Schlagwort: Unterseekabel

  • Marseille und die neuen Kathedralen des Digitalzeitalters

    Marseille und die neuen Kathedralen des Digitalzeitalters

    Marseille. Lange Zeit dachte man bei diesem Namen nur an Fähren, Fischmärkte, den Geruch von Salz und Diesel, an eine Stadt, die vom Meer lebte und mit ihm rang. Heute rauscht hier noch etwas anderes, unsichtbar, lautlos, unaufhörlich. Daten. Ströme von Informationen, die unter dem Mittelmeer entlanggleiten, anlanden, verteilt und gespeichert werden. Die südfranzösische Metropole hat sich in kaum mehr als einem Jahrzehnt von der Hafenstadt zur digitalen Drehscheibe Europas entwickelt. Dieser Wandel kam nicht aus dem Nichts. Die Geografie spielte Marseille in die Karten. Wo früher Handelsrouten verliefen, treffen heute Unterseekabel aufeinander, die Europa mit Afrika, dem Nahen Osten und Asien verbinden. Glasfaser statt Gewürze, Server statt Säcke. Die Stadt liegt an einer der wichtigsten digitalen Kreuzungen der Welt. Und wer Daten transportiert, braucht Orte, um sie zwischenzulagern, zu verarbeiten, zu sichern. So rückten die Rechenzentren an. Wer heute durch bestimmte Industriegebiet…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Diamantsäge in der Tiefe – Chinas neues Tiefseegerät alarmiert die Welt

    Diamantsäge in der Tiefe – Chinas neues Tiefseegerät alarmiert die Welt

    Was sich zunächst anhört wie eine technische Innovation für den Tiefseebergbau, lässt bei Sicherheitsbehörden weltweit die Alarmglocken schrillen: China hat ein hochpräzises Gerät entwickelt, das in der Lage ist, Unterseekabel in Tiefen von bis zu 4.000 Metern gezielt zu durchtrennen. Mit einer rotierenden Diamantsäge, angetrieben von einem 1.000-Watt-Elektromotor, gleitet dieses ferngesteuerte Vehikel lautlos über den Meeresboden – bereit, Kommunikationsadern der globalisierten Welt zu durchtrennen.

    Zugegeben: Faszinierende Ingenieurskunst. Aber auch ein Werkzeug mit enormem Eskalationspotenzial.


    Technik mit doppeltem Boden

    Entwickelt wurde das Gerät unter Leitung von Wissenschaftler Hu Haolong am China Ship Scientific Research Center – einer Forschungseinrichtung, die sich auf Unterwassertechnologie spezialisiert hat. Offiziell dient das Vehikel der Wartung von Tiefseeanlagen und dem Meeresbergbau. Doch das technische Potenzial lässt weit mehr zu als nur Reparaturen an Rohren oder Sonden.

    Mit seiner 150-Millimeter-Diamantsäge, die sich mit bis zu 1.600 Umdrehungen pro Minute dreht, kann es auch faseroptische Unterseekabel durchtrennen – jene Kabel, über die über 95 Prozent des globalen Datenverkehrs fließen. Und genau das macht die Erfindung so brisant.


    Eine neue Front im digitalen Wettlauf

    Chinas Entwicklung reiht sich ein in eine Reihe ähnlicher Technologien, die in den letzten Jahren immer wieder für Aufsehen sorgten. Bereits 2020 meldeten chinesische Forscher ein Patent für ein anderes System an – ein ankerartiges Gerät, das hinter Schiffen hergezogen wird und Kabel mit Klingen durchtrennt. In Verbindung mit der neuen Sägeeinheit ergibt sich ein besorgniserregendes Bild: China testet offenbar systematisch Methoden, um im Krisenfall gezielt die globale Kommunikationsinfrastruktur zu stören.

    Die Frage liegt auf der Hand: Handelt es sich hier noch um zivile Forschung – oder bereits um strategische Kriegsführung im Informationszeitalter?


    Wenn Datenadern reißen: Das Beispiel Rotes Meer

    Dass derartige Szenarien keine reine Theorie sind, zeigte sich im März 2024: Mehrere Unterseekabel im Roten Meer wurden beschädigt – vermutlich durch menschlichen Einfluss. Die Folge: Störungen im Datenverkehr zwischen Asien, Europa und dem Nahen Osten. Börsenkurse verzögerten sich, internationale Kommunikation war gestört, Logistiksysteme gerieten ins Wanken. Ein Vorgeschmack auf das, was im Ernstfall passieren könnte?

    Eine einzige gezielte Unterbrechung – und der Puls der vernetzten Welt gerät ins Stolpern.


    Wer schützt unsere digitalen Lebensadern?

    Bisher sind Unterseekabel erstaunlich schlecht geschützt. Die meisten verlaufen unbewacht über Tausende Kilometer, oft nahe strategischer Engpässe wie Meeresengen oder Seegräben. Militärische Überwachung? Kaum vorhanden. Völkerrechtliche Abkommen? Lückenhaft und schwammig.

    Die neuen Technologien zeigen: Es reicht nicht mehr, sich auf guten Willen zu verlassen. Die Weltgemeinschaft muss handeln – mit konkreten Sicherheitsstandards, multilateralen Abkommen und technischer Überwachung. Sonst könnten Unterseekabel zu den Achillesfersen der modernen Gesellschaft werden.


    Was bleibt, ist ein Gefühl von Verwundbarkeit

    Chinas Diamantsäge ist nicht bloß ein technisches Gerät – sie ist ein Symbol. Für das neue Wettrüsten im digitalen Raum. Für das Ende einer Zeit, in der man Infrastruktur einfach als „gegeben“ hinnahm. Und für die wachsende Kluft zwischen ziviler Nutzung und militärischem Kalkül.

    Könnte ein unscheinbares, ferngesteuertes Vehikel am Meeresboden zum Auslöser eines internationalen Konflikts werden?

    Die Welt sollte sich besser heute als morgen mit dieser Frage beschäftigen.

    Autor: C.H.

    Quellen:
    https://nachrichten.fr/

  • Sabotage oder Zufall? NATO verstärkt Überwachung nach massiven Kabelschäden in der Ostsee

    Sabotage oder Zufall? NATO verstärkt Überwachung nach massiven Kabelschäden in der Ostsee

    Mindestens elf beschädigte Unterseekabel in nur 15 Monaten – eine besorgniserregende Serie von Zwischenfällen in der Ostsee zwingt die NATO zum Handeln. Während einige Experten von unglücklichen Schiffsmanövern sprechen, vermuten andere gezielte Sabotageakte. Die Allianz reagiert nun mit verstärkter Überwachung im Rahmen der neuen Mission „Baltic Sentry“.

    NATO verstärkt Präsenz – Jagd auf potenzielle Saboteure

    Ein französisches Überwachungsflugzeug des Typs Atlantique 2 kreiste vergangene Woche stundenlang über der Ostsee. Die hochmoderne Kamera an Bord zoomte auf Frachtschiffe, beobachtete jede Bewegung auf ihren Decks und scannte das Meer von Deutschland bis Estland. Das Ziel: Auffällige Aktivitäten erkennen und potenzielle Täter identifizieren.

    Auch militärische Schiffe patrouillieren verstärkt in der Region. Die Botschaft ist klar: Die NATO lässt sich nicht mehr überraschen.

    NATO-Generalsekretär Mark Rutte formulierte es unmissverständlich:
    „Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um sicherzustellen, dass wir zurückschlagen, dass wir sehen, was passiert, und dann die notwendigen Schritte unternehmen, damit es nicht wieder geschieht.“

    Was steckt unter der Ostsee?

    Die Ostsee ist ein Netzwerk aus kritischer Infrastruktur. Unterwasser-Stromleitungen, Glasfaserkabel und Pipelines verbinden die Anrainerstaaten miteinander.

    Einige Schlüsselverbindungen sind:

    • Balticconnector: Ein 152 Kilometer langes Pipeline-System zwischen Finnland und Estland.
    • Baltic Cable: Eine Hochspannungsleitung zwischen Schweden und Deutschland.
    • C-Lion1: Ein 1.173 Kilometer langes Telekommunikationskabel zwischen Finnland und Deutschland.

    Solche Kabel und Pipelines sind lebenswichtig – sie transportieren Strom, Daten und Gas. Ganze Volkswirtschaften hängen davon ab. 97 % des weltweiten Datenverkehrs laufen über Unterseekabel, darunter Finanztransaktionen in Billionenhöhe.

    Zufall oder gezielte Sabotage?

    Seit Oktober 2023 gab es elf Fälle von Kabelschäden in der Ostsee. Der jüngste Vorfall ereignete sich am vergangenen Sonntag, als ein Glasfaserkabel zwischen Lettland und der schwedischen Insel Gotland riss.

    Unfälle mit Unterseekabeln sind nicht ungewöhnlich – statistisch wird irgendwo auf der Welt alle drei Tage ein Kabel beschädigt. Doch die Häufung in der Ostsee gibt Anlass zur Sorge.

    Einige Vorfälle erscheinen höchst verdächtig. So vermuten finnische Ermittler, dass der Öltanker Eagle S, der am 25. Dezember gleich drei Kabel zwischen Finnland und Estland zerstörte, zur russischen „Schattenflotte“ gehört. Diese Flotte transportiert russisches Öl unter falscher Flagge, um westliche Sanktionen zu umgehen. Der Tanker soll die Kabel mit einem 100 Kilometer langen Anker-Schleifspuren auf dem Meeresboden durchtrennt haben.

    Russland im Visier – aber keine direkten Beweise

    Steckt der Kreml dahinter?

    Viele Experten halten es für möglich, dass Russland im Rahmen eines hybriden Kriegs europäische Infrastruktur angreift, um Unruhe zu stiften. NATO-Chef Rutte warnte:
    „Hybrid bedeutet Sabotage, Cyberangriffe – und in diesem Fall das gezielte Schädigen unserer Unterwasser-Infrastruktur.“

    Doch es gibt keine eindeutigen Beweise. Westliche Geheimdienste äußern Zweifel, ob die Schäden wirklich gezielt herbeigeführt wurden. Einige der beschädigten Kabel gehören selbst Russland. Zudem gibt es Hinweise, dass alte Schiffe mit schlecht gewarteten Ankern für die meisten Schäden verantwortlich sein könnten.

    Ein westlicher Geheimdienstmitarbeiter sagte der Nachrichtenagentur AP:
    „Die Anker und Schiffsdaten deuten eher auf Unfälle als auf Sabotage hin.“

    Allerdings hat Russland offenbar ein Spionageschiff zu einer der beschädigten Stellen geschickt – ob zur Untersuchung oder zur Vertuschung, bleibt offen.

    Vorsicht ist geboten – aber keine Panik

    Branchenexperten raten zur Gelassenheit. Die Europäische Unterseekabel-Vereinigung betonte, dass die meisten Schäden durch Fischerei oder Schiffsanker entstehen – nicht durch gezielte Angriffe.

    Ein aktuelles Beispiel: Am Sonntag wurde ein maltesisches Frachtschiff vor Schweden gestoppt, nachdem es vermutlich ein Kabel gekappt hatte. Das bulgarische Unternehmen Navibulgar, dem das Schiff gehört, sprach von einem „unbeabsichtigten Vorfall bei schlechtem Wetter“.

    „Baltic Sentry“ – Die Antwort der NATO

    Unabhängig von der Ursache der Schäden verstärkt die NATO ihre Präsenz in der Ostsee. Die „Baltic Sentry“-Mission umfasst:

    • Marinepatrouillen mit Kriegsschiffen
    • Überwachungsflüge mit modernster Technik
    • Einsatz von Unterwasserdrohnen zur Kontrolle der Kabel

    Ein französischer Luftwaffenoffizier erklärte:
    „Wir beobachten langsam fahrende Schiffe oder Ankerplätze an ungewöhnlichen Stellen sehr genau.“

    Fazit: Die Ostsee bleibt ein heißes Pflaster

    Ob Sabotage oder maritime Unfälle – die Sicherheit der Unterwasserinfrastruktur ist zur Chefsache geworden. Die NATO setzt auf verstärkte Überwachung und Abschreckung.

    Die zentrale Frage bleibt: Sind die Schäden an den Kabeln nur die Spitze des Eisbergs?

    Von C. Hatty

  • Finnland setzt Öltanker fest: Verdacht auf Sabotage an Unterseekabeln – und andere World-News

    Finnland setzt Öltanker fest: Verdacht auf Sabotage an Unterseekabeln – und andere World-News

    In einer überraschenden Aktion haben die finnischen Behörden gestern einen wahrscheinlich russischen Öltanker in ihren Gewässern festgesetzt. Der Verdacht: Der Tanker soll in die Beschädigung lebenswichtiger Unterseekabel verwickelt sein – ein potenzieller Akt der Sabotage. Das Schiff, registriert auf den Cookinseln, befand sich auf einer Route von St. Petersburg nach Port Said, als es gestoppt wurde.

    Der Fall Estlink 2 und die beschädigten Kabel

    Im Fokus der Ermittlungen steht das Estlink-2-Seekabel, das die Stromversorgung zwischen Finnland und Estland sicherstellt. Neben diesem Kabel wurden auch vier Datenkabel gemeldet, die durchtrennt oder beschädigt sind. Die Polizei spricht von „erschwerter Sachbeschädigung“ – ein Ausdruck, der die Tragweite der Tat unterstreicht.

    Die Sabotage hat erhebliche wirtschaftliche und sicherheitstechnische Folgen. Was steckt hinter der möglichen Verbindung des Tankers zu diesen Vorfällen?

    Russlands Schattenflotte – ein Puzzlestück?

    Der beschlagnahmte Tanker wird auch mit Russlands sogenannter Schattenflotte in Verbindung gebracht. Diese Flotte aus schwer nachverfolgbaren, unmarkierten Schiffen dient mutmaßlich dazu, westliche Preisdeckel für russisches Öl zu umgehen. Eine Finte, die nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine notwendig wurde, um Sanktionen zu unterlaufen.

    Eskalation im Nahen Osten: Israel greift Jemen an

    Währenddessen spitzen sich die Spannungen im Nahen Osten weiter zu. Israel hat Luftangriffe auf jemenitische Gebiete gestartet, die von der Huthi-Miliz kontrolliert werden. Diese Miliz – von Iran unterstützt – hatte zuvor einen Raketenangriff auf Israel durchgeführt. Mindestens vier Menschen verloren bei den Vergeltungsschlägen ihr Leben, über 20 wurden verletzt.

    Israels Premierminister Benjamin Netanjahu unterstrich, dass jede feindliche Gruppierung die Konsequenzen zu spüren bekomme. „Die Huthis werden lernen, was Hamas, Hisbollah und andere bereits gelernt haben“, sagte er deutlich.

    Ist das der Anfang eines noch größeren Konflikts in der Region?

    Unruhen in Mosambik: Hundert Tote nach Wahlchaos

    Mosambik befindet sich am Rande eines Bürgerkriegs. Nach umstrittenen Präsidentschaftswahlen, bei denen Frelimos Kandidat Daniel Chapo mit 65 % als Sieger hervorging, breiten sich Proteste aus. Die Opposition erkennt das Wahlergebnis nicht an und fordert die Bevölkerung zum Widerstand auf. Straßenblockaden, brennende Reifen und Plünderungen prägen das Bild vieler Städte. Über 250 Menschen haben diese Auseinandersetzungen bereits das Leben gekostet.

    Die Situation droht zu eskalieren, während die Regierung und ihre Gegner unnachgiebig bleiben. Wie lange kann das Land diese Spannungen aushalten?


    Weitere Kurznachrichten aus aller Welt

    • Mexiko: Drogenkartelle testen neue Fentanyl-Formeln – erschreckenderweise auch an Lebewesen.
    • Taiwan: Korruptionsskandal um den ehemaligen Bürgermeister von Taipeh, Ko Wen-je.
    • Norwegen: Ein Bus stürzte in einen See – drei Tote, mehrere Schwerverletzte.
    • Technologie: Apples Zulieferer Foxconn expandiert in Indien und den USA, um Abhängigkeiten von China zu reduzieren.

    Bleiben Sie informiert – die Welt dreht sich schneller denn je.

  • Staat übernimmt Alcatel Submarine Networks: Strategischer Schritt für die Sicherheit der Unterseekabel

    Staat übernimmt Alcatel Submarine Networks: Strategischer Schritt für die Sicherheit der Unterseekabel

    Der französische Staat macht einen strategischen Schritt und übernimmt 80 % des Unternehmens Alcatel Submarine Networks (ASN), einen der weltweit führenden Hersteller und Installateure von Unterseekabeln, die für die internationale Konnektivität unerlässlich sind. Am 5. November besiegelt Wirtschaftsminister Antoine Armand in Calais diesen Kauf – ein klares Zeichen dafür, wie wichtig dieses Unternehmen für die digitale Souveränität und Sicherheit Frankreichs ist. Eine strategische Investition in die nationale Souveränität Für Antoine Armand ist dieser Kauf weit mehr als nur eine finanzielle Investition. Er bezeichnet ASN als „strategisch“ und betont die nationale und internationale Bedeutung der Akquisition: In einer Welt mit zunehmenden geopolitischen Spannungen ist die Kontrolle über eigene Kommunikationsinfrastrukturen entscheidend. Der Staat sieht in der Übernahme von ASN eine Möglichkeit, die Kontrolle über kritische Netzwerke zu behalten, die 99 % der weltweiten Datenübertragung …

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Krieg in der Ukraine: Ist von Russland verursachter „Blackout“ des Internets in Europa möglich?

    Krieg in der Ukraine: Ist von Russland verursachter „Blackout“ des Internets in Europa möglich?

    Könnte Russland als Reaktion auf die Sanktionen des Westens die Unterseekabel, die die verschiedenen Kontinente mit dem Internet verbinden, angreifen? Das könnte zu einem Blackout führen. Ein Szenario, das nicht unmöglich erscheint.

    Neben der nuklearen Bedrohung schwebt eine weitere Gefahr über dem europäischen Kontinent: die eines „Blackouts“, der durch die Unterbrechung der transatlantischen Unterseekabel verursacht wird. Diese Bedrohung wird von den europäischen Ländern nicht auf die leichte Schulter genommen: Die Unterbrechung würde nicht nur unsere Computer, Smartphones und Tablets, sondern auch viele Internetserver vom Netz trennen. Über solche Kabel wird fast das gesamte Internet geleitet, insbesondere Finanz- und Wirtschaftsdaten.

    Jean-Luc Vuillemin, Direktor für internationale Netzwerke bei Orange France, erklärte der Zeitung La Tribune, dass es im Falle einer Unterbrechung der Überseekabel „einfach kein europäisches Internet mehr geben würde“. Der Grund? 99% des weltweiten Netzwerks laufen über diese Kabel.

    Unterseekabel wurden auch während der Annexion der Krim durchtrennt.
    Und die Bedrohung wird von den europäischen Ländern und Verteidigungspolitikern sehr ernst genommen. So wurde 2021 vor der Küste Irlands die Yantar, ein „ozeanographisches“ Schiff, das über ein Mini-U-Boot vom Typ AS-37verfügt, das bis zu 6.000 Meter tief tauchen kann, entdeckt. Dieses Spionageschiff der russischen Marine verfolgte den Verlauf der unterseeischen Telekommunikationskabel Celtic Norse und AEConnect-1, die Irland mit den USA verbinden. Über diese Kabel werden 97% der weltweiten Kommunikation und der Finanztransaktionen abgewickelt.

    Russland hat bereits während der Annexion der Krim Unterseekabel durchtrennt. Auch die Ukraine nimmt die Bedrohung ernst. Ende Februar hatte der stellvertretende Premierminister den Milliardär Elon Musk, den Chef von Tesla und SpaceX, gebeten, sein Netzwerk von Internetsatelliten Starlink im Notfall über dem Land einzusetzen. Elon Mask ist der bitte nachgekommen und es wurde eine Notfalllösung eingerichtet.

    Das Netzwerk von Unterwasser-Kommunikationskabeln in der Welt. Wikimedia Commons