Schlagwort: Versailles

  • Gâteau de Mille-Feuille: Der Königliche Klassiker der Französischen Pâtisserie – Rezept zum Nachbacken

    Gâteau de Mille-Feuille: Der Königliche Klassiker der Französischen Pâtisserie – Rezept zum Nachbacken

    Der Gâteau de Mille-Feuille, oft einfach als Mille-Feuille oder „tausend Blätter“ bezeichnet, ist ein Meisterwerk der französischen Pâtisserie. Mit seinen schichtweisen Blätterteiglagen, die von feiner Crème pâtissière durchzogen sind und oft von einer zarten Glasur oder Puderzucker gekrönt werden, gilt dieses Dessert als eine der elegantesten Kreationen der französischen Küche. Heute als Klassiker anerkannt, hat […]

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  • Poulet au Gros Sel: Ein rustikales Meisterwerk der französischen Küche

    Poulet au Gros Sel: Ein rustikales Meisterwerk der französischen Küche

    Poulet au Gros Sel, zu Deutsch „Huhn im groben Salz“, ist ein traditionelles französisches Gericht, das für seine Einfachheit und zugleich seinen reichen Geschmack berühmt ist. Die Zubereitungsmethode, bei der das Huhn in einer Salzbettkruste gegart wird, bewahrt die Feuchtigkeit und verleiht dem Fleisch einen unvergleichlich intensiven Geschmack. Es ist ein kulinarisches Beispiel für die […]

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  • Potage à la Reine: Die Geschichte eines königlichen Eintopfs und sein Rezept

    Potage à la Reine: Die Geschichte eines königlichen Eintopfs und sein Rezept

    Potage à la Reine, auf Deutsch „Suppe der Königin“, ist ein geschichtsträchtiges Gericht, das einst am Hof von Versailles sehr geschätzt wurde. Diese cremige Suppe aus Hühnchen und Mandeln war ein Favorit von Königinnen und Königen, die feine, doch nahrhafte Speisen genossen. Schon der Name deutet darauf hin, dass dieses Gericht zu Ehren einer Königin […]

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  • Heute in der Geschichte: 4. Oktober – Ereignisse in Frankreich und weltweit

    Heute in der Geschichte: 4. Oktober – Ereignisse in Frankreich und weltweit

    Der 4. Oktober war im Laufe der Geschichte oft ein Schlüsseldatum, an dem entscheidende Entwicklungen stattfanden. Politische Umwälzungen, wissenschaftliche Durchbrüche und kulturelle Höhepunkte prägten diesen Tag weltweit – auch in Frankreich. Wir werfen einen Blick auf einige der markantesten Ereignisse, die sich an diesem Datum zugetragen haben.

    Der 4. Oktober in Frankreich: Vom Königreich zur Republik

    Frankreich, mit seiner turbulenten Geschichte, bietet für den 4. Oktober eine Reihe von faszinierenden Wendepunkten, die das politische und gesellschaftliche Gefüge des Landes stark beeinflussten.

    1958: Die Geburtsstunde der Fünften Republik

    Am 4. Oktober 1958 wurde die Verfassung der Fünften Republik in Frankreich offiziell in Kraft gesetzt. Diese neue politische Ordnung sollte die Macht des Präsidenten gegenüber dem Parlament stärken und Stabilität in die französische Politik bringen, die in den Jahren zuvor durch ständige Regierungswechsel und Krisen der Vierten Republik geschwächt war. Der Architekt dieser Verfassung war kein Geringerer als Charles de Gaulle, der auf die instabilen politischen Verhältnisse reagierte und damit Frankreich auf eine neue Bahn lenkte.

    Der 4. Oktober markierte also nicht nur einen formalen Schritt, sondern einen tiefgreifenden Wandel im politischen System Frankreichs. Der Einfluss dieser Verfassung ist bis heute spürbar, da sie Frankreichs politische Landschaft über Jahrzehnte prägte und noch immer in Kraft ist. De Gaulles starker Fokus auf den Präsidenten als „Arbiter“ und Garant der nationalen Stabilität, war eine direkte Reaktion auf die Schwächen der vorherigen Republik.

    1789: Die Frauenmärsche nach Versailles

    Der 4. Oktober 1789 ist eng verknüpft mit den Vorbereitungen zu einem der eindringlichsten Ereignisse der Französischen Revolution – den Frauenmärschen nach Versailles am 5. Oktober. Dies war die Zeit, als der Hunger im Land eskalierte und vor allem die Frauen der Pariser Markthallen die drastisch steigenden Brotpreise nicht mehr hinnehmen wollten. Die Ereignisse des 4. Oktober standen daher im Zeichen der wachsenden Unzufriedenheit, die schon am nächsten Tag in einem Marsch auf den König gipfelte. Diese Aktion brachte die Revolution in eine entscheidende Phase und führte schließlich dazu, dass König Ludwig XVI. gezwungen war, nach Paris zurückzukehren und dort der Volksmacht näher zu sein. Es war ein Wendepunkt, der Frankreich unaufhaltsam in Richtung des Endes der Monarchie führte.

    1914: Der Erste Weltkrieg und die Schlacht von Arras

    Während des Ersten Weltkriegs, am 4. Oktober 1914, befand sich Frankreich mitten in der erbitterten Schlacht von Arras. In dieser Phase des Krieges versuchte die deutsche Armee, die Westfront zu durchbrechen, stieß jedoch auf den hartnäckigen Widerstand der französischen Truppen. Obwohl es sich um eine der vielen Schlachten in diesem globalen Konflikt handelte, zeigte der Widerstand Frankreichs an der Frontlinie, dass die schnelle Beendigung des Krieges, wie sie von vielen zu Beginn erwartet wurde, ein unerreichbarer Traum bleiben würde. Diese Tage erinnerten daran, dass der Krieg in die brutale Realität der Grabenkämpfe abdriftete.

    Der 4. Oktober weltweit: Von Raumfahrt bis Bürgerrechte

    Auch auf internationaler Ebene gibt es bedeutende Ereignisse, die am 4. Oktober die Welt veränderten – einige auf eine Art, die die moderne Gesellschaft nachhaltig geprägt hat.

    1957: Der Start von Sputnik

    Vielleicht eines der bedeutendsten Ereignisse des 20. Jahrhunderts ereignete sich am 4. Oktober 1957: Der Start des sowjetischen Satelliten Sputnik 1 markierte den Beginn des Wettlaufs ins All. Dieser erste künstliche Satellit, der die Erde umkreiste, war nicht nur ein Triumph für die sowjetische Raumfahrt, sondern auch ein Weckruf für die Welt – vor allem für die USA. Plötzlich war die technologische Überlegenheit der Sowjetunion ein globales Thema und leitete das sogenannte „Space Race“ ein, das die beiden Supermächte über Jahre hinweg prägte. Dass die Menschheit begann, den Weltraum zu erobern, machte diesen 4. Oktober zu einem Tag, der uns alle in gewisser Weise beeinflusste. Denn: Wer weiß, wie die Welt ohne den Satelliten am Himmelszelt heute aussähe?

    1965: Papst Paul VI. spricht vor den Vereinten Nationen

    Am 4. Oktober 1965 trat Papst Paul VI. als erster Papst überhaupt vor die Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York. Seine Rede war ein leidenschaftlicher Appell für den Frieden und die internationale Zusammenarbeit, inmitten des Kalten Krieges und der nuklearen Bedrohung. Mit den Worten „Nie wieder Krieg!“ rief er die Weltführer auf, den Weg des Dialogs und der Diplomatie zu wählen. Dieser symbolträchtige Moment zeigte die wachsende Rolle der Religion in der globalen Politik, insbesondere in Fragen der Menschenrechte und der Friedenssicherung.

    1993: Russland und der Verfassungskonflikt

    Am 4. Oktober 1993 kam es in Moskau zu einer der dramatischsten Auseinandersetzungen der postsowjetischen Ära. Der Verfassungskonflikt zwischen Präsident Boris Jelzin und dem russischen Parlament, das sich seiner Reformagenda widersetzte, eskalierte zu einem gewaltsamen Machtkampf. Jelzin befahl der Armee, das „Weiße Haus“, das Parlamentsgebäude, zu stürmen, was zu blutigen Kämpfen führte. An diesem Tag entschied sich das Schicksal der neuen russischen Demokratie – Jelzin gewann, doch das Vertrauen in die politische Stabilität Russlands war schwer erschüttert.

    Ein Tag, der die Welt bewegte

    Der 4. Oktober ist also ein Datum, das eine Vielzahl an Wendepunkten in der Weltgeschichte markiert. Vom Marsch der Frauen in Versailles über den Beginn der Fünften Republik bis hin zum ersten Schritt ins All mit Sputnik – dieser Tag hat gezeigt, dass Geschichte oft in unerwarteten Momenten geschmiedet wird. Wer hätte gedacht, dass diese Ereignisse uns heute noch so viel zu sagen haben?

    Es bleibt spannend, welche neuen Wendungen der 4. Oktober in Zukunft bereithält.

  • Versailles: Reitwettkämpfe der Olympischen Spiele 2024 übertrumpfen den Palastbesuch

    Versailles: Reitwettkämpfe der Olympischen Spiele 2024 übertrumpfen den Palastbesuch

    Seit Beginn der Olympischen Spiele in Paris meiden viele Touristen die berühmte „Galerie des Glaces“ im Schloss Versailles und ziehen stattdessen die Reitwettkämpfe im Schlosspark vor.

    Veränderte Touristenströme

    „Für den Ruhm der Franzosen und Frankreichs“, verkündet Henriette, während sie ein Selfie vor den goldenen Gittern des Schlosses macht. Die Touristin aus der Schweiz bleibt wie viele andere draußen vor dem Schloss, bevor sie „zum Reitturnier geht“: „Wir warten und machen nachher einen kleinen Spaziergang im Schlossgarten. Wir nutzen die Gelegenheit, dass nicht zu viele Leute in Paris sind und es super angenehm ist. Wir kommen ein anderes Mal wieder, um das Schloss zu besichtigen.“

    Dank der Olympischen Spiele ist die Besucherzahl in Paris um 20% im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, wie die Zahlen von Choose Paris Region zeigen. Besonders die Orte, an denen Wettkämpfe stattfinden, erleben einen Besucheransturm. Das Schloss Versailles verzeichnet jedoch 30% weniger Besucher im Vergleich mit der Woche vor der Eröffnungszeremonie.

    Kurzfristige Buchungen

    Candice aus Schottland ist ebenfalls wegen der Reitwettkämpfe nach Versailles gekommen und hat den Schlossbesuch gestrichen. „Es ist nicht so, dass mich das Schloss nicht interessiert, aber es lohnt sich für mich nicht. Es ist viel schöner so. Und wir haben hier eine super Aussicht auf den Reitpark.“

    Mit durchschnittlich 18.000 Besuchern pro Tag seit Dienstag im Vergleich zu den üblichen 21.000 bis 23.000 zur gleichen Zeit ist der Einfluss der Olympischen Spiele deutlich spürbar. „Seit Dienstag bemerken wir eine geringere Besucherzahl als sonst im Sommer“, erklärt Pierre-Emmanuel Lecerf, Generaladministrator des Schlosses Versailles. „Wir haben weniger Gruppenreservierungen und mehr individuelle Touristen, die kurzfristig von einem Tag auf den anderen buchen. Es ist spürbar, dass die Besucher wegen der Olympischen Spiele kommen.“

    Die perfekte Gelegenheit

    Lecerf sagt, gerade jetzt sei allerdings der perfekte Zeitpunkt für einen Besuch. Das Schloss bietet neue Räume zur Besichtigung, es gibt keine Bauarbeiten und verlängerte Öffnungszeiten. Dies macht den Besuch noch königlicher.

    Der Fokus vieler Touristen liegt derzeit auf den spannenden Wettkämpfen der Olympischen Spiele. Doch was ist mit den unzähligen kulturellen Schätzen, die Frankreich zu bieten hat? Ein Besuch in Versailles, besonders jetzt, wo es im Schloss etwas ruhiger ist, könnte sich als ein ganz besonderes Erlebnis entpuppen – eine Chance, Geschichte hautnah zu erleben und die königliche Atmosphäre in vollen Zügen zu genießen.

    Wer sich gegen den Besuch des Schlosses entscheidet, verpasst nicht nur die beeindruckende Architektur und Kunst, sondern auch eine aussergewöhnliche Gelegenheit, in die Geschichte Frankreichs einzutauchen. Sicher ist aber: Die Olympischen Spiele werden in einigen Tagen zu Ende gehen, doch die Pracht von Versailles bleibt bestehen – und wartet nur darauf, entdeckt zu werden.

  • Der Himmel bebt: Atemberaubende Flugshow über Schloss Versailles

    Der Himmel bebt: Atemberaubende Flugshow über Schloss Versailles

    Akrobatik, Tiefflüge und donnernde Triebwerke – so überraschte die Armee die Bewohner des westlichen Pariser Umlands mit ihren Proben für die bevorstehende Jubiläumsfeier.

    „Die Mauern beben“, hieß es am Mittwochabend, als gegen 20:30 Uhr die sonst so friedliche Stimmung über Versailles von dröhnenden Kampfjets zerrissen wurde. Die ganze Region schwitzte unter der Hitze – mehr als 30 Grad den ganzen Tag – und wurde plötzlich von einem ohrenbetäubenden Lärm erfüllt. Ein Jet nach dem anderen zog über den Himmel, und bald schauten viele neugierige Gesichter aus den Fenstern. Die sozialen Medien explodierten förmlich: „Ohrenbetäubende Flugzeuge über Versailles?“, „Kampfjets über der Stadt!“ – die Fragen und Spekulationen ließen nicht lange auf sich warten.

    Ein Spektakel am Himmel

    Die Menschen strömten auf die Straßen, Kinder mit offenen Mündern blickten in den Himmel, als Dutzende Flugzeuge über ihnen kreisten. Ein Jet malte Loopings und Spiralen in den Himmel, was viele „Woah!“ und „Oh!“ rufen ließ. Es sah aus wie eine Szene aus einem Hollywood-Blockbuster.

    Manche dachten sofort an den Dreh eines neuen „Mission: Impossible“-Films mit Tom Cruise, andere vermuteten die Vorbereitungen für den 14. Juli oder die Eröffnung der Olympischen Spiele. Doch die Wahrheit hinter dieser beeindruckenden Show war viel schlichter.

    90 Jahre Luftwaffe

    Der wahre Grund für das Spektakel? Die Feierlichkeiten zum 90. Geburtstag der französischen Luft- und Raumfahrtstreitkräfte. In einer Mitte Juni veröffentlichten Mitteilung des Verteidigungsministeriums hieß es, dass mehrere Tage lang solche Proben stattfinden würden. „Ausstellungen, Konferenzen und Treffen werden die Feierlichkeiten am Donnerstag, dem 27., und Freitag, dem 28. Juni, begleiten. Höhepunkt wird ein einzigartiges Spektakel in den Gärten des Schlosses Versailles am Abend des 28. Juni sein“, so die Ankündigung.

    Über eine Stunde lang werden die „Botschafter der Luft- und Raumfahrt“ – die Patrouille de France, das Rafale Solo Display, der A400M, die Kunstflugteams und die Fallschirmspringer-Equipe Phénix – atemberaubende Manöver vorführen. Der Abend endet mit einem Feuerwerk und einer spektakulären Drohnenshow.

    Weitere Highlights am Wochenende

    Die Bewohner von Versailles sollten sich also auf weitere aufregende Tage einstellen. Am Donnerstag um 22:20 Uhr wird die Patrouille de France mit ihren Alpha Jets die Stadt erneut überfliegen, um die abendliche Zeremonie und die „Sound and Light“-Show zu eröffnen. Die Hauptfeier am Freitag erstreckt sich von 20 Uhr bis Mitternacht.

    Die Nachfrage nach Tickets war enorm: „Mit 20.000 verkauften Tickets ist die Veranstaltung bereits ausverkauft“, bestätigte das Ministerium. Aber Flugbegeisterte brauchen nicht enttäuscht zu sein. Am Wochenende finden in Versailles zahlreiche weitere Veranstaltungen und Ausstellungen statt, bei denen unter anderem Flugzeuge der Patrouille de France zu bewundern sind.

    Versailles steht ein Wochenende voller Höhepunkte bevor. Die beeindruckenden Flugmanöver und Feierlichkeiten werden noch lange in Erinnerung bleiben. Ein Spektakel, das man nicht verpassen sollte – schließlich bekommt man so eine Show nicht alle Tage zu sehen. Und wer weiß, vielleicht wird ja auch ein Kind vom Anblick inspiriert und träumt von einer Zukunft in der Luftfahrt. Träume werden manchmal wahr, besonders wenn sie hoch über den Wolken schweben.

  • Frankreichs Ambition: Rückkehr zur Produktionsmacht

    Frankreichs Ambition: Rückkehr zur Produktionsmacht

    Im Rahmen des diesjährigen „Choose France“-Gipfels am Schloss Versailles, hat der französische Wirtschaftsminister Bruno Le Maire betont, dass Frankreich wieder zu einer führenden Produktionsnation aufsteigen müsse. Dieser Appell erfolgte im Licht eines Rekordvolumens von mindestens 15 Milliarden Euro an ausländischen Investitionen, verteilt auf 56 Projekte, was die anhaltende Attraktivität Frankreichs für internationale Investoren unterstreicht. Zwei revolutionäre Herausforderungen Während seines Auftritts in der Sendung „4 Vérités“ auf dem Sender France 2, erklärte Le Maire, dass Frankreich derzeit durch zwei grundlegende wirtschaftliche Revolutionen gehe: die Energie- und die Technologierevolution. Diese Umbrüche bieten sowohl Herausforderungen als auch Chancen. Einerseits die Notwendigkeit der Dekarbonisierung der Wirtschaft, andererseits die fortschreitende Entwicklung in der Künstlichen Intelligenz, in der Frankreich bereits eine führende Rolle in Europa einnimmt. Produktionsstan…

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  • Editorial: Die Bedeutung des Nationalkongresses in Versailles – Ein Ort der Geschichtsschreibung

    Editorial: Die Bedeutung des Nationalkongresses in Versailles – Ein Ort der Geschichtsschreibung

    In den prunkvollen Hallen von Versailles, einem Ort, der selbst Geschichte atmet, manifestiert sich die politische Essenz Frankreichs: der Nationalkongress. Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs hat dieses emblematische Gremium in unregelmäßigen Abständen die politische Bühne betreten, um entscheidende Momente der Nation zu würdigen und zu gestalten.

    Der Nationalkongress, der im Schoss von Versailles zusammenkommt, ist keine alltägliche Versammlung. Es ist ein symbolischer Akt, der die kollektive Identität Frankreichs repräsentiert und tief in die Wurzeln seiner Geschichte eingreift. Seit 1945 ist der Kongress nur in besonderen Momenten der nationalen Tragödie oder der historischen Bedeutung zusammengetreten.

    Einer der eindrucksvollsten Anlässe war zweifelsohne der 8. Mai 1945, als der Zweite Weltkrieg in Europa endete. In einer zerstörten Welt, die nach Wiederaufbau und Frieden strebte, versammelte sich der Kongress, um die Opfer zu ehren und den Weg für eine neue Ära zu ebnen. Es war ein Moment des Gedenkens, des Neuanfangs und der Verpflichtung zur Schaffung einer besseren Zukunft.

    Der Nationalkongress kam auch in kritischen Zeiten zusammen, um den nationalen Zusammenhalt zu stärken. Während der turbulenten Ära der 1960er Jahre, gezeichnet von sozialen Unruhen und politischer Umgestaltung, war der Kongress eine Plattform für die Führungsspitze, um den Bürgern Einheit und Stabilität zu versichern.

    Eine weitere bemerkenswerte Versammlung fand im Jahr 2002 statt, als der damalige Präsident Jacques Chirac den Kongress einberief, um die nationale Antwort auf den globalen Terrorismus zu formulieren. In diesen schwierigen Stunden wurde Versailles zum Epizentrum der Solidarität und Entschlossenheit.

    Es ist wichtig zu betonen, dass die Einberufung des Nationalkongresses nicht nur ein formaler Akt ist, sondern auch eine tiefe symbolische Bedeutung trägt. Es ist ein Bekenntnis zur Republik und zur Kontinuität, das in den majestätischen Mauern von Versailles widerhallt.

    In der heutigen Zeit, in der sich die Herausforderungen ständig wandeln und neue Horizonte entstehen, bleibt der Nationalkongress eine lebendige Institution. Die historische Verantwortung, die mit diesem Ort verbunden ist, erinnert uns daran, dass die Gestaltung der Zukunft untrennbar mit der Anerkennung und Bewahrung der Vergangenheit verbunden ist.

    Versailles, mit seinen goldenen Gängen und königlichen Sälen, ist mehr als nur ein historischer Hintergrund. Es ist die Kulisse, in der die Geschichte Frankreichs geschrieben wird – eine Geschichte, die im Nationalkongress lebendig wird, immer dann, wenn die Nation es am meisten braucht.

    Im Nationalkongress in Versailles finden keine regulären Abstimmungen statt, wie es in der Nationalversammlung der Fall ist. Der Kongress tritt vielmehr nur in besonderen und symbolisch bedeutenden Momenten zusammen, in denen erweiterte politische oder institutionelle Entscheidungen erforderlich sind. Zu diesen Anlässen gehören Verfassungsänderungen, die Eröffnung oder Schließung von Parlamentsperioden, feierliche Gedenkveranstaltungen, oder wenn der Präsident seine politische Agenda der Nation vorstellen möchte.

    Im Gegensatz dazu ist die Nationalversammlung, das Unterhaus des französischen Parlaments, der Ort, an dem die regulären parlamentarischen Sitzungen und Abstimmungen stattfinden, in denen Gesetze vorgeschlagen, debattiert und verabschiedet werden. Die Nationalversammlung ist das Herzstück der gesetzgebenden Gewalt in Frankreich und bildet zusammen mit dem Senat die Zweikammerstruktur des französischen Parlaments.

    Ein weiterer wesentlicher Unterschied liegt in der Zusammensetzung der beiden Gremien. Während die Nationalversammlung aus direkt gewählten Abgeordneten besteht, setzt sich der Nationalkongress aus den Mitgliedern der Nationalversammlung und dem Senat zusammen. Die gemeinsamen Abstimmungen beider Kammern sind notwendig, um die erforderliche qualifizierte Mehrheit für Verfassungsänderungen zu erreichen.

    Der Nationalkongress in Versailles ist eine spezielle institutionelle Versammlung, die nur zu bestimmten symbolisch wichtigen Anlässen einberufen wird, während die Nationalversammlung das zentrale Organ der Gesetzgebung in Frankreich ist, das reguläre parlamentarische Aufgaben wahrnimmt.

    Es grüßt die Redaktion von Nachrichten.fr!

  • Bombendrohungen im Schloss von Versailles: Mann zu acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt

    Bombendrohungen im Schloss von Versailles: Mann zu acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt

    Das Schloss Versailles wurde am Sonntag zum siebten Mal wegen einer Bombendrohung evakuiert. Ein Mann wurde am Montag wegen einer dieser falschen Drohungen verurteilt.

    Ein 37-jähriger Mann wurde am Montag, 23. Oktober, zu acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt, weil er am Donnerstag, dem 19. Oktober, eine falsche Bombendrohung für das Schloss von Versailles verschickt hatte, die eine Evakuierung erforderlich machte. Der Mann war am Freitag, dem 20. Oktober, nach der einzigen telefonisch abgegebenen Bombenwarnung festgenommen worden. Die anderen Bombendrohungen wurden auf einer Regierungswebsite gepostet, wie Polizeiquellen berichteten. Insgesamt wurde das Schloss Versailles in neun Tagen sieben Mal aufgrund von falschen Bombendrohungen evakuiert.

    „Was beunruhigend ist, ist, dass Sie sich über Ihren Aufruf amüsiert haben. 11.000 evakuierte Menschen, können Sie sich das vorstellen? Ist eine Bombendrohung wirklich lustig?“, fragte der Richter den Angeklagten. Der Staatsanwalt legte nach: „Wie bedauerlich, dass wir heute wegen eines 38 Sekunden dauernden Anrufs einen Prozess führen müssen“. Der Angeklagte hatte am Donnerstag, dem 19. Oktober, einen Anruf bei der Polizei folgenden Inhalts getätigt: „Der Thron von Ludwig XIV. wird explodieren … Lassen Sie evakuieren“.

    Der Mann erklärte während der Gerichtsverhandlung, dass er am Morgen desselben Tages Fernsehbilder gesehen hatte, die die Räumung des Schlosses am Mittwoch, dem 18. Oktober, zeigten. Zunächst dachte er daran, einen Flughafen ins Visier zu nehmen, aber da dies seiner Meinung nach zu viele Menschen getroffen hätte, nahm er sich statt dessen das Schloss von Versailles vor.

    Der Staatsanwalt forderte ein Jahr Haft, davon sechs Monate auf Bewährung, und beantragte unter Berücksichtigung der besonderen Situation des Mannes, auf eine Inhaftierung zu verzichten. Das Strafgericht verurteilte den Angeklagten schließlich zu acht Monaten Haft auf Bewährung und stellte eine Beeinträchtigung der Urteilsfähigkeit des Täters fest. Der schmächtige Mann mit kahlem Kopf hatte Mühe, sich im Zeugenstand auszudrücken, und wurde von seinem Vater begleitet.

    Dieser 37-Jährige mit einem unreifen und kindlichem Verhalten weist laut Gutachten eine kognitive Verzögerung auf. „Wir haben es hier keineswegs mit einem Straftäter zu tun, der seine Tat reiflich geplant hat. Es handelte sich um eine Telefonnummer, die auf seinen Nachnamen lautet. Als die Polizei die Nummer zurückrief, hob er ab, nannte sein Alter und die Gemeinde, in der er wohnt. Das ist niemand, der seine Tat durchdacht hat und etwas aus reiner Bosheit getan hat“, versichert seine Anwältin Mandine Blondin.

    Die Anwältin kritisierte ausserdem den Medienrummel und weist auf die Anwesenheit von 15 Journalisten in dem winzigen Gerichtssaal hin. Der Mann wurde neben seiner Bewährungsstrafe zu einer Verpflichtung zur psychiatrischen Versorgung und zur Entschädigung des Schlosses von Versailles verurteilt. Sofort nach der Urteilsverkündung erklärt der Angeklagte, er sei „zufrieden“. Er versichert, dass er das Schloss gemäß seiner Möglichkeiten entschädigen wird, aber der Schaden ist so groß, dass er noch nicht vollständig bewertet werden konnte. Die Höhe einer Entschädigung wird bei einer Zivilverhandlung im Februar 2024 festgelegt werden.

  • Nach Bombendrohungen im Schloss von Versailles: Die Besucher bleiben aus

    Nach Bombendrohungen im Schloss von Versailles: Die Besucher bleiben aus

    Das Schloss Versailles wurde in sechs Tagen viermal evakuiert. Bürgermeister François de Mazières fordert am Freitag auf dem sender Franceinfo diejenigen, die für diese „Dummheiten“ verantwortlich sind, auf, endlich damit aufzuhören. Besucher zögern, zum Schloss Versailles zu kommen, bedauert der Bürgermeister der Gemeinde, François de Mazières, am Freitag, dem 20. Oktober, auf dem Sender Franceinfo. Das Schloss musste viermal in sechs Tagen wegen falscher Bombendrohungen evakuiert werden. Wenn diese Vorfälle anhalten, „könnte das Auswirkungen auf die Besucherzahlen haben“, fuhr der Politiker fort. „Das stellt sehr große Probleme für den Betrieb des Schlosses dar“, erklärte François de Mazières, da die Besucher des Schlosses Versailles, oftmals Ausländer, ihre Reise schon lange vorher geplant und „ihre Zeitfenster gebucht“ haben. Zwischen 10.000 und 15.000 Menschen besuchen das berühmte Schloss täglich. „Das bedeutet finanzielle Verluste und Sorgen für die Tourismusbranche“, abgesehen …

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