnübergang zu verwenden. Diese Vorhaben klingen vernünftig, doch ein Problem bleibt – die Kosten.

    In einer kleinen Gemeinde mit begrenztem Budget sind solche Projekte ein finanzieller Kraftakt. Eine Frage drängt sich auf: Ist es wirklich machbar, die Brücke zu retten, oder wird sie für immer als Mahnmal für bürokratische Fehlentscheidungen in den Geschichtsbüchern bleiben?

    Ein unerwarteter Touristenmagnet

    Ironischerweise hat der gescheiterte Bau etwas Positives hervorgebracht – die Brücke ist zu einer kuriosen Sehenswürdigkeit geworden. Auf Google Maps wurde sie als Attraktion markiert und begeistert Einheimische sowie Touristen gleichermaßen. Einige Besucher haben sie sogar zum „Arc de Triomphe der Ardennen“ gekürt. Fünf-Sterne-Bewertungen und humorvolle Kommentare füllen das Internet. Man könnte fast meinen, dass die Brücke doch noch einen gewissen Wert hat – wenn auch nur als skurriles Beispiel menschlicher Fehlplanungen.

    Die Moral der Geschichte?

    Die Geschichte der Warcquer Brücke wirft eine Reihe von Fragen auf, die weit über die Ardennen hinausreichen. Wie oft sehen wir in unserer modernen Welt teure Projekte, die trotz gut gemeinter Absichten ins Leere laufen? Infrastruktur ist ein wichtiger Bestandteil jeder Gesellschaft – doch wenn die Planung, die Kommunikation und letztendlich die Umsetzung nicht stimmen, können gigantische Summen in den Sand gesetzt werden.

    Vielleicht kann diese Brücke, die ins Nichts führt, zumindest als Warnung dienen: Vor jeder großen Investition muss eine gründliche Prüfung stehen, nicht nur wirtschaftlich, sondern auch ökologisch und gesellschaftlich. Denn was nützt das schönste Bauwerk, wenn es keinen Zweck erfüllt?

    Für die Menschen in Warcq bleibt die Hoffnung, dass die Brücke eines Tages doch noch ihren Nutzen findet – oder zumindest ihren Ruhm als lokales Kuriosum behalten darf. Denn eines ist sicher: Wer in den Ardennen von „der Brücke, die ins Nichts führt“ spricht, meint nicht nur einen fehlgeschlagenen Bau, sondern auch eine symbolische Erinnerung daran, dass große Visionen nicht immer in der Realität ankommen.

    Und vielleicht – ganz vielleicht – wird die Brücke doch noch zum heimlichen Star ihrer Region.

  • Internationaler Tag gegen Lebensmittelverschwendung: Ein Tag der Reflexion und des Handelns

    Internationaler Tag gegen Lebensmittelverschwendung: Ein Tag der Reflexion und des Handelns

    Jedes Jahr am 29. September begehen wir den Internationalen Tag der Aufmerksamkeit für Lebensmittelverluste und -verschwendung. Ein sperriger Titel, könnte man meinen – doch hinter diesem Tag steckt eine dringliche und zugleich globale Herausforderung, die uns alle betrifft. Egal, ob wir täglich bewusst einkaufen oder hin und wieder Lebensmittelreste im Müll entsorgen, das Thema berührt jeden von uns. Die Frage ist: Warum verschwenden wir so viel und was können wir konkret dagegen tun?

    Was steckt hinter dem Tag?

    Die Vereinten Nationen haben diesen Tag ins Leben gerufen, um das Bewusstsein für den immensen Verlust von Lebensmitteln auf der ganzen Welt zu schärfen. Laut Schätzungen der FAO (Food and Agriculture Organization) geht etwa ein Drittel aller weltweit produzierten Nahrungsmittel verloren oder wird verschwendet – ein schockierender Fakt, wenn man bedenkt, dass gleichzeitig Millionen von Menschen an Hunger leiden. Dieser Tag fordert uns auf, innezuhalten und zu überlegen, wie wir mit den Ressourcen unserer Erde umgehen.

    Lebensmittelverluste und -verschwendung haben viele Gesichter. Sie beginnen bereits auf dem Acker, wenn Ernteüberschüsse nicht verkauft werden können und enden auf unseren Tellern, wenn wir mehr kochen, als wir essen können. Zwischen diesen beiden Extremen gibt es viele weitere Faktoren: ineffiziente Lagerung, Transportprobleme, Supermärkte, die nur makellose Ware anbieten – und natürlich unsere eigene Kauf- und Konsumgewohnheiten.

    Die Folgen der Verschwendung

    Lebensmittelverluste sind nicht nur ein ethisches Problem. Sie haben tiefgreifende ökologische und ökonomische Konsequenzen. Stell dir vor: Alle Lebensmittel, die weltweit verschwendet werden, nehmen eine Anbaufläche ein, die fast der Größe von China entspricht. Hinzu kommt, dass der unnötige Einsatz von Wasser, Energie und Dünger enorme CO2-Emissionen verursacht – und das alles für Lebensmittel, die nie gegessen werden.

    Für die Umwelt ist das eine Katastrophe. Besonders die Lebensmittel, die in der Mülltonne landen, sind eine immense Belastung. Beim Verrotten auf Mülldeponien setzen sie Methan frei – ein Treibhausgas, das viel stärker als CO2 wirkt. Kurz gesagt: Wenn wir weniger Lebensmittel verschwenden, tragen wir gleichzeitig aktiv zum Klimaschutz bei.

    Aber warum verschwenden wir so viel?

    Es ist eine spannende Frage, oder? Schließlich wissen wir doch alle, dass Lebensmittel wertvoll sind. Viele von uns haben in der Schule gelernt, keine Nahrung wegzuwerfen. Trotzdem passiert es im Alltag – und das liegt nicht nur an unserer Bequemlichkeit oder Nachlässigkeit. Die Ursachen sind vielfältig.

    Ein Hauptgrund ist sicherlich unser Überangebot an Lebensmitteln. Supermärkte sind rund um die Uhr gefüllt, und in vielen Haushalten bedeutet „gut versorgt“ sein, dass der Kühlschrank überquillt. Wir kaufen oft mehr, als wir brauchen. Angebote wie „3 für 2“ verlocken uns zusätzlich, obwohl wir das Dritte gar nicht mehr schaffen, bevor es schlecht wird. Der Gedanke, dass jederzeit Nachschub vorhanden ist, lässt uns sorgloser werden.

    Ein weiterer Grund: Unser Verhältnis zu Haltbarkeitsdaten. Wie oft werfen wir Lebensmittel weg, nur weil das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist? Dabei heißt das nicht zwangsläufig, dass das Produkt nicht mehr genießbar ist. Hier fehlen oft Aufklärung und das Vertrauen in die eigenen Sinne. Geruch, Geschmack und Aussehen geben meist einen viel besseren Hinweis auf die Genießbarkeit als ein aufgedrucktes Datum.

    Die Rolle der Industrie und Politik

    Neben uns Konsumenten tragen natürlich auch andere Akteure Verantwortung – von der Landwirtschaft über die Lebensmittelindustrie bis hin zur Politik. In der Landwirtschaft gehen viele Produkte schon während der Ernte verloren, weil sie nicht die ästhetischen Ansprüche des Marktes erfüllen. Krummes Gemüse bleibt auf den Feldern liegen, weil Supermärkte makellose Produkte bevorzugen. Aber warum sollten wir keine krummen Gurken oder unregelmäßig geformte Karotten essen? Sie schmecken doch genauso gut!

    Einige Initiativen setzen hier bereits an. Landwirte verkaufen „unperfekte“ Ware direkt an Verbraucher oder über spezielle Apps, die sich der Rettung von überschüssigen Lebensmitteln verschrieben haben. Diese Ideen sind fantastisch – aber reichen sie aus? Ohne politischen Druck und striktere Regelungen bleibt das Problem bestehen.

    Politische Maßnahmen sind unerlässlich, um große Fortschritte zu erzielen. Einige Länder haben bereits Gesetze erlassen, die Supermärkte dazu verpflichten, unverkaufte Lebensmittel zu spenden, anstatt sie wegzuwerfen. In Frankreich etwa sind solche Maßnahmen bereits seit 2016 in Kraft. Es ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Aber der globale Charakter des Problems erfordert auch globales Handeln – und das nicht nur auf staatlicher Ebene.

    Was können wir tun?

    Auch wenn Industrie und Politik gefragt sind, bedeutet das nicht, dass wir als Einzelpersonen machtlos sind. Ganz im Gegenteil: Jeder von uns kann im Alltag einen Unterschied machen. Der Schlüssel liegt in Bewusstsein und kleinen, aber effektiven Verhaltensänderungen.

    Plane deine Einkäufe sorgfältiger. Das klingt so banal, doch wie oft kommt es vor, dass wir nach einem langen Arbeitstag spontan entscheiden, was auf den Tisch kommt – und plötzlich sind drei Sorten Käse im Kühlschrank, von denen zwei ablaufen, bevor wir sie essen? Indem wir uns vorab überlegen, was wir wirklich brauchen, können wir genau das vermeiden.

    Eine weitere Möglichkeit: Reste kreativ verwerten. Hast du jemals ein „Restegericht“ zubereitet? Oft entstehen aus übrig gebliebenem Gemüse oder gekochten Nudeln die besten Gerichte. Im Internet gibt es zahlreiche Rezepte, die genau darauf abzielen, Reste zu nutzen, statt sie wegzuwerfen. Es ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für den Geldbeutel.

    Und schließlich: Achte darauf, wie du mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum umgehst. Ein Joghurt, der ein paar Tage drüber ist, ist meist noch völlig in Ordnung. Probier ihn einfach – und entscheide dann.

    Ein gemeinsamer Weg in die Zukunft

    Der Internationale Tag der Aufmerksamkeit für Lebensmittelverluste und -verschwendung erinnert uns daran, dass dieses Problem eine Lösung braucht – und zwar von uns allen. Es ist leicht, sich ohnmächtig zu fühlen angesichts der Dimensionen des Problems, aber jeder kleine Schritt zählt. Stell dir vor, wir alle würden nur halb so viel verschwenden wie bisher. Welche Auswirkung hätte das wohl auf unsere Welt?

    Gemeinsam können wir einen großen Beitrag leisten, um den Planeten und seine Ressourcen zu schützen. Manchmal braucht es nur ein bisschen mehr Achtsamkeit – und vielleicht den Mut, eine krumme Karotte zu kaufen.

    MAB

    Es grüßt die Redaktion von Nachrichten.fr

  • Lebensmittelverschwendung: Frankreich vs. Deutschland

    Lebensmittelverschwendung: Frankreich vs. Deutschland

    In den Supermarktregalen prangt frisches Obst und Gemüse, knackige Brote duften verlockend – und immer wieder landen riesige Mengen davon im Müll. Lebensmittelverschwendung ist ein globales Problem, aber wie gehen Frankreich und Deutschland damit um? Lass uns einen Blick auf die „Anti gaspillage“ Regeln in Frankreich werfen und vergleichen, wie Deutschland diese Herausforderung meistert.

    Frankreich: Vorreiter im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung

    Frankreich hat sich seit 2016 dem Kampf gegen Lebensmittelverschwendung verschrieben und ist weltweit ein Vorbild. Das Gesetz „Loi Garot“ verpflichtet Supermärkte mit einer Fläche von mehr als 400 Quadratmetern, nicht verkaufte, aber noch essbare Lebensmittel zu spenden, statt sie zu vernichten. Andernfalls drohen Bußgelder. Diese Maßnahmen führten dazu, dass Supermärkte Partnerschaften mit Tafeln und anderen gemeinnützigen Organisationen eingingen.

    Zudem hat Frankreich Initiativen gestartet, um das Bewusstsein der Verbraucher zu schärfen. So wurden Kampagnen ins Leben gerufen, die zeigen, wie man Reste kreativ verwerten kann. Der Fokus liegt darauf, die gesamte Wertschöpfungskette – vom Produzenten bis zum Konsumenten – einzubinden.

    Deutschland: Noch auf dem Weg

    Deutschland zieht nach, wenn auch langsamer. Zwar gibt es hierzulande auch zahlreiche Initiativen gegen Lebensmittelverschwendung, wie „Zu gut für die Tonne“ oder die „Tafel“, aber gesetzliche Verpflichtungen für Supermärkte wie in Frankreich fehlen bisher. Stattdessen setzt Deutschland verstärkt auf freiwillige Selbstverpflichtungen und Sensibilisierung der Verbraucher.

    Dennoch hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Supermärkte wie „Sirplus“ oder „The Good Food“ haben Geschäftsmodelle entwickelt, die sich auf den Verkauf von überschüssigen oder nicht perfekten Lebensmitteln spezialisieren. Auch Apps wie „Too Good To Go“ helfen dabei, Lebensmittel vor der Mülltonne zu retten, indem sie überschüssige Waren zu reduzierten Preisen anbieten.

    Warum nicht einfach kopieren?

    Warum hat Deutschland nicht einfach das französische Modell übernommen? Die Antwort liegt im Detail. In Deutschland gibt es rechtliche Hürden, die es erschweren, Lebensmittel zu spenden. Die Haftungsfragen sind komplex, und Supermärkte haben Bedenken, falls gespendete Lebensmittel zu gesundheitlichen Problemen führen könnten. Hier gibt es also noch Verbesserungsbedarf, um die Prozesse zu vereinfachen und die Sicherheit zu gewährleisten.

    Ein Blick in die Zukunft

    Deutschland arbeitet an der Weiterentwicklung seiner Strategien. Es gibt Pläne, gesetzliche Rahmenbedingungen zu schaffen, die den Umgang mit Lebensmittelverschwendung erleichtern. In diesem Jahr wird ein Gesetzesentwurf erwartet, der möglicherweise mehr Druck auf die Supermärkte ausüben wird – ähnlich wie in Frankreich. Aber auch die Verbraucher sind gefragt: Jeder kann seinen Teil dazu beitragen, indem er bewusster einkauft und kocht.

    Ein weiteres vielversprechendes Projekt ist die Förderung der sogenannten „Krumme Dinger“. Dabei handelt es sich um Obst und Gemüse, das nicht den Schönheitsidealen entspricht, aber dennoch genauso lecker und gesund ist. Solche Initiativen helfen, die Wertschätzung für Lebensmittel zu erhöhen und die Verschwendung zu reduzieren.

    Ein Wandel in der Gesellschaft

    Es ist faszinierend zu sehen, wie unterschiedlich Frankreich und Deutschland mit diesem globalen Problem umgehen. Frankreich hat klare, gesetzliche Vorgaben, die die Verantwortung der Supermärkte betonen, während Deutschland sich auf freiwillige Maßnahmen und Bewusstseinsbildung konzentriert. Doch eins ist sicher: Beide Länder haben erkannt, dass es höchste Zeit ist, Lebensmittelverschwendung in den Griff zu bekommen.

    Wird Deutschland in Zukunft einen ähnlich strikten Weg einschlagen wie Frankreich? Oder werden die freiwilligen Maßnahmen ausreichen, um das Problem nachhaltig zu lösen? Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Strategien weiterentwickeln und welche Erfolge sie bringen.

    Am Ende des Tages liegt es aber nicht nur an den Regierungen und Supermärkten. Jeder Einzelne von uns kann einen Beitrag leisten. Denn sind wir mal ehrlich: Wer freut sich nicht über ein leckeres Abendessen aus kreativen Resten?

    Lebensmittelverschwendung zu reduzieren – das ist nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine Chance für mehr Nachhaltigkeit und bewussteren Konsum. Packen wir es an!

    Es grüßt die Redaktion von Nachrichten.fr!

  • Carrefour: Bilder von hunderten Kilo weggeworfener Lebensmittel sorgen für Skandal

    Carrefour: Bilder von hunderten Kilo weggeworfener Lebensmittel sorgen für Skandal

    Nach einem Streik in einem Carrefour-Lager im Département Sarthe sollen zahlreiche Lebensmittel in den Müll geworfen worden sein. In einem Video prangert die Gewerkschaft Force Ouvrière massive Verschwendung durch das Unternehmen an.

    Dieses Video hat einen Skandal hervorgerufen. Es zeigt zwölf große Mülltonnen, die mit Lebensmitteln wie Pizzen, Joghurt, Brioches, Karotten usw. gefüllt sind. Der Mann, der das Video filmt, bezeugt, dass es im Lager Carrefour Allonnes aufgenommen wurde, einem Logistikzentrum in der Sarthe in der Nähe von Le Mans.

    „Mehr als eine Tonne Lebensmittel verschwendet“.
    Als Beispiel greift er sich eine Tüte Kopfsalat mit dem Verfallsdatum 6. Mai, obwohl das Video schon am Mittwoch, 3. Mai aufgenommen wurde. Laut Loïc Boyard, Sekretär der Gewerkschaft Force Ouvrière im Departement Sarthe, der von dem Sender TF1 zitiert wurde, stellen die zwölf gefüllten Müllcontainer „mehr als eine Tonne Ware“ dar, die verschwendet wurde.

    Der Carrefour-Konzern reagierte schnell auf das Ausmaß der Online-Kritik. Das Unternehmen erklärte, dass „die Carrefour-Mitarbeiter mit logistischen Schwierigkeiten bei den Lieferungen und der Verwaltung der Kühlkette konfrontiert waren“, nachdem der Standort durch Demonstrationen blockiert worden war.

    Aber für die Gewerkschaft ist das Argument der Kühlkette „nicht stichhaltig für Vorräte an Schalotten und Kartoffeln“. „Auch nicht für Salatbeutel, die am 3. Mai, wenn es seit dem 28. April eine Kälteunterbrechung gegeben hätte, eine andere Farbe hätten und sich in einem sichtbaren Fäulnisprozess befänden“.

    Der Sender TF1 berichtet, dass die Gewerkschaft plant, „eine eigene Untersuchung durchzuführen, um die von der Carrefour-Gruppe eingebrachten Elemente zu überprüfen“.

  • Neue Ideen: Unternehmen baut Segelboote zu Camping-Bungalows um

    Neue Ideen: Unternehmen baut Segelboote zu Camping-Bungalows um

    In Nantes (Loire-Atlantique) baut der Unternehmer Thibault Saint-Olive alte Segelboote zu Camping-Bungalows um. Der Sender France 2 hat ihn besucht.

    Thibault Saint-Olives Idee „ist es, alte Segelboote zu sammeln, sie zu renovieren, umzubauen und ihnen irgendwann ein neues Leben zu geben“. Diese Boote waren eigentlich für den Schrottplatz bstimmt. Doch auf einer kleinen Werft in der Nähe von Nantes (Loire-Atlantique) haben Thibault und sein Team sie wieder zum Leben erweckt und in Bungalows umgewandelt. Für den Umbau der Boote muss man jeweils mit etwa 25.000 Euro rechnen. Auf einem Campingplatz in Noirmoutier (Vendée) werden die etwas speziellen Bungalows bald die ersten Touristen beherbergen. Für eine Nacht „Kreuzfahrt“ muss der Liebhaber 80 Euro bezahlen.

    Kampf gegen die Verschwendung
    Die Journalistin Valérie Heurtel berichtet für den Sender France 2 aus Sables-d’Olonne (Vendée) und stellt neben den Booten eine weitere Initiative zur Eindämmung von Verschwendung vor. Sie berichtet von der Rentnerin Françoise, die jeden Tag „die Geschäfte abklappert“ und „unverkaufte Obst-, Gemüse- und Frischprodukte einsammelt“. „Sie stellt dann Tische vor ihrer Garage auf und verteilt Körbe an diejenigen, die Hilfe brauchen. […] Sie hilft etwa hundert Familien“, berichtet die Journalistin und sagt, dass Françoise bei den derzeit steigenden Preisen viele Menschen glücklich macht.

  • Lebensmittel: Neue Kennzeichnungsstandards sollen Verschwendung eindämmen

    Lebensmittel: Neue Kennzeichnungsstandards sollen Verschwendung eindämmen

    Um die Verschwendung von Lebensmitteln zu reduzieren, werden in Frankreich neue Kennzeichnungsstandards in Kraft treten. 

    Mitte November kündigte die Regierung an, dass die Kennzeichnung von Lebensmitteln reformiert werden soll, um die Verschwendung einzudämmen. Das betrifft allerdings nur Produkte mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum wie zum Beispiel Kuchen oder Nudeln mit dem Hinweis ‚Am besten vor dem … verbrauchen‘. Das sind Lebensmittel, die nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums noch problemlos verbraucht werden können, aber zu oft in den Müll geworfen werden.

    Zwei neue Aufschriften auf den Produkten
    Um zu verhindern, dass diese Lebensmittel nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums weggeworfen werden, werden zwei neue Aufschriften vorgesehen: „Für einen optimalen Genuss“ und „Dieses Produkt kann nach diesem Datum verzehrt werden“. Zum Beispiel sind Zucker, Honig oder Essig unabhängig von ihrem Ablaufdatum noch gut zu verzehren. Für Produkte wie Nudeln, Reis, Mehl oder auch Konserven gilt, dass sie unter optimalen Bedingungen aufbewahrt werden müssen. Das gilt zum Beispiel auch für Schokolade.

  • In Toulouse bereitet eine Konservenfabrik Gourmetgläser aus unverkauftem Obst und Gemüse zu

    In Toulouse bereitet eine Konservenfabrik Gourmetgläser aus unverkauftem Obst und Gemüse zu

    Die Konservenfabrik Boc’Alenvers aus Toulouse hat eine Lösung gefunden, um unverkauftes Obst und Gemüse für dem Müll zu retten. Sie verwandelt Produkte, die Gefahr liefen, weggeworfen zu werden, in Gourmet-Konserven. Die Firma Boc’Alenvers hat sich vor über einem Jahr die Aufgabe gestellt, Gemüse un…

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