Schlagwort: Vermisste Personen

  • Drei Tage nach der Entführung: Ein Département im Ausnahmezustand

    Drei Tage nach der Entführung: Ein Département im Ausnahmezustand

    Drei Tage sind vergangen, doch in der französischen Region Aveyron ist die Zeit nicht einfach weitergelaufen – sie scheint vielmehr stehen geblieben zu sein. Seit der Entführung einer Mutter und ihres 13-jährigen Sohnes hat sich das ländlich geprägte Département in eine großangelegte Suchzone verwandelt. Wälder, Felder, abgelegene Höfe – Orte, die sonst für ihre stille Idylle bekannt sind, stehen nun im Fokus intensiver Ermittlungen. Polizeikräfte, Gendarmen und Spezialeinheiten durchkämmen systematisch das Gebiet. Unterstützt werden sie von Hubschraubern, Drohnen und Spürhunden. Die Atmosphäre ist angespannt, fast greifbar. Einwohner berichten von einem Gefühl, das zwischen Sorge und Ungläubigkeit schwankt. „So etwas passiert doch nicht hier“, hört man immer wieder. Aveyron, das sonst eher für Käse, weite Landschaften und ruhigen Tourismus steht, sieht sich plötzlich mit einem Verbrechen konfrontiert, das man eher aus Großstädten kennt. Doch genau das macht die Lage so brisant. Denn j…

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  • Ein Dorf, zwei Verschwundene und sechs Jahre Schweigen – wie ein Cold Case aus der Dordogne plötzlich bis nach Bogotá führt

    Ein Dorf, zwei Verschwundene und sechs Jahre Schweigen – wie ein Cold Case aus der Dordogne plötzlich bis nach Bogotá führt

    Manche Verbrechen verschwinden nicht, sie ziehen sich zurück wie ein Schatten, der geduldig wartet. In der Dordogne, jener sanften, scheinbar zeitlosen Landschaft im Südwesten Frankreichs, hat ein solcher Schatten mehr als sechs Jahre lang auf Antworten gewartet. Nun gibt es eine Bewegung, ein Aufatmen, vielleicht sogar so etwas wie Hoffnung. Am 22. Januar 2026 klickten in Bogotá die Handschellen. Zwei kolumbianische Staatsangehörige, eine Frau Jahrgang 1962 und ein Mann, geboren 1979, wurden dort festgenommen. Der Vorwurf wiegt schwer. Sie gelten als dringend tatverdächtig in einem doppelten Tötungsdelikt, das im September 2019 im kleinen Ort Vanxains verübt worden sein soll. Die Opfer: ein 67-jähriger Franzose und eine 46-jährige Frau mit französisch-kolumbianischer Staatsangehörigkeit. Ihre Leichen wurden nie gefunden. Vanxains zählt kaum 700 Einwohner. Man kennt sich, man grüßt sich, man weiß, wer neu ist und wer seit Jahrzehnten dazugehört. Als die beiden Menschen am 9. September …

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  • Tod im Schnee von Val Thorens – ein stilles Drama in Europas höchstem Skigebiet

    Tod im Schnee von Val Thorens – ein stilles Drama in Europas höchstem Skigebiet

    Der Winter zeigt sich dieses Jahr in den französischen Alpen gern von seiner glänzenden Seite. Pulverschnee, Sonnentage, volle Terrassen vor den Skihütten. Doch manchmal kippt das Bild, leise, ohne Vorwarnung. In Val Thorens, der höchstgelegenen Skistation Europas, hat sich kurz nach Weihnachten ein Drama ereignet, das viele Fragen offenlässt und einen bitteren Nachhall hinterlässt. Ein 58-jähriger belgischer Urlauber, von den Medien als Alain J. bezeichnet, galt seit dem Nachmittag des 26. Dezember als vermisst. Zwei Tage später, am Sonntag, dem 28. Dezember, fanden Rettungskräfte seinen leblosen Körper am Fuß einer felsigen Steilwand im Bereich des Montaulever. Der Fundort liegt abseits der belebten Pisten, in einem Gelände, das selbst erfahrene Berggänger respektvoll stimmt. Die Suche nach dem Mann hatte rasch große Ausmaße angenommen. Nachdem Angehörige und Behörden Alarm geschlagen hatten, rückten noch am Samstagabend Gendarmen aus Les Belleville sowie spezialisierte Bergpatrouill…

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  • Verschwunden im Iran: Wo ist der junge Deutsch-Franzose Lennart Monterlos

    Verschwunden im Iran: Wo ist der junge Deutsch-Franzose Lennart Monterlos

    Er wollte 400 Tage lang die Welt mit dem Fahrrad erkunden. Jetzt fehlt von ihm jede Spur. Seit dem 16. Juni 2025 gilt Lennart Monterlos, ein 18-jähriger Deutsch-Franzose aus Besançon, im Iran als vermisst. Sein letzter Instagram-Post datiert vom 15. Juni – ein Selfie vor den endlosen Dünen des iranischen Südostens, garniert mit seinem typischen Mix aus Staunen und Ironie: „Ich bin im gefährlichsten Land der Welt – mit dem nettesten Tee.“ Danach: Funkstille. Seine Follower, Familie und Freunde warten seither auf ein Lebenszeichen. Lennart war allein unterwegs auf einem Abenteuertrip, den er akribisch geplant hatte. 35 Länder, 400 Tage, 20.000 Kilometer – so lautete sein Ziel. Eine Reise, die Mut, Organisationstalent und jugendlichen Leichtsinn in sich vereinte.

    Er war kein Anfänger. Radfahren und Klettern waren seine Leidenschaften. Doch gerade in Ländern wie dem Iran, die immer wieder wegen willkürlicher Festnahmen westliche…

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  • Joggingrunde am Morgen: Das mysteriöse Verschwinden von Agathe in der Vienne

    Joggingrunde am Morgen: Das mysteriöse Verschwinden von Agathe in der Vienne

    Ein Morgenlauf, wie sie ihn so oft gemacht hat. Doch diesmal kam Agathe Hilairet nicht zurück. Seit Donnerstagmorgen fehlt von der 28-jährigen Joggerin jede Spur – ein Fall, der nicht nur ihre Familie, sondern auch ganz Frankreich erschüttert. Denn was mit einem einfachen Jogging-Ausflug begann, entwickelte sich in kürzester Zeit zu einer groß angelegten Suchaktion.

    Agathe hatte am frühen Morgen ihre Laufschuhe geschnürt und war von ihrem Elternhaus in Vivonne aufgebrochen. Eine unscheinbare Gemeinde mit rund 4.500 Einwohnern, eingebettet in eine ländliche Landschaft – idyllisch und eigentlich sicher. Doch Stunden später war klar: Irgendetwas stimmt nicht. Ihr Vater meldete sie noch am selben Tag als vermisst. Die Behörden reagierten sofort.

    Ein Puzzle aus Hinweisen

    Die Ermittlungen laufen seither auf Hochtouren. Bereits am Freitag wurde ein offizieller Zeugenaufruf gestartet. Agathe ist sehr schlank, 1,65 Meter groß, nur 35 Kilogramm schwer. Zum Zeitpunkt ihres Verschwindens trug sie ein dunkles T-Shirt, einen schwarzen Jogging-Shorts und ein Laufarmband mit ihrem Handy. Ihre Haare waren zusammengebunden. Der letzte bekannte Standort ihres Handys: Ein kleiner Waldabschnitt zwischen den Weilern „Les Grands Ormeaux“ und „Le Champ Salaud“, rund zehn Kilometer von Vivonne entfernt.

    Seitdem: Funkstille.

    Mehr als 30 Menschen meldeten sich auf den Aufruf hin. Ihre Hinweise – derzeit in Auswertung durch die Ermittler. Auch technische Daten wie Mobilfunkverbindungen und Standortdaten werden intensiv überprüft.

    110 Gendarmen, Drohnen und ein Hauch von Hoffnung

    Die Dimension der Suchmaßnahmen ist beeindruckend. Allein am Samstag durchkämmten über 100 Gendarmen das Gelände – unterstützt von rund 60 Soldaten, Mitgliedern der Zivilschutzorganisation, Agathes Joggingverein und etwa 50 freiwilligen Bürgern. Ein Helikopter mit Wärmebildkamera kreiste über der Region, die Flüsse und Teiche der Umgebung wurden von der Wasserschutzpolizei durchkämmt. Selbst ein Quad kam zum Einsatz, um schwer zugängliche Gelände abzusuchen.

    Doch trotz aller Anstrengungen blieb Agathe verschwunden.

    Die Spurensuche aus der Luft, am Boden und im Wasser – alles verlief bislang ohne Erfolg. Die Hunde der Spezialeinheit konnten nur begrenzt weiterhelfen, ihre Arbeit wurde inzwischen eingestellt. Das Gelände? Herausfordernd. „Ein schwieriges, ländliches Terrain“, so der Präsident des Zivilschutzes der Vienne, Nicolas Roger. Dichte Wälder, hohe Hecken, unübersichtliche Felder – ein Ort, an dem sich jemand gut verbergen oder unbemerkt verschwinden kann.

    Stimmungsumschwung in Vivonne

    In der Kleinstadt herrscht eine spürbare Anspannung. Die Bürgermeisterin Marie-Rose Bertaud beschreibt die Lage als „besondere Atmosphäre“. Journalisten und Gendarmerie-Hubschrauber prägen das Ortsbild. Die sonst so ruhige Gemeinde steht unter Beobachtung – und unter Schock.

    Trotzdem bleibt ein Funken Hoffnung. „Ich gebe die Hoffnung nicht auf“, sagt die Bürgermeisterin. Und sie ist nicht allein.

    Ein Fall mit vielen offenen Fragen

    Was ist mit Agathe passiert? Hat sie sich verirrt? Wurde sie Opfer eines Verbrechens? Oder gibt es ein ganz anderes Szenario, das bislang niemand in Betracht gezogen hat?

    Die Ermittlungen konzentrieren sich nun auf die Analyse der bisher gesammelten Daten und Aussagen. Die groß angelegten Suchmaßnahmen vor Ort wurden zwar eingestellt – doch das bedeutet nicht, dass die Suche vorbei ist. Ganz im Gegenteil: Jetzt beginnt Phase zwei, die tiefere Auswertung.

    Der Fall Agathe: Ein Symbol für Solidarität

    Neben all der Ungewissheit hat der Fall auch etwas gezeigt, das Mut macht: den Zusammenhalt. Freunde, Nachbarn, Freiwillige – sie alle haben geholfen, ohne zu zögern. Menschen, die sonst nie ein Wort miteinander gewechselt hätten, standen plötzlich Seite an Seite. Der Wunsch, Agathe zu finden, hat sie vereint.

    Und während Ermittler weiterhin jedes Detail untersuchen, bleibt eine Frage in der Luft hängen – eine Frage, die viele nicht mehr loslässt:

    Wie kann ein Mensch mitten in Frankreich einfach verschwinden?

    Von Andreas M. Brucker

  • Suchaktion am Fort de Tamié: Neue Hoffnung für die Familien der Vermissten

    Suchaktion am Fort de Tamié: Neue Hoffnung für die Familien der Vermissten

    Für die Familien von Jean-Christophe Morin und Ahmed Hamadou gibt es eine neue Hoffnung. Die beiden Männer verschwanden vor über zehn Jahren – in einem Intervall von einem Jahr – in der Nähe des Fort de Tamié in Savoyen. Doch die Frage, was damals wirklich geschah, bleibt bis heute offen. Nun organisiert das nationale „Cold Cases“-Team eine zweitägige, von der Polizei begleitete Suchaktion am 29. und 30. Oktober. Ziel ist es, Hinweise zu finden, die endlich Licht ins Dunkel dieser mysteriösen Fälle bringen könnten.

    Der Tag des Verschwindens – und die offenen Wunden

    Jean-Christophe Morin und Ahmed Hamadou nahmen jeweils an einem Musikfestival am Fort de Tamié teil, bevor sie spurlos verschwanden. Die beiden Männer, damals 22 und 45 Jahre alt, galten als lebensfroh und aktiv, und nichts deutete auf ihr tragisches Schicksal hin. Für die Angehörigen ist der Schmerz bis heute fast unerträglich. „Es ist, als wäre es gestern geschehen“, erzählt Adeline, die Schwester von Jean-Christophe, die seit Jahren vergeblich nach Antworten sucht. Sie beschreibt das schwierige Gefühl, einerseits darauf zu hoffen, sterbliche Überreste zu finden, um das Rätsel zu lösen – und gleichzeitig diesen grausamen Gedanken verarbeiten zu müssen.

    Die Situation ist für die Familien wie ein endloser Albtraum: „Es ist schwer, Trauer zu fühlen und zu verarbeiten, wenn man keine Antworten, kein Grab, keinen Ort hat, an den man gehen kann,“ so Adeline. Doch diese Suchaktion bedeutet für sie und die anderen Angehörigen mehr als nur die Hoffnung auf Antworten – sie bietet die Möglichkeit, endlich zumindest einen kleinen Schritt voranzukommen.

    30 Freiwillige, GPS-Tracker und moderne Technik

    Die Suchaktion konzentriert sich auf die Gegend rund um das Fort de Tamié, das auf knapp 1.000 Metern Höhe liegt. Zwischen 25 und 30 Freiwillige werden sich gemeinsam mit der Polizei an der Suche beteiligen – unter ihnen Menschen, die die Betroffenen nicht einmal persönlich kannten, wie Adeline berührt feststellt: „Das geht uns sehr ans Herz.“ Sie selbst organisierte die Aktion über eine Facebook-Gruppe namens „Disparition de Jean-Christophe Morin : la mobilisation continue“, um an den Fall ihres Bruders zu erinnern und weiter nach ihm zu suchen. Auch wenn viele Jahre vergangen sind, bleibt für die Familie die Gewissheit, dass bisher nicht jeder Winkel um das Fort akribisch durchsucht wurde.

    Die Suchenden werden auf Anordnung der Ermittlungsrichterin Sabine Khéris mit GPS-Trackern ausgestattet. Diese Technologie – eine Premiere in dieser Art von Untersuchung – ermöglicht eine genaue Kartierung der durchsuchten Bereiche. „Das nationale ‚Cold Cases‘-Team greift auf die bestmöglichen technischen Mittel zurück,“ erklärt die Anwältin Marine Allali, die die Familie von Jean-Christophe Morin vertritt. „Das Beispiel des kleinen Emile zeigt, wie wichtig es ist, präzise zu wissen, wo Menschen schon gesucht haben, um zu verhindern, dass man an einer entscheidenden Stelle einfach vorbeigeht.“

    Ein neuer Aufruf an Zeugen

    Schon im Mai 2023 veröffentlichte das „Cold Cases“-Team einen Zeugenaufruf in Form eines Videos. Die Ermittler sind überzeugt, dass jemand etwas gesehen haben muss – unter den zahlreichen Festivalbesuchern, die Jean-Christophe und Ahmed an den Tagen ihres Verschwindens begegneten, könnte es Zeugen geben, die sich an entscheidende Details erinnern, auch wenn inzwischen mehr als zehn Jahre vergangen sind.

    So bleibt die Hoffnung, dass diese Suchaktion, zusammen mit moderner Technik und dem Engagement der Freiwilligen, den Angehörigen von Jean-Christophe und Ahmed endlich Klarheit und ein wenig Frieden bringen könnte.

  • Sturmtief Monica: Vater und seine zwei Kinder im Departement Gard vermisst

    Sturmtief Monica: Vater und seine zwei Kinder im Departement Gard vermisst

    Seit Samstag, dem 9. März, werden ein Vater und seine zwei Kinder im Alter von 4 und 13 Jahren vermisst, nachdem sie von den durch Sturmtief Monica verursachten Hochwassern mitgerissen wurden.

    Die drei Familienmitglieder, ein vierjähriges Mädchen, ein dreizehnjähriger Junge und ihr Vater, gelten seit dem Abend des 9. März als vermisst, als heftige Unwetter durch das Sturmtief Monica über den Gard hinwegfegten.

    Gegen 23:30 Uhr wurde die Familie von der Flut des Gardon, einem Nebenfluss der Rhône, überrascht, während sie mit dem Auto unterwegs waren, wie die Zeitung Midi Libre berichtet. Im Fahrzeug befand sich auch die Mutter der Familie. Die Familie versuchte die überflutete Brücke von Dions, nördlich von Nîmes, zu überqueren. Von den wilden Wassern des Gardon überrascht, alarmierte die Familie die Feuerwehr. Sie flüchteten sich so gut es ging auf das Dach des Autos. Doch die Mutter wurde von den Wassermassen fortgerissen.
    Es war genau das, was es den Feuerwehrleuten kurz darauf ermöglichte, die 40-jährige Mutter zu finden. Sie wurde gerettet und ins Krankenhaus gebracht. Das Fahrzeug wurde zwar gefunden. Aber es war „niemand im Inneren“, erklärte der Kommandant der Gendarmeriegruppe des Gard.

    Der Vater und die beiden Kinder werden weiterhin gesucht. Sechzig Rettungskräfte sind in dem Bereich im Einsatz, aber die Strömung ist stark und die Wasserflächen sind sehr breit. Die Suchaktionen im Gard wurden mit Einbruch der Dunkelheit am Sonntagabend unterbrochen. „Angesichts der Situation der Wasserläufe ist der Einsatz extrem gefährlich“, rechtfertigte dies Thierry Carret, stellvertretender Direktor der Feuerwehr des Gard in Dions. Das Einsatzteam werde „am Montagmorgen wieder eingesetzt und nach dem Rückgang der Wasserstände neu justiert“, erklärte er.

    „Die Nation steht solidarisch an ihrer Seite“
    Premierminister Gabriel Attal äußerte sich am Sonntag, dem 10. März, auf X: „Unsere Mitbürger im Gard und in der Ardèche sind mit sehr starken Überschwemmungen und Unwettern konfrontiert. Bisher zählen wir mindestens 7 Vermisste, darunter zwei Kinder. Ich teile den Schmerz und die Sorgen ihrer Angehörigen. Die Nation steht solidarisch an ihrer Seite. Unsere Rettungskräfte, denen ich herzlich danke, sind im Einsatz und voll mobilisiert. Ich verfolge die Entwicklung der Situation genau.“

  • Unwetter im Gard: Sechs Personen – darunter ein Vater und seine zwei Kinder – werden vermisst

    Unwetter im Gard: Sechs Personen – darunter ein Vater und seine zwei Kinder – werden vermisst

    Nach heftigen Unwettern im Departement Gard werden am Sonntagmorgen, dem 10. März, sechs Personen vermisst, wie die Präfektur des Gard in einer Pressekonferenz bekannt gab. Die vorläufige Bilanz umfasst eine seit Samstagabend in Gagnières vermisste Person, drei in der Nacht auf Sonntag in Dions vermisste Personen und zwei in den frühen Morgenstunden in Goudargues vermisste Personen. Das Gebiet wurde aufgrund der Hochwasserwarnung in Alarmstufe Orange versetzt, die am Sonntagmorgen noch immer gilt.

    Ein tragischer Vorfall ereignete sich am Samstagabend gegen 23:30 Uhr in Dions, als ein Auto mit einer vierköpfigen Familie von den Fluten mitgerissen wurde. Die 40-jährige Mutter konnte von den Rettungskräften geborgen und in ein Krankenhaus gebracht werden, während nach ihrem Ehemann und den zwei Kindern im Alter von 4 und 13 Jahren weiterhin gesucht wird. Zur Unterstützung der Rettungsmaßnahmen wurde ein vorgeschobener Rettungsposten eingerichtet. Laut Frédéric Loiseau, dem Generalsekretär der Präfektur, sind die Chancen, die Vermissten zu finden, derzeit schwer einzuschätzen, auch nachdem die Suche intensiviert wurde. Insgesamt waren 32 Feuerwehrleute im Einsatz, darunter 20 Wasserretter, unterstützt von 21 Fahrzeugen, zwei Drohnen, einem Rettungshundeteam und einem Hubschrauber der Gendarmerie.

    Zwei Frauen im Alter von 47 und 50 Jahren sowie ein sechzigjähriger Mann werden ebenfalls vermisst. Die beiden Frauen meldeten sich um 5:10 Uhr bei den Rettungskräften, als sie sich auf einer überfluteten Brücke in Goudargues befanden. Der Kontakt brach während des Anrufs ab, was darauf hindeutet, dass sie in Schwierigkeiten gerieten. Die Suche nach den beiden Frauen, die auf dem Weg nach Spanien waren, läuft weiter. Ein weiterer Vermisstenfall betrifft einen 62-jährigen Belgier, dessen Auto in der Gemeinde Gagnières von den Fluten erfasst wurde.

    Insgesamt waren über die Nacht von Samstag auf Sonntag 250 Feuerwehrleute und vier Hubschrauber der Gendarmerie im Einsatz. Verstärkung aus benachbarten Departements und aus Lyon wurde angefordert. Ein Ereignis dieser Größenordnung habe es im Gard zuletzt vor zehn Jahren, im Jahr 2014, gegeben, so der Generalsekretär der Präfektur.

  • Haut-Rhin: Ferienhaus in Wintzenheim von Feuer zerstört – 11 Personen vermisst

    Haut-Rhin: Ferienhaus in Wintzenheim von Feuer zerstört – 11 Personen vermisst

    Laut dem Sender France 3 Grand Est wurde das Ferienheim von einer lothringischen Association gemietet, die sich um behinderte Jugendliche kümmert.

    Am Mittwoch, dem 9. August, brach am Morgen um 6.30 Uhr ein Feuer in einer Ferienunterkunft in Wintzenheim (Haut-Rhin) aus, wie die Präfektur in einer Pressemitteilung bekannt gab. Obwohl das Feuer „trotz der Heftigkeit der Flammen schnell unter Kontrolle gebracht wurde“, würden 11 Personen einer aus Nancy stammenden Gruppe vermisst, erklärte die Präfektur.

    Außerdem wurden 17 Personen evakuiert und eine Person schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Eine Person, die unter Schock stand, wurde ebenfalls versorgt. Die Unterkunft wurde offensichtlich von einem lothringischen Verein gemietet, der sich um junge Menschen mit Behinderungen kümmert, so France 3 Grand Est.

    Etwa 300 m2 gingen in Flammen auf.
    „Trotz des schnellen und mutigen Eingreifens der Feuerwehr, das ich lobe, sollen mehrere Opfer zu beklagen sein“, reagierte Innenminister Gérald Darmanin auf Twitter, ohne weitere Einzelheiten zu nennen.

    Insgesamt wurden 300 m2 der 500 m2 großen Unterkunft Opfer der Flammen, wie die Präfektur mitteilte. Es wurden 76 Feuerwehrleute, vier Löschfahrzeugen, vier Krankenwagen sowie medizinischen Erstversorgungsposten vor Ort eingesetzt. Vierzig Gendarmen seien ebenfalls vor Ort, so die Präfektur.