Schlagwort: Val Thorens

  • Masern in den Bergen – warum Val Thorens mitten in der Skisaison genauer hinschaut

    Masern in den Bergen – warum Val Thorens mitten in der Skisaison genauer hinschaut

    Die Sonne glitzert auf den Hängen, Skier klacken auf den Terrassen, Glühwein dampft in der kalten Luft. Val Thorens, Frankreichs höchstgelegene Skistation, steht im Februar unter Hochspannung – touristisch wie gesundheitlich. Denn während die Wintersportsaison auf Hochtouren läuft, sorgt ein anderes Thema für Aufmerksamkeit: mehrere bestätigte Masernfälle bei jungen Erwachsenen, die sich Mitte Januar in der Station aufgehalten haben. Ein leiser Alarmton, kein Sirenengeheul, aber deutlich genug, um hinzuhören. Seit der zweiten Januarhälfte beobachtet die Agence régionale de santé Auvergne-Rhône-Alpes eine aktive Zirkulation des Masernvirus in Val Thorens, gelegen im Département Savoie. Mindestens drei Infektionen gelten als bestätigt, eine davon führte zu einem Krankenhausaufenthalt. Weitere Verdachtsfälle werden geprüft. Alle Betroffenen hielten sich während ihrer ansteckenden Phase in der Station auf. Das ist der entscheidende Punkt. Kein importierter Einzelfall, sondern ein Virus, da…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Tod im Tiefschnee – ein amerikanischer Skifahrer, ein Skilehrer unter Verdacht und die brüchige Illusion der Sicherheit

    Tod im Tiefschnee – ein amerikanischer Skifahrer, ein Skilehrer unter Verdacht und die brüchige Illusion der Sicherheit

    Val Thorens liegt hoch, sehr hoch. Auf 2.300 Metern, wo der Himmel näher scheint als der Alltag, beginnt für viele der Traum vom perfekten Winter. Breite Pisten, grelles Licht, trockene Kälte. Und dazwischen diese Versuchung, die immer mitschwingt: ein paar Schwünge abseits, hinein in den vermeintlich unberührten Raum. Genau dort, jenseits der Markierungen, endete am 30. Dezember das Leben eines amerikanischen Skifahrers. Der Mann, etwa 45 Jahre alt, war mit seinem privaten Skilehrer unterwegs, im Bereich Boismint oberhalb der Station Val-Thorens in der Savoie. Kein Anfänger, kein Draufgänger, sondern jemand, der sich bewusst für eine geführte Abfahrt entschied. Der Helm saß, die Bedingungen schienen beherrschbar. Dann der Sturz. Ein Aufprall auf blanken Fels, freigeweht vom Wind. Sekunden, die niemand mehr zurückdrehen kann. Die herbeigerufenen Rettungskräfte kämpften, doch sie kämpften vergeblich. Was folgte, verleiht dem Unglück eine zweite, dunklere Ebene. Der Skilehrer wurde von d…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Tod im Schnee von Val Thorens – ein stilles Drama in Europas höchstem Skigebiet

    Tod im Schnee von Val Thorens – ein stilles Drama in Europas höchstem Skigebiet

    Der Winter zeigt sich dieses Jahr in den französischen Alpen gern von seiner glänzenden Seite. Pulverschnee, Sonnentage, volle Terrassen vor den Skihütten. Doch manchmal kippt das Bild, leise, ohne Vorwarnung. In Val Thorens, der höchstgelegenen Skistation Europas, hat sich kurz nach Weihnachten ein Drama ereignet, das viele Fragen offenlässt und einen bitteren Nachhall hinterlässt. Ein 58-jähriger belgischer Urlauber, von den Medien als Alain J. bezeichnet, galt seit dem Nachmittag des 26. Dezember als vermisst. Zwei Tage später, am Sonntag, dem 28. Dezember, fanden Rettungskräfte seinen leblosen Körper am Fuß einer felsigen Steilwand im Bereich des Montaulever. Der Fundort liegt abseits der belebten Pisten, in einem Gelände, das selbst erfahrene Berggänger respektvoll stimmt. Die Suche nach dem Mann hatte rasch große Ausmaße angenommen. Nachdem Angehörige und Behörden Alarm geschlagen hatten, rückten noch am Samstagabend Gendarmen aus Les Belleville sowie spezialisierte Bergpatrouill…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Savoie im Schneechaos: Lawinengefahr überschattet das Ende der  Skisaison

    Savoie im Schneechaos: Lawinengefahr überschattet das Ende der Skisaison

    Der Frühling klopft an – doch in den französischen Alpen zeigt sich der Winter noch einmal von seiner wildesten Seite. In der Savoie hat ein außergewöhnlicher Schneefall Mitte April für massive Störungen gesorgt und eine alarmierende Lawinengefahr ausgelöst. Trotz der schrittweisen Öffnung der Skigebiete bleibt die Situation angespannt – nicht zuletzt wegen eines tödlichen Unglücks in Val Thorens.

    Schnee wie seit Jahren nicht mehr Zwischen dem 16. und 17. April hat es im Département Savoie heftig geschneit. Und das ist fast noch untertrieben: In manchen Höhenlagen türmte sich der Schnee bis zu 1,5 Meter hoch auf – eine Seltenheit für diese Jahreszeit. Die betroffenen Gebiete, darunter die Hochlagen von Haute-Maurienne, Haute-Tarentaise und die Vanoise, wurden umgehend von Météo-France in Alarmbereitschaft versetzt – Warnstufe Orange für Lawinengefahr. Ein Aprilschnee, der nicht nur idyllisch, sondern gefährlich ist.

    Tragödie in Val Thorens Die Kehrseite dieser weißen Pracht offenbart…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Ausnahmezustand: Wie eine April-Sturmfront die Savoie lahmlegt und Touristen als Geiseln nimmt

    Ausnahmezustand: Wie eine April-Sturmfront die Savoie lahmlegt und Touristen als Geiseln nimmt

    Manchmal schreibt das Wetter seine ganz eigenen Geschichten – und diesmal ist es ein Kapitel voller Überraschungen. Während anderswo Osterglocken blühen und Terrassen mit Sonnenanbetern gefüllt sind, kämpfen die Menschen in der Savoie mit meterhohem Schnee, blockierten Straßen und strengen Ausgangssperren.

    Ein Frühlingssturm namens „Hans“

    Mitten im April, genauer gesagt zwischen dem 16. und 17., fegte ein Schneesturm über die französischen Alpen hinweg – ausgelöst durch das Tiefdruckgebiet „Hans“. Die Schneemengen, die innerhalb weniger Stunden vom Himmel fielen, waren alles andere als gewöhnlich. In Tignes türmte sich die weiße Pracht auf unglaubliche 1,30 Meter. Val Thorens bekam 90 Zentimeter ab, Val d’Isère immerhin noch 83. Da bleibt einem glatt die Frühlingslaune im Hals stecken.

    Die Reaktion der Behörden ließ nicht lange auf sich warten: In Tignes verhängte Bürgermeister Serge Revial eine weitreichende Ausgangssperre. Von 20 Uhr abends bis 15 Uhr am Folgetag durfte sich niemand draußen bewegen – weder zu Fuß noch im Auto. Auch Val Thorens folgte diesem Beispiel. Wer nicht musste, sollte drinnen bleiben. Und das war nicht nur ein gut gemeinter Ratschlag, sondern ein Muss.

    Infrastruktur am Limit

    Die Schneemassen setzten nicht nur Urlaubern zu – auch Straßen, Tunnel und Stromleitungen gerieten an ihre Belastungsgrenze. Die Departementsstraße RD 902 zwischen Saint-Martin-d’Arc und Valloire-Valmeinier wurde komplett gesperrt, da die Lawinengefahr in dieser Region als extrem hoch eingeschätzt wurde. Der Fréjus-Tunnel, der Frankreich mit Italien verbindet, wurde für den Schwerlastverkehr vorübergehend dichtgemacht.

    Doch damit nicht genug: 5.400 Haushalte saßen ohne Strom da, viele davon im Bereich rund um Chamonix. Umgestürzte Bäume und vereiste Leitungen machten den Technikern das Leben schwer. In Modane sorgte ein eingestürztes Baugerüst für zusätzliche Aufregung – unter der Schneelast war es zusammengebrochen, 64 Menschen mussten evakuiert werden. Kein Wunder, dass sich die Region fast wie ein Katastrophengebiet anfühlte.

    Ferien im Ausnahmezustand

    Dass ausgerechnet inmitten der Schulferien (für die Zonen B und C) und kurz vor dem Osterwochenende der Winter noch einmal mit voller Wucht zuschlägt, sorgte für ordentlich Chaos. Viele Urlauber waren bereits angereist, fest entschlossen, die letzten Schneetage auf der Piste zu genießen. Stattdessen saßen sie nun in ihren Chalets fest – abgeschottet von der Außenwelt, eingesperrt mit Schnee statt Sonnenschein.

    Und wie es eben manchmal so ist: Nicht alle hielten sich an die Vorschriften. Einige abenteuerlustige Wintersportfans versuchten trotz Verbot, auf eigene Faust hinauszugehen. Frischer Pulverschnee lockt eben – aber die Gendarmerie war schnell zur Stelle, um die Leute zur Vernunft zu bringen. Man fragt sich da: Muss es wirklich erst lebensgefährlich werden?

    Lawinengefahr bleibt Thema Nummer eins

    Zwar wurde die höchste Warnstufe – die orangefarbene Lawinenwarnung – inzwischen zurückgenommen, doch Météo-France gibt noch keine Entwarnung. Die Region steht weiterhin unter gelber Beobachtung. Das liegt nicht zuletzt am bevorstehenden Temperaturanstieg – der die Schneeschichten instabil machen und neue Lawinen auslösen könnte. Also: Auch wenn die Sonne lacht – die Gefahr bleibt.

    Die Sicherheitskräfte raten dringend davon ab, sich abseits der gesicherten Pisten zu bewegen. Wer trotzdem loszieht, riskiert nicht nur seine eigene Gesundheit, sondern bringt auch andere in Gefahr – inklusive der Retter.

    Ein Ereignis mit Nachhall

    Was dieses Wetterphänomen so besonders macht, ist nicht nur seine Intensität, sondern auch der Zeitpunkt. Mitte April sollte eigentlich die Zeit des Aufbruchs sein, von Erneuerung und Wärme. Doch „Hans“ hat gezeigt, wie wenig sich die Natur an unseren Kalender hält. Der Klimawandel bringt nicht nur schmelzende Gletscher, sondern auch Wetterextreme – auch im Frühling.

    Dieser Schneesturm mag bald Geschichte sein, doch sein Echo wird bleiben. In den Köpfen der Menschen, in den Protokollen der Einsatzkräfte – und vielleicht auch als Weckruf, unsere Beziehung zur Natur neu zu überdenken.

    Denn egal, wie gut wir planen – das Wetter hat immer das letzte Wort.

    Andreas M. B.

  • Aprilwetter außer Kontrolle: Schneechaos in den französischen Alpen bringen massive Stromausfälle

    Aprilwetter außer Kontrolle: Schneechaos in den französischen Alpen bringen massive Stromausfälle

    Mitten im April verwandelt sich das Herz der französischen Alpen in ein weißes Wunderland – oder besser gesagt: in ein logistisches Albtraum-Szenario. Während anderswo schon die ersten Blumen blühen, versinkt die Region zwischen Savoie und Haute-Savoie unter massiven Schneemassen. Doch wer jetzt an romantische Winterspaziergänge denkt, liegt daneben – hier herrschen Ausnahmezustände.

    Stromausfall im Schneegestöber

    Allein am Donnerstagmorgen, dem 17. April, meldete der Stromnetzbetreiber Enedis rund 6.400 Haushalte ohne Elektrizität. Besonders betroffen: die Gemeinden Bourg-Saint-Maurice, Les Allues und Saint-Martin-de-Belleville in der Savoie sowie Chamonix und Passy in der Haute-Savoie. Der Grund? Umgestürzte Bäume und schwere Äste, die unter der Last des Schnees nachgaben und Stromleitungen beschädigten. Das größte Problem für die Reparaturteams: Der Zugang zu den betroffenen Stellen ist oft nur unter Lebensgefahr möglich.

    Verkehr? Fehlanzeige.

    Autofahrer und Zugreisende mussten in den vergangenen Tagen starke Nerven beweisen. Zahlreiche Straßen in den Tälern der Tarentaise und Maurienne wurden aus Sicherheitsgründen gesperrt. Besonders heikel: Der Mont-Blanc-Tunnel wurde für Lkw komplett dichtgemacht – auch auf der Autobahn A43 galten Fahrverbote und Tempolimits. Wer dachte, sich bequem mit dem Zug retten zu können, sah sich ebenfalls getäuscht: Die Strecke zwischen Chambéry und Bourg-Saint-Maurice wurde unterbrochen. Schnee, so weit das Auge reicht – und kein Durchkommen.

    Lawinen: Lautlose Gefahr mit voller Wucht

    Météo-France rief für die Savoie die zweithöchste Warnstufe aus – Orange wegen Lawinengefahr. Kein Wunder: So viel Neuschnee in so kurzer Zeit erhöht den Druck auf die Schneedecke. In Val Thorens kam es zu einem tragischen Zwischenfall, als eine Person von einer Lawine verschüttet wurde. Ihr Zustand ist kritisch. Auch in anderen Gebieten erreichten die Schneemassen bereits die Talsohlen. Und ganz ehrlich – will man bei solch einer Unberechenbarkeit wirklich noch das Haus verlassen?

    Der Staat greift ein – mit klaren Ansagen

    Die Behörden reagieren schnell. In Tignes etwa gilt derzeit ein striktes Bewegungsverbot – zu Fuß oder mit dem Auto unterwegs zu sein, ist schlicht untersagt. Es geht darum, Leben zu schützen. Einsatzkräfte der Polizei, Feuerwehr und Techniker von Enedis sind rund um die Uhr im Einsatz, um Stromleitungen zu reparieren, Straßen freizuräumen und im Notfall sofort eingreifen zu können. Der alpine Ausnahmezustand hat seine eigenen Gesetze – und seine eigenen Helden.

    Und wie geht es weiter?

    Die Wettermodelle versprechen eine langsame Beruhigung der Lage in den kommenden Tagen. Doch so leicht will man sich nicht in Sicherheit wiegen – die Lawinengefahr bleibt hoch, und manche Bergstraßen könnten noch tagelang unpassierbar sein. Offizielle Stellen rufen zur Zurückhaltung auf: Wer nicht zwingend raus muss, bleibt besser drin. Urlauber, die sich Erholung erhofft hatten, erleben stattdessen ein Abenteuer – allerdings eines, das nicht im Prospekt stand.

    Klimachaos im Frühling

    Ein derart später Wintereinbruch ist selten, aber kein Einzelfall mehr. Der Klimawandel bringt nicht nur wärmere Sommer, sondern auch extremere Wetterereignisse. Mal fehlt der Schnee im Januar, dann gibt es ihn im April im Überfluss – die Natur zieht ihr eigenes Ding durch. Was bleibt uns da anderes übrig, als mitzuhalten?

    Vielleicht ist diese Aprilwoche in den Alpen ein Weckruf. Für besseres Krisenmanagement. Für stärkere Infrastruktur. Für mehr Respekt vor den Launen der Natur.

    Und ein bisschen auch dafür, immer eine Thermoskanne Tee und ein Paar dicke Socken griffbereit zu haben – nur für den Fall der Fälle.

    Von C. Hatty

  • Wintersport-Traum in Les Trois Vallées: Ein unvergessliches Abenteuer im größten Skigebiet der Welt

    Wintersport-Traum in Les Trois Vallées: Ein unvergessliches Abenteuer im größten Skigebiet der Welt

    Ein Winterparadies wie aus dem Bilderbuch. Stell dir vor: frisch gefallener Pulverschnee, endlose Pisten und eine Kulisse, die aussieht, als hätte ein Künstler sie gemalt. Genau das erwartet dich in Les Trois Vallées – dem größten zusammenhängenden Skigebiet der Welt. Über 600 Kilometer perfekt präparierte Abfahrten, verteilt auf die drei berühmten Täler Courchevel, Méribel und […]

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…