Schlagwort: Verbraucherpreise

  • Trumps zweite Amtszeit: 100 Tage Protektionismus und wirtschaftliche Verwerfungen

    Trumps zweite Amtszeit: 100 Tage Protektionismus und wirtschaftliche Verwerfungen

    In seiner zweiten Amtszeit verfolgt US-Präsident Donald Trump eine Wirtschaftspolitik, die auf nationale Abschottung, Steuersenkungen und Konfrontation mit Handelspartnern setzt. Während sich die Auswirkungen dieser Maßnahmen zunehmend bemerkbar machen, bleiben Kritik und Gegenwehr aus den Reihen der Republikanischen Partei und von Seiten der Wirtschaftseliten bislang verhalten. Die Kombination aus aggressiver Handelspolitik und expansiver Fiskalpolitik droht, die wirtschaftliche Stabilität der Vereinigten Staaten auf eine harte Probe zu stellen.

    Ein Handelskonflikt mit globalen Folgen

    Zentraler Bestandteil der wirtschaftspolitischen Agenda Trumps ist die Einführung umfassender Zölle, insbesondere gegenüber China. Pauschale Importzölle von zehn Prozent sowie Strafzölle von bis zu 145 Prozent auf ausgewählte chinesische Produkte haben den bilateralen Handel massiv belastet. China reagierte mit eigenen Zollerhöhungen und Exportbeschränkungen, insbesondere bei strategisch wichtigen Rohstoffen.

    Der Handel zwischen beiden Nationen ist seither deutlich rückläufig, was unmittelbare Konsequenzen für die amerikanische Wirtschaft zeigt. An den Börsen macht sich die Unsicherheit bemerkbar: Wichtige Aktienindizes wie der Dow Jones Industrial Average und der S&P 500 verzeichneten deutliche Verluste. Diese Entwicklungen verstärken die Nervosität an den globalen Finanzmärkten und werfen Fragen zur zukünftigen Stabilität des internationalen Handelssystems auf.

    Unternehmen unter Druck

    Die Einführung von Zöllen trifft vor allem jene US-Unternehmen hart, die auf importierte Vorprodukte angewiesen sind. In der Folge steigen die Produktionskosten erheblich. Viele Konzerne sahen sich gezwungen, ihre Gewinnerwartungen nach unten zu korrigieren und die gestiegenen Kosten an die Verbraucher weiterzugeben. Diese Maßnahmen schlagen sich in höheren Preisen für Konsumgüter nieder.

    Für die amerikanischen Haushalte bedeutet dies reale Einkommensverluste. Durchschnittlich belaufen sich die Mehrkosten durch die neue Zollpolitik auf über 1.200 US-Dollar pro Jahr und Haushalt. Besonders betroffen sind Haushalte mit niedrigem oder mittlerem Einkommen, da sie einen größeren Anteil ihres Einkommens für alltägliche Güter ausgeben müssen. Damit verschärft sich die soziale Ungleichheit im Land weiter.

    Steuererleichterungen auf Pump

    Gleichzeitig forciert die Trump-Administration eine Steuerpolitik, die insbesondere Unternehmen und Besserverdienende entlastet. Die Steuererleichterungen aus dem Jahr 2017 sollen nicht nur dauerhaft bestehen bleiben, sondern durch weitere Senkungen ergänzt werden. Diese Maßnahmen werden voraussichtlich zu einer erheblichen Ausweitung des Haushaltsdefizits führen.

    Prognosen deuten darauf hin, dass sich die US-Staatsverschuldung bis zur Mitte des Jahrhunderts deutlich erhöhen könnte. Die Finanzierung dieser Defizite gestaltet sich zunehmend schwierig, da internationale Investoren aufgrund der wirtschaftspolitischen Unsicherheiten skeptischer werden. Ein Ausweichen auf alternative Finanzierungsmodelle, etwa digitalisierte Staatsanleihen oder durch Kryptowährungen gedeckte Instrumente, wird in Fachkreisen bereits diskutiert. Diese Entwicklungen könnten langfristig das Vertrauen in den US-Dollar als weltweite Leitwährung untergraben.

    Stille Zustimmung und vereinzelt Kritik

    Trotz der zunehmenden wirtschaftlichen Turbulenzen bleibt öffentliche Kritik aus den Reihen der Republikanischen Partei bislang rar. Viele führende Parteimitglieder scheinen sich aus Furcht vor politischen Konsequenzen mit öffentlicher Zurückhaltung zu begnügen. Auch aus den Führungsetagen der Wirtschaft ist kaum Widerspruch zu vernehmen, obwohl viele Unternehmen direkt von den negativen Folgen betroffen sind.

    Einige prominente Wirtschaftsführer haben sich dennoch kritisch geäußert und vor den Konsequenzen der protektionistischen Handelspolitik gewarnt. Ihre Stimmen bleiben jedoch isoliert und finden innerhalb des politischen Establishments nur wenig Resonanz. Diese Zurückhaltung verstärkt den Eindruck, dass wirtschaftspolitische Fehlentwicklungen aus parteitaktischen Gründen hingenommen werden.

    Internationale Isolation droht

    Die aggressive Handelspolitik der Vereinigten Staaten führt auch auf internationaler Ebene zu Spannungen. Wichtige Handelspartner prüfen Gegenmaßnahmen oder passen ihre Wirtschaftsstrategien an. China beispielsweise nutzt den Konflikt, um seine Binnenwirtschaft zu stärken und neue Absatzmärkte zu erschließen. Auch innerhalb westlicher Bündnisse wie der Europäischen Union wächst die Skepsis gegenüber dem amerikanischen Wirtschaftskurs.

    Die USA steuern damit auf eine zunehmende Isolation im internationalen Wirtschaftssystem zu. Die langfristigen Folgen dieser Entwicklung könnten gravierend sein: Ein Rückgang der internationalen Investitionen, eine Schwächung des Dollars und ein schleichender Bedeutungsverlust in den globalen Handelsstrukturen drohen. Wie nachhaltig die Auswirkungen dieser Strategie sein können, wird sich daran messen lassen, ob es gelingt, die wirtschaftliche Dynamik der Vereinigten Staaten trotz wachsender Handelsbarrieren und zunehmender Verschuldung aufrechtzuerhalten.

    Autor: P.T.

  • Frankreich: Inflation verlangsamt sich auf +5,6 % im Jahresvergleich

    Frankreich: Inflation verlangsamt sich auf +5,6 % im Jahresvergleich

    Die Inflation in Frankreich verlangsamte sich im März auf 5,6% im Jahresvergleich, verglichen mit 6,3% im Februar.

    Dies geht aus einer ersten Schätzung hervor, die am Freitag vom Nationalen Institut für Statistik und Wirtschaftsstudien veröffentlicht wurde. Die Verlangsamung des Anstiegs der Verbraucherpreise ist darauf zurückzuführen, dass die Energiepreise im März deutlich langsamer stiegen. Der Anstieg der Lebensmittelpreise übernahm die Führung und beschleunigte sich weiter auf 15,8% im Jahresvergleich im Monat März, so das Statistikinstitut Insee.

    Deutlicher Rückgang der Einkäufe bei Lebensmitteln um 1,2 %.
    Gleichzeitig ging der Verbrauch der privaten Haushalte in Frankreich im Februar im Vergleich zum Vormonat um 0,8 % zurück, was auf geringere Ausgaben insbesondere für Lebensmittel zurückzuführen war, so das Insee.

    Nach einem Aufschwung von 1,7 % im Januar zeigten die Konsumausgaben der französischen Haushalte einen deutlichen Rückgang von 1,2 % bei Lebensmitteln und 0,9 % bei hergestellten Waren, während der Energieverbrauch nahezu unverändert blieb (+0,1 %).

    Inflation: Kein „roter März“ … aber die Preise steigen weiter.
    Sowohl Agrarprodukte als auch Lebensmittel erlebten einen zweistelligen Höhenflug, der sich weiter beschleunigte und im März 15,8 % auf Jahresbasis erreichte, so das Insee.

    Lebensmittel sind in Frankreich zum Haupttreiber der Inflation geworden und haben die Energiepreise abgelöst, die im Zuge des Krieges in der Ukraine zunächst stark angestiegen waren, dann aber wieder zurückgingen.

    Der Verbrauch von hergestellten Waren ging im letzten Monat um 0,9% zurück, was vor allem auf einen Rückgang der Ausgaben für langlebige Güter wie Autos, Möbel, Elektro- und Haushaltsgeräte zurückzuführen war.

    Im Energiebereich war der Verbrauch nahezu stabil (+0,1%), wobei der Anstieg des Gas- und Stromverbrauchs durch einen deutlichen Rückgang bei den Kraftstoffen ausgeglichen wurde.

    Im Jahresvergleich zu Februar 2022 fällt der Verbrauch der französischen Haushalte um insgesamt 4,1%.

  • Kaufkraft: Eine Handelskette bietet ganze Paletten zu niedrigeren Preisen an

    Kaufkraft: Eine Handelskette bietet ganze Paletten zu niedrigeren Preisen an

    Angesichts der Inflation sind viele Franzosen auf der Suche nach den besten Preisen und Schnäppchen. Immer häufiger biete die großen Supermärkte sogenannte Ultra-Discounts an.

    In einem neuen Geschäft sind die niedrigen Preise überall zu sehen. Im Inneren dienen Paletten als Regale, die Produkte sind noch in ihren Kartons. Es herrscht der „Ultra-Discount“. Das Konzept hat Sylvie und Christian Ruffrais überzeugt, die in wenigen Wochen zu Stammkunden geworden sind. „Wir ziehen es hier vor, weil es im Vergleich deutlich billiger ist. Wir verdienen nicht viel, da mein Mann in Rente ist“, sagt Sylvie vor der Kamera von France 2. In diesem neuartigen Laden gilt: Je mehr der Kunde kauft, desto niedriger sind die Preise. „Wenn er es (das Produkt) einzeln nimmt, kostet es ihn 0,68 Cent, wenn er aber das 16er-Paket nimmt, bekommt er 5% (Rabatt) darauf“, erklärt Laetitia Boudeville, die Leiterin des Ladens.

    Es läuft sogar auf einen Rabatt von 10% hinaus, wenn der Kunde eine ganze Palette kauft. Das Ziel für den Laden ist es, die Kosten für Lagerung und Handhabung zu senken. Die Kunden müssen ihre Artikel selbst scannen. Diese art des Einzelhandels ist wieder auf dem Vormarsch, denn die explodierenden Preise verändern die Lage. „Wo es eine Gelegenheit gibt, mit Preisen zu handeln, die so niedrig wie möglich sind, gibt es eine Gelegenheit, neue Konzepte und neue Geschäfte entstehen zu lassen“, analysiert Rodolphe Bonnasse, ein Experte für große Einzelhandelsunternehmen auf France 2.

  • Lebensmittel: Wegen der Vogelgrippe werden die Eier knapp

    Lebensmittel: Wegen der Vogelgrippe werden die Eier knapp

    Nicht alle Steigerungen bei den Lebensmittelpreisen sind auf den Krieg in der Ukraine zurückzuführen. Die Vogelgrippe hat Landwirte dazu gezwungen, Hunderttausende von Vögeln zu schlachten. Eier und Eierprodukte werden knapp.

    Vom Frühstück bis zum Abendessen enthalten unzählige Produkte ein und dieselbe Zutat: Eier. Ihr Preis ist in die Höhe geschnellt, manchmal hat er sich sogar verdoppelt. In einer Fabrik im Departement Morbihan werden Beschäftigte dafür bezahlt, Eier aufzuschlagen, etwa eine Million pro Tag. „Diese Eier werden dann getrennt, das Eiweiß auf der einen Seite, das Eigelb auf der anderen“, erklärt Produktionsleiter Sylvain Reland auf dem Sender France 2. Und jetzt werden die Eier knapp.

    Innerhalb von drei Monaten um 11% teurer geworden
    Der Grund dafür ist der Ausbruch der Vogelgrippe in Frankreich. „Es wurden ungefähr drei Millionen Hühner im Pays-de-la-Loire und anderen französischen Regionen wegen der Vogelgrippe getötet“, sagt Loïc Coulombel, Vorsitzender des nationalen Industrieverbands auf France 2. Auch die Preise für Hühnerfutter sind durch den Krieg in der Ukraine in die Höhe geschnellt. Am Ende steht ein starker Preisanstieg. Der Preisanstieg betrifft insbesondere Konditoren und Eisdielen. „In drei Monaten sind die Preise um 11% gestiegen“, stellt ein Konditor fest. Für seine Cakes und sein Eis sind Eier unverzichtbar. Dennoch will er seine Preise vorerst nicht erhöhen.

  • Valentinstag 2022: Rote Rosen werden teurer

    Valentinstag 2022: Rote Rosen werden teurer

    Der Valentinstag am 14. Februar ist  einer der arbeitsreichsten Tage des Jahres für Floristen. Zu diesem Anlass werden allein in Frankreich Blumen im Wert von 200 Millionen Euro gekauft.

    Jedes Jahr am Valentinstag ist es für viele Männer in Frankreich das gleiche Ritual: Sie kaufen einen Strauß Rosen. Der Preis für rote Rosen ist dieses Jahr gestiegen, aber das hält kaum jemanden davon ab, sie auch an diesem Valentinstag wieder zu kaufen. Ein Strauß kostet etwa 42 Euro, sieben Euro mehr als im letzten Jahr. Der Grund für den Preisanstieg: 80% der Blumen, die in Frankreich verkauft werden, kommen aus dem Ausland. Die Frachtkosten sind aufgrund der gestiegenen Kraftstoffpreise auch für die Blumen teurer geworden.

    „Was nicht rot ist, ist billiger“

    „Was nicht rot ist, ist billiger (…) man sollte auf Saisonblumen wie Tulpen zurückgreifen, für deren Produktion man weniger Energie benötigt“, sagt Charline Pritscaloff, prisgekrönte Floristin in Orléans (Loiret) gegenüber France 3. Der Valentinstag ist für Floristen ein arbeitsreicher, jedoch nicht der wichtigste Tag des Jahres. Das ist der Muttertag.

  • Preise für Obst und Gemüse sind in Frankreich zwischen 2019 und 2021 um 9% gestiegen

    Preise für Obst und Gemüse sind in Frankreich zwischen 2019 und 2021 um 9% gestiegen

    Der Verband ‚Familles Rurales‘ veröffentlicht seinen neuen Preisvergleich, in dem die Kosten für eine festgelegte Lebensmittelauswahl anhand von Erhebungen in Geschäften berechnet werden. In seiner am Freitag, dem 21. Januar veröffentlichten jährlichen Preisbeobachtung für Güter des täglichen Bedarf…

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  • „Das ist skandalös!“ – Warum das Baguette für 29 Cent bei Leclerc die Bäcker und Landwirte empört

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  • Der Preis für Baguettes steigt

    Der Preis für Baguettes steigt

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